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 Betreff des Beitrags: Unverständlich für Dänen
BeitragVerfasst: 20.02.2007, 09:24 
Familienministerin von der Leyen möchte die die Anzahl der KITA-Plätze verdreifachen, damit das mehr Mütter auch berufstätig bleiben - was erlebt man: Teilweise Empörung in Deutschland - es sei für die Gesellschaft nicht gut, das es als normal betrachtet wird, dass Mütter arbeite. Und es bringt Erinnerungen an der DDR wo der Staat für alles verantwortlich war.

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 99,00.html


Das ist echt ein fundamentaler Unterschied zwischen DK und DE: in Skandinavien ist es seit Jahrzenten "normal", dass die Mütter berufstätig sind, ich kann mir das gar nicht anders vorstellen - und das nicht(nur) aus finanzieller Not, aber weil die das möchten.

Ich habe das Gefühl, dass in vielen deutschen Familien die Mutter nur aus finanziellen Not arbeitet - es bestätig wenn man in diesem Forum die Beiträge von den ganzen Auswanderungswilligen lesen "Ja, ok, in DK müsste meine Frau wohl auch arbeiten gehen...." In der "idealen" Welt, ist es aus deutscher Sicht immer noch besser, dass die Mutter sich nur um Haushalt und Kinder erziehen kümmert.

Welches "System" am besten ist, lasse ich ungesagt, das Skandinavische Model sorgt gans sicherlich auch nicht für ideale Familienverhältnisse, mindestens 2x37 Std. arbeiten und ein Kind von 7-17 irgendwo abgeben. Ich finde aber Frau von der Leyen hat als Grundsats was richtiges: jede Familie sollte für sich entscheiden wie man Beruf und Familie kombiniert, das ist heute wohl weder in DE noch in DK der Fall...

Kopfschüttelnde Grüssen aus HH


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BeitragVerfasst: 20.02.2007, 09:35 
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Registriert: 22.02.2002, 11:23
Beiträge: 4050
Hej!

Ja, da stimme ich Dir zu, daß jede Familie selbst entscheiden KÖNNEN müßte, wie sie lebt - mit wieviel Berufstätigkeit der Eltern.
Denn in Dk ist ja nun leider das andere Extrem Wirklichkeit:
man wird belächelt, schief angeschaut und oft auch ausgerenzt - ja, es wird einem sogar eingeredet, man schade seinem Kind, wenn man es selbst großzieht - schon bis zum KIGA ist die Zeitspanne bei Muttern vielen Dänen zu lang und gefährlich für die soziale und weiter Entwicklung der Kinder!
Ein Kompromiß, eine wirkliche Wahlfreiheit, DAS wäre wohl im Sinne von uns allen.

Um von diesem explosiven Thema aber ein bißche nweg- und auf Deine Überschrift zu kommen-.
Es gibt ja viel e Dinge, die in jedem Land "so gehandhabt werden" und nie in Frage gestellt werden, oft auch kulturell bedingt.
Neulich habe ich dies bei einer Diskusison erlebt, wo eine junge Mutter fragte, ob andere Mütter (in Dtld.) ihr Kind auch nach draußen stellten zum Schlafen.
Eine Mutter in Norwegen, ich aus DK - wir fanden das eben ganz normal, wir sehen ja täglich die vielen Kinderwagen draußen un dhatten unsere babys auch immer draußen schlafen lassen - aber der Sturm der Entrüstung, der durch die meisten deutschen Mütter ging, war beachtlich.
Und gab mir Stoff zum Nachdenken, weil ich eben wieder einmal merkte, an welchen "Kleinigkeiten" sich unterschiedliche Kultur eben (auch) ausmachen läßt.

Hier ist das nicht nur andersrum, sondern überhaupt kein Diskussionsthema!!!!

Ebenso wenig wie es hier diskutiert wird, daß alle Kinder mindestens einmal täglich raus an die frische Luft kommen ---- in Dtld. wird das von KIGA zu KIGA unterschiedlich geregelt, und deshalb natürlich ebenso heftig diskutiert.
Hier ist das eben gar kein kein Thema.

Kennt Ihr mehr solcher eispiele, evtl. auch, wo deutsche Kultur bewirkt, daß manche Dinge gar kein Thema mehr sind ?

Daß ich in dieser Beziehung eher "deutsch" denke, weiß wahrscheinlich jeder.

Gespannte Grüße - Ursel, DK - die hofft, das Thema nicht entfremdet zu haben (aber die Hausfrauen-Berufstätigen-Diskussion ist wirklich äußérst explosiv :wink: )

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""Den virkelige opdagelsesrejse går ikke ud på at finde nye lande,
men at se med nye øjne."

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BeitragVerfasst: 20.02.2007, 09:35 
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Registriert: 28.08.2006, 12:05
Beiträge: 99
Wohnort: Nähe Trier, RLP
Hallo lillebaek,

tja, wir in Deutschland kämpfen im Moment die Gefechte, die die Skandinvierinnen (nicht nur die Däninnen) vor 50 Jahren und mehr bestritten haben.

Und auch wir werden uns wohl hoffentlich irgendwann nicht mehr dafür rechtfertigen müssen, dass wir nach jahrelanger Ausbildung auch was arbeiten WOLLEN, nicht müssen. Und das wir trotzdem ein Recht darauf haben, Kinder zu bekommen. Ja, auch dafür musste ich mich schon "entschuldigen", dass ich es gewagt habt, ein Kind in die Welt zu setzen, für das ich meinen Beruf nicht aufgeben will.

Du hast vollkommen Recht, beide Varianten, ganz Mama sein oder "nur" und dafür sehr intensiv am Abend und am Wochenende, hat Vor- und Nachteile. Und jede Familie für sich sollte das Recht haben ganz allein zu entscheiden, wie sie ihr Leben leben will.

Aber wenn es um Kinder geht, dann mischen sich immer alle ein. Auch viele, die keine Ahnung haben und unter dem Deckmantel des "mir geht es ja nur um das Wohl der Kinder"-Spruches mit auf den allgemeinen Prügel-Sack draufhauen, weil es ja alle tun und es gerade populär ist.

Gruss
Sandra


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BeitragVerfasst: 20.02.2007, 09:42 
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Registriert: 22.02.2002, 11:23
Beiträge: 4050
Du hast Recht, Sandra - die, die "zum Wohle des Kindes" vorgeben zu handeln, sind mir auch zutiefst suspekt...

trotzdem oder gerade darum fällt eben auchauf, daß die Kinderseite selten jemand befragt, beleuchtet und hört.

Gruß Ursel, DK- sehr vehemente Streiterin für die Gleichberechtigung (in Studienjahren, lange ist es her :wink: ) --- nur ist das andere Extrem eben auch nicht das Ei des Kolumbus, insofern sind die deutschen Warnungen ja nicht ganz unberechtigt..

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BeitragVerfasst: 20.02.2007, 09:43 
@ Ursel

Ich hätte da ein Beispiel: Bekannte von mir in Kopenhagen(er Rechtsanwalt, die Ärztin) verdienen gans gut Geld. Trotzdem(aus deutscher Sicht) wird die kleine Tochte jeden Morgen vom Papa auf dem Fahrrad zum Kindergarten gebracht und er fährt dann weiter zur Anwaltskanzlei auf dem Fahrrad

In DK die selbstverständlichste Sache der Welt und Kein Diskusionstema, meine Deutsche Bekannte waren sehr verwundert :D


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BeitragVerfasst: 20.02.2007, 09:57 
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Registriert: 22.02.2002, 11:23
Beiträge: 4050
Na klar, lillebäk, ich kann Dir aus eigenem Erleben ja tausend (naja, gut, hundert) ebensolche Beispiele geben.
Und????

Ich kann Dir aber auch erzählen,

... daß der foräldreorlov gerade richtig eingeführt wurde, als ich meine 1. Tochter bekam, und daß die finanzielle Seite der Regelung zumindest sehr schnell geändert werden mußte, weil überraschend :idea: viele (meistens) Mütter diesen Urlaub in Abnspruch nahmen und die Sache deshalb bald nicht mehr zu finanzieren war!

.... daß ich selber etliche dänische Mütter, die begierig auf die deutsche Seite der Grenze schielten (es ist eben oft grüner dort, wo man nicht ist!), weil dort "die Mütter zuhause beiben könnten" aufgeklärt habe, daß dies eben auch nur unter finanziellen und beruflichen Einbußen möglich ist und somit auch eine Frage der Prioritierung.

... daß viele (anders ausgebildete) Mütter ja auch (nur) deshalb Tagemsutter werden, weil sie dann die ersten Jahre doch bei ihrem (eigenen) Kind bleiben können.

Und ich kann Dir erzählen, wie man sich fühlt, wenn einem Arzt, sundhedsplejerske, Verwandte, Pädagogen, Nachbarn, ... erzählen, wie schlecht es dem Kinde ergehen wird, weil es ja "nie gelernt hat, sich sozial ohne Mutter zu bewegen", welche Probleme es bekommen wird, daß es ja niemals allein klarkommen könne und daß ihm also eigentlich sogar schade, wenn man es bei sich behalte, solange es so klein ist.

DAS ist das andere EXTREM - wozu auch noch kommt, daß nicht jeder die Traumberufe Arzt/Rechtsanwalt (oder für mich Bibliothekar) hat ...

Aus Berichten von mindestens einer Deutschen, die erst in in einem skandinavischen Land gelebt hat und jetzt in die Staaten ausgewandert ist, scheint mir, daß die USA das freie Wahlprinzip wirklich praktizieren: da leidet zumindest keine Mutter unter irgendeinem sozialen Druck, egal wie sich entscheidet.

Gruß Ursel, DK

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BeitragVerfasst: 20.02.2007, 09:59 
Ursel hat geschrieben:
Du hast Recht, Sandra - die, die "zum Wohle des Kindes" vorgeben zu handeln, sind mir auch zutiefst suspekt...



mir auch, besonders wenn sie, wie immer wieder in Deutschland, vorgeben, aus "christlicher Weltanschauung" zu handeln.

Denn dann ist KKK (Kinder Küche Kirche) nicht nur nicht mehr weit, sondern auch bittere Realität.
:wink:

....

Ganz ketzerisch: Das ganz deutsche Steuersystem (Splitting usw) und der ganz deutsche Arbeitsmarkt, das Sozialsystem, das Rentensystem, basieren immer noch auf diesen für uns Dänen sehr gestrigen Denkens.


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BeitragVerfasst: 20.02.2007, 10:00 
lillebaek hat geschrieben:
@ Ursel

Ich hätte da ein Beispiel: Bekannte von mir in Kopenhagen(er Rechtsanwalt, die Ärztin) verdienen gans gut Geld. Trotzdem(aus deutscher Sicht) wird die kleine Tochte jeden Morgen vom Papa auf dem Fahrrad zum Kindergarten gebracht und er fährt dann weiter zur Anwaltskanzlei auf dem Fahrrad

In DK die selbstverständlichste Sache der Welt und Kein Diskusionstema, meine Deutsche Bekannte waren sehr verwundert :D


Lass sie sich wundern :wink:

Ich wundere mich immer mehr über mein ExHeimatland, das man immer noch nicht weitergekommen ist, trotz "Eingemeindung" der DDR.


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BeitragVerfasst: 20.02.2007, 10:11 
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Registriert: 14.01.2007, 22:14
Beiträge: 3913
Wohnort: NN
Rørviger hat geschrieben:
Ursel hat geschrieben:
Du hast Recht, Sandra - die, die "zum Wohle des Kindes" vorgeben zu handeln, sind mir auch zutiefst suspekt...



mir auch, besonders wenn sie, wie immer wieder in Deutschland, vorgeben, aus "christlicher Weltanschauung" zu handeln.

Denn dann ist KKK (Kinder Küche Kirche) nicht nur nicht mehr weit, sondern auch bittere Realität.
:wink:

....

Ganz ketzerisch: Das ganz deutsche Steuersystem (Splitting usw) und der ganz deutsche Arbeitsmarkt, das Sozialsystem, das Rentensystem, basieren immer noch auf diesen für uns Dänen sehr gestrigen Denkens.


APPLAUS !!! Sehr guter Kommentar :D


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BeitragVerfasst: 20.02.2007, 11:29 
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christiliche Weltanschauung ist gut....hihi. Wenn man das weiterspinnt sollte mal jemand die Frage aufwerfen, wie es denn bei dieser Weltanschauung damit vereinbar ist, dass in Deutschland die meisten Kindergärten einer Pfarrei angehören....wo das doch soooo schlecht für die Kleinen ist.

Aber nochmal zum Thema zurück:

Meinem Freund wird überall auf die Schultern gekloppt, weil er Elternzeit nimmt und 2 Tage in der Woche zu Hause bleibt. (Er wollte das so und geniesst es). Naja, vielleicht nicht überall, Stänkerer (manche nennen sie Machos) gibbet immer. Aber ich werde von den gleichen Leuten angefeindet, weil ich arbeiten gehe....toll, die Väter bleiben zu Hause und kriegen dafür Applaus, die dazugehörenden Mütter kriegen dafür eins auf die Mütze.....DAS VERSTEHE ICH NICHT!!!

Und die Kinder kann man erst später fragen, ob sie es gut oder schlecht fanden. Und nicht alle werden das Gleiche antworten. Also, kann ich nur schauen, wie es MEINEM Kind im Moment in der Situation geht und muss darauf reagieren. Denn ich kenne mein Kind am Besten und kann einordnen, ob es sich Wohl fühlt oder nicht. Aber dafür muss man auch alles mal ausprobieren können/dürfen.

Bei meinem Filius scheint der Leidensdruck zumindest nicht zu hoch zu sein. Sonst würde er nicht so gerne in die KiTa gehen....und Kinder, vor allem die ganz ganz Kleinen, lügen nicht sondern sagen deutlich, wenn ihnen was nicht passt.


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BeitragVerfasst: 20.02.2007, 11:31 
Wenn man die zahlen der Letzten Bundestagswahl näher anschaut ist die wende innerhalb der CDU (und darum geht es ja) eiegentlicht nicht so überraschend.

Die partei kriegt sehr niedrige stimmzahlen, besonders bei junge Frauen....weil die Kinderpolitik nicht zum lebenslauf diese Frauen passt.

(Mann kann auch - das habe Ich getan - die CDU´ler fragen, warum Frauen eigentlich eine Ausbildung haben sollen wenn sie sowieso lieber zu hause gehen sollten).

Als Ich hier umgezogen bin - das war noch im Âra Kohl, hat de Familenpolitik mich chokiert. Zwei Freunde haben ein Kind bekommen - er ist Journalist und sie Gymnasiallehrerin. Als sie dann zu hause ging, musste er noch mehr arbeiten um Geld nach hause zu schleppen - der war müde und wollte nur Ruhe wenn er endlich zu hause war, und sie war müde und irritiert weil sie den ganzen Tag am Kind hing. Ich fühlte mich wie in die 50´er zurückgesetzt.


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BeitragVerfasst: 20.02.2007, 11:47 
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Ich danke Euch für dieses Thema. Denn da kribbelts mir sofort in den
Fingern und ich muss gleich aufpassen, dass ich nichts falsches schreibe. ;-)

Ich sags gleich vorweg: ich bin scheinbar von der konservativen Seite.
Selbst Mama zu Hause - leider NICHT Erziehungsurlaub, da die Firma
damals zumachte. Aber ich geniesse die Zeit. Ich empfand mich als
"nicht mehr ganz so junge Mama" mit meinen zarten 30 und wollte
die Zeit nach über 12 langen Berufsjahren geniessen, da wir es uns Gott Sei Dank finanzieren können. Meine dänische Schwiegerfamilie konnte das damals auch nicht begreifen und fragte das erste Jahr regelmässig besorgt, wie es mir den ginge. Ob mir denn nicht schon die Decke auf den Kopf fiele....Nein - ich war noch nie so beschäftigt und habe noch nie so viele Termine pro Woche gehabt wie jetzt. ;-)

Doch wie viele - um nicht zu sagen, alle anderen in meinem Bekanntenkreis, beide Akademiker, Grossverdiener, deutlich älter als ich beim 1.Kind und mit viel Hilfe Mama geworden, stillen ruckizucki ab um
ja schnell wieder in den Job zu kommen. Und das kann ich nicht verstehen. Der Papa ist meistens eh geschäftlich unterwegs, die Mama
dann auch noch nur abends ansprechbar....
Wenn einer von denen einen speziellen Job hätte (Manager, Europäischer Beamter etc...) oder finanziell ein Problem hätte....okay.

Aber jahrelang rummachen um schwanger zu werden, dann endlich ist es soweit, alle freuen sich mit und kaum kann das Kind eine Rassel halten
ab zur Tagesmutter ??? Sorry - da hab ich kein Verständnis.

Wieso bekommen solche Leute überhaupt Kinder ?

So - jetzt könnt Ihr auf mich eindreschen....

:wink:


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BeitragVerfasst: 20.02.2007, 12:03 
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Kaellepot hat geschrieben:

Wieso bekommen solche Leute überhaupt Kinder ?

:wink:


Weil ich der Meinung bin, ich habe auch ein Recht darauf, Kinder zu bekommen.

Und weil ich der Meinung bin, dass ich mein Kind deshalb nicht weniger liebe.

Und weil ich der Meinung bin, dass es durchaus möglich ist, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen (mit Abstrichen auf beiden Seiten).

Und weil ich der Meinung bin, dass eben nicht alle Frauen gleich ticken.

Und weil ich der Meinung bin, meinem Kind ist eine ausgeglichene Mama lieber als eine, die unzufrieden rumnörgelt, weil sie eben nicht Kindererziehung als Hauptbeschäftigung sieht.

Und weil ich der Meinung bin, dass das schlicht und ergreifend jeder selbst entscheiden muss. Der erhobenen Zeigefinger nützt hier nix.

Und weil ich der Meinung bin, das den Glucken das Kinderkriegen ja auch nicht untersagt werden sollte

Und weil ich der Meinung bin, dass "solche Leute" sich genauso um das Wohlergehen ihrer Kinder kümmern wie die, die zur Selbstaufgabe neigen.


WIESO MUSS SICH DENN JEDER FÜR SEINE LEBENSWEISE RECHTFERTIGEN MÜSSEN?

WIESO KANN MAN NICHT EINFACH DEN LIEBEN GOTT NEN WEISEN ALTEN MANN SEIN LASSEN UND SICH UM SICH SELBST KÜMMERN?

WIESO KANN MAN NICHT AKZEPTIEREN, DASS DAS, WAS FÜR DEN EINEN GUT UND RICHTIG IST, ES FÜR DEN ANDEREN NOCH LANGE NICHT SEIN MUSS?

WARUM IST DAS EINE RICHTIG UND DAS ANDERE FALSCH?


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BeitragVerfasst: 20.02.2007, 12:17 
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Hallo Sandra,

mir war klar, dass ich auf meinen Eintrag hin Schelte kassieren muss.
Das ist schon ok. :wink:
Tut mir leid, wenn Du Dich nun so angesprochen fühlst.

Aber bitte erklär mir doch einer, wieso eine Frau, die auf der Karriereleiter
schon alles Mögliche erreicht hat, Kinder möchte und
nach langer Zeit mit "Hilfe" schwanger wird und das Kind bekommt....
...wieso ist die so scharf drauf nach 4/5 Monaten wieder ins
Büro zu rennen ?

Mir hat die Arbeit auch immer Spass gemacht, aber
ich bin auch gerne dabei, wie sich mein Kind entwickelt.
Ich sehe mich weniger als Glucke, da kenn ich ganz andere Fälle.
U.a. auch die, die nur 2-3 Stunden Abends Zeit für die Kinder haben und
die dann "intensivst" verbracht werden.
Da muss man dann pünktlichst um 18:oo vom Spielplatz zurücksein,
damit das Kind im regelmässigen Essrythmus bleibt....

Ich bin sicherlich kein Freund des guten Haushalts, Küche oder wie die Klischees es so zeigen. Ich unternehme gerne viel - auch mit Kind - und treffe gerne andere Muttis oder Freundinnen. Leider muss ich immer wieder feststellen, dass das für die meisten Mütter nur Stress bedeutet und sich die meisten zu Hause mit Kind verkriechen.

Ich bedaure es sehr, dass es immer weniger Muttis gibt, die sich
die Zeit für die Kinder nehmen und/oder nehmen können.
Da schliess ich jetzt aber die Papas mit ein.
Denn wie viele Papas müssten im Büro übernachten, wenn es
nach der Firma ginge.....


So - jetzt wirds wieder Feedback rieseln....

Ich bin halt mit meiner Einstellung echt allein.....


Ihr habt ja Recht - jedem das seine. Ich kanns ja eh nicht ändern.
Aber verstehen kann ichs auch nicht.


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BeitragVerfasst: 20.02.2007, 12:30 
Ihr habt ja Recht - was ist mit den Papas? Ich finde es auch unmöglich, dass es hier in D einfach erwartet wird, dass Man(n) bis 19 oder 20 im Büro rumhockt, dann ist ja klar, das die Frau zu hause ALLES machen muss.

In Dänemark arbeiten im "normalfall" beide, dafür ist es aber auch "normal", dass sowohl Mutter und Vater "nur" seine 37,5 Std. der Woche macht und um 16.30 den Arbeitsplatz verlässt, ohne das jemand schief angeguckt wird...wie sollte es auch sonst gehen, wenn beide beruftstätig sind?


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