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 Betreff des Beitrags: Kampagne: Du bist deutschland
BeitragVerfasst: 29.10.2005, 11:03 
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Beiträge: 6
Hallo Forum!
Ich werde vielleicht ein Projekt über die Kampagne "Du bist Deutschland" schreiben und ich möchte gern wissen, was ihr über diese Kampagne denkt.
Gut oder schlecht gemacht?
Ist es eine gute Botschaft und werden sie von dieser Kampagne berührt oder beeinflußt?

Alle antworte sind super - persönliche Meinungen, Links, objektive Betrachtungen u.a.m.

Grüße, Mia


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 29.10.2005, 12:53 
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Zuletzt geändert von Tordenskjold am 12.05.2006, 10:20, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 29.10.2005, 13:52 
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Beiträge: 7839
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Tordenskjold hat geschrieben:
Hallo,
Dann zum Sinn solch einer Kampagne generell: Nützt es etwas mir zu erzählen, wie toll wir Deutschen sein können, wenn wir nur wollten? Mir kommen da erhebliche Zweifel, das Land der Dichter und Denker war einmal. Aber gut, zu meiner ganz konkreten Meinung: Kann es sinnvoll sein, bestehende Zustände durch eine flotte Medienkampagne wegzudiskutieren? Das ändert nichts an den Tatsachen, die mich beschäftigen. Nämlich mir weglaufende Lebenshaltungskosten seit der Euro-Einführung. Hohe Rentenversicherungsbeiträge, die ich bezahlen muß, um die heutigen Rentner zu finanzieren, ohne Aussicht, später auch nur annähernd solch eine hohe Rente zu bekommen. 2007 sollen die Beitragssätze zur Rentenversicherung wieder steigen, den jetzigen Rentnern wird aber versprochen, daß die Renten nicht gekürzt werden. Das hat nichts mit Generationenneid zu tun, mir fehlt nur einfach das Geld, mir eine Rente privat zusammenzusparen, die annähernd der der jetzigen Rentnergeneration entspricht.

Die Mehrwertsteuer soll angehoben werden, macht wieder weniger Geld für mich.


Was alles ein sehr gutes Beispiel für die typische sinnlose Gejammere über nix und wieder nix.

* Du jammerts, weil die MwSt vielleicht von 16 auf 18% steigen soll - wir leben seid Jahren mit 25%
* Du jammest über hohe Lebenshaltungskosten. Hier sind sie zwischen 20 und 35% höher.
* Du jammerst weil Du vielleicht nicht die gleiche extrem hohe Rente bekommen wirst, wie die jetzige deutsche Rentner. Hier hat es Renten in dieser Höhe nie gegeben.

Wenn man sich in sowohl D als auch DK bewegen, dann ist es sehr auffallend, daß es den Deutschen generel um einiges besser geht - und trotzdem wird in D sehr viel mehr gejammert. Nehmen wir doch das aus diesem Forum immer wiederkehrende Beispiel von Autosteuern. Von angehenden Umsiedlern hören wir immer wieder, daß man so gerne nach DK will, weil dort alles so viel besser ist. Aber in dem Moment, wo klar wird, daß man für sein Luxusschlitten eine Ummeldegebühr bezahlen muß, dann geht das Jammern wieder los.

Objektiv gesehen geht es den Deutschen in Vergleich mit alle Nachbarländer sehr, sehr gut - und trotzdem wird nur gejammert.

Die Mißstände über die gejammert wird sind rein subjektiv, sie bestehen nur in den Köpfen der Leute. Ich weis nicht, ob man mit solche Kampagnen die Einstellung der Menschen ändern kann, aber wenn das möglich ist, dann müßte es in diesem Fall ganz bestimmt möglich sein. Es geht ja nicht darum irgend etwas in der Gesellschaft zu ändern. Das ist gar nicht notwendig. Es geht nur darum etwas in den Köpfen zu ändern. Es geht darum die Augen der Leute ein wenig zu öffnen, damit sie erkennen, wie gut es ihnen geht.

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BeitragVerfasst: 29.10.2005, 14:27 
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Zuletzt geändert von Tordenskjold am 12.05.2006, 10:19, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 29.10.2005, 16:01 
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Registriert: 22.02.2002, 11:23
Beiträge: 4050
Hej Seeheld!

Die Kampagne scheint mir aber ganz genau darauf abzuzielen, die Deutschen aus ihrem Jammerloch rauszuholen und ihnen zu sagen:
"Hör auf, dich zu beklagen, weil der Staat dies und jenes nichtmehr für dich macht, nicht mehr machen kann - tu selbst was, statt zu jammern!"
Und wenn ich mich umhöre und dt. Fernsehen sehe,dann scheint mir dies durchaus nötig.
Da haben die Verantwortlichen anscheinend gut erkannt, daß AUCH eine Haltung in den Köpfen der Bevölkerung verändert werden muß - denn ganz zum "Guten drehen" kann es keine Regierung der Welt mehr.

Ich habe diese Kampagne mit Deutschen im Ausland diskutiert, die alle fühlen, die Deutschen jammern, ohne viel zu tun, und die alle meinen, die Deutschen leben eigentlich sooo schlecht nicht und jammern eben auf einem hohen Niveau.

Wir müssen sicher nicht darüber streiten, daß es Menschen gibt, denen es wirklich schlecht geht - die gibt es natürlich leider auch in DK.
Wir reden jetzt vom Durchschnittsdeutschen und seinen Erwartungen, und da finde ich durchaus auch, daß die Zufriedenheit bei einem Dänen schlichtweg größer ist.
Anscheinend gilt dasselbe für Amerikaner, Niederländer, Franzosen etc.

Keiner hier jammert derart über die hohen Preise, die schlechte medizinische Versorgung (ich ich habe sie in beiden Ländern leider vollauf genießen müssen und kann durchaus vergleichen!), die hohen Autoabgaben etc.
Das ist kein Thema - in Dtld. Entsprechendes durchaus - obwohl man noch nicht unter das dänische Niveau gesunken ist.
DA liegt doch vermutlich der Sinn der Kampagne - es wird ja auch nichts versprochen, es wird vielmehr versucht zu aktivieren.
Und ich finde wie die erwähnten Deutschen im Ausland, daß gerade diese Jammerei zu Passivität und Lähmung führt. DAS soll vermutlich werden.

Neid auf Dtld. - ist wohl das falsche Wort.
Ungeduld eher, denn daß uns hier dauernd erzählt wird, es sei alles so schlecht in Dtld. und alles so gut in DK führt eben dazu, daß wir auch mal die negativen Punkte hier aufführen, über die ansonsten niemand spricht, weil sie ja auch sinnigerweise für die wenigsten Deutschen hier im Forum relevant sind.
Wenn ein Geraderücken des Bildes als Neid ausgelegt wird, sind wir doch wieder bei der Grundsatzdiskussion (die ja nicht hierher gehört und schon zig mal geführt wurde), wo es besser und schlechter zu leben ist - und die kann nie zufriedenstellend generell beantwortet werden.

Man hat ja zu Beginn der Kampagne darauf hingewiesen,daß man sich an die USA anlehnt, an Kennedys Ausspruch: "Don´t ask what your coutry can do for you - ask yourself what you can do for your country."
Diese Haltung ist den Deutschen sehr abhanden gekommen, falls sie je da war.
Vielleicht hat man sie uns Deutschen auch nach dem 2. Weltkrieg abgewöhnt.

Gelungen ist mir die Kampagne auch nicht - ich verstehe Dein Unverständnis gegenüber Schumi-Bildern und -Vergleichen durchaus. Damit kann sich keiner identifizieren und es ist auch nicht so ganz ersichtlich, was nun gerade er o.ä. Personen so herausragend für ihr Land leisten.
Ta, vielleicht war die Absicht gut, mal dort anzusetzen, wo die Ursache für die miese Stimmung im Lande liegt - aber umgesetzt ist es wohl eher schlecht.
Dann doch lieber kurz und kernig wie Kennedy --- aber das sagt den Deutschen eben zu wenig, die sich lieber auf die Regierung und den Staat (wer ist das?) verlassen als auf sich selbst.

Ratlose Grüße - Ursel, DK


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BeitragVerfasst: 29.10.2005, 16:02 
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Beiträge: 7839
Wohnort: Sall
Nein, ich bin nicht neidisch :wink:

Man kann natürlich viel Zeit damit verbringen Details gegen einander aufzurechnen. Das wird kaum etwas bringen. Fest steht aber, daß es den Deutschen objektiv nicht schlecht geht.

Ja, Gejammere klingt negativ bzw. abwertend, und genau so meine ich das auch. Wenn es jemanden schlecht geht, und er sich deswegen beklagt, dann kann ich das verstehen. Wenn es aber jemanden sehr gut geht und er sich dann noch beklagt, dann nenne ich das Gejammere, und wenn ich zu lange darauf hören muß, dann kann ich schon aggressiv werden.

Es geht aber vor allem um den sehr auffallenden Unterschied zwischen unseren beiden Ländern. Ich kann mir z.B. beim besten Willen nicht vorstellen, daß es hier einen vergleichbaren Aufstand geben lönnte wegen sowas wie die Praxisgebühr oder Hartz IV. Die Kassen sind leer und dann muß natürlich etwas gemacht werden. Wo ist das Problemm?

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 29.10.2005, 16:20 
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Zuletzt geändert von Tordenskjold am 12.05.2006, 10:19, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 29.10.2005, 20:44 
Hej,

sehr schade, dass der sofort entstandene Streit offensichtlich alle Anderen lähmt eine Meinung zu der eigentlichen Frage abzugeben......

Es wäre schön gewesen ein paar mehr Meinungen zu lesen und dann hätte man vielleicht konstruktiv darüber diskutieren können.
Leider ist es jetzt sofort wieder auf die persönliche Ebene abgedriftet.

Trotzdem einmal in Kurzform meine Meinung dazu :

Ja, es ist richtig, es geht sehr, sehr vielen Menschen schlechter als uns.
Im eigenen Land und auch in anderen Ländern.
Und jeder von uns sollte darüber öfter mal nachdenken bevor man klagt !

Aber.....

es geht auch sehr Vielen sehr viel besser in unserem Land. Und wenn ich den traurigen Dackelblick von Frau Merkel sehe frage ich mich auch : wen will sie mit der Kampagne motivieren ?

Es ist gar keine Frage, wir alle müssen wohl Einschnitte hinnehmen. Die Situation wird sich nicht von alleine lösen. Egal wer regiert.
Aber wenn ich z.B. von den Gehaltsverzichten lese die Tordenskjold anspricht - warum gehen denn nicht die Regierenden mit gutem Beispiel voran ?

Meiner Meinung nach entwickelt sich die 2 Klassengesellschaft gerade sehr stark.
Und es ist leider so, dass viele am hinteren Ende nicht mehr sehr viele Möglichkeiten haben um noch zuzusetzen während am anderen Ende noch Reserven da sind.
Ich kann leider auch nicht mehr als arbeiten. Und wenn mein Gehalt immer weniger wird und meine fixen Kosten nun mal da sind. Was kann ich denn noch tun ?
Ja okay, ich kann aufhören mit dem letzten Luxus den ich mir gönne :

Nach DK fahren......

Ob sich das dann wohl so positiv für die Dänen auswirken wird die auch vom Tourismus leben ???????

Also vielleicht sollten wir alle etwas vorsichtiger sein mit den Anschuldigungen die wir sehr vorschnell verteilen. Es hat alles seine 2 Seiten.

Und trotzdem steckt viel Wahres in dem Werbespot.
Hilf Dir selbst, sonst hilft Dir keiner.

Nur in der momentanen Situation wirkt das Ganze etwas deplaziert und wird mit Sicherheit falsch verstanden.

hilsen
Felicitas


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BeitragVerfasst: 29.10.2005, 22:21 
Hej,
die Kampagne " Du bist Deutschland" trifft zwar meine Überzeugung, mit der ich jeden Tag mein Geld im Vertrieb verdiene, heisst für mich: "Nicht jammern sondern machen", wird aber nicht helfen,da unsere volksfernen Politiker, egal welcher Gesinnung, es nicht schaffen, Begeisterung zu vermitteln. Die Unzufriedenheit bzw. Politikverdrossenheit unter uns Deutschen kommt doch eindeutig daher, dass man merkt, wie wenig es die "grosskopfeten"? interessiert, wie es dem Volk geht.
Lars:Ich kenne ein paar Dänen, mit denen ich ganz gerne tauschen würde, wenn ich höre, wie gut man in DK als Facharbeiter verdienen kann (22,- € die Stunde), da träumen viele Deutsche von.
Trotzdem geht es uns Deutschen noch nicht schlecht und euch Dänen auch nicht. Und für Eure Zufriedenheit und Hygge beneide ich Euch immer.
Mange hilsen
Otto


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BeitragVerfasst: 29.10.2005, 22:29 
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Keiner hat bestritten, daß es in Deutschland manche gibt, die es schlechter geht und manche, die es besser geht. Genau so ist es auch in Dänemark. Darum geht es aber nicht.

Im Europäischen Vergleich geht es den Deutschen insgesamt objektiv gesehen relativ gut. Die Lebensverhältnissen in D, DK (und Niederlande, Schweden und Norwegen) sind im großen und ganzen in etwa vergleichbar.

Trotzdem gibt es mehrere Untersuchungen, die belegen, daß die Zufriedenheit in DK weit größer ist als in D. Diese riesige Unterschied in der Zufriedenheit ist in keiner weise durch objektive Unterschiede in den Lebensumständen erklärbar.

Ich sehe die Kampegne als ein Versuch den Deutschen klar zu machen, daß es auch viele tolle Sachen in Deutschland gibt - Sachen über die man sich eigentlich freuen müßte.

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BeitragVerfasst: 29.10.2005, 22:38 
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oeli hat geschrieben:
wird aber nicht helfen,da unsere volksfernen Politiker, egal welcher Gesinnung, es nicht schaffen, Begeisterung zu vermitteln.


Sollen die das? Ich glaube hier könnte ein Unterschied sein. Ich glaube, daß es in D eine höhere Erwartung an die Politik gibt, wo man hier vielleicht eher Erwartungen an sich selber stellt.

Z.B. wenn eine Firma dickt machen muß, dann gibt es in D doch oft der Ruf, die Politiker sollen eingreifen und die Arbeitsplätze erhalten. Das wird man hier eigentlich nie hören.

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BeitragVerfasst: 29.10.2005, 22:52 
Ja die sollten das tun, weil es niemand verstehen will, das wir begeistert von unserer Situation sein sollen, wenn unsere Politiker, egal ob Regierung oder "Borgmester" das nicht vorhandene Geld zum Fenster rausschmeissen. Darüber gibt es leider regelmässig in D Berichte.
Ist Euch sowas egal ?
Otto


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BeitragVerfasst: 30.10.2005, 08:31 
Hej,

ich benötige keine Kampagne „Du bist Deutschland“, jammere auch nicht, aber wünsche mir durchdachte Reformen für Deutschland und keine Flipchart- und Powerpointblasen mit „Konzepten“, die einfach vorschnell und „jämmerlich“ umgesetzt werden. Ich könnte dafür viele Beispiele nennen, aber ich denke, wir haben ja alle ein gutes Gedächtnis.

Viele Grüße

Lukas


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 30.10.2005, 21:43 
Obwohl ich aus guten Gründen keinen Fernseher habe, konnte ich dieser peinlichen Kampagne nicht entgehen - ich wurde bei meinem letzten Kinobesuch von ihr belästigt.

Sie ist nach dem Motto aufgebaut "Wir sitzen doch alle in einem Boot..." Jo. Nur dass die einen sich den Arsch auf dem Sonnendeck bräunen lassen, während die anderen das Fest bezahlen und dafür schuften.

Diese Kampagne stößt denn auch überwiegend auf Ablehnung. Zu plump ist die Verhöhnung der Arbeitslosen und aller anderen, die von Sozialraub und Steuererhöhungen zu Gunsten der wahren Schmarotzer und Parasiten betroffen sind...


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 31.10.2005, 06:07 
Hej,

ich kann mich Danebod nur anschliessen.

Die Idee der Kampagne ist sicherlich gut gemeint, und die Promis die dabei mitmachen meinen es sicher nur gut.

Aber irgendwie scheint die Kampagne letztendlich darauf hinzuzielen uns auf "harte" Zeiten vozubereiten.

Gesamtwirtschaftlich gesehen geht es Deutschland natürlich immer noch besser als vielen anderen Ländern.
Es ist sogar ausgemachter Blödsinn immer wieder auf dem ja so "furchtbar niedrigen" Wirtschaftswachstum herumzureiten.
Deutschland ist nach wie vor eine der größten Wirtschaftsmächte der Erde.
(Trotz aufgeblasener Bürokratie, hohen Arbeitskosten und gesellschaftlicher Überalterung.
Unsere Bevölkerung nimmt ständig ab, allerorts werden Leute entlassen, aber die aber die Wirtschaft wächst immer noch.
IST das KEINE Leistung ? :?:
Wohin soll denn unsere Wirtschaft eigentlich noch wachsen ?

Grund zur allgemeinen Mieserpeterei sollten wir also eigentzlich gar nicht haben, oder ?
Daher ist die Kampagne von der Idee eigentlich nicht grundsätzlich falsch.

Was mich daran allerdings furchtbar stört, ist das die Macher versuchen die Menschen zu motivieren, die gar nicht motiviert werden müssen.

Die allgemeine Angstmacherei und das Miesreden hat doch den einzigen Zweck die Arbeitnehmer so unter Druck zu setzen, dass sie aus Angst um ihren Job permanent Höchstleistungen bringen.
Mit dem "Erfolg" das die gleiche Arbeit von immer weniger Leuten erledigt wird.
Das dadurch "überflüssige" Personal wird dann "sozialverträglich ", das heisst auf Kosten der Sozialversicherungen und Steuerzahler abgebaut.

Die Gewinne des Unternehmers steigen also erst einmal kräftig.
Unterm Strich geht die Rechnung aber nicht auf, da die entlassenen Leute ja immer noch von irgendetwas leben müssen.
Das Geld kann aber nur dort aufgebracht werden, wo es erwirtschaftet wird.
In den Unternehmen !
Also steigen automatisch die Beiträge der Sozialversicherung und die Steuern.
Wenn diese in Deutschland zu hoch werden, dann wandern die Unternehmen aber einfach Richtung Osten ab.
Kohl und Waigel haben 16 Jahre lang versucht diese Finanzlücke durch Schulden und Sozialabbau auszugleichen.
(Wer über Eichel schimpft, der sollte froh sein das wir wenigstens Waigel los sind)

Der Abbau sozialer Leistungen sollte doch eigentlich Arbeitsplätze sicherer machen, oder?
Das Ergebnis waren aber nur steigende Gewinne und weiterer Abbau von Arbeitsplätzen durch die Abwärtsspirale Produktivitätssteigerung-durch-Leistungsdruck.
Und fröhlich ins billige Ausland abgewandert wird trotzdem, und das wird dann auch noch mit EU-Geldern untertützt, für die der Steuerzahler auch noch zur Kasse gebeten wird.

Als Argumente dafür wird dann immer der globale "Kostendruck " und die "viel zu hohen Lohnkosten" angeführt.

Leute wisst Ihr eigentlich, wer trotzdem wie bekloppt in die ganze Welt exportiert ?

Nein, Deutschland geht es nicht schlecht!
Da haben die hochbezahlten Promis im Fernsehspot schon recht.

Schlecht geht es nur den Millionen die sich gerne motivieren würden, aber denen keiner eine Chance dazu geben will.

Eine schöne Woche noch.

Hilsen
Reimund


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