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 Betreff des Beitrags: Schön, daß es Christiania gibt
BeitragVerfasst: 08.05.2011, 12:05 
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Wohnort: Osnabrücker Land, Berlin
Ich freue mich, daß es dieses Stück "Anormalität" mitten in Kopenhagen weiterhin gibt, und habe große Hoffnung, daß es bleibt.
Einerseits weil die Bewohner es nun kaufen wollen, andererseits weil ich mir vorstellen kann, daß die Situation sich nach den nächsten Wahlen in DK ändert.

Hier noch ein Bericht zu dem Thema, ua gefunden im ND:

Von Andreas Knudsen, Kopenhagen 04.05.2011 /
Christianiter wollen ihre Freistadt kaufen Schwierige Verhandlungen stehen bevor

Drei Tage war Christiania für alle Besucher geschlossen. Galerien, Konzertsäle und Haschbuden blieben Nichtbewohnern der alternativen Freistadt in Kopenhagen versperrt. Nun wollen die rund 1000 Christianiter die Häuser auf dem 34 Hektar großen Gelände selbst kaufen.
Dänemarks rechtsliberaler Finanzminister Claus Hjort Fredriksen machte den Freistädtern ein Angebot: Für umgerechnet 20 Millionen Euro könnten sie Christiania kaufen. Und die Christianiter sagten nach kollektiver Beratung ja, um ihr Zuhause zu retten.

Das Oberste Gericht hatte im Februar bestätigt, dass die Bewohner Christianias trotz 40-jähriger Aufenthaltsduldung kein Eigentumsrecht an dem ehemaligen Kasernengelände haben. Damit waren die juristischen Möglichkeiten ausgeschöpft, gegen das sogenannte Christiania-Gesetz vorzugehen. Der Staat als rechtmäßiger Eigentümer wollte die Freistadt durch Verkauf und Errichtung neuer Wohnblöcke »normalisieren«. Durch die Sperrung der Touristenattraktion erreichten die Bewohner immerhin, dass ihnen die Möglichkeit des kollektiven Kaufs angeboten wurde. Bis zum 7. Juni soll beschlossen werden, ob sie als Wohnungsgenossenschaft oder in einer anderen juristischen Unternehmensform auftreten. Allein die Tatsache, dass der Staat gewillt ist, Christiania als juristisches Subjekt anzuerkennen, betrachten sie als Sieg.

Die bevorstehenden Verhandlungen werden dennoch nicht leicht werden, denn die Positionen sind nach wie vor weit voneinander entfernt. Die Regierung wünscht, dass etwa 100 Wohnungen abgerissen werden, um den Originalzustand des Geländes wiederherzustellen. Das aber lehnen die Bewohner ab, wie sie auch weiterhin auf dem Recht bestehen, darüber zu entscheiden, wer Einwohner von Christiania werden darf.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 07.07.2011, 17:38 
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Tja, jetzt können sich ein paar Christianitter eine goldene Nase verdienen - jetzt wo die "Kommune" das Gelände für 12 Mio gekauft hat.

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Plan A, Plan B, Plan C usw.


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BeitragVerfasst: 02.09.2017, 12:20 
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Hejsa !
http://nyheder.tv2.dk/samfund/2017-09-0 ... ne-tilbage
https://www.nordschleswiger.dk/de/daene ... ert-wieder
Bin gespannt ob es ohne Gewalt bleibt und/oder ob der Verkauf von THChaltigen Waren in Dänemark legalisiert wird.
Venlig hilsen
Hendrik77


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BeitragVerfasst: 22.05.2018, 19:40 
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Hejsa !
Man kann gespannt sein welche Fraktion der Bewohner Christianias sich durchsetzt. http://www.nordschleswiger.dk/de/daenem ... endler-aus
Venlig hilsen
Hendrik77


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BeitragVerfasst: 22.05.2018, 21:03 
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Wozu in die Christiania gehen ???

In der Istegade hinter dem Hauptbahnhof gibt es auch Alles für Raucher und Stichlinge sowie Bonbonschlucker.

Also wie eben in jeder Grosstadt.

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Der Teufel ist nicht so schwarz, wie man ihn malt


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BeitragVerfasst: 22.05.2018, 21:35 
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Vor gar nicht langer Zeit sah ich eine Doku über Christiania im Fernsehen. Das ganze Viertel wirkte auf mich wie eine Althippiekolonie, in der in Erinnerungen schwelgende Alt-68er am liebsten die Berliner Kommune 1 wieder aufleben lassen würden, nur eben auf Dänisch. Ein Haufen verträumter Gestalten, Nichtsnutze und auch ein paar Krimineller, die da Narrenfreiheit genießen. Den Behörden ist Christiania zwar einerseits ein Dorn im Auge. Andererseits aber haben sie da die Subkultur besser im Auge, als wenn sich diese nach einer schon mal angedachten Räumung des Viertels in ganz Kopenhagen und seinem Umfeld verteilen würde.

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BeitragVerfasst: 26.05.2018, 21:26 
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Tja ganz so schlimm ist es dann wohl doch nicht:
Zitat:
Die Freistadt Christiania mitten in Kopenhagen ist weltweit für ihre Freizügigkeit auch in Sachen weiche Drogen bekannt. Doch mit harter Drogenkriminalität wollen die Bewohner nichts zu tun haben – und schließen die Dealerbuden zum wiederholten Male. Diesmal mit neuen Mitteln.
https://www.nordschleswiger.dk/index.php/de/daenemark-gesellschaft/bewohner-von-christiania-schliessen-haschhaendler-aus

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BeitragVerfasst: 27.05.2018, 09:04 
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Hejsa !
@Hinnerk
Was Du Dir alles für Urteile erlaubst nach dem sehen einer Reportage ist schon bemerkenswert,aber nicht im positiven Sinn.
@25örefan
Hauptsache Du hast was kommentiert und da ist es auch ganz egal das der Link schon online ist oder nicht.
Venlig hilsen
Hendrik77


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BeitragVerfasst: 27.05.2018, 10:54 
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… sagt ein vermutlich Möchtegern, Exkommunarde oder Alt-68er, dem das Gras aus der Tasche wächst. :mrgreen:
Im Übrigen kenne ich Christiania nicht nur aus einer Fensehreportage. Meine Frau und ich waren 2012 im Rahmen einer Kopenhagentour mal dort. Das hat uns gereicht. Wenn ich den Begriff Subkultur verwendete, ist das durchaus berechtigt.

„Subkultur ist eine soziologische Bezeichnung für die mehr oder weniger abweichende Kultur der Teilgruppe einer Gesellschaft. Der Grad der Abweichung reicht von bloßen Modifikationen bis zu ausdrücklichen Gegenpositionen. Ursprünglich wurde der Begriff Subkultur im Rahmen der Kriminalsoziologie verwendet. Inzwischen wird er allgemeiner für die Bezeichnung unterschiedlicher Lebensstile gebraucht.“
Quelle: Wikipedia
„eigenständige Kultur einer Gruppe, meist Untergrundkultur, die in einem bestimmten Ausschnitt der Gesellschaft entstanden ist und eigene Werte und Normen besitzt.“
Quelle: Pons

Und wenn diese „Kolonie“ fast ständig von einer mobilen Dauerwache der Polizei überwacht werden muss um ggf. rasch einschreiten zu können zeugt nicht gerade davon, dass nur friedfertige Blumenkinder und Hippies eine Zufluchtsort gefunden haben.
Die Regeln von Christiania verbieten zwar, Diebstahl, Gewalt und den Besitz bzw. Nutzung von Feuerwaffen, nur leider nutzt das offensichtlich nichts. Schießereien mit z.T. Schwerverletzten (u.a. Polizist mit Kopfschuss und Handgranateneinsatz) kamen in der Vergangenheit immer wieder vor. Letztes Jahr fand erst wieder eine Razzia statt, wobei jede Mengen Drogen sichergestellt wurden.

Ich habe nichts gegen eine unter uns lebende Parallelgesellschaft wie z.B. einer Sekte, solange sich deren Mitglieder an unsere freiheitlich demokratische Grundordnung halten. Dies darf man aber bei zumindest einem Teil der Bewohner von Christiania in Frage stellen.

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BeitragVerfasst: 27.05.2018, 12:58 
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Übrigens gibt es „Chistiania“ in jeder Stadt. Das ist nichts, was Kopenhagen besonders macht. Wer Spaß daran hat, sich am gesellschaftlichen Sumpf zu ergötzen kann das in Berlin z.B. in der Rigaer Str. in Friedrichshain oder rings um den Alexanderplatz.
Natürlich kann man alles verniedlichen und verharmlosen, so wie es die Politik in D. so gern macht. Was niedlich ist kostet nichts…

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BeitragVerfasst: 27.05.2018, 14:01 
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Hendrik77 hat geschrieben:
Hejsa !

@25örefan
Hauptsache Du hast was kommentiert und da ist es auch ganz egal das der Link schon online ist oder nicht.
Venlig hilsen
Hendrik77

@ Hendrik77
Das hättest Du auch unkommentiert lassen können.
Wo ist Dein Problem?
Bitte vielmals (nicht :mrgreen: ) um Entschuldigung, dass ich diesen einen Deiner Beiträge nicht penibel unter die Lupe genommen habe.

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BeitragVerfasst: 27.05.2018, 18:57 
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Hejsa !
Hinnerk hat geschrieben:
Dies darf man aber bei zumindest einem Teil der Bewohner von Christiania in Frage stellen.

Das kann man auch bei allen Bewohnern Dänemarks in Frage stellen wenn man möchte. Ich persönlich halte nichts davon (seine) Vorurteile über so eine große Gruppe an Personen hier online zu stellen und ich habe auch gar nicht vor etwas zu verharmlosen.

@25örefan
Hättest mein Beitrag ja auch unkommentiert lassen können, aber so verfestigt sich mein Eindruck weiter das es Dir primär um Quantität geht und nicht um die Qualität deiner Beiträge.

Venlig hilsen
Hendrik77


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BeitragVerfasst: 28.05.2018, 08:59 
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Mein letzter Besuch ist sehr lange her. Die originellen Häuschen haben mir gefallen, die als Andenken verkauften Rauchutensilien habe ich nicht verstanden, der beschränkte Zugang zu den schönen alten Wallanlagen war einfach nur ärgerlich, und die Warnungen vor erhöhter Diebstahlsgefahr im nahen Yachthafen haben nicht zur Urlaubsfreude beigetragen.

Eine Duldung von Rauschgifthandel scheint mir unerträglich und ist m.E. wegen der diesbezüglichen Gesundheitsschäden ein viel zu hoher Preis für jede noch so liebenswerte Subkultur. Bei den Befürwortern habe ich immer den Verdacht, dass sie als User oder gar als schwerkriminelle Dealer beteiligt sein könnten. Dass die Bewohner sich gegen den Rauschgifthandel wehren, scheint mir sehr lobenswert, aber wenn ihnen das nicht zuverlässig gelingt, dann sehe ich diese Lebensweise nicht als erhaltenswert.

In Kopenhagen war ich sehr oft und bevorzuge in den letzten Jahren eher dünn besiedelte Küsten und Inseln. Insofern ist das Problem inzwischen für mich nur wenig relevant.

sea u in denmark


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BeitragVerfasst: 28.05.2018, 09:10 
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Aus diesem Thread wurde ein Beitrag wegen OT und nach vorheriger Meldung von mir entfernt.
Venlig hilsen
Moderator Hendrik77


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BeitragVerfasst: 28.05.2018, 09:21 
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Hejsa !
sea u in denmark hat geschrieben:
Eine Duldung von Rauschgifthandel scheint mir unerträglich ....

So wie ich das verstehe gibt es unter den Bewohnern Christianias keine Einigkeit was die Duldung des Verkaufes "weicher" Drogen angeht. Die Frage ob "weiche" Drogen / THC haltige Produkte legalisiert werden sollten oder nicht gibt es ja nicht nur in Christiania.
OT
Ich z.B. finde die Kriminalisierung von Kiffern hilft keinem aus einer möglichen Sucht hinaus.

Venlig hilsen
Hendrik77


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