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BeitragVerfasst: 12.03.2018, 19:35 
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Ich denke, wir sind uns einig. :D


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BeitragVerfasst: 12.03.2018, 19:44 
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dina hat geschrieben:
Hej Hellfried,
wenn du wieder nach Aalbæk kommst, hast du vielleicht das Glück, einen zu sehen.
8) :wink: https://nordjyske.dk/nyheder/lotte-saa- ... 5e35a3c42f
Es freut mich, dass du nicht zu der Fraktion gehörst, die die Wölfe so schnell wie möglich wieder weghaben wollen und ich hoffe, deine Gesundheit lässt es zu, dass du bald wieder hochfahren kannst.

LG Tina


Hej Tina,

danke für den Link! Es ist ja toll, dass es jetzt auch in der Nähe von Albaek Wölfe gibt!

Wenn meine Gesundheit mitspielt fahre ich Mitte Juni wieder hoch, das Haus ist bereits gebucht und wenn ich Glück habe kann ich dann ja vielleicht auch in Napstjert einen Wolf beobachten.

Da Wölfe extrem scheu sind, ist dies ja leider nicht so einfach.

Wenn ich hier solche Beiträge wie von Sandwurm lese, stellen sich mir regelrecht die Nackenhaare auf und ich muss mich dann sehr beherrschen, um einigermaßen höflich zu bleiben.

_________________
Viele Grüße
Hellfried - Forum-Sponsor


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BeitragVerfasst: 12.03.2018, 20:51 
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Mir geht es nicht um Wolf nur „ja“ oder Wolf nur „nein“.
Und da bringt es Gregor Beyer*** auf den Punkt.
***(Fast 20 Jahre arbeitete Gregor Beyer für den Naturschutzbund (Nabu) in Brandenburg. Erst ehrenamtlich, dann als Leiter des Besucherzentrums Blumberger Mühle in Angermünde (Uckermark). Vor zwei Jahren wurde er Geschäftsführer des „Forums Natur Brandenburg“, das von sechs Verbänden des ländlichen Raums neu gegründet wurde. Es agiert als Interessenverband für Bauern, Waldbesitzer, Jäger, Fischer, Angler und familienbetriebene Forstbetriebe und liegt – je nach Interessenlage – meist im Clinch mit dem Naturschutzbund und anderen Umweltverbänden.)http://t.maz-online.de/Brandenburg/Vom-Naturschuetzer-zum-Lobbyisten

Gregor Beyer:
„Wissen statt Märchen“:
https://www.swp.de/suedwesten/landkreise/alb/der-wolf-ist-auch-nur-ein-fauler-hund-24970848.html
Gregor Beyer:
„10 Jahre Wolfserfahrung in Brandenburg“
Rede vor dem Baden Württembergischen Landtag
https://youtu.be/j1lG5gPVXNQ

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"Es sieht der Mensch die Welt fast immer durch die Brille des Gefühls, und je nach der Farbe des Glases erscheint sie ihm finster oder purpurhell."
H. C. Andersen
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Nørre Vorupør, Blavand, Bjerregård, Stauning, Agger, Marielyst, Argab, Bornholm/Sømarken, Odense, Houvig, Søndervig, Bjerregård/Hegnet


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BeitragVerfasst: 12.03.2018, 20:57 
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Wohnort: Niedersachsen
Hellfried hat geschrieben:
... und wenn ich Glück habe kann ich dann ja vielleicht auch in Napstjert einen Wolf beobachten. Da Wölfe extrem scheu sind, ist dies ja leider nicht so einfach.

Ist das grundsätzlich so...?

_________________
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BeitragVerfasst: 12.03.2018, 21:09 
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Naja SteffenHH, es wird immer wieder unliebsame Begegnungen zwischen Mensch und Tier geben.
Meinst du nicht?

Einer Kollegin hat ihre eigene Stute den Finger abgebissen.
Hunde beißen...Zechenbisse sind verantwortlich für tödlich verlaufende Erkrankungen.

Ich weiß, weit ausgeholt aber wäre Aufklärung nicht besser als subtile Vernichtung von etwas, was uns nur gerade einfach etwas fremd ist?


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BeitragVerfasst: 12.03.2018, 23:31 
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Polly hat geschrieben:
Naja SteffenHH, es wird immer wieder unliebsame Begegnungen zwischen Mensch und Tier geben.
Meinst du nicht?

Einer Kollegin hat ihre eigene Stute den Finger abgebissen.
Hunde beißen...Zechenbisse sind verantwortlich für tödlich verlaufende Erkrankungen.

Ich weiß, weit ausgeholt aber wäre Aufklärung nicht besser als subtile Vernichtung von etwas, was uns nur gerade einfach etwas fremd ist?


Kann es sein, dass du hier den Adressaten verwechselt hast?
Falls nicht, ich war so lange in diesem Thread nicht aktiv - worauf beziehst du dich?


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BeitragVerfasst: 13.03.2018, 11:20 
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Ja, habe ich. :oops:
@25örefan war gemeint. Bezogen darauf:

Zitat:
Ist das grundsätzlich so...?


Sorry! :D


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BeitragVerfasst: 13.03.2018, 16:15 
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"Vom Naturschützer zum Lobbyisten" - das bringt es bei Gregor Beyer genau auf den Punkt. Er ist selbst FDP-Mitglied, "passionierter Jäger" und vertritt u. a. die Interessen jener Jäger, die auf den Wolf gerne schießen wollen.

Und dass er dabei alles andere als sachlich vorgeht, wird in dem Artikel auch konkret beschrieben. Da ist von einer "Schlacht" die Rede, und sein "Handwerkszeug" dafür stamme "aus dem Handbuch der Lobbyisten".

Zitat:
Die Basis einen und mobilisieren, Kampagnen fahren, Druck erzeugen, ein Thema auch mal emotional zuspitzen. [...] Dass der Ton oft eher schrill als gemäßigt ist und manches Wort ganz bewusst in die Eskalation führt, bestreitet er nicht.

Märkische Allgemeine, 06.06.17: Gregor Beyer - Vom Naturschützer zum Lobbyisten http://www.maz-online.de/Brandenburg/Vo ... Lobbyisten


Wenn man mit diesem Wissen nun eine "Informationsveranstaltung" dieses Mannes besucht, wieviel Prozent Wahrheit und wieviel Prozent an emotionaler Zuspitzung, Problem-Inszenierung und bewusster Führung "in die Eskalation" darf man dann wohl erwarten?

Zitat:
[...]für Beyers Lobbyarbeit ist der Wolf ein gefundenes Fressen: Die Ziele des Forums lassen sich wunderbar mit dem Schutz unschuldiger Lämmer verweben. Wer hätte da kein Verständnis für die Landnutzer? Beim Thema Wolf können die sich sogar noch halbwegs glaubhaft als Außenseiter inszenieren [...]

Märkische Allgemeine, 06.06.17: Gregor Beyer - Vom Naturschützer zum Lobbyisten http://www.maz-online.de/Brandenburg/Vo ... Lobbyisten


Hier wird genau das betrieben, was der norwegische Biologe John Linnell vom Institut für Naturforschung in Trondheim und Mitautor des bekannten Linnell-Reports über Wolfsangriffe, in der Spiegel-Ausgabe 10/2018 anmahnt:

Zitat:
"Politiker und Wolfsgegner machen den Menschen Angst, um sie manipulieren [...]. Das ist zynisch und schmutzig, aber der Trick wird oft angewandt, einfach weil er so gut funktioniert."

(Quelle: Spiegel 10/2018, "Gefährliche Märchen" von Julia Koch, Seite 104-105).


Die Manipulation wird besonders deutlich anlässlich des aktuellen Artikels über Beyers "Informationsveranstaltung". Vor dem Hintergrund seiner oben beschriebenen Strategie der emotionalisierenden Zuspitzung und der schrillen Töne bedient er sich für seine "Informationsveranstaltung" ausgerechnet des Mottos "Wissen statt Märchen", um den Inhalt dann selbst mit reichlich mit den für die Jagdszene typischen Märchen zu füllen, die völlig im Widerspruch zu den Erkenntnissen moderner Wildbiologie und den Ergebnissen der aktuellen Wolfsforschung stehen. Er bedient sich der alternativen Wahrheiten der traditionellen Jäger, nicht der der modernen Wissenschaft.

Und so mutet auch dieses seiner Argumente entsprechend mau an:

Zitat:
„Jeden zu erschießen, ist aus heutiger Perspektive falsch. Aber ist es deshalb richtig, keinen zu erschießen?“, sagte Beyer und plädierte für einen Mittelweg.

Südkurier, 11.03.2018: Jäger und Experten kritisieren Landespolitik https://www.suedkurier.de/nachrichten/b ... 30,9651856


Dann wäre aus seiner Sicht also richtig, ein paar unauffällige Wölfe oder gleich ein paar mehr zu erschießen? Welchen Sinn und Zweck solte das haben, da dadurch weder Weidetiere besser geschützt würden noch Menschen und Wölfe sich nicht mehr begegneten?

Der Sinn dahinter ist der Spaß an der Wolfsjagd, die ein ganz kleiner Teil der Bevölkerung für offenbar eine so tolle Gaudi hält, dass dafür bewusst unbeteiligte Menschen verunsichert, verängstigt und manipuliert werden, um das Schießen auf lebende Wolfs-Zielscheiben zum reinen Freizeitvergnügen zu legitimieren.

"Zynisch und schmutzig" trifft es wirklich auf den Punkt!


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BeitragVerfasst: 13.03.2018, 16:52 
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Ich finde, man sollte natürliche Mittel verwenden um Reviere abzustecken. Sodass Wölfe jetzt nicht neben dem Kindergarten laufen, wie mal gezeigt worden sind.
Es gibt da bestimmt was gutes? Sowas wie die "Verpiss-dich-Pflanze" nur etwas größer. Vielleicht eine Pheromonenwolke vor Siedlungen?


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BeitragVerfasst: 13.03.2018, 17:28 
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Wenn man den Hintergrund zu den Lobby-Methoden beispielsweise von Gregor Beyer liest, erklären sich die Mythen vom bösen Wolf an Waldkindergärten und Schulbushaltestellen eigentlich von selbst.

So sei laut SPIEGEL 10/2018 bei der Bundestagsdebatte am 02.02.2018 ein "modernes Fabelwesen" geboren worden. Eine Kreatur, die "nicht Rotkäppchen und Großmutter, dafür aber kleine Jungs und Mädchen auf dem Schulweg und im Kindergarten verschlinge".

Es ist völlig normal, dass wandernde Wölfe, vor allem Jungwölfe, auf ihren Erkundungen auch mal durch Siedlungen laufen.

Hierzu schreibt das Bundesamt für Naturschutz:

Zitat:
Läuft etwa ein Wolf bei Tag in Sichtweite von Ortschaften oder Einzelgehöften oder bei Nacht direkt an Ortschaften vorbei oder durch diese hindurch, besteht beispielsweise kein Handlungsbedarf. Dies gilt auch für Wölfe, die nicht sofort beim Anblick von Menschen und Autos flüchten, sondern zunächst stehen bleiben und beobachten. Hierbei ist anzumerken, dass Wölfe Menschen in Kraftfahrzeugen nicht wahrnehmen und dadurch viele Beobachtungen auf kürzere Distanzen aus Kraftfahrzeugen möglich geworden sind.

Die hier genannten Verhaltensweisen sind alle in Bezug auf den Menschen als ungefährliches und nicht problematisches Verhalten einzustufen. Auch das bisher seltene Auftreten von Wölfen in Siedlungen bei Tag stellt kein problematisches Verhalten dar, sofern dies nur in Einzelfällen beobachtet wird. Daher besteht bei diesen Verhaltensweisen kein Handlungsbedarf.


Bundesamt für Naturschutz 11/2017: Wolfsverhalten – Einschätzung und Handlungsempfehlungen für das Management
https://www.bfn.de/fileadmin/BfN/artens ... halten.pdf


Der Goldenstedter Wolf wurde abends gegen 22:00 Uhr außerhalb der Ortschaft angeblich gesehen - da waren dort keine Kinder.
Der Wolf in Dörmte lief an der Bushaltestelle vorbei, als der Schulbus längst weg war. Da waren keine Kinder.
Der Wolf in Winsen lief an einem Sonntag am Zaun des Kindergartens vorbei, als dort überhaupt keine Kinder waren.

Natürlich wollen die Lobbyisten in den Köpfen zwingend die Verknüpfung von Wölfen und kleinen Kindern herstellen, und sind dabei ja offensichtlich auch relativ erfolgreich.

In Europa leben 18.000 Wölfe und 740 Mio. Einwohner - und nichts ist passiert. John Linnell vom Norwegischen Institut für Naturforschung in Trondheim befasst sich laut SPIEGEL 10/2018 seit 30 Jahren mit dem Thema und hat für seinen bekannten "Linnell-Report" sämtliche Wolfsangriffe der letzten 450 Jahre untersucht und ausgewertet. Ein Ergebnis:

"In Europa hat es in den letzten 40 Jahren keine tödlichen Wolfsangriffe auf Menschen gegeben." Der Wolf sei eine Projektionsfläche für politische Konflikte wie "Dörfler gegen Städter, Tradition gegen Moderne" oder "Jäger gegen Tierschützer".

Keine Ahnung, ob eine "Verpiss-Dich-Pflanze" da Abhilfe schaffen könnte - eine Wolfsbejagung täte es auf jeden Fall nicht.


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BeitragVerfasst: 13.03.2018, 18:12 
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Die jungen Mitteleuropäer hat geschrieben:
Keine Ahnung, ob eine "Verpiss-Dich-Pflanze" da Abhilfe schaffen könnte - eine Wolfsbejagung täte es auf jeden Fall nicht.

Es sei denn es wird das Ziel gesteckt den Wolf gänzlich auszurotten. Jeder Abschuss wird mit einer Prämie belohnt ebenso der Fang oder Vergiftung dieses Untiers. Im 19. Jh. hat man das ja in D. schon mal geschafft. Dann geht das heute auch noch.

P.S. Das war natürlich Sarkasmus. Aber nicht wenige Menschen und Politiker denken so.

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BeitragVerfasst: 13.03.2018, 18:34 
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Kann mich aus meiner Jugendzeit noch gut an den ausgestopften Wolf & das Kopfpräparat eines Wolfes im Landesmuseum Hannover erinnern. Eine Schauergeschichte mit der Überschrift ,,Der Würger von Lichtenmoor"! Wenn dieses Präparat mit dem gleichen! Text dort noch immer vorhanden ist wundert mich nicht das Schulkindern & Erwachsenen so leicht etwas vorgemacht werden kann! Zumindest müsste der Beschreibungstext um das Wort ,,WÜRGER" entschärft werden!


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BeitragVerfasst: 13.03.2018, 20:31 
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Was den Schutz von Weidetieren vor Wölfen betrifft: Die Industrie hat sich längst auf diesen „Markt“ eingestellt und bietet sehr effiziente Schutzmaßnahmen in Form von Maschen-Elektrozäunen an, die bis zum Boden reichen und vom Wolf nicht untergraben werden. Beim Versuch des Untergrabens kommt es unweigerlich dazu, dass der Wolf einen heftigen Stromschlag erhält und nach wiederholten Versuchen von seinem Vorhaben ablässt.
Bei dem Strom handelt es sich zwar um eine relativ hohe Spannung allerdings bei niedriger Stromstärke von 10 Milli-Ampère (mA). Ein Stromschlag ist für den Menschen zwar erschreckend aber nicht gefährlich. Deshalb ist die Errichtung eines solchen Zaunes an Viehweiden auch in unmittelbarer Nähe von öffentlichen Wegen ja auch erlaubt.

Im niedersächsischen Ammerland wo ich aufgewachsen bin sind jedes Jahr Schäfereibetriebe mit ihren Schafherden unterwegs und ziehen mit ihren Tieren von Weide zu Weide. Dabei muss dann jedes Mal (ca. alle vier Tage) der Elektrozaun neu gesetzt werden, der hier allerdings dazu dient, dass die Tiere (jeweils um 250 Stück) nicht ausbüxen.

Da auch die unmittelbar an unserem Grundstück liegende Weide jedes Jahr von der Deichschäferei genutzt wird habe ich mich wiederholt mit den Leuten von der Schäferei unterhalte und ihnen bei dem Einzäunen beobachten können. Diese Arbeit ist im Nu getan. Der aufgerollte etwa 80 cm hohe Maschenzaun wird mithilfe eines kleinen Traktors automatisch an der Weidengrenze abgerollt und dann von einem fußläufigen Helfer im Spaziertempo aufgestellt. Hat der Traktorfahrer den Zaun abgerollt hilft er mit. So ist eine Weide von ca. 5 ha Größe in gut einer Stunde eingefriedigt.
Klar, diese Einfriedigung ist ganz speziell für Wanderschäfer gedacht und dient nicht zum Schutz gegen Wölfe. Aber: Laut Aussage des Schäfers sei ein solcher Zaun bei entsprechender Höhe auch vollkommen ausreichend als Schutz gegen Wölfe. 100 cm sollten seiner Meinung nach vollkommen ausreichen. Zwar könnten Wölfe durchaus noch höhere Zäune überwinden. Die Wahrscheinlichkeit dass dies geschehe sei aber außerordentlich gering und kalkulierbar. Die Industrie empfiehlt bei Eletrozäunen übrigens eine Höhe von 90 cm.
Ansonsten sollte der Zaun bei einer dauerhaften Einfriedigung nur stabiler gefertigt sein.

Der Schutz von Weidetieren vor Wölfen scheint also nicht unmöglich. Zumindest können Weiden wenn vielleicht nicht 100-prozentig aber dennoch äußerst effizient gegen Wölfe geschützt werden. Die Frage ist nur, wer das bezahlt.

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BeitragVerfasst: 14.03.2018, 00:33 
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Hinnerk hat geschrieben:
Da auch die unmittelbar an unserem Grundstück liegende Weide jedes Jahr von der Deichschäferei genutzt wird habe ich mich wiederholt mit den Leuten von der Schäferei unterhalte und ihnen bei dem Einzäunen beobachten können. Diese Arbeit ist im Nu getan. Der aufgerollte etwa 80 cm hohe Maschenzaun wird mithilfe eines kleinen Traktors automatisch an der Weidengrenze abgerollt und dann von einem fußläufigen Helfer im Spaziertempo aufgestellt. Hat der Traktorfahrer den Zaun abgerollt hilft er mit. So ist eine Weide von ca. 5 ha Größe in gut einer Stunde eingefriedigt.
Klar, diese Einfriedigung ist ganz speziell für Wanderschäfer gedacht und dient nicht zum Schutz gegen Wölfe. Aber: Laut Aussage des Schäfers sei ein solcher Zaun bei entsprechender Höhe auch vollkommen ausreichend als Schutz gegen Wölfe. 100 cm sollten seiner Meinung nach vollkommen ausreichen. Zwar könnten Wölfe durchaus noch höhere Zäune überwinden. Die Wahrscheinlichkeit dass dies geschehe sei aber außerordentlich gering und kalkulierbar. Die Industrie empfiehlt bei Eletrozäunen übrigens eine Höhe von 90 cm.
Ansonsten sollte der Zaun bei einer dauerhaften Einfriedigung nur stabiler gefertigt sein.

80 cm mobiler Abrollzaun, wegen seiner Instabiltät stromgeführt, dient allein der Beaufsichtigung (Schutz gegen „Ausbüxen).
Ansonsten ist bei Deinem Schäfer wohl der Wunsch der Vater des Gedankens.
Und was die Indusrie empfiehlt, ist wohl kaum ein Maßstab.
Erst 90, dann 100, dann 120, dann 140cm mit ordentlich „Wumms“ versehene Stromlitze und Untergrabeschutz sind mittlerweile die revidierten Empfehlungen. Unsere Weide- , Heide- und Deichlandschaften als Hochsicherheitstrakte mit zusätzlicher Gefährdung anderer Wildtiere bei gleichzeitig nicht einmal garantierter Sicherheit und zusätzlich hohen Kosten.
Wofür?

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BeitragVerfasst: 14.03.2018, 07:09 
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Hinnerk hat geschrieben:
Was den Schutz von Weidetieren vor Wölfen betrifft: Die Industrie hat sich längst auf diesen „Markt“ eingestellt und bietet sehr effiziente Schutzmaßnahmen in Form von Maschen-Elektrozäunen an, die bis zum Boden reichen und vom Wolf nicht untergraben werden.


Zitat:
Doch weil die Übergriffe zunehmen und eine wolfssichere Einzäunung des 30 Hektar großen Weidelandes im Fiener Bruch nicht praktikabel ist, hat sich das Ehepaar Matthies schweren Herzens dazu entschlossen, die Rinderhaltung nach 25 Jahren aufzugeben. Dabei glaubten die Züchter alles richtig zu machen. Fleisch aus extensiver Weidehaltung ist gefragt. Außerdem sind die Tiere ihrer Angus-Herde perfekte Landschaftspfleger.


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