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BeitragVerfasst: 05.05.2019, 11:56 
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Kompromisse wird es geben müssen:
Zitat:
Die Umweltminister von Niedersachsen und Schleswig-Holstein, die derzeit durch Wolfsentnahmen kompromisslose Wolfsfreunde an ihren Lieblingsparteien verzweifeln lassen, gehören zu SPD und Grünen. Und deren Nord-Stern Robert Habeck gab letzthin nach dem Besuch bei einem Schafhalter im Brandenburgischen schon mal den Diplomaten:
„Es wird weder eine Lösung geben, die einen gesellschaftlichen Frieden herstellt, wenn wir den Wolf ausrotten, noch wenn wir naiv nichts ändern.“
Da können sich alle Beteiligten wohl ihren eigenen Reim drauf machen.

https://www.outfox-world.de/news/schauk ... spelz.html

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BeitragVerfasst: 05.05.2019, 14:53 
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25örefan hat geschrieben:
Zitat:
Die Umweltminister von Niedersachsen und Schleswig-Holstein, die derzeit durch Wolfsentnahmen kompromisslose Wolfsfreunde an ihren Lieblingsparteien verzweifeln lassen, gehören zu SPD und Grünen. Und deren Nord-Stern Robert Habeck gab letzthin nach dem Besuch bei einem Schafhalter im Brandenburgischen schon mal den Diplomaten:
„Es wird weder eine Lösung geben, die einen gesellschaftlichen Frieden herstellt, wenn wir den Wolf ausrotten, noch wenn wir naiv nichts ändern.“
Da können sich alle Beteiligten wohl ihren eigenen Reim drauf machen.

https://www.outfox-world.de/news/schauk ... spelz.html

25örefan hat geschrieben:
Einerseits ist es Eure selektive Wahrnehmung, dass ich permanent „ (Jagd-)Quellen“ zitiere,...


Aha! :mrgreen:

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Besserwisser leben den absurden Versuch durch
die Abwertung anderer ihren eigenen Wert zu steigern.


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BeitragVerfasst: 05.05.2019, 15:10 
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OT
Bleibt dabei wie man sieht wieder selektive Wahrnehmung.
Die anderen Beiträge mal wieder nicht gelesen!?
Und zudem noch OT :roll:

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BeitragVerfasst: 05.05.2019, 20:52 
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25örefan hat geschrieben:
Von links bis rechts, der politische Widerstand gegen die unregulierte Verbreitung des Wolfes wächst:
https://www.n-tv.de/regionales/mecklenb ... 04442.html


AfD, CDU und FDP sind wohl kaum "von links nach rechts". Die Fronten sind nicht neu, und die Akteure dieselben wie immer.
Der Bauernverband sagt der Deutschen Presseagentur, dass er für seine Ideen Zustimmung findet, und die dpa macht aus der ewigen alten Leier mal wieder 'ne aufgewärmte Story aus einseitiger Perspektive .

Der einzige Linke, der zitiert wird, Wolfgang Weiß, setzt sich grundsätzlich für eine bessere Unterstützung der Weidetierhalter ein, aber nicht für "wolfsfreie Weiden". Er spricht sogar von "rechtsextemer Propaganda".

Zitat:
Die Bundesregierung habe den Weidetierhaltern bisher ihre Unterstützung versagt. Hier müsse sich die Gesellschaft schnellstens klar werden, wie sie zum Wolf stehe. Kritisch äußerte er sich zu den Begriffen "Wolfsfreie Weiden". Das sei überzogen und klinge sehr nach "national befreiten Zonen", wie sie in der rechtsextremen Propaganda vorkommen.

ntv, 04.05.2019: "Wolfsfreie Weiden": Viel Zustimmung für neues Wolfspapier https://www.n-tv.de/regionales/mecklenb ... 04442.html


Tatsächlich sieht seine Position so aus:

Zitat:
Zum Positionspapier der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zu einem anderen Umgang mit dem Wolf erklärt der agrarpolitischen Sprechers der Linksfraktion, Dr. Wolfgang Weiß:

„Es muss endlich Schluss sein mit der Panikmache rund um den Wolf. Es muss Schluss mit dem Schüren irrationaler Ängste.

Der Wolf soll als Sündenbock für eine verfehlte Agrarpolitik herhalten, die die Weidetierhalterinnen und Weidetierhalter seit Jahren im Stich lässt. Verhaltensauffällige Wölfe können bereits heute entnommen werden. Deshalb ist das Blasen zur Jagd auf den Wolf völlig unangebracht. Es wird auch nicht besser, wenn dieses Ansinnen aus der Bundestagsfraktion von CDU/CSU kommt.

Die anhaltende Hetze gegen den geschützten Wolf soll lediglich von der notwendigen Debatte ablenken, dass endlich ein bundeseinheitlicher Rechtsanspruch auf Unterstützung bei Herdenschutzmaßnahmen gebraucht wird und eine angemessene Schadensregulierung.“


DIE LINKE Fraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern, 28.11.2018: Schluss mit der Panikmache rund um den Wolf
https://www.linksfraktionmv.de/nc/press ... -den-wolf/


Wer den CDU-Abgeordneten Philipp Amthor ernst nimmt, der hat selber Schuld. Das Ansinnen dieses Menschen wird in seiner Wortwahl mehr als deutlich - nicht die Bevölkerung einen, sondern spalten und polarisieren ist seine Devise. Dabei schreckt er nicht davor zurück, Bundesbürger polemisch abzuwerten und zu beleidigen:

Zitat:
"Wir brauchen eine Koalition der Landbevölkerung gegen ideologische Balkon-Ökologen, die den ländlichen Raum nur vom Wochenendpicknick kennen", erläuterte Amthor via Facebook.

ntv, 04.05.2019: "Wolfsfreie Weiden": Viel Zustimmung für neues Wolfspapier https://www.n-tv.de/regionales/mecklenb ... 04442.html


Hinnerk hat geschrieben:
25örefan hat geschrieben:
Zitat:
Die Umweltminister von Niedersachsen und Schleswig-Holstein, die derzeit durch Wolfsentnahmen kompromisslose Wolfsfreunde an ihren Lieblingsparteien verzweifeln lassen, gehören zu SPD und Grünen. Und deren Nord-Stern Robert Habeck gab letzthin nach dem Besuch bei einem Schafhalter im Brandenburgischen schon mal den Diplomaten:
„Es wird weder eine Lösung geben, die einen gesellschaftlichen Frieden herstellt, wenn wir den Wolf ausrotten, noch wenn wir naiv nichts ändern.“
Da können sich alle Beteiligten wohl ihren eigenen Reim drauf machen.
https://www.outfox-world.de/news/schauk ... spelz.html
Aha! :mrgreen:
Zwei User, ein Gedanke! :D :D


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BeitragVerfasst: 05.05.2019, 20:52 
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Zitat:
Für den Umgang mit Wölfen haben einige Betroffene ihr eigenes Gesetz, sagt ein Jäger und Züchter, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, dem Hamburger Abendblatt. „Die Formel heißt viermal S. Sehen, schießen, schaufeln, schweigen.“

Hamburger Abendblatt, 04.05.2019: Die Angst vor dem bösen Wolf wird größer – zu Recht?
https://www.abendblatt.de/region/pinneb ... Recht.html

Soll sich Politik zukünftig immer nach den Wünschen krimineller Menschen ausrichten und die nachträglich die Legalisierung ihrer Straftaten in Gesetze gießen? Was für eine demokratie-, verfassungs- und menschenfeindliche Auffassung! Von Naturschutz brauchen wir hier gar nicht erst zu reden.


Zuletzt geändert von Die jungen Mitteleuropäer am 05.05.2019, 21:00, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 10.05.2019, 13:58 
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Aus dem Monatsmagazin Land & Leben veröffentlicht am 10.05.auf FB
Zitat:
Grünes Licht für Wolfsjagd als Managementmaßnahme

Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofs hält Jagd auf Wölfe für zulässig. Eine Ausnahmeregelung ist kein Widerspruch zum strengen Schutz durch die FFH-Richtlinie.

(Berlin, 10. Mai 2019) Der Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofs hat sich für die Genehmigung der Wolfsjagd in Ausnahmefällen ausgesprochen. Konkret geht es in dem Verfahren um die Frage, unter welchen Bedingungen Finnland von den strengen Schutzbestimmungen der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH) abweichen darf, um eine Jagd auf Wölfe nach Artikel 16 zuzulassen. Die Stellungnahme ist zwar nicht bindend, wird jedoch normalerweise vom Gerichtshof befolgt. Das Urteil wird in der zweiten Hälfte dieses Jahres erwartet.

Finnland hat unter anderem geltend gemacht, dass es Ziel der geplanten Ausnahmeregelung sei, Wilderei einzudämmen, Hunde zu schützen und das allgemeine Sicherheitsgefühl der Menschen in Wolfsgebieten zu verbessern. Aus den Schlussanträgen des Generalanwalts geht hervor, dass diese Ziele zur Gewährung von Ausnahmeregelungen herangezogen werden können. Der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüße diese Weichenstellung, sagte DJV Präsident Hartwig Fischer: „Mitgliedstaaten hätten damit die Möglichkeit, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Erfordernissen sowie regionalen und lokalen Besonderheiten Rechnung zu tragen“.

Der Generalanwalt bestätigt mit seiner Stellungnahme eine frühere Entscheidung des Gerichtshofs, wonach Ausnahmegenehmigungen auch für Arten in einem ungünstigen Erhaltungszustand möglich sind, wenn hinreichend nachgewiesen ist, dass Ausnahmen den ungünstigen Erhaltungszustand dieser Populationen nicht verschlechtern oder das Erreichen des günstigen Erhaltungszustands nicht verhindern.

In Deutschland hat der Wolf eine Zuwachsrate von 36 Prozent jährlich. Im Frühjahr wird die nächste Generation geboren, sodass bald 1.300 Tiere hierzulande leben. Gemeinsam mit dem Aktionsbündnis Forum Natur (AFN) hat der DJV kürzlich einen Managementplan vorgestellt. Demnach soll es künftig Wolfsausschlussareale in Deutschland geben: In alpinen Regionen, entlang von Deichen oder in urbanen Gebieten sollen keine Wolfsrudel geduldet werden. Nach der Stellungnahme des Generalanwalts wären die im AFN-Managementplan vorgeschlagenen Maßnahmen grundsätzlich zulässig.

Meldung und Bild: Deutscher Jagdverband e. V.
Vereinigung der deutschen Landesjagdverbände
für den Schutz von Wild, Jagd und Natur
Torsten Reinwald, Pressesprecher
Chausseestraße 37, 10115 Berlin
pressestelle@jagdverband.de
Telefon: (030) 209 1394 0

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BeitragVerfasst: 11.05.2019, 16:11 
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25örefan hat geschrieben:
Einerseits ist es Eure selektive Wahrnehmung, dass ich permanent „ (Jagd-)Quellen“ zitiere


Und wieder hat der Jagdverband gesprochen. Hat die Lobbyarbeit der Jäger bei der EU tatsächlich gefruchtet? Lobbyinteressen statt Wissenschaft weckt weder das Vertrauen in die Demokratie noch in die EU. Und das Image der Jagd verschwindet damit endgültig im Keller. Da könnte sich das eifrige Bemühen mancher Schreiber am Ende glatt noch als Bärendienst erweisen.

Worum geht es bei dem Wunsch nach der Jagd auf den Wolf? Dazu gibt es wissenschaftliche Studien.

Zitat:
Jäger sind gemessen an der Gesamtbevölkerung in Deutschland eine sehr kleine Gruppe. [...] Das heißt, 99,6 % der Bevölkerung sind Nichtjäger.[...] Die Einstellung gegenüber Wölfen ist bei dieser Interessensgruppe negativ ausgeprägt, im Gegensatz zum Rest der Bevölkerung, die positiv eingestellt ist. [...] Dabei wurde deutlich, dass Jäger und Jagdrechtsinhaber im Oberlausitzer Wolfsgebiet den Jagdwert ihrer Reviere durch die Wölfe geschmälert sehen. Sie befürchten, der Jagdertrag würde geringer, der Erlebniswert beeinträchtigt, die Jagd schwieriger, manche Wildart fast oder gänzlich ausgerottet. [...] Dabei stehen häufig finanzielle Erwägungen im Vordergrund. [...] Generell scheint der Wissensstand zum möglichen Einfluss von Wölfen auf Schalenwildbestände sowie zu Feindvermeidungsstrategien von Schalenwild gering zu sein. [...] Das deckt sich mit den Ergebnissen der Akzeptanzstudie (KACZENSKY 2006). Sie zeigte insbesondere bei den Befragten, die Wölfen negativ gegenüberstehen, eine geringe Bereitschaft, Informationen anzunehmen.

Bundesamt für Naturschutz, I. Reinhardt, G. Kluth: Leben mit Wölfen Leitfaden für den Umgang mit einer konfliktträchtigen Tierart in Deutschland, BfN-Skript 201, 2007, Seite 91-92 https://www.bfn.de/fileadmin/MDB/docume ... ipt201.pdf


Zitat:
Über die Hälfte der in der Oberlausitz befragten Jäger glaubt offenbar nicht, dass sich ihre jagdlichen Vorstellungen mit der Anwesenheit einer Wolfspopulation vereinbaren lassen (GÄRTNER & HAUPTMANN 2005). Der Wolf stellt das Selbstverständnis der Jäger in Frage. Jäger reklamieren für sich, dass sie in der Kulturlandschaft die verloren gegangenen Beutegreifer ersetzen müssen. Sie leiten daraus ab, dass die Jagd eine wichtige Funktion bei der Kontrolle desSchalenwildes erfülle. Die Rückkehr der Beutegreifer führt zu einer deutlichen Verunsicherung nicht nur bei der Basis.

Bundesamt für Naturschutz, I. Reinhardt, G. Kluth: Leben mit Wölfen Leitfaden für den Umgang mit einer konfliktträchtigen Tierart in Deutschland, BfN-Skript 201, 2007, Seite 96 https://www.bfn.de/fileadmin/MDB/docume ... ipt201.pdf


Jahrelang haben die Jäger ihr blutiges Hobby damit begründet, dass die großen Beutegreifer fehlen würden. Kaum sind diese zurück, wird erneut zur Jagd geblasen und "wolfsfreie Zonen" gefordert. Unglaubwürdiger kann man sich kaum machen, insbesondere vor dem Hintergrund des derzeit gegenwärtigen menschenverursachten sechsten Massenaussterbens:

Zitat:
Laut einem neuen Bericht des Weltbiodiversitätsrats (IPBES) sind eine Million Arten in den kommenden Jahren und Jahrzehnten vom Aussterben bedroht, wenn es zu keinen grundlegenden Änderungen bei der Landnutzung, beim Umweltschutz und der Eindämmung des Klimawandels kommt.

SPIEGEL, 06.05.2019: Dramatischer Uno-Bericht Eine Million Arten vom Aussterben bedroht https://www.spiegel.de/wissenschaft/nat ... 65482.html


2008 haben weitsichtigere Jäger bereits prophezeit, was passieren wird, wenn sich die Jagdlobby allein für ihre Eigeninteressen gegen den Natur- und Artenschutz und gegen die Bevölkerung stellt:

Zitat:
In einem Arbeitspapier bezieht der Vorsitzende der Jägerschaft Lüneburg, Torsten Broder, deutlich Stellung: ,,Es muss klar sein, dass wir Jäger im Wolf zwar einen direkten Konkurrenten sehen, ihn jedoch ohne Wenn und Aber in unseren Revieren akzeptieren. Alles andere würde uns in eine gesellschaftliche Außenseiterposition bringen und unseren Status als anerkannte Naturschützer gefährden."

Hamburger Abendblatt, 02.12.2008: Der Wolf ist zurück im Revier https://www.abendblatt.de/region/lueneb ... evier.html


Der Wunsch, Wölfe zum Freizeitvergnügen abzuschießen, scheint inzwischen offensichtlich stärker zu sein als der Naturschutz und das Fristen im gesellschaftlichen Abseits, in dem sich das Image der Hobbyjagd auch schon ohne Wolf befindet.

Wie die Lobbyarbeit in Deutschland und in Brüssel übrigens so funktioniert, hat ein Recherche-Team vom SWR unter die Lupe genommen:

Zitat:
Ein Blick auf die deutsche Agrarpolitik zeigt, dass die Verbraucher nicht die Nummer Eins sind. Seit Jahren blockieren führende Agrarpolitiker jeglichen Fortschritt hin zu einer naturverträglicheren Landwirtschaft. Das haben Recherchen des SWR ergeben. Den Auswertungen zufolge stimmen Agrarpolitiker an entscheidender Stelle, zum Beispiel im Agrarausschuss, bis in kleine Details hinein zugunsten der Industrieinteressen. Bei genauerer Betrachtung sind engste Verflechtungen zwischen Großbetrieben der Agrarwirtschaft, Verbänden und Ernährungsindustrie zu finden.

Tagesschau, 28.04.2019: Industrie und Lobbyismus: Gekaufte Agrarpolitik? https://www.tagesschau.de/inland/gekauf ... k-101.html
Die Story im Ersten: Gekaufte Agrarpolitik? https://www.daserste.de/information/rep ... k-102.html


Ach ja, das Wildbretaufkommen aus den erlegten Wildtieren in Deutschland beziffert der Deutsche Jagdverband allein für das Jagdjahr 2017/2018 auf mehr als 266 Millionen €, genau ausgedrückt 266.389.621, 00 EURO.


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BeitragVerfasst: 11.05.2019, 17:52 
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DjM schrieben
Zitat:
Worum geht es bei dem Wunsch nach der Jagd auf den Wolf? Dazu gibt es wissenschaftliche Studien.

Zitat:
Jäger sind gemessen an der Gesamtbevölkerung in Deutschland eine sehr kleine Gruppe. [...] Das heißt, 99,6 % der Bevölkerung sind Nichtjäger.[...] Die Einstellung gegenüber Wölfen ist bei dieser Interessensgruppe negativ ausgeprägt, im Gegensatz zum Rest der Bevölkerung, die positiv eingestellt ist. [...] Dabei wurde deutlich, dass Jäger und Jagdrechtsinhaber im Oberlausitzer Wolfsgebiet den Jagdwert ihrer Reviere durch die Wölfe geschmälert sehen. Sie befürchten, der Jagdertrag würde geringer, der Erlebniswert beeinträchtigt, die Jagd schwieriger, manche Wildart fast oder gänzlich ausgerottet. [...] Dabei stehen häufig finanzielle Erwägungen im Vordergrund. [...] Generell scheint der Wissensstand zum möglichen Einfluss von Wölfen auf Schalenwildbestände sowie zu Feindvermeidungsstrategien von Schalenwild gering zu sein. [...] Das deckt sich mit den Ergebnissen der Akzeptanzstudie (KACZENSKY 2006). Sie zeigte insbesondere bei den Befragten, die Wölfen negativ gegenüberstehen, eine geringe Bereitschaft, Informationen anzunehmen.

Bundesamt für Naturschutz, I. Reinhardt, G. Kluth: Leben mit Wölfen Leitfaden für den Umgang mit einer konfliktträchtigen Tierart in Deutschland, BfN-Skript 201, 2007, Seite 91-92 https://www.bfn.de/fileadmin/MDB/docume ... ipt201.pdf

Eine wissenschaftliche Studie von Ilka Reinhardt und Gesa Kluth, die trefflich am Wolf verdienen und die Gründerinnen (Leiterin I.Reinhardt) des LUPUS – Institut für Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland und des Freundeskreises freilebender Wölfe sind, wobei I.Reinhardt vom Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft zur Wolfsbeauftragten ernannt wurde.
Die sind garantiert unabhängig und neutral. Wer‘s glaubt....

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BeitragVerfasst: 11.05.2019, 18:06 
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DjM schrieb
Zitat:
Und wieder hat der Jagdverband gesprochen


Dies hier ist eine Tatsache/ Entscheidung unabhängig davon wer, dies veröffentlicht hat,,auch wenn mancher es vielleicht nicht so gern hören mag:
Zitat:
Der Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofs hat sich für die Genehmigung der Wolfsjagd in Ausnahmefällen ausgesprochen. Konkret geht es in dem Verfahren um die Frage, unter welchen Bedingungen Finnland von den strengen Schutzbestimmungen der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH) abweichen darf, um eine Jagd auf Wölfe nach Artikel 16 zuzulassen. Die Stellungnahme ist zwar nicht bindend, wird jedoch normalerweise vom Gerichtshof befolgt. Das Urteil wird in der zweiten Hälfte dieses Jahres erwartet.

Das diese Meldung über den DJV in dem Monatsmagazin Land und Leben/ Regionalmagazin für OHZ und ROW ( https://www.landundleben.de )veröffentlicht wurde,wo ist das Problem?
Es ist keinnJagdmagazin.
Es sollte eher stutzig machen, dass eine solche für das Thema Wolf nicht unerhebliche Meldung/ Entscheidung aus Brüssel nicht von anderen Medien veröffentlicht und diskutiert wird.

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BeitragVerfasst: 11.05.2019, 21:18 
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DjM schrieb
Zitat:
Und wieder hat der Jagdverband gesprochen.

Nein, das ist nicht von einem Jagdverband gesprochen, sondern die veröffentlichte Entscheidung des Generalanwalts des EuGHs z. B. auch veröffentlicht im Südtiroler vinschger.it (ebenfalls kein Jagdmagazin).
Zitat:
Finnland hat beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) eine Ausnahmeregelung zur Wolfsjagd beantragt. Im Verfahren geht es um die Frage, unter welchen Bedingungen man von den strengen Schutzbestimmungen der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie abweichen darf, um eine Jagd auf Wölfe nach Artikel 16 zuzulassen. Nun hat der Generalanwalt des EuGHs in einer Stellungnahme bestätigt, dass eine Ausnahmeregelung für geschützte Arten möglich ist, wenn damit das Erreichen des günstigen Erhaltungszustands nicht verhindert wird. Nun muss der Europäische Gerichtshof über die Ausnahmegenehmigungen entscheiden, das finale Urteil wird in der zweiten Jahreshälfte erwartet

https://www.dervinschger.it/de/news/generalanwalt-des-europaeischen-gerichtshofs-haelt-jagd-auf-woelfe-fuer-zulaessig-3904
Einschätzung eines EU-Parlamentariers/ Südtirol,
Zitat:
Der Südtiroler EU- Abgeordnete Herbert Dorfmann hält diese Stellungnahme für einen Wendepunkt in der Diskussion um den Schutzstatus des Wolfs. „Wir haben im Europäischen Parlament intensiv nach Lösungen gesucht und mehr Flexibilität im Wolfsmanagement gefordert. Endlich bekommen wir in unseren Bemühungen Unterstützung durch diese juridische Einschätzung des Europäischen Gerichthofs. Ich bin zuversichtlich, dass durch diese richtungsweisende Stellungnahme Druck auf die nationalen Akteure ausgeübt wird und dadurch mehr Flexibilität im Wolfsmanagement erreicht werden kann“, so Herbert Dorfmann
die sicherlich auch von Teilen der deutschen Politik ähnlich gesehen wird.
So Julia Klöckner Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft:
Zitat:
[ Schadenersatz für gerissene Nutztiere und Finanzierung von Präventionsmaßnahmen]
kann aber nicht die einzige Lösung sein. Damit Weidetierhaltung auch in Zukunft weiterhin möglich ist, müssen wir den Schutz vor allem der Schafe sicherstellen. Dafür müssen wir den Wolfsbestand und die Größe der Rudel präventiv kontrollieren können – europarechtskonform und rechtssicher für alle Beteiligten.
...
In dem, was die Umweltministerin vorgelegt hat, wurden die Vereinbarungen aus dem Koalitionsvertrag nur unzureichend aufgegriffen. Die Instrumentarien, die uns das Europarecht an die Hand gibt, nutzen wir bisher nicht ausreichend, um den Wolfsbestand zu kontrollieren. Deshalb setze ich mich für eine Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes ein, die die Entnahme von Wölfen in begründeten Fällen erleichtert....
Es geht also um effektiven Herdenschutz und den Schutz der Belange der Weidentierhalter. Mehr noch: Es geht auch um den Schutz der Bürger. Nicht theoretisch, sondern praktisch umsetzbar!
NWZ, 11.05.2019, S.4

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Unterstützung auch durch die FDP
Zitat:
Berlin Bevor Bund und Länder am Freitag über den künftigen Umgang mit Wölfen berät, hat sich die FDP-Fraktion im Bundestag für eine deutliche Ausweitung der Jagd auf Isegrims Nachkommen ausgesprochen.
"Dazu gehört die Möglichkeit, Rudel oder Einzeltiere in Gebieten zu töten, wenn diese dort wiederholt in umzäunte Weiden eindringen", sagte der landwirtschaftspolitische Sprecher Gero Hocker am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP.
Hocker forderte zudem die Freigabe der Jagd auf Wölfe in Gebieten, in denen deren Vermehrung das Halten von Nutztieren unmöglich mache. "Außerdem müssen Wölfe insbesondere in Regionen, in denen ein Nebeneinander von Weidewirtschaft und Wolf durch stark zunehmende Wolfsbestände nicht mehr möglich ist, regulär bejagt werden dürfen"..
https://rp-online.de/politik/deutschland/woelfe-fdp-fordert-abschusserlaubnis-fuer-ganze-wolfsrudel_aid-38674889?utm_source=facebook&utm_medium=referral&utm_campaign=share

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BeitragVerfasst: 11.05.2019, 22:48 
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Informationen verändern sich nicht wenn man sie mehrfach online stellt.
Ich denke Werbung / Wahlkampfhilfe z.B. für die FDP ist hier nicht angebracht,also es reicht für eine Argumentation dies 1x zu erwähnen.
Wieso sollte es einen stutzig machen, weil nicht alle Medien über das Urteil umgehend und ausführlich berichten erschliesst sich mir jedenfalls nicht. Im Europawahlkampf ist der Wolf jedenfalls auch Thema. https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ ... 51272.html

Hendrik77


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BeitragVerfasst: 13.05.2019, 21:55 
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Trotz der Brisanz und der möglichen Auswirkungen in Bezug auf die rechtliche Stellung des Wolfes auch für Deutschland wird in den deutschen Medien außer in Jagdkreisen über die Entscheidung des dänschstämmigen Jura-Professors und EU-Generalanwalts Saugmandsgaard Oelde kaum berichtet, ebenso fehlen bis jetzt Stellungnahmen der pro-Wolf Fraktionen.

Zitat:
Saugmandsgaard hält die Lizenzjagd für zulässig, wenn diese den günstigen Erhaltungszustand der strengstens geschützten Art Wolf (Canis lupus) nicht gefährdet. Dies sei durch das in Finnland praktizierte Wolfsmanagement gewährleistet. Nach offizieller Zählung aus dem Jahr 2018 leben in Finnland 20 Rudel mit maximal 122 Tieren. Einen Mindestbestand von 80 Wölfen halten Behörden und Regierung für ausreichend, um die Existenz der Art zu sichern.

Unumstritten ist nach der jüngsten Stellungnahme des Generalanwalts die auch in Schweden gängige Praxis, die Rentierweiden im nördlichen Skandinavien wolfsfrei zu halten. Der Schutz traditioneller Landnutzung gehört ebenso zum finnischen Wolfsmanagement wie das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung in Wolfsregionen.

Obwohl sich die Feststellungen des EU-Anwalts unschwer auf Deutschland und andere EU-Länder übertragen lassen, finden sie – wie eingangs erwähnt – in der deutschen Pro-Wolf-Szene bisher kaum Beachtung. Zumindest nicht öffentlich, was durchaus Anlass zu Spekulationen gibt: Bisher wird in diesen Kreisen sogar der Abschuss von Problemwölfen und Mischlingen unter Berufung auf den strengen EU-Artenschutz für rechtswidrig erklärt.

Folgen für Deutschland, wenn die Entscheidung die Richter der EU-Richter die Stellungnahme des Generalanwalts bestätigen:
Zitat:
Die endgültige Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs wird frühestens im kommenden Herbst erwartet. Folgen die Richter dem Generalanwalt (was in den allermeisten Verfahren passiert), wären Verweise auf Europa-Recht in der Auseinandersetzung um wolfsfreie Zonen und Bestandsregulierung in Deutschland wohl hinfällig.

Aus der Stellungnahme EU-Generalanwalts ergibt sich für Deutschland noch Nachholbedarf:
Zitat:
Allerdings fehlt in Deutschland nach wie vor ein nationaler Managementplan, der Abschüsse, Bestandsgrößen und wolfsfreie Gebiete klar definiert. Genau dies – so beim EU-Generalanwalt nachzulesen – ist unabdingbar, um die Vereinbarkeit mit europäischem Artenschutzrecht zu gewährleisten.

Ich weiß :wink: , die Quelle*** ist ein „Jagdmagazin“, aber andere Medien scheint obige Entscheidung entgangen zu sein.
*** https://www.outfox-world.de/news/grosses-schweigen-nach-eu-ja-zur-wolfsjagd.html
Original der Stellungnahme des Eu- Generalanwalts siehe Link

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BeitragVerfasst: 15.05.2019, 21:08 
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Neue Töne. Grünen- Politiker „knallhart“:
Zitat:
Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) verwies auf die EU-Richtlinie, die klar feststellt, dass der Wolf als geschützte Tierart nicht einfach abzuschießen ist. Er unterstrich aber: "In dem Moment, in dem ein Wolf auf weniger als 50 Meter an besiedeltes Gebiet herankommt und sich nicht einfach vertreiben lässt, dann kann sofort eine Abschussgenehmigung erteilt werden. Und das ist auch eine Linie, die ziehen wir hart durch."
https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/CDU-und-FDP-SH-ist-kein-Lebensraum-fuer-Woelfe,wolf4000.html

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"Es sieht der Mensch die Welt fast immer durch die Brille des Gefühls, und je nach der Farbe des Glases erscheint sie ihm finster oder purpurhell."
H. C. Andersen
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Nørre Vorupør, Blavand, Bjerregård, Stauning, Agger, Tranum Strand, Marielyst, Argab, Bornholm/Sømarken, Odense, Houvig, Søndervig, Bjerregård/Hegnet


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BeitragVerfasst: 17.05.2019, 15:45 
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Interessante Aussagen u.a. Klaus Hackländers, Leiter des Departments für Integrative Biologie und Biodiversitätsforschung an der Universität für Bodenkultur Wien, die ähnlich auch für Deitschland zutreffen, insbesondere wenn wie vom EU-Generalanwalt befürwortet der hohe Schutzstatus des Wolfes EU-weit gelockert werden sollte.
Zitat:
Zu viele Wölfe? Endet strenger Schutz?
Der Wolf müsse künftig so bejagt werden wie alle Wildtiere, sagte ein renommierter Wildbiologe bei einem Fachkongress in Salzburg. Durch die Jagd würden Wölfe mehr Abstand zu Nutz- und Almtieren halten - auch in ihrem eigenen Interesse.

Der Experte trifft damit den Nerv der Landwirte, die wegen der Wölfe um ihre Nutz- und Almtiere fürchten.

Bewusstseinswandel auch bei Naturschützern?
Beim Wildökologischen Forum in der Stadt Salzburg wurde der hohe Schutzstatus des Wolfes in Europa diskutiert und auch in Frage gestellt. Etwa 17.000 Tiere gibt es derzeit in Europa. Laut der Naturschutzorganisation UICN ist der Wolf damit nicht mehr gefährdet. Der hohe Schutzstatus sei auch nicht mehr gerechtfertigt....

Wildbiologe sieht Vorteile in Bejagung
Wenn dieser hohe Schutzstatus fällt, kann und muss der Wolf bejagt werden. Und damit würde seine natürliche Scheu vor Menschen und letztendlich auch vor Nutztieren wieder gefestigt, ist der Wildbiologe Klaus Hackländer von der Uni für Bodenkultur in Wien überzeugt: „Überall dort in Europa, wo wir die Wölfe nie verloren hatten – zum Beispiel in Spanien oder in den Karpaten, haben die Menschen nicht verlernt, mit dem Wolf umzugehen. Aber auch der Mensch hat nicht verlernt, dass der Wolf gefährlich ist.
https://salzburg.orf.at/news/stories/2982002/

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