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 Betreff des Beitrags: Deutschland digital nur Mittelmaß
BeitragVerfasst: 24.02.2015, 19:35 
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Moderator

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Hejsa !
http://www.heute.de/studie-zu-internet- ... 13934.html
Ist es nach eurer Meinung ok mit einem Platz im Mittelfeld oder sollte versucht werden Dänemark auf Platz 1 Konkurrenz zu machen ?
Med venlig hilsen
Hendrik77


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BeitragVerfasst: 24.02.2015, 21:52 
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Meiner Meinung nach haben wir in Europa zur Zeit ganz andere Probleme, als uns darüber Gedanken zu machen...


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BeitragVerfasst: 24.02.2015, 21:57 
Als ich letztes Jahr was ähnliches gepostet habe, meinte jemand es wäre für D vorteilhaft das Mittelfeld zu gehören. Das kann man wohl eine mentale Barriere nennen.

Es ist auf jeden Fall ein weiter Weg nach oben: man muss an den kleinen Ländern im Norden und Benelux vorbei und wir bewegen uns in der Zwischenzeit immer weiter...


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BeitragVerfasst: 24.02.2015, 22:01 
Jylland hat geschrieben:
Meiner Meinung nach haben wir in Europa zur Zeit ganz andere Probleme, als uns darüber Gedanken zu machen...

Wenn man sich zu wenig Gedanken über Fortschritt und Wirtschaft macht, muss man sich später noch mehr Gedanken über "andere Probleme" machen.


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BeitragVerfasst: 25.02.2015, 12:47 
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Hejsa !
Die Herausforderung für Deutschland wird sein schnelles Internet flächendeckend verfügbar zu machen. Da gibt es regional doch sehr große Unterschiede.
Es geht nach meiner Meinung ja nicht primär darum in einer Studie den 1. Platz zu belegen sondern evtl. wirtschaftliche Schäden zukünftig zu vermeiden.
Med venlig hilsen
Hendrik77


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BeitragVerfasst: 25.02.2015, 14:38 
Natürlich geht es darum den 1. Platz zu belegen, wie verhindert man besser wirtschaftliche Schäden?

Oder heisst es nun: Ist ja nur ein Studium, real geht es uns viel besser...


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BeitragVerfasst: 25.02.2015, 15:44 
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Hendrik77 hat geschrieben:
Hejsa !
Die Herausforderung für Deutschland wird sein schnelles Internet flächendeckend verfügbar zu machen. Da gibt es regional doch sehr große Unterschiede.
Es geht nach meiner Meinung ja nicht primär darum in einer Studie den 1. Platz zu belegen sondern evtl. wirtschaftliche Schäden zukünftig zu vermeiden.
Med venlig hilsen
Hendrik77

Immerhin:
82 Prozent der Deutschen gegenüber 75 Prozent im EU-Schnitt nutzten das Internet regelmäßig. "Auch in Bezug auf ihre digitalen Kompetenzen weisen die Deutschen überdurchschnittlich gute Ergebnisse auf."
"Bei den Tätigkeiten im Zusammenhang mit dem Online-Shopping liegen sie [die Deutschen] jedoch deutlich über dem europäischen Durchschnitt."

http://www.heute.de/studie-zu-internet- ... 13934.html

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BeitragVerfasst: 25.02.2015, 17:03 
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Für mich ist es nicht wichtig immer erster zu sein, sondern es lieber richtig zu machen.

Gut Deutschland ist digital Mittelmaß, na und !

Müssen wir die Glücklichsten, die besten Brückenbauer, das Land mit der geringsten Korruption, u.s.w wirklich sein, wenn jemand nur danach strebt immer nur erster zu sein, hat er meiner Meinung den Sinn des Lebens nicht begriffen.

Nur was mich aber beruhigt ist die Tatsache, das der größte Teil der dänische Bevölkerung nicht so denkt und es das nur eine kleine verschwindende Minderheit gibt,die es immer wieder braucht sich selber auf die Schultern zu klopfen und sich einzureden wie toll man doch ist.

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BeitragVerfasst: 25.02.2015, 17:44 
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Moin, moin,

wir waren Pabst und sind Weltmeister! Da kann DK sonstwo Nr. 1 sein, das ist doch eh egal!



Mir persönlich ist es als Nichtkatholik und Nichtmehrfußballfan sowieso egal, das Sparkassenprinzip schon seit langer Zeit zuwider. Ich muß kein besseres weil größers oder neueres oder sonstwas Haus, Auto, Urlaubserlebnis etc. pp. haben. Die meisten Deutschen hier sind ja DK-Urlauber und diese Gruppe ist m. E. ohnehin nicht wirklich wild darauf die Nr. 1 zu sein.

Nix gegen eine solide Ausstattung, eine gute Aus- und Allgemeinbildung, aber alles sinnvoll. Nur weil jemand das neueste Smartphone hat, kommt er oder sie nicht besser im Leben zurecht. Nur weil die deutsche Mannschaft Fußball-WM ist, sind wir keine besseren Menschen.

Es gibt - für mich - wichtigere Dinge im Leben als irgendwo oder gar überall die Nr. 1 sein zu wollen, es gibt ja auch Torhüter ohne diese Nr. Manchmal muß ich auch gegen den Strom schwimmen.

Schöne Grüße in die Runde

Wolfgang


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BeitragVerfasst: 25.02.2015, 18:24 
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fejo.dk - Henrik hat geschrieben:
Natürlich geht es darum den 1. Platz zu belegen, wie verhindert man besser wirtschaftliche Schäden?
Oder heisst es nun: Ist ja nur ein Studium, real geht es uns viel besser...

Hejsa !
Ggf. sollten Maßnahmen darauf zielen z.B. die Wirtschaft zu stärken oder eben Menschen in den benachteiligten Regionen (schnelles) Internet zu ermöglichen. Wenn dann zukünftig ein besserer Platz bei einer ähnlichen Studie dabei herauskommt, sehe ich das eher als glücklichen Nebeneffekt.
OT
Ich persönlich benötige nicht immer und überall Internet und da wo ich mich in Deutschland aufhalte kann ich nicht klagen. Das ist allerdings nur meine ganz persönliche Perspektive.
Med venlig hilsen
Hendrik77


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BeitragVerfasst: 25.02.2015, 20:06 
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Ja das scheint zurzeit die deutsche Einstellung zu sein.^^ Lieber glücklich sein, als dass irgendwas im Land funktioniert.
Es geht ja aber weniger um ein Ranking, als darum, dass digitalen Vorgänge optimiert werden und Möglichkeiten genutzt werden. Das kann doch so teuflisch nicht sein.

Ich sehe es wie es im Artikel beschrieben wird. Behörden haben auf jeden Fall Verbesserungsbedarf.
Der Online-Handel mag zwar boomen, aber bedienerfreundlich ist er nicht. Überall muss man sich registrieren und anmelden. Bezahlschranken sind auch noch nicht akzeptabel organisiert. Ganz zu schweigen von Geo-Blockerei oder Lizenzsteitereien.
Schnelles Internet muss man im ländlichen Raum auch mit der Lupe suchen.


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BeitragVerfasst: 25.02.2015, 20:43 
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Krogen hat geschrieben:
Ja das scheint zurzeit die deutsche Einstellung zu sein.^^ Lieber glücklich sein, als dass irgendwas im Land funktioniert.


Könntest du diese Aussage bitte ein wenig erklären, weil sie sehr unverständlich ist und vor allen was du unter deutscher Einstellung verstehst.

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BeitragVerfasst: 26.02.2015, 00:05 
Hendrik77 hat geschrieben:
Wenn dann zukünftig ein besserer Platz bei einer ähnlichen Studie dabei herauskommt, sehe ich das eher als glücklichen Nebeneffekt.

Genau, das ist es ja. Wir sind ja nicht #1 weil das unser Ziel war, sondern als Konsequenz diverser Entscheidungen.

Krogen trifft den Ton hier ganz gut "Das kann doch so teuflisch nicht sein". Statt darauf zu fokusieren dass es für D nachteilig ist das Mittelfeld zu gehören, wird darauf fokusiert, dass man "nicht überall #1 sein muss", dass man dadurch nicht glücklicher wird und dass es irgendwie darum geht sich auf die Schultern zu klopfen. Schön unter dem Teppich kehren und weiterschlafen, bitte sehr!

Wie weit wohl der Löw mit dieser Einstellung gekommen wäre....


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BeitragVerfasst: 26.02.2015, 09:45 
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fejo.dk - Henrik hat geschrieben:
... Statt darauf zu fokusieren dass es für D nachteilig ist das Mittelfeld zu gehören, wird darauf fokusiert, dass man "nicht überall #1 sein muss", ...

Mal abgesehen davon, dass die Beurteilung "Mittelfeld" einer genaueren Betrachtung bedarf

( - 82 Prozent der Deutschen gegenüber 75 Prozent im EU-Schnitt nutzten das Internet regelmäßig.
- Auch in Bezug auf ihre digitalen Kompetenzen weisen die Deutschen überdurchschnittlich gute Ergebnisse auf.
- Bei den Tätigkeiten im Zusammenhang mit dem Online-Shopping liegen sie [die Deutschen] jedoch deutlich über dem europäischen Durchschnitt.")

stellt sich doch folgende Frage:
Wer sagt denn, dass das Ergebnis der statistischen Erhebung für "D nachteilig ist" :?:
Das ist doch nur Deine Interpretation des Ergebnisses, eine Interpretation, die von von einer kritiklosen einseitigen Technik- Wirtschafts- u. Fortschrittsgläubigkeit zeugt, bei der bestehende und mögliche Gefahren ausblendet werden.
Man kann man es aber auch so sehen :idea: :
...jetzt, wo Glasfasern und Mikrochips diese Vielfalt gestatten, werden auch die Nachteile und Gefahren deutlich. Internet, E-Mails, Smartphones und Laptops erzeugen auch eine übertriebene Dynamik. Ständige Erreichbarkeit und ein Gefühl der Verpflichtung beschleunigen den Alltag auf pathologische Weise. In den Betrieben führt es zu Pseudo-Produktivität, bei der das Abarbeiten von redundanter digitaler Information mit Arbeit verwechselt wird.

Hinzu kommt, dass die multimedialen Möglichkeiten zunehmend das Gefühl erzeugen, man könne die Realität dieser Welt scheinbar auf Knopfdruck abrufen. YouTube-Videoschnipsel aus anderen Erdteilen und hektische Twittermeldungen fördern ein trügerisches Gefühl des Informiertseins.
In Wahrheit sind solche Kanäle Filter, die begrenzte Einblicke auf die reale Welt freigeben. Auf ähnliche Weise erzeugen auch die obligatorische Suchmaschine Google und das Mitmachlexikon Wikipedia die Illusion, das komplette Weltwissen anzubieten. Dabei gibt es noch eine Welt neben Google.

So gesehen ist auch 40 Jahre nach Kao, Boyle und Smith nicht klar, ob ihre Entdeckungen tatsächlich dem Wohl der Menschheit dienen. Doch das ist wie mit dem Dynamit des Preisstifters Nobel. Wie es genutzt wird, liegt nicht in der Hand des Entdeckers."

http://www.sueddeutsche.de/digital/digi ... -1.41559-2

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BeitragVerfasst: 26.02.2015, 10:28 
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fejo.dk - Henrik hat geschrieben:
Hendrik77 hat geschrieben:
Wenn dann zukünftig ein besserer Platz bei einer ähnlichen Studie dabei herauskommt, sehe ich das eher als glücklichen Nebeneffekt.

Genau, das ist es ja. Wir sind ja nicht #1 weil das unser Ziel war, sondern als Konsequenz diverser Entscheidungen.

Krogen trifft den Ton hier ganz gut "Das kann doch so teuflisch nicht sein". Statt darauf zu fokusieren dass es für D nachteilig ist das Mittelfeld zu gehören, wird darauf fokusiert, dass man "nicht überall #1 sein muss", dass man dadurch nicht glücklicher wird und dass es irgendwie darum geht sich auf die Schultern zu klopfen. Schön unter dem Teppich kehren und weiterschlafen, bitte sehr!

Wie weit wohl der Löw mit dieser Einstellung gekommen wäre....



Wen interessiert es das wir in der digitalen Welt vielleicht nur Mittelmaß sind, wie so hast du als Portalbesitzer damit ein Problem, so lange wir es noch hingekommen in Dänemark unseren Urlaub zu buchen ist doch alles in Ordnung, aber es gibt ja ganz wichtige Sachen wie den Onlinehandel, mein Gott was wären wir bloß ohne Amazon und Co, wir müssten noch selbst in Fachgeschäfte gehen wenn wir Bedürfnisse haben, nein das geht doch gar nicht.

Wer kehrt etwas unter den Teppich und wer schläft weiter ?
Aber es ist wohl die Einstellung einiger Leute in eurem Land, mit dem Finger auf andere zu zeigen um sich irgendwie wohler zu fühlen, das man vielleicht etwas besser kann oder weiter ist als der Nachbar.
Ich finde so etwas herrlich, mein Haus, mein Pferd, mein Boot und vor allen Dingen meine digitale Welt, was wäre wir nur ohne sie. :wink:

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