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 Betreff des Beitrags: Re: Datenschutz
BeitragVerfasst: 28.03.2015, 21:55 
Das Beispiel von Lars verleiht mir zur Annahme, dass der Arzt die Fluggesellschaft nicht warnen darf, auf Grund des Datengeschutzes, aber vielleicht habe ich es mißverstanden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Datenschutz
BeitragVerfasst: 28.03.2015, 22:00 
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Ich weis nicht, ob das so ist, aber sonnst kann ich mir das nicht erklären.

Der Pilot wurde krank gescrieben. In seine Wohnung wurde jede Menge Medikamente gefunden. Das müsste zusammen locker reichen um ihn fluguntauglich zu erklären. Das ist aber offensichtlich nicht geschehen, warum? Sollte man vielleicht in dem Fall eine Informationsplicht des Artztes einführen?

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 Betreff des Beitrags: Re: Datenschutz
BeitragVerfasst: 28.03.2015, 22:12 
Die ärztliche Schweigepflicht vielleicht? Ist jedenfalls ein anderes Thema und sicher auch eine Sache, die man nicht anhand einen unglücklichen Einzelfalls ändern sollte. Überhaupt soll man bei Einzelfällen nicht überstürzt reagieren. Es passiert beim nächsten Mal eh was anderes.


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 Betreff des Beitrags: Re: Datenschutz
BeitragVerfasst: 30.03.2015, 08:41 
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Danke für die Infos zum Begräbnis.

Bezüglich der ärztlichen Schweigepflicht gibt es jetzt auch Stimmen, die eine Lockerung dieses Datenschutzes (für mich gehören Schweigepflichten zum Datenschutz) fordern, http://www.t-online.de/nachrichten/pano ... rdert.html .

Grüße

Wolfgang


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 Betreff des Beitrags: Re: Datenschutz
BeitragVerfasst: 30.03.2015, 09:00 
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Lars J. Helbo hat geschrieben:
Sollte man vielleicht in dem Fall eine Informationsplicht des Artztes einführen?


Was für eine verrückte Idee! Dann kannst du die ärztliche Schweigepflicht gleich abschaffen.
Folge: die Leute gehen dann erst gar nicht zum Arzt.

Außerdem: Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist kein Arbeitsverbot. Die Bescheinigung ist lediglich eine Prognose des Arztes darüber, wie lange der Arbeitnehmer voraussichtlich nicht arbeiten kann.
Wenn die Arbeitsfähigkeit schon früher hergestellt sei, dürfe man auch zum Arbeitsplatz zurückkehren. Das heißt: Wer sich gesund fühlt, kann ohne weiteren Arztbesuch wieder arbeiten gehen. Eine „Gesundschreibung“ als Gegenstück zur Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung gibt es nicht. Und weiter: wenn man sich trotz Krankschreibung gesund fühlt und zur Arbeit geht, hat das keinen Einfluss auf den gesetzlichen Unfallversicherungsschutz.


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 Betreff des Beitrags: Re: Datenschutz
BeitragVerfasst: 30.03.2015, 10:04 
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Ronald hat geschrieben:

Außerdem: Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist kein Arbeitsverbot. Die Bescheinigung ist lediglich eine Prognose des Arztes darüber, wie lange der Arbeitnehmer voraussichtlich nicht arbeiten kann.
Wenn die Arbeitsfähigkeit schon früher hergestellt sei, dürfe man auch zum Arbeitsplatz zurückkehren. Das heißt: Wer sich gesund fühlt, kann ohne weiteren Arztbesuch wieder arbeiten gehen. Eine „Gesundschreibung“ als Gegenstück zur Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung gibt es nicht. Und weiter: wenn man sich trotz Krankschreibung gesund fühlt und zur Arbeit geht, hat das keinen Einfluss auf den gesetzlichen Unfallversicherungsschutz.


Gut abgekupfert - nur fehlt die Quellenangabe, von wegen Datenschutz :wink: https://anwaltauskunft.de/magazin/leben ... s-erlaubt/

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LG, C.A.Y.


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 Betreff des Beitrags: Re: Datenschutz
BeitragVerfasst: 30.03.2015, 10:43 
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Bitte nicht Datenschutz mit copyright verwechseln (zugegeben verwandt), wobei letzteres hier nicht unbedingt zum Tragen kommt. :wink:
Zurück zum hier angesprochenen Beispiel des Flugzeugunglücks:
es ist noch gar nicht heraus warum der Copilot krank geschrieben war. Letztendlich gibt es bei so einem, bis jetzt vermutetem, Amoklauf, keine absolute Sicherheit. Eine Änderung auf die "Zweipersonenregelung" im Cockpit, wie es in USA schon seit Jahren Vorschrift ist, ist ja nun eingeführt worden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Datenschutz
BeitragVerfasst: 30.03.2015, 11:16 
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Hej Lars,
ich fände es sinvoll,wenn Ärzte die Möglichkeit hätten,den Arbeitgeber zu informieren,wenn es sich um sicherheitsrelevante Fälle handelt.
Nicht in Form von Diagnose oder vertraulichen Daten,sondern einer Information,das es anzuraten ist,das Arbeitnehmer xy aus Sicherheitsgründen eine arbeitsmedizinischen Untersuchung durchführen sollte.

Ob das nun ein Busfahrer mit bekanntem Alkoholproblem,die Krankenschwester mit Tablettenmissbrauch,oder eben ein Pilot mit psychischen Problemen ist.
Wenn eine kontormus gerne mal einen pichelt,und der Arzt ihr Problem kennt,hat das nichts mit Sicherheit von Leib und Leben anderer zu tun,und nur dann sollte so eine Meldung zulässig sein.
Ich stelle Datenschutz nicht über die Sicherheit anderer,obwohl ich deutscher Herkunft bin.

LG Tina


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 Betreff des Beitrags: Re: Datenschutz
BeitragVerfasst: 30.03.2015, 11:45 
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Vielleicht sollte man, bevor hier über so etwas spekuliert wird, sich erst einmal fragen, ob der behandelnde Arzt überhaupt weiß,
welchen Beruf man bei seinem Arbeitgeber ausübt. Ich muss zugeben, dass ich dies nicht weiß und mein Hausarzt
weiß, meines Erachtens nach, auch nur, dass ich bei einem großen norddeutschen Arbeitgeber arbeite.
Nur anhand der Krankenkasse wird sich das ja auch nicht unbedingt feststellen lassen.

Selbst wenn der Arzt wissen sollte, dass der Patient bei Fluglinie "XYZ" arbeitet, muss das ja auch nicht unbedingt damit gleichbedeutend
sein, dass der Patient auch als Pilot dort arbeitet.

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Seit 1987 jedes Jahr mindestens einmal Dänemark!


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 Betreff des Beitrags: Re: Datenschutz
BeitragVerfasst: 30.03.2015, 13:30 
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Denken ist ein Zwiegespräch mit sich selbst,
bei dem der dümmere Teil immer das letzte Wort haben muss.


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 Betreff des Beitrags: Re: Datenschutz
BeitragVerfasst: 30.03.2015, 13:31 
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Lassen wir mal außen vor, dass die genaue Ursache dieses Germanwings-Unglücks nicht abschließend geklärt. Aber es wirft Fragen auf, mit denen man sich beschäftigen sollte.

Und in D ist es ja grundsätzlich so, dass eine Diagnose an den Arbeitgeber nicht weitergegeben werden darf, die Krankschreibung erfolgt neutral, die Verantwortung, dass an den Arbeitgeber weiterzugeben liegt allein beim Patienten.

Auch in Norwegen gilt für med. Personal Schweigepflicht, allerdings gibt es Ausnahmen.Stellt sich ein Pilot als fluguntauglich heraus oder muss bspw. Psychopharmaka einnehmen, ist der Arzt (egal ob Flugmediziner oder Hausarzt usw) verpflichtet, die Luftfahrtsbehörde zu benachrichtigen, gemäß dem zitierten Arzt scheint das eher die Ausnahme zu sein, wird er nach eigener Aussage von Kollegen aus anderen Ländern um diese Regelung beneidet
Die Luftfahrtbehörde hat dann Kontatkt mit dem Piloten, nicht mit dem Arbeitgeber.
http://www.nrk.no/verden/flylege_-_-lub ... 1.12283829
Das System ist sicher nicht perfekt (das gibt in dem Artikel auch jemand von der norweg. Luftfahrstbehörde zu) aber es bietet einfach ein Mehr an Kontrolle, dass jemand,der eine dermaßen hohe Verantwortung für das Leben anderer Menschen trägt, verantwortungsvoll mit seiner Erkankung umgeht.
Hundertprozentige Sicherheit wird es nie geben, aber gewisse Sicherheitsroutinen können den menschlichen Faktor auffangen,
dazu muss man weder die ärztliche Schweigepflicht als solche abschaffen noch den Datenschutz komplett aushebeln.

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Würde Hirnlosigkeit vor Kopfschmerzen schützen, könnten die Aspirin-Produzenten ihre Läden schließen.
Gabriel Laub, poln.-dt. Schriftsteller 1928-1998

Der Verstand und die Fähigkeit ihn zu gebrauchen, sind zweierlei Fähigkeiten.
Franz Grillparzer, öster. Dramatiker 1791-1872


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 Betreff des Beitrags: Re: Datenschutz
BeitragVerfasst: 30.03.2015, 14:06 
kuddel1887 hat geschrieben:
Vielleicht sollte man, bevor hier über so etwas spekuliert wird, sich erst einmal fragen, ob der behandelnde Arzt überhaupt weiß, welchen Beruf man bei seinem Arbeitgeber ausübt.

Guten Einwand, vermute das weiß der Arzt garnicht. Villeicht aus Datenschutzgründen :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Datenschutz
BeitragVerfasst: 30.03.2015, 14:36 
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Registriert: 30.07.2013, 22:31
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dina hat geschrieben:
Hej Lars,
ich fände es sinvoll,wenn Ärzte die Möglichkeit hätten,den Arbeitgeber zu informieren,wenn es sich um sicherheitsrelevante Fälle handelt.
Nicht in Form von Diagnose oder vertraulichen Daten,sondern einer Information,das es anzuraten ist,das Arbeitnehmer xy aus Sicherheitsgründen eine arbeitsmedizinischen Untersuchung durchführen sollte.

Ob das nun ein Busfahrer mit bekanntem Alkoholproblem,die Krankenschwester mit Tablettenmissbrauch,oder eben ein Pilot mit psychischen Problemen ist.
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 Betreff des Beitrags: Re: Datenschutz
BeitragVerfasst: 30.03.2015, 14:55 
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25örefan hat geschrieben:
dina hat geschrieben:
Hej Lars,
ich fände es sinvoll,wenn Ärzte die Möglichkeit hätten,den Arbeitgeber zu informieren,wenn es sich um sicherheitsrelevante Fälle handelt.
Nicht in Form von Diagnose oder vertraulichen Daten,sondern einer Information,das es anzuraten ist,das Arbeitnehmer xy aus Sicherheitsgründen eine arbeitsmedizinischen Untersuchung durchführen sollte.

Ob das nun ein Busfahrer mit bekanntem Alkoholproblem,die Krankenschwester mit Tablettenmissbrauch,oder eben ein Pilot mit psychischen Problemen ist.
Wenn eine kontormus gerne mal einen pichelt,und der Arzt ihr Problem kennt,hat das nichts mit Sicherheit von Leib und Leben anderer zu tun,und nur dann sollte so eine Meldung zulässig sein.
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LG Tina

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Nachtrag
Aber:
Es müßte genau definiert sein, was "Sicherheitsgründe" sind. Wenn es Auslegungssache wäre, würde der Arzt in der Zwickmühle stecken, entweder etwas nicht relevantes zu melden oder etwas relevantes nicht zu melden. Der "schwarze Peter" kann nicht dem Arzt zugeschoben werden.
Außerdem könnte sich eine Meldepflicht nachteilig auf das Vertrauensverhältnis (gerade auch dazu dient die ärztliche Schweigepflicht) zwischen Patient und Arzt auswirken. Manch einer würde möglicherweise gar nicht zum Arzt gehen, wenn er befürchtet, seinen Job aufgrund der Weitergabe einer Diagnose zu verlieren. So hätte der Arzt nicht einmal die Gelegenheit eine Erkrankung (z.B. Augenerkrankung beim LKW-Fahrer) zu erkennen und bei Gefährdung auf den Patienten einzuwirken.

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 Betreff des Beitrags: Re: Datenschutz
BeitragVerfasst: 30.03.2015, 17:00 
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kuddel1887 hat geschrieben:
Vielleicht sollte man, bevor hier über so etwas spekuliert wird, sich erst einmal fragen, ob der behandelnde Arzt überhaupt weiß, welchen Beruf man bei seinem Arbeitgeber ausübt.


Ich denke der Artzt sollte das wissen. Wie kann er sonst wissen, dass der Patient im Moment diesen Beruf nicht ausüben kann und daher krankgeschrieben werden sollte?

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