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 Betreff des Beitrags: Euro oder Teuro?
BeitragVerfasst: 09.12.2008, 15:49 
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Beiträge: 16
Hast die Einführung des Euro in Deutschland zu Inflation geführt?


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 09.12.2008, 15:56 
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Beiträge: 1462
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Moin Peter,

das ist ein schönes Thema. Gefühlt haben viele Deutsche die kräftigen Preissteigerungen, ich vor allem beim Bäcker. Aber ich vermute, daß statistisch die Preisentwicklung nicht wirklich inflationär war, wir hatten eigentlich einige Jahre mit sehr geringen Indexzuwächsen.

Ich bin mal gespannt, was andere so schreiben (und zu faul, selbst Statistiken zu suchen).

Grüße

Wolfgang


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 Betreff des Beitrags: Ja!
BeitragVerfasst: 09.12.2008, 16:03 
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Wohnort: Osnabrücker Land, Berlin
Aus meiner Sicht eindeutig ja. Lebensmittel, Kleidung, Schuhe, Schreibwaren, uvm. hat nach kurzer Zeit den gleichen Preis wie vorher gehabt, nur in Euro statt in DM!
Die Statistiken (offizielle Lebenshaltungskosten) sind vielfach als verfälschend kritisiert worden.
Also meine Erfahrungen: Ja, der Euro ist ein Teuro!


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 09.12.2008, 16:37 
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Wohnort: Dragør
am typischen, fest definierten Warenkorb gemessen - nein hat er nicht.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 09.12.2008, 18:37 
Ja - vor die euro bin Ich sehr oft im Cafe gegangen. Nachher - als die preisen die selben wren - bloss in euro, nicht mehr. Hatte kein Bock verarscht zu sein.


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 Betreff des Beitrags: Re: Euro oder Teuro?
BeitragVerfasst: 09.12.2008, 19:05 
Peter Theisen hat geschrieben:
Hast die Einführung des Euro in Deutschland zu Inflation geführt?



Peter, frag doch mal etwas genauer!
Was meochtest du denn wissen?


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 09.12.2008, 20:08 
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Registriert: 14.06.2008, 18:20
Beiträge: 65
Wohnort: Essen/NRW
Hej,

ich denke, Peter möchte wissen, wie teuer das Leben - abseits von offiziellen Berichten und Statistiken - für den einzelnen Bürger im Alltag geworden ist.
Meine Meinung: Ja, vieles ist teurer geworden. Vor allem die Dinge des täglichen Bedarfs wie z.B. Lebensmittel. Oftmals 1:1, nur jetzt halt in Euro. Nur leider wurden die Gehälter nicht 1:1 angepasst... :wink: .

Das statistische Bundesamt sieht das anders:
Aktuell wird das Basisjahr 2005 für den Verbraucherpreisindex angewendet. Nach diesem Index werden z.B. Lebensmittel mit 10,4 % gewichtet, Ausgaben für Freizeit/Kultur/Unterhaltung mit 11.6 %.
Wer sich den Warenkorb mal anschauen mag: http://de.wikipedia.org/wiki/Warenkorb.

Mal im Ernst... Wer gibt gerade mal nur gut 10 % seines Gehalts für Lebensmittel aus, ohne Dauerebbe im Kühlschrank zu haben? Seien es Lebensmittel oder Getränke.
Schon der Irrsinn, dass hier eine alleinerziehende Mutter mit 2 Grundschulkindern zusätzlich zu ihrem Hartz IV problemlos den Berechtigungsschein für die "Tafel" bekommt (= 1 x wöchentlich kostenlose, von Supermärkten etc. gespendete Lebensmittel), spricht Bände. Ohne dies könnte diese Mutter ihre Kinder nicht ernähren. Wie andere Alleinerziehende auch, die entweder keinen Job finden oder aus anderen Gründen zurzeit nicht arbeiten können.

Der Schwachsinn für mich bei dem Warenkorb liegt darin, dass auch Dinge, die man nur in großen Zeitabständen anschafft (Einrichtungsgegenstände, Weißwaren) mit einfließen. Sonderangebote gibt es im Zeitalter der GeizGeilWelle ständig und überall. Also auch in den ausgesuchten Berichtsstellen. Diese Preisangaben fließen dann natürlich mit in die Berechnungen ein und drücken letztendlich die angeblichen Lebenshaltungskosten. Nur - wer kauft schon monatlich einen neuen Schrank, eine neue Waschmaschine oder oder oder...? Für mich ist das eine Verfälschung der Realität.

_________________
LG
Sabine

"Ich habe grosse Achtung vor der Menschenkenntnis meines Hundes, er ist schneller und gründlicher als ich."
(Otto von Bismarck)


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 09.12.2008, 20:33 
Helen hat geschrieben:
Hej,

ich denke, Peter möchte wissen, wie teuer das Leben - abseits von offiziellen Berichten und Statistiken - für den einzelnen Bürger im Alltag geworden ist.
Meine Meinung: Ja, vieles ist teurer geworden. Vor allem die Dinge des täglichen Bedarfs wie z.B. Lebensmittel. Oftmals 1:1, nur jetzt halt in Euro. Nur leider wurden die Gehälter nicht 1:1 angepasst... :wink: .

Das statistische Bundesamt sieht das anders:
Aktuell wird das Basisjahr 2005 für den Verbraucherpreisindex angewendet. Nach diesem Index werden z.B. Lebensmittel mit 10,4 % gewichtet, Ausgaben für Freizeit/Kultur/Unterhaltung mit 11.6 %.
Wer sich den Warenkorb mal anschauen mag: http://de.wikipedia.org/wiki/Warenkorb.

Mal im Ernst... Wer gibt gerade mal nur gut 10 % seines Gehalts für Lebensmittel aus, ohne Dauerebbe im Kühlschrank zu haben? Seien es Lebensmittel oder Getränke.
Schon der Irrsinn, dass hier eine alleinerziehende Mutter mit 2 Grundschulkindern zusätzlich zu ihrem Hartz IV problemlos den Berechtigungsschein für die "Tafel" bekommt (= 1 x wöchentlich kostenlose, von Supermärkten etc. gespendete Lebensmittel), spricht Bände. Ohne dies könnte diese Mutter ihre Kinder nicht ernähren. Wie andere Alleinerziehende auch, die entweder keinen Job finden oder aus anderen Gründen zurzeit nicht arbeiten können.

Der Schwachsinn für mich bei dem Warenkorb liegt darin, dass auch Dinge, die man nur in großen Zeitabständen anschafft (Einrichtungsgegenstände, Weißwaren) mit einfließen. Sonderangebote gibt es im Zeitalter der GeizGeilWelle ständig und überall. Also auch in den ausgesuchten Berichtsstellen. Diese Preisangaben fließen dann natürlich mit in die Berechnungen ein und drücken letztendlich die angeblichen Lebenshaltungskosten. Nur - wer kauft schon monatlich einen neuen Schrank, eine neue Waschmaschine oder oder oder...? Für mich ist das eine Verfälschung der Realität.


Die Frage hat keine Relevanz 7(!) Jahren nach Einführung der Euro. Ja, die Preise sind teilweise gestiegen, aber die Preise sind ja auch in den 7 Jahren von 1995 bis 2002 gestiegen. Ob die tatsächlichen Preissteigerung auf den Euro zurückzuführen sind, lässt sich auch bezweifeln. DK, GB und Schweden schaffen auch Preissteigerungen ohne Euro....


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 09.12.2008, 23:00 
ich denke auch erstens:
Dass Peter doch mal ausfuehricher Fragen sollte: Also nicht nur ein Stichwort/Allegemeinplatz, sondern ein bisschen mehr vorstellig werden sollte.
(Ich weiss nicht was das darstellen soll: Vielleicht sollte er mal auf Daenisch erklaeren, was er moechte! Irgendetwas reinstellen und dann nie melden, finde ich nicht so in Ordnung von ihm - hier mach mal meine Hausaufgaben , ihr interessiert mich andererseits keinen Deut).

Der Euro hat insofern Pech gehabt, mit einer beginnenden Rezession eingefuehrt zu werden. Er hat aber den Dollar fast abgeloest und Europa mit 500 MIO Menschen zu einem Wirtschaftssystem vereint.

Zweitens ist mit Hartz4 verhindert worden, dass es den Leuten noch schlechter geht, gleichzeitig der Staat aber nicht pleite geht an Sozialleistungen.

Drittens: Der Euro ist nur teils ein Teuro - es ist alles teurer geworden, aber meist in den Bereichen des Alltages, wo Gebuehren anfallen.
(Passamt, Versicherungen, Banken). Loehne sind gesunken - wobei man eigentlich denken sollte, so kann man billiger Reparaturen bekommen.

Supermaerkte und Lebensmittel sind unheimlich guenstig in DE.
Was noch dazu kommt: Es gibt viele Abgaben, Oekosteuer, Ost-Steuer und
Nachzahlungen (Ausgleichszahlungen vom Staat an die Buerger).

Die Rezession hat viele Leute aermer gemacht -einen geringeren Teil eben aber auch reicher. Man sagt 34% aller Menschen in DE haben es schlechter als vorher, 17% besser oder wesentlich besser als vorher.
Die Schere zwischen Arm und Reich geht weiter auseinander.

Arbeitsplaetze sind nicht mehr so sicher noch wie vor ein paar Jahrzehnten, wo ich mich erinnern kann, dass mein Bruder mit 4 und 5 auf dem Zeugnis 2 Lehrstellen angeboten bekam!! (Ende Achtziger)

Was an DE auffaellt, die gute Infrastruktur und es sieht immer noch aus wie ein reiches Industrieland, kuckt man aber genauer hin, so sieht man vielfach Armut herauslucken.

Niedrige Loehne, Hartz4 und sinkender Binnenkonsum sind spuerbar in den Geschaeften, die es noch gibt.
Alles wirkt ausgeduennt und "1Euro"-haft.

Deutschland ist nicht mehr so reicht wie noch in den Achtzigern, aber es werden staatlich Schulden abgebaut und DE hat immer noch einen guten Ruf in der Technogie-entwicklung und Automobilbranche.

Ich finde Europa hat sich gemacht in punkto Naturschutz!
Viele Laender werden nun zu Naturschutz gesetzlich verpflichtet, was vorher nur Nebensache war, wird nun mehr hervorgehoben.


Na...was meinen so die anderen hier im Forum?


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BeitragVerfasst: 09.12.2008, 23:04 
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Registriert: 14.06.2008, 18:20
Beiträge: 65
Wohnort: Essen/NRW
lillebaek hat geschrieben:
Helen hat geschrieben:
Hej,

ich denke, Peter möchte wissen, wie teuer das Leben - abseits von offiziellen Berichten und Statistiken - für den einzelnen Bürger im Alltag geworden ist.
Meine Meinung: Ja, vieles ist teurer geworden. Vor allem die Dinge des täglichen Bedarfs wie z.B. Lebensmittel. Oftmals 1:1, nur jetzt halt in Euro. Nur leider wurden die Gehälter nicht 1:1 angepasst... :wink: .

Das statistische Bundesamt sieht das anders:
Aktuell wird das Basisjahr 2005 für den Verbraucherpreisindex angewendet. Nach diesem Index werden z.B. Lebensmittel mit 10,4 % gewichtet, Ausgaben für Freizeit/Kultur/Unterhaltung mit 11.6 %.
Wer sich den Warenkorb mal anschauen mag: http://de.wikipedia.org/wiki/Warenkorb.

Mal im Ernst... Wer gibt gerade mal nur gut 10 % seines Gehalts für Lebensmittel aus, ohne Dauerebbe im Kühlschrank zu haben? Seien es Lebensmittel oder Getränke.
Schon der Irrsinn, dass hier eine alleinerziehende Mutter mit 2 Grundschulkindern zusätzlich zu ihrem Hartz IV problemlos den Berechtigungsschein für die "Tafel" bekommt (= 1 x wöchentlich kostenlose, von Supermärkten etc. gespendete Lebensmittel), spricht Bände. Ohne dies könnte diese Mutter ihre Kinder nicht ernähren. Wie andere Alleinerziehende auch, die entweder keinen Job finden oder aus anderen Gründen zurzeit nicht arbeiten können.

Der Schwachsinn für mich bei dem Warenkorb liegt darin, dass auch Dinge, die man nur in großen Zeitabständen anschafft (Einrichtungsgegenstände, Weißwaren) mit einfließen. Sonderangebote gibt es im Zeitalter der GeizGeilWelle ständig und überall. Also auch in den ausgesuchten Berichtsstellen. Diese Preisangaben fließen dann natürlich mit in die Berechnungen ein und drücken letztendlich die angeblichen Lebenshaltungskosten. Nur - wer kauft schon monatlich einen neuen Schrank, eine neue Waschmaschine oder oder oder...? Für mich ist das eine Verfälschung der Realität.


Die Frage hat keine Relevanz 7(!) Jahren nach Einführung der Euro. Ja, die Preise sind teilweise gestiegen, aber die Preise sind ja auch in den 7 Jahren von 1995 bis 2002 gestiegen. Ob die tatsächlichen Preissteigerung auf den Euro zurückzuführen sind, lässt sich auch bezweifeln. DK, GB und Schweden schaffen auch Preissteigerungen ohne Euro....


Die Frage hat durchaus Relevanz. Wieviele Beispiele für eine 1:1-Preisteigerung bei Lebensmitteln hier in D möchtest Du? Sowas hat es in dem Ausmaß in der Zeit von 1995 - Ende 2001 nicht gegeben.
Preissteigerungen sind über einen längeren Zeitraum natürlich völlig normal. Nur seit Einführung des Euro sind die Preise insbesondere für den tatsächlichen täglichen Bedarf abnorm gestiegen, die Gehälter im Verhältnis dazu nur geringfügig. Unterm Strich hat der Durchschnittsbürger deutlich weniger, bekommt wesentlich weniger für sein Geld.
Am Euro selbst liegt diese Fehlentwicklung nicht. Der Einzelhandel hat gnadenlos zugeschlagen, hat aus dem Euro einen Teuro gemacht.

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Sabine

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(Otto von Bismarck)


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BeitragVerfasst: 09.12.2008, 23:42 
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Registriert: 14.06.2008, 18:20
Beiträge: 65
Wohnort: Essen/NRW
udo66 hat geschrieben:
Der Euro hat insofern Pech gehabt, mit einer beginnenden Rezession eingefuehrt zu werden. Er hat aber den Dollar fast abgeloest und Europa mit 500 MIO Menschen zu einem Wirtschaftssystem vereint.
Jepp.

Zweitens ist mit Hartz4 verhindert worden, dass es den Leuten noch schlechter geht, gleichzeitig der Staat aber nicht pleite geht an Sozialleistungen.
Hartz IV ist nur eine Umschichtung, keine Problemlösung.

Drittens: Der Euro ist nur teils ein Teuro - es ist alles teurer geworden, aber meist in den Bereichen des Alltages, wo Gebuehren anfallen.
(Passamt, Versicherungen, Banken).
Gebühren - die ja relativ selten anfallen, sind das kleinere Kostenproblem. Das tägliche Leben ist sehr teuer geworden.

Loehne sind gesunken - wobei man eigentlich denken sollte, so kann man billiger Reparaturen bekommen.
Schön wär's.

Supermaerkte und Lebensmittel sind unheimlich guenstig in DE.
Im Verhältnis zu DK schon, aber dafür sind auch die Gehälter in D niedriger als in DK, oder?

Was noch dazu kommt: Es gibt viele Abgaben, Oekosteuer, Ost-Steuer und Nachzahlungen (Ausgleichszahlungen vom Staat an die Buerger).
Du meinst mit Ost-Steuer den Solidaritätsbeitrag? Der sollte ursprünglich nur ein paar Jahre gezahlt werden :wink: . Wenn diese Gelder nicht nach Himmelsrichtung, sondern nach tatsächlichem Bedarf in Ost UND West eingesetzt würden, wäre es in Ordnung.
Meinst Du mit Nachzahlungen Steuererstattungen nach Abgabe der Steuererklärung? Mit einem "entstaubten" Steuersystem wäre das vielleicht nicht mehr in dem Umfang erforderlich. Mal sehen, ob das die Politik irgendwann mal hinbekommt.


Die Rezession hat viele Leute aermer gemacht -einen geringeren Teil eben aber auch reicher. Man sagt 34% aller Menschen in DE haben es schlechter als vorher, 17% besser oder wesentlich besser als vorher.
Die Schere zwischen Arm und Reich geht weiter auseinander.
Absolut!

Arbeitsplaetze sind nicht mehr so sicher noch wie vor ein paar Jahrzehnten, wo ich mich erinnern kann, dass mein Bruder mit 4 und 5 auf dem Zeugnis 2 Lehrstellen angeboten bekam!! (Ende Achtziger)
Die Bevölkerung in D wird immer älter. Irgendwann wird das wieder wie in den 80ern sein, damit überhaupt Arbeitskräfte vorhanden sind :wink: .

Was an DE auffaellt, die gute Infrastruktur und es sieht immer noch aus wie ein reiches Industrieland, kuckt man aber genauer hin, so sieht man vielfach Armut herauslucken.

Niedrige Loehne, Hartz4 und sinkender Binnenkonsum sind spuerbar in den Geschaeften, die es noch gibt.
Alles wirkt ausgeduennt und "1Euro"-haft.
Stimmt. Was nutzt der gute Export, wenn im Land selber mangels Geld nicht mehr konsumiert werden kann...

Deutschland ist nicht mehr so reicht wie noch in den Achtzigern, aber es werden staatlich Schulden abgebaut und DE hat immer noch einen guten Ruf in der Technogie-entwicklung und Automobilbranche.
Auch das wird nicht so bleiben. Was nutzen Technologien und Autos, die sich in D mangels (Geld)Masse nicht mehr an den (kleinen) Mann bringen lassen?
Naja, Hauptsache, jedes Großunternehmen, was jetzt die Quittung für Mißwirtschaft und Co. bekommt, wird vom Staat mit Finanzspritzen unterstützt (die letztendlich wieder vom Steuerzahler aufgebracht werden).


Ich finde Europa hat sich gemacht in punkto Naturschutz!
Viele Laender werden nun zu Naturschutz gesetzlich verpflichtet, was vorher nur Nebensache war, wird nun mehr hervorgehoben.
Ja, das ist klasse. Ein bischen mehr Druck in Sachen Tierschutz würde ich persönlich gerne sehen.

Na...was meinen so die anderen hier im Forum?

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"Ich habe grosse Achtung vor der Menschenkenntnis meines Hundes, er ist schneller und gründlicher als ich."
(Otto von Bismarck)


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 Betreff des Beitrags: Der Warenkorb Unsinn
BeitragVerfasst: 12.12.2008, 15:02 
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micha_i_danmark hat geschrieben:
am typischen, fest definierten Warenkorb gemessen - nein hat er nicht.


War klar, daß das kommt. Was sagt das Argument?
Erstens, wenn man so lebt, wie der Warenkorb es definiert, scheints nicht teurer geworden zu sein, mit dem Euro.
Zweitens: Der Warenkorb ist eine der bekanntesten Statistik-Lügen.
Wie Helen richtig geschrieben hat, sind 10% Ausgaben für Lebensmittel - wie es im Korb angenommen wird - völliger Unsinn. Ich rechne bei unserem Familienbudget z.B. (4 Personen) mit mindestens 25%.
Andere Bereiche werden ebenso untergewichtet, Kleidung und Schuhe z.B.
Als Vater von zwei Schulkindern habe ich die Preissprünge dort - nach Einführung des Euro - sehr genau und sehr schmerzhaft erfahren.

Das Fazit: Die meisten Leute haben das deutliche Gefühl, daß der Euro ein Teuro ist, Behörden und Statistiker bemühen sich, daß zu verschleiern.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Warenkorb Unsinn
BeitragVerfasst: 12.12.2008, 16:35 
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frosch hat geschrieben:
micha_i_danmark hat geschrieben:
am typischen, fest definierten Warenkorb gemessen - nein hat er nicht.


War klar, daß das kommt. Was sagt das Argument?
Erstens, wenn man so lebt, wie der Warenkorb es definiert, scheints nicht teurer geworden zu sein, mit dem Euro.
Zweitens: Der Warenkorb ist eine der bekanntesten Statistik-Lügen.
Wie Helen richtig geschrieben hat, sind 10% Ausgaben für Lebensmittel - wie es im Korb angenommen wird - völliger Unsinn. Ich rechne bei unserem Familienbudget z.B. (4 Personen) mit mindestens 25%.
Andere Bereiche werden ebenso untergewichtet, Kleidung und Schuhe z.B.
Als Vater von zwei Schulkindern habe ich die Preissprünge dort - nach Einführung des Euro - sehr genau und sehr schmerzhaft erfahren.

Das Fazit: Die meisten Leute haben das deutliche Gefühl, daß der Euro ein Teuro ist, Behörden und Statistiker bemühen sich, daß zu verschleiern.


seh ich auch so - laut Warenkorb sind Güter, die nicht wirklich lebensnotwendig sind, nicht besonders teuer geworden - aber Brot und Kartoffeln schon - und zwar nicht erst jetzt 7 Jahre nach der Einführung des Euro ..

aber das ist immer wieder eine endlose Diskussion.

Man müsste mal die Länderpreisentwicklung nebeneinander stellen - 2001 - 2002 - und jetzt meinetwegen ... und dann halt mehrer europäische Länder mit und ohne Euro

_________________
Wenn jemand (Auswanderer-Fragen) oder Fragen zu Fyn beantwortet haben will, versuch ich das gerne per PN (wenn ich kann !)


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 12.12.2008, 17:16 
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Wohnort: NN
seh ich auch so - laut Warenkorb sind Güter, die nicht wirklich lebensnotwendig sind,
nicht besonders teuer geworden - aber Brot und Kartoffeln schon - und zwar nicht
erst jetzt 7 Jahre nach der Einführung des Euro ..


Die Preissteigerungen fuer Brot und Kartoffeln sind in erster Linie durch gestiegene Rohstoffpreise
zu begruenden. Die gestiegen Ruhstoffpreise sind mitnichten auf den Euro zurueckzufuehren.
Vielmehr ist hier die Ursache im veraenderen Nachfrageverhalten aus den Emerging Markets
sowie der von CO2-Hysterikern verursachten veraenderten Energiepolitik zu finden. Auch ein gesteigerter
Tierschutz wird selbstverstaendlich zu hoeheren Lebensmittelpreisen fuehren.Beispielsweise
groessere Huehnerkkaefige, weniger verabreichte Hormone und mehr extensive Landwirtschaft werden
zwangslaeufig zu hoeheren Lebensmittelpreisen fuehren. Dadurch wird dann nochmals
die oekonomische Unterschicht belastet.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 12.12.2008, 18:35 
hoffentlich kommt in dk der euro nicht , wäre der grösste fehler den man machen kann

denn wenn die preise in euro klar sind , kommt kein touri mehr


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