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BeitragVerfasst: 29.08.2019, 23:36 
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https://www.dr.dk/nyheder/regionale/mid ... 0MQM9yUvww
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BeitragVerfasst: 29.08.2019, 23:44 
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OT
DjM schrieb
Zitat:
Tierhalter könnten dem Leid ihrer Tiere vorbeugen, in dem sie relativ einfach umzusetzende Herdenschutzmaßnahmen anwenden.

Das könnt Ihr allenfalls denjenigen weismachen, die die Thematik Herdenschutzmaßnahmen höchstens vom Rande her und keine überregionale oder über unsere Landesgrenzen hinausgehende Berichterstattung dazu kennen.
Auch über den erforderlichen Grundschutz von 90 cm hinausgehende 120cm hohe elektrifizierte Zäune helfen auf Dauer nicht, wie man in Deutschland und auch anderen Ländern leider feststellen muß.
90 cm Zäune sind Makulatur und selbst problemlos überwindbare Zäune von 120 cm stoßen an die Grenze der Praktikablität (Gewicht, Transport Windsteifigkeit) und vom nötigen Untergrabeschutz mal ganz zu schweigen, insbesondere wenn Sie wie vielfach nötig transportabel sein müssen.
Das ist alles andere als (wie von Euch behauptet ) „relativ einfach“, vor allem wenn sogar ein 180cm hoher Elektrozaun samt Untergrabeschutz überwunden werden kann***.
***https://www.nordkurier.de/pasewalk/ein-voller-wolfsschutz-ist-unmoeglich-0735417905.html
Diese unzureichenden Zäune werden nicht errichtet, weil sie etwa soooo gut vor Wölfen schützen, sondern als verpflichtende Voraussetzung um überhaupt Entschädigung zu erhalten und teilweise sogar um von Seiten der Öffentlich und insbesondere von Wolfsbefürwortern nicht der Schuldzuweisung „fehlender/ mangelhafter Schutz“ ausgesetzt zu werden.
Gleiches trifft auch für Herdenschutzhunde (HSH) zu, die immer wieder gern empfohlen werden, in ihren Herkunftsländern sicher oftmals gute Dienste leisten, im Einsatz in unseren dichtbesiedelten Kulturlandschaften aber alles andere als „ relativ einfach“ wenn nicht gar hinter Elektrozäunen gehalten wenig effektiv und mit zahlreichen Problemen verbunden sind.
Thomas Schoke, Hundetrainer und Autor des Standard-Nachschlagewerks „Herdenschutzhunde“ sagt dazu ganz deutlich:
Zitat:
Gebiete in Südost- und Osteuropa, in denen Herdenschutzhunde eingesetzt werden, sind extrem dünn besiedelt. Ein Rudel kontrolliere dort ein Territorium von 15 Quadratkilometern und mehr. „Die Einheimischen wissen das. Da geht niemand hin.“ Herdenschutzhunde könnten deshalb nicht in jedem Umfeld eingesetzt werden. „In den dicht besiedelten und touristisch stark genutzten Alpen [wie auch in anderen unserer Kulturlandschaften] stehen die notwendigen Räume nicht zur Verfügung“, sagt Schoke.

Während in traditionellen Herdenschutzgebieten der Abstand zwischen Gehöften oft 20 Kilometer betrage, bestehe in den Voralpen zwischen Almen und zwischen Höfen [übertragbar auch auf andere unserer Kulturlandschaften] meist Sichtkontakt, von Städten und Dörfern ganz zu schweigen.

Thomas Schoke ergänzt noch: „Wo Herdenschutzhunde eingesetzt werden, gerät der Wolf unter Verdrängungsdruck und zieht eine Weide weiter. Das ist das klassische Floriansprinzip.“ Doch je mehr man den Wolf aus Weidegebieten vertreibe, desto näher komme er den Menschen, und das sei nicht wünschenswert.

Sorge bereitet ihm auch das Schicksal von Herdenschutzhunden: „Wenn die Projekte schief gelaufen sind, wird man sie am Ende davonjagen, sich selbst überlassen, in Tierheime abschieben oder einschläfern, denn geeignete Plätze bei privaten Hundehaltern sind jetzt schon Mangelware.“

https://www.merkur.de/lokales/bad-toelz/bad-toelz-ort28297/im-gespraech-mit-thomas-schoke-schutzhunde-gegen-wolf-8355120.html
Zudem:
Wissen diejenigen Tier- und Wolfsschützer, die HSH eilfertig als sicheren und möglicherweise wie DjM noch als „relativ einfachen“ Herdenschutz empfehlen, wie HSH im Ernstfall auch arbeiten? Dass sie
im Ernstfall dem eigentlich geschützten Wolf nämlich auch mit tödlichem Ausgang für den Wolf begegnen und das billigend in Kauf genommen wird, dass auch der HSH als Gehilfe des Menschen beim Schutz von Weidetieren der Gefahr an Leib und Leben ausgesetzt ist?
Und ist eigentlich bekannt, wieviele HSH z.B. für eine Herde Schafe benötigt werden?
So hält zum Beispiel der Schäfer Jürgen Körner in Jüterbog südlich von Berlin für seine 1200 Schafe immerhin 23 Pyrenäenberghunde* und wurde trotz dieser und zusätzlichem Zaun Opfer einer Wolfsattacke mit toten, verletzten und versprengten Schafen.**
*[url]http://www.der-landfotograf.de/herdenschutzhunde-•-schaeferei-juergen-koerner-•-jueterbog-brandenburg/[/url]
**http://www.maz-online.de/Lokales/Teltow-Flaeming/Woelfe-auf-Beutezug-in-Frankenfoerde?fbclid=IwAR14FxrcOZtvhpkrh_lV2URJVgutzkFznkY1Qe587feGCCkeFbvYhHMi02g

PS
Stehen nicht in unserem Land dort wo Wölfe besonders viele Probleme bereiten wieder Wahlen an, bei denen das Thema Wolf ein ausschlaggebender Faktor für eine Wählerentscheidung sein könnte.
Ist das nach längerer Zeit der Abstinenz erneute, vehemente Einsetzen pro Wolf von DjM vielleicht auch ein Motiv sich hier im Forum ausschließlich dem Thema Wolf und einer Entscheidungsfindung zu widmen?
Nein sicher nicht, der Einsatz gilt sicher nur der neutralen Aufklärung :wink:

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BeitragVerfasst: 30.08.2019, 06:38 
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Werter Gerald,
sollen DEINE! ,, Anregungen" als Entscheidungshilfe für pro oder kontra kurz vor den anstehenden Wahlen dienen ?

Bange machen & Hysterie schüren gilt nicht!

Es gibt bei der Wolfspopulation durch illegale Jagd, gezieltes vergiften, Fallen stellen und Zusammenstöße mit Verkehrsmitteln Verluste. Diese Art der ,,Bestandsregelung" wird von einigen Wenigen begrüßt ;kommt aber merkwürdiger Weise nur selten an die Öffentlichkeit! Warum?
Wer Was in unseren Breitengraden so als Kulturgesellschaft in einer Kulturlandschaft bezeichnet sorgt leider schon auf seine Weise dafür das die Population an Wölfen nicht überhand nimmt wenn es ihm nicht in den Kram/ Kalkulation passt oder einfach nur über den Weg läuft.
So grausig die Bilder von gerissenen Nutztieren auf den ersten Blick erscheinen ; irgendwann würden diese Tiere auf unseren Tellern oder in den Fresspötten unserer geliebten Vierbeinigen Familienmitglieder landen. Was ein Teil dieser Nutztiere in ihrem Leben hat erleiden müssen und was und wie die letzten Minuten ihres Lebens hinter geschlossenen Schlachthaustüren zugeht bleibt meistens ein Geheimnis von dem keiner etwas wissen soll und die meisten nichts wissen wollen.
Die Bilder von Wölfen die aus langer Weile von techisch hochgerüsteten Hobbyjägern & Wolfshassern gehetzt werden bis sie tot umfallenoder sich erschöpft auf kurze Distanz erschießen lassen ,gezielt überfahren, gefangen und zu Tode gequält werden kann man auch finden wenn man danach sucht.

In TV und Presseberichten findet man Diese! Bilder nicht ; was wohl kaum am Schutz vor Bildern roher Gewalt an Tieren liegen wird!


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BeitragVerfasst: 30.08.2019, 08:36 
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Zitat:
So grausig die Bilder von gerissenen Nutztieren auf den ersten Blick erscheinen ; irgendwann würden diese Tiere auf unseren Tellern oder in den Fresspötten unserer geliebten Vierbeinigen Familienmitglieder landen. Was ein Teil dieser Nutztiere in ihrem Leben hat erleiden müssen und was und wie die letzten Minuten ihres Lebens hinter geschlossenen Schlachthaustüren zugeht bleibt meistens ein Geheimnis von dem keiner etwas wissen soll und die meisten nichts wissen wollen.

Dass Menschen und deren Haustiere auch Fleisch konsumieren ist kein Argument, dafür Wolfsrisse erdulden zu müssen. Dass die Nutztierhaltung und -verwertung in Teilen verbesserungswürdig ist, ist unbestreitbar, aber ein Übel rechtfertig nicht das andere.
Allerdings trifft die Bedrohung durch Wolfsrisse genau die, die sich mit der Weidetierhaltung um eine artgerechte Haltung bemühen.

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BeitragVerfasst: 30.08.2019, 08:38 
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BLAVANDS HUK
Zitat:
Werter Gerald,
sollen DEINE! ,, Anregungen" als Entscheidungshilfe für pro oder kontra kurz vor den anstehenden Wahlen dienen ?

Nein und zudem engagiere ich mich hier im Forum nicht ausschließlich mit dieser Thematik.

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BeitragVerfasst: 30.08.2019, 10:15 
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25örefan hat geschrieben:
Allerdings trifft die Bedrohung durch Wolfsrisse genau die, die sich mit der Weidetierhaltung um eine artgerechte Haltung bemühen.

Genau diese Tatsache wird hier von Anfang an geflissentlich ausgeblendet.
Zurück zur Stallhaltung als Schutz vor Wolfsrissen?
Im Übrigen werden nicht nur Nutztiere gerissen die später der Lebensmittelindustrie hätten zugeführt werden würden.


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BeitragVerfasst: 30.08.2019, 14:34 
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25örefan hat geschrieben:
Wissen diejenigen Tier- und Wolfsschützer, die HSH eilfertig als sicheren und möglicherweise wie DjM noch als „relativ einfachen“ Herdenschutz empfehlen, wie HSH im Ernstfall auch arbeiten? Dass sie
im Ernstfall dem eigentlich geschützten Wolf nämlich auch mit tödlichem Ausgang für den Wolf begegnen und das billigend in Kauf genommen wird, dass auch der HSH als Gehilfe des Menschen beim Schutz von Weidetieren der Gefahr an Leib und Leben ausgesetzt ist?


Diejenigen, die hier aufmerksam mitgelesen haben, wissen mittlerweile, wie Herdenschutzhunde arbeiten:

Zitat:
Herdenschutzhunde [...] müssen Angreifer melden und durch Imponiergehabe verscheuchen, sie jedoch nicht angreifen. Herdenschutzhunde verteidigen so ihre Nutztierherden gegen Gefahren eher passiv. [...]

Herdenschutzhunde haben ein typisches Spielverhalten (Kämpfe, Jagd, Unterwerfung, Dominanz). Sie besitzen aber kein ausgeprägtes Jagdverhalten. [...]

Große, schwere Hunde wie die Herdenschutzhunde haben im Allgemeinen eine sehr hohe Reizschwelle (beim Menschen »stoische Ruhe« genannt). Einen solchen Hund kann man als gelassen, ausgeglichen, geduldig, zurückhaltend, aber auch langsam, behäbig, faul und träge bezeichnen. [...] In Sachsen werden die Schafherden weitestgehend gekoppelt. Die Herdenschutzhunde sind dann in der eingezäunten Weide ohne Aufsicht des Schäfers tätig. Der Koppelzaun ist ihre Grenze. [...]

Schutzverhalten: Grundlage für diese Eigenschaft ist die Fähigkeit des Hundes, auf Abweichungen von der »Routine« zu reagieren. Folgerichtig wurde und wird bei der Selektion von Herdenschutzhunden darauf hingearbeitet, dass sie jede neue oder verdächtige Situation im Umfeld durch Alarmbellen anzeigen.

Freistaat Sachsen, Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie: Herdenschutzhunde und sichere Einzäunung - Hinweise zum Schutz vor dem Wolf


Du kennst diesen Text ganz genau. Wenn Du trotzdem hier gebetsmühlenartig wiederholst, dass Herdenschutzhunde mit Wölfen kämpfen müssten, praktizierst Du genau das, was BLAVANDS HUK Dir bereits vorgeworfen hat: Bange machen & Hysterie schüren.

Auch Deine Argumentationstechnik des "Strohmann-Arguments" ist allzu durchschaubar. Bei der Strohmann-Argumentation wird die Argumentation des Diskussionspartners sinnentstellt, verfälscht oder verzerrt wieder gegeben und sich dann an dem Argument abgearbeitet, das der Meinungsgegner tatsächlich jedoch nie hervorgebracht hat. In diesem Fall ist es die dreiste Falschbehauptung, wir hätten Herdenschutzhunde als "relativ einfachen" Herdenschutz empfohlen.

Die von uns angesprochenen relativ einfach umzusetzenden Herdenschutzmaßnahmen haben wir in dem Zitat des dänischen Umweltministeriums ganz genau konkretisiert:

Zitat:
En af de bedste og mest effektive måder at sikre husdyr som får, lam, geder og andre mindre husdyr mod ulveangreb er, at ulvesikre eksisterende hegn med ekstra strømførende tråde. Den metode har man gode erfaringer med i både Tyskland, Frankrig, Norge og Sverige. I mange tilfælde er der tale om relativt små opgraderinger og modifikationer på allerede eksisterende hegn. [...]

Nedenfor beskrevne hegn vil aldrig være 100% ulvesikre, men kan i væsentlig grad nedsætte risikoen for ulveangreb på husdyr.


Miljø- og Fødevareministeriet: Hvordan beskytter man sine husdyr? https://mst.dk/natur-vand/natur/artsleksikon/pattedyr/ulv/hvordan-beskytter-man-sine-husdyr/
Übersetzung:
Zitat:
Eine der besten und effektivsten Methoden zum Schutz von Schafen, Lämmern, Ziegen und anderen kleineren Weidetieren gegen Wolfsangriffe, ist die Nachrüstung bereits existenter Weidezäune mit extra stromführenden Litzen. Mit dieser Nachrüstung hat man in Deutschland, Frankreich, Norwegen und Schweden gute Erfahrungen gemacht. In vielen Fällen sind bereits geringfügige Nachrüstungen und Veränderungen an bereits vorhandenen Zäunen ausreichend.
Die nachfolgend beschriebenen Zaunvariationen können keine 100%ige Sicherheit garantieren, aber das Risiko eines Wolfsangriffs auf Weidetiere in ganz wesentlichem Maße senken.


Dänisches Umweltministerium: Wie schützt man seine Weidetiere? https://mst.dk/natur-vand/natur/artslek ... ne-husdyr/
[/quote]

Die von Dir, 25örefan, hier immer wieder angepriesene Jagd auf Wölfe bietet auch keine bzw erst recht keine 100%ige Sicherheit, im Gegenteil. Die verbliebenen Wölfe werden weiterhin unzureichend geschützte Weidetiere reißen, womit für den Tierhalter überhaupt nichts gewonnen wäre. Oder Du bist einfach so ehrlich, dann auch mal langsam zuzugeben, dass Du die Wölfe komplett wieder ausgerottet sehen willst. Alles andere hilft nur den Jägern, die Du hier immer so gerne so zahlreich zitierst.


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BeitragVerfasst: 30.08.2019, 14:46 
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Die ständigen Unkenrufe, dass der Wolf die Weidetierhaltung bedrohen würde oder dass die Schafbestände wegen der Rückkehr der Wölfe rückläufig wären, lässt sich in Dänemark in Zahlen jedenfalls nicht abbilden:

Schafbestände in Dänemark (Anzahl Schafe):

2008: 136.049
2009: 103.977
2010: 159.626
2011: 143.890
2012: 153.691
2013: 151.300
2014: 153.482
2015: 144.418
2016: 147.209
2017: 154.129
2018: 143.797


Quelle: Danmarks Statistik https://www.dst.dk/da/


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BeitragVerfasst: 30.08.2019, 17:40 
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Ronald@ ,
da hast du Recht wenn es um Schoß & Jagdhunde geht die einen Wolf oder deren Welpen gezielt oder zufällig aufstöbern und dabei den kürzeren ziehen. Die landen nicht auf dem Teller oder im Hundefutter. Was Pferden und anderen Pferdeartigen, zum Graus der normalen Pferdeliebhaber aber schon passieren kann denn Profizüchter geben besonders ihren ausgedienten & hochprämierten Genträger Hengst nicht unbedingt an einen Tierfreund ab der dem Tier das Gnadenbrot bis zum natürlichen Tod gewährt. Der landet dann , wenn auch nicht unbedingt in Deutschland auch auf dem Teller oder im Fressnapf! Ich bin jetzt mal davon ausgegangen das ich die wesentlichen Tierarten genannt habe die du mit ,, nicht nur Nutztiere" gemeint hast und deren Besitzergruppen mit das größte Interesse daran haben das der Wolf nach Möglichkeit wieder so spurlos verschwindet wie er aufgetaucht ist.


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BeitragVerfasst: 31.08.2019, 00:12 
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Die jungen Mitteleuropäer hat geschrieben:
25örefan hat geschrieben:
Wissen diejenigen Tier- und Wolfsschützer, die HSH eilfertig als sicheren und möglicherweise wie DjM noch als „relativ einfachen“ Herdenschutz empfehlen, wie HSH im Ernstfall auch arbeiten? Dass sie
im Ernstfall dem eigentlich geschützten Wolf nämlich auch mit tödlichem Ausgang für den Wolf begegnen und das billigend in Kauf genommen wird, dass auch der HSH als Gehilfe des Menschen beim Schutz von Weidetieren der Gefahr an Leib und Leben ausgesetzt ist?


Diejenigen, die hier aufmerksam mitgelesen haben, wissen mittlerweile, wie Herdenschutzhunde arbeiten:

Zitat:
Herdenschutzhunde [...] müssen Angreifer melden und durch Imponiergehabe verscheuchen, sie jedoch nicht angreifen. Herdenschutzhunde verteidigen so ihre Nutztierherden gegen Gefahren eher passiv. [...]

Herdenschutzhunde haben ein typisches Spielverhalten (Kämpfe, Jagd, Unterwerfung, Dominanz). Sie besitzen aber kein ausgeprägtes Jagdverhalten. [...]

Große, schwere Hunde wie die Herdenschutzhunde haben im Allgemeinen eine sehr hohe Reizschwelle (beim Menschen »stoische Ruhe« genannt). Einen solchen Hund kann man als gelassen, ausgeglichen, geduldig, zurückhaltend, aber auch langsam, behäbig, faul und träge bezeichnen. [...] In Sachsen werden die Schafherden weitestgehend gekoppelt. Die Herdenschutzhunde sind dann in der eingezäunten Weide ohne Aufsicht des Schäfers tätig. Der Koppelzaun ist ihre Grenze. [...]

Schutzverhalten: Grundlage für diese Eigenschaft ist die Fähigkeit des Hundes, auf Abweichungen von der »Routine« zu reagieren. Folgerichtig wurde und wird bei der Selektion von Herdenschutzhunden darauf hingearbeitet, dass sie jede neue oder verdächtige Situation im Umfeld durch Alarmbellen anzeigen.

Freistaat Sachsen, Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie: Herdenschutzhunde und sichere Einzäunung - Hinweise zum Schutz vor dem Wolf


Du kennst diesen Text ganz genau. Wenn Du trotzdem hier gebetsmühlenartig wiederholst, dass Herdenschutzhunde mit Wölfen kämpfen müssten, praktizierst Du genau das, was BLAVANDS HUK Dir bereits vorgeworfen hat: Bange machen & Hysterie schüren.

Interessant.
Klar kenne ich den Text, aber bloß weil Ihr hier die zweifelhaften Worte des „Freistaates Sachsen, Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie: Herdenschutzhunde und sichere Einzäunung - Hinweise zum Schutz vor dem Wolf“
zitiert, „wissen“ also all diejenigen, die hier aufmerksam mitgelesen haben mittlerweile (wirklich?), wie Herdenschutzhunde arbeiten?
Und zudem habe ich geschrieben:...wie HSH im Ernstfall auch arbeiten
Was ist daran wie laut Eurem Urteil „Bange machen & Hysterie schüren“?

Weiter noch:
Dass zum einen ein anerkannter Experte für Herdenschutzhunde wie Thomas Schoke deren Einsatz in dicht besiedelten Kulturlandschaften für unsinnig hält und dass im Gegensatz zur Auffassung des Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie auch ganz andere Erfahrungen gemacht werden, als dass ein HSH nur mit Abschreckung ohne direkten Kontakt mit dem Wolf arbeitet gilt also nicht?
Deutschland:
Zitat:
SCHWER VERLETZT
Herdenschutzhund kämpft mit Wolf

https://www.volksstimme.de/lokal/havelberg/schwer-verletzt-herdenschutzhund-kaempft-mit-wolf
Frankreich:
Zitat:
Von Wölfen geschlachtete Schutzhunde
In der Nacht vom 30. auf den 31. August schlugen die Wölfe erneut in Villeneuve d'Entraunes ein. Wieder war es die Herde von Didier Trigance, die getroffen wurde. Diesmal richtete der Angriff jedoch einen anderen Schaden an: Didier Trigance hatte 7 Schutzhunde. Patous Hunde und Estrela. Die Hunde kämpften mit den Wölfen und nur einer kam unversehrt aus dem Angriff heraus. Ein Hund wurde von den Wölfen getötet, ein anderer, verwundet, musste gestern Nachmittag eingeschläfert werden. 4 sind schwer verletzt. Dieser Angriff macht die traurige Demonstration der Ineffizienz der Hunde zur Verteidigung der Herden.

Wenn man die Kosten für den Kauf eines Patou [Herdenschutzhund] den Zeitaufwand für deren Erziehung kennt, kann man sehen, wie unsinnig die Schutzmaßnahme für Hirten ist. Die Tageshunde stehen Wölfen gegenüber, sie tragen nicht das Gewicht und verhindern keine Angriffe. Was nützt es unter diesen Umständen, wenn die Landwirte sie kaufen müssen?

Bei diesem Angriff wurden 2 Mutterschafe verletzt, 1 Drittel war trächtig, musste geschlachtet werden, 2 Lämmer wurden getötet.

Wölfe gegen Schutzhunde: Der Wolf ist der Stärkste

"Vor ein paar Tagen kamen drei Wölfe 300 Meter von hier unter die Hütte....
So beginnt Didier Trigance, ein Hirte in den Alpes-Maritimes, gestern Morgen die Geschichte eines Wolfsangriffs, bei dem er praktisch 6 von 7 Hunden verloren hat.

Sie haben sich verteidigt, aber zu welchem ​​Preis!

Didier Trigance betreut 2200 Mutterschafe, darunter 1000 Lämmer, denen 7 Schutzhunde, Pyrenäenhirten (Patou) und Estrela (portugiesischer Sennenhund) helfen. Letzte Nacht war der Rekord schwer. Ein Hund ist weg, höchstwahrscheinlich tot. Fünf Hunde schwer verletzt. Der Tierarzt wird auf den Sommerweiden erwartet. Es gibt noch eine Hündin, die als Patou operiert, aber ängstlich ist und anscheinend aus dem Konflikt heraus geblieben ist. Für die Wache kann ein einzelner Hund für 2.200 Bestien nicht effektiv sein.

Die Beschützer des Wolfes werden uns mitteilen, dass die Herde geschützt war, da auf den 2200 Tieren nur 2 Lämmer und 3 schwer verwundete Mutterschafe getötet wurden, die wahrscheinlich eingeschläfert werden. Der Verlust ist gering, aber ... nutzlos. Und jetzt hat der Hirte keine Einsatzhunde mehr, die dem Wolf den Weg offen lassen. Der Schutzhund ist daher nicht die nachhaltige Lösung, um die Nachhaltigkeit einer extensiven Zucht zu gewährleisten.

Was den Ersatz von Hunden angeht, so können wir sagen, wenn wir den Preis eines Schutzhundes im Vergleich zu der Hilfe, die die Ökologen den Hirten und Züchtern großzügig gewähren, kennen, dass die Kosten viel höher sind...

Ganz zu schweigen vom finanziellen Wert, der Hund ist nicht nur ein Gegenstand, der in einem Supermarkt gefunden wird. Es ist auch kein elektrischer Zaun. Ein Hund hat auch für einen Hirten einen sentimentalen Wert. Morgens an der Tür der Hütte halb geschlachtete Bluthunde zu finden, wenn sie noch am Leben sind, ist nicht angenehm und bleibt zutiefst schockierend. All dies zum Wohle einer ultrageschützten Wildart ohne Begründung.
http://www.eleveursetmontagnes.org/actualite/13-actualite/861-des-chiens-de-protection-massacres-par-les-loups
Frankreich:
https://m.youtube.com/watch?v=Jwod0j6kAj4
Frankreich:
Zitat:
Un loup mis à mort par des patous/ Wolf von HSH getötet

https://www.nicematin.com/faits-divers/un-loup-mis-a-mort-par-des-patous-271252
PS
Auf die von mir zitierten Beispiele, bei denen HSH selbst in großer Anzahl im Einsatz gegen den Wolf erfolglos geblieben sind, geht Ihr ebenso wie auf die Beispiele des erfolglosen Einsatzes von nach Eurer Auffassung „relativ einfachen“ Herdenschutzmaßnahmen, und da verbleibt ja nur der Grundschutz von 90cm plus zusätzlicher marginaler Aufstockungen, die nachweislich auch überwunden werden, geht Ihr geflissentlich nicht ein. Warum?
PPS
Filmaufnahmen von HSH, die einen Wolf töten werden auf FB regelmäßig (als Gewaltdarstellungen?) gemeldet und entfernt.
PPPS
DjM schrieb
Zitat:
Die von Dir, 25örefan, hier immer wieder angepriesene Jagd auf Wölfe bietet auch keine bzw erst recht keine 100%ige Sicherheit, im Gegenteil. Die verbliebenen Wölfe werden weiterhin unzureichend geschützte Weidetiere reißen, womit für den Tierhalter überhaupt nichts gewonnen wäre. Oder Du bist einfach so ehrlich, dann auch mal langsam zuzugeben, dass Du die Wölfe komplett wieder ausgerottet sehen willst. Alles andere hilft nur den Jägern, die Du hier immer so gerne so zahlreich zitierst.

Ich „preise“ die Jagd nicht an, aber sie das Instrument der Regulierung wie bei anderen Wildarten auch, da eine Selbstregulierung unter den Bedingungen unserer Kulturlandschaften Illusion ist.
Und weshalb sollte eine Regulierung, um den Wolf auf eine möglichst geringen aber überlebensfähige Population zu halten, Weidetierhaltern, die bemüht sind Ihre Tier möglichst artgerecht auf der Weide zu halten, nichts nützen?
Weniger Wölfe, weniger Schäden....
Warum sollte ich wollen, dass der Wolf bei uns wieder vollständig ausgerottet wird?
Regulierung inkl. wolfsfreier Zonen reicht (nicht nur) mir.

Und welchen Nutzen hätten „die Jäger“, die ich angeblich „ immer so gerne so zahlreich zitiere“?
Als Jagdkonkurrenten brauchen Sie ihn nicht fürchten, da ist das der Straßenverkehr wahrlich ein bedrohlicherer Konkurrent und essen würden den Wolf wohl die wenigsten....

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BeitragVerfasst: 01.09.2019, 18:49 
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25örefan hat geschrieben:
Weniger Wölfe, weniger Schäden....


Nicht schon wieder :roll:
Studien von diversen Kontinenten sowie die u. a. bestehenden Erfahrungen aus Deutschland belegen, dass das eine Milchmädchenrechnung fernab jeglicher Realität ist.

Die Zahl der Risse ist abhängig von Umfang und Qualität der Herdenschutzmaßnahmen, nicht von der Anzahl der Wölfe.

Zitat:
Wolfsabschüsse schützen keine Nutztiere. [...] Ganz im Gegenteil: getötete Wölfe führen in fast einem Drittel der untersuchten Fälle zu mehr Nutztierschäden. [...] Nur in 29 Prozent der untersuchten Fälle konnte ein minimaler und nur kurzfristiger Rückgang der Übergriffe auf Nutztiere durch eine Wolfstötung erzielt werden. Bei 71 Prozent wurden hingegen keine Effekte oder sogar mehr Nutztierschäden festgestellt. Herdenschutzmaßnahmen und visuelle Abschreckungen wie Flatterbänder hingegen erfreuen sich großer Wirksamkeit. In 80 Prozent der untersuchten Fälle nahmen die Risse deutlich ab.

VET-MAGAZIN, 19.09.2016: Wolfsabschüsse schützen keine Nutztiere https://vet-magazin.de/wissenschaft/wil ... tiere.html


Beispiel Niedersachsen:

Zahl der Wolfsterritorien¹
2016/2017: 17 (10 Rudel, 6 Paare, 1 Einzeltier)
2017/2018: 24 (15 Rudel, 9 Paare, 0 Einzeltier)

= Territorien: +41%, Rudel +50%, Paare +50%

Zahl der getöteten Nutztiere²:
2017: 428
2018: 327


= Rückgang der Risszahlen um -24%

Wie marginal die Risszahlen und damit die Problematik durch die Wölfe ist, lässt sich ebenfalls anhand aktueller niedersächsischer Zahlen ableiten - anhand der Zahl der Nutztiere, die ungenutzt zur Entsorgung in den Tierkörperbeseitigungsanstalten landen.

2016 wurden 6,6% der Schafe in Tierkörperbeseitigungsanstalten entsorgt.³ Nicht enthalten sind Totgeburten und Lämmer bis einschließlich 14. Lebenstag. Die natürliche Verlustrate dieser wird vom Landvolk noch einmal auf 5% - 10% beziffert.²
11,6% bis 16,6% beträgt folglich die natürliche Verlustrate an Schafen.
Die wolfsbedingte Verlustrate liegt bei gerade einmal 0,13%.

Die Zahl der Rinder, die bundesweit 2016 ungenutzt in Tierkörperbeseitigungsanstalten entsorgt wurden, betrug 579.111 Rinder von insgesamt 12.3 Mio. gehaltenen Tieren.⁴ Durch Wolfsangriffe wurden 67 Rinder - vorwiegend Kälber - getötet. Das entspricht einer Quote von gerade einmal 0,0005% gegenüber 4,68%, die "natürlich" verendet sind und es schlichtweg nicht mehr bis zur Schlachtbank geschafft haben.

Ginge es hier also wirklich um das Wohl von Schafen und Rindern oder um existenzgefährdende Verluste, müsstest doch auch Du, 25örefan, Dich viel inbrünstiger dafür einsetzen, die Umstände abzuschaffen, die zu dem nutzlosen Tod der Hunderttausende von Tieren führen, die dann letztlich nur für den Müll "produziert" worden sind. Warum kreist Du stattdessen eigentlich immer nur um den Wolf?

25örefan hat geschrieben:
Ich „preise“ die Jagd nicht an, aber sie das Instrument der Regulierung wie bei anderen Wildarten auch, da eine Selbstregulierung unter den Bedingungen unserer Kulturlandschaften Illusion ist.


Alle Wildarten? Sind die Igel, Singvögel, Amphibien und Eichhörnchen in Deinem Garten etwa keine Wildarten? Und wo befindet sich Kulturlandschaft, wenn nicht in unseren Gärten? Wieviele Meisen, Rotkehlchen, Eulen, Frösche, Kröten, Igel und Eichhörnchen müssen denn dort regelmäßig getötet werden, damit sich die Bestände nicht unkontrolliert vermehren? Oder regulieren sie sich nicht doch auf natürliche Weise - durch Begrenzung von Nahrung, Revieren, Brutplätzen und durch natürliche Fressfeinde?
Die angebliche Notwendigkeit der Regulierung durch den Menschen ist ein Konstrukt, dass lediglich eine Tradition rechtfertigen soll - das sinnlose Abschießen von Wildtieren. Das bereits seit Jahrzehnten bestehende Jagdverbot im Kanton Genf in der Schweiz und das Verbot der Fuchsjagd in Luxemburg beweisen, dass die von Jägern prophezeiten Zivilisationsuntergangsbeschwörungen nichts als heiße Luftnummern waren, um das eigene Treiben zu rechtfertigen.

Glücklicherweise hat die EU zu dem Thema Wölfe eine klare Haltung, die die dänischen Jäger zutiefst bedauern:

Zitat:
Det er derfor dybt beklageligt og uansvarligt, at EU-kommissionen har truffet en politisk beslutning om, at der ikke skal ske ændringer i den strenge beskyttelsesstatus for ulven eller andre arter som f.eks. bæver i Danmark, der er beskyttet i henhold til EU-lovgivningen. Dette, uanset hvordan antal og koncentration af ulve udvikler sig i hele Europa og i de nordiske lande.

Denne holdning blev bekræftet af EU-kommissionens repræsentant, der talte på Den Europæiske Jagtkonference, der blev afholdt i forlængelse af FACE-medlemsmødet i Holland den 11. april 2019.


Jægerforbundet, 15.04.2019: Ulv: EU-Kommissionen lytter ikke https://www.jaegerforbundet.dk/om-dj/dj ... tter-ikke/


¹ Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Wolf: Wolfsterritorien, Niedersachsen https://dbb-wolf.de/Wolfsvorkommen/terr ... &Jahr=2017
² MK Kreiszeitung, 29.03.2019: Zahl der Nutztierrisse durch Wölfe zuletzt deutlich rückläufig https://www.kreiszeitung.de/lokales/nie ... 99744.html
³ Landtagsantwort der niedersächsischen Landesregierung 18/4368 vom 16.08.2019 https://www.landtag-niedersachsen.de/nilas/
Bundestagsdrucksache 19/1756 vom 19.04.2018: Tierschutzrelevante Befunde aus Verarbeitungsbetrieben für tierische
Nebenprodukte
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/017/1901756.pdf


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BeitragVerfasst: 01.09.2019, 20:51 
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DjM schrieb
Zitat:
Nicht schon wieder :roll:
Studien von diversen Kontinenten sowie die u. a. bestehenden Erfahrungen aus Deutschland belegen, dass das eine Milchmädchenrechnung fernab jeglicher Realität ist.

Nicht schon wieder :roll:
Dies ist keine Milchmädchenrechnung:
Kein Wolf = keine Risse
Ein Wolf = keine Risse + x Risse
Zwei Wölfe = keine Risse + x Risse
usw.
Die Reihe wird keineswegs heißen:
Zwei Wölfe + x Wölfe = weniger Risse

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BeitragVerfasst: 01.09.2019, 21:15 
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DjM schrieb
Zitat:
Die Zahl der Rinder, die bundesweit 2016 ungenutzt in Tierkörperbeseitigungsanstalten entsorgt wurden, betrug 579.111 Rinder von insgesamt 12.3 Mio. gehaltenen Tieren.⁴ Durch Wolfsangriffe wurden 67 Rinder - vorwiegend Kälber - getötet. Das entspricht einer Quote von gerade einmal 0,0005% gegenüber 4,68%, die "natürlich" verendet sind und es schlichtweg nicht mehr bis zur Schlachtbank geschafft haben.

Die Prozentzahlen sehen anders aus, wenn man die Weidetierhaltung betrachtet. Andere Haltungsformen sind nicht betroffen.

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BeitragVerfasst: 01.09.2019, 21:33 
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DjM schrieb
Zitat:
Alle Wildarten? Sind die Igel, Singvögel, Amphibien und Eichhörnchen in Deinem Garten etwa keine Wildarten? Und wo befindet sich Kulturlandschaft, wenn nicht in unseren Gärten? Wieviele Meisen, Rotkehlchen, Eulen, Frösche, Kröten, Igel und Eichhörnchen müssen denn dort regelmäßig getötet werden, damit sich die Bestände nicht unkontrolliert vermehren? Oder regulieren sie sich nicht doch auf natürliche Weise - durch Begrenzung von Nahrung, Revieren, Brutplätzen und durch natürliche Fressfeinde?

Das ist eine Frage der Definition:
Zitat:
Wild im Sinne der Wildbiologie umfasst die Gesamtheit der auf der Erde vorkommenden jagdbaren Landwirbeltiere, zum Unterschied von fischbaren (Fische) oder sammelbaren (Schnecken, Frösche, Insekten) Tieren. Nach Jagdrecht gelten als Wild die „jagdbaren wildlebenden Tiere“,[2] also die in den jagdrechtlichen Vorschriften aufgelisteten Arten. Wild nach dieser Definition bleiben selbst die Arten, die nach dem Jagdrecht ganzjährig geschont werden.
(Wikipedia)

DjM schrieb
Zitat:
Ginge es hier also wirklich um das Wohl von Schafen und Rindern oder um existenzgefährdende Verluste, müsstest doch auch Du, 25örefan, Dich viel inbrünstiger dafür einsetzen, die Umstände abzuschaffen, die zu dem nutzlosen Tod der Hunderttausende von Tieren führen, die dann letztlich nur für den Müll "produziert" worden sind. Warum kreist Du stattdessen eigentlich immer nur um den Wolf?

Woraus schließt Ihr. dass ich nicht ein gleiches Interesse habe, mich dafür einsetzen, „die Umstände abzuschaffen, die zu dem nutzlosen Tod der Hunderttausende von Tieren führen, die dann letztlich nur für den Müll "produziert" worden sind“?
Ratten und Mäuse werden zu Tausenden jährlich auf unterschiedlichste Arten ums Leben gebracht, weil sie für Schäden sorgen. Gilt denen auch Euer Engagement? Warum kreist Ihr stattdessen eigentlich immer nur um den Wolf?

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BeitragVerfasst: 01.09.2019, 21:56 
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DjM schrieb
Zitat:
Glücklicherweise hat die EU zu dem Thema Wölfe eine klare Haltung, die die dänischen Jäger zutiefst bedauern..

Allerdings gilt auch dies:
Zitat:
ÜBLICHERWEISE FOLGEN AUF SCHLECHTE NACHRICHTEN ZUM RECHTSSCHUTZ DER RAUBTIERE KOLLEKTIVE PROTESTE AUS DER PRO-WOLF-GEMEINDE. NACHDEM EU-GENERALANWALT HENRIK SAUGMANDSGAARD ØE VERGANGENE WOCHE [Datum 13.05.2019] DIE FINNISCHE LIZENZJAGD FÜR RECHTMÄSSIG ERKLÄRTE, IST ES JEDOCH ERSTAUNLICH STILL GEBLIEBEN.
...
Saugmandsgaard hält die Lizenzjagd für zulässig, wenn diese den günstigen Erhaltungszustand der strengstens geschützten Art Wolf (Canis lupus) nicht gefährdet. Dies sei durch das in Finnland praktizierte Wolfsmanagement gewährleistet. Nach offizieller Zählung aus dem Jahr 2018 leben in Finnland 20 Rudel mit maximal 122 Tieren. Einen Mindestbestand von 80 Wölfen halten Behörden und Regierung für ausreichend, um die Existenz der Art zu sichern.

Unumstritten ist nach der jüngsten Stellungnahme des Generalanwalts die auch in Schweden gängige Praxis, die Rentierweiden im nördlichen Skandinavien wolfsfrei zu halten. Der Schutz traditioneller Landnutzung gehört ebenso zum finnischen Wolfsmanagement wie das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung in Wolfsregionen.
...
Allerdings fehlt in Deutschland nach wie vor ein nationaler Managementplan, der Abschüsse, Bestandsgrößen und wolfsfreie Gebiete klar definiert. Genau dies – so beim EU-Generalanwalt nachzulesen – ist unabdingbar, um die Vereinbarkeit mit europäischem Artenschutzrecht zu gewährleisten.

Die Stellungnahme des Generalanwalts im Wortlaut finden Sie hier:http://curia.europa.eu/juris/document/document.jsf;jsessionid=6F191C2AEFFE253354A43AE75721F97E?text=&docid=213873&pageIndex=0&doclang=EN&mode=req&dir=&occ=first&part=1&cid=2306431&fbclid=IwAR2f2zLuDV7n-bZWBJlllcOiyAjKwqHZbo1-MOOCgN8AUpiXB1hb7W_Y-1c
https://www.outfox-world.de/news/grosses-schweigen-nach-eu-ja-zur-wolfsjagd.html

Und auch so sieht es in der EU aus:
Zitat:
Die nördlichen Teile des [schwedischen]Staatsgebiets werden – mit dem Segen aus Brüssel – [...]wolfsfrei gehalten, um die Rentierweide als Kulturgut zu schützen....
->Nicht nur das [...] Baltikum, sondern auch die Mitgliedsländer Südosteuropas, lassen sich ihren Umgang mit Raubtieren nicht aus Brüssel vorschreiben....
->Alle bisherigen Rügen und Strafandrohungen aus Brüssel betreffen die sogenannte „Lizenzjagd“, aber nicht die Schutzjagd. Schweden und Finnland nützen Ausnahmen, die das EU-Artenschutzrecht ausdrücklich zulässt....
->Deutschland hat die Option der Schutzjagd bisher nicht in nationales Recht umgesetzt. Im Gegensatz zu anderen Mitgliedsländern, wie etwa alle baltischen Staaten, die bereits in den Beitrittsverhandlungen die Option der Bejagung großer Beutegreifer festgeschrieben haben....
->Die Artenschutz-Richtlinie der EU lässt die Schutzjagd schließlich ausdrücklich zu „zur Verhütung ernster Schäden insbesondere an Kulturen und in der Tierhaltung sowie an Wäldern […] sowie an sonstigen Formen von Eigentum“. Und „im Interesse der Volksgesundheit und der öffentlichen Sicherheit oder aus anderen zwingenden Gründen des überwiegenden öffentlichen Interesses. Einschließlich solcher sozialer oder wirtschaftlicher Art oder positiver Folgen für die Umwelt“
https://www.outfox-world.de/news/die-schutzjagd-ist-kein-patentrezept.html

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