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BeitragVerfasst: 07.03.2019, 17:37 
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Und auch diesen Effekt haben Wissenschaftler festgestellt:

Zitat:
In der Regel herrscht im Wolfsrudel Monogamie und es paaren sich nur die beiden Elterntiere. Zwischen den Geschwistern, aber auch zwischen Elterntieren und ihren geschlechtsreifen Nachkommen besteht eine Inzestsperre. Fällt der Vaterwolf aus, so übernimmt meist ein fremder Rüde das Rudel. Für diesen gilt keine Inzestsperre: Er paart sich ohne Hemmungen mit der Mutter ebenso wie mit einer ihrer Töchter. [...] Für das Management einer Wolfspopulation, z.B. eine Bejagung, ergeben sich daraus bedenkenswerte Aspekte. Der Ausfall des Stammrüden kann Mehrfachreproduktion zur Folge haben – das heißt eine vorübergehend höhere Wolfsdichte im Territorium als vorher.

Ulrich Wotschikowsky, 07.02.2015: Mehrfacher Nachwuchs: Tendenz zum Riesenrudel? http://woelfeindeutschland.de/mehrfache ... esenrudel/


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BeitragVerfasst: 07.03.2019, 17:55 
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Ach ja,und da Ihr schon Wotschikowsky als Refenz angebt, gerne.Kritisiert er doch den NABU, dessen
„Sprech“ mehr als deutlich aus Euren Worten herauszuhören ist, wie folgt:
Zitat:
Der NABU hat sich von der sachlichen Argumentation verabschiedet und verfällt zunehmend in reine Klientelpolitik. Diese Klientel sieht im Wolf eine Art Heiligtum, das unter keinen Umständen angerührt werden darf. Dabei scheint ihm jedes noch so abwegige Argument recht. Außerdem pflegt der NABU eine Feindschaft zu den Jägern, ungeachtet der Tatsache, dass viele seiner Mitglieder Jäger sind.
https://www.jagderleben.de/news/unfaire-jaegerschelte-wolfsberater-kritisiert-nabu

Selbst er Fuhr (auch schon von Euch als als vehementer Wolfsbeführworter zitiert) steht der Frage Regulierung/ Bejagung trotz momentaner Ablehnung offen gegenüber und empfiehlt eine frühzeitige Diskussion über die Voraussetzungen.
Zitat:
Kein Mensch vermag heute abzuschätzen, wie sich die Situation in unserem Land entwickelt, wenn die tauglichen Lebensräume einmal von Wölfen besetzt sind. Niemand weiß, ob die gegenwärtige Dynamik der Populationsentwicklung anhält, und ob meine Betrachtungen in wenigen Jahren nicht ganz anders geführt werden müssen, wenn sich nämlich die Alpenpopulation vom Süden her nach Deutschland ausbreitet und gar Kontakt zur zentraleuropäischen Flachlandpopulation findet. Sicher ist allerdings dies: Wölfe sind mit so viel Charisma beladen, dass jeder Ansatz, eine Bejagung zu eröffnen, auf erhebliche Widerstände in großen Teilen der Gesellschaft treffen wird. Deshalb kann es nicht schaden, die Diskussion über die Voraussetzungen dazu schon heute zu eröffnen
http://woelfeindeutschland.de/wie-viel-wolf-vertraegt-das-land/
Und dann ist da noch Frank Faß, der ebenfalls als Wolfsbefürworter bekannte Betreiber des Wolfcenter Dörverden:
Zitat:
Wir brauchen dringend eine sachliche Diskussion“, sagt Frank Faß. Er leitet das Wolfcenter Dörverden. Dort leben zwölf Wölfe. „In Deutschland ist es ohne eine Regulierung der Wolfsbestände nicht realistisch, eine dauerhafte Akzeptanz der Tiere bei allen Bevölkerungsgruppen zu schaffen“, meint Faß. „Es muss erlaubt sein, auch die Bejagung zu diskutieren.
Eine reguläre Bejagung darf aber erst erfolgen, wenn es etwa tausend erwachsene Wölfe in Deutschland und dem westlichen Polen gibt, wie Faß betont. Dann sei der sogenannte Selbsterhaltungszustand erreicht, wie ihn europäische und nationale Regelungen verlangten. Auch die Einrichtung wolfsfreier Regionen sei denkbar.
Es brauche ein länderübergreifendes Wolfsmanagement, fordert Faß. „Meiner Meinung nach muss eine entsprechende Behörde auf Bundesebene eingerichtet werden, die sich um alle Fragen im Zusammenhang mit dem Wolfsmanagement kümmert.“ In einer beratenden Kommission sollten dann die Interessenvertreter sitzen, aber auch Bürger und Kommunalpolitiker. „Ein übertriebener Tierschutzgedanke und Hass auf die Wölfe bringen uns nicht an einen Tisch.“

https://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article138186792/Romantiker-und-gnadenlose-Jaeger-zerren-am-Wolf.html
Wie man sieht, so eindeutig sind die Grenzen zwischen Befürwortern und Gegner nicht zu ziehen.

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BeitragVerfasst: 07.03.2019, 17:57 
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25örefan hat geschrieben:
DjM
Zitat:
In Eurer moralischen Empörung, sollte Euch doch trotzdem auffallen, dass hier nicht Jagd/ Töten und Sex verglichen wird sondern zwei Vorgehensweisen.

Das ändert nichts an der Tatsache, dass Hobbyjäger aus Spass an der Freude jagen. Zudem gibts den Wolfsabschuss bei Freigabe kostenlos, das Reh muss bezahlt werden.

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BeitragVerfasst: 07.03.2019, 18:13 
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In diesem Thread geht es um Deutschland und da ist die Jagd auf Wölfen aktuell ohne Sondergenehmigung nicht erlaubt.
Die zwei ausgesprochenen Sondergenehmigung konnte bis jetzt nicht umgesetzt werden, da die betreffenden Tiere nicht auffindbar sind.
Hendrik77


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BeitragVerfasst: 07.03.2019, 19:22 
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Och nö, jetzt wird auch noch wie im Kindergarten argumentiert... Ulrich Wotschikowsky hat aber einmal 2011 in einer Jagdzeitung den NABU kritisiert, weil der die Jäger nicht ausreichend würdigt - ätschi bätsch!

Uns interessieren Argumente, aber wir fröhnen keinem Personenkult. Wer die Blogeinträge von Ulrich Wotschikowsky verfolgt, sieht hier vor allem eine Entwicklung mit einer deutlichen Abkehr von den Wolfsbejagungs-Forderungen der Jagdverbände und zunehmende Kritik an den Vorgehensweisen der Jagdlobby.

Und wieder folgt vorhersehbar ein zusammenhangloses Zitat aus Wotschikowskys Blogeintrag, in der er die rechtzeitige Diskussion einer Wolfsbejagung anregt - allerdings ergibt sich aus dem Kontext, dass es ihm überhaupt nicht darum geht, zur Jagd auf den Wolf zu blasen, sondern um die Rahmenbedingungen der Wolfspolitik zu klären. Eine Bejagung ist seiner Ansicht nach nicht notwendig:

Bejagung schützt keine Nutztiere:

Zitat:
Bei den gegenwärtigen Schalenwilddichten lässt sich die Forderung nach einer Dichtekontrolle von Wölfen nicht überzeugend begründen. Für den Schutz von Nutztieren verspricht eine Absenkung der Wolfsdichte ohnehin keine Vorteile; denn Nutztiere müssen auch bei geringer Wolfsdichte geschützt werden.

Schließlich zur Eliminierung von verhaltensauffälligen Wölfen (sog. „Problemwölfe“). Dies ist keine jagdliche Maßnahme, sondern muss speziell ausgebildeten Fachleuten übertragen werden. Alle Managementpläne der Bundesländer gehen auf dieses Thema gründlich und umfassend ein. Die Eliminierung solcher Tiere ist geregelt, es besteht kein Handlungsbedarf.

Ulrich Wotschikowsky, 18.09.2014: Wieviel Wolf verträgt das Land? http://woelfeindeutschland.de/wie-viel- ... -das-land/[/size]


Braucht es eine Bejagung, um die "Scheu" der Wölfe zu erhalten? Braucht es eine Bejagung, um die Toleranz herzustellen und illegale Tötungen zu verhindern?

Zitat:
Für beide Annahmen finden sich bedenkenswerte Argumente, aber keine Belege.

Ulrich Wotschikowsky, 18.09.2014: Wieviel Wolf verträgt das Land? http://woelfeindeutschland.de/wie-viel- ... -das-land/[/size]


Bejagung ist nicht notwendig:

Zitat:
Die Vorstellung, eine Population von größeren Wildtieren unkontrolliert sich selbst zu überlassen – zumal in der Kulturlandschaft von heute – ist den meisten von uns völlig fremd. Bei Pflanzenfressern fällt die Antwort leicht: es fehlen die natürlichen Antipoden, vor allem die Wölfe. Bei Wölfen entfällt dieses Argument; denn natürliche Feinde spielen bei der natürlichen Regulation dieser Art nirgends eine Rolle.
[...]
Insgesamt ist es nicht nur vorstellbar, sondern eine unausweichliche ökologische Realität, dass Zuwachs und Verluste sich ausgleichen werden. Die Kurve wird abflachen. Die entscheidende Frage ist nur: auf welchem Niveau? Der Schlüssel dazu ist die Größe der Rudelterritorien. Wenn die Rudel an den bisherigen Territoriengrößen (um 250 km2) festhalten, wird sich keine Wolfsdichte einstellen, die uns große Sorgen machen muss.

Ulrich Wotschikowsky, 18.09.2014: Wieviel Wolf verträgt das Land? http://woelfeindeutschland.de/wie-viel- ... -das-land/[/size]


Fazit:

Zitat:
Alle diese Dinge mögen einem nicht schmecken, aber es wäre blauäugig zu glauben, unsere zunehmend naturfern lebende Gesellschaft werde auch in Zukunft den Jäger als den Heilsbringer herbeirufen. Diese Zeit ist lange vorbei.

Ulrich Wotschikowsky, 18.09.2014: Wieviel Wolf verträgt das Land? http://woelfeindeutschland.de/wie-viel- ... -das-land/[/size]


Tja, war wohl nichts.

An keiner Stelle haben wir Eckhard Fuhr als "vehementen Wolfsbefürworter" zitiert. Er hat den Wolfskonflikt sehr gut beschrieben, und zwar in der Hinsicht, dass es hier vorzugsweise um eine politische und gesellschaftliche Machtfrage geht - im Sinne u. a. von "Tradition gegen Moderne".

Den Jäger Frank Faß haben wir nie erwähnt - seine Ansichten entsprechen nicht unserer Auffassung eines "Wolfsbefürworters". Gehegewölfe sind auch nicht unser Ding - also warum bringst Du den Herrn - adressiert an uns - ins Spiel?

Ist Dir der Widerspruch in Deiner eigenen Argumentation nicht aufgefallen?

Zitat:
„In Deutschland ist es ohne eine Regulierung der Wolfsbestände nicht realistisch, eine dauerhafte Akzeptanz der Tiere bei allen Bevölkerungsgruppen zu schaffen“, meint Faß. „Es muss erlaubt sein, auch die Bejagung zu diskutieren.“

https://www.welt.de/wissenschaft/umwelt ... -Wolf.html


Zitat:
Sicher ist allerdings dies: Wölfe sind mit so viel Charisma beladen, dass jeder Ansatz, eine Bejagung zu eröffnen, auf erhebliche Widerstände in großen Teilen der Gesellschaft treffen wird.

http://woelfeindeutschland.de/wie-viel- ... -das-land/


Eine "dauerhafte Akzeptanz bei allen Bevölkerungsgruppen" ist völlig unrealistisch. In Schweden, wo der Wolf bejagt wird, wird der Wolf von den einschlägigen Kreisen trotzdem weiter abgelehnt, weil die Probleme durch den Abschuss nicht gelöst werden. Im Gegenteil - die illegalen Tötungen haben dort noch zugenommen, es werden weiter Nutztiere gerissen und Wölfe in Siedlungen gesichtet.

Da aber große Teile der Gesellschaft gegen eine Bejagung von Wölfen sind, wie Wotschikowsky richtig festgestellt hat, ist es doch nicht einzusehen, dass der Maximallösung (Wolfsbejagung) stattgegeben wird, die kleinste Minderheit in der Bevölkerung fordert (Jäger 0,4% und Erwerbstätige in der Landwirtschaft 2%), die aber nachweislich keinen Lösungseffekt für die vorhandenen Probleme bietet. Wotschikowsky fragt zu recht: " Ist Freude an der Jagd ein überzeugendes Argument zur Wolfsbejagung?"

Der Kompromiss liegt bereits darin, sowohl Hobby- als auch gewerbliche Weidetierhaltung maximal (zu 100%) zu fördern und zu entschädigen und die Agrarsubventionen bei der Neuverteilung auch in diese Richtung stärker zu gewichten. Die Weidetierprämie, die von vielen Tierhaltern begrüßt wird, würde hier einen zusätzlichen hilfreichen Beitrag leisten, wird aber derzeit noch von der GroKo blockiert. "Problemwölfe" können bereits nach gültiger Gesetzeslage entnommen werden.

Bei der Hobbyjagd wird doch auch nicht die "Akzeptanz aller Bevölkerungsgruppen" gefordert. Die wird es nämlich auch nie geben.


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BeitragVerfasst: 09.03.2019, 01:41 
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Die Genehmigung in Schleswig-Holstein wurde verlängert.http://www.kn-online.de/Nachrichten/Sch ... erlaengert
http://www.kn-online.de/Lokales/Eckernf ... chwedeneck Ich hoffe er findet ein Revier in Norddeutschland.
Hendrik77


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BeitragVerfasst: 09.03.2019, 11:42 
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Zum Thema Herdenschutz stellt sich mir eine ganz andere Frage nämlich die, ob der Mensch nicht vor z.B. aggressiven Schafen geschützt werden muss. Bekannter Weise sind Menschen in Europa seit Jahrzehnten nicht durch einen Wolf zu Schaden gekommen. Bei Schafen sieht das aber anders aus. In Papenburg (Niedersachsen) zum Beispiel. Da ist es in jüngster Vergangenheit wiederholt vorgekommen, dass Schafe von ihrer Weide ausgebrochen sind und Passanten angegriffen haben. Jüngstes Beispiel diese Woche: Zwei Schafe brechen aus und verletzen eine Passantin am Oberschenkel. Der Schafhalter erhielt eine Strafanzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Da stellt sich jetzt also die Frage, wer vor wem geschützt werden muss. Und dann: Wenn es Schafen möglich ist, ihre Weide für Spaziergänge außerhalb ihres Refugiums zu verlassen um Menschen anzufallen dürfte da ja wohl jeder Wolf leichtes Spiel haben. Herden(eigen)schutz sieht anders aus.

Nun gut, was ist da zu tun? Abschuss bzw. Notschlachtung der agressiven Schafe? Aber wer sagt uns, dass nicht auch in anderen oder gar allen Schafen gefährliches Potenzial steckt? Also eine Wesensüberprüfung wie bei Hunden? Das dürfte aber wohl zu aufwendig und zu teuer sein. Und wie sollte eine derartige Wesensüberprüfung ablaufen? Wer hat die dafür notwendige ausbildung und Erfahrung?
Was bleibt ist dann wohl nur noch die gesetzlich vorgeschriebene Stallhaltung aller Schafe oder auch ein rigoroses Verbot der Schafhaltung. Damit wären dann alle Probleme gelöst. Der Wolf kann Schafe von seiner Speisekarte streichen und der Spaziergänger muss keine Angst mehr vor wilden Tierherden haben.

https://www.abendblatt.de/region/articl ... en-an.html

https://www.nordbuzz.de/region-bremen-o ... 33036.html

Und wer glaubt, dass dies nur ein Einzelfall ist irrt gewaltig. Es gab bereits Todesfälle nach Schafsangriffen:

http://www.spiegel.de/panorama/schafboc ... 94121.html

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BeitragVerfasst: 09.03.2019, 12:45 
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Wenn schon die Gefahr durch Schafe ernstgenonnem werden muß, dann wohl auch diese auch für Deutschland potentielle Gefahr:
https://www.rferl.org/a/wolves-kill-two-women-in-tajikistan-after-villagers-hunting-rifles-confiscated/29808983.html

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BeitragVerfasst: 09.03.2019, 13:45 
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Der Unterschied ist, dass Muffelwild in Deutschland dem Jagdrecht unterliegt - der Wolf (bisher) leider nicht. Es ist ganz klar, dass der Wolf bejagt werden muss, da es bereits jetzt zu viele von denen in Deutschland gibt.


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BeitragVerfasst: 09.03.2019, 13:49 
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25örefan hat geschrieben:
Wenn schon die Gefahr durch Schafe ernstgenonnem werden muß, dann wohl auch diese auch für Deutschland potentielle Gefahr:
https://www.rferl.org/a/wolves-kill-two-women-in-tajikistan-after-villagers-hunting-rifles-confiscated/29808983.html

In Tadschikistan ist die Tollwut weit verbreitet. Sowohl das auswärtige Amt als auch das deutsche Tropeninstitut und das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin warnen Reisende vor der Tollwutgefahr in diesem Land. Die Wahrscheinlichkeit, dass dort lebende Wölfe mit Tollwut infiziert sind ist sehr groß. Und von tollwütigen Tieren gleich welcher Art weiß man, dass die auch Menschen angreifen

Abgesehen von der Fledermaustollwut gelten Deutschland und die angrenzenden Staaten seit rund 10 Jahren amtlicherseits als Tollwutfrei. Alle Tiere, die von Wölfen gerissen werden werden auch auf Tollwut untersucht. Bisher wurde da noch kein Tier positiv getestet. So gesehen ist auch die von Jägern heute noch immer gern genannte Begründung der Jagd auf Füchse eine Mähr.

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BeitragVerfasst: 09.03.2019, 19:21 
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https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/woelfchens-geisenfutter-der-wolf-spaltet-die-deutschen-16079182.html

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Kairos hat geschrieben:
Es ist ganz klar, dass der Wolf bejagt werden muss, da es bereits jetzt zu viele von denen in Deutschland gibt.


Genau dazu gibt es eben unterschiedliche Meinungen und ich teile deine Meinung dazu nicht. Das der Wolf bis jetzt noch nichts ins Jagdrecht aufgenommen wurde zeigt auch das deine Meinung aktuell keine Mehrheiten findet und das ist auch gut so !

Hendrik77


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BeitragVerfasst: 09.03.2019, 22:09 
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Hendrik77 hat geschrieben:
Kairos hat geschrieben:
Es ist ganz klar, dass der Wolf bejagt werden muss, da es bereits jetzt zu viele von denen in Deutschland gibt.


Genau dazu gibt es eben unterschiedliche Meinungen und ich teile deine Meinung dazu nicht. Das der Wolf bis jetzt noch nichts ins Jagdrecht aufgenommen wurde zeigt auch das deine Meinung aktuell keine Mehrheiten findet und das ist auch gut so !

Hendrik77

Dass es unterschiedliche Meinungen gibt, ist sattsam bekannt. Umfragen dazu gibt es auch genug.
Mit den Mehrheiten sieht es allerdings je nach Fragestellung unterschiedlich aus
Eine Mehrheit spricht sich für demnach in vielen Umfragen pro Wolf aus.
So richtig nah will den Wolf laut einer Umfrage bei welt.de wohl kaum jemand bei sich haben.
Die Frage lautet:
Wie nah möchtest Du den Wolf an Dich heran kommen lassen,
Bisher fast 3000 Teilnehmer.
Ergebnis bisher:
42% gar nicht
16% so nah wie möglich
8% wenn er in Städte kommt, geht das zu weit
21% er sollte in abgelegenen Wäldern bleiben
10% wir müssen ihn auch in der Agglomeration dulden
3% egal
https://www.welt.de/kmpkt/article189026059/Zurueck-in-Deutschland-So-gefaehrlich-ist-der-Wolf-wirklich.html

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BeitragVerfasst: 10.03.2019, 01:43 
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Hendrik77 hat geschrieben:
Kairos hat geschrieben:
Es ist ganz klar, dass der Wolf bejagt werden muss, da es bereits jetzt zu viele von denen in Deutschland gibt.


Genau dazu gibt es eben unterschiedliche Meinungen und ich teile deine Meinung dazu nicht. Das der Wolf bis jetzt noch nichts ins Jagdrecht aufgenommen wurde zeigt auch das deine Meinung aktuell keine Mehrheiten findet und das ist auch gut so !

Hendrik77


Das ist ja irrelevant ob es eine Mehrheit gibt. Ob die Entnahmen nun über das Jagdrecht oder Ausnahmegenehmigungen erfolgen macht ja unter dem Strich keinen Unterschied und die Anzahl der Entnahmen wird Gott sei dank nicht unerheblich sein.


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BeitragVerfasst: 10.03.2019, 02:29 
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Kairos hat geschrieben:
Das ist ja irrelevant ob es eine Mehrheit gibt.

Natürlch ist eine Mehrheit nicht irrelevant, denn eine Gesetzesänderung benötigt Mehrheiten. Wer derzeit Jagd auf Wölfe in Deutschland macht und dies ohne Sondergenehmigung der macht sich strafbar. Aktuell wurden meines Wissens zwei Sondergenehmigung erteilt, also geschenkt gibt es die nicht.
Hendrik77


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