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BeitragVerfasst: 27.05.2020, 14:46 
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Eines vorab: Es liegt mir fern, den dänischen (Lokal)Politikern und den Investoren großer Ferien- und Freizeitanlagen vorschreiben zu wollen, was sie aus ihrem „Gold“ an den Küsten (vornehmlich der Westküste) machen. Dennoch meine ich, dass die fortlaufende „Urbanisierung“ der dänischen Westküste eine Diskussion wert ist. Initialzündung für die Eröffnung dieses Threads war die Empörung eines Users darüber, dass ich die Vokabel „herfallen“ im Zusammenhang mit dem beginnenden Touristenstrom zu Beginn der Sommerferien in die dänischen Ferienhausgebiete benutzte und aktuell auch dieser Beitrag, den ich jetzt aber nicht negativ empfinde:
mieke hat geschrieben:
Ich gestehe jedem zu, dass das Leben in ein einem vom Tourismus geprägten Ort nicht nur positive Seiten hat, aber das Wort herfallen, wirkt leider so, als würden sich die (dt.)Touristen gegen den Willen der Dänen aufdrängen und auftauchen. Die geballten Touristenmengen sind vielerorts allerdings Folge des massivem Ausbaus von Ferienhausgebieten, ich kann mich gut an Zeiten erinnern, in denen es bspw. in Nymindegab und Umgebung deutlich beschaulicher zuging. Selbstverständlich habe ich mich als Tourist rücksichtsvoll zu benehmen, aber ich finde sehr befremdlich, als seien an den Touristenströmen in DK allein die Touristen Schuld. Dabei hat man auch von dänischer Seite mancherorts, gerade an der Westküste, alles an Ferienhäusern hingesetzt was nur irgendwie ging, um möglichst viele Touristen anzulocken.
Und jetzt stört es, wenn die es auch wagen anzureisen?

Auch du solltest nicht so viel in Aussagen anderer hineininterpretieren. Ja, ich habe die Vokabel "herfallen" benutzt und rechtfertige weiterhin meine Aussage. Wenn du dir anschauen würdest, was an den ersten Ferienwochenenden vornehmlich Samstags in den großen Ferienhausgebieten stattfindet kommt man zu einer derartigen Formulierung. Ähnliches habe ich bisher nur auf Korsika erlebt, als in ganz Italien die Sommerferien begannen. Grauenhaft!
Auch diese Aussage ist interessant:
Pantali hat geschrieben:
Zum Thema "Herfallen":
Ich glaube, man nimmt das völlig anders wahr wenn man hier vor Ort lebt und einfach sehr deutlich den Unterschied zwischen dem Alltag ohne Touristen (egal woher) und mit Touristen mitbekommt.
Im Normalfall kommen wir zu bestimmten Zeiten kaum von unserem Grusvej auf die Hauptstraße, einfach weil (dt.) Auto an Auto vorbeifährt - Wartezeiten bis zu 10 Min. sind da leider normal...

Ich mache dafür auch nicht die deutschen Urlauber verantwortlich und will deshalb auch keinesfalls über sie herziehen. Ich finde es nur einfach entsetzlich, was an der Westküste in den letzten 20 Jahren passiert ist und wie diese Entwicklung immer weiter geht. Investoren kaufen jede Hütte, deren beste Zeiten längst vorüber sind auf, machen sie platt und errichten neue Edelunterkünfte mit Pool und allem Schickimicki, die sich eine Familie mit durchschnittlichem Einkommen nicht (mehr) leisten kann. Einfache, bezahlbare und trotzdem familiengerechte Unterkünfte werden immer weniger oder es werden solche im Stil des sozialen Wohnungsbaus errichtet.
Was aber schlimmer ist: Immer mehr Natur wird für die Tourismusindustrie insbesondere an der Westküste Dänemarks geopfert. Da frage ich mich, ob es Ziel der Lokalpolitiker ist, da ein zweites Maspalomas zu erschaffen, von der deutsch-dänischen Grenze bis nach Skagen und dabei der Erhalt der Natur dann eine völlig untergeordnete Rolle spielt nach dem Motto hauptsache der Rubel bzw. die Krone rollt.

Zum Vergleich: In Deutschland gehören die Dünenbereiche an der Nordsee zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer und stehen unter sehr hohem Schutz. Das Betreten insbesondere der Randdünenbereiche ist in der Regel streng untersagt. Auf den ausgewiesenen Dünenpads sind Hunde grundsätzlich an der Leine zu führen. Wer sich nicht daran hält riskiert ein Bußgeld. In Holland sieht es genau so aus. Auf der Insel Texel beispielsweise patroullieren Scouts in den Dünen und greifen bei Zuwiderhandlungen hart durch. Da werden dann schon mal am Ende eines Dünenpads abgestellte Fahrräder bzw. Mountainbikes an eine schwere Eisenkette gelegt. Deren Eigentümer können dann ihre Räder gegen Zahlung eines Bußgeldes auslösen. Blöde nur, wenn so etwas an einem Sonntag passiert und der Eigentümer noch am selben Tag mit der Fähre zurück ans Festland will.

Böse wird das auch für Hundehalter, die ihren Hund in den Dünen toben lassen und sich noch darüber freuen, wenn der einen brütenden Fasan oder schlimmer noch ein Fasanenpaar von ihren noch ans Nest gebundenen Jungen verscheucht die dann u.U. verhungern.

Derlei Verhalten von Urlaubern ist leider an Dänemarks Küsten relativ häufig zu beobachten. Man muss es nur sehen wollen. Problem ist, dass auf den Naturschutz viel zu wenig hingewiesen wird. Im Stillen wird einfach an die Vernunft der Urlauber geglaubt. Aber mit dem Glauben ist es ja so eine Sache…
Vor 30 Jahren und noch früher war das alles kein Thema. Da gab es noch nicht die großen Ferienhausansammlungen und den damit heute verbundenen negativen Seiten. Klar, Menschen die sich nicht benehmen können und nach der Devise leben „Hoppla, jetzt komme ich“ gab es schon immer. Nur waren das früher eben weniger. Die Natur konnte das verkraften.

Unternehmer die von dieser Entwicklung leben mögen diese ja vielleicht begrüßen und schauen über einige Missstände einfach hinweg. Da sieht selbst der kleine Bäcker nur die $$ vor seinen Augen und freut sich über jedes neue Ferienhaus oder gar neue Ferienhaussiedlung, die in seinem Einzugsbereich errichtet wird. Viele die Natur liebenden Dänen, die nicht von der Tourismusindustrie an der Küste leben betrachten diese Entwicklung aber mit großer Sorge.

Meine Meinung: Man kann nicht immer jeden Frevel an der Natur mit Strukturschwäche und notwendiger Stärkung der Wirtschaft rechtfertigen.

Während meines Studiums lernte ich mal einen weise Spruch:
„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann.“

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BeitragVerfasst: 27.05.2020, 15:52 
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Na Hinnerk schrieb
Zitat:
Böse wird das auch für Hundehalter, die ihren Hund in den Dünen toben lassen und sich noch darüber freuen, wenn der einen brütenden Fasan oder schlimmer noch ein Fasanenpaar von ihren noch ans Nest gebundenen Jungen verscheucht die dann u.U. verhungern.

Derlei Verhalten von Urlaubern ist leider an Dänemarks Küsten relativ häufig zu beobachten.

Wenn das schon wieder so mit unbedachten Pauschalverurteilungen und Schuldzuweisungen mit nicht nachprüfbaren Mengenangaben losgeht, kannst Du „Deinen“ in Teilen eigentlich diskussionswürdigen Thread gleich wieder in die Tonne treten.
Um Dich zu rechtfertigen
Zitat:
Ja, ich habe die Vokabel "herfallen" benutzt und rechtfertige weiterhin meine Aussage. Wenn du dir anschauen würdest, was an den ersten Ferienwochenenden vornehmlich Samstags in den großen Ferienhausgebieten stattfIndet
braucht es diesen Thread nicht.

Ich mache seit über 50 Jahren in Dänemark zu allen Saisonen, zunächst als Kind, dann mit Frau, später auch Kindern und mittlerweile mit Frau und Hund an der West- und Ostseeküste Dänemarks Urlaub. Das von Dir geschilderte falsche Verhalten (siehe Zitat) ist mir in den vielen Jahren noch nie untergekommen, wenn es auch vereinzelt vorkommen mag.

Zitat:
Im Stillen wird einfach an die Vernunft der Urlauber geglaubt

Was nach meinen Beobachtungen in DK auch ganz gut klappt, nicht schlechter zumindest als an den niederländischen Küsten mit restriktiveren Maßnahmen begleitet von quadratmetergroßen ge-und Verbotsschildern.
Zitat:
Klar, Menschen die sich nicht benehmen können und nach der Devise leben „Hoppla, jetzt komme ich“ gab es schon immer. Nur waren das früher eben weniger.

Nein, letzteres sehe ich nicht so. Zwar sind die Urlauber mehr geworden, das Bewußtsein um die Natur ist jedoch eher proportional mehr gewachsen.

Zitat:
Ja, ich habe die Vokabel "herfallen" benutzt und rechtfertige weiterhin meine Aussage. Wenn du dir anschauen würdest, was an den ersten Ferienwochenenden vornehmlich Samstags in den großen Ferienhausgebieten stattfindet kommt man zu einer derartigen Formulierung

Nicht „man“ kann zu solchen Formulierungen kommen sondern „Du“ artikulierst sie in kritischem Gegensatz zu anderen so.
Zitat:
Ich mache dafür auch nicht die deutschen Urlauber verantwortlich und will deshalb auch keinesfalls über sie herziehen. Ich finde es nur einfach entsetzlich... Grauenhaft...

Dann lass es doch einfach..., es sei denn Dir ist an Ereiferung gelegen und willst gleichzeitig Dein eigenes Wohlverhalten und damit „Gutsein“ demonstrieren.
PS
Zitat:
Während meines Studiums lernte ich mal einen weise Spruch:
„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann.“

Wo hast Du studiert?
1972 an der Harvard University und dort die Rede des Sakokwenonkwas, eines Sprecher der Mohawk gelauscht? :wink: https://de.wikipedia.org/wiki/Vermeintl ... g_der_Cree

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"Es sieht der Mensch die Welt fast immer durch die Brille des Gefühls, und je nach der Farbe des Glases erscheint sie ihm finster oder purpurhell."
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BeitragVerfasst: 27.05.2020, 16:17 
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Ny Hinnerk hat geschrieben:
Wenn du dir anschauen würdest, was an den ersten Ferienwochenenden vornehmlich Samstags in den großen Ferienhausgebieten stattfindet kommt man zu einer derartigen Formulierung.

Aha. Und woher willst du wissen, dass ich solche Anreisesamstage noch nie erlebt habe? :roll:

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Würde Hirnlosigkeit vor Kopfschmerzen schützen, könnten die Aspirin-Produzenten ihre Läden schließen.
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BeitragVerfasst: 27.05.2020, 16:49 
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25örefan hat geschrieben:

Ich mache seit über 50 Jahren in Dänemark zu allen Saisonen, zunächst als Kind, dann mit Frau, später auch Kindern und mittlerweile mit Frau und Hund an der West- und Ostseeküste Dänemarks Urlaub. Das von Dir geschilderte falsche Verhalten (siehe Zitat) ist mir in den vielen Jahren noch nie untergekommen, wenn es auch vereinzelt vorkommen mag.


Hej Gerald,

Deine Ausführungen kann ich nur bestätigen! Nach 22 Jahren DK-Urlaub habe ich noch nie andere Touristen erlebt, die sich irgendwie daneben benommen haben und auch die Ferienhausbesitzer, die ich persönlich kenne, können über solche Auswüchse nichts berichten.

Wie man auch in anderen Threads lesen kann, gibt es hier im Forum User denen ihre Selbstdarstellung und Provokationen wichtiger sind als faktenorientiert zu argumentieren. Da werden dann eben auch Fake-News verbreitet, die mit der Realität kaum etwas zu tun haben.

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Viele Grüße
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BeitragVerfasst: 27.05.2020, 19:07 
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Ich leider schon.
Überall gibt es solche und solche.
Die, die die Natur lieben und auf sie achten. Die, die ihren Müll überall hinschmeißen müssen. usw..
Oder die, die ihre lieben Kleinen unter lautem Geschrei auf den Grabsteinen der gefallenen Marinesoldaten rumkrabbeln lassen.
Die sich im Laden nicht benehmen können.

Aber eben auch nicht alle.
Nur wenn ich sehe wie sich diese Leute benehmen, könnte ich ausrasten.
So benehme ich mich zu Hause nicht und schon gar nicht in einem Land, dessen Gast ich bin.
Vielleicht bin ich ja in diesem Punkt altmodisch, aber das bin ich dann gerne.

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BeitragVerfasst: 27.05.2020, 19:08 
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Ups. War das jetzt auch OT? Dann bitte löschen, wenn es gegen die Forenregeln verstößt...

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BeitragVerfasst: 27.05.2020, 19:47 
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Das passt schon Zuelli! :D

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BeitragVerfasst: 27.05.2020, 19:57 
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Ja nun, von den eingefleischen Dänemarkurlaubern habe ich keine anderen Antworten erwartet. 25örefan sagt, dass er seit 50 Jahren in DK Urlaub macht. Klar, da will man die negativen Veränderungen einfach nicht sehen. Das ist ja auch verständlich. Wer will schon seine Urlaubsidylle auf die er sich seit 50 Jahren jeweils ein ganzes Jahr freut dermaßen schlecht geredet sehen? Da schaltet das Wahrnehmungsvermögen einfach ab.
Es gibt da viele Parallelen. Beispiel Fuerteventura. Ich kenne den südlichen Zipfel mit dem ehemaligen Fischerort Morro Jable noch aus einer Zeit, als nur ein Hotel und eine Appartementanlage dort existierten. Zu erreichen war der Ort einzig über eine staubige Schotterpiste. Ein Paradies!
Und heute? Um es ganz kurz zu umschreiben: Ein Grauen und nur noch für Urlauber zu empfehlen die mit sich selbst nichts anzufangen wissen und mit ihren Kindern auch nicht. Die lassen sich und die Kinder dann im Robinson-Club von Animateuren bespaßen.
mieke hat geschrieben:
Aha. Und woher willst du wissen, dass ich solche Anreisesamstage noch nie erlebt habe? :roll:

Das spreche ich dir ja nicht ab. Aber auch ich weiß was da los ist und was sich in den letzten 50 Jahren da verändert hat. Jeder empfindet das eben anders. Wer in D. direkt an einer viel befahrenen Bundesstraße wohnt erlebt natürlich auch heute noch die größte Ferienhaussiedlung als das wahre Paradies. Und mit meiner Meinung stehe ich wohl nicht ganz allein:
[quote=“Pantali“]Zum Thema "Herfallen":
Ich glaube, man nimmt das völlig anders wahr wenn man hier vor Ort lebt und einfach sehr deutlich den Unterschied zwischen dem Alltag ohne Touristen (egal woher) und mit Touristen mitbekommt.
Im Normalfall kommen wir zu bestimmten Zeiten kaum von unserem Grusvej auf die Hauptstraße, einfach weil (dt.) Auto an Auto vorbeifährt - Wartezeiten bis zu 10 Min. sind da leider normal... [/quote]

Hier geht es nicht um recht haben sondern um über Jahrzehnte begangene (Bau)Sünden und teils Verschandelung der Landschaft. Aber das sieht eben jeder nur mit den eigenen Augen.

Ich könnrte jetzt noch mit den Autofahrern weitermachen, die zum Baden nach Möglichkeit bis direkt ans Wasser fahren oder da ihre Fahrkünste unter Beweis stellen wollen. Aber das hatten wir ja bereits mehrfach. Die einen verfluchen die Autostrände und die anderen finden sie toll.

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BeitragVerfasst: 27.05.2020, 20:25 
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Komisch. Da wo ich hinfahre denke ich immer, die Zeit ist stehen geblieben in Dänemark.

Allerdings versuche ich auch die Touri-Hochburgen wie Blavand und Co.zu vermeiden.

Die gleichen kleinen Läden wie immer, wo das Sandspielzeugs im Netz draußen hängt, die Eis und die Hot-Dog Buden, die seit 50 Jahren die gleichen Gerichte anbieten oder auch die Kerzen-Gedöns-Läden, die immer noch den gleichen Geruch verströmen wie damals.


Allerdings war ich letztes Jahr mal kurz in Søndervig. Da war ich schon erschrocken und froh als ich wieder raus war.

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BeitragVerfasst: 27.05.2020, 20:34 
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Ny Hinnerk schrieb
Zitat:
Klar, da will man die negativen Veränderungen einfach nicht sehen. Das ist ja auch verständlich. Wer will schon seine Urlaubsidylle auf die er sich seit 50 Jahren jeweils ein ganzes Jahr freut dermaßen schlecht geredet sehen? Da schaltet das Wahrnehmungsvermögen einfach ab.

Diese rosa Urlauberbrille trage ich mit Sicherheit nicht, eine Tatsache, die aus vielen meinen diesbezüglichen Beiträgen abzulesen ist.
Geht es noch unsinniger mit Deinen Unterstellungen, die nirgendwo abzulesen sind?
Nur weil ich nicht in Dein „die anderen schlecht, ich bin gut“-Lamento und Selbeweihräucherungsprojekt einsteige?

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BeitragVerfasst: 27.05.2020, 21:34 
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Danke Ny Hinnerk, sehr passend zusammen gefasst.

Es ist wirklich auffällt, dass es jetzt z.B. ohne Touristen hier insgesamt sehr sauber ist - man konnte sonst fast die Uhr danach stellen: Saison nährt sich, Touristen werden mehr, Müll liegt überall rum

Oder das Thema Hunde:
Wir haben selbst welche und fast täglich begegne uns Dänen mit ihren Vierbeinern - nur sind diese oder werden schnellstmöglich angeleint wenn man sich sieht.
Es gibt auch kein dämliches „Darf der mal hallo sagen“ etc.
Ansonsten leider ganz alltägliche Realität: Auto mit dt Kennzeichen fährt auf dem Gammelgab-Parkplatz, Muddi macht den Kofferraum auf, Hund rast freudestrahlend durch die Dünen zum Strand.
Weißt man die Leute darauf hin (verboten, rücksichtslos, ggf sogar für den eigenen Fiffi gefährlich falls mal kein Tutnix entgegenkommt) wird man nur blöd angepisst.

Bestes Erlebnis im letztes Jahr:
Zwei dt Reiterinnen, die unbedingt den Fuß-/Radweg nutzen obwohl parallel 5m daneben ein Reitweg ist. Ich fotografiere gerade die (angeleinten) Hunde, werde angeschnauzt das ich die Hund wegtun soll, die Pferde könnten diese nicht leiden.
Auf meine Aussage, dass sie doch bitte den Reitweg nutzen sollen bekomme ich zur Antwort:
„Wir dürfen das, wir machen hier Urlaub und finanzieren hier alles!“ :shock:


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BeitragVerfasst: 27.05.2020, 22:25 
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Ich schreibe hier ja nicht viel. Ganz einfach weil mir im Normalfall die Zeit dazu fehlt. Aber ich lese ständig alles mit. Und da muss ich jetzt einfach mal dazu was sagen.
Mich kotzt es grad richtig an das hier von manchen Leuten alle deutschenTouristen über einen Kamm geschert werden.
Ich kann sicher nur von mir ausgehen. Aber; Wir sind noch nie in Dänemark angeeckt. Wir hatten nur freundliche Begegnungen mit Einheimischen. Wir werfen keinen Müll in die Natur. Wir schreien nicht in der Gegend rum. Wir sind nett und benehmen uns wie wir es auch zu Hause tun. Wir beschweren uns nicht über jede Kleinigkeit welche uns beim ersten Blick ins Ferienhaus stört. Da legen wir lieber mal kurz selbst Hand an. (Ich hab in den letzten Jahren allein zwei Standwasserwihrlpools, zwei Waschmaschinen und eine Warmwasserverteilung repariert)
Meine paar Brocken dänisch reichen zum Einkaufen, Brötchen holen und einen freundlichen Gruss.
Und da ich damit definitiv keine Ausnahme darstelle, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen das es immer nur „der Deutsche“ ist.
Idioten, Grossfressen, Leute die das Haar in der Suppe suchen gibt es doch überall. Nicht nur unter Touristen. Aber bitte, es sind nicht alle gleich.

Gruss aus Thüringen. Uwe


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BeitragVerfasst: 27.05.2020, 22:34 
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Danke Eichbaum!

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BeitragVerfasst: 27.05.2020, 22:39 
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Hej,

in manchen Ferienorten verändert es sich tatsächlich zunehmend. Blåvand kenne ich seit einigen Jahren, der Ort wird zunehmend größer, immer mehr austauschbare Reihenhäuser und Geschäfte. Einige neue Häuser sind maßlos überteuert. Am Wochenende ist es in der Ortsmitte im Sommer sehr voll und nun wirklich nicht so schön. Mittlerweile meide ich den Ort. Im Grunde ist es widersprüchlich. Da wollen Investoren Touristen anlocken und vergraulen sie dann zugleich.

Man kann tatsächlich nur hoffen, dass den noch vorhandenen vielen kleinen und beschaulichen Orten mit einem geradezu nachhaltigen Tourismus diese Wandlung erspart bleibt. Die Sorgen in Bezug auf diese Bausünden kann ich daher daher durchaus nachvollziehen.

Zum Verhalten der Urlauber (egal wo her!), da gibt es wie überall im Leben solche und solche...
Diejenigen, die sich nicht so gut benehmen, bleiben immer mehr und sehr viel deutlicher in Erinnerung als die vielen unauffälligen Urlauber. Im Sommer sammele ich manchmal nebenbei Müll am Strand auf, wenn ich dort spazieren gehe.. Klar wird da auch einiges vom Meer angespült. Jedoch ist es auffällig, dass sich gerade an vollen Wochenenden an den Autostränden mitunter mehr Müll befindet. Das wird nun nicht gerade an der Strömung liegen...

Zum Umgang mit der Natur: wir haben vor Jahren auf Römö mal einen Vogel gefunden, der durch eine Drachenleine verletzt war und nicht mehr fliegen konnte, hilflos am Boden humpelte. Da machen sich einzelne Personen zu wenig Gedanken, was sie so anrichten können.

Ein großer Teil der Urlauber (auch hier egal woher!) benimmt sich gerade in Dänemark aber im Vergleich zu Urlaubern in anderen Ländern oder auch in Hamburg nach meiner bisherigen Wahrnehmung sehr friedlich und ruhig. Sonst hätte man den Urlaubern ja auch nicht schon so viele Jahrzehnte die Häuser anvertraut, die zum Teil auch selbst von den Eigentümern genutzt werden und oft liebevoll und privat eingerichtet sind.

Wichtig ist, dass man das differenziert betrachtet und nicht pauschaliert. Wir hatten hier vor drei Jahren im Juli auch mal „Touristen“ aus verschiedenen Ländern, u.a. Dänen zu einem Gipfeltreffen in Hamburg zu Besuch. Aus dem Benehmen dieser „Gäste“ würde ich jedoch niemals auf das Verhalten von allen Menschen aus den betroffenen Ländern schließen. Es gibt eben in allen Ländern solche und solche....

Wenn ich an Dänen in Hamburg denke, dann denke ich zuerst an meine hervorragende Dänischlehrerin (der Kurs ist leider noch ausgesetzt) und dann an G20. So bleiben dann besondere, manchmal sehr widersprüchliche Eindrücke hängen. Die Wahrheit bewegt sich dann wie so oft in der Mitte. Die meisten Dänen werden sich bei Reisen nach Hamburg absolut friedlich verhalten, nur bemerke ich das gerade deswegen nicht. Und das wird dann in Dänemark auch umgekehrt nicht viel anders sein.


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BeitragVerfasst: 27.05.2020, 23:00 
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Pantali schrieb
Zitat:
Es ist wirklich auffällt, dass es jetzt z.B. ohne Touristen hier insgesamt sehr sauber ist - man konnte sonst fast die Uhr danach stellen: Saison nährt sich, Touristen werden mehr, Müll liegt überall rum

Das glaubst Du doch wohl selber nicht. Kein Tourist muß seinen Müll in der dänischen Natur entsorgen, dies kann er bequemer als in Deutschland ohne sich mit der Mülltrennung abmühen zu müssen in den ferienhauseigenen legal alles schluckenden Müllbehältern erledigen. Schau mal Nicht nur während der Hochsaison an den rar gesäten Aufstellungsorten von Containern, die Mülltrennung ermöglichen und schau auf die Kennzeichen der Autos deren Halter dort fleißig Mülltrennung betreiben, obwohl in den Feriengebieten im ferienhauseigenem Mülleimer alles ungetrennt entsorgt werden darf.
Schau hier im Forum in den entsprechenden (Dosenpfand-)Threads zum für Dänen nicht obligatorischem Dosenpfand beim bei für Dänen beliebten Einkauf von Getränkedosen in Deutschland.
Lies dort die Klagen selbst von Dänen und deren Umweltverbänden über das massenhafte „Entsorgen“ dieser Dosen in der schönen dänischen Natur.
Und seltsam, in Feriengebieten Deutschlands auch an Nord-:und Ostsee kenne ich derlei Klagen über Touristen nicht.
Was glaubst Du denn?
Etwa das (deutsche) Urlauber anders als in ihrer Heimat plötzlich die Sau rauslassen?
Nun will ich nicht behaupten, dass alle (insbesondere deutschen Touristen und das ist ja die Mehrzahl in DK) die „Saubermänner/ -frauen“ schlechthin sind, aber das krasse Gegenteil ist auch nichtt der Fall :roll:

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