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BeitragVerfasst: 22.05.2019, 15:27 
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25örefan hat geschrieben:
Eine wissenschaftliche Studie von Ilka Reinhardt und Gesa Kluth, die trefflich am Wolf verdienen und die Gründerinnen (Leiterin I.Reinhardt) des LUPUS – Institut für Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland und des Freundeskreises freilebender Wölfe sind, wobei I.Reinhardt vom Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft zur Wolfsbeauftragten ernannt wurde.


Warum soll Ilka Reinhardt nicht neutral sein, wenn sie vom Sächsischen Staatsministerium zur Wolfsbeauftragten ernannt wurde? Ohne Aluhut haben uns Deine Beiträge irgendwie besser gefallen.

Die Studie, nach der die Jäger die Gruppe sind, die die Wölfe im Gegensatz zum Rest der Bevölkerung am allermeisten ablehnen - und zwar aus eigennützigen und finanziellen Gründen - ist nicht von Ilka Reinhardt und Gesa Kluth. Würdest Du Dich mit den verlinkten Quellen ernsthaft beschäftigen, hättest Du diese Fakten zur Kenntnis genommen:

Zitat:
Im Rahmen dieses F&E Vorhabens wurde der Bericht "Wölfe, Jagd und Wald in der Oberlausitz" von U. WOTSCHIKOWSKY (2006) erarbeitet. [...] Ergebnisse aus der Meinungsumfrage (KACZENSKY 2006) sowie Erfahrungen aus vier Jahren Wolfsmanagement in Sachsen, die das Konfliktfeld Wolf-Wild-Jagd betreffen, fließen ebenfalls in diesen Abschnitt ein. [...] Nach einer Umfrage von GÄRTNER & HAUPTMANN (2005) halten 46 % der befragten Jäger in der Oberlausitz (N = 257) den Wolf in der Kulturlandschaft für nicht akzeptabel. Diese Einstellung teilen nur 10 % der befragten Bevölkerung im Wolfsgebiet.

Bundesamt für Naturschutz, I. Reinhardt, G. Kluth: Leben mit Wölfen Leitfaden für den Umgang mit einer konfliktträchtigen Tierart in Deutschland, BfN-Skript 201, 2007, Seite 90-91 https://www.bfn.de/fileadmin/MDB/docume ... ipt201.pdf


Stattdessen beglückst Du die Leser wieder nur mit einer weiteren Jagdquelle, nämlich einem Experten für Jagdwirtschaft, der laut "Deutschem Jagdlexikon" seit 2005 Mitglied des wissenschaftlichen Beirates des Deutschen Jagdverbandes ist und das Insitut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft an der privaten Universität für Bodenkultur (BOKU) in Wien leitet.

Zitat:
Ein Merkmal der BOKU ist die enge Zusammenarbeit mit Industrie und Wirtschaft, welches sich besonders in Partnerprojekten bemerkbar macht.

Wikipedia: Universität für Bodenkultur Wien https://de.wikipedia.org/wiki/Universität_für_Bodenkultur_Wien


Laut einer anderen Arbeit des Professors geht es dem Image der Jagd leider gar nicht gut.

Zitat:
Wenn also die urbane Gesellschaft nicht mehr nachvollziehen kann, was ein Jäger macht und warum er etwas macht, dann schwindet der Rückhalt in der Gesellschaft für die Jagd immer mehr. Es tickt eine gesellschaftliche Zeitbombe, die ohne Entgegensteuern schwer zu beherrschen ist. [...] Trotz dieses geringen Bevölkerungsanteils fühlt sich die Jagd als starke und einflussreiche Gruppierung. Sie zeigt das typische Verhalten einer Minderheit, die eng zusammengeschweißt ist, weil die Mehrheit sie ignoriert oder gar ablehnt.
Wir leben in Demokratien, bei denen Minderheiten wie die Jägerschaft leicht überrollt werden. Es waren demokratische Entscheidungen, die vor ca. 30 Jahren im Kanton Genf die Jagd abgeschafft und später in den Niederlanden oder im Raum Berlin die Zahl der jagdbaren Wildarten stark eingeschränkt haben.


K. Hackländer: Das Bild von Jagd und Jäger in der Gesellschaft, 14. Österreichische Jägertagung Raumberg-Gumpenstein - Jagd und Jäger im Visier, Perspektiven für die Freizeitjagd in unserer Gesellschaft, Seite 1-2 https://www.bundesforste.at/fileadmin/j ... gsband.pdf


Zum Gegensteuern braucht es daher wirksame Medienkampagnen.

Zitat:
Dazu sollten die Jäger auch wiederholt mit notwendigen Argumenten pro Jagd geschult werden. Zusätzlich bedarf es einer gezielten und langfristigen Medienkampagne seitens der Jagdverbände mit professioneller Unterstützung. Wer glaubt, dass dies nicht finanzierbar ist, setzt die falschen Prioritäten. [...] Der Weg zu einem guten Image ist steinig und teuer. Davon können Lobbyisten, Wahlkampfmanager und Markenproduzenten ein Lied singen.

K. Hackländer: Das Bild von Jagd und Jäger in der Gesellschaft, 14. Österreichische Jägertagung Raumberg-Gumpenstein - Jagd und Jäger im Visier, Perspektiven für die Freizeitjagd in unserer Gesellschaft, Seite 1-2 https://www.bundesforste.at/fileadmin/j ... gsband.pdf


Der Gesetzentwurf, den das Bundesumweltministerium nun im Kabinett durchgesetzt hat, trägt allein die Handschrift von Lobbyisten und steht im völligen Widerspruch zu den eigenen Informationen, die selbiges Ministerium auf seiner Website veröffentlicht hat.

Nach dem Gesetzentwurf sollen zukünftig beliebig irgendwelche Wölfe geschossen werden, bis Nutztierschäden "ausbleiben". Herdenschutz findet dabei keine Erwähnung mehr. Dass das eigentlich nichts bringt und auch noch kontraproduktiv ist und sogar die Art auf lange Sicht gefährdet, kann man unter den FAQ nachlesen:

Zitat:
Eine Bejagung ist grundsätzlich keine Lösung für den Herdenschutz, weil die verbleibenden Wölfe weiterhin ungeschützte Nutztiere angreifen werden. Außerdem werden bestehende Rudelstrukturen schnell zerstört und zuwandernde Wölfe und elternlose Jungtiere noch eher auf schlecht geschützte Nutztiere zurückgreifen als auf Rehe oder Wildschweine. [...] Diese Zonen würden damit jedoch auch als sogenannte "Senke" wirken und nachteilige Auswirkungen auf den Erhaltungszustand der gesamten Population Deutschlands haben. Hinzu kommt, dass mit dem Töten eines Rudels das Revier frei würde. Es ist davon auszugehen, dass sich sofort wieder andere Wölfen ansiedeln. Ein Rückgang von Übergriffen auf Nutztiere ist damit nicht zu erwarten.

Bundesumweltministerium: Eine ehemals ausgerottete Art und ihre Rückkehr: Der Wolf in Deutschland, FAQ: Kann man Wölfe nicht aus landwirtschaftlich geprägten Regionen vertreiben? https://www.bmu.de/themen/natur-biologi ... nd/#c22616


Der Moraltheologe Prof. Michael Rosenberger hat in einer Arbeit, die ebenfalls der Seite der obigen Jägertagung zu entnehmen ist, vier dominierende Motive für die Jagd festgestellt. Neben der "Freude an der Natur" waren das vor allem

- Jagd als Sport ("Der Jäger empfindet sein Tun als eine Art Wettkampf mit dem Wild")
- Ausübung von Macht ("zeigt sich dann z.B. darin, dass JägerInnen sich die Freiheit der Entscheidung, ob und welches Tier sie töten, äußerst ungern nehmen lassen. Da hat ihnen niemand hineinzureden.")
- Jagd als Statussymbol (" ist das Jagen einer der Bereiche, in dem die stärksten Privilegien gelten und der am klarsten die Zugehörigkeit zu bestimmten gesellschaftlichen Gruppen ausdrückt.")

Als einen Aspekt benennt Rosenberger auch die "Hierarchisierung der Tiere", bei der die Trophäenträger die "Lieblinge" darstellen, während trophäenlosen "Nutztieren" häufig "Nichtbeachtung und Geringschätzung" entgegenschlage. Zu der Einstellung vieler Jäger zum Raubwild, zu dem auch die Wölfe zahlen, schreibt der Moraltheologe:

Zitat:
Auf der dritten Stufe stehen die Beutegreifer, das Raubwild. Oft genug werden sie direkt bekämpft, man sieht sie als KonkurrentInnen an und stellt ihnen (trotz aller Beteuerungen der Jagdverbände zum Teil sogar mit üblen Methoden wie dem Einsatz von Gift) nach. Aber das geschieht dann nicht mehr rational und maßvoll, sondern oft sogar in blindem Hass und tiefer Aggression.

Prof. Dr. Michael Rosenberger: „Waid-Gerechtigkeit“- Grundzüge einer christlichen Ethik der Jagd 14. Österreichische Jägertagung Raumberg-Gumpenstein - Jagd und Jäger im Visier, Perspektiven für die Freizeitjagd in unserer Gesellschaft, Seite 4 - 13 [/size] https://www.bundesforste.at/fileadmin/j ... gsband.pdf


Gerade wurde wieder ein illegal erschossener Wolf bei Celle aufgefunden. Das müsste inzwischen Nr. 37 in Deutschland sein.
Und man muss bedenken, dass die die gefundenen Wölfe nur diejenigen sind, die zunächst entkommen sind und deshalb nicht rechtzeitig nach dem "Schießen, Schaufeln, Schweigen"-Prinzip beseitigt worden sind.

Wir halten die Jäger aus obigen Gründen für die am wenigsten geeignete Gruppe für die Zuständigkeit für ein Wolfsmanagement oder für die Ausführung einzelner Managementmaßnahmen. Das Image und der Status als "Naturschützer" ist dauerhaft beschädigt, insbesondere wenn Lobbyisten nun fachlich nicht nachvollziehbare Gesetze durchgeboxt haben, die keinem Weidetierhalter auch nur einen einzigen Vorteil bringen werden.


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BeitragVerfasst: 22.05.2019, 16:31 
Im Landkreis Celle wurde gerade der achte Wolf illegal erschossen:

https://www.cellesche-zeitung.de/Celler ... erschossen

Aber nicht dass jetzt jemand auf die aberwitzige Idee kommt dass Jäger dahinter stecken! :roll:


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BeitragVerfasst: 22.05.2019, 17:28 
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Das würde sich ja mit den Aussagen des Moraltheologen decken, der von "blindem Hass" und "tiefer Aggression" gegen Beutegreifer berichtet hat.

Manchmal trifft es auch Hunde. In Vögnitz hat die tiefe Aggression die kleine Australian-Shepherd-Hündin eines Bürgermeisters getroffen, die zunächst in eine Betonrohr-Falle für Füchse geraten war und darauf vom Jagdpächter in den Kopf geschossen wurde.

Zitat:
Emi, die Australian-Shepherd-Hündin von Bürgermeister Jürgen Schwab, war in dessen Wohnort Vögnitz (Sulzheim, Lkr. Schweinfurt) in eine große Tierfalle geraten. Nun ist sie tot. In ihrem Kopf befand sich ein Projektil.

Mainpost, 02.04.2019: Tödliche Falle: Warum musste die Hündin des Bürgermeisters sterben? https://www.mainpost.de/regional/schwei ... sFbtVChIio


Zitat:
Die Main Post berichtet, dass der Bürgermeister den Jagdpächter angerufen habe, der ihm gegenüber am Telefon eingeräumt hatte, auf Emi geschossen zu haben.

Initiative zur Abschaffung der Jagd: Hündin in Falle geraten und erschossen https://www.abschaffung-der-jagd.de/
Initiative zur Abschaffung der Jagd: Jägeropfer Haustiere https://www.abschaffung-der-jagd.de/hau ... index.html


Wenn erstmal zur großen Wolfsjagd geblasen wird, werden noch unzählige Hunde mit Schrotladungen im Körper und Kugeln im Kopf als "Beifang" enden.


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BeitragVerfasst: 22.05.2019, 21:00 
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Na endlich:
https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... 68408.html


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BeitragVerfasst: 22.05.2019, 21:40 
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Äääääh,....…. liegt da irgend eine Wahl an? Wenn wir einen bestimmten Übeltäter nicht vor die Büchse bekommen dann schießen wir eben einen Beliebigen oder noch besser das ganze Rudel ab! Die sehen ja alle gleich aus! Und ich dachte wirklich die Zeiten von Sippenhaft sind in Deutschland Geschichte! Nichts dazu gelernt? Heiligt der Stimmenfang einer anstehenden Wahl alle Mittel? Das wird doch nicht etwa der schleichende Anfang weitaus größeren Übels sein? Man gut das ich nicht mehr in Deutschland lebe!


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BeitragVerfasst: 22.05.2019, 21:44 
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Hinnerk hat geschrieben:
Im Landkreis Celle wurde gerade der achte Wolf illegal erschossen:

https://www.cellesche-zeitung.de/Celler ... erschossen

Aber nicht dass jetzt jemand auf die aberwitzige Idee kommt dass Jäger dahinter stecken! :roll:

Wesentlich mehr noch wurden dieses Jahr schon überfahren.
Aber nicht dass jetzt jemand auf die aberwitzige Idee kommt dass Jäger dahinter stecken! :roll

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BeitragVerfasst: 22.05.2019, 21:47 
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DjM schrieb
Zitat:
Wenn erstmal zur großen Wolfsjagd geblasen wird, werden noch unzählige Hunde mit Schrotladungen im Körper und Kugeln im Kopf als "Beifang" enden.

Zu solcher Panik besteht wohl kaum Anlass :roll:

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BeitragVerfasst: 22.05.2019, 21:51 
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BLAVANDS HUK hat geschrieben:
Äääääh,....…. liegt da irgend eine Wahl an? Wenn wir einen bestimmten Übeltäter nicht vor die Büchse bekommen dann schießen wir eben einen Beliebigen oder noch besser das ganze Rudel ab! Die sehen ja alle gleich aus! Und ich dachte wirklich die Zeiten von Sippenhaft sind in Deutschland Geschichte! Nichts dazu gelernt? Heiligt der Stimmenfang einer anstehenden Wahl alle Mittel? Das wird doch nicht etwa der schleichende Anfang weitaus größeren Übels sein? Man gut das ich nicht mehr in Deutschland lebe!

Sollte die Wolfspopulation und deren Folge für Weidetierhalter in DK ähnliche Ausmaße annehmen wie in Deutschland, Italien, Frankreich, wirst Du wohl umziehen müssen
Solche Bilder werden nirgendwo gern gesehen:
https://www.stol.it/Media/Videos/Intern/Opfer-von-Wolfsangriffen

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BeitragVerfasst: 22.05.2019, 22:13 
25örefan hat geschrieben:
Hinnerk hat geschrieben:
Im Landkreis Celle wurde gerade der achte Wolf illegal erschossen:

https://www.cellesche-zeitung.de/Celler ... erschossen

Aber nicht dass jetzt jemand auf die aberwitzige Idee kommt dass Jäger dahinter stecken! :roll:

Wesentlich mehr noch wurden dieses Jahr schon überfahren.
Aber nicht dass jetzt jemand auf die aberwitzige Idee kommt dass Jäger dahinter stecken! :roll

Unter Vorsatz einen Wolf zu überfahren nach dem Motto "Heute überfahre ich einen Wolf" ist so gut wie unmöglich. Der Rentner und Hobbyjäger aber, der täglich Stunden im Revier verbringt hat da schon bessere Chancen.


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BeitragVerfasst: 22.05.2019, 22:13 
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DjM schrieb
Zitat:
Wir halten die Jäger aus obigen Gründen für die am wenigsten geeignete Gruppe für die Zuständigkeit für ein Wolfsmanagement oder für die Ausführung einzelner Managementmaßnahmen.

Vielleicht wäre der NABU geeigneter :mrgreen:
Immerhin spricht sich der NABU wenn es um andere Tiere geht doch auch für eine Regulierung durch Jagd aus.
Warum sollte, was für den Fuchs contra Feldhamster recht ist, für den Wolf contra Weidetiere nicht billig sein?

Zitat:
Zu einem gesunden Wald gehört auch eine gesunde Wilddichte. Der NABU bekennt sich zu einer naturverträglichen Jagd – vorausgesetzt, sie entspricht den Kriterien der Nachhaltigkeit und den ethischen Prinzipien....
Der NABU bekennt sich ausdrücklich zu einer naturverträglichen Jagd als eine legitime Form der Landnutzung, wenn sie den Kriterien der Nachhaltigkeit entspricht und ethischen Prinzipien nicht widerspricht. So muss das erlegte Tier sinnvoll genutzt werden, die bejagte Art darf in ihrem Bestand nicht gefährdet sein und zum Zweck der Jagd nicht aktiv gefördert werden, Störungen in der Brut- und Aufzuchtzeit von Wildtieren sind zu reduzieren und natur- und artenschutzrechtliche Regelungen zu beachten?...
Die Jagd auf Füchse kann aus Sicht des NABU Baden-Württemberg in Form eines lokalen bis regionalen Wildtiermanagements auf der Grundlage von Artenschutzkonzepten angemessen sein, sofern dies aus naturschutzfachlicher Sicht nachgewiesenermaßen zielführend ist. Manche Bestände geschützter Arten sind so klein, dass es selbst bei einer Aufwertung ihrer Lebensräume notwendig ist, die Bestände der dort vorkommenden Prädatoren, wie etwa die des Fuchses, zeitlich und räumlich begrenzt zu regulieren.

Als Beispiel wären hier der Feldhamster zu nennen, der in Baden-Württemberg nur noch vor den Toren Mannheims vorkommt und kurz vor dem Aussterben steht. Neben der Aufwertung der Lebensräume kann es in einem solchen Fall als flankierende Maßnahme sinnvoll sein, Füchse aus der Umgebung der Feldhamster für einige Zeit zu verbannen.
https://baden-wuerttemberg.nabu.de/natur-und-landschaft/wald-wild-jagd/position-zur-jagd/index.html

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BeitragVerfasst: 22.05.2019, 22:29 
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DjM schrieb
Zitat:
Als einen Aspekt benennt Rosenberger auch die "Hierarchisierung der Tiere", bei der die Trophäenträger die "Lieblinge" darstellen, während trophäenlosen "Nutztieren" häufig "Nichtbeachtung und Geringschätzung" entgegenschlage.

Diese Hierarchisierung ist bei kompromisslosen Wolfsbefürwortern ebenso deutlich. Das Leid von Weidetieren, denen der Wolf vorzeitig ein Ende bereitet , teilweise bei lebendigem Leib halbverendet ligengelassen wird von Ihnen doch auch als Kollateralschaden akzeptiert. Und nicht nur das, dennauch hier offenbart sich die den Wolf bevorzugende Scheinheligkeit:
Ausgerechnet laut vieler Tier- und Wolfschützer sollen Tiere/ Herdenschutzhunde zum Handlanger/ Waffe des Menschen dem Risiko an Leib und Leben zum Schutz anderer Tiere ausgesetzt werden.
Dabei stellt sich zusätzlich die Frage, warum der Mensch, dies nicht selbst in die Hand nehmen darf. Es macht doch keinen Unterschied im Resultat , ob die ( noch) streng geschützte Unversehrtheit des Wolfes im Konfliktfall durch einen Herdenschutzhund oder den Menschen mit der Waffe in der Hand in Mitleidenschaft gezogen wird.

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BeitragVerfasst: 22.05.2019, 22:59 
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DjM schrieb
Zitat:
Der Gesetzentwurf, den das Bundesumweltministerium nun im Kabinett durchgesetzt hat, trägt allein die Handschrift von Lobbyisten ...

Uppps, wer das anmerkt, sollte aber nicht verschweigen, dass auch Josef Tumbrinck als ehemaliger NABU-Funktionär/ Landesvorsitzender seit kurzem und Jochen Flasbarth als ehemaliger hauptamtlicher NABU-Präsident seit 2013 als amtierende Staatssekretär im Bundesumweltministerium „wirken“. :mrgreen:

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BeitragVerfasst: 23.05.2019, 08:36 
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25örefan hat geschrieben:
Diese Hierarchisierung ist bei kompromisslosen Wolfsbefürwortern ebenso deutlich. Das Leid von Weidetieren, denen der Wolf vorzeitig ein Ende bereitet , teilweise bei lebendigem Leib halbverendet ligengelassen wird von Ihnen doch auch als Kollateralschaden akzeptiert.


An so einem Bullshit wird mehr als deutlich, wie sehr Du argumentativ mit dem Rücken zur Wand stehst.

Das Leid der Weidetiere haben die Tierhalter selbst zu verantworten, die ihren angeblich so geliebten Lieblingen nicht mal den Mindestschutz vor Beutegreifern angedeihen lassen, der dazu noch vom Staat zu 100% gefördert wird.

In Niedersachsen ereigneten sich 80% - 100% der gemeldeten Nutztierschäden auf Weiden, die unzureichend gesichert waren.

Unsere Weiden haben wir mit wenig Aufwand und Kosten auf eigene Rechnung sicher gemacht - durch das Ziehen zwei weiterer Litze (im Endergebnis 6 statt 4), davon die unterste in 20 cm Bodenabstand. Und wir behalten täglich die Stromspannung im Auge und tauschen die Autobatterie am Weidezaungerät lieber einmal zu früh als zu spät aus. Das sollte eigentlich selbstverständlich sein und ist - verglichen mit den übrigen Kosten für Schmied, Tierarzt, Weidepacht, Futter, Wasser zur Weide karren, Putzzeug, Insektenschutz, Impfungen, Wurmkuren etc etc etc ein absolut lächerlicher Aufwand. Aufwändig ist vor allem das Setzen der Eichenspaltpfähle, aber die brauchen wir sowieso, ob nun mit oder ohne Wolf. Die Pferde wurden ja auch vor dem Wolf hinter Zäunen gehalten und laufen nicht frei durch die Landschaft.

80% - 100% der Tierhalter in Niedersachsen, die Schäden gemeldet haben, haben ihren Tieren diesen Schutz verweigert. Wahrlich tolle Tierliebe - aber immer schön vor laufender Kamera Krokodilstränen heulen :roll:


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BeitragVerfasst: 23.05.2019, 08:57 
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DjM
Zitat:
An so einem Bullshit wird mehr als deutlich, wie sehr Du argumentativ mit dem Rücken zur Wand stehst.

Das Leid der Weidetiere haben die Tierhalter selbst zu verantworten, die ihren angeblich so geliebten Lieblingen nicht mal den Mindestschutz vor Beutegreifern angedeihen lassen, der dazu noch vom Staat zu 100% gefördert wird.

Da könnt Ihr lange weiter agitieren und den Betroffenen die Verantwortung aufbürden.
Die 100% Förderung Trift schonmal nicht zu, da lediglich nur die Materialkosten in Rechnung gestellt werden.
Optimale Schutzvorkehrungen scheitern zudem häufig am Bau- und anderen Vorschriften.
Von der zögerlichen Bearbeitung mal ganz zu schweigen.
Hier mal ein Beitrag eines Pfredehalters aus dem Gebiert des Rodewalder Rudels
***„Deswegen kann ich auch "ihr wollt nur nicht richtig schützen", "ihr seid zu faul/ zu geizig" oder "lernt mit dem Wolf zu leben" nicht mehr ertragen!
So, dann schreibe ich jetzt auch zum Thema Wolf und Pferd, aus meiner Perspektive. Ich wohne im Gebiet des Rodewalder Wolfsrudels in Niedersachsen. Letztes Jahr ist eines unserer Fohlen verfohlt und anschließend gleich zur Hälfte gefressen worden. Jede Menge Pferdefreunde aus meinem Bekanntenkreis haben da noch behauptet, dass Wölfe NIEMALS Pferde oder Rinder fressen würden, obwohl das überall im Ausland ständig passiert und auch schon Rinder und Ponyfohlen in Deutschland Wolfsopfer waren. "Zum Glück" beschloß unser Wolfsrudel Fakten zu schaffen und widerlegte sämtliche NABU- Wolfsmärchen. Es fraß ab dem Sommer Schafe hinter "wolfsabweisenden Zäunen", direkt nach der Erstellung nach Plänen des Wolfsbüros, tötete ein Alpaka hinter 1,60m Festzaun, fraß um die Mittagszeit eine Ziege hinter Grundschutz, tötete ein Schaf IM Stall und hat reichlich Kälber, Rinder und letztlich auch drei Pferde getötet. Einen Minishettyjährling in Stöcken (plus Mutterstute mit Hals/ Schulterbissen), eine tragende Shettystute in Nienhagen und einen Isländerjährling in Nöpke.

In meiner direkten Nachbarschaft (unter 1km Entfernung) starben Kälber, eine Mutterkuh und je ein Jungrind von 300 und 400kg. Das 300kg ehemalige Flaschenkalb der Halter- Familie starb 35m neben meinen Pferden und die Rinder wurden vorher übelst gehetzt. Das zweite Rind wurde am Vormittag! danach lebendig angefressen (Ohren abgebissen, Schwanz abgebissen und von hinten ein Loch in Unteramlänge gefressen). Es wurde eingeschläfert. Zum Glück hatte ich meine Pferde (5 Stuten und ein 7 Monate alter Hengst) am Vorabend schon dort weggeholt, sie waren mit 5 Reihen Seil eingezäunt, aber da eines der Rinder durch den stabilen Rinderzaun gegangen war, hättte es meinen Zaun gleich mit zerstören können!

Jetzt sind wir berechtigt "wolfsabweisende Zäune" zu beantragen. Ich habe das für 7 von 11 Flächen getan, weil ich wusste, dass die 30.000€ mehr als knapp werden würden. Ich habe Angebote von ~36.000€, ~34.000€ und 29.927,63€ bekommen. Das ist nur für das Material. Den Zaunbau darf man selber finanzieren und durchführen. Jetzt liegt der Antrag beim Wolfsbüro auf Eis, weil es noch keine endgültige Richtlinie Pferd gibt. Beim Gespräch mit dem Wolfsbüro wurde mir erzählt, dass ich gar nicht beantragen dürfte, weil ich angeblich gar nicht im 30km Radius der drei Pferde- Risse lebte. Das stimmt nicht, weil rund um uns herum einer drei Kilometer, einer ~8 Kilometer und einer ~15km entfernt sind. Dann hieß es, dass es womöglich nur einen Teil Förderung geben würde (bei der angeblichen 100% Förderung). Außerdem bezweifelte man, dass ich bei 8 bzw. 9 Pferden soooooo große Flächen überhaupt genehmigt bekommen würde. Dabei habe ich nur ca. für 4,5-5 Hektar beantragt, was nicht sehr viel ist, für die Anzahl der Pferde.

Also werden Monate ins Land gehen und ich kann meine Flächen nicht nutzen. Zumindest nicht die, die mitten im Wald liegen und mitten zwischen gefressenem Fohlenfrühchen, gerissenen Rindern und dem Surplus- Killing der Schafe des Wanderschäfers liegen. Heu kann man da auch nicht machen, weil man da weder mit einem Mähwerk, noch mit einem Wender hinkommt und die Fläche auch noch generell zu nass/ zu moorig ist. Das betrifft gut 2 meiner 7 Hektar.

Habe ich in dieser Komplexizität auch der Dame des Wolfsbüros beschrieben. Sie würde selber auch weder meinen Hengst mit seinem quasi verkauften vierjährigen Sohn hinstellen, noch meine Stutengruppe, mit der endlich, nach sechs zyklusgestörten Jahren, tragenden besten Stute von mir. Sie würde die Pferde immer nachts einstallen!

Wo ich das zusätzliche Heu (nach dem letzten Sommer) und den zusätzlichen Zeitaufwand her nehmen soll, ist ja egal. Dass Rinder und Ziegen auch vormittags und mittags gerissen wurden auch ....

Fazit: Es ist schlimm mit diesem Wolfsrudel in der Nachbarschaft und es ist auch kurz- bis mittelfristig keine Besserung in Sicht.
Deswegen kann ich auch "ihr wollt nur nicht richtig schützen", "ihr seid zu faul/ zu geizig" oder "lernt mit dem Wolf zu leben" nicht mehr ertragen! ***

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BeitragVerfasst: 23.05.2019, 09:15 
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DjM schrieb
Zitat:
Das Leid der Weidetiere haben die Tierhalter selbst zu verantworten, die ihren angeblich so geliebten Lieblingen nicht mal den Mindestschutz vor Beutegreifern angedeihen lassen,

Geschützt und nichts genützt:
Hier mal eine Auswahl Ann vergeblichen Bemühungen bei Herdenschutzmaßnahmen aus Deutschland, Frankreich und Italien, selbst wenn diese konsequent durchgeführt wurden:

Jüterborg/ Frankenförde :
Wolfsrisse trotz Herdenschutzhunden und Elektrozaun :

Noch im Januar 2018 wurde vom Schäfer Jürgen Körner in Jüterbog südlich von Berlin berichtet, der seine 1200 Schafe vorbildlich schützt.
Zitat:
Um seine Herden vor dem Wolf zu schützen züchtet er seit rund elf Jahren Herdenschutzhunde.
23 Pyrenäenberghunde stehen bereit um die Schafe zu verteidigen.

http://www.der-landfotograf.de/herdenschutzhunde-•-schaeferei-juergen-koerner-•-jueterbog-brandenburg/
Doch schon im August 2018 hieß es in der „Märkischen Allgemeine“ :
Zitat
Zitat:
Der Schäfer Jürgen Körner kann es noch immer kaum fassen. Am Dienstag erhielt er einen Anruf, dass einige seiner Tiere in Frankenförde an der Straße stehen würden. Kurze Zeit später wusste er, warum. Wölfe hatten die Tiere in der Nacht von Montag zu Dienstag auf seiner Weide hinter dem Buckewitzer Weg angegriffen
Insgesamt wurden fünf Schafe und vier Ziegen von den Wölfen gerissen. Zudem sind fünf Schafe und sieben Ziegen schwer verletzt. Dies stellte ein Rissgutachter fest, der die Verletzungen der Tiere untersucht hatte.
Obwohl die Tiere von Herdenschutzhunde gut bewacht waren und ein Elektrozaun die Tiere vor Wolfsangriffe schützen soll, muss die Panik bei den Schafen und Ziegen wohl so groß gewesen sein, dass sie die Flucht ergriffen haben. Die Herde hatte sich verteilt, sodass die Hunde keine Chance hatte
Selbst die Herdenschutzhunde scheinen unter Schock zu stehen. Sie waren nach dem Angriff völlig apathisch....
„Als wir nach den Tieren gesucht haben, waren wir auch mit Nachtsichtgeräten unterwegs. Wir haben rings um Frankenförde jede Menge Rehe gesehen, die wären für Wölfe leichte Beute gewesen. Stattdessen greifen sie Nutztiere an“...

[url]http://www.maz-online.de/Lokales/Teltow-Flaeming/Woelfe-auf-Beutezug-in-Frankenfoerde?fbclid=IwAR14FxrcOZtvhpkrh_lV2URJVgutzkFznkY1Qe587feGCCkeFbvYhHMi02g
e/maerkisch-oderland/strausberg/artikel8/dg/0/1/1059328/[/url]
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Wolfsrisse trotz 180 cm Elektrozaun mit Untergrabeschutz:

Zitat:
Der Tod von sieben Stück Damwild, ein vermisstes Tier und ein verletzter Hirsch im Gut Borken Ende März sind auf einen Wolfsangriff zurückzuführen. Das habe die Auswertung von DNA-Proben ergeben, sagt Geschäftsführer Sven Grumbach. Weitere, noch andauernde Untersuchungen sollen nach seinen Angaben klären, ob der Angriff in dem fünf Hektar großen Damwildgatter von mehreren Raubtieren erfolgte.

Das Gehege war mit einem 1,80 Meter hohen Zaun mit Untergrabeschutz und einer oben verlaufenden Stromleitung gesichert. Grumbach zufolge wird das Gehege nun mit zwei weiteren Stromleitungen gesichert, eine in etwa 40 Zentimeter Höhe, eine weitere im oberen Bereich im rechten Winkel zum Wildzaun. „Mehr geht nur im Tierpark. Ein hundertprozentiger Schutz in solchen Gehegen wie bei uns ist nicht möglich”, sagt der Geschäftsführer des Gutes.

Mehr Sicherheitsmaßnahmen als nötig

Schon die ursprünglichen Sicherheitsmaßnahmen hätten über den gesetzlich geforderten Anforderungen gelegen. Grumbach wandte sich gegen Äußerungen von Naturschützern, die in sozialen Medien die Schutzvorkehrungen diffamieren und unter anderem von einer „Kletterlernhilfe” für den Wolf sprechen.


https://www.nordkurier.de/pasewalk/ein-voller-wolfsschutz-ist-unmoeglich-0735417905.html


https://www.nordkurier.de/ueckermuende/totes-damwild-auf-gut-borken-es-war-wohl-der-wolf-2734981603.html

https://www.nordkurier.de/ueckermuende/vorpommerns-wolfsfrust-entlaedt-sich-am-minister-2934999503.html

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Zitat:
35 HERDENSCHUTZHUNDE UND TROTZDEM REGELMÄßIGE WOLFSATTACKEN

Um besser zu verstehen, ob ein Zusammenleben zwischen Wölfen und Schafen dank Herdenschutzhunden möglich ist, wie vom Staat befürwortet, gingen @Bruno Lecomte und @Georges Stoffel für L113 vor Ort, um es selbst zu überprüfen.
Für viele Züchter haben Herdenschutzhunde die Angriffe auf ihre Herden stark reduziert, wenn Wölfe am Beginn der Kolonisation neuer Gebiete stehen, wenn nur wenige Züchter mit Schutzmitteln ausgestattet sind und auch wenn andere Bedingungen erfüllt sind.
Alle Viehhalter sind sich darüber einig zu sagen, dass bei Wolfspräsenz, ohne Herdenschutzhunde, ihre Herden dezimiert werden würden.
Aber wenn die Wölfe seit einigen Jahren einmal als Rudel ansässig sind, sagen viele Viehhalter, dass Herdenschutzhunde die Angriffe der Wölfe nicht mehr stoppen.
Das sind die Viehhalter die interviewt wurden.

Es wurden Viehhalter aus den Alpes Maritimes, in bewaldeten Gebieten, dann Züchter aus dem Militärlager von Canjuers, bis hin nach Savoyen, auf offenen Alpen … gefilmt.

Hören wir uns Alain und seine Frau Karin an, die 35 Herdenschutzhunde haben, aber trotz dieser beeindruckenden Anzahl von Herdenschutzhunden 150 Schafe in 10 Monaten verloren haben.
Mitte November 2018, einen Monat nach dem Interview, waren 180 Mutterschafe von den Wölfen, trotz ihrer HSH, getötet worden.

Hier das Video:
https://youtu.be/pXAeDY0fjU0

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Beispiel Frankreich und die dortigen nahezu fruchtlosen Anstrengungen dem Wolf mit Herdenschutzmaßnahmen Herr zu werden:
https://youtu.be/Jwod0j6kAj4

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Trotz HSH und Elektrozaun Italien, Piemont
Zitat:
Ieri sera ore 9 e 30 a bernezzo a pochi metri dalle abitazioni questo è quello che abbiamo trovato nonostante la recinzione elettrificata e i 3 cani maremmani all'interno del recinto con le pecore. La pecora quando siamo arrivati era ancora viva.
Uno dei tre cani è anche stato ferito nell' intento di difendere il gregge.
Gestern Abend 9 Uhr und 30 in Bernezzo nur wenige Meter von den Häusern entfernt, das ist das, was wir trotz der Elektrifiziert Zaun und die 3 Hunde maremma im Gehege mit den Schafen gefunden haben. Das Schaf, als wir ankamen, war noch am Leben.
Einer der drei Hunde wurde auch verletzt, um die Herde zu verteidigen.

Quelle
Facebook, Matteo Bassino, 05.05.2019

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