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BeitragVerfasst: 24.01.2020, 02:30 
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25örefan hat geschrieben:
Auch dass es wie in Hellfrieds Beitrag beschrieben, möglich sein soll, im Winter beim eher kurzfristigen Aufenthalt auf der Terrasse vom Nachbarn per Kaminabgase dergestalt geräuchert zu werden, dass sogar meine Kleidung Waldbrandgeruch annimmt, habe ich noch nie erlebt und ist für mich auch schwer vorstellbar.


Wenn in unmittelbarer Nachbarschaft, in mehreren Häusern gleichzeitig, der Kamin angeheizt wird und wir, bei entsprechender Windrichtung, auf unserer Terrasse und Wiese den Rauch von den Schornsteinen frontal abbekommen, stellt sich dieses Szenario öfters ein.

Hier in unserem Wohnort wird massiv mit Holz geheizt und wenn man in den Bergen spazieren geht, sieht man oft eine regelrechte Rauchglocke über dem Ort schweben.

Kaminöfen verderben übrigens nicht nur die Außenluft, sondern können auch deren Besitzer krank machen.

"Luftqualität in den eigenen vier Wänden sinkt
Nicht alle Schadstoffe gelangen durch den Schornstein nach außen. Beim Öffnen der Ofentür oder bei undichten Anlagen gelangen Schadstoffe auch in den Raum, besonders während ungünstiger Wetterlagen. Außerdem kommt es durch die starke Erwärmung direkt am Ofen zu Luftströmungen, die beständig Staub aufwirbeln."

Quelle: https://www.cleankids.de/2018/11/07/kaminofen-waerme-mit-nebenwirkungen-schlechte-luft-dank-ofenwaerme/72666?cookie-state-change=1579828851806

Für Kaminbetreiber ist daher der Kauf eines Feinstaub-Messgerätes sicher eine lohnende Investition.

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Viele Grüße
Hellfried - Forum-Sponsor

Der Ölschnitzsee in Oberfranken


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BeitragVerfasst: 24.01.2020, 02:39 
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sammy290361 hat geschrieben:
Hellfried hat geschrieben:
vorhin haben hier wieder mal einige Holzofenbesitzer in der Nachbarschaft so richtig eingeheizt. Auf unserer Terrasse und der Wiese stinkt es bestialisch nach Waldbrand. Nach kurzer Zeit des Aufenthaltes draußen stinken auch die Klamotten nach verbrannten Holz. Die Terrassentür war paar Minuten einen Spalt offen. Nun stinkt es auch im Wohnzimmer.


Das glaube ich dir einfach nicht :roll:


Bei Holzofenbesitzern wird oft nur das geglaubt, was dem eigenen dreckigen Hobby nicht entgegensteht.

Ist bei Rauchern übrigens nicht anders. Weil Helmut Schmidt, als Kettenraucher, 96 Jahre alt wurde, ist in deren Wahrnehmung das Rauchen nicht ungesund. :mrgreen:

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Hellfried - Forum-Sponsor

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BeitragVerfasst: 24.01.2020, 06:43 
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25örefan hat geschrieben:
Zum Thema Wald/ Holz:
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft weist neben der ökonomischen deutlich auf die ökologische Bedeutung von Wald und eben Holz aus nachhaltiger Produktion hin.
Zudem heißt es dort, dass der Wald in Deutschland heute naturnäher bewirtschaftet wird denn je und bei einem Holzvorrat von 3,7 Milliarden Kubikmeter mehr Holz kontinuierlich nachwächst als verbraucht wird….Vgl. https://www.bmel.de/DE/Wald-Fischerei/0 ... fHolz.html
Davon, dass zumindest in Deutschland, Europas Holzland Nr.1 „ohne Sinn und Verstand mehr Holz geschlagen wird als gut ist“ kann also nicht die Rede sein.


Sorry, dass ist typisches green washing, wir in D machen es nicht, es passiert woanders, dass aber aus solchen Ländern Holz importiert wird, egal, unsere Weste ist weiß.
https://www.klimareporter.de/europaisch ... -in-europa

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Gabriel Laub, poln.-dt. Schriftsteller 1928-1998

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BeitragVerfasst: 24.01.2020, 09:52 
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Mielke schrieb
Zitat:
Sorry, dass ist typisches green washing, wir in D machen es nicht, es passiert woanders, dass aber aus solchen Ländern Holz importiert wird, egal, unsere Weste ist weiß.

Was hat es mit „green washig“ zu tun, wenn ich belegt darauf verweise, dass Holzpeletts und Holzbriketts aus den Abfallprodukten heimischer Hölzer hergestellt werden und von diesem Holz mehr nachwächst als verbraucht wird. Nachhaltiger geht es ja wohl kaum.
Zudem heißt es in Deinem Link im Konjunktiv
Zitat:
Auch nach Deutschland
Zitat:
könnte
illegales Holz gelangen

Dass der NABU im Gegensatz zum Bundeslandwirtschaftsministerium gegenteilig behauptet zu wissen, Deutschland konsumiere mehr Holz als es produziere, ist wegen der schweren Nachweisbarkeit nur Verdacht (siehe Text).
Die Kontrollen für Holzprodukte sind u.a. mit Trackingsystemen verschärft worden, was wiederum von einem Kritiker als nicht vollständig erachtet wird.
Ja, ja die Welt ist schlecht (und dreckig) und auch hier gilt Matthäus 7:8. :wink:

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BeitragVerfasst: 24.01.2020, 10:01 
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Hellfried schrieb
Zitat:
Bei Holzofenbesitzern wird oft nur das geglaubt, was dem eigenen dreckigen Hobby nicht entgegensteht.

Und umgekehrt :idea:
Zitat:
25örefan hat geschrieben:
Auch dass es wie in Hellfrieds Beitrag beschrieben, möglich sein soll, im Winter beim eher kurzfristigen Aufenthalt auf der Terrasse vom Nachbarn per Kaminabgase dergestalt geräuchert zu werden, dass sogar meine Kleidung Waldbrandgeruch annimmt, habe ich noch nie erlebt und ist für mich auch schwer vorstellbar.


Hellfried antwortete
Zitat:
Wenn in unmittelbarer Nachbarschaft, in mehreren Häusern gleichzeitig, der Kamin angeheizt wird und wir, bei entsprechender Windrichtung, auf unserer Terrasse und Wiese den Rauch von den Schornsteinen frontal abbekommen, stellt sich dieses Szenario öfters ein.

So steht eine Beobachtung/ Erfahrung aus Gegenden mit zahlreichen Kaminöfen der anderen konträr gegenüber. Und nun?

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BeitragVerfasst: 24.01.2020, 11:03 
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In wie weit Feinstaub und andere schädliche Stoffe aus dem Kamin auf einen wirken soll jeder für sich ausmachen, aber Tatsache ist und bleibt nun mal selbst der beste Kaminofen brennt nicht ohne Abgase bzw. Schadstoffe.

Hendrik77


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BeitragVerfasst: 24.01.2020, 18:19 
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So könnte man es auch sehen:
Holz ist gespeicherte Sonnenenergie.
Im Gegensatz zu anderen Heizstoffen wie Gas oder Öl ist Holz CO2-neutral: Holz braucht zum Wachsen Sonnenenergie und Kohlendioxid (CO2). Diese Energie und der Kohlenstoff werden im Holz gespeichert. Bei der Verbrennung wird Sonnenenergie in Form von Wärme wieder frei.


Hab mir gerade ein paar Seiten mit elektronischen Pellets-Einzelöfen angeschaut.
Sehr interessant!

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Es gibt ja nicht nur Idioten auf dieser Welt.....
aber irgendwie schaffen sie es, sich strategisch so zu platzieren, das mir jeden Tag einer über den Weg läuft.


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BeitragVerfasst: 24.01.2020, 19:35 
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Hej Zuelli,

Das mit dem Pelletofen ist kein preiswertes Vergnügen! Erstens ist das Ding teuer, dann braucht es auch noch Strom und die Pellets sind auch unverschämt teuer; von fragwürdiger Herkunft& Qualität der Pellets gar zu schweigen.
Wir haben hier einen Ofen im Haus mit ca. 15 Kw Leistung. Auf diesem Ofen kann man kochen, backen und mit einer 10Kg Holzladung am Tag 90 Quadratmeter Haus heizen. 20-23 Grad reichen im ganzen Haus vollkommen aus. :idea: Wir haben es warm, können kochen, backen und Beleuchtung auch wenn der Strom mal ausfällt :!: Hier friert keiner! An Holz kommt alles in den Ofen was Holz ist! Spanplatten, Eisenbahnschwellen , beschichtetes oder lackiertes Holz nicht. Im Winter kommen auch mal 2 Briketts über Nacht zum Gluthalten in den Ofen. Der Ofen ist seit Hausbau 1922 im Haus und hat immer zuverlässig funktioniert. Jeden Sommer wird er komplett gereinigt und bekommt einen neuen Anstrich. Einzige Modifikation : verbesserte Schamott Innenausstattung, 2 Fach Zugregulierung und einen Außenanschluss für die Verbrennungsluft!! :idea: Wir wollen ja vor lauter Behaglichkeit nicht schläfrig werden! Nach ca 5 Minuten Anfeuerungszeit ist es in der Regel vorbei mit den Rauchwolken aus dem Kaminrohr und es ist nur ein wenig Brandgeruch sowie minimal wabbernde Abluft zu sehen. Mit dem Ofen wird nicht das ganze Jahr voll durchgeheizt. Dafür ist unser Gaskessel zuständig ; und der ist wirklich supersauber in der Verbrennung ; selbst die Abgastemperatur heizt noch ein wenig der Speichertemperatur zu! Aus diesem Kaminrohr kommt im Betrieb eine Abluft mit max. 12-15 Grad.


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BeitragVerfasst: 24.01.2020, 20:13 
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Hier zu Hause hab ich leider keinen Kaminofen. Wir heizen mit Fernwärme.
Aber ich gestehe im Urlaub in Dänemark heize ich regelmäßig mit dem Kaminofen. Ist eine völlig andere, angenehme Wärme. Und spart Strom. :wink:
2 Pakete mit Kaminbriketts nehme ich auch immer mit um in der Nacht die Glut zu halten. Dann wird morgens nur mit Holz nachgeladen.

Was gibt es Schöneres, wenn man durchgepustet von einem windigen Strandspaziergang ins Haus kommt und im Ofen knackt gemütlich das Holz.
Dann die Füße hoch, ein Gläschen Wein und etwas Käse, dazu ein gutes Buch und der Urlaub ist perfekt.

Und wenn ich damit der Umwelt zuliebe darauf verzichten würde, werde ich damit auch nicht die Welt retten.

Ich sehe die ganze Sache mit dem Umweltschutz eh etwas anders. Selbst wenn Deutschland und meinetwegen auch Dänemark komplett auf das Autofahren verzichten würden, wird damit die Klimaerwärmung nicht gestoppt.

Viel wichtiger wäre die Regenwald Rodung zu stoppen. Das was der bereits gerodete Regenwald an CO2 aufgenommen hätte, können wir gar nicht einsparen.
Die Nutzung von Plastik minimalisieren, tolle Sache. Plastik ist bereits ein massives Umweltproblem.

E-Autos? Ich lach mich schlapp.
Wie soll das funktionieren? Für die breite Masse?
Ich wohne zur Miete in einem Mehrfamilienhaus. Wo soll ich denn über Nacht mein Auto laden? Steht an der Straße bzw. auf dem Parkplatz.
Ich kann das Auto ja schlecht auf meine Terrasse stellen um es nachts zu laden.
Übrigens hat mein Stromanbieter gerade die Preise angezogen. Von 22 auf 31,7 Cent. Macht bei uns 350 Euro Mehrkosten im Jahr!
In Urlaub nach Dänemark? Da muss ich sehen, das ich eine Übernachtung einplane um irgendwo das E-Auto aufzuladen...
Die heutigen Dieselmotoren sind schon recht sauber. Und da ist noch Potenzial nach oben.
Wasserstoff wäre für mich die einzige Alternative zum herkömmlichen Verbrennungsmotor.

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BeitragVerfasst: 24.01.2020, 20:27 
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Zuelli hat geschrieben:
Viel wichtiger wäre die Regenwald Rodung zu stoppen. Das was der bereits gerodete Regenwald an CO2 aufgenommen hätte, können wir gar nicht einsparen.

Das sollte nicht nur für den Regenwald gelten, sondern generell für selten gewordenen Urwälder, z.B. denen auf dem europäischen Kontinent.

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BeitragVerfasst: 24.01.2020, 22:34 
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Ziellinie schrieb
Zitat:
Viel wichtiger wäre die Regenwald Rodung zu stoppen. Das was der bereits gerodete Regenwald an CO2 aufgenommen hätte, können wir gar nicht einsparen.

Mieke schrieb
Zitat:
Das sollte nicht nur für den Regenwald gelten, sondern generell für selten gewordene Urwälder, z.B. denen auf dem europäischen Kontinent.

Das sollte nicht nur für selten gewordene Urwälder in ganz Europa, sondern für Wälder überhaupt gelten, wenn Waldflächen anders als bei deren nachhaltiger Nutzung auf einen Schlag für die Windenergie geopfert werden (sollen). Während für selten gewordene Urwälder die Gefahr des Abholzens (noch?) gering sein mag, geht es anderen klimastabilisierenden Waldflächen eher und das noch im Namen des Klimaschutzes an den Kragen.
Interessant, wie dabei das Abholzen selbst von denen verargumentiert wird, die sich sonst gegen übermäßigen Waldabbau und Holzeinschlag selbst in Wirtschaftswäldern engagieren, wie die Seite „klimareporter.de“, die mieke zum Thema , Holzverbrauch in Deutschland und illegalem Holzeinschlag in Rumänien zitiert hatte.
So wird beispielsweise die (geplante) Rodung von 85 Hektar Wald in Ostthürigen nahe St. St.Gangloff positiv verargumentiert und sogar kleingeredet, indem es zu den Bürgerprotesten heißt
Zitat:
Es sind immer nur einige wenige, die so laut sind
.
Neben diesem Hinweis werden die Proteste zusätzlich abgewertet, indem moniert wird, dass es sich bei den Protestierenden um solche handle, die nicht von Ort stammen. Zusätzlich werden die Initiativen publikumswirksam in die rechte Ecke gestellt
Zitat:
Mit dem Thema Windkraft im Wald haben die diesbezüglichen Bürgerinitiativen in Thüringen nochmal deutlich zugelegt", sagt Rothe. Das könne auch an den Energiewendegegnern in der AfD liegen.
https://www.klimareporter.de/strom/da-h ... tte-brennt
Dabei gibt es nicht nur Waldrodungen (die nicht nur ihn Ostthüringen) zugunsten von Windkraftanlagen geplant sind, sondern auch solche zugunsten wirtschaftlicher Interessen.
So in Brandenburg, wo im Zuge der Errichtung eines Industriegebietes für eine Tesla-Produktionsstätte 80 Hektar Kiefernwald fallen soll. https://www.pnn.de/brandenburg/anwohner ... 29176.html
Aber vermutlich gilt auch hier, dass der Zweck die Mittel heilige , sodass es schon 2016 hieß:
Zitat:
In vielen Bundesländern öffneten die Politiker dabei sogar geschlossene Waldgebiete für den Ausbau: In Hessen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz oder Thüringen dürfen Windkraftanlagen inzwischen mitten in Wäldern errichtet werden, sofern die nötigen Voraussetzungen erfüllt sind. Naturschutzgebiete sind davon zwar vorerst ausgenommen, doch selbst abseits dieser relativ kleinen Flächen macht das Ansinnen mittlerweile mehr kaputt, als es Nutzen durch sauberen Strom bringt.

Hieß es damals noch
Zitat:
Der Streit zwischen Natur- und Artenschützern auf der einen Seite und Klimaschützern auf der anderen geht sogar mitten durch Umweltorganisationen wie den BUND,...
so
Zitat:
hält sich [heute]der Brandenburger Nabu-Landesverband zurück.
wenn esum die Waldrodung für das Tesla-Werk geht
Zitat:
Uns geht es nicht um grundsätzliche Verhinderungen oder grundsätzliche Befürwortungen. Uns geht es darum, dass die naturschutzrechtlichen Anforderungen eingehalten werden. Das prüfen wir.“

Und vom BUND heißt es lediglich
Zitat:
Dies sei abstrus, scheine aber „rechtsfest zu sein“, sagte Schäkel. „Wir haben nicht vor, das zu verhindern.“

Auch die Grünen , mittlerweile wesentlich zahmer als in den Gründungsjahren als Protestbewegung, versichern lediglich
Zitat:
dass die Genehmigungsverfahren durch die Fachbehörde streng nach Recht und Gesetz erfolgten, ohne jedwede politischen Einflussnahmen.
https://www.pnn.de/brandenburg/anwohner ... 29176.html
PS
Auch beim Artenschutz wird zugunsten der Windkraft zuweilen mindesttens ein Auge zugedrückt:
Zitat:
Ausgerechnet der Artenschutzreferent des NABU fegt den Artenschutz weg und erklärt jetzt in einem Gespräch mit dem Deutschlandfunk, dass Rotmilan & Co nicht weiter zur Blockade von neuen Windanlagen »missbraucht« werden dürfen. Rotmilane, die durch Windräder erschlagen werden, seien nicht besonders dramatisch.
...
Doch er, Lachmann, »würde sich wünschen, dass im Artenschutz weniger auf Einzel-Individuen geschaut wird, sondern mehr auf die Gesamtpopulation.« In einem Gebiet solle nur noch eine bestimmte Anzahl von Rotmilanen leben. Er will bei Windpark-Genehmigungen »eine Ausnahme vom Tötungsverbot« zugestehen. Das Tötungsverbot steht eigentlich im Bundesnaturschutzgesetz.
Skandalöse Sätze für jemanden, der sich eigentlich um den Bestand einer bedrohten Art einsetzen sollte und zusätzlich noch im deutschen Rat für Vogelschutz sitzt.

https://www.tichyseinblick.de/meinungen ... amen-noch/

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BeitragVerfasst: 25.01.2020, 07:57 
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In Sachen Holz stellt sich u.a. die Frage ob das Bundesumweltamt Untersuchungen durchführt woher das Holz stammt, so wie z.B. bei der verlinkten Reportage oder verlassen sie sich einzig und allein auf die Angaben der Hersteller?
https://www.umweltbundesamt.de/themen/heizen-holz
Der Verbrauch an Holz in Deutschland kann u.a. laut Reportage nicht nur mit einheimischen Holz gedeckt werden und somit ist klar das Holz in Deutschland verbrannt wird was aus dem Ausland kommt.
Das mag der einzelne bestreiten aber das ändert nichts an der oben erwähnten Tatsache.

Hendrik77


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BeitragVerfasst: 25.01.2020, 10:20 
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25örefan hat geschrieben:
Interessant, wie dabei das Abholzen selbst von denen verargumentiert wird, die sich sonst gegen übermäßigen Waldabbau und Holzeinschlag selbst in Wirtschaftswäldern engagieren, wie die Seite „klimareporter.de“, die mieke zum Thema , Holzverbrauch in Deutschland und illegalem Holzeinschlag in Rumänien zitiert hatte.


Das ich einen Artikel von klimareporter.de verlinkt habe ist für alle offentsichtlich, also warum ist es im Zusammenhang mit deinen Ausführungen wichtig, darauf nochmals explizit hinzuweisen?

Zitat:
Während für selten gewordene Urwälder die Gefahr des Abholzens (noch?) gering sein mag

Abholzung von Urwäldern findet bereits statt, auch auf dem europ. Kontinent.

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BeitragVerfasst: 25.01.2020, 10:48 
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Das ist traurige Wahrheit!

Es wird Holz auch, aus als Naturschutzgebieten ausgewiesenen Wäldern in Europa , in Form von Pellets und vor allem als Holzkohle verbrannt.
Wenn es nicht gerade ein paar unerschrocken hartnäckige Leute gäbe die dem Weg der Pellets und der Holzkohle gefolgt sind gegeben hätte würde das gar nicht bekannt
werden. Offizielle Erklärungen und Angaben werden oftmals nicht gemacht oder sind schlichtweg, angesichts der rasierten Waldflächen als wenig glaubhaft anzusehen!
Sich damit herauszureden das die Klimawandelbedingte sprunghafte Vermehrung von Borkenkäfern und der damit entstandene Schaden an Nadelwäldern ein rigoroses Abholzen rechtfertigt halte ich für eine recht dürftige Begründung angesichts der Massen an Holzangeboten die eindeutig nicht aus westeuropäischen Beständen stammen und doch hier angeboten werden!
Rumänien , Bulkarien & auch Karelien gehören zu den größten Lieferanten von Holzprodukten aus illegalem Holzeinschlag in Europa. Pellets & Holzkohle sind auch die beste Möglichkeit die Herkunft des Holzes zu verschleiern aus dem die Produkte gemacht sind.
Bedauerlicher Weise können wir uns alle kaum gegen diesen Raubbau wehren: Die meisten Zeitungen und Tetra Packs stammen aus solchen Quellen.
Unglaublich? Seht euch die Kennzeichen der Papierlieferanten an die an Druckereien auf ihre Entladung warten!
Das solche Produkte in westeuropäischen Biogasanlagen und Heizkraftwerken verfeuert werden die auch noch mit Steuergeld subventionierter Umweltfreundlichkeit werben ist da schon der absolute Hohn.
Wer sich in Europa demnächst mit Wonne & Heißhunger den ersten Spargel schmecken lässt sollte erstmal zuerst die Tatsache schlucken das dieser Spargel nur schon so früh zu haben ist weil seine Anbauflächen mit Wärme aus Biogas, Hackschnitzel oder Abfallholzheizanlagen künstlich aufgewärmt wurden. Na denn, guten Appetit!


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BeitragVerfasst: 25.01.2020, 23:36 
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Hendrik77 hat geschrieben:
In Sachen Holz stellt sich u.a. die Frage ob das Bundesumweltamt Untersuchungen durchführt woher das Holz stammt, so wie z.B. bei der verlinkten Reportage oder verlassen sie sich einzig und allein auf die Angaben der Hersteller?
https://www.umweltbundesamt.de/themen/heizen-holz
Der Verbrauch an Holz in Deutschland kann u.a. laut Reportage nicht nur mit einheimischen Holz gedeckt werden und somit ist klar das Holz in Deutschland verbrannt wird was aus dem Ausland kommt.
Das mag der einzelne bestreiten aber das ändert nichts an der oben erwähnten Tatsache.

Hendrik77

Dass auch Holz aus dem Ausland kommt, muß allerdings nicht zwangsläufig bedeuten, dass es sich bei welchen Mengen auch immer bei solchem um illegal geschlagenes oder aus legalem Raubbau stammt.
Welcher Art die Gesetze/ Kontrollen/ Trackingsysteme sind, die illegale Holzimporte bzw. Importe von Produkten daraus verhindern sollen und auch können, ist hier zum Teil schon angeklungen. Inwieweit diese ausreichen, bzw. In welchem Umfang diese greifen können, wir beide wohl kaum beurteilen.
Die überwiegende Mehrheit scheint illegal importiertes Holz allerdings nicht auszumachen:
Zitat:
Die Dimensionen des illegalen Holzhandels sind für Branchenfremde kaum nachvollziehbar: 2006 stammte nach einer Analyse der EU-Außenhandelsdaten durch den WWF (zu finden in der Studie „Illegaler Holzeinschlag und Deutschland“) fast ein Fünftel des nach Deutschland eingeführten Holzes aus illegalen Holzeinschlägen. Damit lag Deutschland weltweit auf Rang 3 der Käuferstaaten. Der größte Teil der Einfuhren – über 10 Mio. m³ im Wert von mindestens 120 Mio. Euro – wurde aus Russland eingekauft.
https://www.mittelstandswiki.de/wissen/Illegale_Holzimporte#.C3.96kologisch_und_.C3.B6konomisch_verderblich

Weitere Hinweise zu Initiativen gegen die Einfuhr, Rückverfolgbarkeit und Sanktionen, Zwielichtigen Zertifikaten und zur Empfehlung von genuinen Gütesiegeln finden sich in obigen Link.
In dem Link wird von Holz zur Herstellung von Möbeln Spielzeug etc., von Tropenholz und Holz aus Osteuropa und Russland gesprochen, Holz oder Holzprodukte als Heizmaterial werden dort nicht behandelt.


Zu der Herkunft und Herstellung aus überwiegend (ca. 86%) Säge- und Schleifabfällen von Pellets und Holzbriketts hatte ich ja schon dies verlinkt:
https://blog.paradigma.de/werden-bei-de ... verwendet/

Wer als Verbraucher in Bezug auf Holz, Holzbriketts und- pellets einigermaßen sicher gehen will, hat dazu die Möglichkeit sich über verschiedene Zertifikate zu informieren.
Gute Bewertungen bei auch dort möglicher Kritik erhalten auch von offizieller Seite (Umweltverbände, Bundesumweltamt) die Siegel Naturland, FSC und PEFC. https://www1.wdr.de/verbraucher/freizei ... l-100.html

Für die technische Sicherheit, aber auch die Prüfung der Herkunft und Quelle des verwendeten Holzes sorgt das Zertifikat DIN EN ISO 17225-3 . https://www.dincertco.de/de/dincertco/p ... ungen.html

Wenn wie oben im Zitat nach einer Reportage der (Brenn-) Holzbedarf nicht aus Deutschland allein gedeckt werden kann, obwohl das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gegenteilig angibt, dass bei einem Holzvorrat von 3,7 Milliarden Kubikmeter mehr Holz kontinuierlich nachwächst als verbraucht wird….( Vgl. https://www.bmel.de/DE/Wald-Fischerei/0 ... fHolz.html). Kann ich diesen Widerspruch nicht aufklären.
Möglicherweise ist der nicht unerhebliche Holzimport nicht auf einen Mangel in Deutschland zurückzuführen, sondern darauf, dass das Holz aus deutschen Landen u.a. auch zum Heizen zu teuer ist.
Das Preisgefälle bedeutet aber nicht zwangsläufig , dass es sich bei dem günstigeren Auslandsholz mehrheitlich um illegal importiertes oder aus Raubbau stammendes Holz handelt.

Selbst die ansonsten verbots- und klagefreundliche Deutsche Umwelthilfe merkt unter dem Motto „Clean Heat“ an, dass
Zitat:
Holz [...] als nachwachsender Brennstoff eine gute Alternative zu Wärme aus Erdöl, Gas und Kohle sein [kann].
und bemüht sich statt generellen Verbots um Aufklärung und gesetzesgestützen technischen Fortschritt
Zitat:
Um den wachsenden Anteil gesundheits- und umweltschädlicher Partikel aus den Holzöfen und -kesseln privater Haushalte zu senken, haben DUH und der Danish Ecological Council die europäische Kampagne „Clean Heat“ gestartet. Dazu informieren wir Verbraucher und beteiligen uns daran, technische und politische Lösungen voranzubringen.
https://www.duh.de/cleanheat/

Bis dahin werde ich allerdings nicht auf meine beiden Kaminöfen neuester Technik beheizt mit zertifizierten Holzbriketts verzichten, selbst wenn auch mir nicht verborgen geblieben ist, dass
Hendrik77 hat geschrieben:
...Tatsache ist und bleibt nun mal selbst der beste Kaminofen brennt nicht ohne Abgase bzw. Schadstoffe.
, wobei ich mich technischen Neuerungen sicher nicht verschließen werde.

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