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BeitragVerfasst: 03.09.2019, 15:10 
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Am Ende also doch nur eine Spekulation ohne Grundlage. :roll:
Hendrik77


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BeitragVerfasst: 03.09.2019, 15:34 
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Hendrik77 hat geschrieben:
Am Ende also doch nur eine Spekulation ohne Grundlage. :roll:
Hendrik77

Ohne Grundlage lediglich für jemanden, der sich nur oberflächlich mit der Thematik beschäftigt. Nachweise darüber, dass Herdenschutz an bekannten Beispielen nachweislich nicht funktioniert hat (aber zugegebenermaßen auch solche die teilweise funktionieren) findest Du hier und auch im Thread Wolf/Deutschland einige.
Eine Begründung für Deine Zweifel an der Übertragbarkeit von Erfahrungen aus Deutschland und anderen Ländern bist Du bisher schuldig geblieben.
In anderen Bereichen vertrauen selbst dänische Forscher ja auch auf Erfahrungen aus dem Ausland:
Zitat:
Entwickeln einzelne Wolfsindividuen ein möglicherweise kritisches Verhalten gegenüber Menschen, haben wir die Möglichkeit des Eingreifens wie z. B. in Deutschland oder Schweden.
Miljøudvalget 2012-13 MIU Alm.del Bilag 383, Mogens Trolle Cand. scient., zoolog, pattedyrekspert og Thomas Secher Jensen,
Seniorforsker, museumsinspektør, Naturhistorisk Museum, Aarhus: Fakta om ulv i Danmark, side 17 https://www.ft.dk/samling/20121/almdel/ ... 275105.pdf

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BeitragVerfasst: 03.09.2019, 17:21 
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Ich verstehe nicht, warum 25örefan ausgerechnet wieder im dänischen Wolfs-Thread einzelne Wolfsrisse aus Deutschland auffädelt, von denen noch nicht einmal feststeht, ob es überhaupt ein Wolf gewesen ist ("Neun tote Schafe - war es wieder der Wolf?" - "Der Krüssauer Schäfer ist sicher, dass es ein Wolf war"). Der Thread wurde ja nicht umsonst in einen deutschen und einen dänischen aufgespalten.

Die Einzel-Berichte aus Deutschland taugen nicht als Argumente, weil auf der einen Seite nicht einmal sicher von einem Wolfsriss ausgegangen werden kann und auf der anderen Seite nur von Fachleuten vor Ort geklärt werden kann, ob der Zaun überhaupt ordnungsgemäß installiert war. Wildgatter müssen übrigens auch ohne Wolf allein zur Hütesicherheit mindestens 180 - 200 cm Höhe haben, weil Reh- und Rotwild äußerst sprunggewaltig ist. Dem Bericht aus Sachsen-Anhalt zufolge arbeitet das Wolfskompetenz-Zentrum für Schafe mit 90 cm-Zäunen, während die gängigen Empfehlungen allerdings bei 1,20 m liegen - so auch in Dänemark.

Das dänische Umweltminisiterium empfiehlt beispielsweise den E-Zaun mit 5 Litzen im Abstand von 20, 40, 60, 90 und 120 cm und einer Spannung von mindestens 4500 Volt: https://mst.dk/natur-vand/natur/artslek ... ne-husdyr/

Damit kommen wir auch noch mal auf den ersten Aspekt zurück: Nicht überall, wo ein Tierhalter oder ein Jäger im Falle eines Risses voreilig gegenüber der Presse "Wolf" drauf etikettiert, ist auch zwangsläufig "Wolf" drin: In Dänemark konnten 2018 von 104 gemeldeten angeblichen Wolfsübergriffen gerade einmal 28 tatsächlich einem Wolf zugeordnet werden. In den restlichen Fällen waren die Tiere eines natürlichen Todes gestorben oder sind durch Hunde oder Goldschakale gerissen worden.

Zitat:
Husdyrene var nemlig selvdøde eller angrebet af andre rovdyr som guldsjakaler og hunde.

Danmarks Radio, 06/02-2019: Vilde ulve angreb husdyr 28 gange sidste år https://www.dr.dk/ligetil/indland/vilde ... sidste-aar


Von den 28 Übergriffen betrafen 26 Schafe - bei einem Gesamtbestand von 143.797 Schafen. Die Relation ist eigentlich kaum eine Diskussion wert. Daran wird deutlich, wie künstlich das Thema aufgeblasen wird.


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BeitragVerfasst: 03.09.2019, 19:17 
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25örefan hat geschrieben:
Hendrik77 hat geschrieben:
Am Ende also doch nur eine Spekulation ohne Grundlage. :roll:
Hendrik77

Ohne Grundlage lediglich für jemanden, der sich nur oberflächlich mit der Thematik beschäftigt. Nachweise darüber, dass Herdenschutz an bekannten Beispielen nachweislich nicht funktioniert hat (aber zugegebenermaßen auch solche die teilweise funktionieren) findest Du hier und auch im Thread Wolf/Deutschland einige.
Eine Begründung für Deine Zweifel an der Übertragbarkeit von Erfahrungen aus Deutschland und anderen Ländern bist Du bisher schuldig geblieben.

Das u.a. ich mich mit dem Thema nicht ausführlich beschäftigt habe ist eine weitere Spekulation ohne Grundlage. Ausserdem bin ich niemand was schuldig weil ich Zweifel habe das (alle) Erfahrungen aus der Schweiz voraussichtlich auch in Dänemark eintreffen werden.
In meinen Augen versuchst Du hier mit OT Beispielen den Thread am laufen zu halten und da ich das nicht unterstützen möchte werde ich auf Fragen von Dir hier nicht mehr eingehen.

Hendrik77


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BeitragVerfasst: 03.09.2019, 21:00 
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Zitat:
Das u.a. ich mich mit dem Thema nicht ausführlich beschäftigt habe ist eine weitere Spekulation ohne Grundlage. 

....

Was wäre wenn...

...wir uns pausenlos damit beschäftigen würden?
Würde es etwas ändern?

Nein.

Es gibt immer ein Für und Wider. :roll:
Und die Weichen sind doch schon längst gestellt - auch ohne Gesetze. :|

Alles schon gehabt. :roll: Und wieder sind auch die Franzosen ganz vorne mit dabei.


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BeitragVerfasst: 04.09.2019, 06:15 
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Ich habe hier mehrere Beiträge wegen OT gelöscht. MfG Buschchaot


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BeitragVerfasst: 04.09.2019, 06:26 
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BeitragVerfasst: 05.09.2019, 21:39 
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Hier ein Status vom ersten Quartal 2019 zum Thema der Wolf in Dänemark. https://www.ulveatlas.dk/nyheder/status ... rtal-2019/

Hendrik77


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BeitragVerfasst: 08.09.2019, 08:06 
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Den Versuch (auf Kosten 3er getöteter und 2er verletzter Schafe) einen Esel als Herdenschutz zu testen, hätten sich Miljøstyrelsen (Umweltschutzbehörde) und Schafhalter sparen können, wenn sie sich vorher mit den negativen Erfahrungen in anderen Ländern wie z.B. Spanien und Frankreich oder dem Wissen von Rselkennern intensiv auseinandergesetzt hätten.
Zitat:
Dänische Umweltschutzbehörde erkennt, Hüte-Esel scheinen nicht gegen Wolfsangriffe zu schützen
http://sh-ugeavisen.dk/index.php/2019/09/05/daenische-umweltschutzbehoerde-erkennt-huete-esel-scheinen-nicht-gegen-wolfsangriffe-zu-schuetzen/?fbclid=IwAR12UT5XVOtbKmsmW4X3o3PaJVzQB58peGhP2r0O3iTtjdfRMTcAvLXJrSg

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BeitragVerfasst: 08.09.2019, 09:32 
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Das ist wohl wahr. Dahinter lag wohl die naive Hoffnung auf vermeintlich einfache Lösungen, denn Lasse Jensen vom Umweltministerium war offensichtlich der Meinung, dass Esel wolfsabweisende Zäune gänzlich ersetzen könnten. Tatsächlich könnten sie aber allenfalls als ergänzende Maßnahme eingesetzt werden - was aus unserer Sicht aber aus Gründen des Tierschutzes nicht in Frage kommt, da die Einzelhaltung von Eseln tierschutzwidrig ist und Esel gänzlich andere Anforderungen an Haltung und Futter stellen als Schafe.

Zitat:
Modsat ulvehegn, der skal vedligeholdes og have strøm, eller vogterhunde, der skal passes og plejes, er æsler og lamaer måske nemmere metoder til at holde ulven væk, forklarer Lasse Jensen.

Übersetzung: Im Gegensatz zu wolfsabweisenden Zäunen, die Strom benötigen und gewartet werden müssen, oder Herdenschutzhunden, die Aufmerksamkeit und Aufwand erfordern, sind Esel und Lamas vielleicht die einfacheren Methoden zur Wolfsabwehr, erklärt Lasse Jensen.

Danmarks Radio, 08.04.2019: Æsler kan skræmme ulve væk - men ingen udnytter muligheden for at søge tilskud https://www.dr.dk/nyheder/regionale/mid ... ge-tilskud


Der geographische Ursprung der Esel sind die steinigen Wüsten in Nordafrika. Man muss sich doch manchmal wundern, wie es um die Kompetenz von Tierhaltern bestellt ist, die sich derartige Tiere ohne Fachkenntnis über die spezifischen Haltungsanforderungen für die Beweidung in Dänemarks feucht-kalter Witterung anschaffen. In Deutschland wurde der Einsatz von "Herdenschutzeseln" nur projektweise gefördert; in der Schweiz aus guten Gründen überhaupt nicht.

Zitat:
Lamas und Esel werden vom Bund nicht als Herdenschutztiere unterstützt, da der Schutz bisher nicht ausreichend nachgewiesen werden konnte. Zudem untersagt die Tierschutzgesetzgebung die Einzelhaltung von Neuweltkameliden und Equiden. Lamas dürfen also zu Herdenschutzzwecken ebenso wie Esel nicht alleine in den Schafen gehalten werden.

Herdenschutz Schweiz: Lamas und Esel http://www.protectiondestroupeaux.ch/za ... -und-esel/


Im konkreten Fall hat das Umweltministerium den Esel anstelle eines wolfsabweisenden Zauns gefördert:

Zitat:
Som et alternativ til ulvehegn har Miljøstyrelsen givet tilskud til forsøget med at bruge et æsel som vogterdyr.

TV Midtvest, 05.09.2019: Æsel skulle skræmme ulve væk - 16-årig landmand mistede seks får https://nyheder.tv2.dk/samfund/2019-09- ... -seks-faar


Der Landwirt denkt jetzt darüber nach, die Schafhaltung aufzugeben, wenn es keine "Lösung" bis zum Winter gibt. Da ja ein wolfsabweisender Zaun eine Lösung wäre, meint er wohl den Abschuss der Wölfe.

Zitat:
Nu har jeg rykket mine dyr, men hvis ikke der er kommet en løsning på ulvene inden vinter, må jeg af med mine får, siger han.

TV Midtvest, 05.09.2019: Æsel skulle skræmme ulve væk - 16-årig landmand mistede seks får https://nyheder.tv2.dk/samfund/2019-09- ... -seks-faar


Die Aufgabe der Schafhaltung wäre in dem Fall vielleicht tatsächlich die beste Lösung, denn Tierhaltung erfordert ein hohes Maß an Aufwand, Sachkenntnis und Verantwortung, wenn man den Tieren gerecht werden will.


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BeitragVerfasst: 08.09.2019, 10:22 
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Obiges ist hier im Thread detailliert schon auf Seite 5ff ab Post vom 8.04.2019, 23:19 nachzulesen.

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