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BeitragVerfasst: 20.12.2019, 11:56 
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Zitat:
Beschlossen wurde im Bundestag, dass zum Schutz von Schafen und anderen Nutztieren Wölfe künftig leichter geschossen werden dürfen. Das sieht ein Gesetzesentwurf der Großen Koalition vor. Der Bundestag hat diesen Beschluss nach langem Streit verabschiedet.

Wie jetzt beschlossen wurde, soll nach dem Plan von Umweltministerin Svenja Schulze ein Abschuss künftig auch dann möglich sein, wenn unklar ist, welcher Wolf genau zum Beispiel eine Schafherde angegriffen hat. Darüber hinaus heißt es, dass, so lange Wölfe in der Gegend geschossen werden können, bis es keine Attacken mehr gibt – auch wenn dafür ein ganzes Rudel getötet wird.
https://schermbeck-online.de/fuer-glori ... ng-werden/

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BeitragVerfasst: 11.01.2020, 11:07 
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https://www.nordschleswiger.dk/de/daene ... -daenemark
War das jetzt eine illegale Einwanderung des Wolfes mit der Kennzeichnung GW1430m und das trotz Grenzkontrollen + Zaun zur Abwehr der afrikanischen Schweinepest?
Laut Artikel hat sich die Lage in Dithmarschen entspannt u.a. nach dem Aufbau dementsprechender Schutzzäune, also so ganz wirkungslos scheinen die nicht zu sein.
https://www.nordschleswiger.dk/de/nords ... bestaetigt In Dänemark wird das Tier wohl noch nicht als "Problemwolf" erkannt. Da scheinen die Kriterien ja gar nicht EU genormt zu sein was das angeht. :wink:

Hendrik77


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BeitragVerfasst: 22.01.2020, 10:25 
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Ein Fall von Tötung eines Wolfes bei der Jagd geht jetzt vor Gericht, nachdem der Angeklagte eine Strafe von 5000 Euro nicht zahlen möchte. https://www.bz-berlin.de/tatort/mensche ... or-gericht

Hendrik77


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BeitragVerfasst: 22.01.2020, 13:02 
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Ich hätte das von der Staatsanwaltschaft angebotene Bußgeld gegen Verfahrenseinstellung in Höhe von 5000€ auch nicht akzeptiert, obwohl bei den möglichen Strafgeldern von bis 65.000€ und/ oder Freiheitsstrafen bei den Verstößen gegen das Artenschutzgesetz die 5000€ relativ gering erscheinen.

Zum einen ist es die Frage, ob die Verteidigung eines Jagdhundes (mit hohem finanziellem und gleichermaßen ideellem Wert als Weg- und Familiengefährte) gegen einen Angriff eines Wolfes ein zu ahndender Verstoß gegen das Artenschutz ist. Dazu gibt es unterschiedliche von den Umständen abhängende rechtliche Auffassungen, jedoch noch keinen Präzedenzfall, der bisher Rechtsicherheit geschaffen hätte.

Zum anderen ist es wünschenswert, dass mit einer Verhhandlung für die zukünftige Rechtssicherheit ein solcher Präzedenzfall mit Grundsatzurteil geschaffen wird. Das Angebot der Staatsanwaltschaft, das Verfahren gegen ein relativ geringes Bußgeld einzustellen, würde das möglicherweise gewollt verhindern.
Zudem sieht der Fachanwalt für Jagdrecht und Waffenrecht Dr.Heiko Granzin eine Notstandssituation (Notwehr bei Tierangriffen) für gegeben, die Tat rechtfertigt.
PS
Im Zusammenhang mit dem Artikel der BZ sei darauf hingewiesen werden, wie ungenau zum Teil recherchiert wird:
So heißt es unabhängig von dem vorliegenden Rechtsfall unter dem Bericht zu den Voraussetzungen nach denen in Brandenburg Laut Wolfsverordnung ein Wolf getötet werden darf:
Zitat:
Verhält sich ein Wolf gegenüber einem Menschen problematisch oder aggressiv, darf er nur getötet werden, wenn eine Vergrämung erfolglos geblieben ist.


Das ist nicht korrekt, denn nach der brandenburgischen Wolfsverordnung (BbgWolfV) §3/3 ist vor der Tötung eines Wolfes wenn dieser sich problematisch oder aggressiv ggü.. Menschen verhält keine vorherige Vergrämung nötig.
Zitat:
(3) Im Interesse der Gesundheit des Menschen dürfen Wölfe, die sich aggressiv gegenüber Menschen verhalten, von nach § 7 berechtigten Personen auch ohne vorherige Vergrämung oder den Versuch der Vergrämung gemäß Absatz 1 geschossen werden. Absatz 2 gilt entsprechend. § 10 Absatz 1 in Verbindung mit den §§ 1 und 2 des Brandenburgischen Polizeigesetzes bleibt unberührt.

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BeitragVerfasst: 03.02.2020, 12:58 
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Es ist schon erschreckend, mir welch menschenfeindlichen Mitteln manche selbsternannten „Tier-/ Wolfsschützer“ glauben, sich für für „ihre Sache“ einsetzen zu dürfen. Niedersachsens Umweltminister Olaf
Zitat:
[Niedersachsens Umweltminister] Lies (SPD) wird wegen der Abschussgenehmigung für den Rodewalder Wolf mit dem Tode bedroht. Entsprechende Drohungen und Anfeindungen gibt es sowohl gegen Lies persönlich als auch gegen Jäger allgemein, wie das Ministerium am Freitag in Hannover bestätigte.

Fotomontage zeigt KZ

So zeige eine Fotomontage mit dem Titel „Holocaust in unseren Wäldern“ den Eingang zum KZ Auschwitz mit der Aufschrift „Jagd macht frei“ in Anlehnung an den zynischen Satz „Arbeit macht frei“ der Nationalsozialisten.
...
„Einfach nur noch geschmacklos und geradezu entsetzlich, wie selbst ernannte Wolfsschützer mit dem Schicksal von über einer Million Menschen umgehen, die in Auschwitz ihr Leben gelassen haben“, sagte Lies der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. Der Minister hat dem Bericht zufolge die Polizei eingeschaltet.
https://nord24.de/der-norden/morddrohun ... -wolfsjagd
PS
Es ist allerdings keine allein deutsche Erscheinung, auch in DK gibt es solche „Verirrten“.

Übersetzung aus https://www.jaktojagare.se/kategorier/v ... -20200131/
Zitat:
Der dänische Jäger, der wegen illegaler Tötung eines Wolfes zu einer bedingten Gefängnisstrafe verurteilt wurde, hat mehrere Morddrohungen erhalten. Eine Person ist bereits zu 40 Tagen Haft verurteilt, weitere Anklagen stehen noch aus.

Das Verbrechen [die als illegal verurteilte Wolfstötung] habe aber auch dazu geführt, dass Mourits Troldtoft und sein Sohn Steffen zahlreiche Drohungen erhalten hätten, unter anderem am Telefon und in den sozialen Medien, berichtet DR.

Ein bereits verurteilte 33-jährige Mann hatte Slogans auf die Fassade der Ulfborg-Kirche gesprüht und entlang der Straßen Holzkreuze mit den Namen des Wolfsschützen und seines Sohnes sowie dem Kürzel R.I.P.
Darüber hinaus wurde in zwei weiteren Fällen eine Strafverfolgung eingeleitet. Einer wird vor dem Bezirksgericht in Sønderborg erscheinen, nachdem ein 45-jähriger Mann Mourits Troldtoft auf Facebook mit Leben bedroht hat, und einer wird vor dem Bezirksgericht in Helsingör erscheinen.

Weitere neun Bedrohungen wurden gemeldet

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