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 Betreff des Beitrags: Re: Fehmarnbelt-Brücke wird gebaut
BeitragVerfasst: 26.09.2020, 14:59 
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Beiträge: 406
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Ein Beispiel dafür wie spitz der Bleistift ist mit dem Speditionen rechnen:
Da gibt es im Norden der Republik die aus dem Ruhrgebiet kommende Autobahn A 31, die in Höhe Leer (Ostfriesland) entweder nach Emden weiterführt oder als A 28 weiter nach Oldenburg und Delmenhorst/Bremen. Diese Route wurde seit der Fertigstellung des Abschnitts Leer-Oldenburg von den großen Speditionen und Schwerlastverkehr überwiegend genutzt. Zuvor mussten diese aus dem Ruhrgebiet und den westlichen Nachbarstaaten kommenden LKWs die unfallträchtige B 401 entlang des Küstenkanals nutzen um dann in Oldenburg wieder auf die A 28 zu gelangen.

Dann kam die LKW-Maut auf den Autobahnen. Die Folge: Ein großer Teil des LKW-Verkehrs wechselte wieder zur alten Route auf die B 401. Die Route ist zwar 25 km kürzer aber dafür wegen viel Verkehr, Ortsdurchfahrten und vielen Kreuzungen mit Ampeln zeitaufwändiger. Und trotzdem wird diese Route von aus dem Süden Deutschlands kommenden Speditionen, Holländern, Belgiern, Franzosen, Spaniern und anderen LKW-Nationen genutzt als würde es die A 28 nicht mehr geben. In Oldenburg geht es dann wieder auf die Autobahn. Und dies wegen Maut für 25 Kilometer!

Ich sage dies um Aufzuzeigen, wie die Köpfe in den Speditionen ticken. Zeit und Geld sind da die wichtigsten Faktoren. Und die werden gegenüber gestellt und dies mit Sicherheit auch beim Fehmarn-Belt-Tunnel.

_________________
Wo kämen wir eigentlich hin, wenn jeder frei seine Meinung äußern dürfte!


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 Betreff des Beitrags: Re: Fehmarnbelt-Brücke wird gebaut
BeitragVerfasst: 26.09.2020, 16:28 
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Jørg hat geschrieben:
25örefan hat geschrieben:
Zitat:
So sehe ich das auch. Und auch auf dänischer Seite sieht es leider nicht besser aus auch was den Schienenverkehr anbelangt.

Hej,
die dänische Seite ist wesentlich weiter mit der Ertüchtigung ihrer Schienenstränge,
...
Man sollte also nur über etwas urteilen -lieber 25ørefan- zu dem man Kenntnisse beitragen kann.

Noch im Juni 2020 hieß es im Leitartikel des Nordschleswiger:
Zitat:
„Realistische Eisenbahnpolitik nötig“
Am Dienstag präsentierte die Zeitung „Jyllands-Posten“ Erkenntnisse aus der Durchleuchtung des Systems Eisenbahn in Dänemark, das in den Medien leider oft durch Negativschlagzeilen aufgefallen ist.

Im Bericht des Transportministeriums soll „Jyllands-Posten“ zur Erkenntnis gekommen sein, dass der Zug in Dänemark nicht mit dem Auto konkurrieren könne.

Außerdem hätten seit 2009 im Eisenbahnbereich in Dänemark investierte 132 Milliarden Kronen nicht die einst versprochenen Verbesserungen für die Bahnreisenden im Königreich gebracht. Während in Schweden, Norwegen und Deutschland seit 2010 zwischen 37 und 21 Prozent mehr Reisende im Personennah- und -fernverkehr auf den Schienen verzeichnet wurden, gab es in Dänemark ein Minus.
...

Transportminister Benny Engelbrecht erklärte gegenüber „Jyllands-Posten“, dass der neue Bericht auf eine schlechte Ausgangslage der Bahn in Dänemark hinweise.
...

Und er forderte die politischen Parteien auf, die Streitäxte zu begraben und auf breiter politischer Basis Beschlüsse zum Ausbau der Infrastruktur in Dänemark, einschließlich des Ausbaus der Bahn, zu treffen.

Solche Aussagen sind beim Thema Eisenbahn in Dänemark nicht neu. So wurde vor über 20 Jahren – auf breiter politischer Basis – beschlossen, die damals vereinbarte Streckenelektrifizierung u. a. von Fredericia nach Aarhus fallenzulassen und stattdessen angeblich wirtschaftlich günstigere Diesel-Schnelltriebwagen anzuschaffen. Bahnkenner wunderten sich bereits damals über neunmalkluge „Fachleute“ in Kopenhagen, denn europaweit setzte man auf zuverlässige, energiesparende elektrische Züge im schnellen Bahnverkehr.
Nachdem der Einsatz der IC4-Triebwagen in Dänemark sich als Fiasko erwiesen hatte, sollte ein supermodernes Signal- und Zugsteuerungssystem Abhilfe schaffen.

Auch dort bereits versenkte Milliarden erwiesen sich nicht als Retter des Bahnverkehrs.

Die Inbetriebnahme der modernsten Technik soll sich bis 2030 hinziehen.

Nach Aussagen des Branchenchefs des auch im Eisenbahnausbau tätigen Verbandes „Dansk Infrastruktur“, Henrik Friis, sei mit der Verzögerung bei der Signaltechnik auch die Verspätung bei der Elektrifizierung der Strecke nach Aarhus bis 2027 verbunden.

Man kann sich ausmalen, dass die in den kommenden Jahren bevorstehende Lieferung neuer elektrischer Lokomotiven und Triebwagen den dänischen Bahnbetrieb nicht grundlegend stabilisieren wird, wenn sie auf der wichtigsten Route Kopenhagen-Aarhus wegen fehlender Oberleitungen nicht fahren können.

Zur Verfügung stehen wird bis dahin voraussichtlich eine supermoderne Bahn zwischen Kopenhagen und Rødby. Allerdings steht in den Sternen, wann der Fehmarntunnel für den Verkehr nach Hamburg in Betrieb gehen kann.

Aber immerhin :wink: :
Zitat:
Der Bericht zeige aber auch, dass es nun vorwärtsgehe,

https://www.nordschleswiger.dk/de/meinu ... tik-noetig

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 Betreff des Beitrags: Re: Fehmarnbelt-Brücke wird gebaut
BeitragVerfasst: 02.10.2020, 18:21 
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Die Kläger und deren Anwälte haben dem Richter Parteilichkeit vorgeworfen. https://www.nordschleswiger.dk/de/deuts ... en-richter

Med venlig hilsen
Hendrik77

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 Betreff des Beitrags: Re: Fehmarnbelt-Brücke wird gebaut
BeitragVerfasst: 11.10.2020, 12:26 
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Wenn eine Klage nach Leipzig noch vor dem EU-Gerichtshof verhandelt wird dann gibt es weitere Verzögerungen. https://sh-ugeavisen.dk/index.php/2020/ ... ampf-fort/

Med venlig hilsen
Hendrik77

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