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BeitragVerfasst: 23.01.2018, 12:50 
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Von den Problemen die Brandenburger Bauern mit dem Wolf haben sind die dänischen Tierzüchter noch weit entfernt.
Wie lange noch?
Ich kann den Frust der Nutztierhalter, zumindest in Brandenburg, verstehen.
Angus-Rinderzüchter gibt auf:
http://www.maz-online.de/Lokales/Brande ... ur-Aufgabe
Zitat:
eine wolfssichere Einzäunung des 30 Hektar großen Weidelandes ist nicht praktikabel


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BeitragVerfasst: 23.01.2018, 13:09 
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Deshalb auch diese Forderung:
http://www.outfox-world.de/news/bauernb ... zonen.html
Ich denke dänische Nutztierhalter denken nicht viel anders.

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H. C. Andersen
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BeitragVerfasst: 24.01.2018, 16:01 
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Der dänische Agrar- und Umweltminister Esben Lunde Larsen ist in Dänemark genauso umstritten wie unser Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt und vertritt auch in ähnlicher Weise vorrangig Agrarkonzern- , Agrar- und Jagdinteressen.

Esben Lunde Larsen entstammt einer Landwirtschaftsfamilie, in der nach seinen Angaben alle Familienmitglieder Jäger sind. Außer ihm selbst, was er allerdings selbst unbedingt nachholen möchte:

https://www.netnatur.dk/esben-lunde-lar ... al-bevare/

Für Wirbel sorgt aktuell seine geplante Aufweichung der jagdlichen Schonzeiten in Dänemark. Kritiker, politische Gegenspieler, Tier- und Naturschutzverbände fürchten die Jagd auf führende Elterntiere und kritisieren ihn dafür scharf:

http://nyheder.tv2.dk/samfund/2017-12-0 ... nstaendigt

Das Fischerei-Ressort hat Esben Lunde Larsen nach dem Skandal um die wohlhabenden "Fischerei-Quoten-Könige", die er politisch offenbar begünstigt haben und von denen seine Partei Geld erhalten haben soll, bereits abgeben müssen.

"Quoten, Könige und Kumpane"
https://www.b.dk/nationalt/kvoter-konge ... obbeltspil

Auch in dem Buch "Skjulte penge - magt, partistøtte og lobbyisme i dansk politik" (Verstecktes Geld - Macht, Parteienunterstützung und Lobbyismus in der dänischen Politik) von Arnfred/Jessen taucht sein Name auf. Dort wird seine Abneigung gegen Naturschutzorganisationen wie Danmarks Naturfredningsforening zitiert, während er über Wahlkampfzuwendungen von Akteuren aus dem Agrarsektor, die er politisch begünstigt haben soll, keine Auskunft zu geben bereit war.

Der rigorose Umgang mit den Wildschweinen ist ebenfalls knallhartem wirtschaftlichen Kalkül geschuldet, woraus das dänische Agrarministerium mit dem Begriff "milliardeksport truet" auch keinen Hehl macht: Das Schwarzwild gehört allein deshalb ausgerottet, um die Milliardenerträge der Schweinehalter im Exportgeschäft mit der Massentierhaltung nicht zu gefährden.

http://mfvm.dk/nyheder/nyhed/nyhed/mini ... svinepest/

Das ist indes nicht neu. 2002 zahlten Dänemarks Schweinezüchter eine Prämie von 250,- € an deutsche Jäger für jedes erlegte Wildschwein zwischen Nord-Ostsee-Kanal und Grenze. Standen in Dänemark doch 5,5 Mio. Bürger glatt 12 Mio. Hausschweinen gegenüber.

http://www.handelsblatt.com/archiv/kopf ... 88560.html

2009 schrieb die shz:

Zitat:
Dänemark ist mit einer Selbstversorgerquote bei Schweinen von 600 Prozent auf den Export angewiesen

shz, 31.12.2009: Wildschweine vor der Grenze zum Königreich https://www.shz.de/regionales/schleswig ... 43686.html


Und erklärte das dahinterstehende Prinzip:

Zitat:
Denn noch gelte Dänemark als frei von Schweinepest und Wildschweinen. Sollten sich aber die Tiere in Dänemark ansiedeln, dann könnte nach einem möglichen Ausbruch der Krankheit in nur einem Bestand bis zu ein Jahr vergehen, ehe das vom Export abhängige Land wieder für schweinepestfrei erklärt wird - selbst, wenn die Krankheit "hausgemacht" war, also kein Wildschwein dafür verantwortlich gewesen ist. Solange jedoch kein Schwarzwild in dänisches Terrain vorgedrungen ist, gelte im Falle eine Pestausbruchs das Land bereits nach einem Monat als krankheitsfrei, nachdem der befallene Bestand gekeult worden sei.

shz, 31.12.2009: Wildschweine vor der Grenze zum Königreich https://www.shz.de/regionales/schleswig ... 43686.html


Anders als vom deutschen Jagdmagazin Outfox-World behauptet, hat sich z. B. Danmarks Naturfredningsforening gegen den rigorosen Schwarzwildabschuss positioniert:

Zitat:
Vildsvin bekæmpes i Danmark på grund af risikoen for, at de bringer sygdomme med sig til tamsvinene.

Det er dog ikke alle, der er enige i den politik. Danmark Naturfredningsforening mener, at vildsvin hører til i den danske natur og vurderer, at risikoen for at de smitter tamsvin med svinepest er meget lille, da det kræver direkte fysisk kontakt mellem individerne.

Jydske Vestkysten, 16.02.17: Større flokke af vildsvin set nord for grænsen https://www.jv.dk/aabenraa/Stoerre-flok ... el/2479448


Auch nachzulesen auf der Internetseite von Danmarks Naturfredningsforening:
http://www.dn.dk/vi-arbejder-for/dyr/vildsvin/

Ähnlich wie in Deutschland beurteilt man das Risiko, das von menschlichen Kontaminationen ausgeht, als höher als durch das Schwarzwild direkt, da Hausschweine in geschlossenen Haltungssystemen nicht mit Schwarzwild in Kontakt kämen. Und auch bezüglich der Freilandhaltung von Schweinen sehen gesetzliche Regelungen eine doppelte Einzäunung vor, um einen direkten Kontakt auszuschließen.

Wer seine Informationen ausschließlich über einschlägige deutsche Jagdmagazine bezieht, läuft leider Gefahr, in einer diesbezüglich gefärbten Filterblase zu verharren und dabei wichtige Informationen zu verpassen.

Dass Esben Lunde Larsen mit einer entsprechenden Wolfspolitik auch auf diesem Gebiet seiner Jagd- und Landwirtsfamilie und der ihnen verbundenen Klientel entspricht, sollte da nicht wirklich verwundern.


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BeitragVerfasst: 24.01.2018, 16:33 
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25örefan hat geschrieben:
Vielleicht kannn D von DK in Zukunft bezüglich der Wölfe etwas lernen :idea:


Was hälst Du davon:
Deutschland könnte ja auch bezüglich des Hundesgesetzes noch etwas von Dänemark lernen. :shock:

Sorry, aber für mich ist es schwer nachvollziehbar und erscheint mir ebenfalls wie zweierlei Maß, sich einerseits leidenschaftlich gegen ein zugegeben wirklich schlechtes Hundegesetz zu engagieren und andererseits den wilden Vorfahren der Hunde so krass abzulehnen und sich für dessen Abschuss zu engagieren.

Eine Ausrottung der Wölfe wird es nicht mehr geben. Sollten sich Jagd- und Agrarlobby durchsetzen, käme es allenfalls zu einer "Bewirtschaftung" von Wölfen. Das bedeutet neben dem Leid für diese Tiere aber, dass

- ungeschützte Weidetiere nach wie vor Wölfen zum Opfer fallen, wie in Schweden auch
- umherstreundende Hunde oder unbeaufsichtigte Kettenhunde jederzeit Kontakt mit Wölfen haben können
- Menschen trotzdem jederzeit auf Wölfe treffen können

Die Zunahme der Risse nach einem illegalen Abschuss des Muttertieres im Landkreis Cuxhaven bestätigt, was Forscher in verschiedenen Studien herausgefunden haben:

"Wolfsabschüsse schützen keine Nutztiere", vgl. VET-MAGAZIN vom 19.09.2016:
https://vet-magazin.de/wissenschaft/wil ... tiere.html

Die Meldungen aus Schweden über gerissene Weidtiere, Übergriffe auf Hunde oder Nahbegegnungen mit Menschen sind seit der Wiedereinführung der Lizenzjagden ja nicht weniger geworden, im Gegenteil.

Insofern kann ich den Sinn dieser Jagden auf den wilden Ahnen unserer geliebten Haushunde nicht nachvollziehen, außer für diejenigen, die einfach Spaß an der Jagd und am Abschuss von hochsozialen, hochsensiblen, schmerz- und auch trauerempfindenden, hochentwickelten Individuen haben, die in ihrer Sozialstruktur den Menschen so ähnlich sind.

Ohne diese Ähnlichkeiten mit uns Menschen hätten wir den Wolf nicht zum "besten Freund des Menschen" domestizieren können. Warum gilt alle Empathie dem geliebten, wedelnden "Sofawolf" und gleichzeitig alle Ablehnung (bei manchen bis hin zum Hass) auf seinen wilden Vorfahren?


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BeitragVerfasst: 05.02.2018, 09:37 
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Groko-Verhandlungen in Berlin:
Ausbreitung des Wolfs soll stärker kontrolliert werden

http://www.zeit.de/news/2018-02/02/ausb ... -99-901485


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BeitragVerfasst: 05.02.2018, 11:03 
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So kann man es auch sehen. Ist wohl auch etwas Wahres daran, sowohl in D als auch DK.
https://www.radioeins.de/programm/sendungen/der_schoene_morgen/wischmeyers_schwarzbuch/der-wolf.html

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BeitragVerfasst: 13.02.2018, 10:37 
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Zitat:
WOLFSJAGD ERREICHT EU-GERICHTSHOF

GEGNER UND BEFÜRWORTER DER LEGALEN WOLFSJAGD ERWARTEN KLÄRENDE WORTE AUS LUXEMBURG.
Der Streit um Europas Wölfe ist beim Europäischen Gerichtshof angekommen: Finnlands oberste Verwaltungsrichter haben von dort verbindliche Vorgaben zur Zulässigkeit der Lizenzjagd auf Wölfe eingefordert. Die Antwort dürfte auch massive Auswirkungen für die Wolfsdebatte in Deutschland haben.
Der Hintergrund: In Finnland laufen Klagen gegen eine behördlich angeordnete Jagd auf insgesamt sieben Wölfe in der Region Savolax. Das Obergericht will vom EU-Gerichtshof Rechtsauskunft zur Frage, ob Ausnahmen vom strengen Artenschutz rechtens sind. Zum Beispiel zum Schutz der traditionellen Elchjagd mit Stöberhunden und um „die Sicherheit der Allgemeinheit“ zu erhöhen.

Von der Antwort werden Auswirkungen auf die gesamte EU erwartet. Auch zum sogenannten „günstigen Erhaltungszustand“ der europäischen Wolfspopulation und zur Frage der Auswirkungen auf Nutztierhaltung und Lebensqualität der Menschen in den Wolfsregionen. Zudem wird in Finnland schon geraume Zeit diskutiert, ob die legale Wolfsjagd das Problem der illegalen Abschüsse entschärfen könnte.
Das Nachbarland Schweden hatte bereits im Jahr 2016 darauf festgelegt, dass die Lizenzjagd nötig sei – um die Elchjagd mit Hunden zu erhalten und der Unruhe in der Bevölkerung entgegenzuwirken (wir berichteten). Schwedens Jägerverband sieht den Einlassungen der EU-Richter mit gemischten Gefühlen entgegen:
Ein Dämpfer für die finnische Wolfspolitik hätte sicher auch Folgen für das Nachbarland.
Umgekehrt hätte Rückendeckung für die Finnen Signalwirkung für die gesamte EU.
http://www.outfox-world.de/blog/wolfsjagd-erreicht-eu-gerichtshof.html

Mal sehen wie die Antwort des EU-Gerichtshofs ausfällt. :idea:

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BeitragVerfasst: 13.02.2018, 11:48 
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Jedenfalls scheint sich etwas zu bewegen.
Und wenn sich die EU damit beschäftigt, kann es ja schon in wenigen Jahren eine Lösung (oder keine) geben. :mrgreen:
Ich bin ja auch für Tier- bzw. Artenschutz, was mir als nicht Betroffener auch leicht fällt, aber dieser Schutz sollte doch für beide Seiten der Weide gelten.
Nach wie vor ein schwieriges Thema mit den neuen haarigen, vierbeinigen Asylsuchenden.


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BeitragVerfasst: 13.02.2018, 11:52 
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@ Die jungen Mitteleuropäer. Danke, danke, danke für deine/eure Beiträge, vor allem den ersten mit einer Zusammenfassung aus den Medien, besonders unseren Landmisbrugsminister betreffend.


LG Tina


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BeitragVerfasst: 14.02.2018, 15:02 
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Hier spaziert ein Wolf am Kindergarten vorbei

Sichtungen häufen sich ++ Bestände größer als angegeben ++ Gefahr für Menschen nimmt zu

http://www.bild.de/regional/hamburg/wol ... .bild.html


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BeitragVerfasst: 19.02.2018, 02:39 
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Ronald hat geschrieben:
Hier spaziert ein Wolf am Kindergarten vorbei

Sichtungen häufen sich ++ Bestände größer als angegeben ++ Gefahr für Menschen nimmt zu

http://www.bild.de/regional/hamburg/wol ... .bild.html


In den letzten 50 Jahren ist in Deutschland noch kein Mensch durch einen Wolf zu Schaden gekommen, denn Wölfe sind äußerst scheue Tiere, die außerdem keinen menschlichen Kontakt suchen.

Sensations-Meldungen der Bild-Zeitung sind übrigens auch nicht gerade die seriöseste Nachrichtenquelle.

Dort geht es in erster Linie nur um die Steigerung der Auflage und nicht um faktenorientierten Journalismus!

www.focus.de/wissen/videos/raubtiere-in ... 53415.html


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BeitragVerfasst: 19.02.2018, 10:30 
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Karl-Heinz-Müller hat geschrieben:
(...) denn Wölfe sind äußerst scheue Tiere, die außerdem keinen menschlichen Kontakt suchen.



Gibt's auch ohne Springer-Presse:
http://www.cellesche-zeitung.de/S533740 ... -gesichtet
https://www.agrarheute.com/landundforst ... tet-542223


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BeitragVerfasst: 19.02.2018, 10:36 
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Karl-Heinz-Müller hat geschrieben:

Sensations-Meldungen der Bild-Zeitung sind übrigens auch nicht gerade die seriöseste Nachrichtenquelle.

Dort geht es in erster Linie nur um die Steigerung der Auflage und nicht um faktenorientierten Journalismus!

http://www.focus.de/wissen/videos/raubt ... 53415.html

Totschlagargument!
Dass das beim Focus so ganz anders ist, kann man ja wohl nicht behaupten :mrgreen:

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BeitragVerfasst: 01.03.2018, 09:37 
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Hysterie?
https://youtu.be/cltlviMtBMA
https://youtu.be/dJ_W3wId2bA
https://youtu.be/iLYetKjPXB4

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BeitragVerfasst: 01.03.2018, 16:45 
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Hejsa !
Neuigkeiten zum Thema in Dänemark gibt es jedenfalls nicht, da kannst noch so viele Links online stellen.
Venlig hilsen
Hendrik77


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