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BeitragVerfasst: 02.10.2018, 07:43 
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Lieber Ronald, diese Rubrik hat eine Beschreibung und laut der sollte es primär um Dänemark gehen. Willst Du mir jetzt erzählen das z.B. Bayern oder Österreich diesbezüglich so gute Vergleiche sind? :wink:
Auch der Grund warum dieser Thread eröffnet wurde ist inzwischen Geschichte, oder ist der Wolf immer noch mitten in der Stadt unterwegs?
Hendrik77


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BeitragVerfasst: 02.10.2018, 12:18 
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Der Wolf ist kein rein dänisches Thema, denn die Schutzbestimmungen begründen sich ja vor allem auf europäischem Recht, weshalb es wenig Sinn macht, den Wolf unter einer auf Dänemark beschränkten Käseglocke zu betrachten.

Die Mechanismen sind in vielen europäischen Ländern auch immer recht ähnlich: Die Mehrheit der Bevölkerung begrüßt jeweils die Rückkehr der Wölfe, während vor allem die konservativen und liberalen Parteien sowie die Rechtspopulisten ihren Jagd- und Agrarlobbyverbänden die Macht und die Deutungshoheit über die Vorgänge in der Natur überlassen wollen. Dabei geht es weniger um Wildbiologie und Ökologie als vielmehr um Tradion, Privilegien und Macht. Obwohl Jäger zum Beispiel in Deutschland nur 0,4% der Bevölkerung stellen, sind sie in der Politik überdurchschnittlich hoch vertreten und gut vernetzt, zum Beispiel mit den ihnen zuarbeitenden Medien.:

Interessant ist zum Beispiel Österreich:
25örefan hat geschrieben:


Hatte die Bauernlobby dort doch noch im Juni 2018 beklagt, dass 80% der Bevölkerung die Rückkehr der Wölfe begrüßen würden und man diese mittels einer "PR-Maschinerie" deshalb "geistig umdrehen" müsse, gab es im Juli 2018 also eine neue erstaunliche Meinungsumfrage, nach der 69% der Österreicher negative Auswirkungen für die Landwirtschaft befürchteten und 31% sogar Angst hätten, in den Wald zu gehen.

Aber wer hat die Meinungsumfrage denn erstellt?
ÖVP-Ex-Ministerin Sophie Karmasin, die vor ihrer politischen Aktivität für die konservative, wirtschafts- und bauernnahe ÖVP 85 Prozent Anteile an einem Meinungsforschungsinstitut hielt, die sie aufgrund des Unvereinbarkeitsgesetzes bei Antritt des Ministeramtes an ihren Mann abgetreten hat.
Die ÖVP setzt sich ähnlich wie die CDU in Deutschland für eine Bejagung der Wölfe und "wolfsfreie Zonen" ein.
Nach der Wahl 2017 ist Frau Karmasin wieder aus der Politik ausgeschieden und widmet sich wieder der Meiningsforschung.

Und zufällig präsentiert sie nun also ein überraschendes und im Widerspruch zu allen früheren Umfragen stehendes Umfrageergebnis ihrer Meinungsforschung, dass exakt wie auf die Wolfspolitik der ÖVP zugeschnitten scheint.

Zufälle gibt's! :wink:


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BeitragVerfasst: 02.10.2018, 12:50 
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Aber um das Thema wieder nach Dänemark zurückzuführen: Der Jäger, der von Wolfsfreunden dabei gefilmt wurde, wie er einen Wolf erschossen hat, wurde am 28.09.2018 vom Gericht in Herning zu einer 40tägigen Gefängnisstrafe verurteilt, die aufgrund seiner gesundheitlichen Einschränkungen zur Bewährung ausgesetzt wurde.

Der Strategie der Verteidung, die "Reinrassigkeit" des Wolfes in Zweifel zu ziehen, hat das Gericht nicht nachgegeben. Weder habe es sich um einen Wolfsmischling gehandelt, noch habe es Hinweise dafür gegeben, dass von einem "Problemwolf" die Rede sein könne.

Der Angeklagte berief sich darauf, Angst vor dem Wolf gehabt zu haben. Zwar nicht in der konkreten Situation, in der er aus seinem Geländewagen heraus auf den Wolf gefeuert habe, aber generell aufgrund seiner schlechten Gesundheit.

DR, 28/09-2018: 66-årig mand får fængselsstraf på 40 dage for at skyde ulv https://www.dr.dk/nyheder/regionale/mid ... -skyde-ulv

Eine ausführliche Chronolgie der Verhandlung kann man auf B.T. nachlesen:

B.T., 28/09-2018: Ulvedræberen har fået sin dom https://www.bt.dk/krimi/ulvedraeberen-har-faaet-sin-dom


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BeitragVerfasst: 02.10.2018, 13:16 
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Die jungen Mitteleuropäer hat geschrieben:
Der Wolf ist kein rein dänisches Thema, denn die Schutzbestimmungen begründen sich ja vor allem auf europäischem Recht, weshalb es wenig Sinn macht, den Wolf unter einer auf Dänemark beschränkten Käseglocke zu betrachten.

Die Mechanismen sind in vielen europäischen Ländern auch immer recht ähnlich: Die Mehrheit der Bevölkerung begrüßt jeweils die Rückkehr der Wölfe, während vor allem die konservativen und liberalen Parteien sowie die Rechtspopulisten ihren Jagd- und Agrarlobbyverbänden die Macht und die Deutungshoheit über die Vorgänge in der Natur überlassen wollen. Dabei geht es weniger um Wildbiologie und Ökologie als vielmehr um Tradion, Privilegien und Macht. Obwohl Jäger zum Beispiel in Deutschland nur 0,4% der Bevölkerung stellen, sind sie in der Politik überdurchschnittlich hoch vertreten und gut vernetzt, zum Beispiel mit den ihnen zuarbeitenden Medien.:

Interessant ist zum Beispiel Österreich:
25örefan hat geschrieben:


Hatte die Bauernlobby dort doch noch im Juni 2018 beklagt, dass 80% der Bevölkerung die Rückkehr der Wölfe begrüßen würden und man diese mittels einer "PR-Maschinerie" deshalb "geistig umdrehen" müsse, gab es im Juli 2018 also eine neue erstaunliche Meinungsumfrage, nach der 69% der Österreicher negative Auswirkungen für die Landwirtschaft befürchteten und 31% sogar Angst hätten, in den Wald zu gehen.
...
Und zufällig präsentiert sie nun also ein überraschendes und im Widerspruch zu allen früheren Umfragen stehendes Umfrageergebnis ihrer Meinungsforschung, dass exakt wie auf die Wolfspolitik der ÖVP zugeschnitten scheint.

Zufälle gibt's! :wink:

Dieses Mißtrauen inklusive „Vorwurf“ gilt auch für andere:
Zitat:
Der NABU ruft jedes Jahr am 30. April den „Tag des Wolfes“ aus. Dazu wurde dieses Jahr eine Umfrage, die der Verein durch Forsa durchführen lies, veröffentlicht. Darin geht es um die Akzeptanz der Großräuber in Deutschland. In einer Pressemitteilung gibt der NABU an, der Großteil der Bevölkerung stehe dem Wolf positiv gegenüber. Dies habe sich gegenüber einer Umfrage von 2015 nicht verändert. Der NABU fasst auf seiner Homepage die Angaben für „stimme voll und ganz zu“ und „stimme eher zu“ zu einer positiven Grundstimmung zusammen. Die Angaben zu „stimme eher nicht zu“ und „stimme überhaupt nicht zu“ werden jedoch getrennt aufgeführt.
...
So antworteten auf die Frage: „Wölfe gehören in unsere Landschaft, wie z.B. Füchse, Rehe oder Biber auch“, 80 Prozent positiv. Die genaue Auswertung der Forsa zeigt, dass nur 38 Prozent der Aussage „voll und ganz zustimmen“, 42 Prozent „eher zustimmen“. ... Der Aussage: „Die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland birgt Risiken“, stimmen 10 Prozent „voll und ganz zu“ und 37 Prozent der Befragten stimmen „eher zu“.
https://www.jagderleben.de/news/kontroverses-tag-wolfs

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BeitragVerfasst: 02.10.2018, 13:30 
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Und das präsentiert der NABU, wenn er die Forsa-Umfrage zitiert dann auch nicht:
Zitat:
Der Umfrage zufolge geht fast jeder zweite Befragte (47 Prozent) davon aus, dass die Rückkehr des Wolfes Risiken birgt. Etwa jeder Dritte (30 Prozent) ... und eine Mehrheit von 64 Prozent spricht sich dafür aus, einzelne Wölfe, die Probleme verursachen, notfalls auch zu töten.
https://www.zeit.de/news/2018-04/27/bundesbuerger-sehen-woelfe-positiv-fuerchten-aber-auch-risiken-180427-99-76194

PS
Und wie schafft es wohl der Nabu bei dieser Thematik bei Google immer an die erste Stelle :idea:

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BeitragVerfasst: 02.10.2018, 13:45 
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25örefan hat geschrieben:
Und wie schafft es wohl der Nabu bei dieser Thematik bei Google immer an die erste Stelle :idea:

Das erstaunt einen immer wieder.
Ein Hoch auf den Algorithmus. 8)


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BeitragVerfasst: 02.10.2018, 23:29 
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BeitragVerfasst: 03.10.2018, 01:47 
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Die jungen Mitteleuropäer hat geschrieben:
Der Wolf ist kein rein dänisches Thema, denn die Schutzbestimmungen begründen sich ja vor allem auf europäischem Recht, weshalb es wenig Sinn macht, den Wolf unter einer auf Dänemark beschränkten Käseglocke zu betrachten.


Sind die Bestimmungen z.B. wann und wie viel Entschädigungen gezahlt werden denn auch in ganz Europa gleich?
Haben Vereine wie z.B. der Nabu in Dänemark genau die gleiche Bedeutung / Anhängerschaft wie in Deutschland?
Ist es sinnvoll für ganz Europa ein Gesetz zu haben was z.B. lokale / regionale Unterschiede wie u.a. geografische Art nicht mit berücksichtigt?
Meine Meinung das laut Beschreibung dieser Rubrik und der Ûberschrift des Threads hier viele Beiträge OT sind hat sich jedenfalls nicht geändert.
Hendrik77


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BeitragVerfasst: 03.10.2018, 12:17 
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Es ist doch wohl ein erheblicher Unterschied, ob eine Umfrage von Nichtregierungsorganisationen beauftragt wird oder ob eine gerade ausgeschiedene Ministerin ihrer aktuellen Regierungspartei ein Umfrageergebnis ihres eigenen Meinungsforschungsinstituts beschert, das exakt den politischen Plänen ihrer Regierungspartei in die Hände spielt...

Nichtregierungsorganisationen (NGO's) - das sind u. a. neben den klassischen Naturschutzverbänden übrigens auch die Jagdverbände, die in den von ihnen beauftragten Meinungsumfragen eine angeblich besonders große Zustimmung der Bürger zur Jagd feststellen.

Der bekannte Philosoph Richard David Precht hat in seinem Buch "Tiere denken - Vom Recht der Tiere und den Grenzen des Menschen" (Goldmann Verlag 2018, Seite 351) einmal die Umfrageergebnisse des Deutschen Jagdverbands denen anderer Institute gegenübergestellt, die von anderen NGO's beauftragt worden sind.

Der Umfrage des Jagdverbands von 2011 zufolge würden angeblich 80% der Deutschen die Jagd für notwendig halten und 87% seien der Meinung, dass dabei nicht die "Lust am Töten" im Vordergrund stünde.

Nicht vom Jagdverband beauftragte Umfragen kommen allerdings zu dem Ergebnis, dass 68% der Deutschen "die Jagd auf wildlebende Tiere als Freizeitsport" verbieten würden (GEWIS 2002), dass 78% "das jagdliche Töten von Tieren durch Hobbyjäger für eher schlecht" hielten (EMNID 2003) und dass 73% der Bürger der Jagd "kritisch gegenüberstünden" oder sie "ablehnten" (EMNID 2004).



Der NABU hat übrigens nichts vorenthalten: Die komplette Umfrage ist für jeden auf deren Internetseite nachzulesen:

2015: Rückkehr der Wölfe erfreulich! NABU-Umfrage zeigt hohe Zustimmung in der Bevölkerung https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/ ... 19530.html
2015: forsa-Umfrage: Wölfe in Deutschland 2015 https://www.nabu.de/imperia/md/content/ ... chland.pdf
2018: Deutschland ist ein Wolfsland - Zum „Tag des Wolfes“ am 30. April zieht der NABU Bilanz https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/ ... 24288.html
2018: forsa-Umfrage: Wölfe in Deutschland 2018 https://www.nabu.de/imperia/md/content/ ... d_2018.pdf

Der NABU hat die kompletten Umfragen von forsa als pdf-Dateien verlinkt (siehe oben), so dass man Einblick in das komplette Umfragedesign von forsa erhält. Auf der Seite des Deutschen Jagdverbands dagegen finden wir keinen Link zu den Original-Umfrageergebnissen, so dass dem Leser NUR das vom Jagdverband aufbereitete Material - also dessen selektive Auswahl - zur Verfügung gestellt wird. Es besteht danach keine Möglichkeit, die vom Jagdverband aufbereiteten Ergebnisse auf Schwachstellen oder Suggestivfragen zu überprüfen...

Aber vielleicht kann uns der 25örefan ja den entsprechenden Link zur Originalumfrage nennen? :wink:


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BeitragVerfasst: 03.10.2018, 14:03 
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Hendrik77 hat geschrieben:
Sind die Bestimmungen z.B. wann und wie viel Entschädigungen gezahlt werden denn auch in ganz Europa gleich?
Haben Vereine wie z.B. der Nabu in Dänemark genau die gleiche Bedeutung / Anhängerschaft wie in Deutschland?
Ist es sinnvoll für ganz Europa ein Gesetz zu haben was z.B. lokale / regionale Unterschiede wie u.a. geografische Art nicht mit berücksichtigt?


Das sind interessante Fragen, Hendrik77.

Grob vereinfacht ausgedrückt, gibt das europäische Recht den Rahmen vor, innerhalb dessen die einzelnen Migliedsstaaten die Vorschriften in nationales Recht umsetzen. Widersprechen sich Gesetze von EU- und nationalem Recht ("Normenkollision"), hat das Unionsrecht Anwendungsvorrang vor dem Recht des einzelnen Mitgliedsstaats. Grundlage des Unionsrechts sind die Verträge und das durch diese Verträge festgelegte Recht.

Deshalb ist es auch Augenwischerei, wenn z. B. dänische oder deutsche Politiker lautstark eine Bejagung von Wölfen propagieren oder diese im Wahlkampf gar großzügig in Aussicht stellen - sie würden damit nämlich gegen das vorrangige Europarecht verstossen.

Verstossen Mitgliedsstaaten gegen das europäische Recht, können sie im sogenannten Vertragsverletzungsverfahren verpflichtet und ggf. von der EU vor dem Europäischen Gerichtshof verklagt werden. Bezüglich der Wolfslizenzjagd in Schweden hat die EU die Vertragswidrigkeit festgestellt, weshalb Schweden jetzt das Vertragsverletzungsverfahren an der Backe hat. Schweden hat die Lizenzjagd auf Wölfe 2018/19 erst einmal ausgesetzt.

Deutschland hat übrigens aktuell bereits 74 Vertragsverletzungsverfahren am Hals - was für ein Irrsinn, auch noch Nr. 75 zu riskieren, nur um den paar hiesigen Jägern (0,4% der Bevölkerung) das Geschenk von der langersehnten Wolfsjagd im eigenen Land zu machen. Reine Klientelpolitik zu Lasten der Steuerzahler.

Spiegel online, 06.02.2018: Verkehr, Umwelt, Finanzen - 74 EU-Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland
http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 91963.html

Für die Entschädigungen der Tierhalter gibt es ebenfalls Rahmenbedingungen, die aber selbst z. B. innerhalb Deutschlands in den jeweiligen Bundesländern z. T. unterschiedlich ausgefüllt werden - was natürlich wenig Sinn macht, da den Wölfen die Landesgrenzen bekanntermaßen ziemlich wurscht sind.

Auf der Internetseite der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Wolf gibt es einen Überblick über die Wolfs-Managementpläne der einzelnen Bundesländer.

https://www.dbb-wolf.de/Wolfsmanagement ... mentplaene

Was die Naturschutzorganisationen anbelangt, sind unseres Wissens nach die bekanntesten in Deutschland der NABU (ca. 660.000 Mitglieder) und Danmarks Naturfredningsforening in Dänemark (mehr als 200.000 Mitglieder). Gemessen an der Gesamtbevölkerung des jeweiligen Landes ist der Anteil der Mitglieder von Danmarks Naturfredningsforening mit 3,4% erstaunlich hoch.

Aber es gibt ja in beiden Ländern noch viel mehr Naturschutzorganisationen. In Deutschland sind weitere große z. B. der BUND (584.000 Mitglieder), Greenpeace (580.000 Fördermitglieder) oder WWF Deutschland (520.000 Fördermitglieder).

Was z. B. die Facebook-Auftritte beim NABU und Danmarksnaturfredningsforening anbelangt, hat der NABU aktuell rund 110.000 Abonennten und Danmarks Naturfredningsforening knapp 90.000.

Was die Wölfe betrifft, gibt es in Dänemark und Deutschland auch spezielle Vereine, die sich für oder gegen Wölfe engegieren.
Ein Indiz für das Verhältnis zwischen engagierten Wolfsfreunden und -gegnern wäre z. B. die Zahl der Abonnenten auf Facebook:

Die Wolfsfreunde Ulvens venner (ca. 7.500) und Gegner Ulvefrit Danmark (ca. 1.200).
In Deutschland gibt es z. B. die Vereine/Facebookseiten Freundeskreis freilebender Wölfe (ca. 12.000) und Wolf ja bitte (40.000).
Dem gegenüber stehen z. B. die auch schon mal von 25örefan verlinkten Wolf- nein Danke (knapp 16.000).

Diese Auswahl ist natürlich nur ein beispielhafter Überblick, nicht vollständig und daher ergänzungsfähig.


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BeitragVerfasst: 09.10.2018, 12:48 
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Zitat:
Wölfe richten Blutbad an.
Wölfe töten 40 Schafe - 80 werden vermisst.

https://www.focus.de/wissen/natur/in-os ... 28332.html
https://www.bild.de/regional/dresden/dr ... .bild.html


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BeitragVerfasst: 09.10.2018, 13:11 
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7/2018:
Zitat:
WOLFSANGRIFF TROTZ HERDENSCHUTZ

AM ELBDEICH BEI LENZEN HAT EIN BIOBAUER SCHAFE DURCH EINEN WOLFSANGRIFF VERLOREN. PIKANT: DIE EMPFOHLENEN HERDENSCHUTZMASSNAHMEN WURDEN VORSCHRIFTSGEMÄSS UMGESETZT
Marc Mennle hat mit Wölfen so seine Erfahrungen gemacht. Der Biobauer im brandenburgischen Lenzen hat laut dem Bauernbund Brandenburg vor zwei Jahren bereits 23 Schafe durch Wölfe verloren. Und nun wurden wieder zwei Schafe gerissen – trotz vorbildlicher Herdenschutzmaßnahmen. Seine etwa 300 Schafe große Herde schütze Mennle durch einen 90 Zentimeter hohen Elektrozaun sowie drei spezialisierte Herdenschutzhunde. Die Hunde seien „zertifiziert, vom Land gefödert“ und stammen aus den Pyrenäen, so der Landwirt. Die Schutzhunde hätten die Wölfe aber offensichtlich nicht vom Angriff abhalten können.
https://www.outfox-world.de/news/wolfsangriff-trotz-herdenschutz.html
Und schon wieder:
10/2018:
Zitat:
HERDENSCHUTZ OHNE NUTZEN: SCHÄFER VERLIERT ERNEUT TIERE

BRANDENBURGER MARC MENNLE SETZT VORSCHRIFTSMÄSSIG AUF ZÄUNE UND HUNDE – UND MUSS IMMER WIEDER TÖDLICHE WOLFSRISSE HINNEHMEN
Der brandenburgische Biobauer Marc Mennle ist mit seinem Latein am Ende: Bereits zum dritten Mal hat er jetzt Schafe durch einen Wolfsangriff verloren – und das, obwohl seine Tiere sowohl mit Herdenschutzzäunen als auch mit Hunden geschützt werden. Der Bauernbund Brandenburg fordert Konsequenzen.
https://www.outfox-world.de/news/herdenschutz-ohne-nutzen-schaefer-verliert-erneut-tiere.html

Zitat:
Streit um richtige Wolfsstrategie
LANDWIRTSCHAFT - FDP fordert Bejagung
Markus Sievers, Büro Berlin
BERLIN. Die Bundesregierung schadet nach Einschätzung der FDP mit ihrem anhaltenden Streit über eine Wolfsstrategie den Bauern in Deutschland mit Weidevieh. Eine Anfrage zu den Plänen des Landwirtschaftsministeriums habe keinerlei Klarheit erbracht, sagte Gero Hocker, agrarpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, unserer Berliner Redaktion. „Die Antwort auf meine Anfrage zur Wolfsstrategie strotzt nur so vor Unwissenheit und Untätigkeit.“ Nach Ansicht von Hocker braucht die Bundesrepublik eine Definition der Kriterien, wann ein Wolf getötet werden dürfe, etwa wenn er einen Schutzzaun für Weidetiere überwunden habe. Auch müsse es grundsätzlich erlaubt werden, Wölfe zu jagen.
Allein in Niedersachsen leben 19 Wolfsrudel in freier Wildbahn, Fachleute schätzen die Zahl der Wölfe auf 150 bis 200.
Das Land plant, eine Initiative zum Umgang mit Wölfen in den Bundesrat einzubringen. Ziel ist, deutschlandweit klare Regeln im Umgang mit Wölfen zu schaffen und der wachsenden Zahl der Tiere rechtssicher begegnen zu können.
NWZ, 09.10.2018

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BeitragVerfasst: 09.10.2018, 15:20 
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Ich habe mich nur mit dem ersten verlinkten Artikel beschäftigt; das reichte mir schon..


Zitat:
Mennle ist ratlos: „Ich weiß nicht mehr, was ich tun soll. Man ist der Bestie wehrlos ausgeliefert.“



Abgesehen davon, dass ich den Ausdruck „Bestie“ unangemessen finde, wundere ich mich über das Datum des Artikels:

Zitat:
Redaktion / 31.07.2018


In diesem u.a. wird auf einen aktuellen Vorfall hingewiesen, bei dem zwei Schafe von Wölfen gerissen worden seien.


In einem anderen Artikel (3.8.2018) zu dem Vorfall steht zu lesen:

„vermutlich“

und


Zitat:
Bei zwei Angriffen auf seine Schafherde verlor er am vergangenen Wochenende drei Tiere. „Es war ein Wolf“, sagt Mennle, der bis gestern auf das offizielle Gutachten des Landesumweltamtes gewartet hatte. Es kam noch nicht, er muss weiter warten. Aber auch ohne diese Formalie sei die Sache klar für ihn. – Quelle: https://www.svz.de/20615397 ©2018



Handelt es sich hier etwa um unterschiedliche Fälle oder vermitteln die „Outfox-Seiten“ dem Leser zu einem Zeitpunkt „Fakten“, die noch gar nicht durch ein Gutachten feststanden? Sollte Letzteres der Fall sein, so möchte ich dich, 25Örefan, darum bitten, dieses inflationäre Verlinken dieser immer wieder seltsam (und passend zu deren Intentionen „durchgeknallt“ :wink: ) erscheinenden Outfox-Seiten in Zukunft zu unterlassen oder wenigstens im Ansatz kritisch zu reflektieren.

Touri


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BeitragVerfasst: 09.10.2018, 17:45 
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@Touri
Outfox hat seinen Artikel aus der Berichterstattung der MAZ***entnommen, von daher sind die Formulierungen korrekt
***http://www.maz-online.de/Lokales/Prignitz/Erneut-Wolfsangriff-auf-Schade-in-Lenzen
Die Wortwahl des Schäfers („Bestie“) wäre jetzt nicht meine, aber sie ist angesichts seiner emotionalen Betroffenheit möglicherweise nachvollziehbar, zumal es für diesen Schäfer mittlerweile das 2.Vorkommnis in diesem Jahr ist (7/2018, 10/2018) und in seinem Fall die Wogen hochschlagen, nachdem einerseits ihm vorgeworfen wird, dass ein Riss möglicherweise fingiert sei und dem andererseits Gutachter als Nabu-Mitglied Befangeheit angelastet wird.
https://www.pnn.de/brandenburg/woelfe-in-brandenburg-schaefer-erhebt-schwere-vorwuerfe-gegen-rissgutachter-des-umweltamts/22916594.html
http://www.maz-online.de/Brandenburg/Alles-nur-inszeniert-Streit-um-Wolfsrisse-in-der-Prignitz-eskaliert

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BeitragVerfasst: 09.10.2018, 18:12 
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Konsequenzen fordern ist nicht schwer, aber deren Umsetzung u.U. dagegen sehr. :wink:
In Dänemark ist es immer noch ungesetzlich ein Wolf zu jagen. Ob Deutschland konsequenter ist im umsetzen wird sich ggf. zeigen, aber aktuell ist es auch da verboten.

Hendrik77


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