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BeitragVerfasst: 09.03.2018, 07:24 
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Hellfried hat geschrieben:
Die 9 europaweiten Toten der letzten 50 Jahre als Argumente gegen den bösen Wolf anzuführen, ist totaler Schwachsinn!


Absolut!
Hat auch keiner getan. Es ging nur darum, dass behauptet wurde es würde irgend wann mal passieren dabei ist es schon passiert.
Und wieder sind wir bei der Gefahr oder nicht Gefahr für den Menschen.
Die wirtschaftliche Seite der betroffenen Landwirte wird von den Wolfstreichlern wieder völlig ausgeblendet.

Hellfried hat geschrieben:
Ich hatte auch schon einige Gespräche mit ausgeprägten Wolfshassern.

Sachlichen Argumenten sind diese Leute einfach nicht zugänglich.

Den gleichen Vorwurf kann man den "Wolffreunden" auch machen. :roll:


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BeitragVerfasst: 09.03.2018, 07:37 
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Hellfried hat geschrieben:
Du solltest besser mal checken wie viele Leute jährlich in DE zum Beispiel von Wildschweinen getötet werden!

Nein, sollte ich nicht, denn es hat mit dem Thema Wolf nichts zu tun.
Hellfried hat geschrieben:
Einfach mal bei Google "Tote durch Wildschweine" eingeben.
In den letzen 20 Jahren wurden auch zahlreiche Menschen durch den Biss von Hunden getötet.
Was machen wir denn da? Einfach die Wildschweine und die Hunde komplett abschaffen?
Wer Auto fährt sollte sich übrigens über die Gefahr, durch einen Wolf zu sterben, keine Sorgen machen, denn die Wahrscheinlichkeit im Straßenverkehr zu sterben ist um ein Vielfaches höher.


Du kannst auch durch zu viel essen sterben:
https://www.stern.de/genuss/essen/nach- ... 04692.html

oder durch zu viel Wasser trinken:
https://www.n-tv.de/wissen/Zu-viel-Wass ... 63541.html

Aber was nützt diese Erkenntnis den betroffenen Bauern, die ihren Betrieb wegen Wolfriss schließen mussten?
Hier wurden schon Vorschläge gemacht Wolf freie Zonen zu schaffen aber wie soll das gehen?
Das ist doch nur Augenwischerei und nicht praktikabel.


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BeitragVerfasst: 09.03.2018, 09:03 
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@Ronald: Wo hat jemand behauptet, dass keinem einzigen Landwirt je ein Schaden entstanden ist. Aber wenn die von Wölfen gerissenen Schafe bspw im angeblich so wolfreichen Niedersachsen ca. 0,0002% aller dort gehaltenen Schafe ausmachen, dann ist das gegenüber der natürlichen Dynamik der Population sowie dem auch schon angesprochenen Viehraub selbst für die Schafhaltung keine sonderlich relevante Größe. Den unglücklichen einzelnen Betrieb mag es hart treffen aber mW gibt es selbst dann angemessene Verfahren, um die Betroffenen zu entschädigen und um die Risiken weiterer Verluste zu minimieren. Wenn man dann noch betrachtet, dass die Viehhaltung nur einen kleinen Teil der Landwirtschaft ausmacht, welche wiederum nur zu einem kleinen Prozentsatz zum BIP beiträgt, sollte man das Ganze vielleicht etwas weniger dramatisch nehmen. In Dänemark kann die Rolle der Schafhaltung eine andere sein aber so gewaltig wird der Schaden vermutlich auch dort nicht werden.

Diesem Thread ist ja auch mehrfach deutlich zu entnehmen, dass die Probleme der Schafhirten nicht mit dem Wolf beginnen oder enden. Rückgänge gab es bereits vorher. Setzt sich auch jemand FÜR die Rückkehr von Prämien für Lämmer oder sonstige Subventionen ein? Oder geht es nur GEGEN den Wolf? Vielleicht ist der Wolf primär ein guter Aufhänger, um die nötige Aufmerksamkeit und Zugeständnisse zu erhalten. Wieso schimpfen die Schafhirten bspw nicht über Viehraub, der auch landauf und landab ein Problem ist und verhältnismäßig wohl ein viel größeres? Vielleicht weil man ihnen da nicht so gut zuhören würde wie beim bösen Wolf, der genau das gängige Schema erfüllt?

Wolffreie Zonen wurden mW von 25örefan vorgeschlagen. Ob es umsetzbar ist, kann ich nicht beurteilen.

Zu Angriffen auf Menschen muss man es auch nicht unnötig haarspalterisch treiben. Meine Aussage hast Du jetzt mehrfach zitiert aber vielleicht immer noch nicht so verstanden, wie ich sie gemeint habe, nämlich: JA, Angriffe von Wölfen auf Menschen können passieren. Völlig lässt sich das nicht ausschließen. Aber die Wahrscheinlichkeit ist einfach extrem gering. Einen großen Einfluss hat der Mensch hier auch selbst, indem man bspw nicht füttert und ggf selektiv Tiere vergrämt oder tötet. Aber wie versessen auf dem Restrisiko herumzureiten, wirkt auch hier völlig unverhältnismäßig. Wenn für Dich die Toten durch andere Tiere und Faktoren keinen Bezug zu den Toten durch Wölfe haben, ist das Deine gute Meinung. Für mich besteht da einfach eine klare Verhältnismäßigkeit. Rational ist es nicht erklärbar, aus Angst vor dem Wolf nicht mehr im Wald joggen zu gehen aber bspw wie selbstverständlich ohne Helm auf der Straße Fahrrad zu fahren (was ich gelegentlich auch tue, obwohl es nicht gut ist). Der Wolf erfüllt offenbar eine Urangst. Aber übermäßig gefährlich ist er im Normalfall eben trotzdem nicht. Jedenfalls nicht so gefährlicher wie mancher verkorkste Haushund oder Mensch.

"Wolfstreichler" finde ich auch ein lustiger Begriff, von dem ich mich nicht angesprochen fühle. Ich habe wohl täglich viel näheren Kontakt zu erheblich gefährlicheren Kreaturen und würde trotzdem nie einen Wolf streicheln oder füttern. Aber bspw bezüglich unserem kommenden Urlaub in Thy mache ich mir keine großen Sorgen um Wölfe. Informieren ja, stornieren nein.

Dass der Wolf das Wild in den Wäldern gefährlich dezimiert, ist hingegen der beste Witz überhaupt. Das Jäger-Beute-Prinzip haben sich die Ökologen nicht mal eben ausgedacht. Die Population des Jägers bricht ein, bevor er seine Beute annähernd ausrotten kann. Sonst hätten wir irgendwann nur noch Raubtiere, die erst sich selbst jagen und dann bald auf Gras und Blätter umsteigen müssten. Funktioniert nicht und passiert nicht. Vielmehr sorgt der Wolf für eine zusätzliche Selektion, indem er vorrangig schwache Beute schlägt. Trophäenjäger verfahren übrigens oft nach dem umgekehrten Prinzip, indem sie die stattlichsten Tiere schießen, die normal bei den Weibchen besonders gut zum Zug kämen. Normale Jäger können nicht so systematisch auslesen wie der Wolf. Zudem dezimiert der Wolf diverse Kleinjäger. Alle die komplexen Nahrungsketten haben sich über viele tausend Jahre MIT dem Wolf entwickelt und eingependelt. Das ist auch in Dänemark der Fall, wo der Wolf angeblich nicht in die Natur gehört und als Einwanderer gesehen wird.

Fazit: Die Schäden und Gefahren durch den Wolf für Mensch und Besitz sind nachweislich im Gesamtverhältnis verschwindend gering. Entsprechend ist die enorme Aufmerksamkeit schon etwas erstaunlich. Dass selbst noch in einem Dänemarkforum so ein Strang existiert und täglich neue Beiträge erzielt, ist schon ein Phänomen. Dass ich inzwischen selbst mit dazu beitrage, ist mir klar. :mrgreen:


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BeitragVerfasst: 09.03.2018, 09:57 
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@Stadtflucht

das Thema tritt auf der Stelle.
Entweder es wird auf der "Gefahr für den Menschen" rumgeritten, die ja nicht oder nur gering besteht (kann man von mir aus so sehen) oder es werden ausschließlich (ein paar) Schäfchen gerissen, was ja nicht so schlimm sein kann und als Beweis dazu wird dann auch noch der BIP bemüht. :mrgreen:
Oder es werden Äpfel (Wölfe) mit Birnen (Autos, Wildschweine) verglichen.
Also das ist schon ziemlich schräg hier.
Ich denke aber die dänische Gesellschaft ist gewarnt und wird eine andere "Willkommenskultur" dem Wolf gegenüber entwickeln als es in Deutschland, Frankreich usw. war oder noch ist.


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BeitragVerfasst: 09.03.2018, 13:46 
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Ronald hat geschrieben:
@Stadtflucht
das Thema tritt auf der Stelle.


Das ist nicht nur hier im Forum der Fall. Seit der Wolf zunehmend wieder in seinem alteingesessenen Gebiet breit macht, stellt sich die Frage, ob der Mensch mit ihm leben kann und will. In Wahrheit tut der Mensch dies bereits zunehmend, ohne dass man viel davon merkt. Und selbst die vermeintlich so in ihrer Existenz gefährdeten Schäfer sind sich ihrem nahenden Unheil teilweise nicht einmal bewusst:

Der mit dem Wolf lebt 2011 hat geschrieben:
Als 1998 zum ersten Mal einige von Neumanns Schafen mit einem Kehlbiss tot auf der Weide lagen, wusste niemand, wie man mit den neuen Mitbewohnern umgehen sollte. "Keiner wollte zugeben, dass es Wölfe waren", sagt Neumann. Vier Jahre lang blieb es ruhig. Dann kamen die Wölfe wieder und rissen 33 seiner Tiere. Der Schäfer bekam den Schaden vom Land Sachsen erstattet. Seine Tiere zäunte er ein. Als ein Wolf unter dem Zaun durchkroch, hat Neumann Drähte gespannt und sie unter Strom gesetzt. Als ein Wolf darüber sprang, hat Neumann den Zaun erhöht und sich einen Herdenschutzhund gekauft. Als vier Wolfsgeschwister kamen und ein Hund alleine sie nicht in die Flucht schlagen konnte, hat Neumann sich zwei weitere Hunde gekauft. Seitdem haben die Wölfe seine Herde in Ruhe gelassen.

Ein natürlicher Freund des Wolfes sei der Schäfer nicht, sagt Neumann. Trotzdem versteht der 62-Jährige die Aufregung nicht, die oft entsteht, wenn ein Wolf auftaucht. "Wenn's klappt mit dem Wolf, dann stört er mich nicht", sagt er.[...]

Der sächsische Wolf frisst bevorzugt Rehe. Ein ausgewachsener Lausitzer Wolf verschlingt etwa 85 Huftiere im Jahr, die Hälfte Rehe, ein Viertel Rothirsche und ein Sechstel sind Wildschweine. Hasen machen vier Prozent seiner Nahrung aus, das wildlebende Muffelschaf ein und Haustiere ein halbes Prozent.

Für Menschen interessiert sich der Wolf trotz aller Gruselgeschichten nicht. In den vergangenen 50 Jahren wurden in Europa nur [u]neun Angriffe auf Menschen registriert, fünf davon waren Tollwutfälle. In vier Fällen haben Menschen den Wolf angefüttert. In der Lausitz hat sich ein Wolf noch nie aggressiv gegenüber Menschen verhalten. "Man braucht keine Angst vor dem Wolf zu haben", sagt Bathen. "Er ist weder blutrünstig noch angriffslustig." [...]

Ab und an geht Kaasche in den Wald und heult. Wenn er die Tiere schon selten zu sehen bekommt, will er sie wenigstens hören, sagt Kaasche, der Touristen und Schulklassen auf die Spuren der Wölfe durch die Lausitz führt.

Wenn Klaus-Peter Schulze über den Wolf spricht, klingt er feierlich. "Hier wird Geschichte geschrieben", sagt der Bürgermeister der Brandenburger Kleinstadt Spremberg. Während mancherorts Bewohner warnen, dass Touristen wegbleiben, wenn der Wolf kommt, wirbt die Lausitz mit dem Raubtier. Wolfswanderwege und Lehrpfade werden aufgebaut und Schnaps verkauft, der Wolfsgeheul heißt. [...]

Schäfer Neumann zieht jetzt selbst Herdenschutzhunde groß und verkauft sie. Meist reicht schon ihr Bellen, um die Wölfe in die Flucht zu schlagen. Neumann hat beobachtet, dass sich auch das Wild an den Zaun legt, um vom Schutz der Hunde zu profitieren. Wölfe nehmen sich meist die Nahrung, die sie am leichtesten bekommen: kranke, schwache und alte Tiere. Kämpferischen Auseinandersetzungen gehen sie aus dem Weg.

http://www.sueddeutsche.de/wissen/arten ... -1.1117098

Ein pragmatischer Schafhirte stellt sich innerhalb von 13 (erster Angriff) bzw 9 Jahren (zweiter und größerer Angriff) nach und nach auf den Wolf ein - und züchtet jetzt selbst Schutzhunde. Der Wolf wird sogar aktiv in die Bildung und den Tourismus eingebunden. Auch wenn es so ein Bürgermeister nicht in die Bild schafft, kann er nach eigenen Worten eine "Anti-Wolf-Stimmung" verhindern.

Nebenbei entlarvt ausgerechnet dieser ältere Artikel, dass 9 von 9 bestätigten europäischen Todesfälle mit Tollwut oder Anfüttern durch den Menschen zusammen hängen. Wo der Widerstand zu groß wird, orientiert sich der intelligente Wolf anders. Die "gedeckte Tafel" findet er 2011 laut Kotuntersuchungen zu 99,5% in der Natur. Inwiefern das inzwischen evtl anders ist, weiß ich nicht. Aber gemäß dem Artikel über Bautzen wurde es dort mit den Rissen zuletzt weniger statt mehr.

Und ähnlich wie in der Lausitz scheint es ja auch in der Heidelandschaft Niedersachsens möglich zu sein, mit dem Wolf zu leben:

Der mit dem Wolf lebt 2017 hat geschrieben:
Seit 25 Jahren ist Rebre Schäfer. Aus Überzeugung und Leidenschaft, wie er sagt. [...] In drei Landkreisen ist Rebre mit seinen Tieren unterwegs, inmitten von Wolfsgebieten. Im Unterschied zu vielen anderen stellt er das Existenzrecht der Wölfe nicht in Frage. "Wir akzeptieren das als Normalität. Der Wolf ist jetzt da, fühlt sich hier wohl und wir stellen uns darauf ein", sagt er. Rebre versucht mit dem Wolf zu leben - im Guten, wie er betont. [...]

Dennoch sieht er im Wolf eine potenzielle Gefahr für seine Tiere. Schon öfter hätten Wölfe versucht, zu seinen Herden zu gelangen. [...] Seine 90 Zentimeter hohen Elektronetzzäune hat er um 16 Zentimeter erhöht, damit bei Senken im Boden der Zaun auch an diesen Stellen die empfohlene Mindesthöhe erreicht. Rebre achtet darauf, dass der Zaun immer straff gespannt ist. Zusätzlich hat er die Stromspannung erhöht. [...]

Zu oft  treffe er auf Schafe, die völlig ungeschützt  den Wölfen ausgeliefert sind. Das ärgert ihn. "Die Unvernunft der Tierhalter und deren Fehler tragen dazu bei, dass Wölfe lernen, leichte Beute zu machen", sagt er. "Blutrünstige Fotos am nächsten Tag in der Presse sorgen dann für aufgebrachte Stimmung gegen den Wolf.[...]

Auch wenn der Schäfer bislang von Schäden durch den Wolf verschont geblieben ist, schließt er nicht aus, dass es auch ihn irgendwann treffen könnte. Beispielsweise dann, wenn Wölfe gelernt haben Zäune zu überspringen. Er weiß, dass auch er dann um jedes gerissene Tier trauern werde. Deshalb jedoch das Ende der Weidewirtschaft zu beklagen, kommt für ihn nicht in Frage. "Das ist Stimmungsmache und völliger Quatsch", sagt er. "Herdenschutz ist möglich und muss notfalls immer wieder angepasst werden. [...]

Finanzielle Unterstützung  vom Land Niedersachsen gebe es noch dazu. "Welcher Handwerkszweig bekommt Zuschüsse für Gefahren, die plötzlich aufgetaucht sind?", fragt er. Auch die andauernde Kritik am Wolfsmanagement  kann er nicht verstehen. Rebre ist zufrieden mit den Möglichkeiten der Unterstützung. "Die Ursachen der wirtschaftlichen Not und der enormen Arbeitsbelastung der Schäfer sind woanders zu suchen", sagt er. Der Wolf habe damit nichts zu tun.

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersa ... f3164.html

Scheinbar kann es also auch in Gebieten klappen, die zunehmend vom Wolf bevölkert werden. Wenn es in der Lausitz und in Niedersachsen mit entsprechendem Willen möglich ist (oder in anderen europäischen Ländern), dann wohl auch in Dänemark. Ob sie Deutschland als Warnung oder Entwarnung betrachten werden, bleibt abzuwarten.

P.S.: Nur weil Du einer Argumentation nicht folgen willst, muss sie nicht schräg sein. Auch Äpfel und Birnen KANN man je nach Vergleichsmerkmal hervorragend vergleichen. Wenn man sich nicht selbst das Gegenteil einredet. Beides ist Obst. Beides esse ich gern. Sterben will ich nicht so gerne. Daher ist es für mich schon relevant, was mein Leben real gefährdet und was nur in der Phantasie einiger vorstellungsstarker Mitmenschen.


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BeitragVerfasst: 09.03.2018, 13:56 
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Stadtflucht hat geschrieben:
Ronald hat geschrieben:
@Stadtflucht
das Thema tritt auf der Stelle.


Das ist nicht nur hier im Forum der Fall. Seit der Wolf zunehmend wieder in seinem alteingesessenen Gebiet breit macht, stellt sich die Frage, ob der Mensch mit ihm leben kann und will. In Wahrheit tut der Mensch dies bereits zunehmend, ohne dass man viel davon merkt. Und selbst die vermeintlich so in ihrer Existenz gefährdeten Schäfer sind sich ihrem nahenden Unheil teilweise nicht einmal bewusst:

Der mit dem Wolf lebt 2011 hat geschrieben:
Als 1998 zum ersten Mal einige von Neumanns Schafen mit einem Kehlbiss tot auf der Weide lagen, wusste niemand, wie man mit den neuen Mitbewohnern umgehen sollte. "Keiner wollte zugeben, dass es Wölfe waren", sagt Neumann. Vier Jahre lang blieb es ruhig. Dann kamen die Wölfe wieder und rissen 33 seiner Tiere. Der Schäfer bekam den Schaden vom Land Sachsen erstattet. Seine Tiere zäunte er ein. Als ein Wolf unter dem Zaun durchkroch, hat Neumann Drähte gespannt und sie unter Strom gesetzt. Als ein Wolf darüber sprang, hat Neumann den Zaun erhöht und sich einen Herdenschutzhund gekauft. Als vier Wolfsgeschwister kamen und ein Hund alleine sie nicht in die Flucht schlagen konnte, hat Neumann sich zwei weitere Hunde gekauft. Seitdem haben die Wölfe seine Herde in Ruhe gelassen.

Ein natürlicher Freund des Wolfes sei der Schäfer nicht, sagt Neumann. Trotzdem versteht der 62-Jährige die Aufregung nicht, die oft entsteht, wenn ein Wolf auftaucht. "Wenn's klappt mit dem Wolf, dann stört er mich nicht", sagt er.[...]

Der sächsische Wolf frisst bevorzugt Rehe. Ein ausgewachsener Lausitzer Wolf verschlingt etwa 85 Huftiere im Jahr, die Hälfte Rehe, ein Viertel Rothirsche und ein Sechstel sind Wildschweine. Hasen machen vier Prozent seiner Nahrung aus, das wildlebende Muffelschaf ein und Haustiere ein halbes Prozent.

Für Menschen interessiert sich der Wolf trotz aller Gruselgeschichten nicht. In den vergangenen 50 Jahren wurden in Europa nur [u]neun Angriffe auf Menschen registriert, fünf davon waren Tollwutfälle. In vier Fällen haben Menschen den Wolf angefüttert. In der Lausitz hat sich ein Wolf noch nie aggressiv gegenüber Menschen verhalten. "Man braucht keine Angst vor dem Wolf zu haben", sagt Bathen. "Er ist weder blutrünstig noch angriffslustig." [...]

Ab und an geht Kaasche in den Wald und heult. Wenn er die Tiere schon selten zu sehen bekommt, will er sie wenigstens hören, sagt Kaasche, der Touristen und Schulklassen auf die Spuren der Wölfe durch die Lausitz führt.

Wenn Klaus-Peter Schulze über den Wolf spricht, klingt er feierlich. "Hier wird Geschichte geschrieben", sagt der Bürgermeister der Brandenburger Kleinstadt Spremberg. Während mancherorts Bewohner warnen, dass Touristen wegbleiben, wenn der Wolf kommt, wirbt die Lausitz mit dem Raubtier. Wolfswanderwege und Lehrpfade werden aufgebaut und Schnaps verkauft, der Wolfsgeheul heißt. [...]

Schäfer Neumann zieht jetzt selbst Herdenschutzhunde groß und verkauft sie. Meist reicht schon ihr Bellen, um die Wölfe in die Flucht zu schlagen. Neumann hat beobachtet, dass sich auch das Wild an den Zaun legt, um vom Schutz der Hunde zu profitieren. Wölfe nehmen sich meist die Nahrung, die sie am leichtesten bekommen: kranke, schwache und alte Tiere. Kämpferischen Auseinandersetzungen gehen sie aus dem Weg.

http://www.sueddeutsche.de/wissen/arten ... -1.1117098

Ein pragmatischer Schafhirte stellt sich innerhalb von 13 (erster Angriff) bzw 9 Jahren (zweiter und größerer Angriff) nach und nach auf den Wolf ein - und züchtet jetzt selbst Schutzhunde. Der Wolf wird sogar aktiv in die Bildung und den Tourismus eingebunden. Auch wenn es so ein Bürgermeister nicht in die Bild schafft, kann er nach eigenen Worten eine "Anti-Wolf-Stimmung" verhindern.

Nebenbei entlarvt ausgerechnet dieser ältere Artikel, dass 9 von 9 bestätigten europäischen Todesfälle mit Tollwut oder Anfüttern durch den Menschen zusammen hängen. Wo der Widerstand zu groß wird, orientiert sich der intelligente Wolf anders. Die "gedeckte Tafel" findet er 2011 laut Kotuntersuchungen zu 99,5% in der Natur. Inwiefern das inzwischen evtl anders ist, weiß ich nicht. Aber gemäß dem Artikel über Bautzen wurde es dort mit den Rissen zuletzt weniger statt mehr.

Und ähnlich wie in der Lausitz scheint es ja auch in der Heidelandschaft Niedersachsens möglich zu sein, mit dem Wolf zu leben:

Der mit dem Wolf lebt 2017 hat geschrieben:
Seit 25 Jahren ist Rebre Schäfer. Aus Überzeugung und Leidenschaft, wie er sagt. [...] In drei Landkreisen ist Rebre mit seinen Tieren unterwegs, inmitten von Wolfsgebieten. Im Unterschied zu vielen anderen stellt er das Existenzrecht der Wölfe nicht in Frage. "Wir akzeptieren das als Normalität. Der Wolf ist jetzt da, fühlt sich hier wohl und wir stellen uns darauf ein", sagt er. Rebre versucht mit dem Wolf zu leben - im Guten, wie er betont. [...]

Dennoch sieht er im Wolf eine potenzielle Gefahr für seine Tiere. Schon öfter hätten Wölfe versucht, zu seinen Herden zu gelangen. [...] Seine 90 Zentimeter hohen Elektronetzzäune hat er um 16 Zentimeter erhöht, damit bei Senken im Boden der Zaun auch an diesen Stellen die empfohlene Mindesthöhe erreicht. Rebre achtet darauf, dass der Zaun immer straff gespannt ist. Zusätzlich hat er die Stromspannung erhöht. [...]

Zu oft  treffe er auf Schafe, die völlig ungeschützt  den Wölfen ausgeliefert sind. Das ärgert ihn. "Die Unvernunft der Tierhalter und deren Fehler tragen dazu bei, dass Wölfe lernen, leichte Beute zu machen", sagt er. "Blutrünstige Fotos am nächsten Tag in der Presse sorgen dann für aufgebrachte Stimmung gegen den Wolf.[...]

Auch wenn der Schäfer bislang von Schäden durch den Wolf verschont geblieben ist, schließt er nicht aus, dass es auch ihn irgendwann treffen könnte. Beispielsweise dann, wenn Wölfe gelernt haben Zäune zu überspringen. Er weiß, dass auch er dann um jedes gerissene Tier trauern werde. Deshalb jedoch das Ende der Weidewirtschaft zu beklagen, kommt für ihn nicht in Frage. "Das ist Stimmungsmache und völliger Quatsch", sagt er. "Herdenschutz ist möglich und muss notfalls immer wieder angepasst werden. [...]

Finanzielle Unterstützung  vom Land Niedersachsen gebe es noch dazu. "Welcher Handwerkszweig bekommt Zuschüsse für Gefahren, die plötzlich aufgetaucht sind?", fragt er. Auch die andauernde Kritik am Wolfsmanagement  kann er nicht verstehen. Rebre ist zufrieden mit den Möglichkeiten der Unterstützung. "Die Ursachen der wirtschaftlichen Not und der enormen Arbeitsbelastung der Schäfer sind woanders zu suchen", sagt er. Der Wolf habe damit nichts zu tun.

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersa ... f3164.html

Scheinbar kann es also auch in Gebieten klappen, die zunehmend vom Wolf bevölkert werden. Wenn es in der Lausitz und in Niedersachsen mit entsprechendem Willen möglich ist (oder in anderen europäischen Ländern), dann wohl auch in Dänemark. Ob sie Deutschland als Warnung oder Entwarnung betrachten werden, bleibt abzuwarten.

P.S.: Nur weil Du einer Argumentation nicht folgen willst, muss sie nicht schräg sein. Auch Äpfel und Birnen KANN man je nach Vergleichsmerkmal hervorragend vergleichen. Wenn man sich nicht selbst das Gegenteil einredet. Beides ist Obst. Beides esse ich gern. Sterben will ich nicht so gerne. Daher ist es für mich schon relevant, was mein Leben real gefährdet und was nur in der Phantasie einiger vorstellungsstarker Mitmenschen.

Alles schon gesagt.
Thema tritt auf der Stelle.


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BeitragVerfasst: 09.03.2018, 14:07 
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Ronald hat geschrieben:
Hellfried hat geschrieben:
Die 9 europaweiten Toten der letzten 50 Jahre als Argumente gegen den bösen Wolf anzuführen, ist totaler Schwachsinn!


Absolut!
Hat auch keiner getan. Es ging nur darum, dass behauptet wurde es würde irgend wann mal passieren dabei ist es schon passiert.
Und wieder sind wir bei der Gefahr oder nicht Gefahr für den Menschen.
Die wirtschaftliche Seite der betroffenen Landwirte wird von den Wolfstreichlern wieder völlig ausgeblendet.


Hallo Ronald,

sorry, da habe ich Deine Beiträge wohl dann doch missverstanden. Du weißt ja schon aus Erfahrung wie schnell mein Temperament mit mir durchgeht. :wink:

Der wirtschaftliche Schaden der betroffenen Landwirte stellt durchaus ein Problem dar, das ich auch sehe.

Wenn der Staat die Ansiedlung von Wölfen fördert/duldet, muss er die Landwirte, die hierdurch erhebliche Schäden erleiden, natürlich vollumfänglich entschädigen und auch die entsprechende Sicherheitstechnik (Zäune usw.) komplett bezahlen.

Das Abschießen bzw Ausrotten der Wölfe, wie es zahlreiche Wolfsgegner fordern, sehe ich aber auch
äußerst kritisch.

Die Artenvielfalt hat in den letzten 20 Jahren auf unserem Planeten schon genug abgenommen, da muss eine früher alteingesessen Tierart, die sich nun erneut hier ansiedelt, auch nicht gleich wieder ausgerottet werden.

Viele Grüße und ein schönes Wochenende

Hellfried


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BeitragVerfasst: 09.03.2018, 14:14 
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Der Artikel von 2011 ist mE durchaus erhellend.
-Dass 100% der erwiesenen menschlichen Todesopfer in Europa mit vermeidbaren Ursachen zusammen hängen, war mir nicht bekannt.
-Dass Tourismus auch mit Wolf funktionieren kann, ist mE relevant. Oder sind diese Arbeitsplätze weniger wert als die der Schafhirten.
-Dass auch die heutigen Schafhirten mit entsprechendem Willen und Einsatz sowie den vorhandenen Fördermitteln gut mit Wölfen leben können, ist so an zwei Fallbeispielen aus den wolfreichsten Regionen belegt.
-Wenn Wölfe sich zu 99,5% von Wildtieren ernähren, zu 0,5% von Haustieren (umgekehrt gerademal 0,0002% der Weideschafe in Niedersachsen wobei laut den erfolgreich geschützten Schäfern oft eigenes Verschulden der klagenden Kollegen vorliegt - gibt halt überall schwarze Schafe) und zu 0% von Menschen, ist die Berührungsfläche Mensch-Wolf vielleicht doch nicht sooooo dramatisch, oder?

OT bleiben zwei Fragen:
1) Wenn das alles als etabliert betrachtet werden kann, wo ist denn dann das Problem? Weshalb tritt das Thema dann auf der Stelle?
2) Wenn auch dieser ausführliche Beitrag schon nichts Relevantes enthält, wieso zitierst Du ihn dann in Gänze? Die Lesbarkeit oder Diskussion bringt das dann doch auch nicht voran. Du beziehst Dich ja auch nicht auf einzelne Abschnitte.


Zuletzt geändert von Stadtflucht am 09.03.2018, 14:18, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 09.03.2018, 14:18 
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Und zudem gibt es genau die gegenteiligen Erfahrungen und Ansichten.
Zitat:
Pressemitteilung vom 08.03.2018

Bäumer: Benötigen dringend ein effektives Wolfsmanagement – 2030 werden 40.000 Wölfe in Deutschland leben
Hannover. „Dass Minister Olaf Lies in Brüssel mit der EU-Kommission die niedersächsische Wolfsproblematik besprochen hat, freut uns. Jetzt müssen aber zügig Taten folgen“, erklärt Martin Bäumer, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion. „In Deutschland leben zurzeit 1000 Wölfe, 2022 werden es über 4000 und 2030 über 40.000 Wölfe sein. Dieser jährliche Zuwachs von rund 30 Prozent wird es notwendig machen, auch in Niedersachsen Wölfe konsequent zu töten“, so Bäumer weiter.
Der Umweltpolitiker wies darauf hin, dass die Ablehnung gegen den Wolf in Teilen des Landes deutlich zunimmt: „Bei unserer heutigen Bereisung rund um Dörmte (Landkreis Uelzen) mussten wir feststellen, dass der Wolf inzwischen die Lebensgewohnheiten der Menschen diktiert. Der Spaziergang im Wald, die Fahrradtour mit den Kindern oder die sonst übliche Nordic-Walking-Tour unterbleiben aus Furcht vor Wolfsbegegnungen.“
http://www.cdu-fraktion-niedersachsen.de/presse/baeumer-benoetigen-dringend-ein-effektives-wolfsmanagement-2030-werden-40-000-woelfe-in-deutschland-leben/

Und hier Auswirkungen ohne dass ein Wolf ein Nutztier reißen konnte.
Weidehalter stallt Rinder zum,Sxhutz auf und dann das:
Zitat:
Landwirt holt Rinder zum Schutz in Stall – nun nimmt Neuland sein Fleisch nicht an

Ein Öko-Züchter in der Wolfs-Falle
Die wachsende Population des Raubtieres hat aber noch weitere Auswirkungen. Einer der Leidtragenden ist Landwirt Reinhard Dehrmann aus Bahnsen
Er hält 120 Rinder und vermarktet sein Fleisch seit etwa zehn Jahren über den Verein Neuland, der sich für besonders tiergerechte Haltung einsetzt. Doch jetzt hat er Ärger mit Neuland, genauer gesagt mit dem Nachfolge-Unternehmen „Artgemäß“, das nach der Insolvenz der Neuland GmbH Produktvermarktung in Bad Bevensen gegründet wurde und mit Neuland einen Lizenzvertrag abgeschlossen hat. Der Grund für den Streit: Dehrmann hat seine Jungtiere im vorigen Herbst aus Angst vor dem Wolf vorzeitig in seinen Stall geholt. Deshalb hat ihn Neuland mit einer Vermarktungssperre belegt. Denn Dehrmann hat damit die Vorgabe des Vereins, dass die Tiere mindestens 100 Tage im Jahr auf der Weide stehen müssen, nicht erfüllt.
Seitdem könne er das Fleisch seiner Rinder nur noch an die Viehvermarktung verkaufen. Und die zahle ihm weniger Geld als Neuland. „Das beschert mir Mindereinnahmen von etwa 15.000 Euro“, beklagt der Landwirt. Doch er habe seine Tiere bewusst vorzeitig in den Stall geholt. Immer wieder habe er in der Nähe seiner drei Herden Wolfsspuren entdeckt. Zudem hätten Anwohner ihm von Wolfssichtungen berichtet.
az-online, 3/2018

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BeitragVerfasst: 09.03.2018, 14:21 
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Wohnort: Niedersachsen
25örefan hat geschrieben:
Zu den positiven Berichten gibt es genau die gegenteiligen Erfahrungen , Ansichten.und Prognosen.
Zitat:
Pressemitteilung vom 08.03.2018

Bäumer: Benötigen dringend ein effektives Wolfsmanagement – 2030 werden 40.000 Wölfe in Deutschland leben
Hannover. „Dass Minister Olaf Lies in Brüssel mit der EU-Kommission die niedersächsische Wolfsproblematik besprochen hat, freut uns. Jetzt müssen aber zügig Taten folgen“, erklärt Martin Bäumer, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion. „In Deutschland leben zurzeit 1000 Wölfe, 2022 werden es über 4000 und 2030 über 40.000 Wölfe sein. Dieser jährliche Zuwachs von rund 30 Prozent wird es notwendig machen, auch in Niedersachsen Wölfe konsequent zu töten“, so Bäumer weiter.
Der Umweltpolitiker wies darauf hin, dass die Ablehnung gegen den Wolf in Teilen des Landes deutlich zunimmt: „Bei unserer heutigen Bereisung rund um Dörmte (Landkreis Uelzen) mussten wir feststellen, dass der Wolf inzwischen die Lebensgewohnheiten der Menschen diktiert. Der Spaziergang im Wald, die Fahrradtour mit den Kindern oder die sonst übliche Nordic-Walking-Tour unterbleiben aus Furcht vor Wolfsbegegnungen.“
http://www.cdu-fraktion-niedersachsen.de/presse/baeumer-benoetigen-dringend-ein-effektives-wolfsmanagement-2030-werden-40-000-woelfe-in-deutschland-leben/

Und hier Auswirkungen ohne dass ein Wolf ein Nutztier reißen konnte.
Weidehalter stallt Rinder zum,Sxhutz auf und dann das:
Zitat:
Landwirt holt Rinder zum Schutz in Stall – nun nimmt Neuland sein Fleisch nicht an

Ein Öko-Züchter in der Wolfs-Falle
Die wachsende Population des Raubtieres hat aber noch weitere Auswirkungen. Einer der Leidtragenden ist Landwirt Reinhard Dehrmann aus Bahnsen
Er hält 120 Rinder und vermarktet sein Fleisch seit etwa zehn Jahren über den Verein Neuland, der sich für besonders tiergerechte Haltung einsetzt. Doch jetzt hat er Ärger mit Neuland, genauer gesagt mit dem Nachfolge-Unternehmen „Artgemäß“, das nach der Insolvenz der Neuland GmbH Produktvermarktung in Bad Bevensen gegründet wurde und mit Neuland einen Lizenzvertrag abgeschlossen hat. Der Grund für den Streit: Dehrmann hat seine Jungtiere im vorigen Herbst aus Angst vor dem Wolf vorzeitig in seinen Stall geholt. Deshalb hat ihn Neuland mit einer Vermarktungssperre belegt. Denn Dehrmann hat damit die Vorgabe des Vereins, dass die Tiere mindestens 100 Tage im Jahr auf der Weide stehen müssen, nicht erfüllt.
Seitdem könne er das Fleisch seiner Rinder nur noch an die Viehvermarktung verkaufen. Und die zahle ihm weniger Geld als Neuland. „Das beschert mir Mindereinnahmen von etwa 15.000 Euro“, beklagt der Landwirt. Doch er habe seine Tiere bewusst vorzeitig in den Stall geholt. Immer wieder habe er in der Nähe seiner drei Herden Wolfsspuren entdeckt. Zudem hätten Anwohner ihm von Wolfssichtungen berichtet.
az-online, 3/2018

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BeitragVerfasst: 09.03.2018, 14:52 
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Und zum Thema „Mit ein bißchen Willen und Aufwand wird´s schon gehen:
Wer das meint, der soll sich mal eingehend mit dem Zaunbau (mittlerweile stromführend und 1,40 hoch empfohlen,mit Untergrabeschutz), der Pflege des Zaunes ( Akkus, Stromanschluss, das Mähen an und unterm Zaun um Erdung zu verhindern, der Machbarkeit auf Quadratkilometer und an Deichen, den Kosten und der Auswirkung von solchen (Hochsicherheitstrakt-) Zäunen auf unsere Landschaft und auf andere Wildtiere beschäftigen.
Auch sollte derjenige sich mit der Problematik von HSH (Herdenschutzhunden) beschäftigen.
Das sind keine niedlichen Hündchen, die idyllisch die Herde umkreisen. Sie arbeiten selbständig und in der Regel unbeaufsichtigt, stellen und verbeißen jeden der einer Herde zu nahe kommt und stellen ein nicht zu verkennendes Risiko für alle anderen Naturnutzer dar. Zudem sind sie nicht in allen Rassen und überall einsetzbar, da sie von Bundesland zu Bundsland unterschiedlich den Hundeverordnungen zuwiderlaufen. Auch die Zucht und Ausbildung kann nicht jeder einfach mal durchführen, mal abgesehen von den Kosten dafür und den weiteren Unterhalt eines solchen Hundes.
Und das alles für ein Wildtier, das die Artenvielfalt nicht wesentlich bereichert, dessen Fehlen bei uns in den letzten 150 Jahren kaum Auswirkungen hatte und das zudem weltweit nicht einmal vom Aussterben bedroht ist.
Auch sei nochmal die Frage erlaubt, wer wohl wirtschaftlich vom Wolf profitiert.
In die Kassen von Nabu und Co hat er jedenfalls ordentlich Spendengelder gespült.
PS
KfZ- Versicherer (mit Ausnahmen) übernehmen keine Teilkasko- Kosten bei einem Unfall mit einem Wolf.
Versichert sind i.d.R. nur Schäden von Jagdwild, der Wolf unterliegt im Gegensatz zum Seehund :mrgreen: aber nicht der Jagd.

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BeitragVerfasst: 09.03.2018, 23:29 
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Ich hoffe nur diese ,,Anti Wolf Meinungsmache" von deutscher Seite bleibt auch da wo sie herkommt!Südlich der Grenze! Es wird auch hier in DK gezielt versucht den Wolf schlecht zu machen.Ganz treu dreinblickend berichten Leute das sie keine Angst vorm Wolf haben aber nicht mehr in Wald und Heide joggen gehen,die Kinder nicht mehr mit dem Fahrrad oder zu Fuss zur Schule fahren/ gehen lassen wenn im Umkreis von 20 Km ein Tier auftaucht das einem Wolf auch nur entfernt ähnlich sieht.Und das wird dann auch noch abgedruckt oder im Regionalfernsehen gezeigt.Geschickt zusammengeschnittene Bilder und Mütter mit kleinen Kindern auf dem Arm; am besten Aufnahmen aus einem Freiluft Kindergarten mit Wald und Heide im Hintergrund.Flüchtlinge und Asylbewerber sind schon ein Thema gewesen über das sich manche Medien im Land in reisserischer Form hergemacht haben nachdem es südlich der Grenze von den Medien zum Problem mit kriminellen & menschenverachtenden Zügen aufgebauscht wurde.Jetzt schwappt diese ,, Deutsche Wolfsproblematik" über die Grenze und steckt hier auch schon Einige ,,an irgendwas oder irgendwem muss ich meinen Frust ablassen wenn es mir wirtschaftlich schlecht geht oder einfach aus Langeweile" Personenkreise an.Wer in letzter Zeit in meiner Gegend um Blavands Huk gewesen ist dem sind eventuell merkwürdige Rodungsaktionen aufgefallen in denen grossflächig Hundsrosenbestände in Strandnähe/Dünen mit Stumpf und Stiel ausgerissen wurden.Der dänische Naturschutzbund begründete das mit: entfernen einer Art die hier nicht natürlichen Ursprungs ist"! Um 1900 herum sind diese ROSA RUGOSA & ROSA CANINA!!! als Zierpflanzen hierher gekommen.Haben sich prächtig verbreitet,den Strand & Dünenbereich befestigt,im Sommer für Blüten & Honigpracht gesorgt,in schlechten Zeiten als + an Vitamin C und Marmeladenlieferant gedient sowie Einheimische +Turis davon abgehalten kreuz und quer durch die Dünen zu trampeln.Vom Unterschlupf bieten für Tiere aller Arten ganz zu schweigen.Eine invasive Art wurde schon ausgerissen...welche will man uns weissmachen, soll die nächste werden? Der Wolf? Meinetwegen darf der hier genauso heimisch sein & werden wie ROSA CANINA seit mehr als 100 Jahren!!!


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BeitragVerfasst: 10.03.2018, 09:48 
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@BLAVANDS HUK: Die Hoffnung würde ich nicht zu hoch hängen. Diese hetzerische Meinungsmache taucht leider überall auf, wo der Wolf "neu" auftaucht. Laut Dina ist das doch längst auch in Dänemark angekommen. Die Menschen werden bei so etwas schnell hysterisch und bockig. Natürlich hat jeder vorher schon kleinste Kinder alleine in Stadt und Wald spielen lassen und ein (Wald)Kindergarten kam völlig ohne Zäune, Erzieher und Eltern aus. Kinder wie Schafe konnte man also völlig autark in der Landschaft stehen lassen und nie fehlte eins. Wildschweine und irgendwelche kaputte Menschen gab es ja nie zu fürchten. Joggerinnen hatten auch nie Angst vor irgendwas oder irgendwem. Kurz: Das Leben war ideal. Jetzt hingegen terrorisiert der Wolf ganze Regionen, die jede Lebensqualität verlieren und in permanenten Ängsten leben. DIE Politiker, Stadtmenschen o.ä. verstehen das nur nicht, obwohl es so einfach ist.

Dagegen ist einfach kein Kraut gewachsen. Wenn ein ferner Stadtbewohner Argumente bringt, sind die ja ohnehin völlig lebensfern und eigentlich eine Unverschämtheit für all die Betroffenen (zumal ja die große Mehrheit einsam in Wolfsgebieten lebt und Schafe hält). Selbst wenn betroffene Schäfer mit hunderten Schafen mitten im Wolfgebiet im Sinne von best practice von ihren nachweislich erfolgreichen Ansätzen berichten (und dass die bereits vorhandenen Mittel zu Prävention und Kompensation bislang doch gut greifen), dann ist das wiederum auch lebensfremd, keinesfalls übertragbar und ohnehin eine Zumutung für andere Schafhirten.

Dass HSH ordentlich ausgebildet sein müssen und idealerweise auch nicht ohne menschliche Präsenz und Anleitung (bzw sonst zumindest nicht ohne guten Zaun und Warnhinweise) arbeiten sollten, ist mir auch schon klar. Aber mW zeigen sie primär Präsenz und stellen bzw vertreiben Eindringlinge lieber als sie gleich zu zerfleischen. Wenn weder der Schäfer präsent ist, noch das Umfeld sensibilisiert ist, KANN das natürlich auch problematisch sein. Natürlich müssen auch Zäune gewartet und ggf angepasst werden. Usw. Jetzt kann man lang und breit diskutieren, was zumutbar ist und was eine Zumutung. Aber das werde ich nicht tun. Zum einen, weil ich ohnehin ein Stadtkind bin, mal lieber mehr nachdenken und öfter das informierende Gespräch suchen sollte. Zum anderen, weil es nach jedem Argument, Positivbeispiel und Beleg immer noch und noch ein völlig "unlösbares" Problem geben wird (von dem Menschen in anderen Wolfländern teilweise gar nichts wissen bzw es entgegen Definition doch längst gelöst haben).

Wenn hingegen in Dänemark jetzt schon bei ersten auftretenden Problemen heimlich Wölfe getötet werden und in großem Stil die Politik aktiv wird, sieht es nicht so gut für die nördliche Verbreitung des Isegrim aus.

OT: Ich habe da ein Déjà-vu zu einer Diskussion mit einem jungen Engländer aus Südengland. Der war ein Verfechter der buchstäblichen Hetzjagd auf Füchse und hätte sie am liebsten komplett ausgerottet. Die Argumente waren identisch (bis auf die Gefahr für Menschen und Kfz-Versicherungen). Nun richten Füchse nachweislich auch Schäden für die Landwirtschaft an (werden auch in D teilweise gezielt gejagt und getötet). Aber von völlig verzweifelten Hühnerzüchtern am Rande der Existenzlosigkeit hört und liest man hierzulande mW nichts. Wir haben ja auch schon den Wolf. Vielleicht sollte man also Bären ansiedeln, dann wäre plötzlich auch der Wolf kein so großes Problem mehr. Aber vor Bären hätte ehrlich gesagt auch ich erst mal schiss.


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BeitragVerfasst: 10.03.2018, 13:56 
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Ausgerechnet die CDU in Niedersachsen als Argumentationshilfe für die Weidetierhalter hier zu bemühen, ist geradezu grotesk, denn davon abgesehen, dass der Herr Bäumer seine offensichtlichen Wissensdefizite im Bereich der Populationsdynamik von Wildtieren so offen zur Schau stellt, war es doch gerade die neue niedersächsische Landwirtschaftsministerin Otte-Kinast (CDU), die die vom grünen Vorgänger Christian Meyer geplante Weideprämie in Höhe von 30 Mio € einfach mal ersatzlos gestrichen hat und dafür heftige Kritik der Weidetierhalter einstecken musste:

Otte-Kinast streicht angekündigte Weideprämie https://www.ndr.de/nachrichten/niedersa ... ie100.html

Aus für Weideprämie: Ministerin in der Kritik https://www.ndr.de/nachrichten/niedersa ... ie102.html

Madame Otte-Kinast, die aus einer Landwirts- und Jägersfamile stammt, will stattdessen lieber noch mehr Güllebecken mit 30 Mio. € fördern und beschenkt die Jäger, also quasi ihresgleichen, mit 4 Mio. € Aufwandsentschädigungen für die Wildschweinreduzierung. Gleichzeitig fordert sie, dass der Bestand des natürlichen Fressfeindes des Schwarzwilds, nämlich des Wolfes - "rasch" in seiner "Ausbreitung geregelt" werden sollte. Was für ein Widersinn.

Niedersachsen plant Förderung für Güllelager https://www.agrarheute.com/politik/nied ... ger-542827

Ministerin zu Gast bei Celler Jägerschaft https://celleheute.de/ministerin-zu-gas ... en-sorgen/

Ministerin Otte-Kinast will Afrikanische Schweinepest gezielt bekämpfen https://celleheute.de/ministerin-otte-k ... ekaempfen/

Celles Kreisjägermeister: "Der Wolf darf keine heilige Kuh sein" http://www.cellesche-zeitung.de/S537240 ... ler-Jaeger

Der politischen "zynischen" und "schmutzigen" Manipulation, die der norwegische Biologe John Linnell in der aktuellen Spiegel-Ausgabe "Politikern und Wolfsgegnern" unterstellt, bediente sich am 02.02.18 auch der CDU-Politiker Klaus-Peter Schulze in einer Bundestagsdebatte zum Thema Wolf, in dem er den Wolf als möglichen Verbreiter der Afrikansichen Schweinepest ins Spiel brachte.

Tatsächlich aber sieht das Friedrich-Loeffler-Institut das anders und hat klargestellt, dass Beutegreifer bei der Verbreitung des Virus keine Rolle spielen.

Der Wolf und die Afrikanische Schweinepest http://woelfeindeutschland.de/der-wolf- ... weinepest/

Und noch eines zu den Zahlenspielchen des CDU-Mannes Martin Bäumer:

Der Seeadler, der auch in unserer Region beheimatet ist, steht auch am Ende der Nahrungskette und hat kaum Fressfeinde zu fürchten.
Haben wir deshalb eine Seeadler-Plage zu befürchten?

Jeder, der sich über Singvögel in seinem Garten erfreut und diese vielleicht gar durch Fütterung unterstützt, kann selbst die Beobachtung machen, dass die Populationen nicht Jahr für Jahr zu nehmen und der Garten oder das Dorf immer voller und voller mit Singevögeln wird, bis sich daraus ganze Amsel-, Meisen- und Rotkehlchen-Plagen entwickeln, weil sie nicht der menschlichen aktiven Regulierung unterliegen.

Herr Vogler vom "Wolfsmonitor" kommentiert das von Herrn Bäumer erdachte Zahlenspielchen um die Wölfe amüsiert:

Zitat:
Im Jahr 2040 hätten wir – wenn wir sein Spiel fortsetzen – demnach übrigens 321.184 und im Jahr 2050 sogar 4.427.793 Wölfe in Deutschland. Spätestens 2062 dann gäbe es in Deutschland über 100 Millionen Wölfe. Mehr als Einwohner also…

Der 14 jährige Sohn meines Nachbarn ist heute übrigens 1,70 m groß. Zuletzt ist er durchschnittlich 7 cm pro Jahr gewachsen. Als 20-Jähriger wird er demnach 2,12 Meter groß sein und als erwachsener 30-Jähriger sogar 2,82 Meter. Zumindest, wenn man Bäumers Logik zugrunde legt.


Wölfe "konsequent töten"? http://wolfsmonitor.de/?p=12820


Herr Bäumer sollte sich lieber wieder um die Chemtrails kümmern, denn die sind ihm ja auch ein ernstes Anliegen.


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BeitragVerfasst: 10.03.2018, 14:27 
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Thema Höfesterben in Deutschland und Dänemark

Es ist ja schon geradezu kurios, dem Wolf nun anzulasten, wenn Landwirte in Deutschland und Dänemark ihre Höfe aufgeben müssen.

Anzahl der Landwirtsbetriebe in Deutschland:

1971: 1.017.697
2001: 448.936

Der Wolf ist erst seit ca. 2000 wieder in Deutschland heimisch. Wie kann er dann dafür verantwortlich sein, dass die Zahl der Höfe von 1971 - 2001 um 56% gesunken ist? Wenn man zudem noch bedenkt, dass die Zahl der Flächen weitestgehend gleich geblieben und die verbliebenen Betriebe größer geworden sind, kann das "Wolfsargument" als Verursacher eigentlich nur von denen stammen, die von dieser Entwicklung profitiert haben. Das wäre dann eine klassische Nebelkerze.

Blick auf Dänemark:

Die derzeit vier in Dänemark nachgewiesenen Wölfe sind auch dort am Höfesterben, das ähnlich wie in Deutschland verläuft, gänzlich unbeteiligt. Politikken schrieb 2003 von einer Halbierung der Anzahl der Betriebe in den letzten 20 Jahren:

Zitat:
Der er i dag kun er 48.600 landbrug og gartnerier herhjemme, hvilket svarer til en halvering af takket på tyve år, viser tal fra Danmarks Statistik.

Færre, men større gårde i Danmark https://politiken.dk/oekonomi/art4901059/Færre-men-større-gårde-i-Danmark


Auch hier: Bei einer nahezu unveränderten Gesamtgröße der landwirtschaftlichen Flächen geht die Zahl der Betriebe stetig zurück, während die verbliebenen Betriebe immer größer werden. 2003 stellten Großbetriebe mit über 100 ha nur 16% der landwirtschaftlichen Betriebe - verfügten dabei aber über 52% der landwirtschaftliche Fläche Dänemarks.

Und der Trend setzt sich fort, wie Jydske Vestkysten 2015 berichtete:

Zitat:
Der bliver færre og færre landbrug. Det skyldes den strukturudvikling, som har været i Danmark de seneste mere end 100 år. Ser man bare 20 år tilbage, var der mere end dobbelt så mange bedrifter som i dag. [...] I 1950 havde vi cirka 200.000 landbrug i Danmark. I dag er tallet under 40.000 [...]

Dansk landbrug anno 2015: Færre og større bedrifter https://www.jv.dk/business/Dansk-landbr ... el/1975355


Als Grund nennt Jydske Vestkysten übrigens den Strukturwandel, der in Deutschland auch gern als "Wachsen oder weichen" bezeichnet wird.

Wenn jetzt jemand daher kommt und ernsthaft behauptet, dass der Wolf an der Entwicklung schuld sei, macht er/sie sich wirklich lächerlich.


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