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BeitragVerfasst: 24.10.2015, 16:18 
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Habe gerade dise sehr interessante Artikel gelesen:

http://www.kristeligt-dagblad.dk/danmar ... itisk-vold

und ich finde, die passt irgendwie hier im Forum. In Schweden hat man ja gerade ein racistisch motivierter Überfall auf eine Schule gesehen und in den letzten paar Monaten sind mehr als 10 Flüchtlingsunterkünften niedergebrannt worden. Dagegen haben wir ja in DK eigentlich kein "Gewalt von Rechts" erlebt.

Der Artikel stellt nun die Frage, warum das so ist? Die These ist, dass es mit der Meinungsfreiheit zu tun hat. In DK darf man extreme Meinungen öffentlich Äußern. Daher müssen die Extremisten nicht zur Gewalt greifen, um ihre Meinungen kund zu tun.

In Schweden unterliegen die Medien dagegen eine strenge Eigen-Zensur. Hier werden keine extremen Meinungen geduldet. Wer eine extremistische Meinung kundtun will, kann es also nur durch einen Gewalttat erreichen.

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BeitragVerfasst: 24.10.2015, 18:35 
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Interessante These.
Genauso wie die Frage, ob man links-oder rechtsextremistische Gruppierungen besser nicht verbieten sollte, weil sie, solange sie öffentlich agieren, besser zu beobachten und zu kontrollieren sind, als wenn man sie in den Untergrund abtauchen lässt.

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BeitragVerfasst: 25.10.2015, 18:57 
Die Frage ist eher, wieso man sie überhaupt verbieten sollte...


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BeitragVerfasst: 26.10.2015, 07:50 
Im Artikel wird Deutschland übrigens als Beispiel parallel mit Schweden erwähnt, also dafür, dass man mit einem abgedämpten Debatkultur ein Eigentor macht, welches sich in mehr Attentaten auszahlt. Oder "selber Schuld" um es direkt zu sagen...


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BeitragVerfasst: 26.10.2015, 08:23 
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Ist Schweden wirklich so restriktiv?
Eine Analyse zum Attentat in der FAZ sieht das anders:
Zitat:
Dass die schwedischen Rechtsextremen ihre Botschaften vergleichsweise ungestört von der Justiz verbreiten dürfen, hat Tradition. Das Recht auf freie Meinungsäußerung wird in Schweden großzügig ausgelegt

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... 72888.html

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BeitragVerfasst: 26.10.2015, 09:15 
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Oberflächlich gesehen kann man das vielleicht so sehen. Es stimmt natürlich, dass es in Schweden formal gesehen Meinungsfreiheit gibt. Die Justiz wird niemanden wegen "Volksverhetzung" oder ähnliches einsperren.

Der entscheidende Punkt ist aber, dass dies gar nicht notwendig ist - weil es eine extreme und sehr umfassende Eigen-Zensur in den Medien gibt. Hier gibt es z.B. eine alte Artikel (2002) aus Kristeligt Dagblad, wo das schon angesprochen wurde.

Es geht hier um ein Papier herausgegeben von der Leitung des schwedischen Staatsfernsehens. Es gab damals Wahlen in Schweden. Dabei wird gegenüber den Journalisten des Hauses eingeschärft, dass sie in der Berichterstattung über die Partei Sverigesdemokraterne (jetzt die zweitstärkste Kraft im Lande) nicht neutral sein dürfen. Wenn die Partei genannt wird, muss der Journalist immer "die fremdenfeindliche Sverigesdemokrater" sagen und die Partei soll weniger Sendezeit als alle andere Parteien bekommen.

In DK gilt so etwas als absolut ungehäuerlich.

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BeitragVerfasst: 26.10.2015, 09:44 
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Trotzdem wird die Pressefreiheit von "Reporter ohne Grenzen" in einer weltweiten Rangliste in in fast gleichen obersten Rängen ( DK Platz 3, S Platz 5) eingeordnet.
https://www.reporter-ohne-grenzen.de/fi ... t_2015.pdf

Zitat:
Die Rangliste der Pressefreiheit (englisch Press Freedom Index) ist eine Bewertung der Pressefreiheit in fast allen Staaten der Welt und wird von der Nichtregierungsorganisation Reporter ohne Grenzen auf der Grundlage von Fragebögen erstellt...

...Für die Rangliste werden weltweit Fragebögen an ihre Partnerorganisationen (Organisationen, die sich weltweit für Pressefreiheit einsetzen), an ihr aus Korrespondenten bestehendes Netzwerk sowie an Journalisten, Forscher, Juristen und Menschenrechtler verteilt.[2]


https://de.m.wikipedia.org/wiki/Ranglis ... sefreiheit

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BeitragVerfasst: 26.10.2015, 12:51 
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Und das stimmt auch - rein Theoretisch.

Es gibt kein staatlicher Zensur, aber es gibt wie gesagt eine extreme Eigen-Zensur in den Medien.

Es ist ja nicht eine staatliche Zensur-Behörde, die vorschreibt, dass 50 Jahre alte Ausgaben aus Pippi Langstrumpf eingestampft werden müssen, weil darin das Wort Negerkönig vorkommt - es ist der Verlag bzw. die Büchereien.

Oder hier: http://www.mx.dk/nyheder/global/story/25798011

Der Ornitologische Verein in Schweden hat entschieden, dass der Vogel "Kafferseglar" ab sofort "Vitgumpseglar" heissen muss. Dieser Vogel ist zwar nur ein einziges Mal in Schweden gesehen worden, aber falls er mal wieder kommen sollte, dann könnte das Wort Kaffer von Menschen in Südafrika als diskriminierend empfunden werden.

Oder etwas anderes:
http://www.expressen.se/nyheter/flera-s ... -pa-farja/
http://www.gp.se/nyheter/sverige/1.2617 ... jevaldtakt
http://www.vk.se/1376854/sex-svenskar-g ... r-valdtakt
http://sverigesradio.se/sida/artikel.as ... el=6082549

Eine Frau aus Finland wurde auf der Fähre nach Stockholm am 1. Feb. 2015 überfallen und vergewaltigt. Laut alle große schwedische Zeitungen waren die Täter 6 oder 8 schwedische Männer. Beachte bitte, wie in mehrere dieser Artikel von den grossen Medien in Schweden extra betont wird, dass die Täter Schweden waren.

Das Problem an der Sache ist, dass es in Wirklichkeit 4 Somalier waren. Sie waren auch nicht schwedische Staatsangehörige, sondern es waren Somalier, die in Schweden wohnten. Für die grosse schwedische Medien wäre es aber undenkbar zu schreiben, dass es Somalier waren. Man konnte nichtmal die Nationalität weglassen, sondern man musste die Unwahrheit schreiben.

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BeitragVerfasst: 26.10.2015, 13:17 
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Lars J. Helbo hat geschrieben:
Und das stimmt auch - rein Theoretisch.

Es gibt kein staatlicher Zensur, aber es gibt wie gesagt eine extreme Eigen-Zensur in den Medien.

Es ist ja nicht eine staatliche Zensur-Behörde, die vorschreibt, dass 50 Jahre alte Ausgaben aus Pippi Langstrumpf eingestampft werden müssen, weil darin das Wort Negerkönig vorkommt - es ist der Verlag bzw. die Büchereien.

Oder hier: http://www.mx.dk/nyheder/global/story/25798011

Der Ornitologische Verein in Schweden hat entschieden, dass der Vogel "Kafferseglar" ab sofort "Vitgumpseglar" heissen muss. Dieser Vogel ist zwar nur ein einziges Mal in Schweden gesehen worden, aber falls er mal wieder kommen sollte, dann könnte das Wort Kaffer von Menschen in Südafrika als diskriminierend empfunden werden.

Oder etwas anderes:
http://www.expressen.se/nyheter/flera-s ... -pa-farja/
http://www.gp.se/nyheter/sverige/1.2617 ... jevaldtakt
http://www.vk.se/1376854/sex-svenskar-g ... r-valdtakt
http://sverigesradio.se/sida/artikel.as ... el=6082549

Eine Frau aus Finland wurde auf der Fähre nach Stockholm am 1. Feb. 2015 überfallen und vergewaltigt. Laut alle große schwedische Zeitungen waren die Täter 6 oder 8 schwedische Männer. Beachte bitte, wie in mehrere dieser Artikel von den grossen Medien in Schweden extra betont wird, dass die Täter Schweden waren.

Das Problem an der Sache ist, dass es in Wirklichkeit 4 Somalier waren. Sie waren auch nicht schwedische Staatsangehörige, sondern es waren Somalier, die in Schweden wohnten. Für die grosse schwedische Medien wäre es aber undenkbar zu schreiben, dass es Somalier waren. Man konnte nichtmal die Nationalität weglassen, sondern man musste die Unwahrheit schreiben.


Ist solch eine Berichterstattung nur in Schweden möglich, oder wird sie auch schon in anderen Ländern praktiziert und wo wird es hinführen wenn die Menschen mit solchen zensierten Meldungen gefüttert werden, könnte das nicht zu einem riesigen Verlust der Glaubwürdigkeit der Medien führen ??

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Dieter Gropp


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BeitragVerfasst: 26.10.2015, 15:19 
Es ist ja nicht ohne Grund, dass wir Dänen "svenske tilstande" (und "amerikanske tilstande") nicht als erstebenswert sehen.


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BeitragVerfasst: 26.10.2015, 15:20 
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Zitat:
Ist solch eine Berichterstattung nur in Schweden möglich, oder wird sie auch schon in anderen Ländern praktiziert und wo wird es hinführen wenn die Menschen mit solchen zensierten Meldungen gefüttert werden, könnte das nicht zu einem riesigen Verlust der Glaubwürdigkeit der Medien führen ??

Diese Frage hast Du ja wohl nicht ernst gemeint??? Oder bist Du wirklich so naiv und glaubst
tatsächlich, dass alles, was z. B. in den deutschen Medien erscheint, der Wahrheit entspricht?

Ich habe heute morgen nach einem Artikel des Handelsblatts gesucht, den ich gestern gelesen
hatte. Trotz der gleichen Schlagworte "Merkel Flüchtlingspolitik" habe ich das Teil nicht wieder
gefunden, aber beim scrollen mal wieder festgestellt, dass die FAZ, Süddeutsche, der Spiegel,
die Zeit usw. sehr unterschiedlichen "Auffassungen" davon haben (oder soll ich besser sagen
"Wahrheiten verbreiten"?), wie beliebt unsere Angie aktuell ist. Da ist von 36 % bis 82 % die
Rede. Ich will das jetzt nicht weiter ausführen, war nur als ein Beispiel dafür gedacht, wie
"glaubhaft" zumindest deutsche Medien sind.

Hilsen
Johanna


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BeitragVerfasst: 26.10.2015, 16:52 
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Johanna* hat geschrieben:
Zitat:
Ist solch eine Berichterstattung nur in Schweden möglich, oder wird sie auch schon in anderen Ländern praktiziert und wo wird es hinführen wenn die Menschen mit solchen zensierten Meldungen gefüttert werden, könnte das nicht zu einem riesigen Verlust der Glaubwürdigkeit der Medien führen ??

Diese Frage hast Du ja wohl nicht ernst gemeint??? Oder bist Du wirklich so naiv und glaubst
tatsächlich, dass alles, was z. B. in den deutschen Medien erscheint, der Wahrheit entspricht?

Hilsen
Johanna


Ja diese Frage war schon ernst gemeint und warum soll ich naiv sein ?

Ich habe mich wie du sicher gesehen hast auf den Beitrag von Lars J. Helbo bezogen und dieser Aussage bezogen.

Zitat:
Eine Frau aus Finland wurde auf der Fähre nach Stockholm am 1. Feb. 2015 überfallen und vergewaltigt. Laut alle große schwedische Zeitungen waren die Täter 6 oder 8 schwedische Männer. Beachte bitte, wie in mehrere dieser Artikel von den grossen Medien in Schweden extra betont wird, dass die Täter Schweden waren.

Das Problem an der Sache ist, dass es in Wirklichkeit 4 Somalier waren. Sie waren auch nicht schwedische Staatsangehörige, sondern es waren Somalier, die in Schweden wohnten. Für die grosse schwedische Medien wäre es aber undenkbar zu schreiben, dass es Somalier waren. Man konnte nichtmal die Nationalität weglassen, sondern man musste die Unwahrheit schreiben.


Warum ist es naiv zu fragen das so etwas in anderen Länder in Europa und in Deutschland auch möglich ist, das der Leser bewusst belogen wird, das Täter eine andere Nationalität erhalten, weil man die wahre Identität nicht bekannt geben darf, sind dir Beispiel bekannt wo das in Deutschland so gemacht wurde, wenn das wirklich so ist und du das belegen kannst, dann scheine ich wohl wirklich ein bisschen zu gutgläubig zu sein.

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BeitragVerfasst: 26.10.2015, 20:59 
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Es gibt noch andere Fragen, die man stellen kann.
Kann das explizite Hinweisen in der Berichterstattung auf die Nationalität (Religion,Hautfarbe, soziale Schicht etc.) von Straftätern, nicht auch gewaltbereite Personen "ermuntern" gegen Menschen, die der gleichen Nationalität etc. angehören wie auch immer geartet vorzugehen, weil sie sich in ihren Vorurteilen bestätigt und gerechtfertigt sehen?
Das soll nicht heißen, dass wie in dem von Lars geschildertem Fall Ausländern möglicherweise aus überinterpretierter political correctness eine andere Nationalität "verpasst" werden soll, aber was spielt es für eine Rolle, welcher Nationalität etc. in einem Vergewaltigungsfall der Täter oder auch das Opfer angehört und warum sollte sie in einem solchen Zusammenhang überhaupt erwähnt werden?

Und noch eine Frage zum eigentlichen Thema Meinungsfreiheit als Mittel zur Gewaltverhinderung.
Wie weit darf die Meinungsfreiheit gegenüber anderen Gütern gehen.
Wo sind die Grenzen der Meinungsfreiheit? Darf sie soweit gehen, dass sie gegen geltende Gesetze verstößt, die Meinungsfreiheit anderer einschränkt oder auch deren Glaube, Ehrgefühl etc. verletzt?
Kann Meinungsfreiheit, wie sie z.B. in sozialen Medien vielfach ungehemmt praktiziert wird, nicht auch genau das Gegenteil bewirken, nämlich Gewalt heraufbeschwören und muß die Meinungsfreiheit deshalb nicht auch gesellschaftlich festgelegten Einschränkungen unterliegen?

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BeitragVerfasst: 26.10.2015, 21:46 
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Zitat:
Kann das explizite Hinweisen in der Berichterstattung auf die Nationalität (Religion,Hautfarbe, soziale Schicht etc.) von Straftätern, nicht auch gewaltbereite Personen "ermuntern" gegen Menschen, die der gleichen Nationalität etc. angehören wie auch immer geartet vorzugehen, weil sie sich in ihren Vorurteilen bestätigt und gerechtfertigt sehen?
Das soll nicht heißen, dass wie in dem von Lars geschildertem Fall Ausländern möglicherweise aus überinterpretierter political correctness eine andere Nationalität "verpasst" werden soll, aber was spielt es für eine Rolle, welcher Nationalität etc. in einem Vergewaltigungsfall der Täter oder auch das Opfer angehört und warum sollte sie in einem solchen Zusammenhang überhaupt erwähnt werden?


Wenn bestimmte Nationalitäten überdurchschnittlich oft bei bestimmten Straftaten auffallen, so WILL ich das wissen. Schon für meinen Eigenschutz. Oder auch um vllt. meine eigenen Vorurteile überprüfen zu können: Kriminalstatistiken - wären Sie nicht wg. PC gefälscht (Gute Freundin von mir ist Kriminalhauptkommisarin mit "Migrationshintergrund" - was die einem zu dem Thema erzählen kann ist einfach nur noch widerlich) - wären da sehr gut geeignet. Wenn zum Beispiel "die Türken" unterdurchschnittlich bei Verbrechen repräsentiert wären, könnte "man" seine evtl vorhandene schlechte Meinung über Türken doch revidieren ? (Nochmal, soll nur ein Beispiel sein) Kann es sein es da Befürchtungen gibt, weil die Tendenz evtl. eine andere ist ???? Na??? Ich empfehle ein Gespräch mit Polizisten, das könnte so manche rosarote Brille entfärben....

In dem Zusammenhang mal provokant gefragt: wenn z.bsp. dunkelhäutige Menschen nicht überdurchschnittlich in Erscheinung treten, dann gibts kein Problem. Interessanterweise hört und liest man beispielsweise nichts von "Ehrenmorden" durch nicht-muslimische Väter, gleichwohl kommen diese vor....durch wen wohl ausgeführt ? Wie rechtfertigst Du denn eine Nichtberichterstattung über diese menschenverachtende Schweinerei, die keinen Druck aufbaut und damit das Problem nicht beseitigt ? (Schlussendlich ist es immer der Druck der Medien, die Probleme "in den Fokus" rückt und damit eine Lösung anmahnt)

Was Du willst ist ein komplettes Ignorieren der Probleme, wie ein kleines Kind das im Dunkeln angst hat, die Augen zumacht mit der für sich schlüssigen Begründung: "was ich nicht sehe, sieht mich auch nicht".... funktioniert nur leider nicht.

Diese PC ist das größte Übel von allen und bevor wir endgültig zur DDR 2.0 werden, hoffe ich auf einen Volksaufstand...(vermutlich vergeblich)

Gewaltbereite Personen sind... genau: Gewaltbereit. Nem Hool ists egal wen Er prügelt, Hauptsache geprügelt.

Wieweit Meinungsfreiheit gehen darf ist ja Grundsätzlich in D per Gesetz geregelt, das eigentliche Problem ist doch, das die Grünen/Linken/sonstige vermurkste Gutmenschen die Deutungshoheit darüber beanspruchen, was eine erlaubte Meinung ist (nämlich Ihre) und was keine opportune Meinung ist und alles was ihnen nicht passt, direkt in die unerlaubte Ecke stellen wollen. (das können Rechte auch, aber besonders impertinent empfinde ich es bei Leuten die ständig und immer "Toleranz" schreien, selber aber komplett intolerant sind)

Wer zur Gewalt gegen bestimmte Personen oder Personengruppen aufruft - wer also zum Beispiel sagt: "Tod allen Syrischen Flüchtlingen" -der ist ein Straftäter. Da brauchts keine neue oder schärfere Gesetzgebung. Da muss der Laberhannes von Justizminister halt einfach mal durchgreifen... interessanterweise spricht der nette Herr derzeit nur von Rechten, kopfabhackende Gotteskrieger kommen in dem Zusammenhang nicht vor ... qui bono ?

Wenn ich sage: "ich will eine Begrenzung des Zuzugs von Flüchtlingen weil wir es schon rein Wirtschaftlich nicht stemmen können, jedes Jahr Millionen aufzunehmen", dann werde ich von einigen deiner Glaubensbrüder bereits in die rechte Ecke gestellt - obschon meine Meinung ganz Objektiv betrachtet nicht straffähig ist.

Diese Tendenz, speziell der Linken, alles mit Ihren Totschlag-Argumenten "Nazis" etc. abzuwürgen, verkehrt die Demokratie in Ihr Gegenteil und deswegen halte ich die Grünen auch für Faschisten.


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BeitragVerfasst: 26.10.2015, 22:26 
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Beiträge: 139
Zitat:
Wo sind die Grenzen der Meinungsfreiheit?
Steht in nem Gesetzbuch...kann man nachlesen.

Zitat:
Darf sie soweit gehen, dass sie gegen geltende Gesetze verstößt
Nein

Zitat:
die Meinungsfreiheit anderer einschränkt
Nein, aber wie soll das gehen ? Kann Dir zehnmal schreiben das deine Meinung verboten gehört, biste deswegen ruhig ? Natürlich net.

Zitat:
oder auch deren Glaube, Ehrgefühl etc. verletzt?
Ganz klar ja. Wo kommen wir denn da hin, das dann jeder für sich, möglichst noch im Menstruationszyklus festlegt (Schabernack, schon wieder unPC gewesen, sorry) was gerade okay wäre oder nicht... bin gerade der Nichtsteuerzahlkirche beigetreten, Herr Schäuble, Ihr Steuerbescheid beleidigt mich in mienm Glauben, I zahl ned....? Mohammedkarikaturen - ganz klar von der Meinungsfreiheit gedeckt. Wie der gerne genutzte Begriff "Kuffar", der eigentlich eine Beleidigung aber eben auch ne Zustandsbeschreibung ist, auch gedeckt. (Obwohl ich Ungläubiger eigentlich schon wieder als Lob empfinde)

Wer das in Frage stellt, kann direkt den Rechtsstaat abschaffen.

Guter Geschmack und Erziehung sind wiederum was anneres.


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