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 Betreff des Beitrags: Touristenallergie ???
BeitragVerfasst: 15.10.2016, 14:17 
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Registriert: 21.03.2010, 16:55
Beiträge: 179
Hallo,
ich habe das Thema bewust nicht Ausländerfeindlich genannt , aber ich merke eine deutlich wachsende Abneigung gegen deutsche ? Touristen .
Gerade sind wir aus unserem Urlaub zurück. Und dieses Mal ist es doch besonders Auffällig gewesen .
In Geschäften / Bäckereien wird man zwar nicht gerade feindlich behandelt ...aber die freundlichkeit die wir so kannten in Dänemark bleibt doch arg auf der Strecke . Klar , jeder hat mal einen schlchten Tag , und die Saison ist lang . Aber es sind doch gerade an der Nordsee in den bekannten Urlaubsorten die Urlauber die das Geld in die Geschäfte bringen .
Und es ging so weit , dass uns im Vorbeifahren von Schulkindern , so vielleicht sechste Klasse , der Mittelfinger gezeigt wurde .
Wir selber sind höflich und zurückhaltend, also keine Querulanten ........
Waren das jetzt wirklich Aussnahmen und unglückliche Momentaufnahmen oder wie empfindet ihr das ???
Gruss Anja


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 Betreff des Beitrags: Re: Touristenallergie ???
BeitragVerfasst: 15.10.2016, 15:14 
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Registriert: 10.07.2010, 16:33
Beiträge: 1611
Wohnort: NRW
Das kann ich so nicht bestätigen. Wir waren gerade an der Ostsee (dort waren nicht viele
Deutsche) und uns ist wie immer sehr freundlich begegnet worden. Einzige Ausnahme war
eine Asiatin (Bedienung bei einem Købmand), die allerdings auch kein dänisch sprach und
bei allen Kunden extrem unfreundlich war. Das kann man also nicht als Maßstab nehmen.

Auch im Mai/Juni an der Nordsee ist mir dergleichen nicht aufgefallen. Ich hoffe also mal,
dass Deine Erfahrung wirklich eine Häufung von Ausnahmen war.

Hilsen
Johanna


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 Betreff des Beitrags: Re: Touristenallergie ???
BeitragVerfasst: 15.10.2016, 16:09 
Großbritannien und Dänemark sind die einzigen EU-Staaten, die sich an der Flüchtlingspolitik nicht beteiligen. Das Problem mit den Flüchtlingen geht den Dänen quasi am A…. vorbei. Wiederholt wurde ja auch hier im Forum bereits Häme über die Staaten geäußert, die sich ihren menschlichen Pflichten bewusst sind und helfen. So gesehen kann man schon sagen, dass in Dänemark die Ausländerfeindlichkeit größer ist als z.B. in Deutschland. Sie wird in der Öffentlichkeit nur nicht so offenbar. Wo es keine oder fast keine Flüchtlinge gibt gibt es auch keine öffentlichen Demonstrationen gegen die Asylpolitik. Aber auch für eine liberalere Flüchtlingspolitik wird nicht geworben. Dänemarks Bürger scheinen mit ihrer rechtspopulistischen Regierung um Lars Løkke Rasmussen zufrieden. So gesehen sind die Dänen ein Volk von Wegsehern die nach dem Motto leben „Hauptsache, mir geht’s gut“. Wahrscheinlich würden es die meisten Dänen begrüßen, wenn entlang der deutsch-dänischen Grenze so etwas wie die chinesische Mauer errichtet wird, vorausgesetzt, es bleibt noch eine kleine Lücke für die Einkäufe im Flensburger Aldi oder im Scandinavian Park.

Nun bekommen natürlich auch die Dänen in den Medien live mit, was außerhalb ihrer „Insel der Glückseeligen“ passiert und sind erschrocken. Nein, solche Vorfälle, wie sie aus Deutschland fast wöchentlich erreichen wollen sie in ihrem Märchenstaat nicht. Und es geht Angst um im Volk. Angst davor, dass die Flüchtlingswelle auch Dänemark eines Tages auf sie überschwappen könnte. Und diese Angst schlägt dann bei nicht wenigen Dänen auf Ablehnung und teils sogar Hass um. Und wenn das Feindbild erst einmal gezeichnet ist wird nicht mehr unterschieden zwischen Syrern, Irakern, Afrikanern oder Deutschen. Da wird dann alles in einen Topf geworfen.
Auch wegen der „Willkommenskultur“ der deutschen Regierung sind wir bei vielen Dänen nicht mehr die lieben Nachbarn. Schließlich tragen wir die Schuld daran, dass so viele Flüchtlinge, die den Weg nach Deutschland gefunden haben in Dänemark an die Tür klopfen. Na ja, momentan nicht mehr. Unsere Kaiserin hat ja nun einen Pakt mit dem Teufel geschlossen und eine Abhängigkeit geschaffen wie zwischen einem Junkie und seinem Dealer. Aber das ist ein anderes Thema.

Aber vielleicht ist ein wenig klar geworden, was ich meine. Ich selbst habe die von dingo beschriebene Ausländerfeindlichkeit die sich gegen mich richtet noch nicht feststellen können. Aber ich weiß, dass es sie gibt. Immer wenn wir unser Haus in Jütland aufsuchen, welches wir uns seit langer Zeit als Altersruhesitz herrichten (meine Frau wohnt bereits dort) verbringen wir lange Abende mit unseren Nachbarn am Kamin. Während die Frauen über Themen sprechen, von denen wir Männer nichts verstehen, spiele ich mit Jakob Schach. Daneben philosophieren wir über Gott und die Welt (bei Jever Pils und Aalborg Aquavit). :D Jakob war Lehrer und hat die letzten 15 Jahre an der Universität als Politologe im Fachbereich Gesellschaftswissenschaften gelehrt. Jetzt befindet er sich in Pension.
Wir haben uns wiederholt über die dänische Politik unterhalten, wobei natürlich auch das Thema Flüchtlinge nicht ausgelassen wurde. Jacob erzählte mir von verschiedenen Studien, die über viele Jahre immer wieder neu durchgeführt werden. Und die ergeben ganz klar einen Rechtsruck in der Bevölkerung. Grund: Angst vor Entfremdung und davor, abgeben zu müssen. Schließlich kosten Flüchtlinge dem Staat (= Bürger) Geld, viel Geld!

Dennoch glaube ich, dass die von dingo beschriebenen Erfahrungen in Dänemark nicht die Regel ist. Ich pendle ja nun ständig zwischen D und DK und habe diese Erfahrung noch nicht einmal machen müssen. Sollte aber wider Erwarten doch einmal eine Deutschfeindlichkeit bekanntwerden und sich in den Medien verbreiten könnte dies dem dänischen Fremdenverkehr empfindlich schaden. Die rund 40.000 Vermieter von Ferienhäusern würden das zu spüren bekommen. Und es sind ja nicht nur die Ferienhausvermieter die von ihren Gästen leben.
Nicht nur die Deutschen reagieren da empfindlich. Bespucken lassen will sich im Urlaub niemand. Auch will wohl niemand den „Stinkefinger“ auf sich gerichtet sehen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Touristenallergie ???
BeitragVerfasst: 15.10.2016, 17:31 
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Beiträge: 1629
Wohnort: Nordjylland
@ Anja
Das kommt dann wohl vom Naheliegendsten :
Wie man in den Wald hinein ruft , so schallt es zurück.
Erlebe ich hier immer wieder , dass Touristen sich wie die Könige benehmen
und das Personal in den Geschäten sogar beleidigen.
Nur das lässt sich mittlerweile hier auch keiner mehr gefallen.
Bevor Du nun schreibst so was mache ich doch nicht , gehe
in Dich und überlege mal genau. Dann passt der Schuh wieder.

Schönes Wochenende

_________________
Der Teufel ist nicht so schwarz, wie man ihn malt


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 Betreff des Beitrags: Re: Touristenallergie ???
BeitragVerfasst: 15.10.2016, 18:12 
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Beiträge: 1249
Wohnort: Hannover, Deutschland
Hej,

ich war in diesem Jahr insgesamt 5 Wochen in Dk. An der nördlichen Ostsee- und Nordseeseite als auch an der mittleren Ostsee- und Nordseeseite, also in verschiedenen Gegenden Dänemarks.

Mir ist es jedenfalls nicht aufgefallen, dass ich in den Geschäften oder anderswo unfreundlich behandelt wurde. Ganz im Gegenteil, ich fand z.B., dass man in den Supermärkten, wo an den Wochenenden viele Schüler arbeiten, freundlicher behandelt wurde als in manch anderen Jahren. So als ob alle Angestellte einen Höflichkeitskurs belegen mussten :wink:

Allerdings bin ich auch bemüht immer einige dänische Wörter an den Mann bzw. Frau zu bringen, soweit meine rudimentären Dänischkenntnisse dies zulassen.

Hilsen Herma


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 Betreff des Beitrags: Re: Touristenallergie ???
BeitragVerfasst: 15.10.2016, 18:33 
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Beiträge: 958
Wohnort: Hamburg
Moin.
Kann ich auch nicht bestätigen.
Alle super nett und freundlich :mrgreen:
Ist mir auch so noch nie passiert.
Ich kenne in Dänemark nur einen Verkäufer, der unfreundlich ist, wenn man es so nennen kann.
Ein Muffelkopp halt.
Ist er aber zu allen Kunden. Dann gleicht es sich wieder aus :mrgreen:
Wenn es dort nicht so leckeren Backfisch gäbe, wäre ich auch woanders hin gegangen...

_________________
Es gibt ja nicht nur Idioten auf dieser Welt.....
aber irgendwie schaffen sie es, sich strategisch so zu platzieren, das mir jeden Tag einer über den Weg läuft.


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 Betreff des Beitrags: Re: Touristenallergie ???
BeitragVerfasst: 15.10.2016, 19:12 
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Wohnort: Niedersachsen
breutigams hat geschrieben:
@ Anja
Das kommt dann wohl vom Naheliegendsten :
Wie man in den Wald hinein ruft , so schallt es zurück.
Erlebe ich hier immer wieder , dass Touristen sich wie die Könige benehmen
und das Personal in den Geschäten sogar beleidigen.
Nur das lässt sich mittlerweile hier auch keiner mehr gefallen.
Bevor Du nun schreibst so was mache ich doch nicht , gehe
in Dich und überlege mal genau. Dann passt der Schuh wieder.

Schönes Wochenende

Vielleicht wäre breutigams vor seiner Antwort besser in sich gegangen, bevor er auf den Antwortbutton gedrückt hat.
Überall auf der Welt gibt es auch mal unfreundliches Verkaufs- und anderes Personal oder Kinder bzw. Jugendliche, die sich daneben benehmen.
Nur in DK nicht, nein da ist es die böse Touristin (in diesem Fall die Threadstellerin) die diese schlechte Erfahrung machen mußte, weil sie dieses Verhalten provoziert hat. Und da soll sie doch (wie naheliegend :roll: ) gefälligst in sich gehen und den Grund erstmal in ihrem eigenem Verhalten suchen und das obwohl sie in ihrem Eingangspost noch schrieb "Wir selber sind höflich und zurückhaltend, also keine Querulanten".
Ist letzteres nicht erstmal als glaubwürdig hinzunehmen?
Nun kann es ja noch angehen, dass unfreundliches Verhalten von Verkaufs- und anderem Personal auch eine Reaktion auf ungebührliches Kundenverhalten sein kann, was aber soll denn um Himmelswillen den "Gruß" mit dem Mittelfinger bei Schulkindern provoziert haben :shock: ???
Und zur Frage der Threadstellerin:
"Waren das jetzt wirklich Aussnahmen und unglückliche Momentaufnahmen oder wie empfindet ihr das ???"
Ich persönlich würde die gemachten Erfahrungen nicht überbewerten und tatsächlich als "unglückliche Momentaufnahme" sehen.
Über 50 Jahre DK-Urlaube haben zumindest mir gezeigt, dass die o.g. schlechten Erfahrungen mit Verkaufs- oder anderem Personal oder Kindern/ Jugendlichen eher die Ausnahme sind, wie sie aber dennoch in jedem anderen Urlaubsland gemacht werden können.
Auch habe ich in den letzten Jahren keine Tendenz zur Zunahme von Unfreundlichkeit feststellen können. Von daher würde ich nicht weiter darüber nachdenken.

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 Betreff des Beitrags: Re: Touristenallergie ???
BeitragVerfasst: 15.10.2016, 19:22 
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Beiträge: 179
Nee nee breutigams , der Schuh passt überhaupt nicht und wird er auch nicht , egal wie tief ich in mich gehe. Wieso sagst du sowas, du kennst mich doch gar nicht .
Ich bin übrigens selber Dienstleister und werde nie schlechte Laune oder Probleme an meinen Kunden auslassen .
Es ist ja auch nicht so dass ich da alle unter Generalverdacht stelle . Viele Dänen sind sehr nett und ich versuche auch immer meine Sprachkenntnisse zum Besten zu geben . Manchmal wurde ich sogar verstanden :D so ein bisschen Volkshochschule halt ....
Aber wenn sogar meinem Mann aufgefallen ist dass sie Stimmung schlechter wird .....der kann wirklich allem noch was positives abgewinnen ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Touristenallergie ???
BeitragVerfasst: 16.10.2016, 11:28 
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Beiträge: 1500
Wohnort: Schleswig-Holstein
Kann diese Eindrücke nicht nachvollziehen, fühlte mich bisher immer willkommen in DK.

Vielleicht liegt der Eindruck, Dänen seien nicht so höflich manchmal auch einfach nur daran:
"Ifølge Elin Fredsted skyldes dette imidlertid også, at tyskerne tit overser de non-verbale høfligheds-signaler som danskerne normalt bruger mange af. Dansk og tysk sprog har udviklet nogle forskellige måder at udtrykke høflighed på. Det danske sprog synes mere præget af non-verbale udtryk - f.eks. et lille nik, et lille smil, gestik med hænderne, osv."
(Quelle:http://www.tysk.dk/fredsted.shtml)

_________________
Würde Hirnlosigkeit vor Kopfschmerzen schützen, könnten die Aspirin-Produzenten ihre Läden schließen.
Gabriel Laub, poln.-dt. Schriftsteller 1928-1998

Der Verstand und die Fähigkeit ihn zu gebrauchen, sind zweierlei Fähigkeiten.
Franz Grillparzer, öster. Dramatiker 1791-1872


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 Betreff des Beitrags: Re: Touristenallergie ???
BeitragVerfasst: 16.10.2016, 12:01 
mieke hat geschrieben:
"Ifølge Elin Fredsted skyldes dette imidlertid også, at tyskerne tit overser de non-verbale høfligheds-signaler som danskerne normalt bruger mange af. Dansk og tysk sprog har udviklet nogle forskellige måder at udtrykke høflighed på. Det danske sprog synes mere præget af non-verbale udtryk - f.eks. et lille nik, et lille smil, gestik med hænderne, osv."

Aha. Die deutschen Urlauber sollten sich also bemühen, auch die nonverbale Sprache der Dänen zu verstehen (im positiven Sinne) und auch ihre Zufriedenheit entsprechend zum Ausdruck bringen.
Ist dies damit gemeint:
dingo hat geschrieben:
Und es ging so weit , dass uns im Vorbeifahren von Schulkindern , so vielleicht sechste Klasse , der Mittelfinger gezeigt wurde.

Ist das so ein Beispiel der nonverbalen Art?
:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Aber Spass beiseite. Ich denke, dass Ausraster Einzelner nichts über die Denkweise eines ganzen Volkes aussagen. In Dänemark gibts jede Menge Idioten, in Deutschland und anderen Ländern aber auch. Wollen wir jetzt eine Rankingliste erstellen und darüber streiten, welches Land "touristenfreundlicher" ist?


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 Betreff des Beitrags: Re: Touristenallergie ???
BeitragVerfasst: 16.10.2016, 12:06 
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Beiträge: 2326
Wohnort: Vestjylland
@ Dingo: Vielleicht hatten die Stinkefingerkids vorher gerade ihr Hassfach Deutsch und der Lehrer hat versucht, ihnen deutsche Grammatik einzubleuen :mrgreen:
Als hier lebende deutsche erlebe ich keine Anfeindung, höre aber oft von einer gewissen Touristenmüdigkeit derer, die nicht vom Tourismus profitieren.
Volle Parkplätze, Schlangen im Supermarkt, Turis, die ihre Hunde mit in die Geschäfte nehmen, viel Verkehr, Deutsche, die einfach auf deutsch, gerne noch mit Dialekt auf ihr dänisches gegenüber einreden, etc. Das sind auch keine Vorurteile, das ist Realität an der Westküste.
Diese Reaktionen gibt es aber auch anderswo mit viel Tourismus.

@Hinnerk, das Asylanten und Deutsche in einen Ausländertopf geworfen werden, erlebe ich absolut nicht.
Auch sind Flüchtlinge durchaus sichtbar, in fast jedem kleinen Kaff bei uns sind Asylanten, in den regionalen Sendern und Zeitungen sind oft Erfolgsgeschichten von in den Arbeitsmarkt integrierten Asylbewerbern und es gab sogar Charmeoffensiven von kleinen Gemeinden, um Flüchtlingsfamilien zu behalten, da die eigene Bevölkerung schwindet.
Im Gegensatz zu den osteuropäischen Staaten hat DK durchaus einen Teil Flüchtlinge aufgenommen. http://refugees.dk/fakta/tal-og-statist ... g-hvorfra/

LG Tina


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 Betreff des Beitrags: Re: Touristenallergie ???
BeitragVerfasst: 16.10.2016, 13:03 
Nochmals: Mir ist in Dänemark noch kein touristenfeindliches Verhalten von Dänen deutschen Touristen gegenüber aufgefallen, in Frankreich schon eher.
dina hat geschrieben:
Vielleicht hatten die Stinkefingerkids vorher gerade ihr Hassfach Deutsch und der Lehrer hat versucht, ihnen deutsche Grammatik einzubleuen :mrgreen:

Wenn dem so wäre sollte evtl. einmal geprüft werden, warum das Fach Deutsch bei dänischen Schülern ein Hassfach ist.
(Ich weiß, du hast hinter deinem Beitrag einen Smilie gesetzt. Schön, wenn man noch Spass versteht.) :mrgreen:
Zitat:
Als hier lebende deutsche erlebe ich keine Anfeindung, höre aber oft von einer gewissen Touristenmüdigkeit derer, die nicht vom Tourismus profitieren. Volle Parkplätze, Schlangen im Supermarkt, Turis, die ihre Hunde mit in die Geschäfte nehmen, viel Verkehr, Deutsche, die einfach auf deutsch, gerne noch mit Dialekt auf ihr dänisches gegenüber einreden, etc. Das sind auch keine Vorurteile, das ist Realität an der Westküste.

Also, wer sich in Dänemark über volle Parkplätze beschwert, dem ist nicht zu helfen. Vielleicht mag das für Kopenhagen zutreffen, ich weiß es nicht. Was aber beispielsweise Viborg, Randers und Aalborg betrifft, da staune ich immer wieder. Selbst in den Sommerferien kann ich da bis an die Fußgängerzone heranfahren und finde ohne jedes suchen sofort einen freien Stellplatz.
Schlangen im Supermarkt? Ja, das sind aber überwiegend Dänen. Natürlich gibt es aber Ausnahmen, und zwar an den Küstenbadeorten, wo im Sommer mehr Urlauber als Einheimische wohnen. Dabei sollte aber nicht vergessen werden, dass die Märkte von Aldi, Lidl und anderen Lebensmittelketten dort gar nicht errichtet worden wären, wenn es die Touristen nicht gäbe. Als es die Touristensiedlungen mit hunderten von Ferienhäusern an einem Ort noch nicht gab gab es da vielleicht einen kleinen Tante-Emma-Laden. Für den größeren Wocheneinkauf musste dann erst in den 10 oder 20 km entfernten größeren Ort gefahren werden. So gesehen profitiert die einheimische Bevölkerung doch sehr von den Touris.
Hunde im Geschäft: Sehe ich in Dänemark genau so selten wie in Deutschland. und weil ich selber einen Hund habe, habe ich für solche Dinge auch ein Auge! Ja, im Tommerhandel (Baumarkt) in Viborg bin ich im Sommer mal fast über einen lebenden aber schlafenden vierbeinigen Teppich gestolpert. Hat mich da aber nicht gestört. Ich kann auch nicht sagen, ob es ein Urlauberhund war.
Einreden in deutscher Sprache auf dänisches Verkaufspersonal? Wird es geben, keine Frage. In Deutschland aber auch. Sollte nicht der Rede wert sein.
Zitat:
Diese Reaktionen gibt es aber auch anderswo mit viel Tourismus.

Diese Aussage kann ich nur unterstreichen!


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 Betreff des Beitrags: Re: Touristenallergie ???
BeitragVerfasst: 16.10.2016, 13:49 
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Registriert: 17.12.2006, 19:07
Beiträge: 2326
Wohnort: Vestjylland
Hinnerk, dann komm mal nach Ringkøbing, hier ist eigentlich das ganze Jahr Saison, und die genannten Beispiele erlebe ich hier dauernd.
Mich stört kein Hund im Geschäft, ich kann meinen ja zuhause lassen, aber der Turi eben nicht, da Hunde nicht allein im Haus bleiben dürfen, und im Auto ist es oft zu warm.
Vielen Einheimischen ist das gar nicht bewusst.
Frag mal die Hauspflegekräfte, die die Holmslandroute haben, wasden Verkehr angeht, genauso geht es aber auch der Gemeindeschwester im Garmischer Land, und die flucht auch.
Und die Touristen machen natürlich ihre Erfahrungen in den Touristenhochburgen und nicht in Kellerup oder Brande :mrgreen:
Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich in Berlin auch sehr oft von Touristen gestresst war und mich im Alltag behindert gefühlt habe, da ist die eine oder andere bissige Bemerkung leider nicht ausgeblieben :oops: Berliner Schnauze halt :mrgreen:
Hier versuche ich zu helfen und dolmetsche auch mal.
Ich versuche auch, das Deutschenbild etwas differenzierter darzustellen, also weg von Gründlichkeit, Sauberkeit, "Ordnung muss sein", Besserwisserei, Humorlosigkeit, dicken Autos und Oktoberfest,weil ich mich darin absolut nicht wiederfinde :?
( Diese Attribute verbinden leider viele mit D.)

Was den Sprachunterricht angeht, so erleben viele junge den als negativ, trocken, langweilig und schwierig, mit der Grammatik im Vordergrund. Ich habe privat schon etwas Nachhilfe gegeben, mit Schwerpunkt aufs Sprechen und versucht zu vermitteln, das die Alltagssprache in D lange nicht so förmlich und steif ist, wie angenommen.

LG Tina


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 Betreff des Beitrags: Re: Touristenallergie ???
BeitragVerfasst: 16.10.2016, 14:20 
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Registriert: 23.07.2015, 07:39
Beiträge: 592
Das Thema hatten wir schon so oft und doch gibt es immer wieder Erklärungs oder Beratungsbedarf. Warum glauben/setzen Turisten voraus,das es ganz natürlich ist in Dänemark seinen dänischen Gegenüber ,egal ob im Laden oder privat nicht in seiner Muttersprache ansprechen zu brauchen? Ist das ein:In dänischen Feriengebieten haben gefälligst alle deutsch zu verstehen und zu sprechen,denken?Nach dem Thema: ich lasse hier meine Euros und dann kann ich das verlangen! Gerade die deutsche Sprache ist eine Sprache mit vielen harten/hart klingenden Lauten.Und in Verbindung mit einer ,,harten``Gestik(z.b auf die Hände in die Hüften/auf die Ladentheke gestützt;am,,besten``noch etwas vorgebeugt...)in unangemessen empfundener Lautstärke kann so etwas zu gar nicht beabsichtigten Missverständnissen führen.Auf BEIDEN Seiten!Die Einen haben es eventuell gar nicht so gemeint aber die Anderen haben es so empfunden und umgekehrt! In der Tat profitieren die Feriengebiete vom Turismus.Aber eben nicht die ganze Bevölkerung! Die ganze Bevölkerung beteiligt sich aber an den Kosten für die Erschliessung Neuer und der Erhaltung Alter Infrastruktur in den Feriengebieten.Was nicht selten dazu führt das dringend nötige Projekte für die Einheimischen in den Hintergrund geschoben werden.Es können also viele Gründe zusammen kommen die manche Dänen dazu verleiten könnten selbst einmal,,stinkig`` zu werden und ihrem Unmut Luft zu machen.Und wahrlich viele empfinden das Ende der Turisaison als eine gewisse Befreiung.Egal ob sie in der Brache arbeiten oder nicht! Die Sache mit dem Stinkefinger.....Kinderkram! Könnte aber auch daher kommen das der Lehrer in der Schule etwas von :wenn Ihr gross seid und in der Turismussbrache arbeiten wollt(müsst?) müsst! ihr aber richtig deutsch lernen! gesagt hat! Dann könnten die Stinkefinger von den Jenigen die müssen! gewesen sein!


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 Betreff des Beitrags: Re: Touristenallergie ???
BeitragVerfasst: 16.10.2016, 14:34 
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Registriert: 21.03.2010, 16:55
Beiträge: 179
Ok Ok wollte jetzt hier keine Diskussion auslösen die vom hundertsten ins tausendste führt.
Ich schrieb Anfangs das die Saison lang ist und ich kann die Menschen ja verstehen wenn es ihnen irgendwann reicht .
Ich erwarte nicht dass alle grundsätzlich deutsch können und bin auch nicht der laute Deutsche mit Ellenbogen . Einige Jahre Volkshochschule haben mich ein Wenig der Sprache gelehrt , die ich auch gerne mal anwende . allerdings .....das ist den Dänen die gut deutsch sprechen glaub ich zu anstrengend :mrgreen:
ich werde also dieses Jahr als unglückliche Häufung von Ausnahmen ansehen .
Übrigens . Im Tierfuttergeschäft in Ringköbing hab ich mit einer sehr netten Dame geplaudert :D
ich wollte auch nicht alle über einen Kamm scheren .....ihr wisst schon.
also danke für konstruktive Antworten ...die anderen überseh ich einfach .
Schönen Sonntag noch


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