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 Betreff des Beitrags: Re: Hausfriedensbruch
BeitragVerfasst: 15.05.2017, 14:15 
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Registriert: 30.07.2013, 22:31
Beiträge: 3486
Wohnort: Niedersachsen
Ronald hat geschrieben:
Schwieriges Thema.

Dennoch würde ich ein Haus, das dicht an einem "sti til stranden" oder "gangsti" liegt nicht mehr mieten. Ich hatte das auch mal und es stört wirklich.

Ist für mich auch ein Ausschlußkriterium, selbst in der Vor- und Nachsaison.
Gilt auch für Häuser direkt an Zufahrtswegen.
Zum Glück gibt es googele maps etc..

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Es sieht der Mensch die Welt fast immer durch die Brille des Gefühls, und je nach der Farbe des Glases erscheint sie ihm finster oder purpurhell.
H. C. Andersen
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 Betreff des Beitrags: Re: Hausfriedensbruch
BeitragVerfasst: 15.05.2017, 20:56 
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Registriert: 23.07.2015, 06:39
Beiträge: 249
@Dackelfan ,die Dänen sind nicht unverschämt.Die Dänen!sind dort eben so entspannt wie...... zu Hause! Mach es doch genau so! Allen Turis in unserem schönen kleinen Land wünsche ich einen entspannten/entspannenden Urlaub!


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 Betreff des Beitrags: Re: Hausfriedensbruch
BeitragVerfasst: 16.05.2017, 10:35 
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Registriert: 11.08.2014, 17:00
Beiträge: 1016
Wohnort: Midtjylland/Ammerland
Hier muss ich mal eine Lanze für die Dänen brechen: Insbesondere in ländlichen Gebieten führen recht häufig für jedermann zugängliche (also öffentliche) Wirtschaftswege und Wanderwege unmittelbar an Wohnhäusern vorbei. Selbst bei großen Gehöften ist es nicht selten so, dass das Wohnhaus selbst unmittelbar an diesen öffentlichen Wegen liegt und ich als Fahrradfahrer oder Fußgänger den Bewohnern direkt auf den Küchentisch schauen kann. Dabei führen diese öffentlichen Wege häufig über den Grund und Boden des Eigentümers.

Für mich war es in früheren Jahren auch ungewohnt und auch unangenehm, so unmittelbar an Wohnhäusern vorbei zu gehen bzw. zu fahren. Oft habe mich gefragt, ob ich das überhaupt darf. Und ja, ich darf. Häufig sind dies sogar Wege, die in offiziellen Wanderkarten, die in den Fremdenverkehrsbüros ausliegen, verzeichnet sind.

In Deutschland kennen wir so etwas eher selten. Das jeweilige Baurecht verlangt gewisse Mindestabstände vom öffentlichen Raum, so dass es zu Verhältnissen wie von LoudHoward in seinem Eingangsbeitrag geschrieben gar nicht kommen kann.

Bei den Ferienhäusern in Ferienhausgebieten in Dänemark sieht es häufig nicht anders aus. Nur wenige Wege führen durch die Dünen an das Meer. Gerade dort hat dies aber auch noch einen anderen Grund. Nämlich den des Natur- bzw. Dünenschutzes. Würden alle 100 Meter Wanderwege durch die Dünen zum Strand geschaffen hätten die Vögel dort kaum noch Rückzugsmöglichkeiten zum Brüten und um ihre Jungen aufzuziehen. In einigen Gebieten mit dichter Ferienhausbebauung ist immer wieder zu beobachten, dass ganze Urlauberkarawanen tagtäglich quer durch die Dünen zum Strand laufen und so immer wieder neue Trampelpfade schaffen nur um den Weg dorthin abzukürzen.
Wenn ich dann als auch Hundehalter immer wieder beobachte, dass Hunde in den Dünen Vögel und Fasanen hinterher jagen bekomme ich eine Haßkappe.
Ich verstehe nicht, warum sich Urlauber im Ausland vieles herausnehmen, was sie in Deutschland eher nicht tun würden.

Nun ja, das ist ein weites Feld. Zum eigentlichen Thema: Wer Urlaub in einem Ferienhaus in einem Ferienhausgebiet macht muss immer damit rechnen, dass ihm der Nachbar oder vorbeiziehende Urlauber auf den Teller gucken. Wer das nicht wünscht muss sich vorher sehr gründlich über die Lage seines Ferienobjekts vor Buchung erkundigen.

Der Spruch „My home is my castle“ gilt sicherlich auch in Dänemark. Nur erscheint mir da der Däne etwas liberaler und nicht so stieselig und ich-bezogen wie viele Deutsche. Vielleicht liegt das ja an unserer Vergangenheit. Deutschland war schließlich eine Kolonialmacht. Und dieses Kolonialgen ist ja bei vielen Landsleuten ja immer noch irgendwie „drin“. Wenn ich da so manche „Festung“ an Urlauberstränden vornehmlich in südlichen Regionen sehe mit einem Schild versehen „Besetzt bis…“ sehe ich in Gedanken immer den typisch deutschen Jägerzaun vor mir… :wink:

Daher meine Empfehlung: Wer im Urlaub keine andere Menschenseele außer die seiner Familie und evtl. die seines Vermieters sehen will verbringt den Urlaub in einem Mökki an einem einsam gelegenden Blockhaus (Mökki) in Finnland. Um da einen anderen Menschen zu sehen (vielleicht einen einheimischen Angler im Boot) bedarf es da eines Fernglases.

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Jeder Mensch hat das Recht auf meine Meinung.


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