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 Betreff des Beitrags: Re: Seehundsterben
BeitragVerfasst: 15.07.2014, 13:46 
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Lars J. Helbo hat geschrieben:
Nur leider haben wir das vergessen und daher greift die Natur jetzt selber ein. Für das einzelne tier ist das zwar viel schlimmer, weil sie lange leiden, bevor sie sterben. Am Endergebnis ändert sich aber nichts.


Was hat die vermutliche(!) Ursache des Seehundsterbens mit Natur zu tun?

Touri hat geschrieben:
Nach wie vor stehen mögliche Ursachen nur im Verdacht: Die vielen Nerz- und Fuchsfarmen in Dänemark, wie auf Anholt, mit ihrem Schmutzwasser, das ungeklärt in die Ostsee fließt, sorgen für Infektion und Ausbreitung der Seehundseuche….


Fast überall wo der Mensch in die Natur eingreift geht es schief, weil wir die Zusammenhänge nicht begreifen. (Paul Watson)


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 Betreff des Beitrags: Re: Seehundsterben
BeitragVerfasst: 15.07.2014, 13:57 
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Ronald hat geschrieben:
Was hat die vermutliche(!) Ursache des Seehundsterbens mit Natur zu tun?


Ganz einfach, wenn der bestand zu gross wird, dann sorgt die natur dafür, dass sie wieder kleiner wird.

Touri hat geschrieben:
Fast überall wo der Mensch in die Natur eingreift geht es schief, weil wir die Zusammenhänge nicht begreifen. (Paul Watson)


Da ist was wahres dran. Ein gutes beispiel ist diese unseelige deutsche "Seehundstationen". Hier werden kleine Seehunde, die aus Gründen, die wir nicht begreifen, in der natur nicht lebensfähig sind, wieder aufgepeppelt. Danach werden sie gedankenlos in der natur zurück gesetzt, wo sie dann die wirklich lebensfähige Tiere verdrängen.

Auf langer Sicht führt es dazu, dass der bestand degeneriert - nur weil Menschen, die ordnung der Natur nicht ertragen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Seehundsterben
BeitragVerfasst: 15.07.2014, 14:04 
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@Ronald
auch noch mal an dich:Welche Nerzfarmen auf Anholt :?:
Da gibt es einen CP,ein kleines Kaff und Sommerhuse,ansonsten natur pur.


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 Betreff des Beitrags: Re: Seehundsterben
BeitragVerfasst: 15.07.2014, 14:15 
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@ Lars J. Helbo:
In den Seehundaufzuchtstationen werden keine Seehundbabies aufgepäppelt, die in der Natur nicht lebensfähig wären, sonder die nicht überlebensfähig wären, weil sie ihre Mutter verloren haben (z.B. bei Unwettern)
Natürlich könnte man sie auch einfach sich selbst überlassen und verhungern lassen oder auch abknallen.
Aber es gibt ja immer diese Bekloppten, die da nicht einfach untätig zusehen können oder wollen

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 Betreff des Beitrags: Re: Seehundsterben
BeitragVerfasst: 15.07.2014, 14:30 
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Mopsmama hat geschrieben:
In den Seehundaufzuchtstationen werden keine Seehundbabies aufgepäppelt, die in der Natur nicht lebensfähig wären, sonder die nicht überlebensfähig wären, weil sie ihre Mutter verloren haben (z.B. bei Unwettern)


Der Punkt dabei ist aber, dass niemanden weis warum sie verlassen wurden. Das mit dem Unwetter ist eine Theorie. Es könnte genau so gut sein, dass Grund etwas ganz anderes ist.

Fakt ist aber, dass man mit dieses aufpeppeln in die Selektion der Natur eingreift. Das ist brandgefährlich, wenn man die Zusammenhänge nicht kennt und versteht. Und es gibt nicht den geringsten Grund dieses Risiko einzugehen, weil der Bestand absolut nicht bedroht ist. Man kann also mit dieser Massnahme den Bestand nicht vergrösern. D.h. jedes mal, wenn man so ein Tier rettet, dann tötet man ein anderes. Das einzige, was man erreichen kann ist, dass das Seehundsterben in kürzere Abstände vorkommt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Seehundsterben
BeitragVerfasst: 15.07.2014, 15:40 
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Beiträge: 104
http://www.schutzstation-wattenmeer.de/ ... ndsterben/

Hier wird im Prinzip das Gleiche vermutet wie in Brummchens Link
Aber wahrscheinlich schreibt bloß Einer vom Anderen ab und die wahren Experten findet man hier in diesem Forum 8)

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 Betreff des Beitrags: Re: Seehundsterben
BeitragVerfasst: 15.07.2014, 15:44 
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Eine Überpopulation kann sicherlich eine Ursache für die schnellen und massenhaften Verbreitung einer Erkrankung (Epedemie) sein.

Für das große Robbensterben (18.000 Seehunde) von z. B. 1988 schließt man eine Überpopulation hingegen aus und geht stattdessen von einer "Epidemie durch das Zusammentreffen von Umweltgiften und Staupevirus" aus.
http://www.schutzstation-wattenmeer.de/ ... ndsterben/

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 Betreff des Beitrags: Re: Seehundsterben
BeitragVerfasst: 15.07.2014, 16:11 
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Das ist ja auch eine wahnsinnig überzeugende Artikel :roll:

Also, fassen wir mal zusammen: "Eine "Überpopulation" war nicht der Auslöser." - öhh warum nicht?

Ach nein, es waren ja "Abwässer aus Nerzfarmen" - auf Anholt, wo es so etwas gar nicht gibt.

Bild

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 Betreff des Beitrags: Re: Seehundsterben
BeitragVerfasst: 15.07.2014, 16:26 
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dina hat geschrieben:
Genau,das passiert auch bei anderen Arten,z.B.Wildkaninchen.Wenn der Bestand zu hoch ist,bricht die Myxomatose aus.


Die Myxomatose bricht aber vermutlich nicht immer an ein und demselben Ort aus- oder? Das ist ein entscheidender Unterschied zur Seehundstaupe. Sie ging bisher mehrfach von Anholt aus.

Touri


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 Betreff des Beitrags: Re: Seehundsterben
BeitragVerfasst: 15.07.2014, 16:30 
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Touri hat geschrieben:
Die Myxomatose bricht aber vermutlich nicht immer an ein und demselben Ort aus- oder? Das ist ein entscheidender Unterschied zur Seehundstaupe. Sie ging bisher mehrfach von Anholt aus.


Stimmt, dann ist nur noch die Frage warum, es dort passiert? Ist es, weil dort besonders viele Seehunde sich sammeln oder ist es, weil dort keine Nerzfarmen sind?

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 Betreff des Beitrags: Re: Seehundsterben
BeitragVerfasst: 15.07.2014, 16:37 
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Das müsste dringend erforscht werden oder hätte schon längst erforscht werden müssen.
Ich vermute, dass im Wattenmeer oder in der Nordsee die Dichte der Seehunde auch höher ist,

Touri


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 Betreff des Beitrags: Re: Seehundsterben
BeitragVerfasst: 15.07.2014, 16:45 
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Touri hat geschrieben:
Das müsste dringend erforscht werden oder hätte schon längst erforscht werden müssen.


Forschung wird hier nichts bringen. Man würde nämlich zu dem Schluss kommen, dass es daran liegt, dass der Bestand zu gross wird, wenn nicht ausreichend gejagt wird. Dieses Ergebnis würde aber den sogenannten Tierschützern nicht zufrieden stellen - also wozu forschen?

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 Betreff des Beitrags: Re: Seehundsterben
BeitragVerfasst: 15.07.2014, 16:47 
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Wie war das nochmal mit den Lemmingen ????????
Ich meine jetzt nicht die Menschen, sondern diese kleine süßen Nagetierchen.

Lars schrieb
Zitat:
Forschung wird hier nichts bringen

Doch .............................den Forschern

Detlef

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Schmeichler sind wie Katzen,
vorne lecken, hinten kratzen.

Wenn jeder Scheinheilige wie eine 60-Watt-Birne leuchten würde, könnte man nachts nicht mehr ohne Augenbinde schlafen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Seehundsterben
BeitragVerfasst: 15.07.2014, 17:26 
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Lars J. Helbo hat geschrieben:
Forschung wird hier nichts bringen. Man würde nämlich zu dem Schluss kommen, dass es daran liegt, dass der Bestand zu gross wird, wenn nicht ausreichend gejagt wird. Dieses Ergebnis würde aber den sogenannten Tierschützern nicht zufrieden stellen - also wozu forschen?

Woher nimmst du diese Sicherheit, "dass es daran liegt, dass der Bestand zu gross wird, wenn nicht ausreichend gejagt wird"?
Und wenn man sich ganz sicher wäre, dass eine Überpopulation die eindeutige Ursache ist, wären wohl auch Tierschützer nicht gegen eine Dezimierung zur Arterhaltung.
Aber solange man es nicht genau weiß, macht es zunächst einmal keinen Sinn.
Du würdest Dir doch auch nicht eine Niere entfernen lassen (mit einer kann man ja auch leben), nur weil der behandelnde Arzt
vermutet, dass diese Niere für eine andere Erkrankung im Körper veranwortlich sein könnte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Seehundsterben
BeitragVerfasst: 15.07.2014, 17:29 
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Ja, das stimmt natürlich :wink:

Aber ernsthaft, es gibt ja schon jede Menge Forschung, z.B.:

http://www.vadehav.dk/media/2611969/Vad ... %A6ler.pdf
http://www.waddensea-secretariat.org/si ... -seals.pdf

Aber das Problem ist eben, dass die Ergednisse nicht mit den von den "Tierschützern" erwünschte übereinstimmen. D.h. es hat mit Nerzfarmen nicht das geringste zu tun. Das Problem ist den Kegelrobben, die normalerweise im Nordatlantic leben, aber gelegentlich kommen die nach Süden ins Skagerak und Kattegat bis Anholt.

Dort treffen sie auf die relativ große Kolonien von Seehunden. Die Kegelrobben sind träger der Virus, aber normalerweise erkranken sie nicht. Sie können aber die Seehunde anstecken und das passiert natürlich häufiger, wenn der bestand zu gross ist - weil die Tiere dann dichter zusammen sind. Das ist doch eigentlich ziemlich einfach, oder?

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