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BeitragVerfasst: 15.01.2018, 11:17 
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Hej wolfgang 4203 !
So wie ich mein letzten Link bezüglich Kulturlandschaft verstehe gibt es da nicht die eine einheitliche Definition und das einige Menschen dran beteiligt sind habe ich auch nicht bestritten.
Venlig hilsen
Hendrik77


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BeitragVerfasst: 15.01.2018, 11:45 
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Hej Hendrik 77,

Was willst Du damit aussagen ?

freundlichen Grüße
Wolfgang


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BeitragVerfasst: 15.01.2018, 13:45 
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Hendrik77 hat geschrieben:
Hej 25örefan !
1)Das letzte Zitat bzw. den Link dazu gibt es schon hier im Thread und Argumente werden nicht besser je öfter man sie online stellt, jedenfalls nach meiner Auffassung.
2)Wir sind jetzt im Jahre 2018 und da ist doch u.a. die Frage in wie weit Umfrageergebnisse von vor 2 Jahren jetzt noch relevant sind. Das es keine neue Umfrage gemacht wurde lässt den Schluss zu das dieses Thema nicht höchste Priorität besitzt.
3)In dem Thread und u.a. von Dir ist mir das ein bischen zuviel wenn und aber,denn z.B. genau sagen in welchem Ausmass sich die Population ausbreitet kann keiner zu 100%.
4)... aber wenn man alle Lebewesen gleichstellt, egal ob Wurm,Wolf oder Mensch könnte man auch hinterfragen ob der Mensch in aktueller Population in eine Kulturlandschaft gehört?
5)Ausserdem frage ich mich was Du erwartest, soll der Wolf europaweit jetzt solange abgeschossen werden bis er kurz davor ist zu einer aussterbenden Tierart zu werden?

6)Ich möchte es nicht bewerten, aber es wundert mich schon das dieser Thread in dieser Rubrik sich noch ganz oben hält.
Wenn jeder Link jetzt 2x gepostet wird ist es aber auch kein Wunder. :wink:

Venlig hilsen
Hendrik77

Zu 1) Durch ein wiederholte Posten werden die die Links und die damit verbundenen Hinweise einschließlich Argumente aber auch nicht schlechter. Zudem ging es hier um eine Erwiderung bzw. um eine Erweiterung zu dem Link von Hinnerk in dem der Nordschlewiger im Oktober 2017 (=> https://www.nordschleswiger.dk/de/daene ... or-woelfen ) eine (weitere?) Umfrage zum Wolf ( => http://www.dn.dk/media/23680/gallup-om-ulve.pdf ) analysiert. Mein nochmaliges Posten ergänzt diese Analyse um genauere Zahlen zu den regional unterschiedlichen Ergebnissen. Diese halte ich für neue und alte Leser für interessant und da ich aus Erfahrung weiß, dass nicht alle alten und neuen Leser den gesamten Thread gelesen haben oder von Anfang an ganz lesen werden , habe ich meinen Beitrag wiederholt. Dafür solltest Du Verständnis haben oder es einfach nur kommentarlos hinnehmen.

Zu 2) Ob es keine weiteren Imfragen gibt, wissen wir wohl beide nicht.
Zumindest gibt es aber den neueren Artikel des Nordschleswiger von Oktober 2017, der sich auf eine vermutlich weitere Umfrage bezieht. So erschließt sich mir Deine Schlussfolgerung nicht.
Und selbst wenn sie sich mir ansatzweise erschließen würde, was soll mir und anderen Deine Beurteilung „nicht allerhöchste Priorität“ sagen?

Zu 3) Welches wenn und aber?
Meine Position habe ich hier wiederholt eindeutig dargestellt.

Zu 4) Der Mensch schafft und hat Kulturlandschaften mit seinen Eingriffen erst geschaffen. Das ist im Grundsatz in allen Definitionen für diesen Begriff unbestritten. Von daher stellt sich die Frage, ob der Mensch dort hingehört nicht, bzw. Ist sie mit ja zu beantworten. Es gibt darüberhinaus keine Instanz außer dem Menschen selbst, die über diese Frage betreffs des Menschen willentlichen entscheiden könnte. Was sonst noch so in diese Kulturlandschaft und die ganze Welt „gehört“ auch darüber entscheidet willentlich der Mensch.
Ob das immer zu seinem Vorteil oder dem Vorteil der anderen „ Bestandteile“ ist, steht auf einem anderen Blatt.

Zu 5) Das brauchst Du Dich nicht zu fragen, denn es ergibt sich aus meinen Antworten hier im Thread.
Nochmal zu meiner Position:
Ich bin nicht grundsätzlich gegen den Wolf, wohl aber für wolfsfreie Zonen, gegen eine ungehinderte Ausbreitung, gegen den strengen Schutzstatus und für das Recht Betroffener jeglicher Art, sich gegen den Wolf auch anders als durch Rufen, Händeklatschen und immer höhere Zäune zur Wehr zu setzen.

Zu 6) Auch wenn Du nicht bewerten willst, Deine Bewertung ist deutlich zwischen den Zeilen herauszulesen.
Dieser Thread ist mit seinem Thema wie vielerorts und auch in anderen Medien von großem Interesse, nur deshalb hält er sich ganz oben.

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BeitragVerfasst: 15.01.2018, 23:15 
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Ich wäre ja dafür, falls es für erforderlich gehalten wird, Hendriks bitte nachzukommen und die Diskussion, sofern sie nicht (mehr) Dänemark speziell betrifft in einem anderen Thread fortzuführen. Aber so lange hier munter das Thema allgemein gehalten weiter geführt wird kann ich Beiträge wie den folgenden nicht unbeantwortet lassen:
wolfgang4203 hat geschrieben:
Die Menschen der Steinzeit haben in Einklang mit der Natur gelebt. Der moderne Mensch hat die Landschaft kultiviert. Er ist somit Teil der Kulturlandschaft. Ohne Menschen würde die Landschaft renaturieren und wäre somit keine Kulturlandschaft mehr.

Ich weiß jetzt nicht, was du damit unter dem Strich sagen willst.
Der Mensch hat die Landschaft kultiviert und alle ursprünglich dort beheimateten Lebewesen, die diese Kultur in irgendeiner Form gefährden haben hier nichts mehr verloren und müssen vernichtet werden?
Oder wie sollte ich deinen Beitrag verstehen?

Ich habe es wiederholt gesagt: Wildschweine z.B. richten in unserer Kulturlandschaft viel größere Schäden an als derzeit die Wölfe in Deutschland.
Und: Für Wölfe ist das westliche Europa ein Schlaraffenland. Schon allein deshalb brauchen Menschen den Wolf nicht zu fürchten. Wildschweine aber schon. Jedes Jahr kommt es zu gefährlichen Angriffen des Schwarzkittels auf Menschen mit teils schweren Verletzungen und auch schon Toten.
Von streunenden Hunden und deren Opfern ganz zu schweigen…
25örefan hat geschrieben:
Dieser Thread ist mit seinem Thema wie vielerorts und auch in anderen Medien von großem Interesse, nur deshalb hält er sich ganz oben.

So ganz groß scheint das Interesse an diesem Thema aber auch nicht zu sein. Nach der eingetretenen Ruhe im Thread Ende vergangenen Jahres sind es bis jetzt gerade sechs User die hier posten, wovon zwei oder drei nur mal so eine Bemerkung "reingeworfen" haben. das soll jetzt aber keine Kritik sein.

Aber soll an dieser Stelle jetzt wirklich der Wolf als allgemeines Thema fortgeführt werden? Ich schlage vor, dass derjenige, der dies wünscht einen neuen Thread unter Community aufmacht.
25örefan, du hast doch am 08.01. das Thema aufleben lassen, so ganz allgemein gehalten... :wink:

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BeitragVerfasst: 15.01.2018, 23:45 
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Zurück zu DK :wink:
Aus dem Link von Hinnerk (Artikel aus 2017/ Nordschleswiger)
Zitat:
Minister: Wir haben die richtigen Werkzeuge
Umwelt- und Nahrungsmittelminister Esben Lunde Larsen (Venstre) hat just den Wildverwaltungsrat darum gebeten, die Regulierung der Wölfe zu besprechen und zu untersuchen, ob die Entdeckung neuer Wolfsjunge Anlass zu neuen Maßnahmen gibt. Diese müssten allerdings von der EU genehmigt werden, da der Wolf geschützt ist und Dänemark eine entsprechende Vereinbarung ratifiziert hat.

„Im Augenblick können wir nicht viel tun. Doch wenn der Wolfsbestand in Dänemark wächst, haben wir die richtigen Werkzeuge“, sagt der Minister
. Derzeit ist es lediglich gestattet „Problemwölfe“ zu schießen, die wiederholt zu nah an Menschen und Haustiere herankommen.

Schon interessant. Momentan kann also in DK bei Problemwölfen „nicht viel“ getan werden.
Momentan darf ein Problemwolf in DK also „nur“ abgeschossen werden.
Sollte die Wolfspopulation ansteigen, hat DK laut Umweltminister darüberhinaus die „richtigen Werkzeuge“.
Welche „richtigen Werkzeuge“ mögen das sein, die über „nur“ Abschuss hinausgehen, wenn die Anzahl der Wölfe zunimmt?
Vielleicht kannn D von DK in Zukunft bezüglich der Wölfe etwas lernen.

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BeitragVerfasst: 16.01.2018, 00:03 
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Hejsa !
Ein Verweis auf den Link bzw. die Seite ist ja ok und für was ich Verständnis habe oder nicht das bleibt denke ich immer noch mir überlassen.
Ich habe vor kurzem mal geschaut z.B. unter dem Stichwort "ulverne i danmark" und das was ich u.a. gefunden habe wurde hier von mir verlinkt. Natürlich kann ich nicht sagen ob eine Umfrage gerade in Arbeit ist und in einer Woche veröffentlicht wird.
Solche Aussagen wie wenn sich die Population ausbreitet............ / wenn der Wolf ein Mensch tötet............./ aber der Wolf gehört ja nicht in die Kulturlandschaft, die habe ich gemeint.
Richtig ist schon das deine Einstellung zum Thema klar von Dir skizziert wurde, aber solche Aussagen sehe ich trotzdem nicht unkritisch in einer Argumentationskette.
Was ist eine anstrebenswerte Kulturlandschaft und wie viele Menschen braucht es um diese zu erhalten oder zu zerstören ?
Auf diese Frage werde ich mich in diesem Thread nicht weiter zu äussern, da nach meiner Auffassung denn doch zu sehr OT und diesen Thread hier auf Platz 1 im Portal zu halten ist ja nicht mein Interesse.
Ja was hier einige User (in letzter Zeit) meinen in meinen Beiträgen alles zwischen den Zeilen lesen zu können versetzt mich immer wieder in erstaunen, aber ich kann es nicht ändern!
Wie das Interesse in Deutschland zum Thema Wolf ist, darüber möchte ich mir kein Urteil erlauben, aber in Dänemark erkenne ich kein grosses Interesse an diesem Thema. Ich wundere mich warum nicht einfach ein Thread in der passenden Rubrik aufgemacht wird, denn es gibt ja in diesem Forum Bereiche wo es um Deutschland geht und auch eine Rubrik dazu wäre im Angebot. Alle interessierten User hätten die Möglichkeit zu äussern und die Wahrscheinlichkeit das es z.B. Meldungen gibt wäre dann auch geringer, da ja nicht OT.
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Hendrik77


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BeitragVerfasst: 16.01.2018, 15:30 
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25örefan hat geschrieben:
Sollte die Wolfspopulation ansteigen, hat DK laut Umweltminister darüberhinaus die „richtigen Werkzeuge“.
Welche „richtigen Werkzeuge“ mögen das sein, die über „nur“ Abschuss hinausgehen, wenn die Anzahl der Wölfe zunimmt?

Entsprechend den Wolfspopulationen im Land kontinuierlich steigende Abschussquoten. :wink:

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BeitragVerfasst: 16.01.2018, 16:06 
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Hinnerk hat geschrieben:
25örefan hat geschrieben:
Sollte die Wolfspopulation ansteigen, hat DK laut Umweltminister darüberhinaus die „richtigen Werkzeuge“.
Welche „richtigen Werkzeuge“ mögen das sein, die über „nur“ Abschuss hinausgehen, wenn die Anzahl der Wölfe zunimmt?

Entsprechend den Wolfspopulationen im Land kontinuierlich steigende Abschussquoten. :wink:

Dem steht allerdings wie der Minister korrekt anmerkte dies entgegen
(Artikel aus 2017/ Nordschleswiger)
Zitat:
Minister: Wir haben die richtigen Werkzeuge
Umwelt- und Nahrungsmittelminister Esben Lunde Larsen (Venstre) hat just den Wildverwaltungsrat darum gebeten, die Regulierung der Wölfe zu besprechen und zu untersuchen, ob die Entdeckung neuer Wolfsjunge Anlass zu neuen Maßnahmen gibt. Diese müssten allerdings von der EU genehmigt werden, da der Wolf geschützt ist und Dänemark eine entsprechende Vereinbarung ratifiziert hat.

Die Zukunft wird zeigen, ob DK sich dem entziehen kann.

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BeitragVerfasst: 16.01.2018, 18:11 
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Dänemark hat wegen seiner Lage nicht ein so großes Wolfproblem. Zudem scheinen Viehalter und auch die Bevölkerung die Sache gelassener zu sehen als viele Deutsche. Ich habe ja nie so recht an Hygge geglaubt. Aber vielleicht gibt es dieses Gefühl oder Lebenseinstellung doch? :roll:

Effektiver Herdenschutz ist gefragt und keine Höchstzahlen bei den Wölfen oder Abschussquoten. Jedenfalls derzeit nicht.
Es ist doch letztendlich egal, ob ein Wolfsrudel bestehend aus 10 oder fünf Tieren über eine Schafherde herfällt. Der Verlust mag im Einzelfall etwas höher ausfallen. Nun ja, Schwund ist überall.
25örefan hat geschrieben:
Die Zukunft wird zeigen, ob DK sich dem entziehen kann.

Der Minister hat ja nicht gesagt, was er da mit „richtigen Werkzeugen“ meint. Da sich aber nun Dänemark ohnehin nur die Rosinen aus dem EU-Kuchen herauspult und ansonsten auf deren Vorgaben gern mal pfeift kann ich mir da alles vorstellen.

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BeitragVerfasst: 16.01.2018, 19:56 
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Hinnerk hat geschrieben:
Dänemark hat wegen seiner Lage nicht ein so großes Wolfproblem. Zudem scheinen Viehalter und auch die Bevölkerung die Sache gelassener zu sehen als viele Deutsche. Ich habe ja nie so recht an Hygge geglaubt. Aber vielleicht gibt es dieses Gefühl oder Lebenseinstellung doch? :roll:

Klar, bei strengeren Einwanderungsgesetzen und - kontrollen. :wink:
Und zu „Hygiene“ gehört ja auch die Haustür hinter sich schließen und bei gewissen Problemen die Augen zu machen..
Hinnerk hat geschrieben:
Effektiver Herdenschutz ist gefragt und keine Höchstzahlen bei den Wölfen oder Abschussquoten. Jedenfalls derzeit nicht.
Effektiver Herdenschutz bedeutet mittlerweile mindestens 140 cm Zaun mit Untergrabeschutz und ordentlich Wumms auf den zusätzlichen Elektrolitzen. Eventuell noch Herdenschutzhunde. Alles teuer, pflegeintensiv und HSH sind wie schon dargestellt auch nicht unproblematisch (erst recht in DK mit seinem Hundegesetz).
Hinnerk hat geschrieben:
Es ist doch letztendlich egal, ob ein Wolfsrudel bestehend aus 10 oder fünf Tieren über eine Schafherde herfällt. Der Verlust mag im Einzelfall etwas höher ausfallen. Nun ja, Schwund ist überall.

Das erzähl mal einem Nutztierhalter, ich glaube da ist es auch bei den dänischen Kollegen Schluss mit „hygge“.
Hinnerk hat geschrieben:
Der Minister hat ja nicht gesagt, was er da mit „richtigen Werkzeugen“ meint. Da sich aber nun Dänemark ohnehin nur die Rosinen aus dem EU-Kuchen herauspult und ansonsten auf deren Vorgaben gern mal pfeift kann ich mir da alles vorstellen.

Wo bleibt denn da die „hygge“? :mrgreen:

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BeitragVerfasst: 21.01.2018, 00:33 
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Zitat:
Minister: Wir haben die richtigen Werkzeuge
Umwelt- und Nahrungsmittelminister Esben Lunde Larsen (Venstre) hat just den Wildverwaltungsrat darum gebeten, die Regulierung der Wölfe zu besprechen und zu untersuchen, ob die Entdeckung neuer Wolfsjunge Anlass zu neuen Maßnahmen gibt. Diese müssten allerdings von der EU genehmigt werden, da der Wolf geschützt ist und Dänemark eine entsprechende Vereinbarung ratifiziert hat.

„Im Augenblick können wir nicht viel tun. Doch wenn der Wolfsbestand in Dänemark wächst, haben wir die richtigen Werkzeuge“, sagt der Minister
. Derzeit ist es lediglich gestattet „Problemwölfe“ zu schießen, die wiederholt zu nah an Menschen und Haustiere herankommen.
https://www.nordschleswiger.dk/de/daenemark-gesellschaft/nur-wenige-daenemark-haben-angst-vor-woelfen
Sollte die Wolfspopulation ansteigen, hat DK laut Umweltminister darüberhinaus die „richtigen Werkzeuge“. Welche Möglichkeiten mögen das sein, die über „nur“ Abschuss hinausgehen, wenn die Anzahl der Wölfe zunimmt?
Vielleicht kannn D von DK in Zukunft bezüglich der Wölfe etwas lernen :idea:

Wie rigoros DK (zumindest laut dessen Umweltminister) gegen Wildtiere vorgehen könnte, wenn wirtschaftliche Gefahr droht, zeigt der mögliche „Umgang“ mit Wildschweinen:
Zitat:
Andere Länder, andere Sitten: Während in Deutschland noch um das Ausmaß der Wildschwein-Bejagung debattiert wird, will Dänemarks Umweltminister Esben Lunde Larsen das Schwarzwild komplett ausrotten, um einen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu verhindern.
http://www.outfox-world.de/blog/sauen-feldzug-im-staate-daenemark.html
Zitat:
Zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts war das Schwarzwild im kleinen Königreich schon einmal nahezu ausgerottet
Auch interessant:
Zitat:
Spannend: Während die Jäger mit der Regierung um einen erträglichen Kompromiss ringen, ist von den dänischen Tierrechtlern kaum Widerspruch vernehmbar.
http://www.outfox-world.de/blog/sauen-feldzug-im-staate-daenemark.html
Da wird wohl mit zweierlei Maß gemessen, denn wenn es um den Wolf geht, sieht das auch in DK seitens der Tierrechtler ganz anders aus.
Mal sehen wie sich die Wolfspolitik in DK zukünftig entwickelt, wenn bei wachsender Wolfspopulation wirtschaftliche Schäden zunehmen. Letztere sind ja möglicherweise auch dafür verantwortlich, dass gegenüber dem Wildtier Wildschwein ein hartes Vorgehen (bis zur Ausrottung s.o. DK‘s Umweltminister) erwogen wird:
Zitat:
Möglicher Hintergrund der dänischen Schwarzwild-Politik: Schon vor den ASP-Schlagzeilen gab es in Dänemark heftige Bauern-Proteste wegen steigender Wildschäden durch von Deutschland her eingedrungene Schweine. Vor allem in den Maispflanzungen, die mit der Energiewende auch dort ausufern.
http://www.outfox-world.de/blog/sauen-feldzug-im-staate-daenemark.html

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BeitragVerfasst: 21.01.2018, 00:43 
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Für die obigen Links einfach hier anklicken:
http://www.outfox-world.de/blog/sauen-feldzug-im-staate-daenemark.html

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BeitragVerfasst: 21.01.2018, 17:52 
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Auch die anderen skandinavische Länder zeigen einen rigoroseren Umgang mit dem Wolf:
Zitat:
Norwegens Regierungschefin Erna Solberg spricht Klartext zum Thema Wolfsjagd: Mehr als ein halbes Dutzend Reviere, findet die Staatsministerin, sind zum Erhalt der Art nicht nötig. In den übrigen Landesteilen haben die Interessen der Nutztierhalter Vorrang – auch die Rentierwirtschaft.

Der Erklärung der Ministerpräsidentin ging ein heftiger Rechtsstreit voraus: Zuletzt war der Naturschutzverband WWF bei Norwegens höchsten Richtern mit der Forderung abgeblitzt, die Lizenzjagd völlig einzustellen (wir berichteten). Interessant: Der WWF berief sich dabei ausdrücklich auf die Berner Konvention, der auch Norwegen beigetreten ist. Aber wie die Obergerichte in Schweden ließen die Richter das Argument nicht gelten, dass die Wolfspopulation in ihrem Bestand bedroht sei.

Norwegens Parlamentsmehrheit geht in der Abgrenzung von Wolfsgebieten und Zonen, aus denen die Raubtiere ferngehalten werden sollen, deutlich weiter als die skandinavischen EU-Länder Schweden und Finnland. Mit aktuell 42 genehmigten Abschüssen erfasst die Lizenzjagd-Quote rund die Hälfte des nachgewiesenen Wolfsbestands im Königreich.

Mehr als vier bis sechs Reviere in einer sogenannten „Wolfszone“ soll es in Norwegen nicht geben, erklärte die Regierungschefin. Außerhalb dieser Zone hätten die Interessen der Landbevölkerung Vorrang. Auch die der Schafhalter, deren Herden – wie die Rentiere – sich traditionell frei und uneingezäunt bewegen.
http://www.outfox-world.de/blog/norwegen-beharrt-auf-wolfsjagd.html

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BeitragVerfasst: 21.01.2018, 18:15 
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Ich könnte mir gut vorstellen, dass Dänemark für den Fall, dass dort die Wolfspopulationen und Wildrisse zunehmen mit den Wölfen ungeachtet irgendwelcher EU-Vereinbarungen kurzen Prozess macht. Gesetzgebung, Absprachungen und Vereinbarungen scheinen in Dänemark hinter schlicht pragmatischem Handeln zu stehen.

Eine gewisse lethargische Grundeinstellung der Bevölkerung, die jeden Regierungsbeschluss widerspruchslos als Gott gegeben hinnimmt kommt der Politik natürlich sehr entgegen. Zitat outfox-world.de: „Während die Jäger mit der Regierung um einen erträglichen Kompromiss ringen, ist von den dänischen Tierrechtlern kaum Widerspruch vernehmbar.“
Die Digitalisierung in allen möglichen Bereichen der Gesellschaft ist ein ganz anderes Beispiel für die Lebenseinstellung der Dänen. Z.B. die elektronische Gesundheitsakte, 2003 ins Leben gerufen und geführt bei sundhed.dk würde in der Form in Deutschland einen Volkssturm heraufbeschwören. Seit Jahren wird versucht, derartiges in Deutschland einzurichten (m.E. sehr sinnvoll). Da aber bei jedem Vorstoß bei jedem Datenschützer gleich einen Herzinfarkt entstehen lässt wird da wohl nichts draus.

Bezahlwesen: Den meisten Dänen würde es wohl nichts ausmachen, wenn das Bargeld gänzlich verschwinden würde. Schlagworte wie gläserne Kunde und George Orwell lässt grüßen lassen die Dänen weitestgehend kalt. Wenn überhaupt, dann sind es die Senioren, die sich von den neuen Techniken teils überrumpelt fühlen. Ansonsten aber scheint das ganze dänische Volk digitalhörig zu sein und schlucken jede Kröte. Widerspruchslos nehmen sie alles hin, was ihnen die Technik bietet. Kritik ist verpönt.

Datenschutz in anderen Bereichen schein auch kein Thema in Dänemark zu sein. Für die dänische Finanzbehörde SKAT ist der Bürger praktisch nackt. Wen störts?

Vor diesem Hintergrund muss die Wolfproblematik in Dänemark gesehen werden. Wenn der Wolf irgendwann Probleme macht wird der einfach ausgeknipst. So einfach ist das. Aufregen? Worüber? Das schadet dem Hygge!
Zudem scheint in DK der Grundsatz zu gelten: Was ich nicht weiß macht mich nicht heiß. Diese Grundeinstellung scheint meinem Eindruck und Erfahrung nach in allen skandinavischen Ländern und Finnland weit verbreitet.

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BeitragVerfasst: 23.01.2018, 12:22 
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Hendrik77 hat geschrieben:
Wie das Interesse in Deutschland zum Thema Wolf ist, darüber möchte ich mir kein Urteil erlauben, aber in Dänemark erkenne ich kein grosses Interesse an diesem Thema.
Hilsen
Hendrik77

So gering scheint das Interesse (zumindest von offizieller Stelle) ja nicht zu sein, wennn sich der Umweltminister damit öffentlichen und sogar in persönlichen Gespräch mit den Bürgern auseinandersetzt.
Zitat:
EU-REGELN ÄNDERN
Umweltminister will Wolfsbestand regulieren
Durch die wachsende Zahl der Tiere in Dänemark sei es notwendig, den Bestand zu regulieren, meint Umweltminister Esben Lunde Larsen. Die EU verbietet allerdings das Töten von Wölfen. Deshalb will Dänemark nun mit anderen EU-Ländern Druck auf die EU-Kommission ausüben.
...
... nun, wo die Tiere sich auch in Dänemark fortpflanzen, ist eine Situation entstanden, die die Regulierung des Bestandes notwendig macht, sagt Umweltminister Esben Lunde Larsen (Venstre).
...
Doch bevor der Minister den Kampf gegen den wachsenden Wolfsbestand in Dänemark aufnehmen kann, muss er diesen erst einmal mit der EU ausfechten – denn Wölfe sind durch EU-Regeln geschützt.

Aus diesem Grund will Lunde Larsen sich mit anderen EU-Ländern, die ebenfalls Probleme mit Wölfen haben, zusammenschließen und gemeinsam Druck auf die EU-Kommission ausüben, damit diese die Regeln ändert.
...
Bei einem Treffen in Holstebro spricht Esben Lunde Larsen am Montag mit Bürgern über die wieder eingewanderten Wölfe. „Ich habe volles Verständnis dafür, dass viele Dänen, vor allem in Westjütland, wo sie die Wölfe direkt in ihrer Nähe haben, sich Sorgen machen. Es ist wichtig, dass wir darüber diskutieren und zeigen, dass wir das Problem erkennen“, so der Minister.
https://www.nordschleswiger.dk/de/daenemark-gesellschaft/umweltminister-will-wolfsbestand-regulieren

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