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BeitragVerfasst: 29.03.2020, 16:50 
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Hendrik77 schrieb
Zitat:
Natürlich ist es nicht sachlich, weil hier suggeriert wird das nur Personen die auf dem Land leben und/oder Halter von Nutztieren sind eine Meinung zu dem Thema haben können. Es ist der Versuch eine andere Meinung ab zu werten auf Grundlage des Wohnortes (Stadt), dem Hinweis das sie nicht direkt betroffen seien und das diese ja kein Überblick hätten was Risse von Wölfen in Deutschland angeht.

Suggeriert?
Du als Nichtbetroffener bestätigst das doch selbst, wenn Du schreibst, dass Du hoffst, dass es nicht gelingt, ein oder mehre Wölfe, die legal/ gesetzeskonform behördlich angeordnet zu schießen, um weitere Übergriffe aus Weidetiere von Wölfen zu verhindern, die sich nach offiziellen Erkenntnissen auf Weidetiere spezialisiert haben.
Wenn Du akzeptierst, dass ein Teil der Weidetiere unvermeidlich dem Wolf zum Opfer fallen muß, da es keinen absoluten Schutz gibt, warum akzeptierst Du nicht auch Maßnahmen, die zu Ungunsten einzelner Wolfes politisch mehrheitlich verabschiedet und somit legal getroffen werden?
Bezüglich des Wolfsschutzes verweist Du doch auch stets auf die bestehenden Mehrheiten und Gesetze.
Messen mit zweierlei Maß!?

Was glaubst Du wie das Bekunden Deiner „Hoffnung“ in den Ohren der betroffenen Weidetierhalter ankommt, die genau wissen, dass es keinen zuverlässigen praktikablen Schutz Ihrer Tiere gibt.
Klingt das etwa nicht nach „ da hat ein Nichtbetroffener gut reden“?
Zudem zeigen alle Umfragen, die ich kenne, dass die nichtbetroffene Bevölkerung in Städten eher eine pro Wolf-Haltung einnimmt, als die Landbevölkerung und das selbst eine positive Einstellung/ Akzeptanz bei der Landbevölkerung mit Zunahme der Besiedlungsdichte von Wölfen abnimmt.
Auch das die meisten Menschen (insofern sie nicht gerade zu dem Thema vernetzt sind) keinen Überblick über das Rissgeschehen haben, läßt sich wohl kaum bestreiten, denn wer abonniert und liest schon überregional eine Vielzahl an Tageszeitungen, mal abgesehen davon, dass ein Großteil nicht nur der Tageszeitungen eine Paywall haben.
So sehe ich in meinem Kommentar nicht eine pauschale Abwertung einer Meinung auf Grundlage des Wohnortes, sondern eine Erklärung dafür, warum die Meinung (pro Wolf) so iusfällt.

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BeitragVerfasst: 29.03.2020, 17:01 
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Ich habe hier meine Meinung zum Thema laut Überschrift und auch zum Thema Unsachlichkeit deutlich zum Ausdruck gebracht. Deshalb werde ich nicht auf die Fragen u.a. aus dem letzten Beitrag eingehen. Das führt doch eh zu nichts. Meine und auch die Meinung anderer zum Thema der Wolf in Deutschland werden sich dadurch nicht ändern, da kann man meine Beiträge hier zum xxx Mal zitieren oder der Meinung sein ganz sachlich argumentiert zu haben.

Hendrik77


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BeitragVerfasst: 29.03.2020, 20:23 
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Einen Beitrag wegen Off Topic gelöscht. MfG Buschchaot


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BeitragVerfasst: 02.04.2020, 19:09 
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Die Jagd auf den sogenannten Rodenwalder Wolf war ohne Erfolg und wird erstmal eingestellt. https://www.ndr.de/nachrichten/niedersa ... f4274.html Die Kosten von ca. 100.000 Euro waren somit eine Fehlinvestition.
Möglicherweise gibt es in Niedersachsen ja sogar einen neuen Wolf. https://www.focus.de/regional/niedersac ... s_outbrain :o

Venlig hilsen
Hendrik77


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BeitragVerfasst: 14.04.2020, 13:41 
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Für den betroffenen Weidetierhalter und seine Tiere ein schmerzvoller Ausklang des Osterfestes:
Zitat:
Vier Mutterschafe und acht Lämmer mitten im Ort Neuenstall gerissen
... Von den insgesamt 14 Weidetieren wurden zwölf gerissen,...
Von den insgesamt 14 Weidetieren wurden zwölf gerissen,

„Die Wölfe haben dabei offenbar die recht stabilen Weidezäune mit einer Höhe von etwa 1,30 Meter Höhe übersprungen“, vermutet der Jagdpächter. Denkbar ist, dass die Wölfe in der Region bereits ein Rudel gebildet haben.

In den vergangenen Wochen kam es bereits zu ähnlichen Rissen und Übergriffen von Wölfen auf Schafe in Schadeberg bei Diesdorf sowie im Jübarer Ortsteil Gladdenstedt.

Allein bei diesen beiden blutigen Massakern starben insgesamt rund vierzig Schafe durch den Wolf. Nun kamen zu Ostern noch zwölf tote Tiere im Ort Neuenstall hinzu....
https://www.az-online.de/altmark/beetze ... 49926.html

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BeitragVerfasst: 20.09.2020, 14:57 
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In Anlehnung möchte ich jetzt doch noch einige Gedanken teilen.
Bitte seht es nicht als Startschuss für neuere hitzige Diskussionen - sondern nur als Anregung und Einspülung "" .

Zitat:
Die Rückkehr der Wölfe - Das Wunder im Yellowstone-Nationalpark Im Yellowstone-Nationalpark vermehrte sich der Elch lange Zeit unkontrolliert zum Nachteil der lokalen Flora und Fauna - bis Wölfe ihren Weg in die Gegend fanden. Ein Ökosystem, das nicht mehr miteinander verbunden war, wurde mit der Rückkehr der Raubtiere wieder ins Gleichgewicht gebracht. 70 Jahre lang nahm die Elchpopulation im Yellowstone National Park, USA, fast unkontrolliert zu. Ohne einen natürlichen Feind und trotz aller Versuche der Menschen, die Zunahme der Hirsche zu begrenzen, breiteten sie sich weiter aus und zerstörten große Teile der Vegetation des Parks. Sie essen buchstäblich den Nationalpark nackt. Mit der gezielten Wiedereinführung von 41 kanadischen Wölfen zwischen 1995 und 1997 geschah jedoch ein echtes Wunder: Die Tiere brachten das natürliche Gleichgewicht zurück in den Nationalpark. Die Wölfe jagten den Elch und beeinflussten vor allem das Verhalten der Hirsche, so dass sie sich aus Tälern und Schluchten zurückzogen. Die Anwesenheit von Wölfen reduzierte jedoch nicht nur die Elchpopulation von 20.000 auf rund 7.000 Tiere, sondern auch die Flora des Nationalparks erholte sich und es wurden neue Lebensräume für andere Tierarten geschaffen. Bei diesem Phänomen sprechen die Wissenschaftler von einer sogenannten trophischen Kaskade, einer Kettenreaktion, die durch Veränderungen in der Nahrungskette innerhalb eines komplexen Ökosystems ausgelöst wird.


https://www.youtube.com/watch?v=aM8Mh0eBf-s

Das Video ist nicht überall verfügbar, leider.
Aber die Nachricht bleibt gleich.

In einem Forum, in dem ich recht aktiv lese und auch mitwirke gab es einen anderen Bericht eines lettischen Schafwirtes.
Dort ist der Wolf Nationaltier und nicht gefürchtet.
Es gibt tatsächlich andere Probleme ... mit Krähen zum Beispiel.
Ich gebe es ungefähr wieder, den Link darf ich sicher nicht setzen.

Die Krähen picken die Schafe an. Sie beginnen auf dem Rücken...den Seiten. Bedrängen die Schafe so weit, dass sie geschwächt fallen und nicht auf die Beine zurückkommen. Die Krähen fressen die Schafe bei lebendigem Leib zu Tode. Sie hinterlassen sehr große und tiefe Wunden.

Warum fixieren sich so viele auf den Wolf ohne zu versuchen Zusammenhänge oder andere Möglichkeiten zu erkennen?


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BeitragVerfasst: 20.09.2020, 20:03 
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Zum oben verlinkten Video:
Zitat:
Das Märchen vom Wolf

Eigentlich sollten die großen Raubtiere vom Löwen bis zum Wolf die Ökosysteme, in denen sie leben, stark formen. Aber die Natur hält sich nicht immer an die Spielregeln....

Im Fernsehen und in populärwissenschaftlichen Zeitschriften entfesselte die Geschichte von Raubtieren und ihrem Einfluss auf Ökosysteme allerlei Fantasien. Die Top-Prädatoren – von Wölfen in Nordamerika bis hin zu Löwen in Afrika und Dingos in Australien – sollen Populationsgröße und Verhalten anderer Arten regulieren und die gesamte Nahrungskette bis hinunter zu den Pflanzen durch ihre Position in der so genannten trophischen Kaskade entscheidend prägen. Diese Anschauung ist auch deshalb beliebt, weil sie Appelle untermauert, große Räuber als "Schlüsselarten" für ganze Ökosysteme zu erhalten
....

Doch gerade im prominenten Fall von Wolf und Dingo stellten in den vergangenen Jahren mehrere Studien diese Rolle der Top-Prädatoren in Frage. Die Faszination für diese Raubtiere am oberen Ende der Nahrungskette gehe nicht auf ihren Stellenwert an sich zurück, vermuteten daraufhin einige Wissenschaftler, sondern vielmehr auf das Interesse der Gesellschaft in das Große, Gefährliche und das Verwundbare. "Prädatoren können von großer Wichtigkeit sein", sagt der Ökologe Oswald Schmitz von der Yale University in New Haven, US-Bundesstaat Connecticut, "aber sie sind kein Patentrezept."
...
Die Geschichten von Raubtieren, die ihre Ökosysteme regulieren, sind so attraktiv, dass sie die Kontroverse beherrschen, so die Sorge. "Jedem gefällt die Vorstellung eines großen Wolfs oder großen Bären, der sich um die Umwelt kümmert", […]. "Wir lieben eben gute Geschichten.“

https://www.spektrum.de/news/raubtiere- ... te/1281663

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BeitragVerfasst: 20.09.2020, 21:27 
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Zum oben verlinkten Video:
Dass die in schönsten Farben geschilderten segensreichen Auswirkungen der Wiederansiedlung des Wolfes in Nordamerika so zutreffen, bezweifeln mittlerweile ausgewiesene Fachleute, unter anderen der wohl international bekannteste und anerkannteste Verhaltensforscher und Wolfsexperte David L. Mech, der selbst federführend an der Wiederansiedlung beteiligt war.
Aus einem Spiegel-Interview:
Zitat:
Spiegel:
Wie wichtig sind große Raubtiere für die Ökosysteme? Im Yellowstone-Nationalpark sollen Wölfe für das Gedeihen von Pappeln und Weiden gesorgt und sogar die Erosion der Flussufer gestoppt haben – indem sie die Zahl der gefräßigen Wapitis reduzierten.
Mech:
Wolfsfreunde verbreiten solche Forschungsergebnisse gern. In der wissenschaftlichen Literatur, vor allem aber in den Medien sind Wölfe plötzlich für alles Mögliche nützlich – sie sorgen angeblich dafür, dass es mehr Käfer und Vögel gibt und sogar mehr Grundwasser. Ich wäre damit vorsichtig, es gibt ebenso viele wissenschaftliche Arbeiten, die das infrage stellen. Es ist schwierig, solche komplexen Effekte einer einzelnen Tierart zuzuschreiben. Die Existenz der Wölfe muss auch nicht durch positive Beobachtungen gerechtfertigt werden. Diese Berichte zeichnen ein Bild der Wölfe, das ebenso falsch ist wie die Dämonisierung vor hundert Jahren. Sie sind Tiere wie alle anderen auch, sie sind weder Sünder noch Heilige.
https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-139456094.html

[/quote]
Die Vorhersage, dass der Wolf ein Ökosystem wieder „ in Ordnung bringen“ kann, wird nach neuere Erkenntnissen zu den Yellowstone-Ergebnisse fraglich.
Zitat:
For years, scientists have assumed that when top predators are reintroduced to an ecosystem, the effects are predictable: The ecosystem will return to how it was before the predators were wiped out.

Wolves face off with cow elk in the Lamar Valley of Yellowstone National Park. While wolf reintroduction in the mid-1990s resulted in a drop in Yellowstone elk numbers, it didn’t necessarily restore the ecosystem to historical conditions, according to new UW research.
Now, University of Wyoming researchers have published a study showing that there’s little evidence for such claims. This has big implications for wildlife conservation in places such as Yellowstone National Park.
...
We also think that large carnivore reintroduction should be pursued for its own sake,” Alston adds. “Large carnivores are great, but using their effects on ecosystems to justify reintroduction might not hold up to scrutiny and could be counterproductive in the long term.

https://buckrail.com/uw-wolf-introducti ... ecosystem/

Zitat:
Doch gerade im prominenten Fall von Wolf und Dingo stellten in den vergangenen Jahren mehrere Studien diese Rolle der Top-Prädatoren in Frage. Die Faszination für diese Raubtiere am oberen Ende der Nahrungskette gehe nicht auf ihren Stellenwert an sich zurück, vermuteten daraufhin einige Wissenschaftler, sondern vielmehr auf das Interesse der Gesellschaft in das Große, Gefährliche und das Verwundbare. "Prädatoren können von großer Wichtigkeit sein", sagt der Ökologe Oswald Schmitz von der Yale University in New Haven, US-Bundesstaat Connecticut, "aber sie sind kein Patentrezept."

https://www.spektrum.de/news/raubtiere- ... te/1281663
Die „Annahme der (ausgleichenden) Wechselwirkung“ ist ein entscheidender aber weitgehend ungeprüfter Bestandteil großer Pläne zur Wiederbesiedlung mit großen Fleischfressern ( Spitzenprädatoren):

Zitat:
Von der Wiederansiedlung von Fleischfressern wird häufig erwartet, dass sie die Eigenschaften von Gemeinschaften und Ökosystemen durch Risikoeffekte und das direkte Töten von Beute in ihren natürlichen Zustand zurückversetzt. Da angenommen wird, dass die Ausrottung und Wiederansiedlung großer Fleischfresser symmetrische und ausgleichende Auswirkungen hat, ist die Erfüllung dieser „Annahme der Gegenseitigkeit“ von entscheidender Bedeutung, um das Potenzial großer Fleischfresser zur passiven Wiederherstellung der Struktur und der Funktion der Gemeinschaften und des Ökosystems zu erkennen.
Wir konnten keine Studie finden, in der die Annahme der Reziprozität in Raubtier-Beutesystemen mit großen Fleischfressern, ihrer Huftier-Beute und Primärproduzenten durch eine umfassende Literaturrecherche streng getestet wurde.
Wir verwendeten daher Studien, die Folgendes beinhalteten: (1) die Wiedereinführung eines nativen Apex-Raubtiers [=>Spitzenprädator](einschließlich, aber nicht beschränkt auf große Fleischfresser von Säugetieren); und (2) das Entfernen eines eingeführten Apex-Raubtiers (einschließlich, aber nicht beschränkt auf große Fleischfresser von Säugetieren), um die Annahme der Reziprozität zu untersuchen. Die Wiedereinführung von einheimischen Apex-Raubtieren wirkte sich weder positiv noch negativ auf eine der vier trophischen Gruppen (Mesopredator, Allesfresser, Pflanzenfresser, Primärproduzent) aus, aber die Entfernung eingeführter Apex-Raubtiere erhöhte die Häufigkeit und Biomasse von Mesopredatoren konsistent. Darüber hinaus waren die Ergebnisse der Wiedereinführung und Entfernung von Apex-Raubtieren systemübergreifend unterschiedlich, unabhängig von der Systemkomplexität (von Einzel-Raubtier-Einzel-Beute bis zu Mehrfach-Raubtier-Mehrfach-Beute-Systemen). Wir weisen darauf hin, dass die Annahme der Reziprozität - bei der man davon ausgeht, dass die Ausrottung und Wiedereinführung von Raubtieren konsistente, ausgleichende Auswirkungen hat - durch aktuelle Erkenntnisse nicht gestützt und möglicherweise unrealistisch ist. Wir diskutieren mögliche Richtungen für die Forschung, die aufzeigen könnten, wann und warum die Annahme der Reziprozität gültig ist.
(nach Google Übersetzer)https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0006320718316288?dgcid=author&utm_source=buckrail.com&utm_medium=referral&utm_campaign=Buckrail-Content

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BeitragVerfasst: 21.09.2020, 14:09 
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Du hast dir ja viel Mühe gegeben :idea: aber mich und den Grundgedanken nicht verstanden.
Ich wollte keine Wunder schmackhaft machen sondern darstellen, dass man nicht wild auf Wölfe losballern muss weil sie nur "die bösen Wölfe" sind und das sie durchaus eine Bereicherung sein können.

Etwas too much ...und noch haben wir nicht so viele Wölfe, dass wir über ihre Ausrottung nachdenken müssen.
Und es geht hier nicht um eine gezielte Wiederansiedlung sondern darum, der Hetze gegen den Wolf etwas entgegenzuwirken.
Und es gibt tatsächlich Land- und Tierwirte, die ganz andere Sorgen als den Wolf haben obwohl er zu ihrem Alltag gehört. Das jedoch wird eben kaum pupliziert und es schadet nicht, das Thema von zwei Seiten zu betrachten.

Das war die Botschaft. Nichts anderes.


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BeitragVerfasst: 21.09.2020, 18:06 
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https://jv.dk/artikel/frivillige-skal-afsløre-identitet-ulv-har-slået-sig-ned-i-området-vest-for-oksbøl


Auch im „Abenteuerland“ wurde ein Wolf gesichtet. Ob er bei all den eifrigen Pilzsammlern und der Großübung des Militärs noch lange bleiben wird?

Jedenfalls bin ich im Wald keinem Wolf gesegnet, nur gelegentlich anderen Pilzsammlern. Allerdings liegen meine Suchgebiete auch nicht zwischen Vejers und Blaavand, wo er sich aufhalten soll.


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BeitragVerfasst: 21.09.2020, 18:57 
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Schönen Dank für die Warnung ….. Großmutter und Rotkäppchen haben ab jetzt Ausgangsverbot!
Das der Wolf in einem militärischen Übungsgebiet eine größere Überlebenschance und sich dort wohlfühlen kann hat kann man an den Wolfsrudeln im Übungsgebiet bei Munster / Deutschland sehen. Trotz der regelmäßigen Schießübungen , des heftigen Fahrzeugverkehrs und dem damit verbundenen Lärm.
Zur Zeit sollten Pilzsammler in unserem Übungsgebiet eher darauf achten nicht von Leoparden, Mardern und Wieseln angefallen zu werden. :mrgreen: Aber hier geht es ja vorrangig um die Situation in Deutschland , nicht war?


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BeitragVerfasst: 21.09.2020, 19:14 
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Polly hat geschrieben:
Du hast dir ja viel Mühe gegeben :idea: aber mich und den Grundgedanken nicht verstanden.
Ich wollte keine Wunder schmackhaft machen sondern darstellen, dass man nicht wild auf Wölfe losballern muss weil sie nur "die bösen Wölfe" sind und das sie durchaus eine Bereicherung sein können.

Etwas too much ...und noch haben wir nicht so viele Wölfe, dass wir über ihre Ausrottung nachdenken müssen.
Und es geht hier nicht um eine gezielte Wiederansiedlung sondern darum, der Hetze gegen den Wolf etwas entgegenzuwirken.
Und es gibt tatsächlich Land- und Tierwirte, die ganz andere Sorgen als den Wolf haben obwohl er zu ihrem Alltag gehört. Das jedoch wird eben kaum pupliziert und es schadet nicht, das Thema von zwei Seiten zu betrachten.

Das war die Botschaft. Nichts anderes.


Moin Polly

wenn Du von "Hetze" sprichst, hast DU es vielleicht nicht verstanden. :wink: Ich kenne eigentlich niemanden (auch nicht aus der Jägerschaft) der gegen den Wolf "hetzt". Wir weisen nur darauf hin, dass er (leider!!!) einfach nicht mehr in unsere Kulturlandschaft passt. Mir scheint bei den Befürwortern der Wiederansiedlung des Wolfes in Mitteleuropa eher etwas Naivität und "Romantisierung" im Spiel. Ich finde diese Tiere auch wunderbar. Das gilt aber gleichemaßen für Eisbären, (sibirische) Tiger, Löwen etc, die will ich hier aber auch nicht mehr rumlaufen haben. Ich gebe zu, auch aus Bequemlichkeit.

Was ich wirklich vermisse, ist Deine offene Auseinandersetzung mit betroffenen Landwirten. Das wird dann mal schnell damit abgetan, die hätten ja alle auch noch andere Sorgen. Das ist natürlich richtig. Und gerade weil die Profitabilität einer Schäferei sich eh schon nahe bei Null bewegt, ist der Mehraufwand für den Auf- und Abbau der Zäune (die ohnehin keinen sicheren Schutz bieten) ein beträchtlicher Kostenfaktor, ganz abgesehen von dem ungeheuerlichem Frust, wenn Tiere, die man mit großem Aufwand und Liebe (glaub es, oder glaub es nicht) großgezogen und hat aufwachsen sehen dann trotzdem gerissen werden. Das Material von 25örefan (mit dem ich ansonsten nicht immer einer Meinung bin), solltest Du Dir wirklich mal ansehen.


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BeitragVerfasst: 21.09.2020, 22:14 
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Esther hat geschrieben:
https://jv.dk/artikel/frivillige-skal-afsløre-identitet-ulv-har-slået-sig-ned-i-området-vest-for-oksbøl


Auch im „Abenteuerland“ wurde ein Wolf gesichtet. Ob er bei all den eifrigen Pilzsammlern und der Großübung des Militärs noch lange bleiben wird?

Jedenfalls bin ich im Wald keinem Wolf gesegnet, nur gelegentlich anderen Pilzsammlern. Allerdings liegen meine Suchgebiete auch nicht zwischen Vejers und Blaavand, wo er sich aufhalten soll.

Falscher Thread, hier gehört Dein Kommentar hin: viewtopic.php?f=11&t=33847

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BeitragVerfasst: 21.09.2020, 23:15 
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Polly hat geschrieben:
Du hast dir ja viel Mühe gegeben :idea: aber mich und den Grundgedanken nicht verstanden.
Ich wollte keine Wunder schmackhaft machen sondern darstellen, dass man nicht wild auf Wölfe losballern muss weil sie nur "die bösen Wölfe" sind und das sie durchaus eine Bereicherung sein können.

Du postest einen Link zu einem alten Video, dessen dargestellte Ergebnisse mittlerweile wissenschaftlich angezweifelt werden.
Dem habe ich Ausdruck gegeben.
Welchen Grundgedanken und wieso Dich habe ich damit nicht verstanden?
Auch kann ich nicht nachvollziehen, warum es in diesem Thread notwendig sein sollte, darauf hinweisen zu müssen „dass man nicht wild auf Wölfe losballern muss weil sie nur "die bösen Wölfe" sind“, denn ein solches ist hier im Thread bisher nicht angeklungen.
Zudem beschäftige ich mich seit vielen Jahren intensiv kritisch mit der Wolfsthematik und wage daher feststellen zu können, dass es sowohl national als auch international lediglich eine kleine Minderheit gibt, die darauf erpicht ist, „wild auf Wölfe losballern“ zu können.

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BeitragVerfasst: 21.09.2020, 23:16 
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gerdson hat geschrieben:
Polly hat geschrieben:
Du hast dir ja viel Mühe gegeben :idea: aber mich und den Grundgedanken nicht verstanden.
Ich wollte keine Wunder schmackhaft machen sondern darstellen, dass man nicht wild auf Wölfe losballern muss weil sie nur "die bösen Wölfe" sind und das sie durchaus eine Bereicherung sein können.

Etwas too much ...und noch haben wir nicht so viele Wölfe, dass wir über ihre Ausrottung nachdenken müssen.
Und es geht hier nicht um eine gezielte Wiederansiedlung sondern darum, der Hetze gegen den Wolf etwas entgegenzuwirken.
Und es gibt tatsächlich Land- und Tierwirte, die ganz andere Sorgen als den Wolf haben obwohl er zu ihrem Alltag gehört. Das jedoch wird eben kaum pupliziert und es schadet nicht, das Thema von zwei Seiten zu betrachten.

Das war die Botschaft. Nichts anderes.


Moin Polly

wenn Du von "Hetze" sprichst, hast DU es vielleicht nicht verstanden. :wink: Ich kenne eigentlich niemanden (auch nicht aus der Jägerschaft) der gegen den Wolf "hetzt". Wir weisen nur darauf hin, dass er (leider!!!) einfach nicht mehr in unsere Kulturlandschaft passt. Mir scheint bei den Befürwortern der Wiederansiedlung des Wolfes in Mitteleuropa eher etwas Naivität und "Romantisierung" im Spiel. Ich finde diese Tiere auch wunderbar. Das gilt aber gleichemaßen für Eisbären, (sibirische) Tiger, Löwen etc, die will ich hier aber auch nicht mehr rumlaufen haben. Ich gebe zu, auch aus Bequemlichkeit.

Was ich wirklich vermisse, ist Deine offene Auseinandersetzung mit betroffenen Landwirten. Das wird dann mal schnell damit abgetan, die hätten ja alle auch noch andere Sorgen. Das ist natürlich richtig. Und gerade weil die Profitabilität einer Schäferei sich eh schon nahe bei Null bewegt, ist der Mehraufwand für den Auf- und Abbau der Zäune (die ohnehin keinen sicheren Schutz bieten) ein beträchtlicher Kostenfaktor, ganz abgesehen von dem ungeheuerlichem Frust, wenn Tiere, die man mit großem Aufwand und Liebe (glaub es, oder glaub es nicht) großgezogen und hat aufwachsen sehen dann trotzdem gerissen werden. Das Material von 25örefan (mit dem ich ansonsten nicht immer einer Meinung bin), solltest Du Dir wirklich mal ansehen.

Danke :idea:

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