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 Betreff des Beitrags: Wolfswelpen
BeitragVerfasst: 04.07.2017, 09:34 
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Endlich sind die ersten Wolfswelpen dokumentiert: https://www.tvmidtvest.dk/artikel/jaege ... ulvehvalpe
Ich freue mich sehr und hoffe, das sie in Frieden aufwachsen dürfen :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Wolfswelpen
BeitragVerfasst: 04.07.2017, 10:59 
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Ob diese Freude bei zunehmender Population alle (insbesondere die Weidetierhalter) weiterhin teilen, ist die Frage. Die aktuelle Entwicklung in D, ES, S und F bejaht diese nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wolfswelpen
BeitragVerfasst: 04.07.2017, 12:07 
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25örefan hat geschrieben:
Ob diese Freude bei zunehmender Population alle (insbesondere die Weidetierhalter) weiterhin teilen, ist die Frage. Die aktuelle Entwicklung in D, ES, S und F bejaht diese nicht.


In der "Wolfszone" sind seit die neuen Zäune richtig aufgestellt wurden, keine Schafe mehr gerissen worden, vorher schon. Sicher wird es immer wieder Risse geben, aber es wird entschädigt. Klar ist der Widerstand unter Weidetierhaltern und Teilen der Jägerschaft gross, deshalb ja meine Befürchtung.
Genauso gibt es noch viel Unwissenheit und das Rotkäppchensyndrom, die Angst vorm kinderfressenden Wolf :?


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 Betreff des Beitrags: Re: Wolfswelpen
BeitragVerfasst: 05.07.2017, 00:39 
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Ich beschäftige mich auch als Pferdehalter seit langer Zeit mit diesem Thema und muß zugeben, dass als die Wölfe in den Anfängen in Sachsen noch weit waren,s ich eine wesentlich unengagiertere Meinung hatte. Heute nach längerer Beschäftigung mit dem Thema und den Erfahrungen auch unserer europäischen Nachbarn in ES, I, S, F, SF, S, N und Osteuropa sehe ich das Freilandexperiment Wolf mit anderen Augen.
Deshalb:
dina hat geschrieben:
25örefan hat geschrieben:
Ob diese Freude bei zunehmender Population alle (insbesondere die Weidetierhalter) weiterhin teilen, ist die Frage. Die aktuelle Entwicklung in D, ES, S und F bejaht diese nicht.


In der "Wolfszone" sind seit die neuen Zäune richtig aufgestellt wurden, keine Schafe mehr gerissen worden, vorher schon. Sicher wird es immer wieder Risse geben, aber es wird entschädigt. Klar ist der Widerstand unter Weidetierhaltern und Teilen der Jägerschaft gross, deshalb ja meine tBefürchtung.

Was heißt " richtig" aufgestellt?
0,90, 1,20, 1,40, 1,60m Höhe, mit Untergrabschutz und Elektrolitze bieten je nach Ausführung einen gewissen Schutz. Sie sind aber in Anschaffung und Unterhalt vielfach nicht wirtschaftlich, selbst wenn sie von Steuergelder unterstützt werden.
Die Risstatistiken auch in D zeigen keinesfalls, dass es selbst bei "richtig aufgestellten" Zäunen (insb. bei der vorzugsweise empfohlene Zaunhöhe von 0,90 cm) keine Risse mehr gibt. Mehr noch zeigt sich trotz Schutzmaßnahmen deutlich, je mehr Wölfe, desto mehr Schaden, insbesondere wenn diese erfahren, dass vom Menschen keine körperliche bzw. letale Bedrohung ausgeht.
Zudem stellt sich nur mal bezogen auf die Schafhaltung in vielen Gebieten, z.B. bei Deichhaltung, Haltung in unebenen Geländen, an Flüssen, bei Wanderschäferei etc. die Frage der Machbarkeit in Bezug auf Zäune und/ oder nächtliche Aufstallung.
Zudem ist es fraglich, ob wir die Zerfurchung und Unzugänglichkeit für Mensch und andere Wildtiere als den Wolf für weite Teile unserer Kulturlandschaft durch zaun- und strombewehrte Hochsicherheitstrakte in Kauf nehmen wollen und insbesondere müssen.
Der vielfach propagierte Schutz durch Herdenschutzhunde ist neben der wirtschaftlichen Belastung (Kosten durch Anschaffung und Haltung) problematisch, weil diese wegen ihres undifferenzierten Schutzverhaltens nicht ohne deutliche Gefahr in nicht besiedelten oder durch andere Naturnutzer ( Spaziergänger, Wanderer, Hundehalter, Jogger, Fahrradfahrer etc.) frequentierten Arealen eingesetzt werden können. Zudem fallen sie je nach Rasse unter diejenigen, die entweder verboten oder nur unter strengen Auflagen gehalten werden dürfen ( z.B. auch in D und DK).
Auch zum Thema Entschädigung für durch Wölfe gerissenen Nutztiere gibt es einiges anzumerken.
- viele Nutztierhalter beklagen die (Nicht-)Angemessenheit der gesetzlich festgelegten Entschädigungsumme
- nicht entschädigt wird insbesondere die emotionale Betroffenheit eines Nutztierhalters, der bei einer Weidekontrolle oder anderweitig feststellen muß, dass eins oder häufig auch mehrere seiner Tiere tot oder teilweise schwer verletzt mit herausgerissen Gedärmen auf der Weide liegen. Neben der ohnehin für die Betreibenden eingeschränkten Wirtschaftlichkeit droht daher die weitere Aufgabe von Tierhaltung (insb. Schafen), die der Natur- und Landschaftspflege dienen ( z.B.Heidepflege/ Deichschutz).
Nun wird dem entgegengesetzt, dass das Ziel der Tieraufzucht u.a. Auchnder Schlachttod ist.
Vergessen wird dabei, dass dieser Entpunkt mit vorausgegangener emotionalen Fürsorge unter Berücksichtigung angemessener Aufzucht, Betreuung und gesetzlich vorgeschriebener tierschutztrechtlicher Schlachtung einhergeht.
-eine finanzielle Entschädigung setzt den nicht immer leicht zu erbringenden Nachweis voraus, dass überhaupt ein Wolfsriss vorliegt. So ist z. B. ein DNA- Nachweis zu erbringen, der allerdings nur in einem bestimmten kurzem Zeitrahmen möglich ist.... Oft genug erfolgt aufgrund einer Nichtnachweisbarkeit keine Entschädigung.
... eine ganze Reihe von Geschädigten scheut den den Aufwand oder mitlerweole sogar die Meldung aus Furcht vor öffentlichen Anfeindungen durch extreme Wolfsbefürworter. (sollte man nicht glauben, ist aber so bestätigt).

dina hat geschrieben:
Genauso gibt es noch viel Unwissenheit und das Rotkäppchensyndrom, die Angst vorm kinderfressenden Wolf :?

Es gibt aber mindestens genauso viel "Unwissenheit" und " Wolskuschler-Syndrome", die bezogen auf den "Mythos Wolf" zu berichtigen sind.
Und wofür das alles?
Für ein Freilandexperiment mit ungewissem Ausgang, für ein Wildtier, dass weltweit nicht von der Aussterben bedroht ist, dessen Fehlen bei uns seit 150 Jahren keine unausgleichbare ökologische Nachteile gebracht hat???

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 Betreff des Beitrags: Re: Wolfswelpen
BeitragVerfasst: 05.07.2017, 11:15 
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Registriert: 17.12.2006, 18:07
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25örefan hat geschrieben:

dina hat geschrieben:
Genauso gibt es noch viel Unwissenheit und das Rotkäppchensyndrom, die Angst vorm kinderfressenden Wolf :?

Es gibt aber mindestens genauso viel "Unwissenheit" und " Wolskuschler-Syndrome", die bezogen auf den "Mythos Wolf" zu berichtigen sind.
Und wofür das alles?
Für ein Freilandexperiment mit ungewissem Ausgang, für ein Wildtier, dass weltweit nicht von der Aussterben bedroht ist, dessen Fehlen bei uns seit 150 Jahren keine unausgleichbare ökologische Nachteile gebracht hat???

Das Thema hatten wir schon in anderen Wolfsthreads, samt dem gebetsmühlenartigen widerkäuen der Argumente beider Seiten, deshalb bin ich der Meinung, das die eine Seite die andere nicht überzeugen wird.
Genauso wie jede Seite die gewünschten Quellen anführt, die die eigene Meinung belegen.
Nur soviel zur "Naturpflege" durch Schafe, die in Wolfsgebieten bedroht ist: Mein Naturbegriff beinhaltet mehr "wilde" Natur, die nicht durch menschliches Eingreifen (auch mit Weidetieren) "gepflegt" wird, denn dann ist es letztendlich Kulturlandschaft, wovon wir genug haben.
Es ist ein Prozess des Umdenkens erforderlich.

Übrigens sitze ich nicht in einer Stadtwohnung, wie den "Wolfskuschlern" ja gerne vorgeworfen wird, sondern da, wo die Wölfe sind, und nutze die Natur ohne Angst. Auch in Schweden und Norwegen war ich ausgiebig im "Wolfsland" unterwegs, die einzige "Vorsichtsmaßnahme", die ich treffe, ist ein angeleinter Hund :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Wolfswelpen
BeitragVerfasst: 14.07.2017, 16:10 
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So ganz uneingeschränkt scheint die Befürwortung der Ausbreitung der Wölfe auch bei der politischen Mehrheit in DK schon jetzt nicht zu sein.
Und das trotz der Tatsache, einer wesentlich geringeren Poulation in Dänemark.

Zitat:

WÖLFE IN DÄNEMARK
Politische Mehrheit für eine Regulierung der Wolfsbestände

Die dänische Regierung hat sich mit den Sozialdemokraten und der Dänischen Volkspartei auf das Regulieren der Wolfsbestände geeinigt – obwohl der Wolf in Dänemark unter Artenschutz steht.

Eine politische Mehrheit möchte in Dänemark die Wolfsbestände regulieren. Die Regierungsparteien Venstre, Konservative und Liberale Allianz haben sich mit den Sozialdemokraten und der Dänischen Volkspartei geeinigt. Das zeigt eine neu durchgeführte Umfrage des TV-Senders TV Midtvest, nachdem ein Wolfspaar nahe Holstebro acht Junge bekommen hat.

Die vielen Welpen haben die Debatte über das Regulieren der Wolfsbestände ins Rollen gebracht. Ein Schafszüchter möchte selber tätig werden, sollte sich ein Wolf seinen Schafen nähern und auch ein Jäger ist über die Sicherheit von Kindern besorgt – während andere die Debatte als überflüssig empfinden.

„Ich meine nicht, dass wir in Dänemark Platz für Wölfe haben. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann sie mit Menschen in Kontakt geraten. Ein Wolfspaar mit acht Jungen zeigt, dass das irgendwann in Zukunft zum Problem wird“, sagt die umweltpolitische Sprecherin der Dänischen Volkspartei, Pia Adelsten.

Diese Haltung wird nicht bei der Einheitsliste und den Alternativen geteilt. Sie wollen keine Wölfe regulieren. Die Alternativen freuen sich über eine „wildere“ Natur in Dänemark. „Die dänische Natur ist ein wenig langweilig. Durch mehr wilde Tiere könnte sie dynamischer und spannender werden“, so der umweltpolitische Sprecher der Alternativen, Christian Poll.
https://www.nordschleswiger.dk/de/daenemark-politik-gesellschaft/politische-mehrheit-fuer-regulierung-wolfsbestaende

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