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Nordschleswig als es noch zu Deutschland gehörte
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Seite 1 von 1

Autor:  SmileHier [ 23.09.2017, 20:26 ]
Betreff des Beitrags:  Nordschleswig als es noch zu Deutschland gehörte

Hallo,

mittlerweile sind fast 100 Jahre vergangen, seitdem Nordschlesweg durch Volksabstimmung zu Dänemark kam.

Mich würde jetzt einmal interessieren, ob es in Nordschleswig noch "Sehenswürdigkeiten" aus der Zeit als es noch zu Deutschland gehörte zu sehen sind?
Gibt es noch Gebäude/ Einrichtungen die an die deutsche Zeit erinnern?

Jetzt hoffe ich mal auf zahlreiche Antworten.
Vielen Dank,
Jürgen

Autor:  25örefan [ 24.09.2017, 11:53 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Nordschleswig als es noch zu Deutschland gehörte

Das Deutsche Museum in Sonderburg
http://www.deutsches-museum.dk
Schulmuseum in Aabenraa
http://www.nordschleswig.dk/schulmuseum
Museum Danewerk
https://teilzeitreisender.de/danewerk/
Zeppelinmuseum Tønder:
http://www.luftschiffreise.de/tonder.htm
Für militärhistorisch Interessierte:
Spuren des 1. Weltkrieges:
http://verdenskrigensspor.dk/de/de
http://www.interfest.de/index.php?optio ... Itemid=526

Autor:  gerdson [ 25.09.2017, 07:45 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Nordschleswig als es noch zu Deutschland gehörte

Ich bin innerhalb der deutschen Minderheit nicht / nur wenig vernetzt, ich weiss daher nicht, wie "man" dort so darueberdenkt (nationalistische Spinner gibt es sicherlich, aber "Eiderdaenen" gibt es ja auch noch). Oeffentlich praesent ist die deutsche Vergangenheit jedenfalls kaum.

Allerdings bereiten die Daenen sich schon auf die 100 jaehrige "Genforening" vor. Zwar frotzelt man gelegentlich, heute wuerde die Abstammung anders ausfallen, aber nur wegen der Steuern und Automobilabgaben. :mrgreen:

Autor:  Tatzelwurm [ 25.09.2017, 08:13 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Nordschleswig als es noch zu Deutschland gehörte

Hej,

man könnte das Ganze ja auch anders herum aufmachen,
analog zur Überschrift.

"Als Altona noch zu Dänemark gehörte"

Wieviel Dänemark gibt es noch in SH und in Niedersachsen?

Detlef

Autor:  25örefan [ 25.09.2017, 09:27 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Nordschleswig als es noch zu Deutschland gehörte

Tatzelwurm hat geschrieben:
Hej,

man könnte das Ganze ja auch anders herum aufmachen,
analog zur Überschrift.

"Als Altona noch zu Dänemark gehörte"

Wieviel Dänemark gibt es noch in SH und in Niedersachsen?

Detlef

Könnte man, aber das ist keine Antwort auf die Fragestellung im Eingangspost. :roll:

Autor:  Krogen [ 25.09.2017, 15:00 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Nordschleswig als es noch zu Deutschland gehörte

Also ich finde deutsche Vergangenheit schon noch präsent. Es ging ja vielleicht mehr um das historische Erbe in Form von "Gebäuden/ Einrichtungen", als um die Minderheitsangehörigen von heute.

Architektonisch sieht man noch jede Menge Überbleibsel aus der Zeit zwischen 1864-1920 in den Stadtbildern.
Hier mal eine Auflistung von Beispielen auf Dänisch. --> http://www.museum-sonderjylland.dk/SIDE ... turarv.pdf
Der Badebetrieb auf Rømø wurde z.B. auch in der deutschen Zeit etabliert und vom Staat gefördert.
Ein paar Häuser gibt es noch aus der Zeit --> https://www.fejo.dk/de/haus/FB58

Auch die kulinarischen Einflüsse sind präsent. Das merkt man besonders an den Wurstspezialitäten wie ringriderpølse oder spegepølse. Oder auch Kohlgerichte.
Indirekt ist ja auch det sønderjyske kaffebord durch die deutschen Herrschaft entstanden. Wenn auch nicht als Einfluss.

Autor:  Tatzelwurm [ 25.09.2017, 17:17 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Nordschleswig als es noch zu Deutschland gehörte

25örefan hat geschrieben:
Könnte man, aber das ist keine Antwort auf die Fragestellung im Eingangspost.


Nun schau mal einer guck,
da hat es nur knapp über eine Stunde gedauert, bis der Herr Oberlehrer seinen Tadel verteilt hat.
Danke dafür, :!: :!: :!: :!: :!: :!: , aber
1. wollte ich die Frage nicht beantworten, sondern nur mal in den Raum stellen, dass ausgehend von
von der Eingangsfrage , man die Dinge auch von der anderen Seite betrachten kann,
also welche dänische Einflüsse hat es in Deutschland gegeben.

2. gehe ich mal davon, dass der Threadersteller durchaus in der Lage ist die von dir
aufgeführten Links selbst zu googeln. Vielleicht ging es ihm viel mehr darum
Insiderwissen zu erfahren, um sich so an Hand von persönlichen Erfahrungen, Geschichtchen und
Anekdoten von Freunden oder Verwandten, ein Bild zu machen.
Krogen hat es ja schon vorgemacht.

3. Du hast auch nicht immer mit deinen Beiträgen, die Fragen eines Threaderstellers beantwortet, deshalb ist
4. dein oben zitierter Beitrag überflüssig und auch nur Pöbelei,
wenn auch auf hohem diplomatischem Niveau.

Detlef

Autor:  25örefan [ 25.09.2017, 21:24 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Nordschleswig als es noch zu Deutschland gehörte

OT
Es ist schade, dass eine ernst zu verstehende Frage gerade eines neuen Forumsteilnehmers von Dir (aus Unkenntnis oder Nichtwollen?) nicht einfach in dem Sinne beantwortet wird wie sie eindeutig gemeint ist.
Hier wird in einem Thread eine Frage gestellt, die ich aus Interesse beantworte, ganz im Gegensatz zu Dir, der die Eingangsfrage gar nicht erst zu beantworten versucht, sondern gleich bemüht ist, den Thread auf eine andere Fährte umzuleiten. Eine wie von mir versucht angemesssene Antwort zu einem deutsch-dänischen geschichtshistorischen Thema in einem DK-Forum darf ein Threadsteller wohl erwarten, auch wenn Du der Meinung bist, dass er die Antwort auch selbst mittels Google hätte beantworten können. Auch Deine zu Deiner Rechtfertigung vorgeschützte Annahme, dass es dem Threadsteller eventuell "darum geht Insiderwissen zu erfahren, um sich so an Hand von persönlichen Erfahrungen, Geschichtchen und Anekdoten von Freunden oder Verwandten, ein Bild zu machen" geht zumindest nach der eindeutigen Eingangsfrage ins Leere. Die möglicherweise über die Eingangsfrage hinausgehenden Intentionen des Threadstellers kann ich nicht beurteilen, aber lesen kann ich und die Frage lautete eindeutig ohne Interpretationsspielraum "ob in Nordschleswig noch "Sehenswürdigkeiten" aus der Zeit als es noch zu Deutschland gehörte zu sehen sind?" und endet mit "Gibt es noch Gebäude/ Einrichtungen die an die deutsche Zeit erinnern?"
Daher meine vorsichtige Kritik (von Dir als Pöbelei interpretiert) an (D)einem nicht zum ersten Mal gezeigten d/trolligem Umgang mit ernstgemeinten Fragen.

Autor:  SmileHier [ 26.09.2017, 12:43 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Nordschleswig als es noch zu Deutschland gehörte

Dann melde ich mich noch einmal zu Wort.

Vielen Dank für die tollen Links!

Zum Hintergrund meines Threads:
Ich betreibe Ahnenforschung. Ein Teil meiner Vorfahren wohnte in den ehemaligen deutschen Ostgebieten. In Polen wurden nach der Vertreibung der Deutschen Bevölkerung auch vieles was an Deutschland erinnerte zerstört. Das ging von Gebäuden bis zu eingeebneten Friedhöfen.

Dänemark interessiert mich urlaubsbedingt sehr, und da mal der südliche Teil Dänemarks zu Deutschland gehörte, so bin ich halt auch mal neugierig was in Dänemark von der deutschen Vergangenheit übrig blieb.

Meine Frage war zugegebener weise etwas allgemein gehalten.

Mich interessiert auch ob es z.B. in Dänemark noch alte deutsche Friedhöfe von damals gibt.

Jedenfalls nochmals vielen Dank,

Jürgen

Autor:  Ronald [ 26.09.2017, 13:32 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Nordschleswig als es noch zu Deutschland gehörte

SmileHier hat geschrieben:
Mich interessiert auch ob es z.B. in Dänemark noch alte deutsche Friedhöfe von damals gibt.


Würde ich mit Sicherheit annehmen.
In Aalborg gibt es einen Deutschen Soldatenfriedhof auf dem Søndre Kirkegård.
http://www.volksbund.de/kriegsgraeberst ... lborg.html
Aber ich glaube du suchst eher die Friedhöfe aus dem Ende des 19. Jahrhunderts, Anfang 20stes.

Gruß
-Ronny

Autor:  gerdson [ 26.09.2017, 13:43 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Nordschleswig als es noch zu Deutschland gehörte

Bewusst zerstört worden ist wohl eher nichts, obwohl es aufgrund der Kollaboration vieler Angehöriger der deutschen Minderheit während der Besetzung von 1940-1945 doch zu schweren Ressentiments kam - verständlicherweise. Es ist also allerhand an Porzellan zerbrochen und sicherlich auch noch nicht wieder 100% gekittet worden. Die "Wiedervereinigung" war 1940 ja auch gerade mal 20 Jahre her, da war nicht mal eine Generation herangewachsen, als die Scheiße losging.

Ich gebe mal ein Beispiel: Im Fröslee Lager haben die Deutschen von 1944 - 1945 zehntausende Dänen interniert, und von dort auch einige in deutsche Konzentrationslager verschickt - von denen viele nicht überlebt haben. Dies wird auch im Lager und im Schulunterricht thematisiert (meine Klasse hat z.B. 1983 auf einer Klassenfahrt das Lager besichtigt). Die anschließende fünfjährige Internierung vieler Tausend Angehöriger der Deutschen Minderheit wird aber nur sehr beiläufig erwähnt, obwohl es in diesem Zusammenhang auch zu Verstößen gegen die "Menschenrechte" kam. Das Lager kann man übrigens besichtigen, aber an solche deutschen Bauwerken hast Du wohl eher nicht gedacht (auch nicht an die zehntausend Betonbunker an der Westküste). :wink:

Mit der Nachkriegssituation in Osteuropa ist das aber nicht zu vergleichen.

Autor:  Tatzelwurm [ 26.09.2017, 17:40 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Nordschleswig als es noch zu Deutschland gehörte

@ SmileHier

wenn ein Teil deiner Verwandschaft aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten stammt,
ist es bestimmt interessant das Lager Oksbøl mit in die Planungen einzubeziehen.
Hier wurden zum Ende des 2 WK., viele Deutsche interniert, die über die Ostsee nach Dänemark
geflohen waren. Das Lager bestand bis 1949.
Ich glaube da gibt es sogar ein kleines Lagermuseum,
mit Zahlen und Akten in denen man fündig werden könnte.

Detlef

Autor:  hanno [ 27.09.2017, 14:48 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Nordschleswig als es noch zu Deutschland gehörte

https://www.shz.de/deutschland-welt/kultur/neues-museum-daenemark-erzaehlt-die-deutsche-flucht-id13180781.html

Zitat:
Zweiter Weltkrieg : Neues Museum: Dänemark erzählt die deutsche Flucht !

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