www.dk-forum.de

Das Diskussionsforum für Dänemarkfreunde.
Aktuelle Zeit: 16.10.2019, 16:11

 

Fuer Datenschutzerklaerung
hier klicken


Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 77 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3, 4, 5, 6  Nächste
Autor Nachricht
BeitragVerfasst: 24.06.2016, 09:18 
Offline
Mitglied

Registriert: 13.12.2014, 11:36
Beiträge: 29
... so, die Thomis haben den "Brexit" "durchgezogen".... nun müsste Dänemark als nächstes folgen!


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 24.06.2016, 09:29 
Offline
Mitglied
Benutzeravatar

Registriert: 15.06.2016, 12:34
Beiträge: 36
Wohnort: im Teltow, Mark/Land Brandenburg
Nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird.

Prognose: Wir erleben die Wiedervereinigung Nordirlands mit Irland, Schottland wird unabhängig. Irland bleibt in der EU und Schottland wird EU-Mitglied.
Hoffnung: Die EU reformiert sich, achtet das Selbstbestimmungsrecht, wird föderal, subsidiär, bürgernah und demokratisch.

Alternative: GB bleibt wie es ist und wird gegenüber der EU einen Status einnehmen, wie ihn Norwegen oder die Schweiz schon heute haben. Das könnte dann allerdings auch Anlaß für andere, z.B. Dänemark und die Niederlande sein, den britischen Weg zu gehen. Das wäre schade!

Also erstmal Abwarten und Tee trinken!


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 24.06.2016, 10:35 
Offline
Mitglied
Benutzeravatar

Registriert: 24.01.2007, 22:23
Beiträge: 1577
Wohnort: Nordjylland
Nun haben es die Briten geschafft und sind raus.
In welchem Land kommt der nächste Volksentscheid.
Frankreich , Holland oder Dänemark ???
Der Zerfall der EU ist wohl nicht mehr zu stoppen.

_________________
Der Teufel ist nicht so schwarz, wie man ihn malt


Zuletzt geändert von breutigams am 24.06.2016, 10:44, insgesamt 2-mal geändert.

Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 24.06.2016, 10:40 
Offline
Mitglied
Benutzeravatar

Registriert: 30.07.2013, 22:31
Beiträge: 5947
Wohnort: Niedersachsen
Sören_NF hat geschrieben:
... so, die Thomis haben den "Brexit" "durchgezogen".... nun müsste Dänemark als nächstes folgen!

Soviel mal zur Volksabstimmung zum Brexit. Erst abstimmen, dann zur Tragweite der Entscheidung informieren. Wohl kaum der richtige Weg :roll:
Bild
Hoffentlich sind sich die Dänen im Falle eines Volksentscheids mehr bewußt über was sie da abstimmen und welche ( auch negativen) Konsequenzen ein EU-Ausstieg haben wird :idea:

_________________
"Es sieht der Mensch die Welt fast immer durch die Brille des Gefühls, und je nach der Farbe des Glases erscheint sie ihm finster oder purpurhell."
H. C. Andersen
Bild
DK seit 1965
Nørre Vorupør, Blavand, Bjerregård, Stauning, Agger, Tranum Strand, Marielyst, Argab, Bornholm/Sømarken, Odense, Houvig, Søndervig, Bjerregård/Hegnet


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 24.06.2016, 11:14 
Offline
Mitglied
Benutzeravatar

Registriert: 01.05.2016, 09:22
Beiträge: 53
Wohnort: Syddanmark
Im Gegensatz zu Grossbritannien gibt es die nordische Allianz fuer DK-SE-NO :wink:

_________________
Med venlig hilsen fra sønderjyske Tinglev


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 24.06.2016, 11:58 
Offline
Moderator

Registriert: 08.07.2010, 21:09
Beiträge: 5666
Wohnort: Odense
breutigams hat geschrieben:
Der Zerfall der EU ist wohl nicht mehr zu stoppen.


Hejsa !
Ich gehe einfach mal davon aus das es die EU nach meinen Sommerferien noch gibt. :wink:
Jetzt werden erstmal diverse Prozesse in Gang gesetzt um den Brexit auch rein bürokratisch zu vollenden.
Gleichzeitig gibt es für diverse Länder u.a. Dänemark die Möglichkeit es Großbritannien gleich zu tun oder die EU dementsprechend zu verändern das es nicht dazu kommt. Da gibt es ja viele verschiedene Möglichkeiten bzw. Chancen, aber da wird sicher nicht nächste Woche eine Volksabstimmung in Dänemark stattfinden.
Für mich persönlich als in Dänemark lebende Person mit deutscher Staatsbürgerschaft wird sich kurzfristig glaube ich nichts ändern. Mein Geld habe nicht an der Börse investiert und somit sehe ich kein Grund in Panik zu verfallen.
Venlig hilsen
Hendrik77


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 24.06.2016, 12:10 
Offline
Mitglied
Benutzeravatar

Registriert: 15.06.2016, 12:34
Beiträge: 36
Wohnort: im Teltow, Mark/Land Brandenburg
Hendrik77 hat geschrieben:
Hejsa !
Ich gehe einfach mal davon aus das es die EU nach meinen Sommerferien noch gibt. :wink:
Jetzt werden erstmal diverse Prozesse in Gang gesetzt um den Brexit auch rein bürokratisch zu vollenden.
Gleichzeitig gibt es für diverse Länder u.a. Dänemark die Möglichkeit es Großbritannien gleich zu tun oder die EU dementsprechend zu verändern das es nicht dazu kommt. Da gibt es ja viele verschiedene Möglichkeiten bzw. Chancen, aber da wird sicher nicht nächste Woche eine Volksabstimmung in Dänemark stattfinden.
Für mich persönlich als in Dänemark lebende Person mit deutscher Staatsbürgerschaft wird sich kurzfristig glaube ich nichts ändern. Mein Geld habe nicht an der Börse investiert und somit sehe ich kein Grund in Panik zu verfallen.
Venlig hilsen
Hendrik77



Genau so würde ich das unterschreiben!


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 24.06.2016, 13:04 
Offline
Mitglied

Registriert: 18.04.2002, 13:33
Beiträge: 767
Wohnort: Kopenhagen, Danmark
tvinnefossen hat geschrieben:
MichaelD hat geschrieben:
.....Alle anderen denken aber eher national, und das gilt auch für Franzosen, Polen oder (eigentliche) Engländer.

Von den (eigentlichen) Engländern ging die Vereinigung Großbritanniens aus. Die eigentlichen Engländer sind es, die auch heute wohl mehrheitlich pro britisch sind. Vorbehalte gegen Groß Britannien gibt es dagegen verstärkt in Schottland und Wales aber auch in Yorkshire und Cornwall.


Da alle Engländer wussten, wie proeuropäisch die Schotten sind, haben die Engländer heute offensichtlich gegen Grossbritannien gestimmt!
Ich glaube auch nicht, dass die Engländer sich in ihrer Sicht auf das Vereinigte Königreich so sehr von den Schotten unterscheiden oder je unterschieden haben.
Ich habe in England auch früher immer wieder viele englische Fahnen gesehen - auch wenn nicht gerade Fussball EM/WM war.
Die Frage hatte nur nie die grosse Bedeutung für Engländer, da sie den Rest immer majorisiert haben.

Tja, ich habe mich wirklich getäuscht mit dem Trend gestern. Allerdings sehe ich das Ergebnis eher positiv. Denn wie ich schon angedeutet habe - Grossbritannien war eine starke negative Kraft gegen institutionelle Entwicklungen der EU. Nun verschleisst sich die politische Kapazität weniger an Privilegien für einzelne Länder, sondern kann wieder eher sachlich arbeiten. Hoffe ich jedenfalls. Und wenn der Warnschuss an die EU dahin wirkt, dass man ausgewählte Kompetenzen wieder von der EU-Ebene an die Länder überführt, ist das nicht unbedingt ein Nachteil. Kommt aufs Thema an.

Aber kommt es zu einem wirklichen Brexit? Wann die offizielle Austrittserklärung abgegeben und damit die Zweijahresfrist ausgelöst wird, steht ja weiterhin im Ungewissen. Da sich die Brexit-Befürworter überhaupt nicht einig waren und sind, was sie statt der Mitgliedschaft wollen, kann es jetzt erst einmal eine längere Phase der Lähmung in GB geben. Die wirtschaftliche Krise in GB kommt früher, als GB aus der EU ist. Es kann sehr gut sein, dass es bis dahin zu einem neuen Volksentscheid kommt...

_________________
Grüsse
Michael


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 24.06.2016, 13:16 
Offline
Mitglied

Registriert: 16.05.2011, 22:13
Beiträge: 65
Wohnort: Düsseldorf
Sønderjysk hat geschrieben:
Im Gegensatz zu Grossbritannien gibt es die nordische Allianz fuer DK-SE-NO :wink:


Und das ist auch gut so. Warum sollen die einzelnen Nationen sich nicht selbst ihre Handelspartner aussuchen dürfen? Warum sollen sie keine eigenen Regeln aufstellen dürfen?

Ich lebe in Nordrhein-Westfalen. Wenn ich jetzt schon sehe, welche Probleme es beispielsweise mit der Migration gibt, dann muss ich ehrlich sagen, das wünsche ich KEINEM der nordischen Länder.

Wenn ich nach Griechenland, Spanien und Portugal schaue, dann bin ich auch sehr besorgt....

Man versucht hier etwas gleichzumachen, was nicht gleichzumachen geht!! Und für Spanien und Griechenland empfinde ich deswegen tiefste Verachtung!!

_________________
Mit freundlichen Grüßen

Armin Bürger


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 25.06.2016, 11:30 
Offline
Mitglied

Registriert: 05.01.2016, 23:27
Beiträge: 150
Wohnort: Hamburg
Armin_1980 hat geschrieben:
Sønderjysk hat geschrieben:
Im Gegensatz zu Grossbritannien gibt es die nordische Allianz fuer DK-SE-NO :wink:


Und das ist auch gut so. Warum sollen die einzelnen Nationen sich nicht selbst ihre Handelspartner aussuchen dürfen? Warum sollen sie keine eigenen Regeln aufstellen dürfen?

Ich lebe in Nordrhein-Westfalen. Wenn ich jetzt schon sehe, welche Probleme es beispielsweise mit der Migration gibt, dann muss ich ehrlich sagen, das wünsche ich KEINEM der nordischen Länder.

Wenn ich nach Griechenland, Spanien und Portugal schaue, dann bin ich auch sehr besorgt....

Man versucht hier etwas gleichzumachen, was nicht gleichzumachen geht!! Und für Spanien und Griechenland empfinde ich deswegen tiefste Verachtung!!



Was für eine unsinnige Frage... natürlich kann sich jedes Land seine Handelspartner aussuchen und das machen die Länder selbstverständlich auch.
Entsprechende Regeln gibt es dabei auch - eine davon nennt sich Zoll... (so man z.B. nicht innerhalb der EU handelt)
Auch der Rest des Postest ist ein gutes Beispiel, wie durch unfundierte Polemik die Behandlung eines so wichtigen Themas den sachlichen und argumentativen
Rahmen verlässt und solche Dinge wie z.B. die kürzliche Abstimmung in GB zu den entsprechenden Ergebnissen führen können.

Ich habe das Gefüfhl, dass sich nicht wenige Briten erst jetzt klar werden, was sie da angerichtet haben (zu mal die Brexitbefürworter ja jetzt auch langsam unverblümt die
Maske fallen lassen, wie z.B. Farage, der jetzt dann doch mehr oder weniger zu gibt, vor der Abstimmung mehr oder weniger das "Volk" belogen zu haben, dass es die 350 Mio pro
Woche Invest GBs in die EU doch nicht einfach so für's Gesundheitswesen geben kann. Gibt ja schliesslich auch Geld aus der EU etc. . Plus das in der Tat viele erst jetzt sich
über die Auswirkungen informieren.) und die meisten das noch definitiv bereuen werden.
Gutes Beispiel war ein Interview mit dem Bürgermeister von Blackpool, der leidenschaftlich gegen den Brexit argumentiert hat, da er sonst seine marode Stadt vor die Hunde
gehen sieht, da alles was den Laden da noch halbwegs aufrecht hält, Subventionen der EU sind.
Die Bevölkerung von Blackpool hat übrigens, vorrangig aus "Sorge" vor Migranten, wie die Person im obigen Zitat, klar für den Brexit gestimmt. Das werden mit die ersten sein,
die merken werden, was für ein Eigentor das war.

Ehrlich gesagt, bin ich mittlerweile froh, dass die Engländer sich für den Brexit entschieden haben.
Zum einen betrifft es ja nicht alle - die Schotten werden zu uns zurück in die EU kommen (wird auch nicht schön für die Engländer), zum anderen werden junge, fähige Fachkräfte
den Firmen in den EU-Raum folgen - entspannt die Lage bzgl. Fachkräftemangel innerhalb der EU etwas (gut, jetzt nicht in England, aber, wie schon gesagt, die wollten es ja
unbedingt so haben).
Dann fallen endlich die, für den Zusammenhalt innerhalb der EU, kontraproduktiven Extrawürste der Briten weg.
Usw. usf. - schliesslich aber ist dies eine Chance die EU zu reformieren (was in der Tat wirklich notwenig ist), die es sonst im alltäglichen Trott nicht gegeben
hätte. Ein solcher Schreckmoment hilft da oft enorm.
Abgesehen davon - wenn man jetzt sachlich und sauber mit den Briten umgeht (und das beinhaltet z.B. rein rationale Verhandlungen über Wirtschaft und Handel und
rein rational kann hier nur beudeuten "nicht nur zum Vorteil der Briten" und davon gehe ich definitiv aus), werden die mit wenig Freude aus den Verhandlungen gehen,
was dann doch den einen oder anderen EU-Exit-Schreier abschrecken dürfte.

Für Dänemark mache ich mir da diesbezüglich weniger Sorgen. Umfragetechnisch gab und gibt es keine Mehrheit der Dänen für einen Austritt aus der EU und
zum anderen kann ich mir auch nicht vorstellen, dass es die in absehbarer Zeit geben wird (rein sachlich wäre es dür DK sowieso ein noch viel schmerzhafterer
Schritt, als für die Briten).


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 25.06.2016, 12:07 
Offline
Mitglied

Registriert: 16.05.2011, 22:13
Beiträge: 65
Wohnort: Düsseldorf
SteffenHH hat geschrieben:
Armin_1980 hat geschrieben:
Sønderjysk hat geschrieben:
Im Gegensatz zu Grossbritannien gibt es die nordische Allianz fuer DK-SE-NO :wink:


Und das ist auch gut so. Warum sollen die einzelnen Nationen sich nicht selbst ihre Handelspartner aussuchen dürfen? Warum sollen sie keine eigenen Regeln aufstellen dürfen?

Ich lebe in Nordrhein-Westfalen. Wenn ich jetzt schon sehe, welche Probleme es beispielsweise mit der Migration gibt, dann muss ich ehrlich sagen, das wünsche ich KEINEM der nordischen Länder.

Wenn ich nach Griechenland, Spanien und Portugal schaue, dann bin ich auch sehr besorgt....

Man versucht hier etwas gleichzumachen, was nicht gleichzumachen geht!! Und für Spanien und Griechenland empfinde ich deswegen tiefste Verachtung!!



Was für eine unsinnige Frage... natürlich kann sich jedes Land seine Handelspartner aussuchen und das machen die Länder selbstverständlich auch.
Entsprechende Regeln gibt es dabei auch - eine davon nennt sich Zoll... (so man z.B. nicht innerhalb der EU handelt)
Auch der Rest des Postest ist ein gutes Beispiel, wie durch unfundierte Polemik die Behandlung eines so wichtigen Themas den sachlichen und argumentativen
Rahmen verlässt und solche Dinge wie z.B. die kürzliche Abstimmung in GB zu den entsprechenden Ergebnissen führen können.

Ich habe das Gefüfhl, dass sich nicht wenige Briten erst jetzt klar werden, was sie da angerichtet haben (zu mal die Brexitbefürworter ja jetzt auch langsam unverblümt die
Maske fallen lassen, wie z.B. Farage, der jetzt dann doch mehr oder weniger zu gibt, vor der Abstimmung mehr oder weniger das "Volk" belogen zu haben, dass es die 350 Mio pro
Woche Invest GBs in die EU doch nicht einfach so für's Gesundheitswesen geben kann. Gibt ja schliesslich auch Geld aus der EU etc. . Plus das in der Tat viele erst jetzt sich
über die Auswirkungen informieren.) und die meisten das noch definitiv bereuen werden.
Gutes Beispiel war ein Interview mit dem Bürgermeister von Blackpool, der leidenschaftlich gegen den Brexit argumentiert hat, da er sonst seine marode Stadt vor die Hunde
gehen sieht, da alles was den Laden da noch halbwegs aufrecht hält, Subventionen der EU sind.
Die Bevölkerung von Blackpool hat übrigens, vorrangig aus "Sorge" vor Migranten, wie die Person im obigen Zitat, klar für den Brexit gestimmt. Das werden mit die ersten sein,
die merken werden, was für ein Eigentor das war.

Ehrlich gesagt, bin ich mittlerweile froh, dass die Engländer sich für den Brexit entschieden haben.
Zum einen betrifft es ja nicht alle - die Schotten werden zu uns zurück in die EU kommen (wird auch nicht schön für die Engländer), zum anderen werden junge, fähige Fachkräfte
den Firmen in den EU-Raum folgen - entspannt die Lage bzgl. Fachkräftemangel innerhalb der EU etwas (gut, jetzt nicht in England, aber, wie schon gesagt, die wollten es ja
unbedingt so haben).
Dann fallen endlich die, für den Zusammenhalt innerhalb der EU, kontraproduktiven Extrawürste der Briten weg.
Usw. usf. - schliesslich aber ist dies eine Chance die EU zu reformieren (was in der Tat wirklich notwenig ist), die es sonst im alltäglichen Trott nicht gegeben
hätte. Ein solcher Schreckmoment hilft da oft enorm.
Abgesehen davon - wenn man jetzt sachlich und sauber mit den Briten umgeht (und das beinhaltet z.B. rein rationale Verhandlungen über Wirtschaft und Handel und
rein rational kann hier nur beudeuten "nicht nur zum Vorteil der Briten" und davon gehe ich definitiv aus), werden die mit wenig Freude aus den Verhandlungen gehen,
was dann doch den einen oder anderen EU-Exit-Schreier abschrecken dürfte.

Für Dänemark mache ich mir da diesbezüglich weniger Sorgen. Umfragetechnisch gab und gibt es keine Mehrheit der Dänen für einen Austritt aus der EU und
zum anderen kann ich mir auch nicht vorstellen, dass es die in absehbarer Zeit geben wird (rein sachlich wäre es dür DK sowieso ein noch viel schmerzhafterer
Schritt, als für die Briten).


Im Hinblick auf Dänemark gebe ich Ihnen Recht. Und Sie werden jetzt vielleicht vor lachen vom Stuhl fallen- aber eine große Stärke der Dänen ist (trotz aller Probleme, die es ja anderswo auch gibt) eine sehr innovative und ideenreiche mittelständische Industrie. Und in GB? -Einen Mittelstand gibt es dort nicht. Eine duale Ausbildung auch nicht. -Technische bzw. naturwissenschaftliche Fächer sind eher verpönt. Aber Bankenwesen, Medien und Handel- das ist das Einzigste, was noch in funktioniert in GB. GB hat sein gesamtes technisches Know-how verfaulen lassen und systematisch verzockt! -Von daher, brauchen wir GB in Europa?

Dennoch halte ich es für notwendig, dass nach Brüssel mal ein deutliches Warnsignal gesendet wurde. Dass es nun ausgerechnet von den Briten ausging, gut.... Aber die viele Bürokratie, die Umverteilung und vor allem die Vorgaben im Hinblick auf Migration lassen jedem normal denkendem Menschen das Blut in den Adern gefrieren!

Und zum Thema Migration: Fahren Sie mal nach Ishoj bei Kopenhagen oder rüber nach Malmö! Jeder "Blinde mit Krückstock" sieht, dass diese ungesteuerte Zuwanderung aus völlig fremden Kulturkreisen nicht funktioniert. Von daher verstehe ich es gut, dass sowohl in DK als auch in SE immer mehr rechtskonservatives Denken einsetzt.

Übrigens, Ihrem Pseudonym nach zu urteilen, kommen Sie aus Hamburg. Ich habe auch einmal zwei Jahre lang in dieser Stadt gelebt und im dortigen Schuldienst gearbeitet. Über die realitätsfremden "Phantasten" in der Schulbörde, die alle aus einer politischen Richtung kommen, habe ich seinerzeit nur schwarz geärgert.

Mittlerweile lebe ich nicht mehr in HH und das hatte auch gewisse Gründe, die Sie sich denken können.
Ich arbeite jetzt als Diplom-Ingenieur und reise dienstlich auch in Länder "gewisser Kulturkreise". -Ich kann Ihnen sagen, dass sich Europa und insbesondere Deutschland die "Pest an den Hals" in Land holt. Bei meinem letzten Saudi-Arabien-Besuch war ich froh, als der Flieger wieder abhob.

Ich finde es sehr sehr gut, dass die Dänen sich ihre Identität bewahren wollen und eine rigide Flüchtlingspolitik betreiben. Und genau dort hat die Kompetenz bzw. Einmischung de EU gefälligst zu enden!! Bleibt zu hoffen, dass die Dänen standhaft bleiben und auch in SE das Umdenken schneler einsetzt als in Deutschland!

Um Hamburg mache ich meistens einen hohen Bogen. Tut mir Leid, Ihnen das so sagen zu müssen!

Viele Grüße

Armin Bürger

_________________
Mit freundlichen Grüßen

Armin Bürger


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 25.06.2016, 12:18 
Offline
Mitglied
Benutzeravatar

Registriert: 30.07.2013, 22:31
Beiträge: 5947
Wohnort: Niedersachsen
Es stellt sich sowieso die Frage, ob man Entscheidungen dieser Tragweite einem Volksentscheid und damit vorwiegend Laien überlassen darf.

Zitat:
Das Zahlenmaterial der Meinungsforscher zeigt verblüffend offen, was los ist mit Großbritannien im Jahr 2016. Für den Brexit votierten vor allem Menschen in England und Wales, außerhalb der Metropole London, mit überwiegend schwächerer Bildung, schwächerem Sozialstatus und höherem Alter.
Bei den Jungen, besser Gebildeten, in London, Nordirland oder Schottland verfing die Anti-EU-Stimmungsmache weniger.
Den Brexit wollten die Älteren, unzufriedenen in den heruntergekommenen Sozialwohnungsblocks der Midlands und des englischen Nordens. London zahlt mit dem Brexit dafür, Strukturpolitik sträflich vernachlässigt zu haben, die Menschen in ihren Sozialwohnungsblocks alleine gelassen zu haben.

Auch stellt sich die Frage, welchen Probleme GB mit dem Austieg aus der EU überhaupt aus dem Wege gehen kann...
Zitat:
„Großbritanniens Krankheiten kommen nicht von der EU, sie sind selbstgemacht“, sagt Robin Niblett, Direktor des angesehensten britischen Thinktanks Chatham House.

... und welche sich das Königreich durch den Austritt möglicherweise zusätzlich einhandelt.
Zitat:
„Es wird eine Ewigkeit dauern, sich von diesem Sieg der Brexit-Fantasten zu erholen“, titelt die „Times“, normalerweise nicht gerade als Blatt der EU-Freunde bekannt.


... und bei wem ist die kurzsichtige Freude groß?
Zitat:
In den vergangenen Wochen war es vor allem das Reizthema Migration, mit dem sie [die EU-Gegner] punkten konnten. Ein Thema, wie geschaffen, um Emotionen anzuheizen, Vernunft und Argumente ins Abseits zu drängen. Nicht nur Nigel Farage, Chef der rechtspopulistischen Ukip-Partei spielte auf dieser Klaviatur. „Die EU versagt, die EU stirbt“, frohlockte er am Freitag. „Über einem unabhängigen Vereinigten Königreich bricht das Morgenrot an.“


Man kann nur hoffen, dass die Dänen bei einem eventuellen Volksentscheid zum EU-Austritt weitsichtigere Ratgeber haben und diesen auch mehrheitlich folgen.

(Quelle der Zitate: http://www.nwzonline.de/hintergrund/vor ... 61342.html )

_________________
"Es sieht der Mensch die Welt fast immer durch die Brille des Gefühls, und je nach der Farbe des Glases erscheint sie ihm finster oder purpurhell."
H. C. Andersen
Bild
DK seit 1965
Nørre Vorupør, Blavand, Bjerregård, Stauning, Agger, Tranum Strand, Marielyst, Argab, Bornholm/Sømarken, Odense, Houvig, Søndervig, Bjerregård/Hegnet


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 25.06.2016, 12:32 
Offline
Mitglied

Registriert: 18.02.2013, 01:33
Beiträge: 685
Die Abstimmung in GB hat in hervorragender Weise gezeigt, dass die Demokratie dort noch funktioniert. Wohltuend gegen das fast "Einpartei"-System der BRD.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 25.06.2016, 13:48 
Offline
Mitglied
Benutzeravatar

Registriert: 30.07.2013, 22:31
Beiträge: 5947
Wohnort: Niedersachsen
Kairos hat geschrieben:
Die Abstimmung in GB hat in hervorragender Weise gezeigt, dass die Demokratie dort noch funktioniert. Wohltuend gegen das fast "Einpartei"-System der BRD.

Wohltuend???
Das Gegenteil ist der Fall.
Die Abstimmung hat schmerzlich gezeigt, wie in einer direkten Demokratie (=> Volksentscheid) von national orientierten, (rechts-)populistischen Brexit-Phantasten mittels angeheizter Emotionen Weitblick, Sachverstand, Vernunft und Argumente ins Abseits gedrängt werden können.

_________________
"Es sieht der Mensch die Welt fast immer durch die Brille des Gefühls, und je nach der Farbe des Glases erscheint sie ihm finster oder purpurhell."
H. C. Andersen
Bild
DK seit 1965
Nørre Vorupør, Blavand, Bjerregård, Stauning, Agger, Tranum Strand, Marielyst, Argab, Bornholm/Sømarken, Odense, Houvig, Søndervig, Bjerregård/Hegnet


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 25.06.2016, 14:03 
Offline
Mitglied

Registriert: 31.03.2016, 23:31
Beiträge: 17
Wohnort: Hamburg
per se finde ich volksentscheide sehr gut.
erschreckend ist nur, wenn solche entscheide durchgeführt und entschieden werden von nicht gut informierten leuten, die keine ahnung von etwaigen konsequenzen haben.
hinterher ist dann das geschrei groß-
aber eben oft auch zu spät.
ich hoffe sehr, dass GB die konsequenzen hart zu spüren bekommt.+auch wenn mir gerade die junge generation sehr leid tut.
sie werden ausbaden müssen, was die verknöcherte ältere und zum teil bildungs-und informationsarme generation hier versaut hat, von den politikern ganz zu schweigen.
ein trauerspiel.

_________________
Das Leben ist zu kurz, um brav zu sein!


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 77 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3, 4, 5, 6  Nächste

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 11 Gäste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de