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BeitragVerfasst: 29.08.2017, 07:18 
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Die Diesel-Diskussion wird in D meiner Meinung nach zu sehr emotional aufgebracht und zu wenig sachlich geführt.
Aus Dänemark hört man zu dem Thema wenig, und wenn, dann nur relativ moderate Stimmen.
In einer Übersicht zu den Maßnahmen anderer europäischer Staaten heißt es für DK knapp:
Zitat:
DÄNEMARK: Mehrere Parteien in Dänemark haben bereits Fahrverbote für Diesel-Autos gefordert. Im nationalen Parlament gibt es dafür aber bisher keine Mehrheit. In Teilen der Hauptstadt Kopenhagen dürfen große Diesel-Lastwagen ohne Partikelfilter nicht fahren.
https://www.heise.de/autos/artikel/Fahrverbote-das-machen-unsere-Nachbarn-3788103.html

Von einer Aufgeregtheit wie wir sie in D finden ist laut Zitat in DK scheinbar keine Spur.
Auch in D sollten wir diese Aufgeregtheit hinter uns lassen. Natürlich sollten Überlegungen und Maßnahmen zu emmissionsarmen bis emmissionfreien Antrieben weiterhin deutlich vorangetrieben werden.
Eine Verteuflung des Dieselantriebes und damit auch die vielfach geforderte möglichst sofortige Abschaffung/ Fahrverbote halte ich keinesfalls für gerechtfertigt.
Hier mal ein paar interessante Aspekte, die das Thema unaufgeregt von einer anderen Warte aus beleuchten:
Zitat:
Der Rummel um die Stickoxide
ANALYSE
OLDENBURG. Als „puren Aktionismus“ hat der Geschäftsführer des Deutschen Städtetags, Helmut Dedy, die von der Umwelthilfe angedrohten Klagen gegen Städte zur Einhaltung der Stickoxid-Grenzwerte bezeichnet. Man könnte sogar noch ein Schritt weitergehen: Inzwischen hat sich die Deutsche Umwelthilfe dank des Jagdeifers ihres Bundesgeschäftsführers Jürgen Resch, der offenbar unbedingt den Diesel zur Strecke bringen möchte, immer mehr ins Abseits befördert.
Resch hatte für 45 weitere Städte, darunter auch Oldenburg, formale Verfahren zur Sicherstellung der Einhaltung der Grenzwerte für Stickoxide (NO X ) eingeleitet. Publikumswirksam drohte er mit Klagen, falls es nun nicht zu Fahrverboten komme, die Resch als einziges Mittel sieht, die Stick­oxidbelastung zu senken.
Es wäre an der Zeit, die Diskussion um Schadstoffbelastungen endlich weniger aufgeregt zu führen und Wissenschaftlern statt den Populisten das Wort zu geben. Ohnehin steht eine Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes über Fahrverbote noch aus.
Der Streit um die Stickoxide ist im Zuge des Dieselskandals entstanden, der zu Recht der deutschen Autoindustrie angelastet wird. Nun werden die Stickoxide einmal mehr als Hauptargument für die Notwendigkeit von Fahrverboten herangezogen. Da stellt sich die Frage, ob dabei nicht das Kind mit dem Bade ausgeschüttet wird.
40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft ist der Grenzwert für die Straßen unserer Städte (Oldenburg lag 2016 im Jahresmittel bei 50 Mikrogramm). Die Festlegung dieser Grenzwerte für die Städte darf man hinterfragen, zieht man als Vergleich die Grenzwerte für gesunde Arbeitsplätze heran. So liegt der Stickoxid-Grenzwert für ein Büro bei 950 Mikrogramm, also gut 24 Mal so hoch wie auf der Straße. Anders formuliert: Was auf der Straße hochgradig gesundheitsschädlich sein soll, ist im Büro nach den gesetzlichen Vorgaben völlig unbedenklich.
Hintergrund ist die unterschiedliche Herangehensweise bei der Festsetzung der Grenzwerte. Für den Arbeitsplatz wurde die Stickoxidbelastung toxikologisch bewertet, das heißt mit Tierversuchen belegt. Erst bei 8000 Mikrogramm NO X pro Kubikmeter Luft kam es zu Reizungen der Atemwege. Bis 2000 Mikrogramm gab es keinerlei messbare Beeinträchtigung.
Zu den von der Weltgesundheitsbehörde (WHO) empfohlenen (und von der EU umgesetzten) viel niedrigeren Grenzwerten für die Straße kam man dagegen durch eine epidemiologische Statistik: Überall da, wo mehr als 40 Mikrogramm gemessen wurden, gab es gesundheitliche Beeinträchtigungen der Menschen, wobei man davon ausgehen kann, dass die nicht allein auf Stickoxide zurückzuführen waren. Denn um sie ging es bei der Erfassung gar nicht, sondern allgemein um verkehrsbedingte Emissionen, darunter auch Feinstaub. Obwohl es keine einzige epidemiologische Studie über den unmittelbaren Zusammenhang mit Atemwegserkrankungen gibt, wurden letztlich die Stickoxide als wesentlicher Krankmacher gebrandmarkt.
Als gesundheitsschädlich gilt in jedem Fall der Feinstaub. Der wird jedoch in viel höherem Maße von Benzinern verursacht als von Dieselmotoren. Auch Elektrofahrzeuge tragen durch Bremsbelag- und Reifenabrieb dazu bei. Schon von daher erscheint ein Fahrverbot nur für Diesel wenig zielführend.
Dennoch: Die Autoindustrie bleibt in der Pflicht, die Stick­oxidbelastung nachhaltig zu senken. Moderne Dieselmotoren können das längst. Die aber dürfen nicht teuren Luxuskarossen vorbehalten bleiben. Vielmehr ist es geboten, auch ältere Diesel kostenlos mit entsprechender Hardware umzurüsten.
Es wäre Aufgabe der Politik, das konsequent durchzusetzen, statt sich von den Bossen der Autokonzerne mit fadenscheinigen Argumenten und billigen Software-Updates auf der Nase herumtanzen zu lassen.
NWZ, 29.08.2018

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BeitragVerfasst: 29.08.2017, 14:21 
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Es gibt durchaus die üblichen Meldungen, Vorschläge und Diskussionen in DK. Das kann man nicht an einem Zitat eines Artikels festmachen.
Man liest schon über dieselfreies Kopenhagen, Ausstieg aus Verbrennungsmotoren in bis zum Jahr X, Betrug bei LKW Katalysatoren, etc etc
Oft aber nur aus Verbrauchersicht oder als Beobachter des deutschen Skandals.

Dänemark stellt nun mal keine Autos her und hat da viel weniger Arbeitsplätze dran hängen.
Deswegen ist das nicht so das Thema.
Und während man in Stuttgart lange Zeit überlegt hat, wie man noch mehr große SUVs auf die Straße kriegt, hat man in KPH vor Jahren die erste Fahrradautobahn eingeweiht. Da wird nicht hektisch nach einer alternativen konzeptionellen Ausrichtung der Mobilität in Ballungsräumen gesucht, weils die schon längst gab. Und das Auto eh ein Luxusgut ist.

Und nun ist dieser Thread freigegeben, zur üblichen Entwicklung: zum ideologischen Streitthread deutscher User, mit deutscher Sichtweise über deutsche Auswirkungen anhand deutscher Zeitungsartikel über Aussagen deutscher Politiker, über 20 Seiten lang, unter dem Vorwand des dänischen Bezuges in der Überschrift. :mrgreen:


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BeitragVerfasst: 29.08.2017, 18:02 
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Anhand der Verbrauchswerte von Dieselfahrzeugen und den höchst zulässigen Geschwindigkeiten in DK ist der Dieselmotor für mich immer noch der effizienteste Antrieb von Kraftfahrzeugen.Der LUPO TDI meiner Tochter (Ohne OXY Kat+ohne Russfilter)fährt 30-32 Km per Liter Diesel.Da nicht jeder an seinem Wohnort arbeitet,zur Uni gehen kann oder aus welchen Gründen auch immer zum Langstreckenfahrer verdammt ist, wird sich hier in DK keine grosse Diskussion entwickeln.


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BeitragVerfasst: 29.08.2017, 20:41 
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Da scheint ja in DK bezüglich der Diesel-Diskussion weit weniger Hysterie zu herrschen als in D.
@ Krogen
Ich habe neulich eine Reportage zum "Fahrrad-Paradies" Kopenhagen gesehen. Ich war sehr beeindruckt. Da ich selber in einer Universitätstadt mit 160.000 Enwohnern lebe, in der es mindestens genauso viele Fahrräder wie Einwohner gibt (nahezu niederländische Verhältnisse) war ich schon ein wenig neidisch, da bei uns die Fahrrad-Infrastruktur weit hinter den kopenhagener Verhältnissen hinterherhinkt.
Nun ist die Situation des öffentlichen Personennahverkehrs in D sicherlich nicht die Schlechteste, aber wenn ich sehe, dass man auch in meiner Heimatstadt den Autoverkehr (insbesondere Dieselfahrzeuge) aus der Innenstadt heraushalten will, aber gleichzeitig vor Jahren einen gut funktionierenden Park and Ride abgeschafft hat und zudem noch allenthalben neue Tiefgaragenparkplätze schafft, dann halte ich die Diesel-Diskussion neben der Unterschlagung der in obigem Artikel genannten Tatsachen noch zusätzlich für scheinheilig.

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BeitragVerfasst: 29.08.2017, 21:26 
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25örefan hat geschrieben:
Da scheint ja in DK bezüglich der Diesel-Diskussion weit weniger Hysterie zu herrschen als in D.

Ich habe neulich eine Reportage zum "Fahrrad-Paradies" Kopenhagen gesehen.

Ich auch. Ein wirklich nachahmenswertes Beispiel. Wer die Reportage (nochmals) sehen möchte:

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ ... 31726.html
Beispiel Kopenhagen ab Min. 15

Zitat:
Da ich selber in einer Universitätstadt mit 160.000 Enwohnern lebe,...

166.600! (Stand: 12/2016) :wink:

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BeitragVerfasst: 30.08.2017, 14:09 
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BLAVANDS HUK hat geschrieben:
Anhand der Verbrauchswerte von Dieselfahrzeugen und den höchst zulässigen Geschwindigkeiten in DK ist der Dieselmotor für mich immer noch der effizienteste Antrieb von Kraftfahrzeugen.Der LUPO TDI meiner Tochter (Ohne OXY Kat+ohne Russfilter)fährt 30-32 Km per Liter Diesel.Da nicht jeder an seinem Wohnort arbeitet,zur Uni gehen kann oder aus welchen Gründen auch immer zum Langstreckenfahrer verdammt ist, wird sich hier in DK keine grosse Diskussion entwickeln.


Man kann auch mit modernen Turbo-Benzin-Motoren sehr sparsam fahren.

Mit meinen Golf-7, Baujahr 2017 und 125-PS 1,4TSI-Benziner, brauche ich im Schnitt gerade mal 5,1 Liter/100 km und ich fahre, vor allem außerorts, durchaus relativ zügig.

Wer vorausschauend fährt und bei modernen Turbo-Benzinern die Drehzahl niedrig hält, benötigt auch als Vielfahrer keinen Diesel.

Selbst bei meinen Fahrten nach Albaek lag mein Durchschnittsverbrauch mit dem 122 PS-Benziner im Vorgängerwagen oft unter 6 Litern/100km.

Viele die über den hohen Verbrauch ihrer Turbo-Benziner klagen fahren diese Motoren wie zuvor ihre alten Sauger mit viel zu hohen Drehzahlen.

Bei dem erwähnten 125-PS TSI Turbo-Motor liegt das maximale Drehmoment schon bei 1500 UpM an und man kann daher locker ab 60 kmh im 6.Gang fahren. Die Werksangabe von 5,2 Litern/100 km lässt sich bei vernünftiger Fahrweise und konsequenter Nutzung des Start/Stop-Systems im Stadtverkehr, immer leicht realisieren.

Der Diesel ist zumindestens in normalen, modernen PKWs völlig überflüssig.

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BeitragVerfasst: 30.08.2017, 14:30 
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Die Bevorzugung von Benzinern gegenüber Dieselfahrzeugen ist aber nur wegen des Ausstoßes von NOX gerechtfertigt.
Bei Benzinern ist es der CO2 - Ausstoss der ihn vergleichsweise mindestens genauso kritisch betrachten läßt.
Zitat:
In der Hysterie der Dieseldebatte trägt auch nicht zur Beruhigung bei, dass ohne den Diesel die verbindlichen Ziele der Klimakonferenz von Paris überhaupt nicht zu erreichen sind. Keine andere Motorentechnik hilft derzeit mehr, die für den Klimawandel verantwortliche CO 2 -Belastung der Umwelt zu senken als der moderne Dieselmotor, der darüber hinaus sämtliche Grenzwerte für Partikel oder Kohlenmonoxid seit langem deutlich unterbietet.
NWZ, 17.08.2017

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BeitragVerfasst: 30.08.2017, 16:29 
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25örefan hat geschrieben:
Die Bevorzugung von Benzinern gegenüber Dieselfahrzeugen ist aber nur wegen des Ausstoßes von NOX gerechtfertigt.
Bei Benzinern ist es der CO2 - Ausstoss der ihn vergleichsweise mindestens genauso kritisch betrachten läßt.


Der Mensch und auch alle Tiere stoßen CO2 aus. :mrgreen:

Die Theorie von der menschgemachten Klimaerwärmung, mittels CO2 Ausstoß, halte ich persönlich für äußerst fragwürdig.

Kalt -und Warmzeiten hat es in der gesamten Erdgeschichte schon immer gegeben.

Die CO2 Konzentration in der Erdatmosphäre hat in den letzten 160 Jahren gerade mal um 0,01% zugenommen.

Wer vor diesem Hintergrund an eine "menschgemachte Erderwärmung" glaubt, hält sicher auch den Weihnachsmann für real. :wink:

Wenn der Mensch glaubt er könne ein praktisch statisches, unverändertes Klima bewirken, überschätzt er seine Möglichkeiten enorm.

www.youtube.com/watch?v=GcbtzwLr7wo

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BeitragVerfasst: 30.08.2017, 16:59 
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Und wer die NOx-Belastung als Hauptkritik gegen den Diesel hysterisch ins Feld führt, glaubt dann demgemäß an den Osterhasen:
Zitat:
40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft ist der Grenzwert für die Straßen unserer Städte (Oldenburg lag 2016 im Jahresmittel bei 50 Mikrogramm). Die Festlegung dieser Grenzwerte für die Städte darf man hinterfragen, zieht man als Vergleich die Grenzwerte für gesunde Arbeitsplätze heran. So liegt der Stickoxid-Grenzwert für ein Büro bei 950 Mikrogramm, also gut 24 Mal so hoch wie auf der Straße. Anders formuliert: Was auf der Straße hochgradig gesundheitsschädlich sein soll, ist im Büro nach den gesetzlichen Vorgaben völlig unbedenklich.
Hintergrund ist die unterschiedliche Herangehensweise bei der Festsetzung der Grenzwerte. Für den Arbeitsplatz wurde die Stickoxidbelastung toxikologisch bewertet, das heißt mit Tierversuchen belegt. Erst bei 8000 Mikrogramm NO X pro Kubikmeter Luft kam es zu Reizungen der Atemwege. Bis 2000 Mikrogramm gab es keinerlei messbare Beeinträchtigung
NWZ, 17.08. 2017

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BeitragVerfasst: 30.08.2017, 17:03 
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Das sich deutsche Autokonzerne mit Händen und Füssen gegen zusätzlichen Einbau von Schadstoffverringernden Teilen wehren liegt wohl einzig und allein daran das Sie diese Teile nicht selbst entwickelt haben und keine Lizenzgebühren zahlen wollen! Bitte legt mir das nicht als Schleichwerbung aus! Die deutsche Firma TWIN TECH? hat ein zusätzliches System zur Harnstoffverdampfung entwickelt und sehr erfolgreich getestet. Den schon sehr sauberen VW Blue Motion Motoren die der Euro 6 Stufe entsprechen konnten die Twin tech Entwickler den Schadstoffausstoss um weitere -30% verbessern! Dieses System arbeitet mit einer erhöhten Menge Harnstoffeinspritzung,die vor dem Partikelfilter/Oxykat in verdampfter Form zugegeben wird. Am Kraftstoffverbrauch ändert sich dadurch nichts allerdings erhöht sich der Verbrauch von Harnstoffzusatz.Dafür müssten die Autohersteller grössere Harnstofftanks einbauen und natürlich das genannte Twin tech System! Und genau das scheint der Punkt zu sein ...die simple Weigerung in dieses System zu investieren weil es nicht auf dem eigenen ,,Mist" gewachsen ist! Und vom deutschen Gesetzgeber werden sie leider nicht dazu gezwungen! Ist das der Fluch wenn sich deutsche Bundesländer an Autokonzernen beteiligen , Minister in den Aufsichtsräten sitzen die nicht dazu im Stande sind sinnvollen Einfluss geltend zu machen statt nur Lobbyarbeit zu leisten?


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BeitragVerfasst: 30.08.2017, 17:57 
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Da sind wir schon auf Seite 1 bei Klimawandelskeptizismus und Fake News
Läuft :mrgreen:

@Hellfried
Als absoluter Laie sollte man grundsätzlich wissenschaftliche Erkenntnisse für fragwürdig halten.
Wissenschaftler haben nämlich in der Regel viel weniger Ahnung als man selbst und verstehen selten komplizierte Zusammenhänge. :wink:
Was der Wetterfrosch im Link da zusammensächselt ist im Kern zwar richtig, da wir ein einer Zwischeneiszeit leben, aber man kann natürliche Prozesse, die über 10.000 Jahre ablaufen nicht mit menschgemachten Prozessen, die seit der Industrialisierung laufen, vergleichen.

@25örefan
Vorsicht bei der Linkauswahl...
Von 950 Mikrogramm im Büro war nie die Rede, das hat der Focus sich ausgedacht.
http://faktenfinder.tagesschau.de/stick ... z-105.html
https://www.umweltbundesamt.de/themen/u ... aussenluft


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BeitragVerfasst: 30.08.2017, 19:05 
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Krogen hat geschrieben:
Da sind wir schon auf Seite 1 bei Klimawandelskeptizismus und Fake News
Läuft :mrgreen:

@Hellfried
Als absoluter Laie sollte man grundsätzlich wissenschaftliche Erkenntnisse für fragwürdig halten.
Wissenschaftler haben nämlich in der Regel viel weniger Ahnung als man selbst und verstehen selten komplizierte Zusammenhänge. :wink:
Was der Wetterfrosch im Link da zusammensächselt ist im Kern zwar richtig, da wir ein einer Zwischeneiszeit leben, aber man kann natürliche Prozesse, die über 10.000 Jahre ablaufen nicht mit menschgemachten Prozessen, die seit der Industrialisierung laufen, vergleichen.


Warmzeiten gab es nicht nur vor Tausenden von Jahren sondern zum Beispiel auch im Mittelalter!

Und das ein menschgemachter CO2 Anstieg von 0,01%, in der Atmosphäre, in den letzten 160 Jahren, kaum eine Auswirkung auf die Erderwärmung haben kann, erschließt sich selbst absoluten Laien. :mrgreen:

Als 10jähriger habe ich auch mal an die Richtigkeit der Theorien von Marx und Engels geglaubt aber heute bin ich gegenüber von allen Ideologien, die sich als absolute wahrheit verkaufen, äußerst skeptisch.

Warm - und Kaltzeiten haben in der Erdgeschichte schon existiert bevor es den Menschen überhaupt gab und heute so zu tun als ob man mit der Reduktion des CO2-Ausstoß diesen Klimawandel, den es seit Milliarden von Jahren gibt, zum Stillstand zu bringen, ist mehr als fragwürdig.

Wir leben heute noch in einer Warmzeit aber die nächste Eiszeit kommt bestimmt.

Manche Forscher rechnen schon ab 2030 mit einer Mini-Eiszeit.

Was machen wir dann gegen diese Erdabkühlung? Wieder mehr CO2 ausstoßen. :mrgreen:

www.focus.de/wissen/videos/forscher-war ... 16361.html

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BeitragVerfasst: 30.08.2017, 20:03 
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Der Klimawandel ist eine Erfindung der Chinesen um Amerika zu schaden :mrgreen:
Zitat:
Seit Jahren bezweifelt Trump öffentlich, dass sich das Klima durch den Einfluss der Menschheit rasch wandelt. Das ganze sei ein "hoax", ein Schwindel. Dabei ist ihm keine Theorie zu krude. 2012 etwa hatte er getwittert, es handle sich um ein Komplott der Chinesen –
http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2016-12/klimawandel-donald-trump-klimaforschung-daten-usa/seite-2
Genaaaauuu :wink:
Nur gut dass in DK mehr Vernunft und weniger Hysterie in Bezug auf Dieselfahrzeuge herrscht.
Allerdings zeigen sich die Verkaufszahlen von Dieselfahrzeugen in Deutschland auch nicht gerade dramatisch beeindruckt.

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BeitragVerfasst: 31.08.2017, 07:45 
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Hallo,

einige der Kommentartoren halten Fahrverbote für Dieselfahrzeuge aufgrund der Feinstaubbelastung für übertrieben und wundern sich darüber, dass in DK scheinbar nicht so emotional über das Thema diskutiert wird. Gegebenenfalls liegt es an einem geringeren Verkehrsaufkommen, aber auch an der Mentalität der Deutschen.

Fakt ist, dass Stickoxide gesundheitliche Schäden hervorrufen. Natürlich entstehen diese nicht nur im Verkehr, sondern überall hauptsächlich dort, wo Dieselmotoren zum Einsatz kommen. In den deutschen Ballungszentren, wie Stuttgart z.B. ist die zusätzliche Belastung durch den Verkehr nachweislich gesundheitsschädlich.

Dass die Automobillobbyisten natürlich alle Register ziehen um ihr Schäfchen weiterhin ins Trockene zu bringen, bzw. z.B. ihren Kois nicht zu kalt wird, wundert doch hoffentlich niemanden mehr. Da wird gejammert in den höchsten Tönen- die deutsche Automobilindustrie geht den Bach runter, ganze Regionen werden von Arbeitslosigkeit betroffen sein....

Und was passiert - der deutsche Bürger zuckt kurz zusammen, nickt verständnisvoll, lässt sein softwaregeschöntes Fahrzeug stehen und nimmt das Fahrrad, anstatt "Amok zu laufen" und eine Sammelklage wegen Betrugs anzustrengen, oder zumindestens auf eine Nachbesserung z.B. durch den Einbau eines Katalysators in sein Fahrzeug zu bestehen.

Seit über 10 Jahren ist nicht nur der Bundesregierung nachweislich bekannt, dass Autokonzerne systematisch tricksen, sondern die Lobbyisten mit Herrn Wissmann vom VDA an der Spitze, haben in Brüssel mit Hilfe der Bundeskanzlerin erreicht, dass für dieses Jahr das 2,1fache des auf dem Rollenprüfstand gemessenen Schadstoffausstoßes erlaubt ist und das, obwohl Feinstaub der vorrangig aus Dieselmotoren stammt, schwere gesundheitliche Schäden verursacht.

Schleimhautreizungen, lokale Entzündungen in Luftröhre, Bronchien oder Lungenalveolen, Plaque- und Thrombosebildung in Gefäßen sowie Funktionseinschränkungen des vegetativen Nervensystems sind die Folgen einer ständigen Belastung.
Und was bietet die Automobilindustrie den bereits Erkrankten an?

Eine neue Software, die den Ausstoß verringern soll - wer es glaubt......


Dabei gibt es für Dieselfahrzeuge leistungsfähige Katalysatoren, welche die geforderten Werte problemlos erreichen.

Als 2009 in Deutschland neben dem Hubraum auch der CO2-Ausstoß von Fahrzeugen Grundlage für die KFZ-Steuer wurde, war man absolut nicht zimperlich bei der Umsetzung. Die eingefleischten Ottomotorenfans waren entweder gezwungen ein Fahrzeug mit Katalysator zu erwerben, oder sofern möglich für ihr Fahrzeug mit Katalysator einen Kaltlaufregler (damals typenabhängig mit Einbau und ABE ca. 260 Euro) nachrüsten zu lassen, um von der Schadstoffklasse Euro 1 (15,13 Euro pro 100 cm3) in die günstigere Euro 2-Norm (7,36 Euro pro 100 cm3) zu gelangen, während Dieselfahrzeuge der Schadstoffklasse Euro "Softwarebetrugsnorm" von der KFZ-Steuer befreit wurden, obwohl die Nase eindeutig zu einem anderen Ergebnis kam. Der Verstand sagte bei vielen nein zum Diesel-PKW, aber das Portemonnaie siegte.

Heute ist die Empörung groß, wenn man von Fahrverboten spricht - darüber kann ich als gebeutelter Ottomotorenfan nur gequält lächeln, denn mit gesundem Menschenverstand hat der Dieselmotor immer nur eine Berechtigung in einem LKW oder Bus gehabt, die ausreichend wässrige Harnstofflösung, bzw. „AdBlue“ mitführen können, um den Stickoxidausstoß um ca. 90 Prozent zu reduzieren.

Was jedoch bei allen Diskussionen völlig aus dem Fokus gerät, ist die Tatsache, dass fossile Brennstoffe endlich sind.

Wo sind die Alternativen zum Verbrennungsmotor?
Elektrofahrzeuge sind derzeit aufgrund der geringen Reichweite meistens nur für Kurzstreckenfahrer interessant und Modelle mit vertretbaren Reichweiten werden in zu geringen Auflagen produziert…
Warum wohl?

Ein Schelm, der dabei Böses denkt!


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BeitragVerfasst: 31.08.2017, 07:57 
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Ich glaub das Problem sind nicht die modernen Dieselautos sondern eher die Fabriken und dann gibts ja noch die uralten Baumaschinen die teilweise richtige schwarze Rauchwolken in die Luft blasen und diese dürften trotz Dieselfahrverbote in die Innenstädte.


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