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BeitragVerfasst: 21.01.2020, 04:22 
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25örefan hat geschrieben:
Hellfried schrieb
Zitat:
Filter in Holzöfen sind viel zu teuer. So etwas wird der Konsument kaum bezahlen und selbst modernste Kamine produzieren ein Vielfaches an Feinstaub wie andere Heizungsarten.

Die Entwicklung und Gesetzgebung weisen den Weg und so heißt es vom Umweltbundesamt
Zitat:


Hej Gerald,

gestern habe ich mir diese NDR Doku ( www.ndr.de/fernsehen/sendungen/45_min/K ... 90872.html) angeschaut. Dort wurde nicht nur messtechnisch nachgewiesen, dass selbst modernste Kamine, die vorschriftsmäßig betrieben werden, extreme Feinstaub-Dreckschleudern sind, sondern auch aufgezeigt, dass der Großteil des in Baumärkten verkauften Kaminholzes aus Osteuropa stammt und dort großflächig zur illegalen Abholzung alter Baumbestände führt!

Die Feinstaubemissionen, die die Holzofenhersteller angeben, sind reine Laborwerte, die sich in der Praxis kaum erreichen lassen. Laut Bundesumweltamt entsteht bei der Holzverbrennung durchschnittlich 2500 Mal mehr Feinstaub als bei einer Gas-Heizung!

Auch fürs Klima bringt das Verfeuern von Holz keine positiven Aspekte:

"Es ist ein schöner erneuerbarer Rohstoff aus der Natur, aber mittlerweile ist die Forschung so weit, dass rund 800 renommierte Wissenschaftler von Universitäten wie Harvard, Oxford, Cambridge einen Brandbrief an die EU geschrieben haben. Darin fordern sie, die Verbrennung von Holz nicht mehr zu fördern, weil Holz in der Verbrennung insgesamt schlechter abschneidet als Steinkohle."
Quelle des Zitats: Peter Wohlleben, Förster und Autor - www.mdr.de/wissen/umwelt/sind-holzoefen ... l-100.html

Mit dem Wissen um diese Tatsachen kann es, bei einem umweltbewusst denkenden Menschen, eigentlich nur eine Handlungsoption geben!

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BeitragVerfasst: 21.01.2020, 11:07 
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Hellfried schrieb
Zitat:
Mit dem Wissen um diese Tatsachen kann es, bei einem umweltbewusst denkenden Menschen, eigentlich nur eine Handlungsoption geben!

Kann man den Öffentlich- Rechtlichen noch trauen?
Man kann das glauben oder auch nicht.
Solange vom Bundesumweltamt keine anderen Vorgaben gemacht werden und es weiterhin so heißt (siehe Zitat), brennen meine Kaminöfen jedenfalls weiter:
Zitat:
Öfen, die älter als 15 Jahre sind, entsprechen in der Regel nicht mehr dem Stand der Technik. In den meisten Fällen lohnt es sich, einen effizienteren und emissionsarmen Ofen einzubauen. Dieser muss die 2. Stufe der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen (1. BImSchV) einhalten. Öfen, die zwischen 1985 und 1994 errichtet wurden, müssen zum 31.12.2020 stillgelegt oder gegen einen neuen emissionsarmen Ofen ersetzt oder nachgerüstet werden....
Die sparsamsten Kaminöfen erreichen Energieeffizienzklasse A+.
Achten Sie auf eine möglichst hohe Energieeffizienz-Kennzahl von etwa 120 %. Wasserführende Kaminöfen können einen höheren Wirkungsgrad erreichen als nicht wasserführende Öfen, die nur den Aufstellraum heizen. Wasserführende Kaminöfen eignen sich gut für Gebäude mit einem sehr niedrigen Energiebedarf (Passivhäuser).

https://www.umweltbundesamt.de/umweltti ... textpart-2

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BeitragVerfasst: 21.01.2020, 13:43 
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Mit dem verlinken der wie ich finde interessanten Reportage bezüglich Heizöfen in Deutschland war wohl jemand schneller als ich. :wink: Da sieht man u.a. wie ein Kundenberater meint der Ofen verbrennt sauber und das auch ohne Filter. Um das zu widerlegen braucht man kein Wissenschafter sein.


Hellfried hat geschrieben:

Egal ob Energie - Flüchtlings oder Umweltpolitik. Der Schaden den Merkel und Konsorten in diesem Land anrichten ist enorm ......


Differenzierte Kritik sieht irgendwie anders aus. Die Kanzlerin wurde gewählt und das nicht nur 1x ,also teilen deine Mitbürger wohl nicht alle die Meinung das Kanzlerin Merkel so viel Schaden angerichtet hat. Außerdem wer ist denn die Alternative ?
In Sachen Flüchtlinge fand ich die Humanität Merkels 9/2015 alles andere als schadhaft. https://www.zeit.de/2016/35/grenzoeffnu ... icht?print Das Dubliner Abkommen war einfach unfair gegenüber den Ländern mit EU Außengrenze, wie z.B. Bulgarien, Italien oder Griechenland.

Hendrik77


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BeitragVerfasst: 21.01.2020, 15:40 
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Zitat:
Mit dem verlinken der wie ich finde interessanten Reportage bezüglich Heizöfen in Deutschland war wohl jemand schneller als ich. :wink: Da sieht man u.a. wie ein Kundenberater meint der Ofen verbrennt sauber und das auch ohne Filter. Um das zu widerlegen braucht man kein Wissenschafter sein.

Es reicht wenn man eine Reportage der Öffentlich- Rechtlichen schaut und Hendrik77 heißt. :wink:
Die Frage ist, was ist sauber?
Und wo wird gemessen?
Bemüht das Bundesumweltamt in dieser Frage im Gegensatz zu sonst keine Wissenschaft, wenn es dort heißt:
Zitat:
Vom UBA in Auftrag gegebene Luftmessungen zeigten, dass Holzfeuerungsabgase einen deutlichen Anteil an der Feinstaubbelastung in Wohngebieten haben können (Baumbach 2013). Diese spezielle zeitliche und räumliche Emission kann nicht für eine gesundheitliche Bewertung erfasst werden, da es zum einen keine nur für diese Quelle spezifischen Messstationen und zum anderen keinen gesundheitlichen kurzfristigen Grenzwert (Ein-Stunden-Wert) für die Bewertung der gesundheitlichen Belastung gibt.
https://www.umweltbundesamt.de/themen/g ... textpart-2
Es ist unbestritten, dass Kaminöfen zur Feinstaubbelastung beitragen, aber da gilt es auch eine differenzierte Betrachtung anzustellen.
So heißt es beim NDR zwar
Zitat:
Während die Abgase aus Kraftfahrzeugen und Großanlagen aufwendig gefiltert werden, blasen Millionen kleiner Öfen Schadstoffe meist pur in die Luft. Zwar gibt es auch für sie teilweise Nachrüst-Filter, die jedoch kaum eingebaut werden.

was aber pauschaler ist als die folgende NDR-Aussage
Zitat:
Die Regeln für Kaminöfen werden strenger
Gesetzlich ist der Schadstoffausstoß in der Verordnung zum Bundes-Immissionschutzgesetz (1. BImSchV) für sogenannte Kleinfeuerungsanlagen geregelt. Die aktuelle Fassung stammt von 2010. Sie legt fest, wie viel Schadstoffe Kaminöfen abgeben dürfen. Für ältere Öfen, die vor 2010 gebaut wurden, gelten dabei höhere Grenzwerte als für neue. Außerdem gibt es lange Übergangsregelungen bis Ende 2024...
....

Seit 2018 müssen Öfen, deren Zulassung laut Typenschild aus den Jahren 1975 bis 1984 stammt, die aktuellen Grenzwerte einhalten. Ansonsten müssen sie mit einem Filter nachgerüstet oder dürfen nicht mehr betrieben werden. Vom 1. Januar 2021 an gilt das auch für Öfen, die zwischen 1985 und 1994 zugelassen wurden.
...
Pellets und moderne Öfen schonen die Umwelt
Deutlich besser schneiden Pellet-Heizungen ab, die stark gepresste Holzstückchen gleichmäßig verbrennen und sich gut regeln lassen
.
Also nicht alles über einen Kamm scheren und vor allem nicht immer nach generellen Verboten rufen, sondern technische Lösungen fordern und fördern. :idea:

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BeitragVerfasst: 21.01.2020, 17:44 
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25örefan hat geschrieben:
Kann man den Öffentlich- Rechtlichen noch trauen?

Ich traue denen mehr als dir.
Und mehr ist dazu auch nicht zu schreiben!

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BeitragVerfasst: 22.01.2020, 14:57 
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25örefan hat geschrieben:
Zitat:
Mit dem verlinken der wie ich finde interessanten Reportage bezüglich Heizöfen in Deutschland war wohl jemand schneller als ich. :wink: Da sieht man u.a. wie ein Kundenberater meint der Ofen verbrennt sauber und das auch ohne Filter. Um das zu widerlegen braucht man kein Wissenschafter sein.

Es reicht wenn man eine Reportage der Öffentlich- Rechtlichen schaut und Hendrik77 heißt. :wink:

Also nicht alles über einen Kamm scheren und vor allem nicht immer nach generellen Verboten rufen, sondern technische Lösungen fordern und fördern. :idea:


Logisches denken reicht aus um fragwürdigen Humor zu entlarven und ein Vorwurf der gar nicht zu trifft, denn ich habe nach gar keinem Verbot gerufen.

Hendrik77


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BeitragVerfasst: 23.01.2020, 07:46 
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Zur Feinstabbelastungen durch Kaminöfen:
https://www.t-online.de/nachrichten/pan ... toren.html

Davon ab: Holz bindet CO2, aber ein 80 Jahre alter Baum ist schnell verbrannt. Derzeit wird viel zu viel Holz geschlagen, sorry, dass ist Wahsinn was z.B. in Rumänien passiert, da regt sich kaum einer drüber auf. Wir reden übers Aufforsten, aber keinen interessiert, welcher Raubbau gleichzeitig anderswo stattfindet.

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BeitragVerfasst: 23.01.2020, 13:29 
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@25örefan
Heizöfen verursachen Feinstaub und das kann man ganz undifferenziert so betrachten und liegt damit trotzdem richtig.

Hendrik77


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BeitragVerfasst: 23.01.2020, 14:03 
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Das Kaminöfen gesundheitsgefährdenden Feinstaub erzeugen steht außer Frage und dies Binsenweisheit wurde auch von mir nirgendwo in Abrede gestellt. Wenn man das Thema insbesondere in Bezug auf die Konsequenz im Umgang mit dieser Heizquelle diskutieren, will bedarf sehrwohl einer diffenziierten Betrachtung.
Aber dazu vielleicht später mehr. Jetzt muß ich erstmal mit dem Hund raus und mich der feinstaub-, CO2- und was weiß ich noch „verseuchten„ Außenluft stellen. :wink:

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BeitragVerfasst: 23.01.2020, 15:59 
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Hier kann man sich die Feinstaubbelastung im Tagesablauf ansehen, Bsp NRW
https://kachelmannwetter.com/de/luftqua ... il-DENW208

Überraschung: In den Abendstunden ist die Belastung höher als zu Hauptverkehrszeiten

Eine schicke Übersicht über Emmissionsfaktoren unterschiedlicher Feuerungen, mal vom BAFU, dem Bundesumweltamt der Schweiz
https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q= ... v8pGXiPcWu

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BeitragVerfasst: 23.01.2020, 16:45 
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Alles (s.o.) keine Frage, aber was sollte Konsequenz sein?

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BeitragVerfasst: 23.01.2020, 16:56 
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mieke hat geschrieben:
Hier kann man sich die Feinstaubbelastung im Tagesablauf ansehen, Bsp NRW
https://kachelmannwetter.com/de/luftqua ... il-DENW208

Überraschung: In den Abendstunden ist die Belastung höher als zu Hauptverkehrszeiten



Hej Mieke,

vorhin haben hier wieder mal einige Holzofenbesitzer in der Nachbarschaft so richtig eingeheizt. Auf unserer Terrasse und der Wiese stinkt es bestialisch nach Waldbrand. Nach kurzer Zeit des Aufenthaltes draußen stinken auch die Klamotten nach verbrannten Holz. Die Terrassentür war paar Minuten einen Spalt offen. Nun stinkt es auch im Wohnzimmer.

Das Jörg Kachelmann diese ungesunde Sauerei mit so deutlichen Worten zur Sprache bringt und auch die Politiker beim Namen nennt, die diesen umweltpolitischen Schwachsinn noch fördern, verdient größte Hochachtung! Hoffentlich behält er seinen Moderatoren-Job beim Riverboat und wird nicht wie
Uwe Steimle rausgeworfen. Um mit ihm zu diskutieren habe ich mich vor einigen Wochen extra bei Twitter angemeldet.

Schuld an dem stinkenden Problem sind übrigens nicht Leute wie Gerald, die im guten Glauben an die Zusicherungen von Politik und Herstellern einen vermeintlich sauberen und vermutlich teuren Kamin gekauft haben, sondern diese Ideologie-getriebenen Politiker, die wegen der angeblichen CO2-Neutralität der Holzverbrennung, diesen krankmachenden Schwachsinn fördern.

Die Lügen vom "ökologischen Brennstoff Holz" habe ich bis vor drei Jahren auch geglaubt und in meinem früheren Haus, in Hohenwarte, tausende Packungen von Holzbriketts verfeuert. Dank Frau Merkels irrer Energiepolitik konnte ich die saubere Elektrozentralheizung, die ich 2005 einbauen ließ, nicht mehr nutzen, da sich der Heizstromtarif in 10 Jahren fast verdreifachte. Für eine neue Ölheizung fehlte mir das Geld. Der neue Besitzer des Hauses hat nun die Elektroheizung verschrottet und eine Ölheizung eingebaut.

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BeitragVerfasst: 23.01.2020, 17:39 
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25örefan hat geschrieben:
Alles (s.o.) keine Frage, aber was sollte Konsequenz sein?


1. Mit der Mär aufhören, dass allein Dieselverbote die Feinstaubbelastung in den Städten verbessern
2. Aufhören,das Heizen mit Holz als umweltfreundlich und ökologisch zu deklarieren, nur weil Holz ein nachwachsender Rohstoff ist.
3. Nicht auf Leute wie Aiwanger, der Biomassekraftwerke lobpreist, hören
https://www.pnp.de/lokales/landkreis_di ... dnung.html
Technische Lösungen wie Filter helfen im Gewissen grad bei den Emmissionen, aber die allein sind ja nicht das Problem bei Holz.
Wie kann eine Welt in Ordnung sein, in der ohne Sinn und Verstand mehr Holz geschlagen wird als gut ist und Schäden jetzt schon sichtbar sind? Sorry, Holz verbrennt schneller als es nachwächst, wie lange soll das gut gehen, wenn immer mehr mit Holz geheizt wird?
5. Keine Förderungen von Holzheizungsanlagen.
4. Einfach mal den Holzofen auslassen?

Ja, das ein oder andere wird sicher nicht gerne gehört, aber vielleicht ist es schon ein Schritt, wenn sich mehr Menschen darüber klar werden, dass das Verheizen von Holz eher kein technischer Fortschritt ist.

@Hellfried
Kenne ich, was im DK Urlaub nicht auffällt, weil die frische Brise draußen gut durchlüftet, merke ich hier daheim um somehr.
Weg von Küste, viel Wald und mit jedem neuen Kaminofen in der Nachbarschaft wird die Luft v.a. im Winterhalbjahr dicker, vornehmlich abends und an Wochenenden udn ich wohne schön nicht im Ballungsgebiet, sondern ländlich.

Ja,ja, der Kachelmann und seine Gegner auf Twitter, das kann sehr unterhaltsam sein. Denke aber, dass er beim mdr deswegen derzeit keine Probleme hat.

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BeitragVerfasst: 23.01.2020, 23:08 
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Hellfried hat geschrieben:
vorhin haben hier wieder mal einige Holzofenbesitzer in der Nachbarschaft so richtig eingeheizt. Auf unserer Terrasse und der Wiese stinkt es bestialisch nach Waldbrand. Nach kurzer Zeit des Aufenthaltes draußen stinken auch die Klamotten nach verbrannten Holz. Die Terrassentür war paar Minuten einen Spalt offen. Nun stinkt es auch im Wohnzimmer.


Das glaube ich dir einfach nicht :roll:

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BeitragVerfasst: 24.01.2020, 02:25 
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mieke hat geschrieben:
25örefan hat geschrieben:
Alles (s.o.) keine Frage, aber was sollte Konsequenz sein?


1. Mit der Mär aufhören, dass allein Dieselverbote die Feinstaubbelastung in den Städten verbessern
2. Aufhören,das Heizen mit Holz als umweltfreundlich und ökologisch zu deklarieren, nur weil Holz ein nachwachsender Rohstoff ist.
3. Nicht auf Leute wie Aiwanger, der Biomassekraftwerke lobpreist, hören
https://www.pnp.de/lokales/landkreis_di ... dnung.html
Technische Lösungen wie Filter helfen im Gewissen grad bei den Emmissionen, aber die allein sind ja nicht das Problem bei Holz.
Wie kann eine Welt in Ordnung sein, in der ohne Sinn und Verstand mehr Holz geschlagen wird als gut ist und Schäden jetzt schon sichtbar sind? Sorry, Holz verbrennt schneller als es nachwächst, wie lange soll das gut gehen, wenn immer mehr mit Holz geheizt wird?
5. Keine Förderungen von Holzheizungsanlagen.
4. Einfach mal den Holzofen auslassen?


Also letztendlich möglicherweise verbieten, statt Holz als nachwachsenden Rohstoff auch weiterhin zum Heizen zu nutzen?
Warum nicht rechtliche und technische Voraussetzungen dafür vorantreiben, dass Emissionen bei der Holzverbrennung noch weiter gesenkt als die neuen gesetzlichen Vorschriften es jetzt schon erforderlich machen? Moderne Pelletöfen sind da wegweisend. http://www.oekowaerme.de/holz_pro_contra.html

Dass Filter und andere technische Vorkehrungen möglicherweise nur geringgradig effizient sein können, widerspricht die Forschung:
Zitat:
Aus unserer Sicht sollte der Grenzwert perspektivisch bei zehn Milligramm liegen", sagt Ingo Hartmann vom Deutschen Biomasseforschungszentrum (DBFZ) in Leipzig. In einem Forschungsprojekt konnte Hartmann den Feinstaubausstoß eines Holzofens um 90 Prozent senken, indem er verfügbare Reduktionstechniken wie eine elektronische Luftregelung, einen Katalysator und einen Partikelfilter kombinierte. Zudem seien die verbliebenen Partikel deutlich weniger giftig. Hartmann unterstützt die Bemühungen des Umweltbundesamts, einen Blauen Engel für emissionsarme Öfen zu etablieren.
https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/feinstaub-so-dreckig-sind-kaminoefen-a-1256385.html

Dass diese sich nicht auf freiwilliger Basis am Markt durchgesetzt haben ist eine Preisfrage, die ließ sich wie bei den Verbrennungsmotoren jedoch durch gesetzliche Regelungen durchsetzen.

Zum Thema Wald/ Holz:
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft weist neben der ökonomischen deutlich auf die ökologische Bedeutung von Wald und eben Holz aus nachhaltiger Produktion hin.
Zudem heißt es dort, dass der Wald in Deutschland heute naturnäher bewirtschaftet wird denn je und bei einem Holzvorrat von 3,7 Milliarden Kubikmeter mehr Holz kontinuierlich nachwächst als verbraucht wird….Vgl. https://www.bmel.de/DE/Wald-Fischerei/0 ... fHolz.html
Davon, dass zumindest in Deutschland, Europas Holzland Nr.1 „ohne Sinn und Verstand mehr Holz geschlagen wird als gut ist“ kann also nicht die Rede sein.
Holzbriketts und Holzpellets stammen zum deutlich überwiegendem Teil aus Deutschland.
Für Pellets und Holzbriketts***( von mir bevorzugt) gilt zudem, dass dafür nicht extra Holz geschlagen wird:
Zitat:
Als Rohstoff für die Pelletproduktion wird in Deutschland weiterhin überwiegend Sägerestholz verwendet (86 Prozent), das als Koppelprodukt beim Holzeinschnitt anfällt. Nadelholz ist nach wie vor Hauptausgangsstoff für Pellets (93 Prozent). Es werden fast ausschließlich Premiumpellets hergestellt (98 Prozent), die zur Wärmegewinnung in kleinen und mittleren Feuerungen eingesetzt werden.
Während “normale Pellets” aus Säge- und Hobelspänen, einem Nebenprodukt der Sägeindustrie, hergestellt werden, bestehen die neuen Waldpellets® aus Waldresthölzern. Das dafür verwendete Durchforstungsholz stammt aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung.
https://blog.paradigma.de/werden-bei-der-herstellung-von-pellets-nur-holzabfaelle-verwendet/

Für die Importe (in der Hauptsache aus Dänemark und Österreich) gilt laut o.g. ähnliches. Importe aus den USA, wo Pellets aus extra dafür angepflanzten Erlen und Pappeln hergestellt werden, spielen bei uns als Import kaum eine Rolle. ( vgl. o.g. Link)
Für die Herstellung von Holzbriketts*** gilt das gleiche (ich habe zumindest nichts Gegenteiliges zu diesem Link finden können) https://www.labu24.de/magazin/klimabewusst-und-nachhaltig-die-oekologischen-hintergruende-von-holzbriketts.html

Wie es aussehen wird, wenn wie in obigem Beitrag befürchtet,,dass immer mehr mit Holz heizen werden, wird die Zukunft zeige. Allerdings heißt es hier (2019) mit Bezug auf die letzte Emissionsberichterstattung des Umweltbundesamtes (UBA):
Zitat:
Statische Erhebungen zeigen, dass die Anzahl der Feuerstätten in Deutschland in den vergangenen rund 20 Jahren relativ konstant zwischen zehn und zwölf Millionen pendelt, wobei aktuell rund elf Millionen Geräte im Einsatz sind. Die Emissionen dieser häuslichen Feuerstätten - hierzu zählen Kaminöfen, Heizkamine und Kachelöfen - sind in Deutschland seit dem Jahr 2010 deutlich und zwar um rund ein Drittel gesunken.
https://www.topagrar.com/energie/news/z ... 69957.html

PS
Wir heizen je einen Kaminofen aus dänischer und schweizer Fabrikation aktieller Verbrennungstechnik, die auch die neuesten Abgasvorschriften erfüllen. Sie unterstützen ebenso wie unsere Solaranlage die Gasheizung und sparen so bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe. Beschickt werden sie mit Holzbriketts aus sonst nicht verwertbaren Nebenprodukten (Säge- und Schleifabfall) der heimischen Holzproduktion.
Mein schlechtes Gewissen hält sich demnach in Grenzen, vor allem auch angesichts der Tatsache, dass sich andere wesentlich einfacher und billiger ihr gutes Gewissen mit der Zahlung von CO2-Abgaben auf Flugreisen erkaufen, auf die wir weitgehend verzichten.
Erst recht kein schlechtes Gewissen lasse ich mir bei aller Einsicht von Herrn Kachelmann mit der zitierten t-online Kolumne einreden, wenn er durch Feinstaub induzierte Erkrankungen wie Brustkrebs und Demenz als Folge des “vom gehobenen Mittelstand entdeckten Verbrennens von Holz als Lifestyle-Gadget“ heraufbeschwört, weil dick aufgetragen „ die schlafenden Menschen Staubwerte einatmen , wie es sie im Westen in Industriegebieten seit den 60ern/70ern, im Osten allgemein seit den 80ern nicht mehr gab und es in den heute am meisten betroffenen verkehrs- und industriefernen Wohngebieten solche Feinstaubwerte in moderner Zeit womöglich noch nie gab.“
Wer vor 30 Jahren im Winter mal des Öfteren wie ich eine polnische Grenzstadt besucht hat weiß, wie bei vorwiegend Holz- und Brikettheizung ein solches Szenario optisch und geruchstechnisch aussah.
Ein solches, wie auch das von Kachelmann beschriebene Szenario kann ich am Stadtrand einer 160.000 Einwohner zählenden Stadt, wohnend in einer Straße mit überwiegend Einfamilienhäusern, von denen viele mit Kaminöfen ausgestattet sind, wahrlich nicht nachvollziehen.
Auch dass es wie in Hellfrieds Beitrag beschrieben, möglich sein soll, im Winter beim eher kurzfristigen Aufenthalt auf der Terrasse vom Nachbarn per Kaminabgase dergestalt geräuchert zu werden, dass sogar meine Kleidung Waldbrandgeruch annimmt, habe ich noch nie erlebt und ist für mich auch schwer vorstellbar. Ein Normalgeschehen ist das mit Sicherheit nicht, es sei denn der Kaminofen ist defekt, es wird behandeltes oder nasses Holz verfeuert oder es handelt sich gar um Abluft die „zusätzlich mit hochgiftigen Gasen aus verbranntem Müll angereichert“ ist, wie Kachelmann in seiner t-online- Kolumne mutmaßend als angeblich „oft“ unterstellt. Solcherlei mag vorkommen, die Regel ist besonders letzteres mit Sicherheit nicht. Und wenn im Ausnahmefall doch, ist es einer prompten Information an die zuständigen Behörden im Interesse aller pflichtig.

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