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BeitragVerfasst: 20.12.2019, 12:56 
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Zitat:
Beschlossen wurde im Bundestag, dass zum Schutz von Schafen und anderen Nutztieren Wölfe künftig leichter geschossen werden dürfen. Das sieht ein Gesetzesentwurf der Großen Koalition vor. Der Bundestag hat diesen Beschluss nach langem Streit verabschiedet.

Wie jetzt beschlossen wurde, soll nach dem Plan von Umweltministerin Svenja Schulze ein Abschuss künftig auch dann möglich sein, wenn unklar ist, welcher Wolf genau zum Beispiel eine Schafherde angegriffen hat. Darüber hinaus heißt es, dass, so lange Wölfe in der Gegend geschossen werden können, bis es keine Attacken mehr gibt – auch wenn dafür ein ganzes Rudel getötet wird.
https://schermbeck-online.de/fuer-glori ... ng-werden/

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H. C. Andersen
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BeitragVerfasst: 11.01.2020, 12:07 
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https://www.nordschleswiger.dk/de/daene ... -daenemark
War das jetzt eine illegale Einwanderung des Wolfes mit der Kennzeichnung GW1430m und das trotz Grenzkontrollen + Zaun zur Abwehr der afrikanischen Schweinepest?
Laut Artikel hat sich die Lage in Dithmarschen entspannt u.a. nach dem Aufbau dementsprechender Schutzzäune, also so ganz wirkungslos scheinen die nicht zu sein.
https://www.nordschleswiger.dk/de/nords ... bestaetigt In Dänemark wird das Tier wohl noch nicht als "Problemwolf" erkannt. Da scheinen die Kriterien ja gar nicht EU genormt zu sein was das angeht. :wink:

Hendrik77


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BeitragVerfasst: 22.01.2020, 11:25 
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Ein Fall von Tötung eines Wolfes bei der Jagd geht jetzt vor Gericht, nachdem der Angeklagte eine Strafe von 5000 Euro nicht zahlen möchte. https://www.bz-berlin.de/tatort/mensche ... or-gericht

Hendrik77


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BeitragVerfasst: 22.01.2020, 14:02 
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Ich hätte das von der Staatsanwaltschaft angebotene Bußgeld gegen Verfahrenseinstellung in Höhe von 5000€ auch nicht akzeptiert, obwohl bei den möglichen Strafgeldern von bis 65.000€ und/ oder Freiheitsstrafen bei den Verstößen gegen das Artenschutzgesetz die 5000€ relativ gering erscheinen.

Zum einen ist es die Frage, ob die Verteidigung eines Jagdhundes (mit hohem finanziellem und gleichermaßen ideellem Wert als Weg- und Familiengefährte) gegen einen Angriff eines Wolfes ein zu ahndender Verstoß gegen das Artenschutz ist. Dazu gibt es unterschiedliche von den Umständen abhängende rechtliche Auffassungen, jedoch noch keinen Präzedenzfall, der bisher Rechtsicherheit geschaffen hätte.

Zum anderen ist es wünschenswert, dass mit einer Verhhandlung für die zukünftige Rechtssicherheit ein solcher Präzedenzfall mit Grundsatzurteil geschaffen wird. Das Angebot der Staatsanwaltschaft, das Verfahren gegen ein relativ geringes Bußgeld einzustellen, würde das möglicherweise gewollt verhindern.
Zudem sieht der Fachanwalt für Jagdrecht und Waffenrecht Dr.Heiko Granzin eine Notstandssituation (Notwehr bei Tierangriffen) für gegeben, die Tat rechtfertigt.
PS
Im Zusammenhang mit dem Artikel der BZ sei darauf hingewiesen werden, wie ungenau zum Teil recherchiert wird:
So heißt es unabhängig von dem vorliegenden Rechtsfall unter dem Bericht zu den Voraussetzungen nach denen in Brandenburg Laut Wolfsverordnung ein Wolf getötet werden darf:
Zitat:
Verhält sich ein Wolf gegenüber einem Menschen problematisch oder aggressiv, darf er nur getötet werden, wenn eine Vergrämung erfolglos geblieben ist.


Das ist nicht korrekt, denn nach der brandenburgischen Wolfsverordnung (BbgWolfV) §3/3 ist vor der Tötung eines Wolfes wenn dieser sich problematisch oder aggressiv ggü.. Menschen verhält keine vorherige Vergrämung nötig.
Zitat:
(3) Im Interesse der Gesundheit des Menschen dürfen Wölfe, die sich aggressiv gegenüber Menschen verhalten, von nach § 7 berechtigten Personen auch ohne vorherige Vergrämung oder den Versuch der Vergrämung gemäß Absatz 1 geschossen werden. Absatz 2 gilt entsprechend. § 10 Absatz 1 in Verbindung mit den §§ 1 und 2 des Brandenburgischen Polizeigesetzes bleibt unberührt.

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BeitragVerfasst: 03.02.2020, 13:58 
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Es ist schon erschreckend, mir welch menschenfeindlichen Mitteln manche selbsternannten „Tier-/ Wolfsschützer“ glauben, sich für für „ihre Sache“ einsetzen zu dürfen. Niedersachsens Umweltminister Olaf
Zitat:
[Niedersachsens Umweltminister] Lies (SPD) wird wegen der Abschussgenehmigung für den Rodewalder Wolf mit dem Tode bedroht. Entsprechende Drohungen und Anfeindungen gibt es sowohl gegen Lies persönlich als auch gegen Jäger allgemein, wie das Ministerium am Freitag in Hannover bestätigte.

Fotomontage zeigt KZ

So zeige eine Fotomontage mit dem Titel „Holocaust in unseren Wäldern“ den Eingang zum KZ Auschwitz mit der Aufschrift „Jagd macht frei“ in Anlehnung an den zynischen Satz „Arbeit macht frei“ der Nationalsozialisten.
...
„Einfach nur noch geschmacklos und geradezu entsetzlich, wie selbst ernannte Wolfsschützer mit dem Schicksal von über einer Million Menschen umgehen, die in Auschwitz ihr Leben gelassen haben“, sagte Lies der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. Der Minister hat dem Bericht zufolge die Polizei eingeschaltet.
https://nord24.de/der-norden/morddrohun ... -wolfsjagd
PS
Es ist allerdings keine allein deutsche Erscheinung, auch in DK gibt es solche „Verirrten“.

Übersetzung aus https://www.jaktojagare.se/kategorier/v ... -20200131/
Zitat:
Der dänische Jäger, der wegen illegaler Tötung eines Wolfes zu einer bedingten Gefängnisstrafe verurteilt wurde, hat mehrere Morddrohungen erhalten. Eine Person ist bereits zu 40 Tagen Haft verurteilt, weitere Anklagen stehen noch aus.

Das Verbrechen [die als illegal verurteilte Wolfstötung] habe aber auch dazu geführt, dass Mourits Troldtoft und sein Sohn Steffen zahlreiche Drohungen erhalten hätten, unter anderem am Telefon und in den sozialen Medien, berichtet DR.

Ein bereits verurteilte 33-jährige Mann hatte Slogans auf die Fassade der Ulfborg-Kirche gesprüht und entlang der Straßen Holzkreuze mit den Namen des Wolfsschützen und seines Sohnes sowie dem Kürzel R.I.P.
Darüber hinaus wurde in zwei weiteren Fällen eine Strafverfolgung eingeleitet. Einer wird vor dem Bezirksgericht in Sønderborg erscheinen, nachdem ein 45-jähriger Mann Mourits Troldtoft auf Facebook mit Leben bedroht hat, und einer wird vor dem Bezirksgericht in Helsingör erscheinen.

Weitere neun Bedrohungen wurden gemeldet

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BeitragVerfasst: 27.03.2020, 18:34 
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Die sogenannten "Problemwölfe" konnten bis jetzt irgendwie noch nicht erlegt werden und ich hoffe das dies nie passiert. https://www.ndr.de/nachrichten/niedersa ... f4224.html
Panikmache, egal auf welcher Seite bringt keine Lösungen. https://www.nabu.de/news/2019/10/27135.html

Venlig hilsen
Hendrik77


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BeitragVerfasst: 27.03.2020, 22:59 
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Hendrik77 hat geschrieben:
Die sogenannten "Problemwölfe" konnten bis jetzt irgendwie noch nicht erlegt werden und ich hoffe das dies nie passiert.

Wer das hofft, darf (vorausgesetzt die Reisefreiheit ist wieder hergestellt) gerne vorbeikommen und beim Beseitigen der Kadaver gerissener Schafe helfen und auch Schäfern beistehen, die bei Ihren zum Teil lebend angefressenen und zu Tode verletzten Schafen ausharren müssen bis der Tierarzt zum Einschläfern kommt.
Aus der eingeschränkten Sicht eines Nichtbetroffenen lässt sich aus einer (Stadt-)Wohnung heraus unbedarft leicht hoffen, dass diesbezügliche gesetzlichen Möglichkeiten noch nicht umgesetzt werden konnten, insbesondere wenn man zudem die wöchentlichen Meldungen zu Rissen von Weidetieren in deutschen Zeitungen nicht überblickt.
Dies aus Niedersachsen sind nur zwei Beispiele von vielen:
Zitat:
Trotz verbesserter Schutzmaßnahmen sind die Tierhalter den Wölfen nicht gewachsen. Im Vergleich der niedersächsischen Rissereignisse der Jahre 2019 (43) zu 2020 (74) bis zum 22. März 2020 haben sich die Risse fast verdoppelt, und die Anzahl der toten Tiere hat sich mit 303 toten Tieren zu 2019 (104) fast verdreifacht. Besonders betroffen sind derzeit zwei Schäfer im Raum Uelzen mit 12 Rissen und mindestens 114 toten Schafen und Ziegen innerhalb von sieben Wochen.
...

1) Ein Riss vom 18. März 2020 lässt die Experten rätseln. Von neun gerissenen Tieren wurden sechs Tiere fast aufgefressen, mindestens 150 kg in einer Nacht vertilgt.

In der folgenden Nacht kam es zu einem weiteren Übergriff. Die Herde der Glockenschäferei von Familie Jahnke in Eimke stand mit 850 Tieren in Arendorf. Die Herde war ausgebrochen und in zwei Gruppen gesplittet. Ein Teil der Herde konnte in Holthusen auf einem Acker gesichert werden. Im Morgengrauen offenbarte sich die Härte dieses Übergriffs: Bis Wulfsode lagen die Kadaver auf den Äckern, überwiegend durch Kehlbiss getötet. Die Spurenlage ist laut dem Wolfsberater erdrückend: Kehlbisse, Trittsiegel - alles da.
...

Die Betroffenheit steht der Schäferfamilie ins Gesicht geschrieben. „Das ist eine Katastrophe“ sagt Schäfer Gerd Jahnke. „Seit Jahren kämpfen wir einen aussichtslosen Kampf, die Wölfe sind schlauer als wir. Esel habe ich angeschafft, die dürfen aber nicht alleine in der Herde stehen. Sechs Herdenschutzhunde wurden angeschafft und Netze von 1,07 m, höher als der geforderte Grundschutz von 90 cm. Alle ein bis zwei Tage bauen wir unsere Netze auf dem Ölrettich um. Wir können hier kaum noch in die Zukunft planen, wir sind nur noch mit Wölfen und dem Schutz unserer Schafe beschäftigt.“ Mittlerweile haben sie die Herden zusammengezogen und bauen die Netze doppelt auf.
———————————————-
2) Übergriff am Emsdeich
Am Westoverledinger Emsdeich in der Nähe von Papenburg sind Feuerwehr und Polizei am 22. März 2020 als Helfer bei einem vermuteten Wolfsübergriff gefordert. Einige der Spuren lassen auf einen Wolf schließen. Der Wolfberater war vor Ort und hat alles aufgenommen.

Am Sonntagmorgen kontrolliert Heinz Josef Kemper den von seiner Herde beweideten Deichabschnitt, auf dem sich eine Herde von ca. 150 hochtragenden Mutterschafen befand. Da nicht alle Schafe sofort zu sehen waren, schaute er über die Deichkrone und sah überall tote und verletzte Schafe liegen oder stehen. Ein Teil der Schafe steckte im Schlick der Ems, die Ebbe und Flut führt, fest. Polizei und Feuerwehr halfen mit Leitern bei der Bergung, da die Schafe, die noch lebten, zu ertrinken drohten. Anderen, noch lebenden Schafen waren die Scham oder das Euter abgefressen worden.

Die Bilanz: Bis jetzt ca. 13 tote Schafe, 3 eingeschläferte Schafe, 16 tote Lämmer, 14 Schafe, die verlammt haben. Ca. 50 Schafe und ein Teil Lämmer sind möglicherweise in der Ems ertrunken. 23 Lämmer, die keine Mutter mehr haben, werden mit der Flasche großgezogen.

https://www.schafzucht-online.de/Verhee ... TQ4MA.html
Panikmache?
PS
Zitat:
Weitere Übergriffe andernorts
In Brandenburg wurden ebenfalls mehrere Risse trotz der Anwesenheit von Herdenschutzhunden gemeldet.

PPS
In den Deich- und Marschlandschaften sind Schafe auch wenn sie geschützt werden begehrte Beute. Rehwild z.B. ist dort nicht oder nur spärlich vorhanden.
Was glauben denn der NABU und auch andere, wie insbesondere die für die Deichpflege und damit für den Hochwasserschutz notwendigen Schafe auf hunderte von Kilometern effizient und praktikabel geschützt werden sollen, wenn nicht Wölfe geschossen werden, die sich auf Weidetiere spezialisiert haben?
Zitat:
Zwei Meter hoch, zwei Reihen Stacheldraht obendrauf, Flatterband, Untergrabungs-Schutz und 10 000 Volt Solar-Strom. Mit einem neuen Super-Zaun will das Umweltministerium Thüringens Schäfer endlich vor dem Wolf schützen.
[/quote]https://www.bild.de/regional/thueringen/thueringen-aktuell/test-in-thueringen-der-super-zaun-gegen-den-wolf-65750934.bild.html

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BeitragVerfasst: 28.03.2020, 22:38 
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Mügeln/ Sachsen 28.03.2020 :(
Trotz vorschriftsmäßigem Zaun sieben gerissene Schafe an 2 Tagen :(
Zitat:
Eine Herde schrumpfte binnen zwei Nächten um ganze sieben Schafe...

Die kontaktierte Fachstelle Wolf begutachtete den Riss noch am Mittwoch im Beisein des Tierhalters. Drei tote Schafe seien vorgefunden worden, ein Lamm werde vermisst. „Die Rissbegutachtung hat ergeben, dass die Schafe mit hinreichender Sicherheit vom Wolf getötet wurden“, sagte Karin Bernhardt, Pressesprecherin der Fachstelle auf OAZ-Anfrage

Laut der Fachstelle erfüllte der Zaun auf dem Gelände die Mindestanforderungen zum Schutz.
https://www.lvz.de/Region/Oschatz/Naech ... bestaetigt

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BeitragVerfasst: 29.03.2020, 00:44 
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Das Verhältnis von Schafen zu Wölfen in Deutschland ist alles andere wie natürlich. https://de.statista.com/statistik/daten ... seit-1900/ Aus reiner Tierliebe werden Schafe auch nicht gehalten. In Deutschland gibt es Bestrebungen von Menschen dies u.a. durch den Abschuss von Wölfen regulieren zu wollen. https://www.bundesregierung.de/breg-de/ ... fe-1613622 Dies hat bis jetzt z.B. in Niedersachsen Mehrkosten verursacht, aber die sogenannten "Problemwölfe" wurden nicht erlegt.
Auf der anderen Seite gibt es Befürworter die im Rahmen u.a. der Gesetze sich gegen den Abschuss von Wölfen in Deutschland einsetzen. https://www.openpetition.de/petition/on ... r-woelfe-2 https://thueringen.nabu.de/news/2019/27425.html https://www.ifaw.org/de/projekte/leben- ... gK8vfD_BwE


25örefan hat geschrieben:
Aus der eingeschränkten Sicht eines Nichtbetroffenen lässt sich aus einer (Stadt-)Wohnung heraus unbedarft leicht hoffen, dass diesbezügliche gesetzlichen Möglichkeiten noch nicht umgesetzt werden konnten, insbesondere wenn man zudem die wöchentlichen Meldungen zu Rissen von Weidetieren in deutschen Zeitungen nicht überblickt.


Seinem gegenüber eine eingeschränkte Sicht und mangelnden Überblick zu unterstellen hat für mich nichts mit sachlicher Argumentation zu tun. Somit sehe ich kein Grund weiter darauf ein zu gehen.

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Hendrik77


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BeitragVerfasst: 29.03.2020, 01:57 
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Hendrik77 schrieb:
Zitat:
1)Das Verhältnis von Schafen zu Wölfen in Deutschland ist alles andere wie natürlich.
2)Aus reiner Tierliebe werden Schafe auch nicht gehalten.

Zu 1) Was ist denn statistisch gesehen ein „natürliches Verhältnis“ von Schafen zu Wölfen? :roll:
Zu 2) Nein, sie werden zur Wolle-, Fleisch-, Milch- und Lederproduktion sowie heute hauptsächlich zur naturverträglichen Landschaftspflege und zum Deichschutz gehalten. Und was soll diese Anmerkung bedeuten?
Als Wolfsfutter hingegen nicht.
PS
Zitat:
Seinem gegenüber eine eingeschränkte Sicht und mangelnden Überblick zu unterstellen hat für mich nichts mit sachlicher Argumentation zu tun. Somit sehe ich kein Grund weiter darauf ein zu gehen.

Das ist Deine Interpretation, denn so pauschal das nicht geschrieben, sondern so konkretisiert:
Zitat:
Aus der eingeschränkten Sicht eines Nichtbetroffenen lässt sich aus einer (Stadt-)Wohnung heraus unbedarft leicht hoffen, dass diesbezügliche gesetzlichen Möglichkeiten noch nicht umgesetzt werden konnten, insbesondere wenn man zudem die wöchentlichen Meldungen zu Rissen von Weidetieren in deutschen Zeitungen nicht überblickt.
Mit unsachlich hat diese Aussage nichts zu tun.

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BeitragVerfasst: 29.03.2020, 10:44 
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Von ,, eingeschränkter Sichtweise" kann man sich aber auch befreien wenn man nicht permanent nach Kontra Wolf Argrumenten sucht!
Die Kontra Wolf Interessenverbände in Deutschland rühren da unübersehbar & hörbar an der Propagandamaschinerie und stellen , auch mit nicht ganz Stubenreiner Wortwahl die an die übelsten Zeiten Deutschlands erinnern, den Wolf als Blutgieriges Monstrum hin.
Noch ein Paar Bilder zerfleischter Nutz & Hobbytiere ,und Kinder mit tränengeröteten Augen dazu werden den ,,Volkszorn" schon in die gewünschte Richtung beflügeln der noch bei den nächsten Wahlen die Politik mit ins Boot holt.
Hingegen, werden überhaupt Statistiken/ Berichte von Nutz & Hobby Tierhaltern veröffentlicht die ihre Tiere sträflich vernachlässigen oder misshandeln?
Ich habe danach gesucht und KEINE! gefunden!!! Veterinärämter geben darüber keine Auskünfte!!!..... und Berichte von Augenzeugen / Tierschutzorganisationen werden nicht für voll genommen ober als gerichtlich nicht verwertbar angesehen weil sich Augenzeugen widerrechtlich Zugang zu Ställen verschafft haben und sich selbst damit ins Fadenkreuz der Ermittlungen gebracht haben. Womit sich das Sprichwort : In Deutschland ist der Jenige verachtungswürdiger der auf einen Missstand hinweist als der Jenige der den Missstand verursacht hat! immer wieder aufs neue beweist wohl zur Traurigen Tradition geworden!
Wo sind all die ,, verschwundenen " nicht mehr gesehenen Wölfe & Luchse abgeblieben? Wie viele tot aufgefundene Wölfe & Luchse werden aus Bequemlichkeit verschwiegen oder als Verkehrsopfer.... natürliche Todesursache deklariert und verschwinden ohne weitere Untersuchungen?
Wo sind die Veröffentlichungen in diesen Fällen ???
Welcher Bestandsschutz ist wichtiger? Der, den die Menschen um jeden Preis künstlich erzeugen um finanziellen Profit daraus zu schlagen und dabei auf den Tierschutz pfeifen weil es weitaus beglückender ist auf einen prallen Kontoauszug zu sehen?
Ich habe mich für den Wolf entschiedenen obwohl ich Nutzt & Hobbytierhalter bin & auch noch von Zeit Zu Zeit auf die Jagd gehe!!!
Wenn ich meine Tiere nicht schützen könnte oder mir den Schutz nicht leisten wollen könnte dann würde ich keine Tiere halten!!!


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BeitragVerfasst: 29.03.2020, 11:11 
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@ BLAVANDS HUK
Das eine Übel macht das andere nicht besser.

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BeitragVerfasst: 29.03.2020, 11:57 
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Welches ÜBEL?
Wer war ,, Kulturfolger" des Wolfes?
Noch vor 10 Jahren hat hier kein Mensch das Wort Wolf erwähnt!
Erst mit dem Zusatz,, Problem" wurde es interessant!
Erst die Verbindung ,, Problem Wolf" hat Kleingeister in Gang gebracht sich dieses Wortes zu bemächtigen und ihren gesamten Frust aus allen Richtungen und Beweggründen auf ,, Problem Wölfe " abzuladen.
,,Problem Wölfe" zu ,, Sündenböcken" machen ist nun wirklich das Allerletzte; wenn den Wölfen jetzt auch noch die Verbreitung von ansteckenden Krankheiten
angedichtet würde ……. bei einigen Menschen zu hat es ja schon Wolfsphobie gereicht. Die können ja schon mal damit beginnen bei Vollmond und Nordwind Brennholz für Scheiterhaufen zu sammeln!


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BeitragVerfasst: 29.03.2020, 13:27 
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@BLAVANDS HUK
Zitat:
Wer war ,, Kulturfolger" des Wolfes?

Der Wolf war und ist Kulturfolger. In Urzeiten führten zunächst menschliche Abfälle/ Jagdreste den Wolf in die Nähe von Menschen? Später dann bis heute sind es leichter als Wild zu erbeutende Weidetiere und mancherorts ( wie z.B. in Marschgebieten) zu wenig verfügbare Großwildbeute.
Der Wolf trat entwicklungsgeschichtlich auch nicht eher auf, sondern parallel zu den Vorfahren des Menschen.
Zitat:
Mehrere wolfsähnliche Canines entstanden vor mehr als 2 Millionen Jahren. Sie waren mehr oder weniger Zeitgenossen der frühesten bekannten Vorfahren der Menschheit. Eine der früheren Wolf-Sorten war der "schreckliche" Wolf (Canis dirus), auch Direwolf (Bild links oben) genannt. Der "schreckliche" Wolf war größer als der graue Wolf (Canis lupus), der vor ungefähr einer Million Jahren erschien.
https://www.canislupus.de/index.php?url ... vm=0&vvm=0

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BeitragVerfasst: 29.03.2020, 15:07 
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Solange es für den Wolf einfacher ist z.B. Schafe zu reißen, anstatt Wild zu erbeuten wird es Risse von Nutztieren geben. Wer für seine auf der Weide gehaltenen Nutztiere ein Schutz von 100% vor dem Wolf möchte der kann eigentlich nur für die erneute Ausrottung des Wolfes sein. Ich halte es für ein Irrglaube das es reicht nur einige "Problemwölfe" zu töten um ein Schutz von 100% her zu stellen. Um die Anzahl der Risse zu minimieren gibt es Möglichkeiten es dem Wolf so schwer wie möglich zu machen, aber das ist keine Garantie das es keine Risse gibt.

25örefan hat geschrieben:
Zitat:
Seinem gegenüber eine eingeschränkte Sicht und mangelnden Überblick zu unterstellen hat für mich nichts mit sachlicher Argumentation zu tun. Somit sehe ich kein Grund weiter darauf ein zu gehen.

Das ist Deine Interpretation, denn so pauschal das nicht geschrieben, sondern so konkretisiert:
Zitat:
Aus der eingeschränkten Sicht eines Nichtbetroffenen lässt sich aus einer (Stadt-)Wohnung heraus unbedarft leicht hoffen, dass diesbezügliche gesetzlichen Möglichkeiten noch nicht umgesetzt werden konnten, insbesondere wenn man zudem die wöchentlichen Meldungen zu Rissen von Weidetieren in deutschen Zeitungen nicht überblickt.
Mit unsachlich hat diese Aussage nichts zu tun.


Natürlich ist es nicht sachlich, weil hier suggeriert wird das nur Personen die auf dem Land leben und/oder Halter von Nutztieren sind eine Meinung zu dem Thema haben können. Es ist der Versuch eine andere Meinung ab zu werten auf Grundlage des Wohnortes (Stadt), dem Hinweis das sie nicht direkt betroffen seien und das diese ja kein Überblick hätten was Risse von Wölfen in Deutschland angeht.

Venlig hilsen
Hendrik77


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