www.dk-forum.de

Das Diskussionsforum von DK-Forum.de & Tysk.dk
Aktuelle Zeit: 16.08.2018, 15:18

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 684 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1 ... 41, 42, 43, 44, 45, 46  Nächste
Autor Nachricht
BeitragVerfasst: 01.05.2018, 12:49 
Offline
Mitglied
Benutzeravatar

Registriert: 11.08.2014, 17:00
Beiträge: 1721
Wohnort: Midtjylland/Ammerland
Die jungen Mitteleuropäer hat geschrieben:
Wie Hinnerk schon angemerkt hat, definiere doch bitte mal, wer den Jägern das "Vergnügen" "gern gönnt", Waschbären und Wildschweine zu töten? Auch hier: Die Bejagung geschieht aus Tradition und zu Freizeitzwecken, aber nicht, weil sie nach modernen wildbiologischen Erkenntnissen geboten wäre. Der Widerspruch beginnt mit der "Hege" (u. a. dem Füttern) auch dieser Wildtiere, um sie zu "bewirtschaften" (Jägersprech) und endet mit der Unvereinbarkeit dieser Art der "Regulierung" mit den modernen wildbiologischen Erkenntnissen, nach denen beispielsweise eine verstärkte Wildschweinbejagung mit einer Erhöhung der Populationen einhergeht (Servanty-Studie) oder die generelle Waschbärenbejagung ohne Sinn und Verstand ist, da die angebliche Schadwirkung dieser Generalisten auf das Niederwild (wieder Jägersprech) wissenschaftlich überhaupt nicht haltbar und eine Dezimierung oder gar Ausrottung weder möglich noch beabsichtigt ist, womit wir wieder beim Tierschutzgesetz und dem Töten von Tieren ohne Grund wären.

Genau das ist es, was ich bei der „Jägerei“ kritisiere. Das Wild braucht keine Jäger. Aber Jäger wollen etwas für ihre Kühltruhe haben. Deshalb wird das Wild in ihren Revieren „gehegt“. Selbstregulierung ist nicht erwünscht, weil das den Wildbestand auf natürliche Art begrenzen würde. Da würde die Jagdflinte ja einrosten. Also muss das Wild auf vollkommen unnatürliche Weise im Winter durchgefüttert werden, damit die Jägersfamilie nicht verhungert oder sich bei der Fleischtheke des Supermarktes bedienen muss.
Selbstregulierung heißt ja nicht, dass unser Wild durch Nichtfütterung im Winter elendig verhungert. Nein, es findet eine Selbstregulierung dadurch statt, indem sich das Wild nicht mehr so stark vermehrt. So funktioniert Natur.
Im Grunde wird unser heimisches Wild gezüchtet und aufgezogen wie die Schweine im Maststall. Es hat eben nur etwas mehr vom Leben als das Schwein in seiner Box, zumindest bis zu seinem Abschuss.

Und um ja keines der gezählten Wildtiere im Jagdgebiet mit vierbeinigen Jägern teilen zu müssen werden diese Feinde erbarmungslos bejagt. So z.B. der Fuchs. Der galt lange Zeit als Überträger der Tollwut. Nur ist es so, dass ganz West-Europa und auch den meisten östlichen Anrainerstaaten vom Robert-Koch-Institut seit 2006 als Tollwutfrei erklärt wurde. Dies lässt aber kaum ein Jäger gelten. „Das sind alles Lügen“. Wenn dann von Tollwutfällen berichtet wird hat es sich stets um die Fledermaustollwut gehandelt deren Unterschied zur echten Tollwut kaum ein Jäger zu kennen scheint. Bei der Fledermaustollwut handelt es sich um ein anderes Virus. Da aber auch an Tollwut erkrankte Fledermäuse keine Wildtiere angreifen ist auch kein einziger Fall von Fledermaustollwut bei einem Wolf oder eines seiner gerissenen Opfer bekannt geworden.

Selbst Raub- bzw. Greifvögel werden immer wieder unerlaubt von Jägern geschossen, vergiftet bzw. ihre Gelege zerstört. Auch sie sind eine für Jäger nicht zu akzeptierende Konkurrenz = Wilderer. Jedes Jahr sind entsprechende Meldungen in den Medien zu lesen.

Und nun auch noch der Wolf als Mitesser? Das geht ja gar nicht!

_________________
Stell dir vor die Liebe deines Lebens geht an dir vorbei
und du schaust auf dein Smartphone.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 01.05.2018, 13:07 
Offline
Mitglied

Registriert: 25.09.2013, 14:48
Beiträge: 676
Wohnort: Lüneburger Heide
@ 25örefan

Woran erkennt man, dass dem Meiningskontrahenten die Argumente ausgehen? Er weiß sich nicht mehr anders zu helfen, als in eine überaus unfaire Argumentation überzuwechseln, in dem er dem Gegenüber in zunehmendem Maße und in bis zur Unkenntlichkeit auswachsender Verzerrung Aussagen unterstellt, die der Betreffende in der Form überhaupt nicht getätigt hat.

Erst behauptest Du, wir hätten "Jäger/Pädophile betreffs Expertentum" verglichen und im folgenden Post wir hätten "Jägern grundsätzlich mit Pädophilen vergleichbare Neigungen" unterstellt. Tipp für Dich: Lies unseren Beitrag vom 30.04.2018 um 17:07 doch noch mal ganz genau durch und verstehe unsere Kritik an einem System, das Lobbyisten und kleinen Interessengruppen die eigenmächtige Gestaltung ihrer eigenen Politik und ihrem eigenen Rechtsraum auf Kosten der Rechte Dritter ermöglicht und nicht dem Gemeinwohl und schon gar nicht den Opfern dient.

Falls Du das bis dahin noch nicht verstanden hast, lies unsere weiteren 4 Beispiele von 18:31 Uhr. Die Behauptung, wir hätten "Jägern grundsätzlich mit Pädophilen vergleichbare Neigungen" (Kindesmissbrauch?) unterstellt, ist mehr als eine haltlose Frechheit.

Wenn Du Dich in der Diskussion jetzt auf diesen unfairen Modus beschränken willst, sagt das vor allem etwas über Dich aus.

Eine Karte hast Du dann ja doch noch aus dem Ärmel gezogen - das Naturschutzprojekt Oostvaardersplassen und die Gänsevergasung in Holland als Argument gegen Wölfe im Thread "Wolfshysterie bekommt neue Nahrung?" in einem dänisch-deutschen Forum. Nun ja.

Hoffentlich erlauben uns die OT-Wächter dieses Forums trotzdem zwei kurze Anmerkungen dazu.

1. Warum sind die Verhältnisse der Nutztiere im Naturschutzgebiet Oostvaardersplassen nicht mit den von selbst eingewanderten Wölfen in Deutschland und Dänemarrk vergleichbar?

Weil die Koniks (Robustpferde), Heckrinder und Rothirsche auf einem begrenzten Areal künstlich angesiedelt worden sind, um die verbuschte Landschaft frei zu gestalten und somit Lebensräume für natürliche Arten zu schaffen. Die Tiere vermehren sich solange, bis das Nahrungsangebot erschöpft ist und die natürliche Selektion eintritt. Die überzähligen Tiere können nicht abwandern, sich ungehindert in den Niederlanden ausbreiten und neue Lebensräume suchen. Weil der natürliche Tod durch Schwäche oder Verhungern mit anschließender Verwertung des Kadavers durch Aasfresser, Greifvögel und kleinere Beutegreifer ein natürlicher, aber für manche Menschen nur schwer zu ertragender Anblick ist, wird sogar der Ruf laut, Wölfe dort anzusiedeln, um die künstliche Population der Nutztiere zu begrenzen und schwache und kranke Tiere frühzeitig zu "erlösen". Die Verantwortlichen erwarten, dass sich Wölfe von selbst einfinden. Hier wären Wölfe also durchaus erwünscht.

vgl.
taz, 19.08.2017: Menschengemachte Wildnis im Polder - Wie viel Ökosystem darf’s denn sein?
http://www.taz.de/!5419122/
Wikipedia: Oostvaardersplassen, https://de.wikipedia.org/wiki/Oostvaardersplassen[/size]

2. Was die auch bei Tierschützern umstrittene Gänsevergasung in den Niederlanden mit den Wölfen in Deutschland und Dänemark zu tun haben soll, erschließt sich ebenso wenig. Erstens sind Wölfe keine Zugvögel, die sich jahreszeitenabhängig in großen Formationen über die Kontinente hinweg bewegen und in großen Ansammlungen rasten. Zweitens stellen wildlebende Wölfe keine Gefährdung für die Flugsicherheit der Menschen dar, Tausende Gänse um den Flughafen Schiphol, dem drittgrößten in Europa, aber schon. Drittens werden die Gänse in den Niederlanden der Lebensmittelgewinnung zugeführt. In Deutschland werden jährlich rund 40 Mio. Schweine vor dem Schlachten in Schächten mit CO2-Begasung betäubt, ohne dass man sich hier über diese Methode echauffiert - obwohl auch sie bei dem Tier für ein paar Minuten Atemnot und Abwehrsymptome erzeugt. In Dänemark wird ebenfalls mit CO2 betäubt. Viertens tötet die niederländische Methode die Gänse immerhin zuverlässig, während der Abschuss von Tausenden von Tieren nicht nur einen enormen Eintrag von Bleischrot in die Umwelt zur Folge hat, sondern auch massenhaft Vögel verletzt, aber nicht tötet:

Zitat:
Bis zu 30 % aller Stockenten und 60 % aller Wildgänse treten den Rückweg aus den Winterquartieren in ihre Brutgebiete mit Bleischrot im Körper an. Die meisten Tiere sterben früher oder später qualvoll an den Verletzungen oder an Bleivergiftung.

Komitee gegen den Vogelmord e.V.: Endstation Deutschland - Zugvogeljagd zwischen Ostsee und Alpen http://www.komitee.de/content/aktionen- ... gvogeljagd


vgl.
Der Westen, 28.07.2015: Niederländer wollen Gänse vergasen
https://www.derwesten.de/panorama/niede ... 27125.html
RTL, 16.06.2015: Niederlande: Vergasung von Wildgänsen treibt Tierschützer auf die Barrikaden https://www.rtl.de/cms/niederlande-verg ... 47452.html
FAZ, 11.04.2016: Die Ohnmacht vor dem Tod http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft ... 69503.html
Landbrug af fødevarer: Slagtning af grise http://lf.dk/viden-om/foedevareprodukti ... neslagteri

Wenn man seine Informationsquellen überwiegend auf Jagdmagazine beschränkt, kann man also schon einmal ein verzerrtes Bild der Realität erhalten.

Zurück zu den Wölfen:
25örefan hat geschrieben:
Eine ungebremste, unregulierte Ausbreitung wird es nicht geben.


Das entscheiden letztlich rund 62 Mio. Wahlberechtigte in Deutschland, rund 4 Mio. in Dänemark und ingesamt rund 500 Mio. Unionsbürger in Europa - und nicht Du. :wink:


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 01.05.2018, 15:49 
Online
Mitglied
Benutzeravatar

Registriert: 30.07.2013, 22:31
Beiträge: 4507
Wohnort: Niedersachsen
DjM
Zitat:
Erst behauptest Du, wir hätten "Jäger/Pädophile betreffs Expertentum" verglichen und im folgenden Post wir hätten "Jägern grundsätzlich mit Pädophilen vergleichbare Neigungen" unterstellt. Tipp für Dich: Lies unseren Beitrag vom 30.04.2018 um 17:07 doch noch mal ganz genau durch und verstehe...
Allein die vermeintlich publikumswirksame beifallsheischende und provokante Nennung in einem Beitrag/ Atemzug reicht.
Wer mit seinen Worten für Verständnis werben will, sollte diese bedachter wählen, zumal wenn es sich um eine schriftliche Diskussion handelt.
Diesbezüglich solltet Ihr Euch an Eure eigene Kritik halten:
Zitat:
Wenn Du Dich in der Diskussion jetzt auf diesen unfairen Modus beschränken willst, sagt das vor allem etwas über Dich aus.
zumal ich mich nicht darauf „beschränkt“ habe.
DjM
Zitat:
...und verstehe unsere Kritik an einem System, das Lobbyisten und kleinen Interessengruppen die eigenmächtige Gestaltung ihrer eigenen Politik und ihrem eigenen Rechtsraum auf Kosten der Rechte Dritter ermöglicht und nicht dem Gemeinwohl und schon gar nicht den Opfern dient.

Diese Kritik habe ich wohl herausgehört und bin auch in der Lage sie ( trotz der Provokation) nachzuvollziehen. Allerdings wird in Bezug auf „die“ Jagd und „die“ Jäger auch hier unberechtigt pauschalisiert. Jagd und Jäger sind ein Teil unserer Gesellschaft, der in sich genauso inhomogen ist wie auch andere Teile derselben.
Solange sich eine eine Interessengruppe etc. an bestehende Gesetze hält, verhält sie sich in dem betreffenden Rechtsraum nicht eigenmächtig. Wer meint, das dieser Rechtsraum auf Kosten der Rechte Dritter besteht, dem Gemeinwohl widerspricht und Opfer fordert, der kann dem entgegenwirken, indem er versucht Einfluß auf diese Gesetze zu nehmen.
Zudem könnte jeder Nutztierhalter in gleicher Weise und damit allerdings genauso unkorrekt argumentieren.
DJM
Zitat:
Wenn man seine Informationsquellen überwiegend auf Jagdmagazine beschränkt, kann man also schon einmal ein verzerrtes Bild der Realität erhalten.

Zum einen beziehe ich meine Informationen nicht ausschließlich von dort, sondern finde u.a. dort meine eigene (vor allen Dingen ja auf die Nelange des Wolfes bezogen nicht kompromißlose) Meinung eher repräsentiert und zum anderen spricht es ja auch nicht gerade von unverzerrtem Realitätsinn, wenn man einem nicht genehme Quellen von vornherein ausschließt.

DjM
Zitat:
25örefan hat geschrieben:
„Eine ungebremste, unregulierte Ausbreitung wird es nicht geben.“


Das entscheiden letztlich rund 62 Mio. Wahlberechtigte in Deutschland, rund 4 Mio. in Dänemark und ingesamt rund 500 Mio. Unionsbürger in Europa - und nicht Du. :wink:

Einer solchen Entscheidung wird man sich in einer Demokratie beugen müssen.
Allerdings ist die Entscheidung, was eine Regulierung anbelangt bereits ansatzweise mit der Diskussion um Untergrenzen, Obergrenzen, günstiger Erhaltungszustand, Kapazitätsgrenzen etc. getroffen, auch wenn über Begriffsinterpretationen, Zahlen etc. (noch) keine Einigkeit besteht.
In diesem Zusammenhang plädiere ich für eine an unsere Kulturlandschaften angepasste Populationsuntergrenze markiert durch das Erreichen eines korrekt nach den bestehenden Richtlinien definierten günstigen Erhaltungszustandes.
Näheres (mit Quellenangaben) zum Thema Untergrenzen, Obergrenzen, günstiger Erhaltungszustand und welchen Spielraum die Gesetzesgrundlagen hergeben hier:
http://www.wolfszone.de/000main/texte/untergrenze.pdf

_________________
"Es sieht der Mensch die Welt fast immer durch die Brille des Gefühls, und je nach der Farbe des Glases erscheint sie ihm finster oder purpurhell."
H. C. Andersen
Bild
DK seit 1965
Nørre Vorupør, Blavand, Bjerregård, Stauning, Agger, Tranum Strand, Marielyst, Argab, Bornholm/Sømarken, Odense, Houvig, Søndervig, Bjerregård/Hegnet


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 01.05.2018, 16:28 
Offline
Moderator

Registriert: 08.07.2010, 21:09
Beiträge: 4141
Wohnort: Odense
Hejsa !
https://nordjyske.dk/nyheder/debatmoede ... d9035cd029
Med venlig hilsen
Hendrik77


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 01.05.2018, 16:51 
Offline
Mitglied
Benutzeravatar

Registriert: 11.08.2014, 17:00
Beiträge: 1721
Wohnort: Midtjylland/Ammerland
Interessant ist das Abstimmungsergebnis von 3662 Lesern des oben verlinkten Online-Artikels zu der Frage, was mit dem Wolf geschehen soll (Pro/Kontra):

62,62 Prozent stimmten für „Ja, die Wölfe sind für uns nicht gefährlich“
6,34 Prozent stimmten für Ja, aber die Zahl der Wölfe muss reguliert werden“
30,34 Prozent stimmten mit „Nein, Wölfe sind gefährlich für uns und Haustiere“
0,7 Prozent stimmten mit „Ich weiß es nicht“

Das vorläufige Abstimmungsergebnis ist erst nach erfolgter Abstimmung zu sehen!

_________________
Stell dir vor die Liebe deines Lebens geht an dir vorbei
und du schaust auf dein Smartphone.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 01.05.2018, 18:00 
Offline
Mitglied

Registriert: 25.09.2013, 14:48
Beiträge: 676
Wohnort: Lüneburger Heide
25örefan hat geschrieben:
Allerdings wird in Bezug auf „die“ Jagd und „die“ Jäger auch hier unberechtigt pauschalisiert. Jagd und Jäger sind ein Teil unserer Gesellschaft, der in sich genauso inhomogen ist wie auch andere Teile derselben.


Wo haben wir "unberechtigt pauschalisiert"??? Im Gegensatz zu Dir hat Hinnerk gründlicher gelesen:

Die jungen Mitteleuropäer hat geschrieben:
Manchem hiesigem Jäger scheint das egal zu sein - Hauptsache schießen.


Hinnerk hat geschrieben:
Stimmt. Natürlich gilt das nicht für alle Jäger. Deshalb ist das "Manchem" schon richtig. Allerdings ist die Zahl der Jäger, die man eher mit einer Wehrsportgruppe vergleichen könnte recht groß.


25örefan, würden wir uns unterhalten, würden wir Dich bitten, uns einfach mal zuzuhören, anstatt stereotype Feindbilder zu bedienen. Wir finden es enttäuschend, dass Du Dich in der Wolfsdebatte auf ein Niveau begeben hast, das in den einschlägigen sozialen Netzwerken gepflegt wird, die Du hier auch schon als "Quellennachweis" angeführt hast.

Wenn Du uns schon auf diese Weise angehen musst, dann halte Dich bitte an das von uns Geschriebene und dichte uns nicht ungerechtfertigt Pauschalisierungen an.

Und welche Beispiele wir für unsere Systemkritik anführen, ist immer noch unsere Sache. Wenn wir zwei Interessengruppen benennen, die jeweils Minderheiten darstellen (beide unter einem Prozent Bevölkerungsanteil) und deren Interessen mit anderen Gesetzen jeweils im Widerspruch stehen, lassen wir uns die politische und gesellschaftliche Debatte, die wir für notwendig erachten, nicht von Dir verbieten.

Ob ein Hobby, für das sich jeder Normalbürger ohne Jagdschein vor dem Tierschutzgesetz verantworten müsste, noch zeitgemäss ist, ist eine solche notwendige Debatte. Der "vernünftige Grund" für das Töten von Tieren steht nicht in Stein gemeißelt, sondern unterliegt einer juristischen Definition, die der Gesetzgeber anpassen kann, wenn sich dafür Mehrheiten finden. Derzeit sehen wir eine Diskrepanz zwischen jagdlicher Tradition und moderner Wildbiologie. Die Gesellschaft verharrt ja nicht auf den biologischen Erkenntnissen zu Zeiten des Reichsjagdgesetzes, sondern hat in mehr als 70 Jahren vielfältiges wissenschaftliches Wissen hinzugewonnen, das es erforderlch macht, manche Teile der Gesetzgebung einer gründlichen Überprüfung zu unterziehen - ob Dir das persönlich jetzt passt oder nicht. Die Rückkehr der Wölfe hat die Diskrepanz zwischen Tradition und Moderne noch erhöht, weil Rotkäppchen plötzlich wieder auferstanden ist, während die moderne Wissenschaft ganz andere Erkenntnisse über den "bösen" Wolf gewonnen hat. Die Wolfsdebatte macht es besonders deutlich, wie ungeeignet das Revierjagdsystem eigentlich ist und warum ein Wolfsmanagement nur bundesland- und nachbarländerübergreifend durch Wolfsexperten funktionieren kann, deren Entscheidungen auf reinen Fakten und nicht auf Minderheiteninteressen beruhen.

25örefan hat geschrieben:
Solange sich eine eine Interessengruppe etc. an bestehende Gesetze hält, verhält sie sich in dem betreffenden Rechtsraum nicht eigenmächtig.


Hält sie sich uneingeschränkt an bestehende Gesetze? Stellst Du auf den Videos von der illegalen Wolfstötung, die DR veröffentlicht hat, keine Verletzung bestehender Gesetze fest? Und was ist mit den 33 illegal geschossenen Wölfen in Deutschland und den Reaktionen darauf in den sozialen Medien?

Die jungen Mitteleuropäer hat geschrieben:
Seit 1990 war allein in Deutschland in 33 Fällen tot aufgefundener Wölfe eine illegale Tötung ursächlich - wobei die Dunkelziffer wesentlich höher sein dürfte, da das berühmte "Schießen, Schaufeln, Schweigen" oder auf dänisch "skyd, grav, ti" ja ganz ungeniert in den sozialen Medien propagiert wird.

Wenn aber ausgerechnet Menschen, die sich in durchaus beachtlicher Zahl weigern, unsere Gesetzgebung anzuerkennen und Selbstjsutiz für eine Art Grundrecht halten, legal Waffen besitzen dürfen und auch deren Verbände sich nicht immer deutlich und mit Ausdruck gegen solche Taten abgrenzen, ist es überfällig, dieses Treiben gesellschaftlich, politisch und juristisch trocken zu legen.


Wenn Du die Debatte über ein veraltetes Hobby als Diskriminierung der Jäger als homogene Masse empfindest, entspricht das lediglich Deiner persönlichen Empfindung oder ist vielleicht auch einfach nur kalkulierte Absicht, die aber mit unseren tatsächlichen Formulierungen nichts gemein hat.

Übrigens: Bei Boizenburg hat aktuell ein Jagdrevierinhaber mit seinem SUV einen Motocrossfahrer überfahren, der illegal den Waldweg benutzt hat. Der NDR berichtete gestern über ein Shetlandpony, das während einer Drückjagd in Niedersachsen in unmittelbarer Nähe seiner Koppel ein Auge verloren hat. Jagdunfälle führten demnach "immer wieder zu Streit und rechtlichen Auseinandersetzungen".

https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenb ... i5000.html
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ ... 12106.html

Ohne jetzt eine Bewertung der Gesetzlichkeit vorzunehmen, stellen solche Fälle schwere Eingriffe in die Rechte, das Leben, die Gesundheit und das Eigentum anderer Menschen dar.

Natürlich ist die gesellschaftliche Debatte notwendig, ob das Hobby einer Minderheit die massiven Beeinträchtigungen Dritter rechtfertigt.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 01.05.2018, 21:20 
Online
Mitglied
Benutzeravatar

Registriert: 30.07.2013, 22:31
Beiträge: 4507
Wohnort: Niedersachsen
DjM:
Zitat:
25örefan hat geschrieben:
Solange sich eine eine Interessengruppe etc. an bestehende Gesetze hält, verhält sie sich in dem betreffenden Rechtsraum nicht eigenmächtig.

Hält sie sich uneingeschränkt an bestehende Gesetze? Stellst Du auf den Videos von der illegalen Wolfstötung, die DR veröffentlicht hat, keine Verletzung bestehender Gesetze fest? Und was ist mit den 33 illegal geschossenen Wölfen in Deutschland und den Reaktionen darauf in den sozialen Medien?

Mein Zitat ist vollumfänglich zutreffend, daran ändert Eure Frage nichts.
Da Ihr ja mit Vorwürfen, was das unrichtige Lesen anbelangt nicht spart, möchte ich doch mal wissen, wo Ihr auch nur mit einem einzigen Wort gelesen habt, wo ich den illegalen Abschuss oder irgendeine andere illegale Tötung von Wölfen auch nur ansatzweise toleriert habe, ganz im Gegenteil.
Letztlich ist es mir gleich, wer zukünftig für die Regulierung des Wolfbestandes (und der wird nötig sein und ist wie oben ausgeführt je nach Mengenbemessung nach Obergrenze, Untergrenze, Erhaltungszustand vorgesehen) zuständig sein wird, ob nun Jäger (Euer stereotypes Feindbild, wo meines liegen soll, kann ich nicht erkennen) oder sonst eine Institution vornimmt.
Auch Eure Systemkritik in allen Ehren (und es ist ja nicht so, dass ich sie grundsätzlich in Abrede stelle), aber ich habe dies hier nicht zum Thema gemacht und sehe zweitens weiterhin, dass hier pauschal ge- und vorverurteilt und Stimmung gemacht wird.
Dazu tragen auch solche Nachsätze bei:
DjM:
Zitat:
Übrigens: Bei Boizenburg hat aktuell ein Jagdrevierinhaber mit seinem SUV einen Motocrossfahrer überfahren, der illegal den Waldweg benutzt hat. Der NDR berichtete gestern über ein Shetlandpony, das während einer Drückjagd in Niedersachsen in unmittelbarer Nähe seiner Koppel ein Auge verloren hat.

Hier werden Einzelne stellvertretend für ein ganze Gruppe genannt und dagegen verwahre ich mich genauso wie dagegen, wie wenn einzelne Straftaten von Ausländern, Asylanten, Flüchtlingen stellvertretend als innewohnende „Eigenheit“ der Gesamtheit derselben aufgezeigt werden.
Genauso verwahre ich mich gegen Anmerkungen, die ihr hier nochmal wiederholt habt:
Zitat:
Hinnerk hat geschrieben:
Stimmt. Natürlich gilt das nicht für alle Jäger. ... Allerdings ist die Zahl der Jäger, die man eher mit einer Wehrsportgruppe vergleichen könnte recht groß.
:
Und schon deshalb trifft auch dieses hier keinesfalls zu:
DjM
Zitat:
Wenn Du die Debatte über ein veraltetes Hobby als Diskriminierung der Jäger als homogene Masse empfindest, entspricht das lediglich Deiner persönlichen Empfindung oder ist vielleicht auch einfach nur kalkulierte Absicht, die aber mit unseren tatsächlichen Formulierungen nichts gemein hat.

Denn nicht die Debatte halte ich für Diskriminierung, sondern die Art und Weise.
DjM:
Zitat:
... warum ein Wolfsmanagement nur bundesland- und nachbarländerübergreifend durch Wolfsexperten funktionieren kann, deren Entscheidungen auf reinen Fakten und nicht auf Minderheiteninteressen beruhen.

Etwa ein Wolfsmanagement ohne Eingriffe und Regulierung? Was soll solch ein Management managen?
Welche (unabhängigen, nur den Fakten gehorchenden) Experten sollen, werden das hier in Deutschland wohl sein?
Und wer sagt, das Minderheiteninteressen und Fakten sich ausschließen?

Und zu guter Letzt:
DjM:
Zitat:
Der "vernünftige Grund" für das Töten von Tieren steht nicht in Stein gemeißelt, sondern unterliegt einer juristischen Definition, die der Gesetzgeber anpassen kann, wenn sich dafür Mehrheiten finden.
Wer könnte da anderer Auffassung sein? Gleiches trifft aber auch zu, wenn es um die Regulierung der Wölfe geht, ob nun zur Abschreckung oder zur Mengenbegrenzung.

_________________
"Es sieht der Mensch die Welt fast immer durch die Brille des Gefühls, und je nach der Farbe des Glases erscheint sie ihm finster oder purpurhell."
H. C. Andersen
Bild
DK seit 1965
Nørre Vorupør, Blavand, Bjerregård, Stauning, Agger, Tranum Strand, Marielyst, Argab, Bornholm/Sømarken, Odense, Houvig, Søndervig, Bjerregård/Hegnet


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 02.05.2018, 04:27 
Offline
Mitglied

Registriert: 23.02.2018, 13:11
Beiträge: 153
@25örefan: Dass bei Waschbären und Wölfen mit zweierlei Maß gemessen wird, habe ich doch nie bestritten, sondern umgekehrt sogar explizit erläutert. Ob die Maßnahmen zur Bejagung der Waschbären in irgendeiner Form sinnvoll/ zielführend sind, habe ich hingegen offen gelassen.

Dass ich oder andere den Jägern das Töten im passenden Kontext "gönne", ist schon eine sehr schräge Formulierung. Ich sehe die Jagd nicht pauschal als großes Übel und Jäger als Brutalos an aber bin für eine sinnvolle Ausgestaltung. Wenn unter dem Deckmantel der Jagd Töten aus niederen Trieben und in sadistischen Ausprägungen geschieht, dann gönne ich den Betreffenden eher einen Platz in der Geschlossenen. Anders als bspw ein Raubtier sollte ein Mensch sein Verhalten reflektieren und ggf regulieren können und wird sonst gerade mit Schusswaffe zur deutlich realeren Bedrohung für die Umwelt als der Wolf o.ä.. Spätestens wenn legale Privilegien wie der Gebrauch von Schusswaffen so missbraucht werden, dann muss mE konsequent die Eignung der Individuen hinterfragt und das entsprechende Recht beschnitten werden. Auch (aber nicht allein oder vorrangig) um vernünftige Vertreter der Jägerzunft nicht zu kompromittieren. Vor allem jedoch um vorzubeugen, dass das "Recht" (sic) auch in anderen Zusammenhängen in die eigene Hand genommen wird.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 02.05.2018, 14:19 
Offline
Mitglied

Registriert: 25.09.2013, 14:48
Beiträge: 676
Wohnort: Lüneburger Heide
25örefan hat geschrieben:
Da Ihr ja mit Vorwürfen, was das unrichtige Lesen anbelangt nicht spart, möchte ich doch mal wissen, wo Ihr auch nur mit einem einzigen Wort gelesen habt, wo ich den illegalen Abschuss oder irgendeine andere illegale Tötung von Wölfen auch nur ansatzweise toleriert habe, ganz im Gegenteil.


Wo und wann sollen wir so etwas behauptet haben? Dann aber auch mal Butter bei die Fische: Bitte zitiere uns die Stelle, an der wie geschrieben haben sollen, dass Du "den illegalen Abschuss oder irgendeine andere illegale Tötung von Wölfen auch nur ansatzweise toleriert" hättest.

25örefan hat geschrieben:
Etwa ein Wolfsmanagement ohne Eingriffe und Regulierung? Was soll solch ein Management managen?


Du hast offensichtlich noch nicht genau verstanden, was Wildtiermanagement bedeutet. Der Begriff ist nicht identisch mit Regulierung. Zunächst geht es um die Erfassung, Beobachtung, Dokumentation, Bestandszahlen, Verteilung, Verhalten, Auffälligkeiten, Probleme und die Entwicklung von Problemlösungen. "Eingriffe", wo sie notwendig erscheinen, sind aufgrund der geltenden Gesetzeslage bereits möglich und wurden auch schon durchgeführt. Dazu braucht der Wolf weder ins Jagdrecht aufgenommen noch allgemein "reguliert", sprich abgeschossen zu werden. Der Wolfsbestand muss nicht reguliert werden:

Zitat:
In einer gesättigten Wolfspopulation grenzt ein Wolfsterritorium an das andere.
Abwandernde Jungwölfe haben hier kaum eine Chance ein neues Rudel in einem unbesetzten Gebiet zu gründen, sondern müssen in der Regel darauf warten, dass eine Paarungsposition in einem bestehenden Rudel vakant wird. Die Anzahl der Wolfsfamilien in
einem bestimmten Gebiet stagniert bzw. fluktuiert um einen bestimmten Wert. [...]
Mit einem Ende des Populationswachstums ist erst mit Erreichen der Sättigung zu rechnen. Allerdings kann sich die Wachstumsrate bereits vorher abschwächen.

Bericht des Bundesumweltministeriums vom 28.10.2015, Ausschussdrucksache 18 (16) 313, Seite 9-10
https://www.bundestag.de/blob/393542/5e ... b-data.pdf


Zitat:
Es ist allgemeiner aktueller Wissenstand, dass sich die Wolfsdichte einer Region ganz eng dem Nahrungsangebot anpasst.
[...] Eine Regulierung der Wolfsbestände seitens des Menschen ist somit aktuell nicht erforderlich, der vernünftige Grund zum Töten
m. E. nicht gegeben. [...] Reine wirtschaftliche Interessen von Jägern stellen vor dem Hintergrund des strengen Schutzstatus des Wolfs und des Tierschutzgesetzes m. E. keinen vernünftigen Grund dar, Wölfe zu bejagen.

Dr. med. vet. Dipl. Biol. Birgit Mennerich-Bunge: Eine amtstierärztliche Sicht auf die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland, vet-impulse,
Amtstierärztlicher Dienst und Lebensmittelkontrolle, 23. Jahrgang – 4 / 2016

https://www.vetimpulse.de/fileadmin/use ... Wolfes.pdf


Zitat:
Zudem könnte eine Bejagung – sofern von unerfahrenen Personen ausgeführt – zur Zerstörung von Rudelstrukturen und damit eher zur Destabilisierung der örtlichen Verhältnisse beitragen. Ein territoriales Wolfspaar lässt keine fremden Wölfe in seinem Revier zu. Die Wolfsdichte des besetzten Territoriums ist stabil und pendelt sich auf das vorhandene Nahrungsangebot ein. Dieses ändert sich, wenn die adulten Tiere getötet werden (bereits im Alter von 5 bis 6 Monaten sind juvenile Wölfe nur noch schwer von adulten zu unterscheiden). In der Folge lösen sich stabile Territorien auf, fremde Wölfe versuchen das Revier zu besetzen. Die der Führung der
Eltern beraubten Jungwölfe haben keine Anleitung, verstärkte Wanderungen und flexiblere Beutewahl – insbesondere auf leicht erreichbare Nutztiere – wären vermutlich die Folge.

Dr. med. vet. Dipl. Biol. Birgit Mennerich-Bunge: Eine amtstierärztliche Sicht auf die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland, vet-impulse,
Amtstierärztlicher Dienst und Lebensmittelkontrolle, 23. Jahrgang – 4 / 2016

https://www.vetimpulse.de/fileadmin/use ... Wolfes.pdf


Genau das ließ sich ja im Landkreis Cuxhaven nach der Tötung der Fähe und dem Verschwundenwerden des Rüden eindrucksvoll beobachten.

Und mal ganz allgemein:
Jagd reguliert nicht: "Jägerlatein und Wildbiologie" - Vortrag von Prof. Dr. Josef H. Reichholf, 08.11.2013
https://www.youtube.com/watch?v=xeknVbfzT_w

Wenn Du der Meinung bist, dass Wildtierbestände ausufern würden, wenn der Mensch nicht ständig die Populationen durch Töten ausdünnt, schau doch einfach mal in Deinen Garten, und berichte uns von all den Igelplagen, Eichhörnchenplagen, Amselplagen, Meisenplagen, Rotkehlchenplagen und und und, denn die werden ja bekanntermaßen nicht abgeschossen.

25örefan hat geschrieben:
Hier werden Einzelne stellvertretend für ein ganze Gruppe genannt und dagegen verwahre ich mich genauso wie dagegen, wie wenn einzelne Straftaten von Ausländern, Asylanten, Flüchtlingen stellvertretend als innewohnende „Eigenheit“ der Gesamtheit derselben aufgezeigt werden.


Wenn Du als letzten Strohhalm zur Durchsetzung Deiner Ansichten "Ausländer, Asylanten, Flüchtlinge" instrumentalisieren musst, liegt diese fragwürdige Art der Argumentation allein in Deiner Verantwortung und wirft ein entsprechendes Licht allein auf Dich.

Jagd ist ein Hobby, für dessen Ausübung man sich entscheiden kann oder eben dagegen - und keine Hautfarbe, keine Religion und keine Herkunft und auch keine "Eigenheit". Wie gesagt, welche Bevölkerungsgruppen Du für Deine Zwecke instrumentalisierst, liegt allein in Deiner Verantwortung. Wir lassen uns auf das Niveau nicht ein.

Die beiden ganz aktuellen Beispiele und viele weitere von Jagdunfällen, bei denen Pferde, Rinder, Hunde, Esel, Schafe und traurigerweise auch immer wieder Menschen Opfer geworden sind, sollen darauf aufmerksam machen, dass von der Hobbyjagd selbst eine viel höhere Gefährdung ausgeht als vom Wolf, der seit seiner Rückkehr noch keinem Menschen ein Haar gekrümmt hat. Es ist doch absurd, zur "Bekämpfung" dieser marginalen Gefahr die Hobbybejagung als Mittel und damit noch deren Ausweitung zu fordern, wenn diese selbst in Zahlen messbar ein viel höheres Risiko darstellt.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 02.05.2018, 14:47 
Online
Mitglied
Benutzeravatar

Registriert: 30.07.2013, 22:31
Beiträge: 4507
Wohnort: Niedersachsen
DjM
Zitat:
Wo und wann sollen wir so etwas behauptet haben? Dann aber auch mal Butter bei die Fische: Bitte zitiere uns die Stelle, an der wie geschrieben haben sollen, dass Du "den illegalen Abschuss oder irgendeine andere illegale Tötung von Wölfen auch nur ansatzweise toleriert" hättest.

Hier:
DjM
Zitat:
Stellst Du auf den Videos von der illegalen Wolfstötung, die DR veröffentlicht hat, keine Verletzung bestehender Gesetze fest?

Wozu diese Frage, wenn ich mich schon vorher davon distanziert habe?

_________________
"Es sieht der Mensch die Welt fast immer durch die Brille des Gefühls, und je nach der Farbe des Glases erscheint sie ihm finster oder purpurhell."
H. C. Andersen
Bild
DK seit 1965
Nørre Vorupør, Blavand, Bjerregård, Stauning, Agger, Tranum Strand, Marielyst, Argab, Bornholm/Sømarken, Odense, Houvig, Søndervig, Bjerregård/Hegnet


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 02.05.2018, 15:18 
Offline
Mitglied

Registriert: 25.09.2013, 14:48
Beiträge: 676
Wohnort: Lüneburger Heide
Also hast Du uns einfach nur einen Satz unterstellt, den wir nie geschrieben haben.

Der Kontext lautete:

25örefan hat geschrieben:
Solange sich eine eine Interessengruppe etc. an bestehende Gesetze hält, verhält sie sich in dem betreffenden Rechtsraum nicht eigenmächtig.
Die jungen Mitteleuropäer hat geschrieben:
Hält sie sich uneingeschränkt an bestehende Gesetze? Stellst Du auf den Videos von der illegalen Wolfstötung, die DR veröffentlicht hat, keine Verletzung bestehender Gesetze fest? Und was ist mit den 33 illegal geschossenen Wölfen in Deutschland und den Reaktionen darauf in den sozialen Medien?


Aus unseren drei einfachen (rhetorischen) Fragen hast Du dann künstlich diese Unterstellung gebastelt:

25örefan hat geschrieben:
... möchte ich doch mal wissen, wo Ihr auch nur mit einem einzigen Wort gelesen habt, wo ich den illegalen Abschuss oder irgendeine andere illegale Tötung von Wölfen auch nur ansatzweise toleriert habe, ganz im Gegenteil.


Wir haben nie behauptet, dass Du illegale Tötungen von Wölfen tolerieren würdest. Das hast Du Dir selbst einfach nur ausgedacht, denn ein entsprechendes Zitat von uns kannst Du ja auch nicht nennen.

Bleib' doch einfach bei der Wahrheit. Es steht Dir frei, uns für die Dinge zu kritisieren, die wir geschrieben haben, aber nicht für Formulierungen und Aussagen, die wir nie getroffen haben.

Wenn ausgerechnet Du Dich über die "Art und Weise" der Debatte beschwerst, solltest Du Deine eigenen Diskussionsstil noch mal kritisch reflektieren.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 02.05.2018, 15:56 
Offline
Moderator

Registriert: 08.07.2010, 21:09
Beiträge: 4141
Wohnort: Odense
Hejsa !
U.a. durch solche Meldungen nimmt auch in Dänemark die Diskussion auch wieder Fahrt auf.
https://www.jv.dk/udland/Ulveangreb-kos ... el/2607198
https://nordjyske.dk/plus/debatmoede-la ... 9fdba63915
https://nordjyske.dk/nyheder/ulvefrygt- ... fce27dd41a
Med venlig hilsen
Hendrik77


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 02.05.2018, 18:00 
Offline
Mitglied
Benutzeravatar

Registriert: 22.05.2013, 18:29
Beiträge: 734
Wohnort: Hamburg
25örefan hat geschrieben:
DjM:
Zitat:
Übrigens: Bei Boizenburg hat aktuell ein Jagdrevierinhaber mit seinem SUV einen Motocrossfahrer überfahren, der illegal den Waldweg benutzt hat. Der NDR berichtete gestern über ein Shetlandpony, das während einer Drückjagd in Niedersachsen in unmittelbarer Nähe seiner Koppel ein Auge verloren hat.


Hier werden Einzelne stellvertretend für ein ganze Gruppe genannt und dagegen verwahre ich mich genauso wie dagegen, wie wenn einzelne Straftaten von Ausländern, Asylanten, Flüchtlingen stellvertretend als innewohnende „Eigenheit“ der Gesamtheit derselben aufgezeigt werden.


Ja, ich auch!

Nicht jeder Motorradfahrer fährt illegal durch den Wald!
Klingt ja fast so, als wären alle Motorradfahrer Verbrecher...

_________________
Es gibt ja nicht nur Idioten auf dieser Welt.....
aber irgendwie schaffen sie es, sich strategisch so zu platzieren, das mir jeden Tag einer über den Weg läuft.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 02.05.2018, 18:55 
Online
Mitglied
Benutzeravatar

Registriert: 30.07.2013, 22:31
Beiträge: 4507
Wohnort: Niedersachsen
Die jungen Mitteleuropäer hat geschrieben:
Also hast Du uns einfach nur einen Satz unterstellt, den wir nie geschrieben haben.

Der Kontext lautete:

25örefan hat geschrieben:
Solange sich eine eine Interessengruppe etc. an bestehende Gesetze hält, verhält sie sich in dem betreffenden Rechtsraum nicht eigenmächtig.
Die jungen Mitteleuropäer hat geschrieben:
Hält sie sich uneingeschränkt an bestehende Gesetze? Stellst Du auf den Videos von der illegalen Wolfstötung, die DR veröffentlicht hat, keine Verletzung bestehender Gesetze fest? Und was ist mit den 33 illegal geschossenen Wölfen in Deutschland und den Reaktionen darauf in den sozialen Medien?


Aus unseren drei einfachen (rhetorischen) Fragen hast Du dann künstlich diese Unterstellung gebastelt:

25örefan hat geschrieben:
... möchte ich doch mal wissen, wo Ihr auch nur mit einem einzigen Wort gelesen habt, wo ich den illegalen Abschuss oder irgendeine andere illegale Tötung von Wölfen auch nur ansatzweise toleriert habe, ganz im Gegenteil.


Wir haben nie behauptet, dass Du illegale Tötungen von Wölfen tolerieren würdest. Das hast Du Dir selbst einfach nur ausgedacht, denn ein entsprechendes Zitat von uns kannst Du ja auch nicht nennen.

Bleib' doch einfach bei der Wahrheit. Es steht Dir frei, uns für die Dinge zu kritisieren, die wir geschrieben haben, aber nicht für Formulierungen und Aussagen, die wir nie getroffen haben.

Wenn ausgerechnet Du Dich über die "Art und Weise" der Debatte beschwerst, solltest Du Deine eigenen Diskussionsstil noch mal kritisch reflektieren.

Das Zitat habe ich benannt, ob Eure Frage nun rhetorisch war oder nicht.

_________________
"Es sieht der Mensch die Welt fast immer durch die Brille des Gefühls, und je nach der Farbe des Glases erscheint sie ihm finster oder purpurhell."
H. C. Andersen
Bild
DK seit 1965
Nørre Vorupør, Blavand, Bjerregård, Stauning, Agger, Tranum Strand, Marielyst, Argab, Bornholm/Sømarken, Odense, Houvig, Søndervig, Bjerregård/Hegnet


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 02.05.2018, 19:35 
Offline
Moderator

Registriert: 08.07.2010, 21:09
Beiträge: 4141
Wohnort: Odense
@all
Aus diesem Thread wurde ein Beitrag wegen OT gemeldet. Ich schliesse jetzt erstmal nur die Meldung.
Bitte beim Thema laut Ûberschrift bleiben, Zitate auf das notwendigste beschränken und wer sich über Glaubwürdigkeit und/oder Verhalten bei einer Diskussion austauschen möchte kann dies ja per PN tun. Diesen Beitrag bitte auch nicht zitieren und evtl. Nachfragen ggf. per PN.
Med venlig hilsen
Moderator Hendrik77


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 684 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1 ... 41, 42, 43, 44, 45, 46  Nächste

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Google [Bot] und 6 Gäste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de