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BeitragVerfasst: 26.09.2019, 16:24 
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25örefan hat geschrieben:
Das ist bekannt, steht aber im in Konkurrenz mit den Aussagen, in dem Artikel aus der Böhme Zeitung, den ich in meinem vorangegangenem Beitrag verlinkt habe, auf den Ihr aber nicht eingegangen seid.
Warum sind wir darauf wohl nicht eingegangen? Weil die von Dir angeführten Quellen immer und immer und immer wieder auf Aussagen von Jägern hinauslaufen. Trau Dich doch mal raus aus dieser Filterblase. Du verlinkst einen vermeintlich objektiven Artikel aus der "Böhmezeitung", der sich aber wieder nur auf Jäger beruft und ein Institut, dessen Gutachten offenbar gerne - nennen wir es mal von "Wolfskritikern" - beauftragt werden und dabei offensichtlich auffallende (vom nationalen Referenzlabor abweichende) Ergebnisse liefern, die interessanterweise zur Argumentation der Auftraggeber passen. Die Recherchequellen der Böhmezeitung sind dabei offensichtlich:
Zitat:
Rückenwind für die ausdifferenzierende Methode von Forgen kommt aus Polen, etwa vom Biologen Professor Henry Okarma, dem Verfasser eines Buches über Ökologie, Verhalten und dem Schutz des Wolfes. [...] Es gebe keine „zuverlässige genetische Datenbank“, zitiert ihn das Jagdmagazin „Wild und Hund“.

Böhme-Zeitung, 28.02.2018: Zoff um die Wolf-Hund-Mischlinge https://www.forensik-hh.de/wp-content/u ... -Seite.pdf
Das Jagdmagazin Wild und Hund - was für eine Überraschung. Und so verwundert es nicht, dass der "Biologe", den Du dem Leser da ganz neutral unterzuschieben versuchst, wieder ein Jäger ist, der zudem mit dem Thema Wolf offensichtlich in sehr emotionaler Nähe zur Jägerschaft agiert:
Zitat:
Durchaus kritisch diskutierte Prof. Henryk Okarma, Krakow, den Schutzstatus des Wolfes in Polen und den Nachbarländern. Frau Prof. Jessel monierte dabei die emotionale Nähe seiner Ausführungen zu Vorstellungen aus der Jägerschaft, die der passionierte Jäger Okarma in einer sehr persönlichen Antwort nicht bestritt.

Ulrich Wotschikowsky, 08.04.2017: Jäger, Luchs und Wolf in Bayern http://woelfeindeutschland.de/jaeger-lu ... in-bayern/
Ein weiterer, bekannter Vertreter aus der illustren Runde der "Experten", die im Sinne der Wolfsgegner argumentieren und in dem angeblich so neutralen Artikel der Böhme-Zeitumng zitiert werden, ist Wernher Gerhards:
Zitat:
Wie konnten die Genetiker in Gelnhausen die Hybride übersehen, fragen Wolfskeptiker wie Wernher Gerhards aus Meißen, der sich als Wissenschaftsjournalist mit dem Thema auseinandersetzt.

Böhme-Zeitung, 28.02.2018: Zoff um die Wolf-Hund-Mischlinge https://www.forensik-hh.de/wp-content/u ... -Seite.pdf
Gerhards hat mal in Sachsen für die Jägerschaft ein "Gutachten" verfasst, welches einen Zusammenhang zwischen einem Unfallgeschehen mit einer entlaufenen Pferdeherde und dem Wolf hergestellt hat.
Zitat:
Der Sächsischen Zeitung verweigerte Wernher Gerhards die Auskunft darüber, woher sein Fachwissen stammt. Der Kreisjagdverband indes verteidigt das Gutachten vehement.

Sächsische.de, 07.01.2014: Zweifel am Wolfsgutachten https://www.saechsische.de/zweifel-am-w ... 45768.html
Zitat:
Eine Gruppe selbst ernannter Sachverständiger, bestehend aus einem Vertreter des Vereins „Sicherheit und Artenschutz“, einem Jäger sowie dem angeblichen Wissenschaftsjournalisten Wernher Gerhards, war an Einsichtnahme in die Wolfsforschung des Senckenberg Museums in Görlitz interessiert. [...] Das aus dem Besuch von Ende April 2018 entstandene „Primäre kraniologische Gutachten“, bei dem sechs Schädel „untersucht“ wurden, wird von den Blauen immer wieder als Grundlage für den Beweis des „hohen Anteils gefährlicher Wolfshybriden“ in monatlich wiederkehrenden öffentlichen Veranstaltungen herangezogen. Es beruht auf dem von Gerhards im Eigenverlag erschienenen „Kraniometrischen Vergleichskatalog von Canidenschädel“ – einer Publikation, die nirgends erhältlich ist und deren im „Gutachten“ abgebildter Einband aussieht, wie per Photoshop zusammengestückelt. [...]
Gerhards angebliches Institut „bionic behaviorbiology research“ ist nirgendwo real existent.

Dr. med. vet. Karin E. Lason, Der praktische Tierarzt 100/Heft 01/2019: Bangemachen gilt nicht - Wie Populisten im Thema Wolf fette Wählerbeute wittern und versuchen, mit alternativen Fakten evidenzbasierte Wissenschaft zu verunglimpfen: ein Faktencheck.
https://vetline.de/files/smfiledata/7/4 ... letter.pdf
Umso erstaunlicher ist es, dass auf der Website des Hamburger Labors in dem Eintrag vom 02.03.2018 "ForGen ist in der Presse", wo der Artikel der Böhmezeitung verlinkt ist, löbliche Worte gefunden werden: "[...] aber hier hat tatsächlich jemand recherchiert [...]". Der Artikel wird gar zum Anlass genommen, um "offiziell diese Woche zu einer guten Woche" zu erklären. Ob der gewählte Stil der Äußerungen zum eigenen Bild eines neutralen Wissenschaftlers in Einklang zu bringen ist, möge sich jeder Leser selbst beantworten:
Zitat:
Nach Angaben von Forgen hat der Senckenbergsche Chefgenetiker Nowak bereits unangemessene Anrufe getätigt. Von Wurmb-Schwark solle Dinge, von denen man keine Ahnung habe, „lieber den Profis überlassen“. Schließlich würde kein Wolf in dieser Region auf die Weide gehen und ein Schaf reißen, zitiert die Forgen-Chefin aus einem der Anrufe Nowaks, der über Zuckmücken-DNA promoviert hat. Doch Nowak weist das zurück, er habe nur einmal mit der Hamburger Institutsleiterin telefoniert.

Böhme-Zeitung, 28.02.2018: Zoff um die Wolf-Hund-Mischlinge https://www.forensik-hh.de/wp-content/u ... -Seite.pdf
Klingt zunächst mal nach Schlammschlacht, die genüsslich in der Lokalpresse breitgetreten wird. Warum aber sollte der Chefgenetiker des renommierten Senckenberg-Instituts behaupten, dass "kein Wolf in dieser Region auf die Weide gehen und ein Schaf reißen" würde, wenn er bzw. sein Insitut allein in Deutschland von 2002 - 2017 offiziell 5.146 Nutztierrisse - davon 85,9% Schafe/Ziegen - genetisch dem Wolf als Verursacher zugewiesen hat? Diese Zahlen sind für jedermann bei der nationalen Dokumentations- und Beratungsstelle zum Wolf (DBBW) abrufbar, also fällt es wohl nicht nur uns schwer zu glauben, dass er solche Dinge von sich gegeben hätte, von wegen dass ein Wolf kein Schaf reißen würde - und er hat das ja wohl offensichtlich auch dementiert.
Und noch etwas macht doch etwas stutzig. Der WWF schreibt:
Zitat:
Die AfD stellt in ihrem Antrag die Schutzwürdigkeit der deutschen Wolfspopulation in Frage. Die Argumentation lautet: die deutsche Wolfspopulation wäre von Hybriden durchsetzt. Dabei beziehen sie sich auf Analysen eines privaten Instituts (ForGen). Demnach besäßen die europäischen Wölfe zu 60 Prozent Hunde-DNA und seien damit keine „echten“ Wölfe, somit sollte auch der strenge Schutzstatus für die Tiere hier in Europa nicht gelten. Für die Behauptung, dass es sich bei den deutschen Wölfen um Hybriden handelt, existieren jedoch keinerlei wissenschaftliche Belege.

WWF, 18.04.2018: Mischlinge aus Hund und Wolf - wie gefährlich sind Wolfshybriden? https://blog.wwf.de/wolf-hund-wolfshybriden-gefahr/
Ach ja, in dem Artikel aus der Böhme-Zeitung wird ja auch das Bundeamt für Naturschutz zitiert, dass Hybriden gefährlicher seien:
Zitat:
Mit Hybriden steigt daher auch die „Wahrscheinlichkeit, dass sie häufiger in Konflikt mit dem Menschen geraten“, heißt es wörtlich im Wolfsleitfaden des Bundesamtes für Naturschutz.

Böhme-Zeitung, 28.02.2018: Zoff um die Wolf-Hund-Mischlinge https://www.forensik-hh.de/wp-content/u ... -Seite.pdf
Aus dem Zusammenhang gerissen, klingt das bedrohlich. Im richtigen Kontext aber liest sich das ganz anders:
Zitat:
Weil Wolf-Hund-Hybriden (kurz Hybriden) weniger gut an ein Leben in freier Natur angepasst sind als Wölfe und auch die wolfstypische Vorsicht bei ihnen unter Umständen geringer ausgeprägt sein kann, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie häufiger in Konflikt mit dem Menschen geraten, höher als bei Wölfen. So ist es denkbar, dass Hybriden vermehrt Übergriffe auf Nutztiere verüben oder, dass sie häufiger in Siedlungsnähe gesehen werden als Wölfe. Dies muss nicht so sein, ist aber möglich und ruft bei vielen Menschen Ängste hervor. Hinweise darauf, dass wildlebende Hybriden für den Menschen gefährlicher sind als Wölfe, gibt es jedoch nicht (L. Boitani, pers. Mittl.).

Bundesumweltministerium: Der Wolf in Deutschland, FAQ: Dürfen Wolf-Hund-Mischlinge einfach getötet werden? https://www.bmu.de/themen/natur-biologi ... utschland/
Und selbst diese Aussage betrifft nur "echte" Hybriden aus aktuellen Kreuzungen zwischen Hund und Wolf.

All solche Dinge in der Art hat der verurteilte dänische Jäger vermutlich mit der Formulierung "skriverier i Tyskland" gemeint und offensichtlich gehofft, aus den hierzulande gesäten Zweifeln noch ein letztes As zu seiner Entlastung aus dem Ärmel ziehen zu können.

Kent Olsen, wissenschaftlicher Leiter des Naturhistorischen Museums in Aarhus, war in dem Prozess als Zeuge geladen und hat das Untersuchungsergebnis der DNA-Analyse erläutert.
Zitat:
Kent Olsen, videnskabelig chef på Naturhistorisk Museum Aarhus, var indkaldt som vidne i landsretten for at udlægge resultatet af dna-undersøgelsen.

- Den nye analyse kigger dybt ned i det pågældende individs arvemasse. Der er ingen tvivl. Det er en ulv, siger han.

Det er dog ikke det samme, som at der ikke er hunde-dna i det dræbte dyr, understreger han, for ulven og hunden er så nært beslægtet, at de i en vis udstrækning deler dna. Men der er tale om historisk dna og ikke nutidigt.


Danmarks Radio, 25.09.2019: Ulvedom: 67-årig får 40 dages betinget fængsel og mister jagttegn https://www.dr.dk/nyheder/regionale/mid ... r-jagttegn
Bereits im Januar 2019 hat die dänische Umweltbehörde eine Anfrage über das Vorkommen von Wolfshybriden in Dänemark und in Europa an das DCE gerichtet und von den Wissenschaftlern des Naturhistorischen Museums in Aarhus, dem Institut for Bioscience der Aarhus Universitet
und der Abteilung für GeoGenetik am Biologischen Institut der Universität Kopenhagen eine sehr ausführliche, differenzierte Antwort erhalten.

Die zentraleuropäische Flachlandpopulation, zu der die dänischen, deutschen und westpolnischen Wölfe zählen, gilt demnach als eine der genetisch intensivst untersuchten und bestdokumentierten Wolfspopulationen.
Die Entstehungsgeschichte des Hundes liegt 15.000 - 35.000 Jahre zurück, und in der Zeit der Domestikation hat es immer wieder auch Kreuzungen zwischen Hunden und Wölfen gegeben. Man muss dabei aber zwischen prähistorischen Hybridisierungen und aktuellen Kreuzungen unterscheiden. Das Genom von Wölfen in Europa und dem mittleren Osten stammt zu 7% - 25% von Hunden, so wie auch das menschliche Genom von bis zu 20% vom Neandertaler stammt. Diese vorgeschichtlichen Hybridisierungen gibt es auch bei der Wildkatze, dem Rentier oder dem Wildschwein. Durch die verschiedenen Selektionsprozesse (natürliche Selektion bei der Wildform, Zuchtauswahl bei der domestizierten Form) unterscheiden sich die genetischen Profile dennoch deutlich.
Zitat:
Selvom om hunde har blandet sig med ulve i forskellige dele af Eurasien, siden den oprindelige domesticering af hunde, har ulvebestande ikke desto mindre opretholdt en tydelig genetisk profil, der tydeligt adskiller dem fra hunde. Rent biologisk skyldes dette formentlig, at der i naturen er selektion mod de fleste af de egenskaber i hunde, som er et resultat af domesticeringsprocessen.

Kent Olsen, Peter Sunde, Michael Møller Hansen, Philip Francis Thomsen og Anders Johannes Hansen: DNA-analyser og beskrivelse af den Centraleuropæiske ulvebestand, herunder identifikation af ulve og ulvehybrider http://dce.au.dk/fileadmin/dce.au.dk/Ud ... estand.pdf


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BeitragVerfasst: 26.09.2019, 16:36 
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DjM schrieb
Zitat:
Trau Dich doch mal raus aus dieser Filterblase

Wohin? In Eure?

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BeitragVerfasst: 26.09.2019, 16:55 
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Warum auf einmal so einsilbig? Sind die Argumente ausgegangen? :wink:


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BeitragVerfasst: 27.09.2019, 16:33 
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Hier zitieren wir noch einmal eine Einschätzung des leider kürzlich verstorbenen Wolfs- und Jagdexperten Ulrich Wotschikowsky:
Zitat:
Wir werden in der Wolfsszene immer mehr mit Fakenews konfrontiert. Eine davon ist die Hysterie um Mischlinge von Wolf und Hund. [...] Das Hybridenthema eignet sich hervorragend für Schauergeschichten, weil es einem wissenschaftlich nicht geschulten Publikum nur schwer zu erklären ist. Da kann man alle möglichen und unmöglichen Vorstellungen so richtig ins Kraut schießen lassen. Und es bedient ein verqueres Reinheits- und Rassedenken, das wir eigentlich hinter uns haben sollten, das aber, wie die politische Lage zeigt, nach wie vor virulent ist und in gewissen Kreisen gut ankommt. [...] Fazit: Das Gerede um Hybridwölfe ist eine Seifenblase. Aufgeblasen von Leuten, denen jedes Mittel recht ist, um Gründe für die Beseitigung der Wölfe zu finden.

Ulrich Wotschikowsy, Wolfsite - Wölfe in Deutschland, 15.09.2018: Die Hybridenhysterie http://woelfeindeutschland.de/die-hybridenhysterie/
Zitat:
Mit dem Institut Forgen in Hamburg, das einen guten Namen in der forensischen Genetik hat (hier werden u.a. Straftäter mit genetischen Proben überführt), hat man sich neben der GWJF nun einen weiteren wissenschaftlichen Hintergrund für die Hybridenhypothese verschafft – oder meint dies zumindest. Die Hybridengläubigen berufen sich gerne auf dieses Institut. Denn Forgen hat genetische Analysen vorgenommen, bei denen das Institut Wolfs-Hund-Mischlinge „nicht ausschließen“ konnte. Allerdings hat Forgen bisher keinen einzigen Wolf-Hund-Mischling nachweisen können. Das liegt in erster Linie an den Analysemethoden. Es ist etwa so, als betrachte man ein verwaschenes Fotofallenbild von einem Tier, das einem Wolf oder Hund ähnelt, und stellt dann fest: „Ein Hybrid ist nicht auszuschließen.“ Mit Verlaub: Das ist eine sehr, sehr dünne „Beweislage“ für die Behauptung, unsere Wölfe seien zu einem mehr oder weniger großen Teil Hybriden. Forgen ist dieser Fehleinschätzung bis heute nicht entgegen getreten – im Gegenteil. Es befeuert durch tendenziöse öffentliche Auftritte das Gerücht, wir hätten es mit Hybriden zu tun.

Ulrich Wotschikowsy, Wolfsite - Wölfe in Deutschland, 15.09.2018: Die Hybridenhysterie http://woelfeindeutschland.de/die-hybridenhysterie/
Wotschikowsky skizziert in seinem Blogeintrag weitere Details zur "Wolfsskeptiker"-Szene, u. a. auch zu dem zuvor erwähnten und in der Böhmezeitung genannten Wissenschaftsjournalisten Werner Gerhards.

Letztlich sind es ja aber genau solche Gerüchte, Halb- und Unwahrheiten, die am Ende einer gewaltsamen Selbstjustiz wie in Dänemark den Boden bereiten. Der verurteilte Jäger war sich angeblich sicher, einen Hund-Wolf-Mischling zu erschießen, weil dieser keine Scheu vor dem Trecker gezeigt habe. Das ist aber völlig normales Wolfsverhalten, insbesondere für Jungwölfe.
Zitat:
Wölfe, die in Kulturlandschaften aufwachsen, meiden zwar den Menschen, aber nicht menschliche Strukturen. So zeigen sie auch Autos und Maschinen gegenüber kaum Furcht.

Bundesamt für Naturschutz; Ilka Reinhardt, Petra Kaczensky, Jens Frank, Felix Knauer und Gesa Kluth: Konzept zum Umgang mit Wölfen, die sich Menschen gegenüber auffällig verhalten - Empfehlungen der DBBW - , Seite 12 https://www.bfn.de/fileadmin/BfN/servic ... ipt502.pdf
Die Situation analog zu dem Fall in Dänemark ist auf Seite 23 beschrieben:
Zitat:
Verhalten: Wolf flüchtet nicht sofort beim Anblick von Menschen und Autos. Bleibt stehen und beobachtet seinerseits.
Ursache: der Wolf hat keine schlechte Erfahrung gemacht. Insbesondere Jungwölfe reagieren eher unbedarft und neugierig.
Einschätzung: Ungefährlich.
Handlungsempfehlung: Kein Handlungsbedarf.


Bundesamt für Naturschutz; Ilka Reinhardt, Petra Kaczensky, Jens Frank, Felix Knauer und Gesa Kluth: Konzept zum Umgang mit Wölfen, die sich Menschen gegenüber auffällig verhalten - Empfehlungen der DBBW - , Seite 23 https://www.bfn.de/fileadmin/BfN/servic ... ipt502.pdf


Zu seinen Motiven hat der dänische Jäger in einem Interview mit tv2 Anfang 2019 angeführt, dass sein Sohn (der auf dem Trecker) ihn zunächst um Hilfe gebeten hatte und er das Gewehr zur "Selbstverteidigung" eingepackt habe. Er habe ein unsicheres Gefühl gehabt, als sich der Wolf in Richtung Trecker bewegte. Er selbst wollte lieber eines natürlichen Todes sterben als vom Wolf gefressen zu werden. Möglich, dass der Wolf ihn nicht fressen würde, aber auch möglich, dass er es täte. Ob der Wolf den Traktor und den Toyota Landcruiser, in denen sich die beiden Männer jeweils zur Zeit der Tat aufgehalten haben, wohl gleich mitgefressen hätte?
Zitat:
- Jeg var jo nødt til at kunne forsvare mig. - Jeg tænkte, at jeg hellere ville dø en naturlig død end blive ædt af en ulv, fortæller Mourits Troldtoft. [...] Den var på vej over mod min søn igen, og det var jeg utryg ved. [...] Det kan da godt være, at den ikke æder mig, men det kan da også godt være, at den gør.

TV2, 06/01-2019: Manden, der skød en ulv, står frem: - Det måtte få en ende https://nyheder.tv2.dk/samfund/2019-01- ... aa-en-ende
Das klingt sehr mitleiderregend, allerdings beschränkte sich die vermeintlich große Angst vor dem bösen Wolf 2017 vor allem darauf, dass dessen Anwesenheit die Jagdeinnahmen auffressen und die jährlich mehr als 100.000 Kronen halbieren könnte:
Zitat:
Det gælder blandt andet Mourits Troldtoft, der ejer Troldtoft - en landbrugsejendom med tilhørende 180 hektar skov, som årligt er hjemmebane for de jægere, der i september lejer området til jagt. "Jagtlejen i områderne ligger på 5-600 kroner per hektar, og jeg tror, at min indtægt i de områder vil kunne falde til de halve, siger lodsejeren. Han har årlig en totalomsætning på over 100.000 kroner - alene på jagdindtægter, og han frygter, at områdets attraktivitet falder i takt med ulvens indpas i området.

Holstebro Struer Dagbladet, 31/03-2017: Ulve-effekt: Lodsejer frygter fald i jagdlejeindtægter https://dagbladet-holstebro-struer.dk/a ... gtlejeindtægter


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BeitragVerfasst: 28.09.2019, 12:53 
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3 tote Ponys, Mitteljütland, Sandferre südwestlich von Holstebro
Zitat:
En vildtkonsulent fra Naturstyrelsen skal nu tage en DNA-prøve fra den pony, der døde natten til lørdag, for at få sikkerhed for, om det var en ulv, der var på spil.
(Ein Wildtierberater der Naturschutzbehörde muss nun eine DNA-Probe des in der Nacht zum Samstag verstorbenen Ponys entnehmen, um festzustellen, ob ein Wolf im Spiel war.)
https://www.tvmidtvest.dk/artikel/formodet-ulveangreb-flere-ponyer-bidt-ihjel?fbclid=IwAR1ZICqmZjajbGbiwfBFDGxlIi6ByVv3lSCD9nQ-F3KL3bgJDNAOk6oojmg

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BeitragVerfasst: 29.09.2019, 14:58 
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Gab es da etwa schon wieder einen Riss bei Dänemarks größtem Lammfleisch-Produzenten? Er hatte 2018 für die Landschaftspflege im Gebiet der Stråsø Plantage statt auf Schafe nach eigenen Angaben auf "meget mere ulve-robuste heste" gesetzt - also Pferde, die sich gegenüber dem Wolf zur Wehr setzen können:
Zitat:
– Heste og kreaturer ser i al fald ud som en bedre løsning end før. Især store heste og store kreaturer rører de ikke. Vi har mistet nogle (af de meget mindre) shetlandsponyer derude, men jeg kan ikke sige med sikkerhed, at det skyldes ulve.

Übersetzung: Pferde und Rinder scheinen auf jeden Fall die bessere Lösung zu sein als vorher. Besonders große Pferde und große Rinder werden nicht angegriffen. Wir haben da draußen ein paar (von den viel kleineren) Shetlandponys verloren, aber ich kann nicht mit Sicherheit sagen, ob der Wolf dafür ursächlich war.

Holmskjold, 27.06.2018: Fårene byttes ud med ulve-robuste heste og kreatur https://holmskjold.net/joergen-blazejew ... g-kreatur/
Schaut man sich allerdings die Fotos der beiden nun getöteten Ponys an, handelt es sich um extrem kleine Ponys, die kaum größer als Shetlandponys wirken und damit auch kaum größer als ein Schaf sein dürften. Unter "wehrhafte Pferde" und "besonders große Pferde" fällt diese Kategorie jedenfalls nicht, und somit sind sie ebenso leichte potentielle Beute für einen Wolf oder einen Hund wie ein Schaf.

Es wäre ja auch interessant zu erfahren, woran denn die "paar" Shetlandponys vor 2018 "da draußen" verstorben sind. In dem aktuellen Artikel sagt ein Sprecher des Umweltministeriums, dass es bislang keine nachgewiesenen Angriffe auf Pferde oder Ponys in Dänemark gegeben habe:
Zitat:
Der har endnu ikke været dokumenterede ulveangreb på heste eller ponyer i Danmark, oplyser Lasse Sehested Jensen fra Miljøstyrelsen til TV MIDTVEST.

TV Midtvest, 28.09.2019: Formodet ulveangreb: Flere ponyer bidt ihjel https://www.tvmidtvest.dk/artikel/formo ... bidt-ihjel

Bei dem betreffenden Lammfleisch-Erzeuger wurden seltsamerweise bereits zweimal Löcher in die Zäune geschnitten: Beim ersten Mal 90 x 90 cm und beim zweiten Mal 80 x 60 cm.
April 2019
Zitat:
25 får er døde, og der er blevet klippet et stort hul i hegnet.

Übersetzung: 25 Schafe sind tot, und es wurde ein großes Loch in den Zaun geschnitten.

TV Midtvest, 03.04.2019: 25 får døde: Muligt ulveangreb rammer Storålam https://www.tvmidtvest.dk/artikel/mulig ... -storaalam
Mai 2019:
Zitat:
Der er igen klippet i hegnet ved fårefold, som tilhører Storålam.

Übersetzung: Erneut wurde ein Schafs-Zaun aufgeschnitten, der dem Storålam gehört.

Lemvig Folkebladet, 01.05.2019: Ulveangreb: Igen er der klippet hul i hegnet ved Storålam https://folkebladetlemvig.dk/artikel/ul ... r%C3%A5lam

Ein Leserbriefschreiber des Dagbladet Holstebro-Struer findet es seltsam, dass die Übergriffe auf Schafe in der Stråsø Plantage just kurz darauf anfingen, nachdem der Nachweis des neuen Rudels öffentlich bekanntgegeben worden sei. Das zuvor existente Wolfspaar und seine Welpen seien spurlos verschwunden. Die entlegene Weidefläche, auf dem der Angriff stattfand, sei über lange Zeit ungenutzt und der Zaun in entsprechendem Zustand gewesen. Wenige Tage nach Bekanntgabe des neuen örtlichen Wolfsrudels seien Schafe dorthin gebracht worden. Der Leserbriefautor fragt sich, warum die Tiere ausgerechnet auf die entlegenste Fläche verbracht wurden, deren Einzäunung nicht wolfsabweisend gewesen sei, da sie zum Teil untergraben und am Boden zugewachsen war, zerrissene Drähte aufwies, die in andere Drähte hineinragten, und zum Gewässer hin ganz offen war. Und dann war da natürlich noch besagtes 90 x 90 cm-Fenster im Zaun. Aufgrund der Vielzahl der Unzulänglichkeiten des Zauns fragt sich der Verfasser, ob und inwieweit dem Schafproduzenten an der Sicherheit seiner Tiere überhaupt gelegen sei. Das Loch im Zaun soll dessen Aussage nach "Vandalismus" gewesen sein, der aber der Polizei nicht als solcher gemeldet wurde. Beim zweiten Angriff habe die Zaunspannung gerade einmal 1000 Volt statt 6000 betragen, auch hier sei kein wolfsabweisender Schutz realisiert worden. Es sei Fakt, dass in Dänemark bislang kein einziges Schaf Wolfsopfer geworden sei, dass sich hinter einem funktionsfähigen, wolfsabweisenden Zaun befunden habe.

Vgl. Dagbladet Holstebro-Struer, Ole Pedersen, 06.05.2019: Ulv. Havd er det, der sker i Stråsø? https://dagbladet-holstebro-struer.dk/a ... %A5s%C3%B8


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BeitragVerfasst: 29.09.2019, 15:24 
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Hat in Dänemark übrigens jemand mitbekommen, ob der Jäger seinen Jagdschein abgeben musste, der in geschlossenen Facebook-Gruppen Anleitungen verbreitet hat, wie man einen Wolf so anschießt, dass er möglichst langsam zugrunde geht und in der Zwischenzeit noch viele Reviere durchquert, so dass der Schütze nicht mehr ausfindig zu machen ist? Der Jäger aus Hadsten, der Mitglied von Kronjyllands Jagtforening ist, welche zum dänischen Jägerverband Danmarks Jægerforbund gehört, ist auch an der Waffen-Ausbildung von Jägern beteiligt. Das Gericht in Randers hat ihn aufgrund seiner Aufrufe zur eigenmächtigen und tierquälerischen Wolfstötungen zu 10 Tagen auf Bewährung verurteilt. Die Polizei prüft, ob ihm zusätzlich der Jagdschein entzogen wird.

Vgl. Jydske Vestkysten, 06.05.2019: Dømt for opfordring til pinefuldt ulvedrab: 31årig kan miste retten til at gå på jagt https://jv.dk/artikel/d%C3%B8mt-for-opf ... C3%A5-jagt
Dagens.dk, 08.06.2018: Ulvemodstandere deler syge råd på Facebook: ‘Sådan giver du ulven en lang og pinefuld død - og slipper fra det’
https://www.dagens.dk/indland/ulvemodst ... efuld-doed
TV2, 09.06.2018: Jæger deler opfordring: Sådan giver du ulven en pinefuld død https://nyheder.tv2.dk/samfund/2018-06- ... efuld-doed


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BeitragVerfasst: 07.10.2019, 09:58 
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Damit die Hysterie um den Wolf nicht noch weiter angeheizt wird möchte der Wildhüter nicht spekulieren und wartet die DNA Analyse ab deren Ergebnis voraussichtlich Mitte Oktober vorliegen wird. http://sh-ugeavisen.dk/index.php/2019/1 ... -im-spiel/

Hendrik77


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https://www.nordschleswiger.dk/de/daene ... -wolfszone Diese 2. Zone spricht dagegen das es in Dänemark Hysterie rund um das Thema " Wolf " gibt.

Hendrik77


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BeitragVerfasst: 07.11.2019, 22:57 
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Zitat:
In Deutschland, genauer in Schleswig-Holstein, kündigte nun das zuständige Ministerium an, die Bejagung des sogenannten Problemwolfes GW924m auszuweiten. Der Kreis derjenigen, die den Wolf schießen dürfen, wird auf bis zu 175 Personen deutlich erweitert. Bis jetzt stellte eine Expertengruppe erfolglos dem Wolf nach, nun sollen auch Jäger, deren Revier im Streifgebiet des Wolfes liegt, ebenfalls das Tier schießen dürfen.


https://www.nordschleswiger.dk/de/daene ... -wolfszone

Bis zu 175 Personen? :shock: Die hohe Anzahl lässt befürchten, dass das wohl keine Experten sind…. Außerdem finde ich es bemerkenswert, dass es bis zu 175 Jäger gibt, deren Revier im „Streifgebiet“ des Wolfes liegt. Diese hohe „Jägerdichte“ war mir vor dem Lesen des Artikels gar nicht bewusst, wobei mir schon klar ist, dass das Streifgebiet eines Wolfes groß ist. Ich bin kein Experte, aber ich habe den Eindruck, dass durch das Ministerium hier eine Art Lizenz zur Ballerei auf alles, was wie ein Problemwolf aussehen könnte, erteilt wird.

Touri


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Der sogenannte "Problemwolf" aus Norddeutschland war im folgenden Thread auch schon Thema. viewtopic.php?f=1&t=30753&start=1200

Hendrik77


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BeitragVerfasst: 07.11.2019, 23:37 
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Touri hat geschrieben:
Bis zu 175 Personen? :shock: Die hohe Anzahl lässt befürchten,Ich bin kein Experte, aber ich habe den Eindruck, dass durch das Ministerium hier eine Art Lizenz zur Ballerei auf alles, was wie ein Problemwolf aussehen könnte, erteilt wird.
Touri

Wohl kaum, es meldet sich kaum jemand von den ortskundigen Jägern, um dem Wolf aufzuspüren und zu erlegen. Die Furcht ins Visier vom militanten Wolfsenthusiasten selbst ins Visier genommen zu werden, ist vielen Jägern die Jagd nicht wert. Der ministeriellen Zusicherung der Anonymität trauen nur wenige.e
Auch sind die Anforderungen während der Jagd sehr hoch. So müssen die für die Jagd zugelassenen Jäger während der Jagd auf den „Problemwolf“ garantiert per Smartphone (Email) erreichbar sein, ein Abschuss muß zwecks Überprüfung unverzüglich gemeldet und überdies dieJagd sofort abgebrochen werden, sobald ein weiterer Wolf im Jagdgebiet ansichtig wird.
Nach „einer Art Lizenz zur Ballerei auf alles, was wie ein Problemwolf aussehen könnte“ sieht das nicht aus.

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BeitragVerfasst: 08.11.2019, 07:04 
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25örefan hat geschrieben:
Auch sind die Anforderungen während der Jagd sehr hoch. So müssen die für die Jagd zugelassenen Jäger während der Jagd auf den „Problemwolf“ garantiert per Smartphone (Email) erreichbar sein,

Ob die „garantierte“ Erreichbarkeit per Smartphone wirklich eine sehr hohe Anforderung während der Jagd darstellt, möge jeder selbst beurteilen…. Aber trotzdem ist dies eine interessante Bedingung, die eigentlich dazu führen müsste, dass die Jagd gar nicht stattfinden darf, denn in den Streifgebieten des Wolfes gibt es garantiert Funklöcher…

Touri


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BeitragVerfasst: 08.11.2019, 09:07 
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Touri hat geschrieben:
25örefan hat geschrieben:
Auch sind die Anforderungen während der Jagd sehr hoch. So müssen die für die Jagd zugelassenen Jäger während der Jagd auf den „Problemwolf“ garantiert per Smartphone (Email) erreichbar sein,

Ob die „garantierte“ Erreichbarkeit per Smartphone wirklich eine sehr hohe Anforderung während der Jagd darstellt, möge jeder selbst beurteilen…. Aber trotzdem ist dies eine interessante Bedingung, die eigentlich dazu führen müsste, dass die Jagd gar nicht stattfinden darf, denn in den Streifgebieten des Wolfes gibt es garantiert Funklöcher…

Touri

Mehr dazu hier:
https://www.mopo.de/im-norden/aus-angst ... t-33416056

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BeitragVerfasst: 15.11.2019, 21:32 
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DK will jetzt in einem Projekt Erfahrungen mit Herdenschutzhunden sammeln.
https://www.tvsyd.dk/artikel/hjaelp-til ... aareavlere
Bei der Auswahl der geeigneten Rassen ist man in DK allerdings deutlich eingeschränkt, da laut dänischer Hundegesetzgebung ausgerechnet die am meisten verbreitet eingesetzten Rassen wie Kangal, Zentralasiatischer Owtscharka, Kaukasischer Owtscharka, Südrussischer Owtscharka, Tornjak und Šarplaniac verboten sind.

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