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BeitragVerfasst: 03.09.2019, 15:10 
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Am Ende also doch nur eine Spekulation ohne Grundlage. :roll:
Hendrik77


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BeitragVerfasst: 03.09.2019, 15:34 
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Hendrik77 hat geschrieben:
Am Ende also doch nur eine Spekulation ohne Grundlage. :roll:
Hendrik77

Ohne Grundlage lediglich für jemanden, der sich nur oberflächlich mit der Thematik beschäftigt. Nachweise darüber, dass Herdenschutz an bekannten Beispielen nachweislich nicht funktioniert hat (aber zugegebenermaßen auch solche die teilweise funktionieren) findest Du hier und auch im Thread Wolf/Deutschland einige.
Eine Begründung für Deine Zweifel an der Übertragbarkeit von Erfahrungen aus Deutschland und anderen Ländern bist Du bisher schuldig geblieben.
In anderen Bereichen vertrauen selbst dänische Forscher ja auch auf Erfahrungen aus dem Ausland:
Zitat:
Entwickeln einzelne Wolfsindividuen ein möglicherweise kritisches Verhalten gegenüber Menschen, haben wir die Möglichkeit des Eingreifens wie z. B. in Deutschland oder Schweden.
Miljøudvalget 2012-13 MIU Alm.del Bilag 383, Mogens Trolle Cand. scient., zoolog, pattedyrekspert og Thomas Secher Jensen,
Seniorforsker, museumsinspektør, Naturhistorisk Museum, Aarhus: Fakta om ulv i Danmark, side 17 https://www.ft.dk/samling/20121/almdel/ ... 275105.pdf

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BeitragVerfasst: 03.09.2019, 17:21 
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Ich verstehe nicht, warum 25örefan ausgerechnet wieder im dänischen Wolfs-Thread einzelne Wolfsrisse aus Deutschland auffädelt, von denen noch nicht einmal feststeht, ob es überhaupt ein Wolf gewesen ist ("Neun tote Schafe - war es wieder der Wolf?" - "Der Krüssauer Schäfer ist sicher, dass es ein Wolf war"). Der Thread wurde ja nicht umsonst in einen deutschen und einen dänischen aufgespalten.

Die Einzel-Berichte aus Deutschland taugen nicht als Argumente, weil auf der einen Seite nicht einmal sicher von einem Wolfsriss ausgegangen werden kann und auf der anderen Seite nur von Fachleuten vor Ort geklärt werden kann, ob der Zaun überhaupt ordnungsgemäß installiert war. Wildgatter müssen übrigens auch ohne Wolf allein zur Hütesicherheit mindestens 180 - 200 cm Höhe haben, weil Reh- und Rotwild äußerst sprunggewaltig ist. Dem Bericht aus Sachsen-Anhalt zufolge arbeitet das Wolfskompetenz-Zentrum für Schafe mit 90 cm-Zäunen, während die gängigen Empfehlungen allerdings bei 1,20 m liegen - so auch in Dänemark.

Das dänische Umweltminisiterium empfiehlt beispielsweise den E-Zaun mit 5 Litzen im Abstand von 20, 40, 60, 90 und 120 cm und einer Spannung von mindestens 4500 Volt: https://mst.dk/natur-vand/natur/artslek ... ne-husdyr/

Damit kommen wir auch noch mal auf den ersten Aspekt zurück: Nicht überall, wo ein Tierhalter oder ein Jäger im Falle eines Risses voreilig gegenüber der Presse "Wolf" drauf etikettiert, ist auch zwangsläufig "Wolf" drin: In Dänemark konnten 2018 von 104 gemeldeten angeblichen Wolfsübergriffen gerade einmal 28 tatsächlich einem Wolf zugeordnet werden. In den restlichen Fällen waren die Tiere eines natürlichen Todes gestorben oder sind durch Hunde oder Goldschakale gerissen worden.

Zitat:
Husdyrene var nemlig selvdøde eller angrebet af andre rovdyr som guldsjakaler og hunde.

Danmarks Radio, 06/02-2019: Vilde ulve angreb husdyr 28 gange sidste år https://www.dr.dk/ligetil/indland/vilde ... sidste-aar


Von den 28 Übergriffen betrafen 26 Schafe - bei einem Gesamtbestand von 143.797 Schafen. Die Relation ist eigentlich kaum eine Diskussion wert. Daran wird deutlich, wie künstlich das Thema aufgeblasen wird.


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BeitragVerfasst: 03.09.2019, 19:17 
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25örefan hat geschrieben:
Hendrik77 hat geschrieben:
Am Ende also doch nur eine Spekulation ohne Grundlage. :roll:
Hendrik77

Ohne Grundlage lediglich für jemanden, der sich nur oberflächlich mit der Thematik beschäftigt. Nachweise darüber, dass Herdenschutz an bekannten Beispielen nachweislich nicht funktioniert hat (aber zugegebenermaßen auch solche die teilweise funktionieren) findest Du hier und auch im Thread Wolf/Deutschland einige.
Eine Begründung für Deine Zweifel an der Übertragbarkeit von Erfahrungen aus Deutschland und anderen Ländern bist Du bisher schuldig geblieben.

Das u.a. ich mich mit dem Thema nicht ausführlich beschäftigt habe ist eine weitere Spekulation ohne Grundlage. Ausserdem bin ich niemand was schuldig weil ich Zweifel habe das (alle) Erfahrungen aus der Schweiz voraussichtlich auch in Dänemark eintreffen werden.
In meinen Augen versuchst Du hier mit OT Beispielen den Thread am laufen zu halten und da ich das nicht unterstützen möchte werde ich auf Fragen von Dir hier nicht mehr eingehen.

Hendrik77


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BeitragVerfasst: 03.09.2019, 21:00 
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Zitat:
Das u.a. ich mich mit dem Thema nicht ausführlich beschäftigt habe ist eine weitere Spekulation ohne Grundlage. 

....

Was wäre wenn...

...wir uns pausenlos damit beschäftigen würden?
Würde es etwas ändern?

Nein.

Es gibt immer ein Für und Wider. :roll:
Und die Weichen sind doch schon längst gestellt - auch ohne Gesetze. :|

Alles schon gehabt. :roll: Und wieder sind auch die Franzosen ganz vorne mit dabei.


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BeitragVerfasst: 04.09.2019, 06:15 
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Ich habe hier mehrere Beiträge wegen OT gelöscht. MfG Buschchaot


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BeitragVerfasst: 04.09.2019, 06:26 
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BeitragVerfasst: 05.09.2019, 21:39 
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Hier ein Status vom ersten Quartal 2019 zum Thema der Wolf in Dänemark. https://www.ulveatlas.dk/nyheder/status ... rtal-2019/

Hendrik77


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BeitragVerfasst: 08.09.2019, 08:06 
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Den Versuch (auf Kosten 3er getöteter und 2er verletzter Schafe) einen Esel als Herdenschutz zu testen, hätten sich Miljøstyrelsen (Umweltschutzbehörde) und Schafhalter sparen können, wenn sie sich vorher mit den negativen Erfahrungen in anderen Ländern wie z.B. Spanien und Frankreich oder dem Wissen von Rselkennern intensiv auseinandergesetzt hätten.
Zitat:
Dänische Umweltschutzbehörde erkennt, Hüte-Esel scheinen nicht gegen Wolfsangriffe zu schützen
http://sh-ugeavisen.dk/index.php/2019/09/05/daenische-umweltschutzbehoerde-erkennt-huete-esel-scheinen-nicht-gegen-wolfsangriffe-zu-schuetzen/?fbclid=IwAR12UT5XVOtbKmsmW4X3o3PaJVzQB58peGhP2r0O3iTtjdfRMTcAvLXJrSg

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BeitragVerfasst: 08.09.2019, 09:32 
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Das ist wohl wahr. Dahinter lag wohl die naive Hoffnung auf vermeintlich einfache Lösungen, denn Lasse Jensen vom Umweltministerium war offensichtlich der Meinung, dass Esel wolfsabweisende Zäune gänzlich ersetzen könnten. Tatsächlich könnten sie aber allenfalls als ergänzende Maßnahme eingesetzt werden - was aus unserer Sicht aber aus Gründen des Tierschutzes nicht in Frage kommt, da die Einzelhaltung von Eseln tierschutzwidrig ist und Esel gänzlich andere Anforderungen an Haltung und Futter stellen als Schafe.

Zitat:
Modsat ulvehegn, der skal vedligeholdes og have strøm, eller vogterhunde, der skal passes og plejes, er æsler og lamaer måske nemmere metoder til at holde ulven væk, forklarer Lasse Jensen.

Übersetzung: Im Gegensatz zu wolfsabweisenden Zäunen, die Strom benötigen und gewartet werden müssen, oder Herdenschutzhunden, die Aufmerksamkeit und Aufwand erfordern, sind Esel und Lamas vielleicht die einfacheren Methoden zur Wolfsabwehr, erklärt Lasse Jensen.

Danmarks Radio, 08.04.2019: Æsler kan skræmme ulve væk - men ingen udnytter muligheden for at søge tilskud https://www.dr.dk/nyheder/regionale/mid ... ge-tilskud


Der geographische Ursprung der Esel sind die steinigen Wüsten in Nordafrika. Man muss sich doch manchmal wundern, wie es um die Kompetenz von Tierhaltern bestellt ist, die sich derartige Tiere ohne Fachkenntnis über die spezifischen Haltungsanforderungen für die Beweidung in Dänemarks feucht-kalter Witterung anschaffen. In Deutschland wurde der Einsatz von "Herdenschutzeseln" nur projektweise gefördert; in der Schweiz aus guten Gründen überhaupt nicht.

Zitat:
Lamas und Esel werden vom Bund nicht als Herdenschutztiere unterstützt, da der Schutz bisher nicht ausreichend nachgewiesen werden konnte. Zudem untersagt die Tierschutzgesetzgebung die Einzelhaltung von Neuweltkameliden und Equiden. Lamas dürfen also zu Herdenschutzzwecken ebenso wie Esel nicht alleine in den Schafen gehalten werden.

Herdenschutz Schweiz: Lamas und Esel http://www.protectiondestroupeaux.ch/za ... -und-esel/


Im konkreten Fall hat das Umweltministerium den Esel anstelle eines wolfsabweisenden Zauns gefördert:

Zitat:
Som et alternativ til ulvehegn har Miljøstyrelsen givet tilskud til forsøget med at bruge et æsel som vogterdyr.

TV Midtvest, 05.09.2019: Æsel skulle skræmme ulve væk - 16-årig landmand mistede seks får https://nyheder.tv2.dk/samfund/2019-09- ... -seks-faar


Der Landwirt denkt jetzt darüber nach, die Schafhaltung aufzugeben, wenn es keine "Lösung" bis zum Winter gibt. Da ja ein wolfsabweisender Zaun eine Lösung wäre, meint er wohl den Abschuss der Wölfe.

Zitat:
Nu har jeg rykket mine dyr, men hvis ikke der er kommet en løsning på ulvene inden vinter, må jeg af med mine får, siger han.

TV Midtvest, 05.09.2019: Æsel skulle skræmme ulve væk - 16-årig landmand mistede seks får https://nyheder.tv2.dk/samfund/2019-09- ... -seks-faar


Die Aufgabe der Schafhaltung wäre in dem Fall vielleicht tatsächlich die beste Lösung, denn Tierhaltung erfordert ein hohes Maß an Aufwand, Sachkenntnis und Verantwortung, wenn man den Tieren gerecht werden will.


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BeitragVerfasst: 08.09.2019, 10:22 
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Obiges ist hier im Thread detailliert schon auf Seite 5ff ab Post vom 8.04.2019, 23:19 nachzulesen.

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BeitragVerfasst: 25.09.2019, 12:40 
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Derzeit findet das Berufungsverfahren gegen den 67jährigen Jäger statt, der im April 2018 nahe Ulfborg einen Wolf aus dem Auto heraus erschossen hat und bei der Tat zufällig von Naturfreunden gefilmt wurde. In erster Instanz wurde er zu 40 Tagen Haft auf Bewährung verurteilt. Sowohl der Angeklagte als auch der Staatsanwalt legten Berufung gegen das Urteil ein.

Während der Staatsanwaltschaft das erstintanzliche Urteil zu milde ausfiel, berief sich der angeklagte Jäger darauf, nicht einen Wolf, sondern einen Hybriden aus Hund und Wolf erschossen zu haben. Wie aber das erneute Gutachten im Berufsverfahren belegt, besteht kein Zweifel daran, dass es sich bei dem erschossenen Tier um einen wildlebenden Wolf gehandelt hat.

Daraufhin beantragte der angeklagte Jäger eine erneute Gewebsprobe des Wolfes, um diese auf eigene Rechnung statt vom renommierten Senckenberg-Institut, das mit den Universitäten Aarhus und Kopenhagen zusammenarbeitet, in einem Privatgutachten von einem Hamburger Labor untersuchen zu lassen. Wie auch aus Jagdkreisen in Deutschland bekannt, zweifelt der Angeklagte die Objektivität der renommierten Wissenschaftler des Senckenberg-Instituts an. Sein Antrag wurde allerdings abgelehnt.

Jydske Verstkysten berichtet am 23.09.2019 über ein pikantes Detail: Demnach hat der angeklagte Jäger über Jahre hohe Ausgleichszahlungen vom dänischen Staat für Rotwildschäden auf seinen Feldern erhalten: Mit DKK 779.525,- habe er die dritthöchste Schadensausgleichssumme erhalten, die in Dänemark an Eigentümer gezahlt worden ist. Zeitgleich habe er anderen Jägern seine Ländereien gegen Bezahlung zur Rotwildjagd zur Verfügung gestellt und dies als Argument gegen die Wölfe angeführt: Im März 2017 hatte der Jäger gegenüber dem Dagbladet Holstebro-Struer beklagt, dass er durch die Anwesenheit der Wölfe um eine Schmälerung seiner Jagdeinnahmen fürchte, die sich jährlich auf über DKK 100.000,- belaufen würden.

Ein Urteil wird heute erwartet.

Quellen:
Danmarks Radio, 23.09.2019: Ulven der blev skudt ved Ulfborg var ikke en hybrid https://www.dr.dk/nyheder/indland/ulven ... -en-hybrid
Jydske Vestkysten, 23.09.2019: Dømt for ulvedrab har fået 779.525 kroner i erstatning fra staten https://jv.dk/artikel/d%C3%B8mt-for-ulv ... fra-staten


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BeitragVerfasst: 25.09.2019, 13:34 
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DjM schrieb
Zitat:
Wie auch aus Jagdkreisen in Deutschland bekannt, zweifelt der Angeklagte die Objektivität der renommierten Wissenschaftler des Senckenberg-Instituts an. Sein Antrag wurde allerdings abgelehnt.

Mal abgesehen von dem Fall und dass ich der Auffassung bin, dass der Jäger gegen bestehende gehandelt hat:
1)Es besteht „auch“ in anderen Kreisen als Jagdkreisen Zweifel an dem Renommee des Seckenberg-Instituts bezüglich von DNA- Analysen Wolf/ Wolfsbybrid.https://www.forensik-hh.de/wp-content/uploads/2018/03/Wolf-Seite.pdf

2) Warum wurde dem Antrag des Angeklagten auf ein möglicherweise sogar von ihm finanziertes Gegengutachten eigentlich nicht stattgegeben? Gutachten und Gegengutachten sind in gerichtlichen Auseinandersetzungen ja nicht ungewöhnlich.

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BeitragVerfasst: 25.09.2019, 15:10 
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Der Jäger, der im April 2018 den Wolf nahe Ulfborg aus seinem Toyota Landcruiser mit drei Schüssen getötet hat, ist auch im Berufungsverfahren zu 40 Tagen Haft auf Bewährung verurteilt worden - zusätzlich muss er nun auch seinen Jagdschein abgeben.

Jydske Vetskysten, 25.09.2019: Ulvedræber slipper med betinget fængsel men mister jagttegn https://jv.dk/artikel/ulvedr%C3%A6ber-s ... r-jagttegn

25örefan hat geschrieben:
Warum wurde dem Antrag des Angeklagten auf ein möglicherweise sogar von ihm finanziertes Gegengutachten eigentlich nicht stattgegeben? Gutachten und Gegengutachten sind in gerichtlichen Auseinandersetzungen ja nicht ungewöhnlich.
Mal davon abgesehen, dass diese Frage nicht von Laien im Forum, sondern nur von den Juristen des Vestre Landsret beantwortet werden kann: Mit dem zusätzlichen, erweiterten zweiten Gutachten ist der Forderung des Angeklagten bereits stattgegeben worden. Wieviele Gutachten sollen denn noch erstellt werden - so viele, bis das für den Angeklagten passende dabei herausgekommen ist? Mal ganz davon abgesehen, dass auch hier wieder die Integrität renommierter deutscher und dänischer Wissenschaftler in Frage gestellt wird. Und wieviel Vertrauen kann man so einem Privatgutachten schenken? Man erinnere sich an beispielsweise folgenden Fall:
Zitat:
Als dann auch noch auf der Halbinsel Eiderstedt zwei Schafe gerissen wurden und die Untersuchung des Senckenberg-Instituts ebenfalls als Ergebnis Hund feststellte, beauftragten die Schäfer eine Gegenprobe (...) bei einem Institut in Hamburg. Von dort kam dann ein etwas anderes Ergebnis. Sowohl Wolfs- als auch Hunde-DNA wurden in der Probe gefunden.

„Seither“, sagt Wolfsbetreuer Jens-Uwe Matzen, verbreite sich von der Westküste ausgehend das Gerücht, dass Hybriden, Mischlinge zwischen Wolf und Hund, im Land ihr Unwesen treiben.“ (...) Mittlerweile aber, so unterstreicht Matzen, habe sich herausgestellt, dass die
Untersuchung des Labors in der Hansestadt zwar richtig, aber dennoch falsch gewesen sei. Denn da der Hund vom Wolf abstamme, finde sich bei jedem untersuchten Hundebiss auch Wolfs-DNA. Das Hamburger Labor, so Matzen, habe mittlerweile eingeräumt, dass es in der Bewertung vielleicht etwas unglücklich formuliert habe, so dass der Eindruck entstehen könne, ein Hybrid habe die Schafe gerissen.


shz, 31.10.2015: Wolfs-Hybriden in SH? Eine DNA-Analyse sorgt für Verwirrung https://www.shz.de/lokales/husumer-nach ... 86051.html
Zuletzt hatte der Präsident des Landesjagdverbandes Niedersachsen, Helmut Dammann-Tamke, die Integrität und Seriosität des Senckenberg-Institutes angezweifelt und Hybriden-Gerüchte verbreitet:
Zitat:
"Ich hab es schon fast erwartet, dass bei der Untersuchung durch das Senckenberg-Institut nichts herauskommt", sagt Dammann-Tamke. In der Vergangenheit sei immer wieder Kritik laut geworden, ob das Institut in Hinblick auf Wolfs-Nachweise die richtigen Analysemethoden anwende und veröffentlichte Ergebnisse nicht zuvor durch einen "politischen Filter" gingen. [...] Es sei mittlerweile bekannt, dass die Rote Armee Wolfs-Hybriden eingesetzt habe, weil diese eben schärfer als Hunde seien. Es könnte durchaus sein, dass einige diese Tiere beim Abzug der russischen Truppen aus dem ehemaligen Ostblock einfach ausgewildert wurden.

Kreiszeitung Wochenblatt, 10.12.2018: Thema Wolf: Mehr Transparenz nötig https://www.kreiszeitung-wochenblatt.de ... 29104.html
Die niedersächsische Landesregierung hat den Darstellungen des Jägerpräsidenten scharf widersprochen: Allein zeitlich ergeben die gestreuten Hybriden-Gerüchte überhaupt keinen Sinn (Abzug der letzten Sowjet-Truppen 1994, erster Nachweis von Wolfsreproduktionen in Niedersachsen 18 Jahre später (!)), die Regierung teilt die Ansichten des Jägerpräsidenten nicht und sieht keinerlei Hinweis für die von ihm erhobenen Vorwürfe.
Zitat:
6. Sind die Ergebnisse des Senckenberg-Instituts aus Sicht der Landesregierung eine „objektive“ Untersuchung? Wenn nein, warum nicht?

Ja. Das Senckenberg-Institut ist eine renommierte Forschungseinrichtung, und die Methoden der Untersuchungen werden angegeben. Als führendes Institut für Wildtiergenetik ist das Senckenberg Institut vom Bund und allen Ländern zum deutschen Referenzinstitut auserkoren geworden, das auch über die bundesdeutschen Grenzen hinaus zur Analyse von Genetikproben herangezogen wird.



7. Gibt es seit 2017 neue Hinweise auf Wolfshybride in Niedersachsen?

Nein, es gibt bislang keine Hinweise, die einer wissenschaftlichen Überprüfung stangehalten hätten.


Landtagsantwort 18/3132 der niedersächsischen Landesregierung vom 07.03.2019 https://www.nilas.niedersachsen.de/
Und was sagt das Senckenberg-Institut zu den Vorwürfen?
Zitat:
"Wir haben unsere Methoden jedoch mit denen von Laboren aus Nachbarländern abgeglichen und tauschen regelmäßig Proben und genetische Profile aus, um Wanderungsbewegungen über Staatsgrenzen hinweg zu verfolgen. Auch in Frankreich, Schweden, Österreich und der Schweiz werden die Proben zentral untersucht, eine dezentrale Bearbeitung, wie sie gelegentlich öffentlich gefordert wird, ist im Wolfsmonitoring unüblich. Es geht hier anscheinend um den versteckten Vorwurf der Befangenheit. Beim Thema Wolf erlebe ich zum ersten Mal, wie wissenschaftlich erhobene Daten in öffentlichen Debatten bewusst ignoriert und wissenschaftlich arbeitende Institutionen diffamiert werden. Das ist schon erschreckend."

Carsten Nowak, Koordinator des nationalen Referenzzentrums für genetische Analysen großer Beutegreifer und Leiter des Fachgebiets Naturschutzgenetik des Senckenberg-Forschungsinstituts, im Interview mit Spiegel-Autorin Julia Koch, Print-Ausgabe der SPIEGEL Nr. 5/26.01.2019, Seite 105
Auf genau diese Diskussion in Deutschland beruft sich ja nun auch der heute verurteilte Jäger in Dänemark:
Zitat:
Men ifølge Mourits Troldtoft er der skriverier i Tyskland, der kritiserer Senckenbergs metoder, og derfor ville han gerne have hørt et andet institut også.

TV Midtvest, 23.09.2019: Ulvedrab for landsretten: Mourits Troldtoft vil have endnu en DNA-undersøgelse https://www.tvmidtvest.dk/artikel/tilta ... ersoegelse
Klingt eher, als rede man sich hier um Kopf und Kragen, denn die erste Verteidigungsstrategie des Angeklagten lautete "Notwehr", bis die zufälligen Aufnahmen der Naturfilmer detailliert bewiesen, wie der Wolf zunächst durch ein Leupold Fernglas beobachtet und aus dem sicheren Toyota Landcruiser heraus mit drei Schüssen getötet wurde. In dieser aussichtslosen Lage schwenkte die Verteidigung auf das Argument um, dass der Jäger nach eigener Meinung auf einen Hund "möglicherweise mit Wolfsanteil" geschossen habe - was aber nichts an der strafrechtlichen Bewertung ändert. Auf Antrag der Verteidigung (!) wurde ein detaillierteres Gutachten angefordert und die Verhandlung bis zur Vorlage des neuen Gutachtens ausgesetzt. Jetzt ist das Ergebnis wieder nicht im Sinne des Angeklagten - nun wird stattdessen die Wissenschaft mit Schmutz beworfen. Das Gericht hat sich davon glücklicherweise nicht beeindrucken lassen. Entgegen den von der Staatsanwaltschaft geforderten sechs Monate ohne Bewährung sind die 40 Tage auf Bewährung trotzdem moderat ausgefallen. Der Entzug des Jagdscheins ist eigentlich das Mindeste und hätte schon erstintanzlich erfolgen müssen - zumal die Medien ja nun veröffentlicht haben, dass sich der Angeklagte Rotwildschäden in großem Stil vom dänischen Staat hat erstatten lassen (fast 800.000 Kronen) und gleichzeitig gegen die Wölfe argumentiert hat, dass sie seine Einnahmequelle von mehr als 100.000 Kronen jährlich durch Verpachtung von Jagdmöglichkeiten auf Rotwild schmälern könnten.


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BeitragVerfasst: 25.09.2019, 22:50 
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DjM schrieben
Zitat:
Zitat:
"Wir haben unsere Methoden jedoch mit denen von Laboren aus Nachbarländern abgeglichen und tauschen regelmäßig Proben und genetische Profile aus, um Wanderungsbewegungen über Staatsgrenzen hinweg zu verfolgen. Auch in Frankreich, Schweden, Österreich und der Schweiz werden die Proben zentral untersucht, eine dezentrale Bearbeitung, wie sie gelegentlich öffentlich gefordert wird, ist im Wolfsmonitoring unüblich. Es geht hier anscheinend um den versteckten Vorwurf der Befangenheit. Beim Thema Wolf erlebe ich zum ersten Mal, wie wissenschaftlich erhobene Daten in öffentlichen Debatten bewusst ignoriert und wissenschaftlich arbeitende Institutionen diffamiert werden. Das ist schon erschreckend."

Carsten Nowak, Koordinator des nationalen Referenzzentrums für genetische Analysen großer Beutegreifer und Leiter des Fachgebiets Naturschutzgenetik des Senckenberg-Forschungsinstituts, im Interview mit Spiegel-Autorin Julia Koch, Print-Ausgabe der SPIEGEL Nr. 5/26.01.2019, Seite 105

Das ist bekannt, steht aber im in Konkurrenz mit den Aussagen, in dem Artikel aus der Böhme Zeitung, den ich in meinem vorangegangenem Beitrag verlinkt habe, auf den Ihr aber nicht eingegangen seid.
Dass Carsten Nowak als Mitarbeiter des Senckenberg- Instituts als Monopolhalter für Rissbegutachtung in Deutschland das so sieht und sein „Erschrecken“ artikuliert, liegt in der Natur der Sache.
So ist es ja auch nicht irgendwer, der das Senckenberg - Institut in seinen Ergebnissen zur Hybridthematik in Frage stellt, sondern das mindestens genauso anerkannte Institut ForGen – Forensische Genetik und Rechtsmedizin am Institut für Hämatopathologie Hamburg, welches im Gegensatz zu Senckenberg „nach den Anforderungen des Genetikdiagnostikgesetzes zertifiziert und auch als Prüflabor nach dem Iso-Standard 17025 zur Durchführung von Abstammungs- und Spurenuntersuchungen akkreditiert ist“ und dass für sich in Anspruch nimmt, verläßlichere Daten erheben zu können:
Zitat:
Das qualitätszertifizierte Forgen-Institut geht mit seiner forensischen Genetik über die von Senckenberg und weiteren europäischen Instituten von CE Wolf angewandten Analysemethoden hinaus. Rückenwind für die ausdifferenzierende Metho- de von Forgen kommt aus Polen, etwa vom Biologen Professor Henry Okarma, dem Verfasser eines Buches über Ökologie, Verhalten und dem Schutz des Wolfes. In Polen gibt es beson- ders viele Wolfsrudel. Es gebe keine „zuverlässige genetische Datenbank“, zitiert ihn das Jagdmagazin „Wild und Hund“. Die von Forgen genutzte Assoziationsmethodik ziehe Okarma vor, um ein eindeutigeres Bild von der tatsächlichen genetischen Zusammensetzung zu bekommen.

Nowaks Erschrecken ist umso nachvollziehbarer, wenn es mißtrauisch gegen Senckenberg gerichtet heißt:
Zitat:
Dass dies mehr als eine Elfenbeinturmdebatte von Wissenschaftlern ist, belegt das wachsende Misstrauen gegenüber Senckenberg, ein Institut, das eine Monopolstellung bei der DNA-Entschlüsselung hat, aber nicht wie andere Institute nach den Anforderungen des Genetikdiagnostikgesetzes zertifiziert und auch nicht als Prüpflabor nach dem Iso-Standard 17025 zur Durchführung von Abstammungs- und Spurenuntersuchungen akkreditiert ist. Die zweifelhaften Einlassungen Nowaks zur DNA-Analyse beim Ohrdrufer Rudel tragen
nicht zur Vertrauensbildung bei.
https://www.forensik-hh.de/wp-content/uploads/2018/03/Wolf-Seite.pdf

So ist es ja wohl um so nachvollziehbarer, dass der dänische Jäger und Angeklagte ein ForGen- Gegengutachten angestrebt hat.
Damit sollte auch dies beantwortet sein: DjM schrieb
Zitat:
Wieviele Gutachten sollen denn noch erstellt werden - so viele, bis das für den Angeklagten passende dabei herausgekommen ist? Mal ganz davon abgesehen, dass auch hier wieder die Integrität renommierter deutscher und dänischer Wissenschaftler in Frage gestellt wird. Und wieviel Vertrauen kann man so einem Privatgutachten schenken?

Das hier so bezeichnete „Privatinstitut“ ist immerhin wie oben bereits angeführt ein im Gegensatz zu Senckenberg „nach den Anforderungen des Genetikdiagnostikgesetzes zertifiziert und auch als Prüflabor nach dem Iso-Standard 17025 zur Durchführung von Abstammungs- und Spurenuntersuchungen akkreditiert“.

Und wenn es danach geht:
Zitat:
Als dann auch noch auf der Halbinsel Eiderstedt zwei Schafe gerissen wurden und die Untersuchung des Senckenberg-Instituts ebenfalls als Ergebnis Hund feststellte, beauftragten die Schäfer eine Gegenprobe (...) bei einem Institut in Hamburg. Von dort kam dann ein etwas anderes Ergebnis. Sowohl Wolfs- als auch Hunde-DNA wurden in der Probe gefunden.

„Seither“, sagt Wolfsbetreuer Jens-Uwe Matzen, verbreite sich von der Westküste ausgehend das Gerücht, dass Hybriden, Mischlinge zwischen Wolf und Hund, im Land ihr Unwesen treiben.“ (...) Mittlerweile aber, so unterstreicht Matzen, habe sich herausgestellt, dass die
Untersuchung des Labors in der Hansestadt zwar richtig, aber dennoch falsch gewesen sei. Denn da der Hund vom Wolf abstamme, finde sich bei jedem untersuchten Hundebiss auch Wolfs-DNA. Das Hamburger Labor, so Matzen, habe mittlerweile eingeräumt, dass es in der Bewertung vielleicht etwas unglücklich formuliert habe, so dass der Eindruck entstehen könne, ein Hybrid habe die Schafe gerissen.
hieße es ja, dass wenn wie so oft bei Senckenberg Hund statt Wolf das Ergebnis ist, dass es genauso Wolf lauten könnte, wenn es doch laut Wolfsberater heißt, dass da „der Hund vom Wolf abstamme, sich bei jedem untersuchten Hundebiss auch Wolfs-DNA finde “ .
Aber gerade darin besteht ja gerade das Können bei der Analyse, dies zu unterscheiden, was auch möglich ist.
In wieweit, es da laut Zeitungsbericht zu mißverständlichen Formulierungen und Rücknahmen gekommen sein soll, entzieht sich meiner Kenntnis.
Eine Rückfrage bei ForGen könnte darüber Aufschluss geben.

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