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BeitragVerfasst: 31.07.2017, 13:15 
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25örefan hat geschrieben:
Es geht voran:
Mit einem Gesetz, welches am Freitag vom Bundestag verabschiedet wurde, soll der Ausbau von offenen WLAN-Netzen vorangetrieben werden. Die Zugangsanbieter sollen nicht mehr für mögliche Rechtsverstöße von Nutzern ihrer WLANs verantwortlich gemacht werden. Die überarbeitete Fassung des Telemediengesetzes sieht aber vor, dass bei wiederholtem Missbrauch Seiten auf Forderung von Rechte-Inhabern leichter gesperrt werden können; exakt definiert ist nicht, welche Gegenmaßnahmen verlangt werden können.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/r ... 84916.html

Da bleiben aber Fragen offen:
Wie verträgt sich dies aber nun diese Überarbeitung des Telemediengesetzes zum Schutz der Hotspot-Anbieter als dass die Betreiber von offenen, verschlüsselungsfreien WLANs, wie z.B. Caffees, Kaufhäuser, Baumärkte und Bahnhöfen zukünftig nicht mehr der s.g. Störerhaftung unterliegen? Das heißt doch im Klartext, dass damit kriminellen Machenschaften per Smartphone, Notebook oder Tablet Tür und Tor geöffnet werden. In solchen Fällen führen Ermittlungen lediglich zum Hotspot dessen Betreiber. Selbst die evtl. übermittelte individuelle Mac-Adresse des Geräts führt nicht weiter, wenn diese nicht mit dem Besitzer des Geräts verbundelt ist.

Diese neue gesetzliche Regelung ist umso unverständlicher, als dass seit 1. Juli d.J. Prepaidkarten mit Personalausweis personalifiziert werden müssen. Mal einfach bei der Tankstelle, Aldi oder Lidl eine SIM-Karte kaufen und mit Phantasienamen aktivieren ist nicht mehr. Grund für diese Maßnahme: Die Strafverfolgungsbehörden haben in der Vergangenheit Telefonate oder illegalen Datenverkehr immer häufiger nicht zurückverfolgen können, da der SIM-Kartennutzer sich in der Anonymität befand.

Was sind das da jetzt für Widersprüche? Einerseits überall in der Stadt offene WLAN-Netze und auf der anderen Seite zwangspersonalifizierte SIM-Karten. Weiß die Politik überhaupt noch, was sie da macht?

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BeitragVerfasst: 31.07.2017, 14:16 
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https://netzpolitik.org/2017/wlan-geset ... tzsperren/
Ich sehe es trotzdem als Erfolg.
Zitat:
Trotz gewisser Schwächen ist die jetzige Regelung jedoch ein Schritt vorwärts und ein wichtiges Signal für die Verbreitung offener Netzzugänge in Deutschland.

Zitat:
Der Frankfurter Richter Reto Mantz, der unter anderem das Blog „Offene Netze“ betreibt und als Sachverständiger bei der Bundestagsanhörung sprach, zieht auf Anfrage von netzpolitik.org ebenfalls ein überwiegend positives Fazit:
Man hätte einiges klarer und besser machen können. Dennoch ist das Gesetz allemal besser als der bisherige Zustand. Unter dem Strich stellt das 3. TMG-Änderungsgesetz als Kompromisslösung einen Schritt in die richtige Richtung, nämlich Rechtssicherheit, dar.

Nicht alles darf der Angst vor Kriminalität geopfert werden.
Weitere positive Stimmen, aber auch Die Schwächen und offenen Fragen sind in obigen Artikel (s.Link) nachzulesen.

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BeitragVerfasst: 31.07.2017, 14:53 
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Bin dem Link nachgegangen und habs quer gelesen. Kann ich alles nachvollziehen. Ich bin ja auch gegen Beschneidungen in Sachen Netzfreiheit. Nur gibt es da eben diese Ungereimtheiten. Auf der einen Seite keine anonymisierten SIM-Karten mehr (wobei die von ausländischen Anbietern problemlos bestellbar und freizuschalten sind) und auf der anderen Seite freies WLAN ohne Anmeldung bzw. Registrierung. Das passt nicht zusammen.

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BeitragVerfasst: 04.08.2017, 02:14 
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Hejsa !
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/digi ... 61231.html

Hinnerk hat geschrieben:
Also, wenn es um die Versorgung mit Breitbandanschlüssen (DSL) geht, steht ja Deutschland eindeutig besser da als Dänemark und darauf kommt es letztendlich an.


Die Anzahl der Breitbandanschlüsse kann man als Kriterium nehmen, aber es gibt sicherlich noch andere.:wink: Sowas wie die Eboks kenne ich jedenfalls nicht aus Deutschland.

Venlig hilsen
Hendrik77


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BeitragVerfasst: 04.08.2017, 08:24 
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Hendrik77 hat geschrieben:
Hejsa !
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/digi ... 61231.html

Hinnerk hat geschrieben:
Also, wenn es um die Versorgung mit Breitbandanschlüssen (DSL) geht, steht ja Deutschland eindeutig besser da als Dänemark und darauf kommt es letztendlich an.


Die Anzahl der Breitbandanschlüsse kann man als Kriterium nehmen, aber es gibt sicherlich noch andere.:wink: Sowas wie die Eboks kenne ich jedenfalls nicht aus Deutschland.

Venlig hilsen
Hendrik77

E-Books und auch Hörbücher sind in Deutschland sogar sehr verbreitet. Ob die Dänen nun mehr auf dem Tablet oder E-Book Reader lesen vermag ich nicht zu sagen. Tatsache aber ist, dass in Deutschland jeder gute Buchladen praktisch jede Buchneuerscheinung auch als E-Book vorrätig hat, sofern die auch digital am Markt verfügbar ist. In den Stadtbibliotheken sind E-Books, E-Paper (Zeitschriften und Zeitungen) sowie Hörbücher längst fest etabliert. Da greife ich sogar aus Dänemark online zu.
Aber geht es hier nicht vorrangig um die Versorgung mit Internet, DSL...

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BeitragVerfasst: 04.08.2017, 08:47 
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Der war gut - sicherlich gibt es Ebooks in Deutschland.

Der Vorschreiber meint aber e-boks, http://www.eboks.dk, ist aber der digitialer Briefkasten. Damitmuss man mit dänischen Behörden kommunizieren. Es gibt seit Jahren keine Briefpost mehr aus Behörden in Dänemark. Private Unternehmen kann sich auch anschließen, somit bekommt man Gehaltsabrechnungen, Kontoauszüuge aus der Bank, Abrechnungen für Gas, Wasser und alles mögliche NUR in den E-boks.

Neulich gab es ein Bericht, dass etliche Junge Männer die Musterung mit 18 Jahren verpasst haben, weil sie "vergessen" haben ihre Box zu kontrollieren... :wink:

Ich habe mich gerade übrigens eingeloggt, mein erster "Brief" da habe ich von Steuerbehörde SKAT im Jahre 2005 erhalten. Also vor fast 12 Jahren - Wahnsinn, wenn ich dann höre dass deutschen Politiken überlegen "sowas müssten wir auch haben"

https://www.tag24.de/nachrichten/merkel ... st-d149693

Den Bürgerportal, http://www.borger.dk., hängt mit Eboks zusammen und da MUSS man auch alles erledigen - digital. Ich habe da 2004 schon Anträge auf BaFög/SU in Dänemark gestellt um mich beim Umziehen umgemeldet, Auto abgemeldet, usw...

Nur pech für die dänische Post, die seit Jahren ja ums überleben kämpfen....

Es funktioniert schon seit Jahren so in Dänemark, die Einwohner haben sich(mit wenigen Ausnahmen) gewöhnt und "der Däne" kann sich gar nicht vorstellen, mehr "zum Amt" zu gehen und irgendwelche Anträge auszufüllen. Aber die ewigen Datenschutz-Nörgler in Deutschland werden sicherlich dafür sorgen, dass sowas nie in Deutschland wirklich kommt....ich frage immer wen wollen sie schützen? Die deutschen Bürger oder ihre eigene Arbeitsplätze.....?


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BeitragVerfasst: 04.08.2017, 09:02 
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Dänischer_Hamburger hat geschrieben:
Aber die ewigen Datenschutz-Nörgler in Deutschland werden sicherlich dafür sorgen, dass sowas nie in Deutschland wirklich kommt

Ja, lang sollen sie leben und stark mögen sie bleiben!!!
Ich würde sie aber nicht als Nörgler sondern Schützer bezeichnen, auch wenn das doppelt-gemoppelt wäre. :D

Dänischer_Hamburger hat geschrieben:
...ich frage immer wen wollen sie schützen? Die deutschen Bürger oder ihre eigene Arbeitsplätze.....?

Na beides natürlich!
Das hast du doch selber schon angesprochen (DK-Post kämpft ums Überleben).

Dänischer_Hamburger hat geschrieben:
Es funktioniert schon seit Jahren so in Dänemark, die Einwohner haben sich(mit wenigen Ausnahmen) gewöhnt

Oh ich kann mir gut vorstellen wen du so wenig freundlich als "Ausnahme" bezeichnest.
Das sind alte Leute, die mit dem ganzen digitalen Firlefanz nichts anfangen können und es nie gelernt haben, nie lernen konnten (!) damit umzugehen. In einer immer älter werdenden Gesellschaft ein großes Problem.
Was wird denn in DK unternommen im Bereich Erwachsenenbildung (digital) und wie sollen die Menschen erreicht werden? Hat die Regierung das Problem überhaupt auf dem Schirm oder schlafen die genauso tief und fest wie die Deutsche?!


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BeitragVerfasst: 04.08.2017, 12:36 
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[/quote]
Oh ich kann mir gut vorstellen wen du so wenig freundlich als "Ausnahme" bezeichnest.
Das sind alte Leute, die mit dem ganzen digitalen Firlefanz nichts anfangen können und es nie gelernt haben, nie lernen konnten (!) damit umzugehen. In einer immer älter werdenden Gesellschaft ein großes Problem.
Was wird denn in DK unternommen im Bereich Erwachsenenbildung (digital) und wie sollen die Menschen erreicht werden? Hat die Regierung das Problem überhaupt auf dem Schirm oder schlafen die genauso tief und fest wie die Deutsche?![/quote]

Wer die Digitialisierung der Gesellschaft als "Firlefanz" bezeichnet ist auch nicht mehr zu helfen...

"Das Pferd wird es immer geben, Automobile hingegen
sind lediglich eine vorübergehende Modeerscheinung."
Der Präsident der Michigan Savings Bank, 1903

Die Leute, die aber nicht mit Eboks umgehen oder wollen(ich glaube hier liegt das Problem eher) können aber eine Ausnahme beantragen

https://www.aeldresagen.dk/viden-og-raa ... gital-post

Dies gillt wohl nur für die digitale Post in der Eboks, dies haben wohl immerhin über 9% aller Dänen gemacht:
https://www.digst.dk/it-loesninger/Digi ... -statistik

81% der Benutzer sehr aber zufrieden oder sehr zufrieden mit Eboks und digitaler Post.

Warum ist eine ähnliche Lösung in Deutschland nicht möglich?


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BeitragVerfasst: 04.08.2017, 12:49 
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Dass die "dänische" Post ums Überleben kämpft, liegt aber auch an anderen Geschäftsfeldern. Da wird die Digitalisierung gerne vorgeschoben, anstatt dass man zugeben muss, einen schlechten Job zu machen.
Dansk Erhverv sieht das jedenfalls ganz anders:
http://www.dr.dk/nyheder/penge/dansk-er ... er-daarlig
Mit dem boomenden E-Handel, den die Digitalisierung auch gebracht hat, kann ein Logistikkonzern natürlich kein Geld verdienen. Wie sollte das mit Paketen gehen?
Das geht nur mit Briefen. :mrgreen:


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BeitragVerfasst: 04.08.2017, 13:20 
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Krogen hat geschrieben:
Mit dem boomenden E-Handel, den die Digitalisierung auch gebracht hat, kann ein Logistikkonzern natürlich kein Geld verdienen. Wie sollte das mit Paketen gehen?
Das geht nur mit Briefen. :mrgreen:


Am besten NUR Briefen von Behörden, selbstverständlich :mrgreen: :wink:


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BeitragVerfasst: 04.08.2017, 13:36 
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Dänischer_Hamburger hat geschrieben:
Der war gut - sicherlich gibt es Ebooks in Deutschland.

Der Vorschreiber meint aber e-boks, http://www.eboks.dk, ist aber der digitialer Briefkasten...

Haha, da muss ich jetzt selbst über mich lachen. :) Ich habe e-books gelesen, da mir e-boks nicht geläufig ist. Meine Frau hatte sich auch gerade schlapp gelacht. Gleichwohl weiß ich natürlich was du meinst.
Ja es es richtig. Der Deutsche ist in diesen Dingen vielleicht übervorsichtig. Allerdings glaube ich, dass das in D. eine Generatsfrage ist. Die "Alten" und früheren "Ossis" können von staatlicher Bespitzelung ein Lied singen. Das sind gebrannte Kinder. Und jetzt die ständigen Hackerattacken, Geheimdienstaffären, NSA und weiß der Kuckuck. Da sagen die "Will ich nicht!" Die junge Facebook-Generation sieht das aber anders. Die ist gerade scharf darauf, sich auch dem allerletzten Bambuti im hintersten Kraal online zu präsentieren. Selbst die Entbindung des jüngsten Sprößlings, vom Papa in HD-Qualität aufgenommen findet sich mitunter im für jedermann zugänglichen Familienalbum auf der privaten Facebookseite.

Ich will damit sagen, dass e-boks oder wie immer dass in D. mal heißen soll da auch kommen wird. Die Kommunen stellen immer mehr Informationen online. Sehr vieles kann heute online erledigt werden, wozu noch vor ein paar Jahren das persönliche Erscheinen im Amt erforderlich war. Die Finanzverwaltung ist kurz davor, die Einkommensteuererklärung verpflichtend auf Online umzustellen (Elster). Schriftlich soll es dann nur noch in begründeten Ausnahmefällen möglich sein. Da freuen sich dann die Lohnsteuerhilfevereine.
Ja, in der Tat. In diesem Punkt sind die Dänen den Deutschen voraus. Ob das nun grundsätzlich von Vorteil ist wenn Behörden auch über Informationen über mich verfügen, die ihnen evtl. nichts angeht? Ich bin da nicht besonders ängstlich. Dann dürfte ich ja auch kein bekennender und überzeugter Kartenzahler sein, der nur noch für den Notfall (z.B. beim Eierbauern) Klimpergeld bereithält. Aber nachdenkenswert ist das schon, finde ich.

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BeitragVerfasst: 04.08.2017, 13:54 
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Dänischer_Hamburger hat geschrieben:
Wer die Digitialisierung der Gesellschaft als "Firlefanz" bezeichnet ist auch nicht mehr zu helfen...

"Das Pferd wird es immer geben, Automobile hingegen
sind lediglich eine vorübergehende Modeerscheinung."
Der Präsident der Michigan Savings Bank, 1903

Die Leute, die aber nicht mit Eboks umgehen oder wollen(ich glaube hier liegt das Problem eher) können aber eine Ausnahme beantragen


Du verstehst das nicht.
Für ältere Leute, die sich nicht mit modernen Medien auskennen, und die gibt es zuhauf(!), ist die "Digitalisierung der Gesellschaft" eine Heimsuchung. Darüber macht sich offenbar niemand Gedanken, was ich nun wieder gedankenlos, vielleicht sogar rücksichtslos finde.
Diese Leute können dann eine Ausnahme beantragen? Das müsste genau umgekehrt sein.
Aber nein, bei dieser Entwicklung steht Kosteneinsparung im Fokus.
Schwiegervater kann nicht mal mit dem Smartphone umgehen, der hat sich wieder ein Klapphandy geholt. Darüber kann man schmunzeln, aber so geht es vielen.


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BeitragVerfasst: 04.08.2017, 15:03 
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[/quote]
Du verstehst das nicht.
Für ältere Leute, die sich nicht mit modernen Medien auskennen, und die gibt es zuhauf(!), ist die "Digitalisierung der Gesellschaft" eine Heimsuchung. Darüber macht sich offenbar niemand Gedanken, was ich nun wieder gedankenlos, vielleicht sogar rücksichtslos finde.
Diese Leute können dann eine Ausnahme beantragen? Das müsste genau umgekehrt sein.
Aber nein, bei dieser Entwicklung steht Kosteneinsparung im Fokus.
Schwiegervater kann nicht mal mit dem Smartphone umgehen, der hat sich wieder ein Klapphandy geholt. Darüber kann man schmunzeln, aber so geht es vielen.[/quote]

Klar, selbstverständlich geht es um Kosteneinsparung. Ich fände es doch schlimm, wenn die Behörden sich darum NICHT bemühen.

Es ist ja sowieso eine theoretische Diskussion, da es ja sowas in Deutschland nicht gibt und vorraussichtlich in den nächsten Jahren nicht geben wird. Aber das Thema des Threads war ja das Deutschland digital Mittelmaß ist und weit hinter Dänemark und anderen Ländern ist. Ob das gut oder schlecht ist ist eine andere Frage.

Dänemark hat ja diesen Vorreiterstatus auch erzwungen indem die Bürger eben digitales benutzen müssen und sich ggf. aktiv dagegen entscheiden müssten, umgekehrt dauert so ein Prozess viel Länger. Besonders in Ländern wie Deutschland wo viele die konservative "ich-weiss-was-ich-habe-aber-weiss-nich-was-ich-bekomme" Einstellung haben wird man ohne "Zwang" oder andere Anreize(alles was Kosten spart kommt noch immer in DE gut an :mrgreen: ) die Digitaliesierung voran treiben können.


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BeitragVerfasst: 05.08.2017, 04:50 
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Hejsa !
Man muss als Staat die Personen auch einbinden und ggf. anleiten wenn es z.B. um die fortschreitende Digitalisierung in der Verwaltung geht. Ich kenne einige Dänen die trotz hohen Alters digital fit sind um alles alleine zu erledigen. Der ein oder andere hat sogar ein Kurs besucht um damals bei der Einführung der Eboks auch ja nichts falsch zu machen. Die Einführung erfolgte auch nicht von heute auf morgen sondern in vielen kleinen Schritten.
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Hendrik77


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BeitragVerfasst: 08.08.2017, 12:59 
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Als Verfechter der Digitalisierung ist so eine Nachricht selbstverständlich eine mittelschwere Katastrofe.

Über 2000 Gehaltsabrechnungen sind im "falschen" Eboks gelandet...einschließlich Personennummer(CPR), Gehälter und Abzüge....

http://www.dr.dk/nyheder/penge/tusinder ... loensedler

Wie ich Dänemark so kenne wird dies aber keine Konsequenzen für niemanden haben, sondern mit einem "ups, das wir nicht so gut, wir arbeiten daran, dass es nicht wieder vorkommt" abgefertigt und irgendwann ist der nächste Skandal da. Zum Glück für die verantwortlichen gibt es keine "Datenschützer" in Dänemark, die für einen großen Aufschrei in den Medien sorgen könnten.... :oops: :wink:


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