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BeitragVerfasst: 12.09.2005, 16:43 
Hallo Arnstein,

vielen Dank für deine Informationen und dein Angebot, den Gesetzestext zu übersetzen!
Da alle , die bisher hier diskutierten, nicht dabei waren und vielleicht auch nicht sein werden und wollen und Informationen aus „zweiter Hand“ oder „Einzelfälle“ bzw. "Einzelerlebnisse" aus „erster Hand“, die auch nicht zu verallgemeinern sind, anführen, meine ich aber , dass sich eine weitere Diskussion zu diesem Thema und vor allem in diesem Thread erübrigt, denn er enthält – wie du zu Recht bemerkst – überzogene Beiträge.

Viele Grüße

Lukas

Hier noch einige Anmerkungen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Grindadrap#Kontroverse


In dem Forum
http://forum.faroe-islands.de

wurden Beiträge zum Walfang vor einigen Monaten gelöscht , die Moderatoren hatten sicherlich dafür ihre Gründe...


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BeitragVerfasst: 12.09.2005, 17:07 
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@Lukas,

den Wikipedia-Artikel habe ich selber geschrieben (wie ich bereits erwähnte).

Das Forum http://forum.faroe-islands.de/phpBB2/index.php (das ist das Färöerfreunde-Forum, also vergleichbar mit diesem hier) hält Grindadrápdiskussionen durchaus aus, aber diese müssen auf den Grundlagen der Tatsachen erfolgen. Es gab mal einen Thread, da wurden alle Färöerfreunde als Sympathisanten eines grausamen Treibens denunziert.

Die meisten etwas informierten Färöerfreunde wissen aber, was wirklich abgeht beim Grindwalfang, und in welchem sozio-kulturellen Kontext das zu sehen ist.

Kontroversen gibt es auch unter Färingern. Da geht es aber natürlich ins Detail (den Tierschutz betreffend, um den sich der färöische Staat ja aber aktiv im ureigensten Interesse kümmert). Ich habe bisher keinen Färinger kennen gelernt, der den Grindwalfang als solchen ablehnt. Es gehört dort zur Kultur und hat eine rein subsistenzwirtschaftliche Funktion, wie der dortige Kartoffelanbau im Garten (völlig üblich und deckt den Großteil des Verbrauchs).

Bedenke immer, dass das ein kleines Inselvolk unter harten Bedingungen ist. Der Blockzuschuss aus Dänemark ist längst kein Indiz, dass das eine satte Wohlstandsgesellschaft ist. Die Leute haben noch einen anderen - viel pragmatischeren - Bezug zur Natur.


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BeitragVerfasst: 12.09.2005, 17:37 
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...was mir noch einfällt: Weiter oben schreib einer über den Papageitaucherfang. Ein weiteres, wenn auch nicht so emotional belastetes, Klischee.

Natürlich ist der Papageitaucher (lundi auf Färöisch, oder wissenschaftlich fratercula arctica) ein süßer kleiner Vogel, aber erstens ist er äußerst lecker, zweitens gibt es eine Schonzeit, drittens brüten Millionen von ihnen auf den Färöern, und viertens wird er mit Keschern gefangen, wo sich Leute in den mehrere hundert Metern hohen Kliffs abseilen (oder von einer fast unmöglichen Landestelle aus hochklettern).

Was das für eine gefährliche Angelegenheit das ist, muss ich wohl nicht weiter ausführen. Aber die Viecher gibt es im Überfluss, sie sind nunmal tumb genug, sie mit dem Netz aus der Luft angeln zu lassen (haben auch wenig Fluchtdistanz in freier Wildbahn) und sind eben eine Delikatesse von Mutter Natur.

Materiell ist das nichts anderes, als im Herbst einen Teil der Schafe zu schlachten, die zuvor gute Wolllieferanten waren. Genauso fährt man auch schonmal nach Feierabend im Büro mit dem eigenen Boot raus und fischt für die eigene Familie.

Hast du mal einen Fisch getötet Lukas? Das erste Mal tut immer weh im Herzen. Dann hat man ihn im Magen und gewöhnt sich dran und vorallem lernt man das Töten so, dass es schnell geht. Das ist die Essenz des Ganzen. Ansonsten muss man konsequent Vegetarier sein, oder aber die Augen vor den Tatsachen verschließen und abgepacktes Fleisch im Supermarkt kaufen und nicht weiter drüber nachdenken, dass das mal lebende Geschöpfe waren, die von Menschen getötet wurden.

Vielleicht ist es so einfacher zu verstehen, dass viele Färinger extrem verbittert sind, was diese Einmischungen in ihre ureigensten althergebrachten Traditionen betrifft. Anders hätten sie dort nie überleben können.


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BeitragVerfasst: 12.09.2005, 17:53 
Hallo Arnstein,

ich schätze deine Kenntnisse und Informationen, die uns zur Verfügung stellst, außerordentlich. Noch einmal vielen Dank dafür!

Ich möchte die Diskussion aber trotzdem nicht fortsetzen.
Sie begann mit dem Vergleich mit Steinläusen und endet – hoffentlich- mit der Frage , ob ich jemals einen Fisch gefangen hätte........!

Viele Grüße

Lukas


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BeitragVerfasst: 12.09.2005, 17:58 
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@Lukas,

ist ok, entschuldige übrigens für den harschen Ton in meinem ersten Beitrag hier.


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BeitragVerfasst: 12.09.2005, 18:27 
...


Zuletzt geändert von MagicMatthes am 12.05.2006, 22:17, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 12.09.2005, 19:15 
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Registriert: 12.09.2005, 09:44
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Moin Matthias,

also das angeführte Färöer-Forum ist schon das einzige in deutscher Sprache. Dass es so leer aussieht, liegt an einem Hackerangriff, der im Mai dieses Jahres passierte. Der Admin hat es erst nach seinem wohlverdienten Urlaub wieder neu aufgesetzt, und leider sind natürlich viele, sehr viele Dinge verloren gegangen dadurch. Shit happens.

Aber egal. Ich war natürlich schon auf den Färöern, und die Sprache kann ich lesen. Allerdings ist es lange her, wo ich das letzte Mal dort war. Zum Glück sind wir heute ein globales Dorf:

http://fo.wikipedia.org (färöische Wikipedia)
http://www.portal.fo (das Newsportal auf Färöisch)
http://www.kjak.fo (das Diskussionsforum der Färinger allgemein)
http://www.kvinna.fo (das Diskussionsforum der Frauenzeitschrift "kvinna", wo natürlich auch Männer auf Dänisch schreiben dürfen)

Sonstige Lieblingsseiten:

http://www.faroeartstamps.fo (Kunst auf Briefmarken)
http://www.faroestamps.fo (Geographie und Geschichte der Färöer)

Wenn du die Sprache erlernen willst, schau mal auf www.setur.fo vorbei, das ist die Uni der Färöer, die Intensivkurse im Sommer anbietet (was gibt es einen besseren Vorwand für eine Färöerreise als so einen Bildungsurlaub?)

Ansonsten die Literatur unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Färöische_Sprache
http://de.wikipedia.org/wiki/Bibliografie_zu_den_Färöern


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BeitragVerfasst: 12.09.2005, 19:43 
...


Zuletzt geändert von MagicMatthes am 12.05.2006, 22:16, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 13.09.2005, 17:30 
Hej,

um diese Diskussion nun endgültig zum Abschluss zu bringen, weil sie – wie schon gesagt-einige Beiträge enthält, die ich nicht noch einmal lesen bzw. aufgetaucht wissen möchte – vielleicht ergeht es anderen auch so – darf ich vielleicht doch darauf hinweisen , dass die Beiträge zum Walfang in dem Forum http://forum.faroe-islands.de schon lange vor dem „Hacker-Angriff“ gelöscht wurden, weil sie anscheinend – wie auch hier – nicht zu einem Konsens oder zur wirklichen Information führten. M. E. liegen die Wahrheit bzw. die Informationen zu der Thematik irgendwo in der Mitte, aber es ist anscheinend nicht möglich, Argumente sachlich auszutauschen , ohne dass der Vorwurf des militanten, sich in fremde Angelegenheiten einmischenden Tierschützers, der sich „natürlich“ vegetarisch ernährt, sich um die um die Zustände in den Schlachthöfen im eigenen Land kümmern sollte, „auftaucht“ und auf der anderen Seite „Walfangexperten“ , die von einem --- natürlichen Gleichgewicht ausgehen, aber vielleicht auch Tourismusbüroargumente anführen.
Beide Seiten haben engagiert argumentiert........- mehr oder weniger überzeugend.

Ich habe gelernt, dass -ich wiederhole mich—eine Diskussion zu diesem Thema in einem Forum nicht wirklich weiterführt.

Viele Grüße

Lukas


@Arnstein: Meine Frage wirklich ist nicht provozierend gemeint. Ich würde gern wissen, weil es mich wirklich interessiert, wie man Autor für Wikipedia –Beiträge wird.


Zuletzt geändert von Lukas am 13.09.2005, 17:40, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 13.09.2005, 17:39 
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@Lukas:

Zitat:
Meine Frage wirklich ist nicht provozierend gemeint. Ich würde gern wissen, weil es mich wirklich interessiert, wie man Autor für Wikepedia –Beiträge wird.


Wie meinst du das jetzt? Technisch oder mental?

Technisch kann jeder jederzeit Autor sein. Mental muss man sich vielleicht trauen oder von einer Sache wirklich überzeugt sein, belesen sein, recherchieren können, etc.


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BeitragVerfasst: 13.09.2005, 17:55 
Hallo Arnstein,

vielen Dank für deine schnelle Antwort!
Meine Frage führt jetzt nicht „nur etwas“ vom Thema weg, aber Wikipedia wird auch seit einiger Zeit in Hausarbeiten als Quelle zitiert.

Dürfte ich dir eine PN zu dem Thema bzw. zu der Frage senden?

Viele Grüße

Lukas


Zuletzt geändert von Lukas am 13.09.2005, 18:03, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 13.09.2005, 18:01 
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Natürlich kannst du mich privat anmailen. Gerne auch per echter Mail, weil ich dieses Forum nicht ständig im Visier habe: arne.list@gmx.net


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BeitragVerfasst: 21.06.2006, 09:52 
biskemad hat geschrieben:
Was soll das denn jetzt? Schon wieder einer Deiner Beiträge mit denen Du dieses Forum zumüllst. Wen ich das schon lese ("ob man das tolerieren sollte"). Ich glaube Du hast zuviel Zeit. Lass den Einwohnern ihre Tradition und kümmere Dich um Deine Angelegenheiten. Das ist hier kein Greenpeace-Forum!

Brian


Hej birkemad,
Tradition ist was Schönes, wenn sie noch Sinn macht.

Dieses Walgemetzel hat KEINEN Sinn, sondern ist eine Tradition, die man mit dem Satz beschreiben kann:

Tradition ist das Weitertragen der Flamme,
nicht die Anbetung der Asche!

Der Mensch sollte sich endlich darauf besinnen, die ihn umgebende Natur zu achten und zu schützen, anstatt fühlende und leidensfähige Mitgschöpfe auf diese grausame Art und Weise zu quälen und zu töten.

Aber leider muß man wohl davon ausgehen, daß es erst Ruhe an dieser Front gibt, wenn der letzte Wal abgeschlachtet ist.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 06.07.2006, 15:15 
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Beiträge: 252
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Tinko hat geschrieben:
Dieses Walgemetzel hat KEINEN Sinn, sondern ist eine Tradition, die man mit dem Satz beschreiben kann:

Tradition ist das Weitertragen der Flamme,
nicht die Anbetung der Asche!


Nein, es hat einen Sinn: Nahrungserwerb.

Zitat:
Der Mensch sollte sich endlich darauf besinnen, die ihn umgebende Natur zu achten und zu schützen, anstatt fühlende und leidensfähige Mitgschöpfe auf diese grausame Art und Weise zu quälen und zu töten.


Der Grindwalfang ist nach menschlichem Ermessen nicht sonderlich grausam. Die Tiere leiden nur wenige Sekunden, da sie regelrecht geköpft werden.

Zitat:
Aber leider muß man wohl davon ausgehen, daß es erst Ruhe an dieser Front gibt, wenn der letzte Wal abgeschlachtet ist.


Das kannst du jetzt nicht auf die Färöer beziehen, die jährlich etwa 0,1 % des Bestandes bejagen und das unter Aufsicht der Behörden steht, die jederzeit sagen können, dass der Grindwalfang nicht zu verantworten ist. Hier möchte ich einmal das naturgeschichtliche Museum der Färöer nennen, was eine Art Umweltbehörde ist. Die können durchaus selbständig Tiere unter Schutz stellen.

Also bitte in Bezug auf die Färöer bei den Fakten bleiben. :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Walfang auf den Färöer-Inseln
BeitragVerfasst: 11.08.2015, 12:14 
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Registriert: 01.07.2013, 10:40
Beiträge: 216
Wohnort: Germany
In diesem Jahr erreicht das Massenmorden wieder neue Rekordzahlen.
Im letzten Jahr konnten Tierschützer durch Störsender viele Tiere von den Inseln vernhalten.
Inzwischen gibt es ein Gesetz, welches Tierschützer in den Knast bringt, außerdem muss jeder Tourist einen gesichteten Wal melden, ansonsten riskiert er eine Geldstrafe. Ganz schön absurd.
Infos u.a. hier: http://www.wort.lu/de/lokales/faroeer-i ... 6a8ce5df62

Ein echt absurrdes Land mir rückständigen Bewohnern. Fußballspielen können sie nicht, aber töten.

Was mich ärgert: Dänemark unterstützt diese Steinzeitmenschen. Die dänische Marine soll aktiv gegen die Tierschützer vorgehen. Ist Dänemark auch so rückständig? Gibt es da keinen Aufstand? In Deutschland wäre das ja, welch ein Glück, undenkbar.

_________________
Ein paar Linktipps: Webcams in Dänemark - Online-Reiseführer


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