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BeitragVerfasst: 22.10.2019, 13:25 
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Registriert: 17.12.2006, 18:07
Beiträge: 2326
Wohnort: Vestjylland
Ich bin absolute Befürworterin des digitlen Alltags, der mein (Privat) Leben sehr unkompliziert macht.
Es gibt allerdings eine Form von Überdigitalisierung/Bürokratisierung, die das Leben nicht erleichtert, sondern nur erschwert.
Ein Beispiel aus meinem Arbeitsalltag:
Ein Bewohner stürzt, in der guten alten Zeit habe ich in der elektronischen Dokumentation unter den passenden Tags die relevanten Dinge wie Ursache, Verlauf, evt. Folgen und erfolgte Handlungen dokumentiert.
Dann kam ein neues Schema zu Registrierung von Stürzen dazu, das ausgefüllt werden muss, dazu eine Benachrichtigung an die entsprechende Schlüsselprson für Stürze, etwas später kam das Triagemodell dazu, eine Art Ampel.
Gestürzte Bewohner werden auf "Rot" gesetzt und das dazugehörende Schema mit z.T völlig irrelevanten Fragen ausgefüllt....Vorsicht, bei allem nicht die passenden Tags, Datum und Uhrzeit vergessen!!!! :mrgreen:
Jetzt muss auch noch eine Benachrichtigung (natürlich zusätzlich...) an die Behörde für Patientensicherheit geschickt werden und das dazugehörige verlinkte Formular dazu ausgefüllt werden. (Das muss ich auch bei jeder vergessenen, auf dem Boden gefundenen oder falsch dosierten Tablette machen)
Wenn ich in meiner Schicht mit einer ungelernten oder Zeitarbeiterin zusammen bin, muss ich das auch für diese erledigen :roll:
Sarkastisch könnte man denken, dass das Pflegepersonal alles tut, um Stürze zu vermeiden, um diesen bürokratischen Aufwand zu umgehen, aber woher die Zeit dazu nehnem :shock:
Es gibt natürlich nicht mehr Zeit für diese Aufgaben, wer darunter leidet sind die zu zu Pflegenden, denen diese Zeit genommen wird.
Der Dokumentationsaufwand hat sich nín den letzten Jahren unglaublich vervielfältigt-


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BeitragVerfasst: 22.10.2019, 13:47 
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Registriert: 20.05.2015, 14:00
Beiträge: 110
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dina hat geschrieben:
Ich bin absolute Befürworterin des digitlen Alltags, der mein (Privat) Leben sehr unkompliziert macht.
Es gibt allerdings eine Form von Überdigitalisierung/Bürokratisierung, die das Leben nicht erleichtert, sondern nur erschwert.
Ein Beispiel aus meinem Arbeitsalltag:
Ein Bewohner stürzt, in der guten alten Zeit habe ich in der elektronischen Dokumentation unter den passenden Tags die relevanten Dinge wie Ursache, Verlauf, evt. Folgen und erfolgte Handlungen dokumentiert.
Dann kam ein neues Schema zu Registrierung von Stürzen dazu, das ausgefüllt werden muss, dazu eine Benachrichtigung an die entsprechende Schlüsselprson für Stürze, etwas später kam das Triagemodell dazu, eine Art Ampel.
Gestürzte Bewohner werden auf "Rot" gesetzt und das dazugehörende Schema mit z.T völlig irrelevanten Fragen ausgefüllt....Vorsicht, bei allem nicht die passenden Tags, Datum und Uhrzeit vergessen!!!! :mrgreen:
Jetzt muss auch noch eine Benachrichtigung (natürlich zusätzlich...) an die Behörde für Patientensicherheit geschickt werden und das dazugehörige verlinkte Formular dazu ausgefüllt werden. (Das muss ich auch bei jeder vergessenen, auf dem Boden gefundenen oder falsch dosierten Tablette machen)
Wenn ich in meiner Schicht mit einer ungelernten oder Zeitarbeiterin zusammen bin, muss ich das auch für diese erledigen :roll:
Sarkastisch könnte man denken, dass das Pflegepersonal alles tut, um Stürze zu vermeiden, um diesen bürokratischen Aufwand zu umgehen, aber woher die Zeit dazu nehnem :shock:
Es gibt natürlich nicht mehr Zeit für diese Aufgaben, wer darunter leidet sind die zu zu Pflegenden, denen diese Zeit genommen wird.
Der Dokumentationsaufwand hat sich nín den letzten Jahren unglaublich vervielfältigt-


Das ist wirklich heftig - kommt auch auch bekannt vor. Dies hat allerdings wenig mit Digitaliesierung zu tun sondern mit schlechten und überflüssigen Arbeitsprozessen. In Dänemark kannst du das wenigstens digital machen. In Deutschland müsstest Du sicherlich auch die Dokumentation ausfüllen. Per Hand oder "modern" per PDF, ausdrucken und dann faxen oder per Post senden....Sogar die Bürokratie ist in Dänemark digitalisierter und moderner als in Deutschland :mrgreen:


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BeitragVerfasst: 23.10.2019, 15:20 
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Beiträge: 879
Wohnort: Haina/Kloster
Einen Beitrag wegen fehlender Quellenangaben gelöscht.
MfG Buschchaot


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BeitragVerfasst: 24.10.2019, 06:33 
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Beiträge: 1640
Wohnort: Berlin
Buschchaot hat geschrieben:
Einen Beitrag wegen fehlender Quellenangaben gelöscht.
MfG Buschchaot

Du machst dich so langsam lächerlich!

Also noch einmal...
Zitat:
Die von der Bundesregierung eingesetzte Datenethikkommission (DEK) hat am 23. Oktober 2019 im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) ihr Gutachten an die Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz Christine Lambrecht und den Parlamentarischen Staatssekretär Prof. Dr. Günter Krings beim Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat (BMI) übergeben.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden die ethischen und rechtlichen Handlungsempfehlungen des Gutachtens zum Umgang mit Daten und algorithmischen Systemen für die nationale, europäische und internationale Ebene durch die beiden Co-Sprecherinnen Frau Prof. Dr. Wendehorst und Frau Prof. Dr. Woopen vorgestellt.


https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/pres ... -2019.html


Zitat:
Zu den zentralen Handlungsempfehlungen der DEK gehören:

- ein risikoadaptiertes Regulierungssystem für den Einsatz von algorithmischen Systemen mit nach Schädigungspotenzial abgestufter Regulierung

- Aufbau bzw. Stärkung sektorenspezifischer Aufsichtsinstitutionen zur risikoadäquaten Kontrolle von algorithmischen Systemen
Schaffung eines bundesweiten "Kompetenzzentrums Algorithmische Systeme"

- In Abhängigkeit des Schädigungspotenzials von algorithmischen Systemen gesetzliche Verankerung von Regelungsinstrumenten wie:

Ex-ante Zulassungsverfahren oder Vorabprüfungen durch Aufsichtsinstitutionen
Transparenzpflichten (Kennzeichnungspflichten, Informationspflichten, Offenlegungspflichten gegenüber Aufsichtsbehörden)
Pflicht zur Protokollierung verwendeter Datensätze und von Software-Programmabläufen sowie zu Risikofolgenabschätzungen

- Etablierung einer EU-Verordnung mit Grundanforderungen an die Zulässigkeit von algorithmischen Systemen

- Spezifische rechtliche Vorgaben für persönlichkeitssensible Profilbildungen von Qualitätsanforderungen bis hin zu absoluten Grenzen


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BeitragVerfasst: 26.10.2019, 22:53 
Ronald hat geschrieben:
Buschchaot hat geschrieben:
Einen Beitrag wegen fehlender Quellenangaben gelöscht.
MfG Buschchaot

Du machst dich so langsam lächerlich!

Nein, macht sie sich nicht.


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BeitragVerfasst: 27.10.2019, 14:37 
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Registriert: 01.09.2005, 18:22
Beiträge: 879
Wohnort: Haina/Kloster
Einen Beitrag gelöscht.

Ich zitiere aus http://dk-forum.de/phpbb3/viewtopic.php?f=22&t=34525:
Zitat:
Löschungen (egal ob User oder Beiträge) dürfen per privater Nachricht bei einem der Moderatoren nachgefragt werden, öffentliche Diskussionen dazu werden nicht mehr toleriert.


MfG Buschchaot


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