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BeitragVerfasst: 03.04.2019, 17:18 
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Ronald hat geschrieben:
Wolf reißt Ziegen auf Kindergartengelände
https://www.nordkurier.de/aus-aller-wel ... 67408.html


Nun mal Spass bei die Seite.
Irgendwie habe ich Lolek und Bolek anders in Erinnerung,
aber bestimmt nicht als ernst zunehmende Journalisten.

Detlef

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vorne lecken, hinten kratzen.

Wenn jeder Scheinheilige wie eine 60-Watt-Birne leuchten würde, könnte man nachts nicht mehr ohne Augenbinde schlafen.


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BeitragVerfasst: 03.04.2019, 22:24 
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DjM schrieb
Zitat:
Ein Zitat aus einem Jagdmagazin bleibt ein Zitat (einschließlich Rechtschreibfehler!), auch wenn Du es nicht korrekt als solches kennzeichnest und fälschlicherweise auch noch dem Bundesamt für Naturschutz unterzuschieben versuchst:

Es steht so im BfN geschrieben. Siehe hier:https://www.bfn.de/fileadmin/BfN/artenschutz/Dokumente/Wolfsverhalten.pdf
Woher ich den Hinweis habe, dass es dort veröffentlicht steht, spielt keine Rolle. Und es bleibt dabei, die Beurteilung, dass der im Zitat wiedergegebene Inhalt= fehlende Scheu “nachträglich“vom BfN eingeräumt wurde, habe ich nicht geschrieben, er entspricht in der Tat der Beurteilung des erwähnten Jagdmagazines. Diese Beurteilung habe ich, auch wenn Ihr das gerne so sehen möchtet, NiCHT übernommen.
So hieß es bei mir
Zitat:
Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) räumt unter „Neues aus dem Bundesamt für Naturschutz/ Wolfsverhalten – Einschätzung und Handlungsempfehlungen für das Management
und dann folgt dass Zitat, welches genauso (wenn auch ohne Rechtschreibfehler) wortwörtlich dort überprüfender ist.
Siehe Post vom 29.03.2019, 22:55

Das ändert auch nichts an der Tatsache, dass die vorgebliche „natürliche“ oder nur Scheu, nicht wie Ihr ironisch kommentiert habt, durch Jäger oder gar FDP- Politiker ins Spiel gebracht wurde, sondern wie mein Post vom 02.04.2019, 01:18 verdeutlicht von den dort beispielhaft Genannten (Wolfsberater Land Nds., Wolfsbotschafter NABU, IFAW, Schweizer Verein chwolf.org.) vielen Wolfsbefürwortern in der Bevölkerung zum Nachweis der Harmlosigkeit eines wehrhaften Großraubtieres wie den Wolf in den Mund gelegt und von diesen über die verschiedensten Kanäle verbreitet wird, um von Wolfskritikern und vom Wolf Betroffenen eine kompromisslose Akzeptanz einzufordern.
Daran ändern auch Eure neuerlichen Relativierungen nichts.
Was bei großen Teilen der Bevölkerung hängenbleibt, sind die plakativen Überschriften und Aussagen und nicht die nachfolgend relativierenden, vorsichtigen Einschränkungen in den entsprechenden Texten.
Ich glaube nicht, dass die Mehrheit derer, die sich in Deutschland für den Wolf aussprechen überhaupt keine Zweifel und Befürchtungen bezüglich des Wolfes hegen. Diese auch berechtigten Zweifel in Bezug auf die uneingeschränkte Verbreitung eines wehrhaften Großraubtieresin unserer Kulturlandschaft lassen sie sich, da sie von ihrem im Vergleich zu Wolfskritikern moralisch und ethisch richtigeren Denken überzeugt sind, durch die ständige Wiederholung der plakativen Überschriften „scheu“, „nicht gefährlich“ gerade von jenen , die von Ihnen als „Experten“ wahrgenommen werden, schnell und gern nehmen, sodass die weiterführenden Relativierungen gar nicht mehr gelesen werden nachdem schon in der plakativen Überschrift die Zweifel ausgeräumt scheinen.
Das machen die vielen Kommentare in sozialen Medien, Leserbriefen, Diskussiosrunden, Umfragen etc. deutlich, denn dort wir u.a. die Formulierung „scheu“ ohne die nötige Relativierung weiterverbreitet bzw. als Argument gegen die Notwendigkeit einer Regulierung durch Jagd eingesetzt.
Ich nenne das insbesondere auf den Vorwurf einer Hysterie/ Panikmache ggü. Wolfskritikern im Gegenzug Verharmlosung.
Zu dieser Verharmlosung trägt auch die gezielt von Wölfsschützern emotionalisierend vorgenommene Taufe von sogenannten „Problemwölfen“ und deren Verwandten und Nachkommen auf verniedlichende Namen wie Kurti, Roddy, Jolle, Lichta und Grindi bei, denn wie könnte ein „Kurti“, ein „Roddy“ , eine „Lichta“ Schäden anrichten oder gar gefährlich sein? Im Gegenzug wird von Schießbefehl, Feldzug gegen eine kleine Wolfsfamilie, Hatz, Feuer frei, Lynchen etc. gesprochen, wenn es darum geht Wolfskritiker, die Entscheidung zum Abschuss einzelner Wölfe oder die Regulierung der Population ins ethische Abseits zu stellen.
Man schaue sich dazu mal beispielhaft auf der Seite des eingetragenen, gemeinnützigen Vereins Wolfsschutz Deutschland e.V. um.

Verharmlosung tritt aber auch zutage, wo von DjM sachlich mit einem Zitat aus einem BfN-Skript das Reißen von Weidetieren durch den Wolf in Anwesenheit eines Menschen ( Hirte), selbst bei dessen Eingreifen als „ungefährlich“ eingestuft wird. Und das angesichts eines Beispiels (ebenfalls 02.04.2019, 01:18), welches aufzeigt, dass ein Mensch in Italien/nachweislich bei einem Vertreibungsversuch zum Schutz von Nutztieren durch einen Wolfsbiss zu Schaden gekommen ist.
So scheu ist der Wolf dann wohl doch nicht.
Oder sind deutsche Wölfe anders?


DjM schrieb:
Zitat:
Welchen Eindruck möchtest Du vermitteln, wenn Du aufgrund der Kritik an der permanenten Einseitigkeit Deiner (Jagd-)Quellen die Herkunft Deiner Zitate fortan verschleierst und stattdessen einfach anderen Quellen zuordnest? Nennst Du das etwa "sachlich"?

Einerseits ist es Eure selektive Wahrnehmung, dass ich permanent „ (Jagd-)Quellen“ zitiere, andererseits ist für Euch alles unsachlich oder unhaltbar, was nicht aus Quellen des Umkreises Natur/-Wolfsschutz stammt und damit nicht dem vorgeblich ethisch überlegenen Mainstream entspricht, der sich die ersten Seiten des www. erkämpft hat.
Wenn in einem Jagdmagazins der Inhalt eines BfN-Skripts wörtlich so zitiert wird, wie es dort nachzulesen ist, bleibt die Aussage des Zitats doch wohl die gleiche. Wie diese Aussage durch das Magazin kommentiert und bewertet wird, steht auf einem anderen Blatt.
Diese Bewertung habe ich wie von Euch unterstellt, allerdings in meinem Post nicht übernommen.(s.o.)
+++++++++++++++++++++++++++++++++++


Zum Thema Regulation durch Jagd:
Es wird ja vielfach behauptet, dass eine Regulation der Wolfspopulation bei einer 30%igen Zuwachsrate nicht nötig ist, weil es den Mechanismus einer Selbstregulation gibt.
Dieser Auffassung bin ich nicht und sehe einen Kompromiss darin, neben der Begrenzung von Schäden durch den Wolf mittels Herdenschutz gleichzeitig eine zahlenmäßige Populationsbegrenzung wie bei anderen Wildtieren auch durch jagdliche Maßnahmen zuzulassen.

So heißt es in einem Interview mit Dr. Frank Tottewitz ( Wildtierökologe), Thünen-Institut für Waldökosyteme auf
Zitat:
„Geht es ohne Regulation?“

„Eine biologische Selbstregulation durch Verringerung der Zuwachsrate ist unter den Bedingungen unserer Kulturlandschaft mit einer Vielzahl an geeigneten Lebensräumen mit „reich gedecktem Tisch“ eine Illusion.“

Originalquelle S.8:
https://www.thuenen.de/media/publikatio ... 2017-1.pdf

PS
Nun ist diese Quelle auch über eine Verlinkung über das Jagdmagazin Outfox unter dem Titel „Ein Forscher macht sich unbeliebt“ als Auszug der Seite 8 der hauseigenen Thünen-Publikation „aufzuspüren“. https://www.outfox-world.de/blog/ein-fo ... liebt.html
Frage:
Ist das Zitieren der Originalquelle dann auch einer „permanenten Einseitigkeit von (Jagd-)Quellen “ zuzuordnen, bloß weil die Quelle u.a. auch in einem Jagdmagazin „aufzuspüren“ ist?
PPS
Und selbst wenn Ihr das verneint, ich gehe davon aus, dass Ihr sicherlich neben durchaus möglichen sachlichen Entgegnungen zusätzlich Gründe (z.B. Autor ist möglicherweise Jäger/ als Berater des BEML möglicherweise der Agrarindustrie zugeneigt/ hat möglicherweise ein Euch nicht genehmes Parteibuch...) finden werdet, um die obige Aussage auch dadurch in Eurem Sinne zusätzlich „zurechtzurücken“ :wink:

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BeitragVerfasst: 03.04.2019, 22:51 
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DjM schrieb
Zitat:
Demnach sind im vergangenen Jahr rund 0,13 Prozent des Schafbestandes im Bundesland Opfer von Wolfsangriffen geworden.

Ja, ja die Zahlen...
Autofahrer in Deutschland ca. = ca.39.000.000
Verkehrstote in Deutschland 2017 = ca. 3200
Wenn zusätzlich noch man bedenkt, dass es bei den Verkehrsteilnehmern noch mehr als nur Autofahrer gibt, wie ist da der Prozentsatz hochgerechnet.....?

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BeitragVerfasst: 04.04.2019, 06:49 
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Tatzelwurm hat geschrieben:
Irgendwie habe ich Lolek und Bolek anders in Erinnerung,
aber bestimmt nicht als ernst zunehmende Journalisten.

Detlef


Zitat:
"Namen, Namen sind was für Grabsteine, Baby."

*Mr. Big (Kananga)* in James Bond "leben und sterben lassen"

-Ronny


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BeitragVerfasst: 04.04.2019, 07:45 
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Gut kommentiert:
https://www.die-tagespost.de/aus-aller-welt/aus-aller-welt/An-der-Wolfsfront;art309,197070

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BeitragVerfasst: 04.04.2019, 12:38 
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https://www.youtube.com/watch?v=9eGIXkzt17o

Zitat:
Wölfe in Deutschland - töten oder schützen?


Jeder der sich dieses kleine Filmchen angeschaut hat, wird sich seine eigenen Gedanken dazu machen, wie er das Gesehene bewertet oder einschätzt, für den einen oder anderen sind auch die
Kommentare unter dem Filmchen vielleicht interessant.

https://brandenburg.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/wolf/herdenschutz/kucznik.html

Zitat:
Schäferei Kucznik

Knut Kucznik arbeitet bereits seit 34 Jahren als Schäfer. Er kümmert sich auf einer Fläche von 198 ha jeden Tag um knapp 450 Schafe, 60 Skudden und 15 Ziegen. Auf die Frage wieso er Schäfer geworden ist lächelt er nur knapp und sagt:

„Ich brauche Freiheit zum Leben!“


Interessant finde ich hier auch die Antworten des Schäfers.

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Man kann nicht alles nur „schön“ reden, zur Glaubwürdigkeit gehört, die Dinge real zu sehen !
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BeitragVerfasst: 04.04.2019, 13:10 
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hanno zitierte
Zitat:
Wölfe in Deutschland - töten oder schützen?

Warum entweder oder?
Warum nicht schützen UND auf das Mindestmaß einer überlebensfähigen Population durch Jagd regulieren?

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BeitragVerfasst: 14.04.2019, 17:18 
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25örefan hat geschrieben:
und dann folgt dass Zitat, welches genauso (wenn auch ohne Rechtschreibfehler) wortwörtlich dort überprüfender ist.
Das wird durch Wiederholung auch nicht korrekter. Du hast das wortwörtliche Zitat des Jagdmagazins Jagderleben einschließlich des dortigen Rechtschreibfehlers dem Bundesamt für Naturschutz untergejubelt. DAS kann doch ganz locker jeder überprüfen:

25örefan hat geschrieben:
Keine Scheu...?
Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) räumt unter „Neues aus dem Bundesamt für Naturschutz/ Wolfsverhalten – Einschätzung und Handlungsempfehlungen für das Management“ ein:
Zitat:
muss berücksichtigt werden, dass es die sogenannte „natürliche Scheu“ von Wildtieren nicht gibt . Man müsse das Verhalten der einzelnen Individuen Prüfen und dann über den Umgang entscheiden.
https://www.bfn.de/fileadmin/BfN/artens ... halten.pdf
Zitat:
muss berücksichtigt werden, dass es die sogenannte „natürliche Scheu“ von Wildtieren nicht gibt (…)“. Man müsse das Verhalten der einzelnen Individuen Prüfen und dann über den Umgang entscheiden.

Jagdmagazin Jagderleben, 10.11.2017: BfN zum Wolf: "keine natürliche Scheu" https://www.jagderleben.de/news/bfn-wol ... iche-scheu

Das Originalzitat des Bundesamtes für Naturschutz lautet dagegen:
Zitat:
Zusätzlich muss berücksichtigt werden, dass es die so genannte „natürliche Scheu“ von Wildtieren nicht gibt, sondern dem Verhalten des einzelnen Tieres vielmehr individuelles Risikomanagement zugrunde liegt. Aufgrund der individuellen Charaktereigenschaften der Tiere kann auch das Konzept der DBBW zu auffälligen Wölfen keine pauschal anzuwendende Handlungsvorlage sein. Daher wird empfohlen, dass jeder Fall, in dem auffälliges Wolfsverhalten an die entsprechenden Behörden gemeldet wird, im Einzelnen durch Expertinnen und Experten geprüft und analysiert werden soll.

Bundesamt für Naturschutz, Wolfsverhalten – Einschätzung und Handlungsempfehlungen für das Management, Natur und Landschaft, 92. Jahrgang (2017) — Heft 11, Seite 516 https://www.bfn.de/fileadmin/BfN/artens ... halten.pdf
Natürlich ist der Rechtschreibfehler hier nicht enthalten, weil das Bundesamt für Naturschutz eine ganz andere Formulierung benutzt als das Jagdmagazin Jagderleben, dessen Zitat Du dem Bundesamt für Naturschutz unterzujubeln versuchst hast. Du redest Dich wirklich um Kopf und Kragen - und der Fehler fällt trotzdem auf und ist für jeden Leser ganz einfach überprüfbar.

25örefan hat geschrieben:
Einerseits ist es Eure selektive Wahrnehmung, dass ich permanent „ (Jagd-)Quellen“ zitiere [...] So heißt es in einem Interview mit Dr. Frank Tottewitz ( Wildtierökologe), Thünen-Institut für Waldökosyteme [...] Nun ist diese Quelle auch über eine Verlinkung über das Jagdmagazin Outfox unter dem Titel „Ein Forscher macht sich unbeliebt“ als Auszug der Seite 8 der hauseigenen Thünen-Publikation „aufzuspüren“. [...] Frage: Ist das Zitieren der Originalquelle dann auch einer „permanenten Einseitigkeit von (Jagd-)Quellen “ zuzuordnen, bloß weil die Quelle u.a. auch in einem Jagdmagazin „aufzuspüren“ ist?
Soll das ein Witz sein? Du zitierst ein Präsidiumsmitglied eines Jagdverbandes, dessen Aussagen in einem Jagdmagazin veröffentlicht worden sind.
Zitat:
Dr. Frank Tottewitz [...] ist seit 1984 Besitzer eines Jagdscheines. [...] Er ist Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Jagd- und Wildforschung e.V., Vorsitzender des Jagdbeirates im Landkreis Barnim und war über zehn Jahre lang Vorsitzender des Jagdverbandes Eberswalde. Dem Präsidium des Landesjagdverbandes gehört er seit 2004 an.

Landesjagdverband Brandenburg e. V.: Präsidium https://www.ljv-brandenburg.de/der-ljvb/praesidium/


Du kritisierst die Beobachtung anderer User, dass Du einseitig nur aus Jagdquellen zitierst und bemühst dann ausgerechnet wieder zwei Jagdquellen, um Deine Kritik zu untermauern? Das nennen wir wirklich mal einen Witz. Jäger stellen einen Anteil von nicht einmal einem halben Prozent in der Bevölkerung, weshalb das einseitige permanente Verlinken von Jagdquellen einer unausgewogenen Überrepräsentation entspricht.

Zitat:
Jäger sind gemessen an der Gesamtbevölkerung in Deutschland eine sehr kleine Gruppe. [...] Das heißt, 99,6 % der Bevölkerung sind Nichtjäger.[...] Die Einstellung gegenüber Wölfen ist bei dieser Interessensgruppe negativ ausgeprägt, im Gegensatz zum Rest der Bevölkerung, die positiv eingestellt ist. [...] Dabei wurde deutlich, dass Jäger und Jagdrechtsinhaber im Oberlausitzer Wolfsgebiet den Jagdwert ihrer Reviere durch die Wölfe geschmälert sehen. Sie befürchten, der Jagdertrag würde geringer, der Erlebniswert beeinträchtigt, die Jagd schwieriger, manche Wildart fast oder gänzlich ausgerottet. [...] Dabei stehen häufig finanzielle Erwägungen im Vordergrund. [...] Generell scheint der Wissensstand zum möglichen Einfluss von Wölfen auf Schalenwildbestände sowie zu Feindvermeidungsstrategien von Schalenwild gering zu sein. [...] Das deckt sich mit den Ergebnissen der Akzeptanzstudie (KACZENSKY 2006). Sie zeigte insbesondere bei den Befragten, die Wölfen negativ gegenüberstehen, eine geringe Bereitschaft, Informationen anzunehmen.

Bundesamt für Naturschutz, I. Reinhardt, G. Kluth: Leben mit Wölfen Leitfaden für den Umgang mit einer konfliktträchtigen Tierart in Deutschland, BfN-Skript 201, 2007, Seite 91-92 https://www.bfn.de/fileadmin/MDB/docume ... ipt201.pdf
Zitat:
Über die Hälfte der in der Oberlausitz befragten Jäger glaubt offenbar nicht, dass sich ihre jagdlichen Vorstellungen mit der Anwesenheit einer Wolfspopulation vereinbaren lassen (GÄRTNER & HAUPTMANN 2005). Der Wolf stellt das Selbstverständnis der Jäger in Frage. Jäger reklamieren für sich, dass sie in der Kulturlandschaft die verloren gegangenen Beutegreifer ersetzen müssen. Sie leiten daraus ab, dass die Jagd eine wichtige Funktion bei der Kontrolle desSchalenwildes erfülle. Die Rückkehr der Beutegreifer führt zu einer deutlichen Verunsicherung nicht nur bei der Basis.

Bundesamt für Naturschutz, I. Reinhardt, G. Kluth: Leben mit Wölfen Leitfaden für den Umgang mit einer konfliktträchtigen Tierart in Deutschland, BfN-Skript 201, 2007, Seite 96 https://www.bfn.de/fileadmin/MDB/docume ... ipt201.pdf


Zuvor haben Jäger ihr Hobby immer mit dem Fehlen der großen Beutegreifer gerechtfertigt - nun sind die Wölfe zurück und ein wichtiger Rechtfertigungsgrund ist damit entfallen - das produziert natürlich Erklärungsnöte. Die Wölfe sollen doch deshalb so schnell "reguliert" werden, weil die Bevölkerung ansonsten die praktische Erfahrung macht, dass eine jagdliche Regulierung von Beutegreifern gar nicht notwendig ist. Oh weh, und was passiert, wenn die Gesellschaft dann den gesamten Sinn der Hobbyjagd infrage stellt?


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BeitragVerfasst: 14.04.2019, 17:35 
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25örefan hat geschrieben:
Warum entweder oder?
Warum nicht schützen UND auf das Mindestmaß einer überlebensfähigen Population durch Jagd regulieren?

Darum:
Zitat:
§ 1 Tierschutzgesetz - Grundsatz
Zweck dieses Gesetzes ist es, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.

Tierschutzgesetz https://www.gesetze-im-internet.de/tier ... 70972.html


Die pure Lust am Töten von Wildtieren zu Hobbyzwecken ist kein vernünftiger Grund im Sinne des Tierschutzgesetzes!

Zitat:
Es ist allgemeiner aktueller Wissenstand, dass sich die Wolfsdichte einer Region ganz eng an dem Nahrungsangebot anpasst. Eine Regulierung der Wolfsbestände seitens des Menschen ist somit aktuell nicht erforderlich, der vernünftige Grund zum Töten m. E. nicht gegeben. [...] Reine wirtschaftliche Interessen von Jägern stellen vor dem Hintergrund des strengen Schutzstatus des Wolfs und des Tierschutzgesetzes m. E. keinen vernünftigen Grund dar, Wölfe zu bejagen.

Birgit Mennerich-Bunge: Eine amtstierärztliche Sicht auf die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland, Amtstierärztlicher Dienst und Lebensmittelkontrolle, 23. Jahrgang - 4/2016, Seite 226, Effekte der Bejagung von Wölfen https://www.vetimpulse.de/fileadmin/use ... Wolfes.pdf


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BeitragVerfasst: 14.04.2019, 19:49 
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BeitragVerfasst: 15.04.2019, 13:02 
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Und wieder die Worte eines Jägers verlinkt. Quod erat demonstrandum.

25örefan hat geschrieben:
Zitat:
Wie viele Rudel verträgt Sachsen? Er hat die Formel Wolf berechnet [...] Mathematiker und Wolfs-Experte: Christoph Egert (68) ist auch Jagdprüfer und Schweißhundführer.

tag24, 14.04.2019: Wie viele Rudel verträgt Sachsen? Er hat die Formel Wolf berechnet https://www.tag24.de/nachrichten/sachse ... re-1033599


Wir erinnern uns:

Zitat:
Jäger sind gemessen an der Gesamtbevölkerung in Deutschland eine sehr kleine Gruppe. [...] Das heißt, 99,6 % der Bevölkerung sind Nichtjäger.[...] Die Einstellung gegenüber Wölfen ist bei dieser Interessensgruppe negativ ausgeprägt, im Gegensatz zum Rest der Bevölkerung, die positiv eingestellt ist. [...] Dabei wurde deutlich, dass Jäger und Jagdrechtsinhaber im Oberlausitzer Wolfsgebiet den Jagdwert ihrer Reviere durch die Wölfe geschmälert sehen. Sie befürchten, der Jagdertrag würde geringer, der Erlebniswert beeinträchtigt, die Jagd schwieriger, manche Wildart fast oder gänzlich ausgerottet. [...] Dabei stehen häufig finanzielle Erwägungen im Vordergrund. [...] Generell scheint der Wissensstand zum möglichen Einfluss von Wölfen auf Schalenwildbestände sowie zu Feindvermeidungsstrategien von Schalenwild gering zu sein. [...] Das deckt sich mit den Ergebnissen der Akzeptanzstudie (KACZENSKY 2006). Sie zeigte insbesondere bei den Befragten, die Wölfen negativ gegenüberstehen, eine geringe Bereitschaft, Informationen anzunehmen.

Bundesamt für Naturschutz, I. Reinhardt, G. Kluth: Leben mit Wölfen Leitfaden für den Umgang mit einer konfliktträchtigen Tierart in Deutschland, BfN-Skript 201, 2007, Seite 91-92 https://www.bfn.de/fileadmin/MDB/docume ... ipt201.pdf
Zitat:
Über die Hälfte der in der Oberlausitz befragten Jäger glaubt offenbar nicht, dass sich ihre jagdlichen Vorstellungen mit der Anwesenheit einer Wolfspopulation vereinbaren lassen (GÄRTNER & HAUPTMANN 2005). Der Wolf stellt das Selbstverständnis der Jäger in Frage. Jäger reklamieren für sich, dass sie in der Kulturlandschaft die verloren gegangenen Beutegreifer ersetzen müssen. Sie leiten daraus ab, dass die Jagd eine wichtige Funktion bei der Kontrolle desSchalenwildes erfülle. Die Rückkehr der Beutegreifer führt zu einer deutlichen Verunsicherung nicht nur bei der Basis.

Bundesamt für Naturschutz, I. Reinhardt, G. Kluth: Leben mit Wölfen Leitfaden für den Umgang mit einer konfliktträchtigen Tierart in Deutschland, BfN-Skript 201, 2007, Seite 96 https://www.bfn.de/fileadmin/MDB/docume ... ipt201.pdf


Und so sehen die Modellrechnungen unabhängiger Wissenschafter aus:

Zitat:
Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) nannte 2009 die Zahl von440 Rudeln, die in Deutschland leben könnten. [...] Die 440 Rudel seien nicht als Zielgröße zu verstehen, die Zahl spiegle vielmehr das Besiedlungspotenzial wider, heißt es aus dem BfN.
Ilse Storch von der Universität Freiburg hat vor einigen Jahren in einer umfangreichen Modellrechnung ebenfalls untersucht, für wie viele Tiere in Deutschland Platz wäre. Sie kommt je nach Annahmen auf etwa 400 bis 1200 Rudel, was 2000 bis 6000 Wölfen entspräche.


DER SPIEGEL, 01.06.2018: Wie viele Wölfe verträgt das Land? https://www.spiegel.de/wissenschaft/nat ... 09993.html


Sind alle geeigneten Habitate belegt, braucht der Mensch auch dann nicht regulierend einzugreifen:

Zitat:
Der Mechanismus, mit dem Wölfe auf plötzliche Nahrungsknappheit reagieren, ist die Verringerung der Rudelgröße. Dies geschieht dadurch, dass weniger Welpen geboren werden und die Jungwölfe früher abwandern. Auch die Mortalitätsrate, insbesondere die der Welpen, steigt dann an. [...] In einer gesättigten Wolfspopulation grenzt ein Wolfsterritorium an das andere. Abwandernde Jungwölfe haben hier kaum eine Chance ein neues Rudel in einem unbesetzten Gebiet zu gründen, sondern müssen in der Regel darauf warten, dass eine Paarungsposition in einem bestehenden Rudel vakant wird. Die Anzahl der Wolfsfamilien in einem bestimmten Gebiet stagniert bzw. fluktuiert um einen bestimmten Wert. [...] Mit einem Ende des Populationswachstums ist erst mit Erreichen der Sättigung zu rechnen. Allerdings kann sich die Wachstumsrate bereits vorher abschwächen.

Bundesumweltministerium, 28.10.2015: Bericht des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit zur Lebensweise, zum Status und zum Management des Wolfes (Canis lupus) in Deutschland, Seite 9-10 https://www.bundestag.de/resource/blob/ ... b-data.pdf


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BeitragVerfasst: 15.04.2019, 20:33 
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Wir alle können dazu beitragen, dass sich die Schafhaltung in Deutschland nicht mehr lohnt indem wir entweder auf Lammfleisch verzichten oder importiertes Lammfleisch aus z.B. Neuseeland kaufen. Wenn ich bedenke, was bei uns in Deutschland außer auf den Nordseedeichen alles an Chemie auf die Weiden und Wiesen kommt die bei uns alljährlich von den Schaafen der Wanderschäfer abgegrast werden... Das ist auf den riesigen Weideflächen Neuseelands nicht der Fall. Und wenn es für die Wölfe keinen reich gedeckten Tisch mehr gibt regulieren sich auch deren Bestände. :mrgreen:

Komme jetzt keiner mit dem CO2-Ausstoß durch die Frachtmaschinen. Bei den Äpfeln aus Südafrika, Chile und anderswo ist das längst wiederlegt. Fürs Klima ist es besser, Äpfel oder anderes Obst nach D. einzufliegen als deutsches obst aus dem Alten Land bis zur nächsten Ernte in riesigen Lagerhallen bei besimmten niederen Temperaturen und bestimmter Luftfeuchtigkeit zu lagern.

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Stell dir vor die Liebe deines Lebens geht an dir vorbei
und du schaust auf dein Smartphone.


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Es ist ein Wolf entnommen worden:

http://www.ln-online.de/Nachrichten/Nor ... oFpNUg7FQQ


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Der Umweltminister Niedersachsens will die Entnahme / den Abschuss von Wölfen rechtlich erleichtern. https://www.ndr.de/nachrichten/niedersa ... f3984.html Mal sehen ob es für den Vorschlag eine Mehrheit gibt. :|

Hendrik77


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Von links bis rechts, der politische Widerstand gegen die unregulierte Verbreitung des Wolfes wächst:
https://www.n-tv.de/regionales/mecklenburg-vorpommern/Wolfsfreie-Weiden-Viel-Zustimmung-fuer-neues-Wolfspapier-article21004442.html

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"Es sieht der Mensch die Welt fast immer durch die Brille des Gefühls, und je nach der Farbe des Glases erscheint sie ihm finster oder purpurhell."
H. C. Andersen
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