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BeitragVerfasst: 24.10.2019, 08:23 
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Polly hat geschrieben:
Aber wer steuert schon noch eigens solche Museen inmitten des fröhlichen Urlaubes an?
Wer Zerstreuung sucht und seine Rasselbande bespaßen muss, wird dieses Thema nicht auf der Prio - Liste ganz oben haben.



Bunkeranlagen sind nicht nur für (einige) Touristen eine Attraktion sondern auch für Historiker wie ein Bericht aus 2008 zeigt.
Damals wurde nach einem heftigen Sturm ein verschütteter Bunker freigelegt:

Zitat:
Mit der Taschenlampe in der Hand steigt Hobby-Historiker Tommy Cassoe aus einem unter Sand vergrabenen Bunker an der dänischen Westküste. Er wirkt wie eine dänische Ausgabe von Indiana Jones. „Mission beendet. Der Bunker ist leer“, sagt Cassoe und zeigt neugierigen Zaungästen am Strand von Krylen seine Beute: Rostige Konservenbüchsen, ein Plastikfläschchen mit Medizin gegen Senfgasangriffe und Stromkabel. Der Bunker sowie drei weitere waren erst vor wenige Monaten bei einem heftigen Sturm von den Wellen nach 63 Jahren freigespült worden. Ihre Entdeckung gilt unter Archäologen und Historikern als Sensation.

https://www.focus.de/panorama/vermischt ... 22441.html


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BeitragVerfasst: 24.10.2019, 10:06 
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Warnung an die Eine besondere Gruppe von,, Bunkerturisten" & Trophäensammlern:
Wenn es nicht ausdrücklich erlaubt ist sollte Man und Frau ,geschweige denn Jugendliche jeden alters äußerste Vorsicht
beim Einstieg in Bunkeranlagen walten lassen oder noch besser nicht tun !
Eltern aufpassen wenn sich die Sprösslinge am Strand langweilen und sich in die Bunkerlandschaft der Dünen verkrümeln!
Es hat leider schon tödliche Unfälle gegeben.
Nicht das jemand auf eine Mine getreten ist; aber oftmals tappen oder kriechen Menschen in stock dunkele Löcher ohne zu ahnen wie es darin oder hinter der nächsten Ecke/ Windung aussieht.
Man kann da spurlos verschwinden!
Wie es schon in Ronalds Beitrag angemerkt wurde: Nach heftigen Stürmen oder ergiebigen Regenfällen könnten Bunker und deren Einstiege freigelegt werden deren inneres Gefahrenpotential unbekannt ist.
Abstürze in ungeahnte Tiefen, sich dabei aufspießen an Metallteilen oder ertrinken! in wassergefüllten Tiefbunkern hat es hier schon gegeben.
Mitunter sind solche Anlagen auch aus oben genannten Gründen ganz gezielt mit Bulldozern zugeschoben worden!
Wenn es schon unbedingt sein muss …. niemals im Alleingang & daran denken: ein Mobilphone funktioniert in der Regel nicht in den Stahlmatten verstärkten Betonbauten ; ist also keine Lebensversicherung im Fall der Fälle!


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BeitragVerfasst: 24.10.2019, 16:40 
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BLAVANDS HUK hat geschrieben:
Meine persönliche Vermutung :
Es sollen einige Bunkeranlagen verschwinden um Platz für kommerzielle,, Ferienobjekte" aller Art zu schaffen!

Von der Pölserbude bis zum Strandhotel oder großdimensionierten Ferienanlage mit Shopping/ Outletcenter wäre da wohl alles möglich.

Da wären diese Anlagen schon aus ästhetischen Gründen im Wege weil .... dem optischen Wohlgefühl ( der rosa Brille)
abträglich.
Man muss nur erfahren Wer! sich für das ,,Verschwinden" stark macht und die Gründe erschließen sich von selbst!

Vorhergehende Aktionen dieser Art hatten in der Regel die gleichen Ursachen und haben das gleiche Ergebnis gebracht.

Da die Beseitigung der Bunker sehr kostenaufwendig ist versucht man natürlich mit allen Mitteln Steuergelder dafür einzuholen.

Wenn dann noch lange genug schöngerechnet wird was durch Neubauten an Stelle der Bunkeranlagen zu verdienen ist braucht es nur einige "Überzeugte" an der richtigen Stelle & in der richtigen Position.

Das ist in DK auch nicht anders als irgendwo sonst.



Das passt natürlich argumentativ wunderbar zusammen. Da gebe ich dir recht. Und dass sich ein Strandblick ohne Bunker vor der Nase von Investoren besser vermarkten lässt, ist nachvollziehbar. Und dass die sich dafür einsetzen... sowieso.
Nur: Wenn die vorhergehenden Aktionen (2013/2015) deiner Vermutung nach in der Regel die gleichen Ursachen und Ergebnisse gebracht haben.....
.... magst du dann mal aufzählen, wie viele dieser abgerissenen Bunker
Bild

im direkten Zusammenhang mit den folgenden Dispensationen von 2015 stehen?

- Nordals Ferieresort i Sønderborg Kommune
- New Nordic Coast i Gribskov Kommune
- Øhavscenter Christiansminde i Svendborg Kommune
- Aquapark Møn i Vordingborg Kommune
- Safari Lodge Knuthenborg i Lolland Kommune
- Blåvand Strandpark i Varde Kommune
- Besøgscenter Stevns, UNESCO verdensarv i Stevns Kommune
- Strandlivet ved Fjellerup Strand i Norddjurs Kommune
- Løkken Klithotel i Hjørring Kommune
- Søndervig Feriepark I Ringkøbing-Skjern Kommune

Und wie viele dann vielleicht doch nur abgerissen wurden, weil sie gefährlich für Strandbesucher wurden.

Wenn du mehr weißt, dann werde bitte auch konkreter. Sonst ist mir dieses Kommerzlobbybashing zu sehr aus der Hüfte geschossen. :wink:


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BeitragVerfasst: 24.10.2019, 18:57 
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Beiträge: 411
Sollten all diese bereits abgerissenen Bunker als allgemeine Gefahr für Leib und Leben von Anwohnern & Passanten ausgewiesen worden sein?
Für mich persönlich wäre das der einzig nachvollziehbare Grund!
Auf die Vernunft , Intelligenz und natürlichen Respekt von ,,Bunkerbesuchern" & ,, Bekrabbelern" kann man ja nicht unbedingt setzen; selbst wenn teilweise vor Ort Warnschilder auf die Gefahr hinweisen aber ignoriert werden!
Einzäunen? Wäre genau so effektiv wie Warnschilder!
Selbst auf Skallingen aufgestellte Schilder ,, Minengefahr" & auf den Wegen bleiben hält nicht Jeden ab querbeet zu gehen.
Wer glaubt auf oder in einen Bunker krabbeln zu müssen und dabei zu Schaden kommt hat meiner Meinung nach selbst schuld!
Wenn sich solche Unfallopfer oder deren Angehörige darauf berufen das das Betreten der Anlagen ja nicht ausdrücklich verboten sei weil ,, da stehen ja keine Verbotsschilder" oder ,, da ist ja nichts abgesperrt" und auch noch nach Entschädigung , Schmerzensgeld wegen Mangel an Hinweisen auf einen Gefahrenbereich oder Absperrungen klagen und Gerichte bemühen ist der Aufschrei in der Öffentlichkeit perfekt weil das Eigenverschulden der Opfer dann zuerst mal in den Hintergrund rückt.
Gelangt das Ganze auch noch in die Presse & Fernsehen werden so Kommunalpolitiker zusätzlich unter Druck gesetzt und manchmal auch zu voreiligen Handlungen genötigt= die Gefahrenstelle muss sofort beseitigt werden!
Die Gefahr das diese Hauruck Aktionen auch noch so ausgelegt werden können das die Gefahrenquelle bekannt aber keiner was getan hat, zum Eigentor werden kann besteht zusätzlich.
Häufen sich also derartige Unfälle in einer Region werden Statistiken zusammen gestellt und können zum Argument für Abrissbefürworter werden von Denen es Einige eigentlich gar nicht wollen das abgerissen wird!
Was für die Einen eine Gefahrenstelle darstellt die nur beseitigt werden muss weil das öffentliche Amt darauf drängt und kostenträchtige Gerichtliche Auseinandersetzungen drohen ist für Andere ein Segen weil Ihren Interessen diese Betonklötze im Wege stehen und sie den Abriss kostenlos bekommen und sich nicht vorwerfen lassen müssen die Klötze wären NUR ihrer Interessen wegen mit Steuergeldfinanziertem Abriss verschwunden .
Der üble Nachgeschmack das Wenige davon profitieren was eine Mehrheit finanzieren muss lässt sich nicht restlos beseitigen & bleibt.


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BeitragVerfasst: 24.10.2019, 20:39 
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Okay... also nichts Konkretes :wink:

Zitat:
Sollten all diese bereits abgerissenen Bunker als allgemeine Gefahr für Leib und Leben von Anwohnern & Passanten ausgewiesen worden sein?

Ja, wurden sie laut Kystdirektoratet.

Was ist denn die Alternative? Hunderte "Betreten Verboten" Schilder? Strandabschnitte einzäunen? Strände sperren? Bunker instand halten, zumauern und neu verputzen und verklinkern? Weitläufige Badeverbote für die nächsten hundert Jahre? Das wäre natürlich alles sehr viel pragmatischer und hübscher anzusehen.

Was ist denn jetzt das Problem? Dass Verbotsschilder nichts bringen oder dass Geschädigte die Kommunen in den Ruin treiben, weil es keine Verbotsschilder gibt?

Warum buddelt man denn die Minen aus Skallingen? Warum wurden dafür Steuergelder verschwendet? Lasst sie doch liegen und appelliert an den gesunden Menschenverstand. Ist doch viel schöner, so ein vermintes Gebiet.

Da wird bei Henne der Giftmüll aus den Dünen gebaggert und die Hoteliers machen sich die Taschen voll. Da profitiert ja sonst wirklich niemand von!

Das ist wirklich ziemlich link von den Kommunen, dass sie versuchen, Gefahrenstellen zu beseitigen.


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BeitragVerfasst: 24.10.2019, 21:48 
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Gesunden Menschenverstand vorausgesetzt: 8)
Wer sind die Mitglieder des Küstendirektorates und welch Hintergrund/ Beweggrund hat sie in ihr Amt gebracht ? :?:
Wenn sich diese Personen nicht in die Karten sehen lassen :arrow:
Sich einfach mal den Jetztzustand der ehemaligen Bunkerstandorte ansehen und registrieren was an diesen Stellen steht oder ob die Bunker einfach nur weg sind! :!:
Das ist sicher kein Hexenwerk diese Stellen zu finden sofern die Kommunalverwaltungen/ das Küstendirektorat bereit sind über den ehemaligen Standort Auskunft zu geben ! :wink:
Ein eindeutiges Bild ergibt sich dann von selbst! Das Ergebnis aber auch realistisch sehen & als Fakt anerkennen!
Bitte versteht mich nicht falsch!
Bunker die am Klippenrand stehen und von denen Gefahr droht das sie jeder Zeit unkontrolliert auf den Strand stürzen könnten sollten kontrolliert dorthin befördert werden; frei graben ,runterschubsen &
notfalls durch Sprengung gezielt dorthin befördern.
Dort angekommen können die Betonklötze wenigstens noch als Schattenspender oder Wellenbrecher bei der nächsten Sturmflut dienen und der Aufwand hat neben der Beseitigung einer Gefahrenstelle noch einen Sinn erfüllt.


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BeitragVerfasst: 25.10.2019, 00:40 
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@BLAVANDS HUK
Ach herrje... :roll:
Schau mal, es ist bekannt, dass dir zu intensiver Tourismus und seine Folgen ein Dorn im Auge sind. Hast ja recht!
Man kann auch diskutieren, ob die Bereitstellung von gefahrlos erlebbarer Natur Steuergeld bringt oder Steuergeld kostet. Schön und gut!

Was ich nicht verstehe ist dein bedeutungsschwangeres Geraune von Behauptungen und Vermutungen. Was soll das?
Wer lässt sich wo nicht in die Karten schauen? Was genau war jetzt faul an der Sache?

Ja wer sind diese Wahnsinnigen von Kystdirektoratet und warum hassen sie uns so?
Hier ein gutes Beispiel der Profitgier und der geschichtsvergessenen Unbedarftheit aus dem folder "Immaterielle værdier i forbindelse med kystbeskyttelse", herausgegeben von dieser düsteren Sekte, von der keiner so recht weiß, wer das eigentlich ist und was sie vorhaben:
Bild
Ein Ansatz von Kulturerbe und Freizeitwert im Einklang... Pfui sage ich da nur. :mrgreen:

Zitat:
Sich einfach mal den Jetztzustand der ehemaligen Bunkerstandorte ansehen und registrieren was an diesen Stellen steht oder ob die Bunker einfach nur weg sind! :!:
Das ist sicher kein Hexenwerk diese Stellen zu finden sofern die Kommunalverwaltungen/ das Küstendirektorat bereit sind über den ehemaligen Standort Auskunft zu geben !

Ja mach das doch, du hast doch Zeit. :) Das ist insofern kein Hexenwerk, als kystdirektoratet die Detailkarten über jeden einzelnen Bunker damals ins Netz gestellt hat, was zarte Rückschlüsse auf deren Bereitschaft dazu andeuten könnte, Auskunft zu geben. Aber wir stellen lieber erst einmal infrage, ob diese korrupten Lümmel dies tatsächlich getan haben werde würden sollten.

--> Vigsø
--> Klitmøller
--> Nr. Vorupør
--> Lyngby
--> Agger Tange
--> Thyborøn
--> Harboøre Tange
--> Langerhuse-Vrist
--> Vejlby
--> Fjand
--> Vester Husby
--> Vedersø Klit
--> Houvig
--> Blåvand

Dabei gab es drei Kategorien:
Zitat:
Kategori 1 er de bunkers, der er i så dårlig tilstand, at de udgør en fare for badende og andre, der opholder sig i nærheden af dem. De er oftest placeret i havet eller tæt på havstokken.
Kategori 2 er de bunkers, der er i en sådan tilstand, at de inden for en kortere årrække vil erodere så meget, at de bliver til fare for badende eller andre gæster. Ofte ligger de lidt længere oppe på stranden.
Kategori 3 er de bunkers, som ligger længere tilbage i klitterne, og som ikke ser ud til at udgør en umiddelbar fare for besøgende ved dem.

Die meisten entfernten Bunker sind der ersten Kategorie zuzurechnen. Was Sinn macht, da dort die Einflüsse am stärksten sind, die dafür sorgen, dass die Armierungen hervortreten. Es ging also vornehmlich nicht um Klippenlage. Und betroffenen Objekte haben ja als Wellenbrecher gedieht, deswegen waren sie ja in dem Zustand.
Ich bezweifle auch, dass an den freien Stellen nun überall Pølserbuden mitten in der Wasserlinie stehen. Aber wenn du magst, dann kannst du das nochmal überprüfen und dokumentieren. Dann ergäbe sich ein eindeutiges Bild von selbst. Aber das Ergebnis bitte auch realistisch sehen & als Fakt anerkennen!


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BeitragVerfasst: 25.10.2019, 06:27 
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Beiträge: 411
Ja, ich weiß!
Wer auf Missstände hinweist macht sich nicht nur Freunde.
Das Steuergelder, die an Stelle für dringender benötigte soziale Projekte ,in die Beseitigung von im Wasser liegenden Bunkerresten verbraten werden muss auch nicht Jedem gefallen.
Wer zum Baden , Surfen oder sonstigen Wassersport freiwillig und vollkommen zwanglos das dem Menschen bestimmte Element Land verlässt tut das auf eigene Gefahr.
Und diese Gefahr kann auch darin bestehen sich nicht nur an Muschelscherben sondern auch am Menschen gemachten Element Armierter Beton zu verletzen.= Mit deiner Geburt begibst du dich in Lebensgefahr :?
OT :
Einer gewissen Tradition folgend rennen männliche Jugendliche in Südjytland mit Anlauf und einem riesen Sprung auf einen großen Findling.
Dabei brechen sich immer wieder Einige die Knochen oder schlagen sich die Schädel auf.
Niemand, auch keiner der ,,Geschädigten" hat bisher die Forderung gestellt den Findling zur vorbeugenden Gefahrenabwehr zu entfernen. :wink:


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BeitragVerfasst: 26.10.2019, 11:37 
BLAVANDS HUK hat geschrieben:
Einer gewissen Tradition folgend rennen männliche Jugendliche in Südjytland mit Anlauf und einem riesen Sprung auf einen großen Findling.
Dabei brechen sich immer wieder Einige die Knochen oder schlagen sich die Schädel auf.
Niemand, auch keiner der ,,Geschädigten" hat bisher die Forderung gestellt den Findling zur vorbeugenden Gefahrenabwehr zu entfernen. :wink:

Es sollte doch wohl unterschieden werden zwischen natürlichen Gefahren und solchen durch Menschenhand geschaffenen. Ansonsten müsste ja jede Klippe, Steilhang, Steilküste, Bergwanderweg etc. mit einem zwei Meter hohen Zaun gegen möglichen Absturz gesichert werden.
In Deutschland ist es beispielsweise so, dass der Bauherr eines Einfamilienhauses für die Folgen eines Unfalles von auf der Baustelle spielenden Kindern oder neugierigen Erwachsenen haftbar ist, sofern die gesamte Baustelle nicht durch einen Bauzaun abgesichert ist. Ein Schild wie „Betreten der Baustelle verboten, Eltern haften für ihre Kinder“ ist in einem gerichtlichen Rechtsstreit ohne Belang. Deshalb sollte ja auch jeder Bauherr eine Bauherrenhaftpflichtversicherung abschließen.
Da stellt sich die berechtigte Frage wie es ist, wenn ein ortsfremder Schwimmer nichts von irgendwelchen Bunkerresten weiß und sich beim Baden an einem offen liegenden Armierungsstahl eines den Behörden bekannten aber bei Flut überspülten und nicht sichtbaren Bunkers übelst verletzt.
Die deutschen Krankenkassen verlangen bei Unfallverletzungen fast immer einen Unfallbericht des geschädigten Krankenversicherten. Da kann es dann durchaus zu unangenehmen Haftungsfragen kommen.


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BeitragVerfasst: 26.10.2019, 11:52 
Ich möchte nicht falsch verstanden werden. Unabhängig von einer von Bunkerresten ausgehende Gefahr können die Bunker und Bunkerreste von mir aus weiterhin an den Stränden der Nordsee und anderswo verrotten. Ich bekomme davon keinen Augenkrebs zumal ich derartige Orte erst gar nicht aufsuche. Es darf aber doch wohl die Meinung geäußert werden dass man es begrüsst, wenn derartige Überbleibsel aus dem letzten oder vorletzten Krieg entfernt werden. Schließlich wird an mehreren Orten Dänemarks an Gedenkstätten und Museen an die Besatzungszeit hinreichend erinnert. Die Entfernung der Bunker ist ja nicht gleichzusetzen mit "Aus den Augen aus dem Sinn."


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BeitragVerfasst: 26.10.2019, 12:28 
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Hinnerk schrieb
Zitat:
Es darf aber doch wohl die Meinung geäußert werden dass man es begrüsst, wenn derartige Überbleibsel aus dem letzten oder vorletzten Krieg entfernt werden.

Es hat doch auch keiner untersagt, die diesbezügliche Meinungsäußerung zu untersagen, oder habe ich etwas übersehen...

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"Es sieht der Mensch die Welt fast immer durch die Brille des Gefühls, und je nach der Farbe des Glases erscheint sie ihm finster oder purpurhell."
H. C. Andersen
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BeitragVerfasst: 26.10.2019, 13:29 
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:D HINNERK,
der Findling ist ein anerkanntes Kulturdenkmal!
Es gehen auch in DK nur Blinde in Begleitung im Meer schwimmen!
Eine Sicherungspflicht kann man bei diesen im Wasser liegenden Objekten nicht realisieren.
Jeder der ins Wasser geht tut es auf eigene Gefahr!
Wen man unbeschadet über den Tag kommen will darf man morgens kein Bein aus dem Bett schwingen.
Hätte der D-DAY 1944 an der dänischen Westküste stattgefunden würde es hier heute anders aussehen.
Die ganze Westküste wäre total zerbombt worden und es wären mehr Dänen als Wehrmachsoldaten dabei umgekommen.
Seht euch bitte mal an wie die Franzosen mit den Hinterlassenschaften an deutschen Bunkeranlagen umgehen.
Dort wird auch gebadet und Wassersport aller Art getrieben.
Haben die Leute dort eventuell mehr Sinn für selbstverantwortliches handeln und sind sich bewusster was sie tun?
Wer weiß denn heutzutage als Däne schon das die Bunkeranlagen im Wehrmachtsauftrag von Dänen gebaut wurden.
Oder sind sich einige Dänen eigentlich dessen bewusst und möchten ihre Denkmäler selbst gebauter ,, Schandflecke" am liebsten, koste es was es wolle verschwinden lassen?
Manch Region an der vom Tourismus abhängigen Westküste würde davon profitieren wenn Platz für Neues geschaffen würde.
Aber nur um ,, Betonfreie Aussichten" und Barrierefreie Badestrände in Badeanstaltsqualität zu schaffen Steuergelder verbrennen?
Wenn ich ja nun auch Gegenargumente und Einwände von KROGEN zu lesen bekommen habe :
Sollten einige Küstenurlauber, nach lesen meiner Gefahrenhinweise bez. Betreten,, Bekrabbeln" und allgemeinem Aufenthalt in
Gebieten mit Bunkeranlagen für sich, ihren Kinder & Hunde Fragen bei Sommerhausvermietern und Schlüsselbuden stellen kann das für Letztere eine unangenehme Aufgabe werden ehrliche & wahrheitsgemäße Antworten zu geben.
Geschweige denn das die Gefahrenhinweise in die Beschreibungen der Sommerhausanbieter mit aufgenommen müssten und die Urlauber nicht erst vor Ort darüber informiert würden. Das könnte manchen Urlauber im Voraus vergraulen andererseits
wüsste dann Jeder aber auch was Ihn erwartet!


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BeitragVerfasst: 26.10.2019, 15:41 
BLAVANDS HUK hat geschrieben:
:D HINNERK,
der Findling ist ein anerkanntes Kulturdenkmal!

Ist ja auch ok. Wenn sich von dem jemand in den Rollstuhl stürzt ist es sein Problem. Wie ich bereits sagte kann man nicht jeden Steilhang, Klippe oder Gebirgspass mit einem zwei Meter hohen Zaun absichern. Das gilt auch für den Findling.
Zitat:
Es gehen auch in DK nur Blinde in Begleitung im Meer schwimmen! (…) Wen man unbeschadet über den Tag kommen will darf man morgens kein Bein aus dem Bett schwingen.

Man kann natürlich alles ins lächerliche ziehen, nur wird man damit der Thematik nicht gerecht.
Zitat:
Eine Sicherungspflicht kann man bei diesen im Wasser liegenden Objekten nicht realisieren.
Jeder der ins Wasser geht tut es auf eigene Gefahr!

Zustimmung! Aber wenn nun zuständige Behörden mögliche Gefahren, die von den Bunkern und Bunkerresten ausgehen beseitigen wollen spricht meiner Meinung nach nichts dagegen. Und wie bereits erwähnt gibt es auch in Dänemark etliche Mahnmale, Gedenkstätten und Museen, die an unsere jüngere Geschichte erinnern.
Zitat:
Oder sind sich einige Dänen eigentlich dessen bewusst und möchten ihre Denkmäler selbst gebauter ,, Schandflecke" am liebsten, koste es was es wolle verschwinden lassen?

Und wenn es so wäre? Haben wir (Deutsche) uns da einzumischen?
Zitat:
Manch Region an der vom Tourismus abhängigen Westküste würde davon profitieren wenn Platz für Neues geschaffen würde.
Aber nur um ,, Betonfreie Aussichten" und Barrierefreie Badestrände in Badeanstaltsqualität zu schaffen Steuergelder verbrennen?

Der Tourismus ist nun mal in gerade strukturschwachen Gebieten (nicht nur in DK) eine wichtige Einnahmequelle. Auch wenn ich persönliche eine unverbaute Dünenlandschaft und menschenleere Strände vorziehe kann wohl kaum von Steuerverbrennung gesprochen werden. Schließlich leben viele Dänen vom Tourismus.


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BeitragVerfasst: 26.10.2019, 15:58 
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Beiträge: 6058
Wohnort: Niedersachsen
Hinnerk schrieb
Zitat:
Der Tourismus ist nun mal in gerade strukturschwachen Gebieten (nicht nur in DK) eine wichtige Einnahmequelle. Auch wenn ich persönliche eine unverbaute Dünenlandschaft und menschenleere Strände vorziehe kann wohl kaum von Steuerverbrennung gesprochen werden. Schließlich leben viele Dänen vom Tourismus.

Die Bunker waren allerdings bisher kaum ein wirklich tourismusschädigendes Problem.
Vielfach dagegen eine beworbene Attraktion.

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H. C. Andersen
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BeitragVerfasst: 26.10.2019, 17:20 
25örefan hat geschrieben:
Hinnerk schrieb
Zitat:
Der Tourismus ist nun mal in gerade strukturschwachen Gebieten (nicht nur in DK) eine wichtige Einnahmequelle. Auch wenn ich persönliche eine unverbaute Dünenlandschaft und menschenleere Strände vorziehe kann wohl kaum von Steuerverbrennung gesprochen werden. Schließlich leben viele Dänen vom Tourismus.

Die Bunker waren allerdings bisher kaum ein wirklich tourismusschädigendes Problem.
Vielfach dagegen eine beworbene Attraktion.

Da fragt sich, womit sich mehr Touristen angesprochen bzw. angezogen fühlen: Mit verfallenen Bunkern oder schönen Sandstränden ohne aus dem Strand oder Wasser herausragenden Betonklötzen, Mauern, Bunkerresten und Armierungsstahl wo Eltern immer aufpassen müssen, dass ihre Kinder da nicht verstecken spielen.


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