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BeitragVerfasst: 14.07.2007, 10:33 
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Hej,

ich bin auch der Auffassung, dass viele Vogelarten durch die Brücke gefährdet werden würden. Dieses belegen auch fundierte Fachgutachten, die allerdings in einem Endbericht zu den Umweltauswirkungen einer festen Fehmarnbeltquerung nur unzureichend berücksichtigt wurden. Dieser Endbericht wird mit Recht kritisiert, da er in Teilen auf veralteten Zahlen beruht und z. B. durch eine Karte suggeriert, es gäbe mehr Zugwege- sozusagen als Ersatz für einen versperrten, was aber nicht der Fall ist. Das oben angeführte Gezwitscher im Landtag beruht eventuell auf dem fehlerhaften und bewusst vage gehaltenen Endbericht.

Vielleicht ist folgende Formulierung konkreter:

Im Fehmarnbelt betroffen sind u.a. in großem Umfang Seetaucher, arktische Gänse (Ringelgans, Nonnengans), Samt- und
Trauerenten, Watvögel und Seeschwalben, die eine hohe Lebenserwartung und eine niedrige Reproduktionsrate aufweisen. Eine Erhöhung der Mortalität durch ein Brückenbauwerk quer zum Hauptzugweg könnte sich für diese Arten bestandsbedrohend auswirken und ist nicht ausgleichbar, denn es bestehen keine Alternativen zur Zugroute und keine Möglichkeiten, die Verluste zu kompensieren.
Darüber hinaus werden mindestens drei Vogelsschutzgebiete von der Realisierung des Großprojektes betroffen.

Aber nicht nur im Landtag wird widersprüchlich gezwitschert und geschnattert.

Die aktuelle Ausschreibungsfrist zur EU-Förderung für die Transeuropäischen Verkehrsnetze (TEN-T) endet in Kürze. Dies gelte auch für das Projekt der Fehmarn-Belt-Querung. Konkrete Auswahlvorschläge würden im Spätherbst präsentiert.
Ob die EU-Vogelschutzrichtlinie mit in die Überlegungen einbezogen wird?

„Schutz von Zugvögeln
Besonders der Schutz von Zugvögeln, die auf ihren Wanderungen innerhalb weniger Tage mehrere Länder durchfliegen können, ist ein internationales Anliegen. Dem trägt die Vogelschutzrichtlinie insofern Rechnung, als sie Schutzmaßnahmen für die Brut-, Mauser- und Überwinterungsplätze von Zugvögeln einfordert.“

Dieser Text müsste eigentlich überarbeitet werden, denn er ist sicherlich vor den Planungen der Fehmarnbeltquerung entstanden.

Sarkastisch ausgedrückt: Was nützen geschützte Brut- und Ratsplätze für die Zugvögel, wenn sie nicht dorthin kommen können oder ankommen ? Die logische Konsequenz wäre es, Zugwege zu schützen.

LG

Lundi


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BeitragVerfasst: 14.07.2007, 11:18 
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Nur am Rande...des Themas:

Nun wird in Dänemark offensichtlich von einer weiteren Brücke geschwärmt, die Ostjütland mit Seeland verbinden soll.
Könnte die allgemeine Brückeneuphorie in Dänemark ein wenig abgemindert werden, indem man dort noch intensiver nachdenkt, das marode Schienennetz zu modernisieren und dort auch viel Geld zu investieren? Dann würden die Argumente, die immer wieder betonen, die Brücken würden Fahrtzeiten verkürzen, erheblich überzeugender wirken. Dies gilt auch für den Ausbau von Straßen außerhalb der Schnellfahrtstraßen und -brücken.

LG

Lundi


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BeitragVerfasst: 14.07.2007, 11:31 
Lundi1 hat geschrieben:
das marode Schienennetz zu modernisieren


Yep !!!

Das ist ein SKANDAL ersten Ranges.

Das dänische Schienennetz ist traditionell von exemplarisch elender Qualität...weil diverse Interessenorganisationen immer wieder geschafft haben (unnötige) Autobahnen und Schnellstrasssen zu prioritieren und die Bahn verlottern und verkommen zu lassen, so sehr, dass man sogar die extreme Fahrlässigkeit besass, die direkte Zugverbindung nach Berlin über Gedser zu killen, was ein infrastruktureller Fehlgriff von Riesenformat war.

Es besteht übrigens eine enorme Diskrepanz zwischen der Selbstdarstellung der DSB und der Bahn durch diverse Trafikminister und der Wirklichkeit der Schienenwege.


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BeitragVerfasst: 14.07.2007, 13:24 
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Es ist irgendwie interessant, die Diskussionen zu diesem Projekt in den beiden Ländern zu folgen und zu vergleichen. Ich habe in den Medien ein wenig in den vergangenen Monaten zurückgelesen, und das ist irgendwie erstaunlich, wie die Diskussionen so völlig an einander vorbei gelaufen sind.

Deutlich ist es z.B. in den Nahgebieten. Man sollte vielleicht denken, dass Fehmarn und Lolland irgendwie vergleichbar wären. Die beiden Inseln liegen in ihre jeweiligen Ländern etwas abzeits. Es sind ländliche Regionen, wo es wirtschaftlich nicht all zu gut geht. Sie sind in der gleichen Größenordnung (Fehmarn hat 13.000 Einwohner, Lolland hat 28.000).

In diese Frage gehen sie aber total aus einander. Auf Fehmarn sind wohl 80-90% gegen die Brücke, vornehmlich aus wirtschaftliche Gründen - auf Lolland sind genau so viele dafür aus den gleichen Gründen.

Was auch erstaunlich (und traurig) ist, ist die Unkenntnis über die Einstellung im anderen Land. Mitte Juni haben sogar Politiker der SSW (die ja eigentlich DK kennen müßten) öffentlich behauptet, die Brücke würde vermutlich nicht gebaut, weil "die Mehrheit in Kopenhagen bröckeln würde". Das ist aber völliger Unsinn. Die Mehrheit in DK stand nie in frage.

Genau so ist es eigentlich hier. Ja, es gibt bestimmt einiges an den Schienen nachzuholen. Aus dänischer Sicht hat das aber mit den Brücken nichts zu tun. Die Brücken werden nämlich privat finanziert. Die Rentenversicherungsgesellschaften in DK (z.B. PFA) stehen schon Schlange um das Geld liefern zu dürfen. Hier sieht man also gar keine Belastung für den Staatshaushalt.

Ganz unterschiedlich sind auch die Reaktionen und Medienberichte nach der Entscheidung. In den deutschen Medien stand immer wieder, dass "DK die ganze Brücke bezahlt". Peter Carstensen hat sich sogar über diesen "Geschenk DK's" gefreut und bedankt. In DK war dagegen nur davon die rede, dass DK "Garantien übernimmt", wobei alle davon ausgehen, dass dies niemals was kosten wird.

Ich habe sogar den gefühl, dass manche Dänen sich insgeheim darüber freuen, dass die Brücke jetzt DK allein gehören wird - obwohl sie von deutsche, dänische und schwedische Autofahrer zu gleichen teilen bezahlt wird.

Einzige wesentliche Reaktion war auf Lolland, wo man dies sehr schnell zum Anlass nahm, die Bezahlanlage zu fordern - und die damit verbundene Arbeitsplätze.

Man kann auch die Reaktionen in Jütland und Mechlenburg-Vorpommern vergleichen. Das hat dann auch mit die Verbindung Gedser-Rostock zu tun. Die beiden Landesteile liegen doch in etwa ähnlich in Verhältnis zur Brücke und sind auf eine Art schon mit einander vergleichbar.

In Mechlenburg reden die Politiker immer noch, als ob es die Brücke vielleicht nicht geben wird. Sie sehen die Brücke scheinbar als ein Gespenst, der vielleicht verschwindet, wenn man sie ignoriert.

In Jütland dagegen hat man die Gunst der Stunde sehr geschickt genutzt, indem man ganz schnell eine eigene Brücke gefordert hat. Praktisch ist die Samsø-Brücke inzwischen vermutlich beschlossene Sache. Unser Regionsbürgermeister Bent Hansen hat das politisch extrem geschickt gemacht, indem er genau zum richtigen Zeitpunkt sämtliche Bürgermeister aller Parteien in Nord- und Midtjütland hinter sich in dieser Sache gesammelt hat. Inzwischen haben fast alle Parteien im Parlament ihre Zustimmung signalisiert (haben sich ja nix anderes getraut). Nur der Minister will noch die laufende Untersuchungen abwarten - aber das ändert ja nix, wenn alle Politiker dafür sind.

Warum machen die Politiker in Mechlenburg-Vorpommern nicht das gleiche? Warum fordern sie nicht eine zweite Brücke?

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BeitragVerfasst: 06.08.2007, 17:02 
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Hej,

stimmt der Inhalt des Artikels, demzufolge sich viele Dänen jetzt über die Staatsgarantien ärgerten?

“Viele Dänen ärgern sich, dass Verkehrsminister Flemming Hansen ihnen über 80 Prozent der Kosten von 5,6 Milliarden Euro aufbürdet. Sie bezweifeln, dass ein Großteil über die Mautgebühren zurückfließt.“

Aus:
http://www.focus.de/wissen/bildung/supe ... 68651.html


Dies nutzen anscheinend auch zwei Parteien in Dänemark, sodass die große Mehrheit für das Fehmarn-Belt-Projekt etwas geringer geworden zu sein scheint. Dabei geht es aber wohl in erster Linie darum, dass Deutschland einen größeren Teil der finanziellen Verantwortung tragen sollte, und nicht um die schon oben genannten Argumente gegen die Brücke.


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BeitragVerfasst: 06.08.2007, 19:10 
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Nach meiner Meinung ist das hier in DK eigentlich kein Thema.

Es stimmt zwar, dass Radikale Venstre und Dansk Folkeparti am anderen Tag "neue Verhandlungen" gefordert haben:

http://www.nordschleswiger.dk/SEEEMS/129.asp?artid=8378

Daran ist aber eigentlich nichts neues. Es ist eher ein versuchter Neuauflage fürs Sommerloch. Radikale Venstre waren immer dagegen und DF nie so richtig dafür.

Die Regierung und SPD sind aber dafür und die haben zusamen ein 2/3 Mehrheit.

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BeitragVerfasst: 07.08.2007, 00:23 
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Lars schrieb:

Zitat:
Es ist eher ein versuchter Neuauflage fürs Sommerloch.


Das kann ich gut nachvollziehen .

Aber unabhängig von den Parteien würde mich interessieren, warum die Staatsgarantien in Dänemark kein Thema sind, denn ganz ohne Risiko sind diese in der Höhe wohl nicht, wie ja schon andere Projekte dieser Größenordnung gezeigt haben.

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BeitragVerfasst: 07.08.2007, 07:54 
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Weil man eben von den anderen beiden Brücken gesehen hat, dass es gut läuft. Die schon gebauten Brücken hat sehr viel wirtschaftlicher Entwicklung gebracht. Deshalb hat der verkehr alle Prognosen übertroffen - und den meisten Dänen denken, dass es hier genau so gehen wird.

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BeitragVerfasst: 08.08.2007, 05:15 
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Was ist Deutschland eventuell zu breit diskutiert wird, wird in Dänemark anscheinend zu wenig erörtert.

In der Süddeutschen Zeitung vom 7.8.07 werden noch einmal die Argumente gegen die feste Fehmarnbeltquerung aufgelistet.

http://www.sueddeutsche.de/wissen/artikel/268/127067/

Auch wenn der NABU vielleicht ein zu düsteres Bild malt, so ist die Vielfalt der Argumentation doch bedenkenswert und nachvollziehbar. Neben der Gefahr für die Zugvögel und Meeressäuger und der noch ausstehenden Umweltverträglichkeitsprüfung durch das Bundesamt für Naturschutz wird angemerkt:

Durch die Brücke werde die Fahrrinne für den Schiffsverkehr von bisher acht Kilometern auf zweimal 750 m verengt, damit steige das Kollisionsrisiko mit möglichen Folgen für die Umwelt.

Außerdem sei unklar, ob Dänemark und Deutschland allein über den Brückenbau entscheiden dürfen, da auch internationale Gewässer betroffen seien; der Zuständigkeitsbereich dafür liege bei der internationalen Schifffahrtsorganisation.


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Lundi


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BeitragVerfasst: 10.08.2007, 15:55 
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... und auf diese weise wird man auch keine Debatte in DK in gang bringen. Das Problem ist ja, dass die Dänen Erfahrung mit solche Projekte haben. Deshalb müssen die die Argumenter Hand und Fuss haben.

Wenn z.B. in dem Artikel behauptet wird:

Zitat:
Aufgewirbelte Sedimente würden das Binnenmeer auf Jahre braun färben und den Lebensraum bedrohter Arten wie Schweinswale und Seehunde gefährden.


Dann fragt sich doch jede Däne, warum dass bei Fehmarn anders als bei den früheren Brücken sein soll? Beim Großen Belt und Øresund hat es solche Phänomene nicht gegeben, warum nicht?

Oder, nehmen wir etwas anderes:

Zitat:
Mehr als 100 Millionen Vögel ziehen jährlich über die Wasserstraße, deshalb wird die Strecke auch Vogelfluglinie genannt. Die Brückenpfeiler und die bis zu 280 Meter hohen Pylonen der Tragekonstruktionen würden, so errechnete die Naturschutzorganisation Nabu, etwa 100000 Vögeln jährlich das Leben kosten. Schon heute sterben an der weiter nördlich gelegenen Öresundbrücke an manchen Tagen in Frühjahr und Herbst bis zu 1000 Zugvögel, sagt Malte Siegert vom Nabu.


Über so viel unfug kann ein Däne natürlich auch nur den Kopf schütteln. Die Zahl von 1000 tote Vögel/Tag findet man auch in eine Anfrage von Hiltrud Breyer an die EU-Kommission im Jahre 2001, siehe:

http://www.europarl.europa.eu/sides/get ... XML+V0//DE

Woher die Zahl stammt ist unklar. Es ist womöglich ein Übersetzungsfehler oder Mißverständnis. In Oktober 2000 hat man einige hundert tote Vögel gezählt, und man hat schätzungsweise die Zahl 1000 errechnet. Das war allerdings nicht für einen Tag, sondern insgesamt für den ganzen Herbst 2000. Daraufhin hat man genauere Zählungen gestartet sowie Versuche, wie die Zahl reduziert werden könnte.

Die Zählungen haben eine Zahl von 295 für die zweite Jahrehälfte 2001 ergeben und 94 für das ganze Jahr 2002. Warum die Zahl so gefallen ist, ist nicht ganz geklärt. Man hat in diese Zeit einige Versuche durchgeführt, die Beleuchtung der Brücke zu reduzieren. Im Herbst 2002 gab es wohl insgesamt weniger Nebel als im Jahr zuvor. Man hat allerdings auch festgestellt, dass in der Gegend um die Brücke, der Bestand der Raubvögel zugenommen hat. Das könnte auch dazu geführt haben, dass andere Vögel, die Gegend vermeiden.

Es kann ja sein, dass es ein Problem gibt. Wenn man aber mit Zahlen kommt, die mehr als 1000-fach zu hoch sind, dann wird es nicht ernst genommen. Und drittes Beispiel:

Zitat:
Im Übrigen sei völlig unklar, ob Deutschland und Dänemark überhaupt das Recht haben, alleine über den Bau zu entscheiden. Drei Seemeilen südlich von Rødby und drei Seemeilen nördlich von Puttgarden beginnen internationale Gewässer. "Dafür sind nicht die Regierungen in Kopenhagen und Berlin zuständig, sondern die internationale Seeschifffahrtsorganisation IMO. Ob sie die Genehmigung erteilt, wird man sehen", sagt Malte Siegert vom Nabu, denn der Schiffsverkehr werde durch die Brücke stark beeinträchtigt.


Auch dies ist schlicht weg Unsinn. 1999 wurden die Territorialgewässer nämlich von 3 auf 12 Meilen erweitert. Damit gibt es kein Internationales Gewässer hier. Wer seine Hausaufgaben so schlecht macht, wird wenig erreichen.

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BeitragVerfasst: 10.08.2007, 16:35 
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Hej Lars.

Natürlich hast du recht. Aber irgendwie verstehe ich die Übersichtskarte des "Søværnets Operative Kommandos" nicht. Mit den 12 Seemeilen sollte das Gewässer zwischen Lolland und Fehmarn ja ganz blau sein :roll: :?:
Guck mal [Hier]
Kannst du das erklären?

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Berndt
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Nichts ändert sich so oft wie die Vergangenheit
(Jean-Paul Sartre)


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BeitragVerfasst: 10.08.2007, 17:22 
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Nä, sieht irgendwie komisch aus ??

Ich vermute allerdings auch, dass bei der ganze Sache einiges verwechselt wird. Die Karte kommt ja von diese Seite:

http://www.um.dk/da/menu/Udenrigspoliti ... et/Havret/

Hier wird unter anderem erklärt:

Zitat:
Søterritoriet udgøres af det ydre og indre territorialfarvand (se figur 1). Kyststaten har ret til at fastsætte bredden af det ydre territorialfarvand op til 12 sømil (22,224 km) fra kystlinjen eller rette basislinjer trukket mellem kystfremspring eller øer. Det indre territorialfarvand er beliggende på den landvendte side af basislinjerne.

På søterritoriet har kyststaten i princippet fuld jurisdiktion til bl.a. at håndhæve sin lovgivning ligesom på landjorden. Dog skal staten respektere fremmede skibes ret til uskadelig gennemsejling af det ydre territorialfarvand.


Ich vermute, dass es um etwas ganz anderes geht. IMO ist nicht zuständig für den Bau von Brücken, sondern für die internationale Schiffsverkehr. Wie im Zitat oben angegeben, müssen die Staaten den friedlichen Durchfahrt fremder Schiffe in ihr Gewässer dulden. Diese Durchfahrt ist in den Verträgen unter IMO geregelt. Die Staaten müssen also sicherstellen, dass die Brücke den Durchfahrt nicht behindert im Sinne der IMO.

D.h. praktisch, dass man mit der IMO die Durchfahrthöhe und -breite abstimmen muss. IMO muss also nicht die Brücke genehmigen, kann aber vielleicht anregen, dass die Durchfahrt 1 Meter höher sein soll.

Etwas ähnliches gab es beim großen Belt. Dort war Finland ursprünglich nicht mit der Höhe zufrieden. Was genau draus wurde weis ich nicht mehr, aber eine Zeit lang wurde zwischen DK und Finland verhandelt.

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BeitragVerfasst: 10.08.2007, 20:20 
Es gibt eine alte internationale Abmachung, wonach die lichte Höhe unter einer Brücke über ein Gewässer 64 m betragen muss, wenn es dort internationale Durchfahrtsreche gibt. Diese Höhe stammt noch aus der Zeit der Windjammer.

Finnland und Russland hatten wegen der Storebæltsbro Bedenken, weil sie Ölplattformen für die Nordsee bauen, die höher sind und unter der Brücke nicht durchpassen. Sie hatten Pech gehabt und mussten eine Lösung finden, die Plattformen erst nach der Passage endgültig zusammen zu bauen.

Eine eventuelle Femernbæltbro braucht also nicht mehr lichte Höhe zu haben als Storebæltsbroen bzw. Øresundsbroen.


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BeitragVerfasst: 16.08.2007, 11:24 
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Zitat:
Umfrage: Dänen unzufrieden mit Fehmarnbelt-Querung nach Deutschland

Kopenhagen (dpa/lno) - Die geplante feste Ostsee-Verbindung zwischen Dänemark und Deutschland wird nach einer neuen Umfrage von der Mehrheit der Skandinavier abgelehnt und gilt vor allem als schlechtes Geschäft gegenüber dem Nachbarn. Bei einer am Mittwoch von der Zeitung "Jyllands-Posten" (Århus) veröffentlichten Befragung des Ramsbøll-Institutes (mit 1000 Befragten) sprachen sich 44 Prozent gegen und 39 Prozent für den Bau der 19 Kilometer langen Brücke zwischen dem schleswig-holsteinischen Puttgarden auf der Insel Fehmarn und Rødby auf Falster in Dänemark aus.


>>Quelle

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Med venlig hilsen...Hanseat52! :wink:

Faulheit ist die Angewohnheit, sich auszuruhen, bevor man müde wird.

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BeitragVerfasst: 16.08.2007, 11:54 
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Tjah, so kann man natürlich eine Umfrageergebnis unterschiedlich (je nach Wunsch) auslegen. :wink:

Ich habe am anderen Tag den originalen Artikel in Jyllandsposten gesehen. Dabei ging es aber vorrangig darum, dass die Zustimmung für die Kattegat-Brücke in den letzten Monaten sehr schnell gestiegen ist. Von etwa 45% vor zwei Monate bis rund 60% jetzt.

Das ist eine ganz markante Steigung und zeigt wohl, dass unser Regionsbürgermeister Bent Hansen es wirklich geschaft hat, dieses Projekt auf die Tagesordnung zu setzen.

In dem Ergebnis liegt aber - auch meines Erachtens - kaum eine Ablehnung für Fehmarn. Es stimmt zwar, dass die meisten Dänen jetzt Kattegat als wichtiger als Fehmarn sehen. Darin liegt aber nicht unbedingt eine Ablehnung von Fehmarn. Es geht nämlich nicht um entweder-oder sondern um sowohl als auch.

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