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BeitragVerfasst: 21.03.2019, 21:02 
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Hinnerk hat geschrieben:
Polly hat geschrieben:
Wie viele Wölfe gibt es?
Wie viele werden Verkehrsopfer oder schwarz getötet?

Aus Gesprächen mit Jägern in meiner Heimatgemeinde bzw. Kreises habe ich mehrfach die klare Aussage vernommen, dass sie einen Wolf im Revier gemäß dem Prinzip "Wo kein Kläger da kein Richter" ohne zu zögern erlegen würden. Ich bin sogar der festen Überzeugung, dass das Konsens bei den meisten Hobbyjägern ist. Offen gibt das natürlich kein Jäger zu.
Man muss einfach wissen, dass Hobbyjäger einem Sport nachgehen. Das Blöde dabei ist eben nur, dass sie nicht einfach jedes Reh oder jeden Hirsch abschießen können. Da will jeder Abschuss bezahlt werden. Aber Füchse oder jetzt auch Wölfe? Klasse Übungsobjekte.

Ach Hinnerk, Du weißt wirklich alles und wenn nicht, dann „weißt“ Du jemanden , der es „richtig“ weiß und Deine Ansichten bestätigt... :roll:

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H. C. Andersen
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BeitragVerfasst: 21.03.2019, 21:20 
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Ist es heute nicht ähnlich?

Zitat:
Die Landwirtschaft breitete sich nach dunkleren Jahrhunderten wieder aus, die Bevölkerung wuchs. Moore wurden zu Weideflächen, Wälder mussten weichen oder waren für den Adel zum Jagen reserviert. Mit der Zeit wurde es eng für den Wolf, die Jäger teilten das Wild ungern. Und er lernte schnell, sich bei denen zu bedienen, die schlechter bewaffnet waren. Die Herden der Bauern waren vergleichsweise leichte Beute. Doch der Wolf musste dafür teuer bezahlen. Bereits 813 erließ Karl der Große ein Gesetz, nach dem jeder Graf zwei Wolfsjäger zu ernennen hatte, die Luparii, denen ein Grundgehalt in Form eines Anteils an der Getreideernte zustand.


Quelle: https://www.sueddeutsche.de/wissen/woelfe-vergiftetes-verhaeltnis-1.1955153-2

Und ich denke, niemand muss hier nach Bestätigung haschen.
Wir alle haben unseren Standpunkt und legen ihn dar ohne auf Bestätigung zu pokern.

Es geht hier um die Zukunft eines Tieres, das nichts anderes macht als andere flauschige Tiere auch.
Und manchmal frage ich mich, worum es der Contra - Fraktion eigentlich geht.
Mal reden sie von finanziellen Verlusten und mal werden nervös gerissene Kadaver präsentiert.
Unsere Regierung verschleudert jedes Jahr Milliarden Steuergelder in ihre eigenen Projekte und Taschen. Vorwürfe, wenn es um Verluste in der Landwirtschaft geht wären also dort besser aufgehoben.
Geht es um das Leid der gerissenen Tiere?
Glaube mir mal - niemand bekommt schneller einen Kloß im Hals und feuchte Augen als ich, wenn er zum Beispiel Seeadler, Eichhörnchen oder nur eine Katze beobachtet wie sie sich versorgen.
Und ich wiederhole gerne - das nächste Steak durchaus mal länger kauen.


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BeitragVerfasst: 21.03.2019, 22:28 
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Polly schrieb
Zitat:
Der Wolf galt nicht umsonst territorial als ausgestorben.
Er wurde vernichtet. Und das hatte mut Natur nichts zu tun. Es war ein Machtspiel ... ein unfairer Kampf.

Der Begriff „Natur“ müsste hier für die Diskussion mal geklärt werden. Bei Wikipedia kann man die Definition finden, das ist einfach. Aber hilft die weiter?
Gehört der Mensch dazu?
Wenn nicht, warum? Ist der Mensch nicht eigentlich nichts anderes als ein Tier, dass sich nur in eine andere Richtung entwickelt hat, wie die bisher bekannte Geschichte der Menschwerdung aus dem Tier zeigt. Ist der Mensch nicht nur ein Tier, dass sich anders behauptet hat? Natur oder Mensch, wenn man eine Trennlinie zieht, wer ist richtig/falsch, gut /schlecht. Eemmateht zu, das festzulegen. Ab wann historisch gesehen ist der Mensch nicht mehr der Natur zuzurechnen?
Ist „Natur“ fair? Ist Natur/ Mensch wirklich ein Gegensatzpaar? Ist die Trennung Menschen/Natur nicht nur eine Frage der Definition, die aus Menschensicht festgelegt ist?

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BeitragVerfasst: 22.03.2019, 12:23 
25örefan hat geschrieben:
Hinnerk hat geschrieben:
25örefan hat geschrieben:
Wohl eher relata refero... :mrgreen:

Deine Lateinsprüche aus latein24.de oder einer anderen Sprücheklopferseite kannst du dir schenken. Die machen dich auch nicht klüger, höchstens lächerlicher.
Aber so viel zu deinen Wiki-Schulweisheiten: Ja, was ich aus erster Hand von Jägern vernehme ist lediglich Gehörtes wiedergegeben. Allerdings habe ich keinen Grund, an derartigen Aussagen zu zweifeln. Mit einer Jägerin sind meine Frau und ich seit Jahrzehnten gut befreundet. Das geht nur, weil wir bei gemeinsamen Treffen das Thema Jagd bewusst nicht ansprechen. Manchmal kommt es dann aber doch dazu. Und dann wird schon mal aus dem Nähkästchen geplaudert.

Wie sieht es denn bei dir aus? Kannst du dich für den Wahrheitsgehalt und der Objektivität sämtlicher wohlausgewählter Artikel aus deiner immer wieder genannten Jägerliteratur verbürgen? Ich nenne nur mal einige wenige Postillen der Jägerlobby, aus denen du ja regelmäßig „deine“ Weisheiten zitierst bzw. verlinkst.
„Outfox World – News aus Jagd und Natur“
“wolfszone.de“
„blog.natuerlich-jagd.de“
"jagderleben.landlive.de"
„wolf-nein-danke.de“
„jagdverband.de“
„jagdblog.blogspot.de“
„jaegermagazin.de“
„taunusreiter.de“

Also erzähl mir nichts. Wenn es um den Wolf und „Schützenvereine“ geht ist es bei dir mit der Objektivität vorbei. Wer nach Begründungen für seine Meinung googeln muss und diese einseitigen Beiträge dann völlig unreflektiert nur in Form copy & paste hier zum Besten geben kann… nun ja... :roll:


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BeitragVerfasst: 22.03.2019, 13:44 
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Hinnerk schrieb
Zitat:
Wie sieht es denn bei dir aus? Kannst du dich für den Wahrheitsgehalt und der Objektivität sämtlicher wohlausgewählter Artikel aus deiner immer wieder genannten Jägerliteratur verbürgen? Ich nenne nur mal einige wenige Postillen der Jägerlobby, aus denen du ja regelmäßig „deine“ Weisheiten zitierst bzw. verlinkst.

Die anderen diesem Spektrum nicht zuzuordnenden Verlinkungen scheinst Du wohl selektiv nicht hast nicht hast wahrnehmen wollen. :idea:

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BeitragVerfasst: 22.03.2019, 16:54 
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So wie in dem Artikel der SHZ beschrieben, sehe ich das auch:
http://zeitung.shz.de/glueckstaedterfortuna/1523/article/874322/12/2/render/?token=fcb07bcd814ef0d4b87518231b5ec834

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BeitragVerfasst: 22.03.2019, 17:45 
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Ja nur das es keine Definition von "Problemwolf" gibt und somit jeder Fall wieder neue Diskussionen entfacht die oft mehr emotional wie sachlich geführt werden.
Hendrik77


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BeitragVerfasst: 22.03.2019, 18:21 
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Hendrik77 hat geschrieben:
Ja nur das es keine Definition von "Problemwolf" gibt und somit jeder Fall wieder neue Diskussionen entfacht die oft mehr emotional wie sachlich geführt werden.
Hendrik77

Leider lenkt die Überschrift des Artikels aus der SHZ vom sonstigen Inhalt ab, der mehr als die Frage „Problemwolf“ enthält und meine Zustimmung verdient.
Dass es von dem mittlerweile fast inflationär verwendeten Begriff „Problemwolf“, gar keine Defintion gibt, kann man so auch nicht sagen, denn der Begriff wird umschrieben mit „Wolf mit auffälligem Verhalten“.
Es gibt zumindest eine Übereinkuft, was darunter zu verstehen ist:
Zitat:
Ein Wolf mit unerwünschtem Verhalten ist ein Wolf, der wiederholt Weidetiere oder Hunde erbeutet oder sich Menschen in sie gefährdender Weise nähert.[1]
Solche Tiere werden umgangssprachlich aber auch in Fachartikeln,[2] als Problemwolf bezeichnet; zudem findet die Umschreibung Wolf mit auffälligem Verhalten in offiziellen Dokumenten Verwendung, wobei auffälliges Verhalten nicht immer auch problematisch sein muss. Der Umgang mit als auffällig gemeldeten Wölfen ist ein Teilbereich des von der Europäischen Kommission vorgesehenen Wolfsmanagements
[1]https://www.bfn.de/fileadmin/MDB/documents/service/skript201.pdf
https://marjorie-wiki.de/wiki/Problemwolf#cite_ref-1

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BeitragVerfasst: 22.03.2019, 18:27 
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In Ditmarschen ist man sich bis auf die Grünen einig:
Zitat:
Dithmarschen will den Abschuss von Wölfen erleichtern. Der Kreistag hat eine entsprechende Resolution verabschiedet, wie Sprecher Björn Jörgensen am Freitag sagte. Gegen die Stimmen der Grünen forderten alle übrigen Fraktionen am Donnerstag, die EU solle den Wolf in Europa als nicht mehr gefährdet einstufen. Von der Bundesregierung fordern die Dithmarscher eine Obergrenze für den Bestand der Wölfe. Außerdem solle der Wolf ins Jagdrecht übernommen werden. Entsprechend solle das auch die Kieler Landesregierung tun.

Außerdem verlangen die Dithmarscher eine Sonderregelung zur Ausweisung bestimmter Areale in Küstengebieten mit als Weide genutzten Deichen, in denen Wölfe sofort abgeschossen werden dürfen. Hintergrund sei, dass in Dithmarschen 122 Kilometern Küstendeiche das Binnenland schützen. "Die Deichsicherheit ist nur durch die Beweidung von Schafen sicherzustellen", heißt es in der Resolution. "Dies ist auch gelebter Naturschutz und mit dem Wolf nicht zu vereinbaren."
https://www.n-tv.de/regionales/hamburg-und-schleswig-holstein/Dithmarschen-will-Schutz-von-Woelfen-einschraenken-article20924058.html

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BeitragVerfasst: 23.03.2019, 10:28 
25örefan hat geschrieben:

Ja, du findest immer die "richtigen" Presseartikel. Jetzt in der SHZ. Man muss nur entsprechen suchen. Dann findet man auch eine "wissenschaftliche" Webseite über die runde Erde, die ja in Wirklichkeit flach ist. :mrgreen:

Der in dem von dir genannten SHZ-Artikel genannte Hans-Dieter Pfannenstiel ist Fachmann für Schwarz- und Schalenwild und hat von Wölfen so viel Ahnung wie eine Kuh vom Stricken. Sein Wolfswissen, welches er gern vor Publikum verbreitet holt er sich gern von "Experten" wie den Herren Valerius Geist, Kaj Granlund und Michael Stubbe, die von der internationalen und nationalen Wolfsfachwelt überhaupt nicht anerkannt sind.
Ja, so ist er unser 25örefan, immer einen Fehtritt voraus. :mrgreen:


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BeitragVerfasst: 23.03.2019, 11:23 
Zum Thema "Problemwolf":
25örefan hat geschrieben:
Es gibt zumindest eine Übereinkuft, was darunter zu verstehen ist:
Zitat:
Ein Wolf mit unerwünschtem Verhalten ist ein Wolf, der wiederholt Weidetiere oder Hunde erbeutet oder sich Menschen in sie gefährdender Weise nähert.[1]
Solche Tiere werden umgangssprachlich aber auch in Fachartikeln,[2] als Problemwolf bezeichnet;
[1]https://www.bfn.de/fileadmin/MDB/documents/service/skript201.pdf

Immer wieder wird von Seiten der Wolfsgegner die Gefährlichkeit des Wolfes für den Menschen genannt und von Problemwolf gesprochen. Der Mensch zählt nicht zum Beuteschema des Wolfes.
Im Jahr 2002 wurde vom "Norsk institutt for Naturforskning, kurz NINA" (Norwegisches Institut für Naturforschung) eine Studie mit dem Titel "The fear of wolves: A review of wolfs attacks on humans" veröffentlicht. Demnach sind vermutlich alle Übergriffe von Wölfen auf Menschen in Europa im vor- und vorvorjährigen Jahrhundert auf mit Tollwut infizierten Tieren zurückzuführen. Für alle diese akribisch dokumentierten Fälle lässt sich dies nicht genau sagen, weil nicht jeder Fall auf Tollwut untersucht wurde und die Möglichkeiten dafür nicht immer zur Verfügung standen.
Heute gilt die Tollwut in Westeuropa als ausgerottet. Von daher ist zu erklären, dass es seit Jahrzehnten keine Übergriffe von Wölfen auf Menschen in Westeuropa gibt. Der letztze Tollwutfall in Deutschland wurde im Jahr 2006 bei einem Fuchs in der Nähe von Mainz dokumentiert. Jeder gefundene tote Wolf wird u.a. auf eine Tollwutinfektion untersucht. Bislang wurde bei uns nicht ein einziger Wolf mit dem Virus gefunden.

Kurzum: Für Menschen stellt der Wolf bei uns im Gegensatz zu Ländern, in denen die Tollwut noch verbreitet ist derzeit keine Gefahr dar, weil Deutschland amtlicherseits für Tollwutfrei erklärt wurde. Leider muss ich als Hundehalter sagen, dass von gewöhnlichen Haushunden ("der tut nix", ""der will doch nur spielen") eine weitaus größere Gefahr für den Menschen ausgeht. Das deutsche Ärzteblatt berichtete 2015 von über 30.000-50.00 ärztlich zu versorgenden Bißverletzungen, von denen 60-80 Prozent von Hunden stammen. Allein in Berlin wurden im Jahr 2017 rund 700 Fälle gemeldet. Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden zählte von 1998 bis 2015 64 Todesopfer infolge Hundebisse. Hundebisse werden bundesweit aber nicht statistisch erfasst, so dass die Dunkelziffer noch höher ausfallen dürfte.
Somit stellt sich doch ernsthaft die Frage, von welcher Tierart die größere Gefahr ausgeht und zu welchen Handlungsweisen das die Politiker zwingen sollte.


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BeitragVerfasst: 23.03.2019, 12:07 
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Hinnerk schrieb
Zitat:
Der in dem von dir genannten SHZ-Artikel genannte Hans-Dieter Pfannenstiel ist Fachmann für Schwarz- und Schalenwild und hat von Wölfen so viel Ahnung wie eine Kuh vom Stricken.

Na Hinnerk, Du musst es ja wissen, wie Du ja alles zu wissen vorgibst.
Woher nur? Verrate Doch bitte Deine verirtablen Quellen, damit auch in und andere an der Wahrheit teilhaben können. Aber bitte berichte diesbezüglich nicht wieder etwas aus Gesprächen mit Verwandten, Freunden, Nachbarn, die jemanden kennen, der jemanden kennt... :roll:

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BeitragVerfasst: 23.03.2019, 14:00 
Hä? Wer war es denn, der hier den ehemaligen Vizepräsident des Landesjagdverbandes Brandenburg Pfannenstiel als "Argumentationsverstärker" ins Boot holte? Da bist du es, der die Vergangenheit und das Wirken dieses Herrn näher unter der Lupe betrachten sollte. Pfannenstiel ist Fachmann, ja. Aber nicht für Wölfe. Da bedient er sich als Vortragender wo auch immer anderer, zumeist ebenfalls selbsternannten Wolfsexperten. Er selbst hat keine Wolfsstudien betrieben und bedient sich bei seinen Vorträgen und Veröffentlichungen stets dem Wissen bzw. Unwissen anderer, der Jagdszene bzw. Jagdlobby verbundenen Jägern.
Im Jahr 2007 hat Pfannenstiel Dirk Wellenhof, Präsident des Landesverbandes Brandenburg zur Seite gestanden, als dieser das Fake über den von einem Wolf getöteten Jäger in Polen verbreitete und sich damit der Lächerlichkeit preisgegeben:

http://woelfeindeutschland.de/ein-fake- ... aar-ungere…/

Hier noch etwas wirklich Lesenswerte zu dem ausgewiesenen Wolfsgegner Hans-Dieter Pfannenstiel:
http://woelfeindeutschland.de/ansichten ... -zum-wolf/

Und auch noch interessant:
https://wiedertaeufer.ms/wolfsgutachten-im-schafspelz/

Nicht umsonst ist Pfannenstiel auch Gastautor bei der Jagd-Fachzeitschrift „Jagd und Hund“.
Unter Neutralität oder besser Objektivität in Sachen Wolf verstehe ich etwas anderes...


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BeitragVerfasst: 23.03.2019, 18:35 
Da ich für mich das Kapitel Wolf zunächst einmal ad acta legen möchte, weil ja immer noch kein Mensch von einem derartigen Ungeheuer hierzulande in jüngerer Zeit zerfleischt wurde und hier immer wieder die Bartwickelmaschine von neuem in Betrieb genommen wird erlaube ich mir einmal etwas zur allgemeinen Erheiterung beizusteuern, zumal der große böse Wolf hierbei eine Hauptrolle spielt.
Die folgende Geschichte von Thaddäus Troll ist zwar alt aber immer wieder amüsant:

Rotkäppchen im Amtsdeutsch

Im Kinderfall unserer Stadtgemeinde ist eine hierorts wohnhafte, noch unbeschulte Minderjährige aktenkundig, welche durch ihre unübliche Kopfbekleidung gewohnheits-rechtlich Rotkäppchen genannt zu werden pflegt.

Der Mutter besagter R. wurde seitens ihrer Mutter ein Schreiben zustellig gemacht, in welchem dieselbe Mitteilung ihrer Krankheit und Pflegebedürftigkeit machte, der Großmutter eine Sendung von Nahrungsmittel und Genußmittel zu Genesungszwecken zuzustellen. Vor ihrer Inmarschsetzung wurde die R. seitens ihrer Mutter über das Verbot betreffs Verlassen der Waldwege auf Kreisebene belehrt.

Dieselbe machte sich infolge Nichtbeachtung dieser Vorschrift straffällig und begegnete beim Übertreten des amtlichen Blumenpflückverbotes einem polizeilich nicht gemeldeten Wolf ohne festen Wohnsitz. Dieser verlangte in gesetzwidriger Amtsanmaßung Einsicht in das zu Transportzwecken von Konsumgütern dienende Korbbehältnis und traf in Tötungsabsicht die Feststellung, dass die R. zu ihrer verschwägerten und verwandten, im Baumbestand angemieteten Großmutter eilend war.

Da wolfseits Verknappung auf dem Ernährungssektor vorherrschend war, faßte er den Entschluss, bei der Großmutter der R. unter Vorlage falscher Papiere vorsprachig zu werden. Weil dieselbe wegen Augenleidens krank geschrieben war, gelang dem in Fressvorbereitung befindlichen Untier die diesfallsige Täuschungsabsicht, worauf es unter Verschlingung der Bettlägerigen einen strafbaren Mundraub zur Durchführung brachte. Ferner täuschte das Tier bei der später eintreffenden R. seine Indentität mit der Großmutter vor, stellte ersterer nach und in der Folge durch Zweitverschlingung der R. seinen Tötungsvorsatz unter Beweis.

Der sich auf einem Dienstgang befindliche und im Forstwesen zuständige Waldbeamte B. vernahm Schnarchgeräusche und stellt deren Urheberschaft seitens des Tiermaules fest. Er reichte bei seiner vorgesetzten Dienststelle ein Tötungsgesuch ein, das dortseits zuschlägig beschieden und pro Schuss bezuschusst wurde. Nach Beschaffung einer Pulverschiessvorrichtung zu Jagdzwecken gab er in wahrgenommener Einflussnahme auf das Raubwesen einen Schuss ab. Dieser wurde in Fortführung der Raubtiervernichtungs-aktion auf Kreisebene nach Empfangnahme des Geschosses ablebig.

Die gespreizte Beinhaltung des Totgutes weckte in dem Schussgeber die Vermutung, dass der Leichnam Menschenmaterial beinhalte. Zwecks diesbezüglicher Feststellung öffnete er unter Zuhilfenahme eines Messers den Kadaver zur Totvermarktung und stieß hierbei auf die noch lebhafte R. nebst beigehefteter Großmutter.

Durch die unverhoffte Wiederbelebung bemächtigte sich beiden Personen ein gestei-gertes, amtlich nicht zulässiges Lebensgefühl, dem sie durch groben Unfug, öffentliches Ärgernis erregenden Lärm und Nichtbeachtung anderer Polizeiverordungen Ausdruck verliehen, was ihre Haftpflichtigmachung zur Folge hatte.

Der Vorfall wurde von den Kulturschaffenden Gebrüdern Grimm zu Protokoll genommen und starkbekinderten Familien in Märchenform zustellig gemacht. Wenn die Beteiligten nicht durch Hinschied abgegangen und in Fortfall gekommen sind, sind dieselben derzeitig noch lebhaft.


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BeitragVerfasst: 23.03.2019, 21:58 
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Natur ist nicht immer fair. Das brauchen wir nicht zu diskutieren.

Interessant finde ich die Aussage, dass der Mensch ein höher entwickeltes Tier oder anders beschrieben nur ein Tier ist, dass sich eben anders behauptet hat. Ich habe Instinkte. Ja. Aber vom Tier bin ich echt weit weg. Da bestehe ich drauf. :mrgreen:

Der Mensch ist echt um keine Erklärung verlegen ... . :D

25örefan...mich erschreckt deine scheinbare Kompromisslosgkeit und Härte genauso wie dich die scheinbare Naivität einiger von uns.
Wir greifen uns jeweils an den Kopf und verstehen die Gedanken des anderen nicht mehr.
Und im Grunde liegt das nur daran, dass man sich am Thema festbeist.
Oder an einem User ... .

Was spricht für den Wolf und was dagegen ... das ist doch beschriebenes Thema.

Und ich finde im Grunde schon den Ansatz völlig falsch. Pro und Contra ... :roll: Als ob es um ein Sofa in grün oder beige geht.
Der Wolf ist in unsere Tierwelt zurückgekehrt. Er ist kein außerirdisches Wesen, was uns plötzlich heimsucht um uns zu vernichten. Nein, er war schon einmal da ... bis er zu viel Konkurrenz wurde. Bis er keine Chance mehr hatte sich vom Menschen fern zu halten weil der Mensch seinen Lebens- und Jagdraum immer enger gezogen hat. Nicht andersrum.
Und genau diese Situation haben wir nun auch.
Wir haben nicht zu viele Wölfe!
Wir haben zu wenig Lebensraum für unsere Wildtiere generell.

Was nicht bebaut ist, bringt kein Geld.
Ganze natürliche Uferzonen und Puffer bei ansteigendem Pegel werden genommen, um reichen Schnöseln den Blick während der Morgenzigarette auf das Wasser zu ermöglichen.
Und wer ist Schuld wenn diese Häuser am Ufer unter Wasser stehen? Klar - der böse Klimawandel.

Und so ist es mit den Wölfen wie mit vielen Wildtieren - sie passen einfach nicht in unsere Zeit.
Es gibt keinen Platz für sie. Ganz einfach! Weil der Planet uns Menschen gehört und was wir essen wollen, das gibt es in Gewächshäusern und Massentierställen.
Und sollten wir mal Lust auf Tiere haben, dann gibt es sicher irgendwo einen Zoo.

Es ist einfach nur erschütternd wie wenig versucht wird Kompromisse zu finden.


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