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BeitragVerfasst: 28.03.2020, 16:20 
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Hendrik77 hat geschrieben:
Dänemark unterliegt wie anderen Ländern dem Artenschutzabkommen, aber es gibt hier aktuell keine (politischen) Bestrebungen bzw. Mehrheiten dieses zu ändern um z.B. die Jagd auf Wölfe zu legalisieren.
Es sähe anders aus wenn ....ist für mich kein Argument. Tatsache ist das in Dänemark die Wölfe seit deren Rückkehr beobachtet werden und aktuell die Mehrheit der Bevölkerung es entweder egal ist oder diese nichts gegen den Wolf in Dänemark haben.

Einen Satz wegen Off Topic gelöscht. MfG Buschchaot

Venlig hilsen
Hendrik77


Hej Eva,

den als OT gelöschten Satz von Hendrik hätte ich gerne gelesen!

Das Hendrik nicht mehr dem Moderatoren-Team angehört finde ich übrigens auch sehr schade!

Bei allen Streitigkeiten, die ich ja mit ihm auch ausgefochten habe, weiß ich dennoch sein jahrelanges ehrenamtliches Engagement für dieses Forum sehr zu schätzen und möchte ihm an dieser Stelle für diese Arbeit ausdrücklich danken!

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Viele Grüße
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BeitragVerfasst: 29.03.2020, 02:09 
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Hendrik77 hat geschrieben:
Dänemark unterliegt wie anderen Ländern dem Artenschutzabkommen, aber es gibt hier aktuell keine (politischen) Bestrebungen bzw. Mehrheiten dieses zu ändern um z.B. die Jagd auf Wölfe zu legalisieren.


Dass es in DK so wie Du oben anführst, keine politischen Bestrebungen gibt, die den bedingungslosen Schutz des Wolfes diskutieren (und damit auch auf Entnahme / Jagd abzielen), trifft nicht zu.
So heißt es 2019 von der Umweltministerin Lea Wermelin:
Zitat:
Minister vil regulere ulve: Jeg ville ønske, de aldrig var kommet
Miljøminister Lea Wermelin (S) ønsker bedre muligheder for at regulere ulve i Danmark. Fåreavler er ikke imponeret over de nye tiltag fra regeringen, som skal forebygge, at ulve angriber husdyr. [Minister will Wölfe regulieren: Ich wünschte, sie wären nie gekommen
Umweltministerin Lea Wermelin (S) wünscht sich bessere Möglichkeiten zur Regulierung von Wölfen in Dänemark.]
https://jyllands-posten.dk/premium/indl ... ar-kommet/

Des weiteren heißt es auf der FB-Seite „Her er ulven i Danmark“ zitiert und auch auf der FB-Seite von Pia Kjærsgaard, Tierschutzberichterstatterin der dänischen Volkspartei :
Zitat:
Min holdning er stadig klar: Danmark er et for lille land til at have ulve!“
[Meine Haltung ist immer noch klar: Dänemark ist ein zu kleines Land, um Wölfe zu haben!]


Zitat:
Jeg synes, det er problemulve, når de angriber husdyr og kommer ind på gårdspladser. Jeg vil presse på både i forhold til EU-lovgivning og i forhold til at få ministeren til at stramme op nu".
[Ich denke, es sind Problemwölfe, wenn sie Vieh angreifen und Innenhof betreten. Ich möchte sowohl in Bezug auf die EU-Gesetzgebung als auch in Bezug darauf drängen, dass sich der Umwelt-Minister jetzt verschärft]


Quellen :
- Citater fra artikel i Dagbladet Holstebro-Struer, der er bag betalingsmur.
- FB-Seite „Her er ulven i Danmark“
- FB- Seite Pia Kjærsgaard
- https://landbrugsavisen.dk/df-ordfører-så-nærmere-på-ulveproblemer-de-skal-reguleres

Auch in Dänemark gibt es sowohl in der Bevölkerung als auch in der Politik solche, die in Bezug auf das Wolfsmanagement eine „härtere“ Gangart fordern.
Dabei zeigen ältere Umfragen (hier im Thread schon mal zitiert), dass die Wolfsbefürworter vorwiegend diejenigen sind, die nicht zur Landbevölkerung gehören, sondern in Städten und Ballungsräumen leben, also vom Wolf nicht direkt betroffen sind, weil sie durch dessen Vorkommen keine Nachteile in Kauf nehmen müssen.
Beiträge aus Zeitungen und darauf bezogene Kommentare findet man u.a. auf der Seite FB- Seite „Her er ulven i Danmark“ i. Dort erscheinen neben Meldungen zu aktuellen Wolfssichtungen und Schadensberichten und werden sowohl von Wolfsbefürwortern als auch Wolfskritikern/ Wolfsgegnern kommentiert. Für mich dabei auffällig ist, dass teilweise von Usern / Wolfskritikern deutlich schärfer formuliert als in Deutschland)
In der inhaltlichen Argumentation auf beiden Seiten ist nachdem was ich bisher feststellen konnte, kein Unterschied zu Deutschland festzustellen.
PS
Wer sich für den Wolf in DK interessiert, findet auf der FB-Seite „Her er ulven i Danmark“ aktuelle Neuigkeiten in Wort und Bild. Auch die Pro- und Contradiskussion, kann dort verfolgt werden.
So stellt sich die FB- Seite selbst vor:
Zitat:
Willkommen an die vielen neuen Freunde und Follower, die wir hier auf der Seite bekommen. Mehrere Leute haben gefragt, wer hinter der Seite steckt und was unsere Einstellung zum Wolf ist.

" Eine aktuelle Übersicht, wo der Wolf in Dänemark ist. Sowohl Unterstützer als auch Gegner des Wolfes sind auf der Seite, die von einem breiten Netzwerk von Wölfen-Interessierten geführt wird, die der Meinung sind, dass wir die Anwesenheit des Wolfes nachvollziehen sollten."

Das heißt, wir interessieren uns zunächst für die aktuellen Beobachtungen von Wolf in Dänemark, die ziemlich viele gut bei uns berichten können. Typischerweise per Posts auf der Seite oder in Form von privaten Nachrichten an die Seite. Wir haben mittlerweile viel Erfahrung in der Beurteilung möglicher Wolf, ziehen aber ansonsten auf die Hilfe von mehr Wissenswürdigen.

Es bleibt recht neu bei Wolf in Dänemark, und es ist daher auch ein Debattenforum, in dem die Folgen der Anwesenheit des Wolfes diskutiert werden. Wie bereits erwähnt, sind sowohl Anhänger als auch Gegner des Wolfes teilweise an der Seite willkommen.

Redakteur der Seite ist Erik Poulsen, der als Journalist und wohnhaft in Ulveland - am Rande der Region Westjütland - seit 2012. die Wolfsdebatte verfolgt. Weder Herausgeber noch das Netzwerk, mit dem er arbeitet, befindet sich in der Schlamm der Wolfsdebatte, bei der man entweder glaubt, dass alle Wölfe einfach so schnell wie möglich ausgelöscht werden sollten, oder dass wir einfach so tun müssen, als wäre der Wolf nicht da, und einfach nur um sich darüber zu freuen, dass er ins Land gekommen ist .

Wie ich gesagt habe, ist jeder herzlich eingeladen, an der Debatte teilzunehmen, die sowohl frisch als auch glücklich sein kann. Wir akzeptieren jedoch keine persönlichen Angriffe oder einen rauen Ton.

Quelle: FB “Her er ulven i Danmark“

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BeitragVerfasst: 29.03.2020, 11:01 
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Hendrik77 hat geschrieben:
Dänemark unterliegt wie anderen Ländern dem Artenschutzabkommen, aber es gibt hier aktuell keine (politischen) Bestrebungen bzw. Mehrheiten dieses zu ändern um z.B. die Jagd auf Wölfe zu legalisieren.


Das es in Dänemark Personen gibt die gegen den Wolf agieren ist unbestritten, aber Mehrheiten gibt es dafür nicht und die sind nötig um ggf. Gesetze zu ändern oder ähnliches.
Ist ja ok das es FB Seiten gibt die sich mit dem Thema auseinander setzen, aber da finden keine politischen Entscheidung statt.
Das offiziell zuständige Ministerium und deren Seite findet man im folgenden Link. https://mst.dk/natur-vand/natur/artslek ... tedyr/ulv/

Venlig hilsen
Hendrik77


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BeitragVerfasst: 29.03.2020, 14:36 
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Hendrik77 hat geschrieben:
Hendrik77 hat geschrieben:
Dänemark unterliegt wie anderen Ländern dem Artenschutzabkommen, aber es gibt hier aktuell keine (politischen) Bestrebungen bzw. Mehrheiten dieses zu ändern um z.B. die Jagd auf Wölfe zu legalisieren.


Das es in Dänemark Personen gibt die gegen den Wolf agieren ist unbestritten, aber Mehrheiten gibt es dafür nicht...

Willst Du mich mißverstehen :roll:
Ich habe mit meinem Beitrag nicht auf die von Dir angesprochenen „Mehrheiten“ Bezug genommen oder aktuellen Mehrheitsverhältnissen gar widersprochen.
Es ist leicht aus meinem Beitrag zu erkennen, dass meine Antwort/ mein Widerspruch sich auf Deine Behauptung
Hendrik77 hat geschrieben:
... aber es gibt hier aktuell keine (politischen) Bestrebungen bzw. Mehrheiten dieses zu ändern um z.B. die Jagd auf Wölfe zu legalisieren.
Und so war die Antwort (Quellen dazu s.o.) in Bezug auf „politische Bestrebungen“ folgende:
Dass es in DK so wie Du oben anführst, keine politischen Bestrebungen gibt, die den bedingungslosen Schutz des Wolfes diskutieren (und damit auch auf Entnahme / Jagd abzielen), trifft nicht zu.
So heißt es 2019 von der Umweltministerin Lea Wermelin:
Zitat:
Minister vil regulere ulve: Jeg ville ønske, de aldrig var kommet
Miljøminister Lea Wermelin (S) ønsker bedre muligheder for at regulere ulve i Danmark. Fåreavler er ikke imponeret over de nye tiltag fra regeringen, som skal forebygge, at ulve angriber husdyr. [Minister will Wölfe regulieren: Ich wünschte, sie wären nie gekommen
Umweltministerin Lea Wermelin (S) wünscht sich bessere Möglichkeiten zur Regulierung von Wölfen in Dänemark.]

Des weiteren heißt es auf der FB-Seite „Her er ulven i Danmark“ zitiert und auch auf der FB-Seite von Pia Kjærsgaard, Tierschutzberichterstatterin der dänischen Volkspartei :
Zitat:
Min holdning er stadig klar: Danmark er et for lille land til at have ulve!“
[Meine Haltung ist immer noch klar: Dänemark ist ein zu kleines Land, um Wölfe zu haben!]


[quote]Jeg synes, det er problemulve, når de angriber husdyr og kommer ind på gårdspladser. Jeg vil presse på både i forhold til EU-lovgivning og i forhold til at få ministeren til at stramme op nu".
[Ich denke, es sind Problemwölfe, wenn sie Vieh angreifen und Innenhof betreten. Ich möchte sowohl in Bezug auf die EU-Gesetzgebung als auch in Bezug darauf drängen, dass sich der Umwelt-Minister jetzt verschärft]

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BeitragVerfasst: 29.03.2020, 14:43 
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Ergänzend kann man feststellen, dass die politische Debatte auch um Regulierung/ Abschuß/ Jagd nicht nur aktuell von S und DF ( s.o.) geführt wird, sondern auch schon in der Vergangenheit geführt wurde.
Bereits 2017 fand der Venstre-Abgeordnete Kristian Pihl Lorentzen Worte die in D wohl so von politischer Seite nicht öffentlich fallen würden:
Zitat:
Venstre-politiker: Skyd ulven en kugle for panden
Folketingsmedlem Kristian Pihl Lorentzen fra Venstre mener, at antallet af ulve i Danmark skal reguleres ... Folketingsmedlem for Venstre Kristians Pihl Lorentzen mener, at det nu er på tide, at man seriøst skal overveje at regulere antallet af ulve i Danmark.
- Det må være sådan, at man altid i selvforsvar af sine dyr, må skyde en ulv en kugle for panden, siger han.
[Linker Politiker: Schieße dem Wolf eine Kugel auf die Stirn
Der Abgeordnete Kristian Pihl Lorentzen von links glaubt, dass die Anzahl der Wölfe in Dänemark reguliert werden muss...
Der Abgeordnete für Venstre Kristianer Pihl Lorentzen glaubt, dass es jetzt an der Zeit ist, ernsthaft über eine Regulierung der Anzahl der Wölfe in Dänemark nachzudenken.
- Es muss so sein, dass man zur Selbstverteidigung seiner Tiere immer eine Kugel auf die Stirn schießen muss, sagt er.]
https://www.tvmidtvest.dk/midt-og-vestj ... gle-panden

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BeitragVerfasst: 29.03.2020, 15:05 
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25örefan hat geschrieben:
Willst Du mich mißverstehen :roll:


Ich will gar nichts von Dir, aber es ist eben Tatsache das es keine politische Mehrheit gibt um die Jagd auf Wölfe in Dänemark zu erleichtern. Das ändert sich auch nicht dadurch das Du hier wiederholt diejenigen zitierst die gegen den Wolf in Dänemark sind.
Was die Beobachtung der Wölfe angeht wurde die Zuständigkeit Anfang dieses Jahres um 2 Jahre verlängert, siehe Link online gestellt am 28.3. um 00:27 Uhr.

Venlig hilsen
Hendrik77


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BeitragVerfasst: 30.03.2020, 21:40 
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Hendrik77 schrieb
Zitat:
Ich will gar nichts von Dir, aber es ist eben Tatsache das es keine politische Mehrheit gibt um die Jagd auf Wölfe in Dänemark zu erleichtern. Das ändert sich auch nicht dadurch das Du hier wiederholt diejenigen zitierst die gegen den Wolf in Dänemark sind.

Ich sehe, meine Frage „Willst Du mich mißverstehen?“ besteht leider zu Recht. :(
Wie die politischen Mehrheiten sind, steht auf einem anderen Blatt und das wurde von mir auch nicht beurteilt.
Gab es dazu in DK überhaupt schon parlamentarische Debatten/ Abstimmungen wie in Deutschland? Oder beziehst Du Dich dabei auf die hier im Thread schon zitierten älteren Umfragen?
Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass Deine Aussage (kursiv/ unterstrichen)
Zitat:
...aber es gibt hier aktuell keine (politischen) Bestrebungen bzw. Mehrheiten dieses zu ändern um z.B. die Jagd auf Wölfe zu legalisieren.
ein falsches Bild vermittelt.
Und gerade das zeigen die von mir zitierten Aussagen/ Forderungen (Regulierung/ Abschuss sogenannter Problemwölfe) von Vertretern unterschiedlicher politischer Richtungen (V, S, DF) bis hin zur Umweltministerin Wermelin.
Ich hoffe damit ist das Missverständnis ausgeräumt. :idea:

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BeitragVerfasst: 01.04.2020, 14:44 
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Hendrik77 hat geschrieben:
Dänemark unterliegt wie anderen Ländern dem Artenschutzabkommen, aber es gibt hier aktuell keine (politischen) Bestrebungen bzw. Mehrheiten dieses zu ändern um z.B. die Jagd auf Wölfe zu legalisieren.

Ich brauche niemanden der mir vorwirft ein falsches Bild zu vermitteln, aber es selber nicht schafft ein einzigen Satz richtig und vollständig zu interpretieren. Tatsache ist es gibt aktuell keine politische Mehrheit den Umgang mit Wölfen in Dänemark zu ändern und nichts anderes sagt dieser Satz aus. Spätestens nach meinem Beitrag online gestellt am 29.3. um 11.01 Uhr brauch auch keiner von einem Missverständnis schreiben oder zum xxx Mal meine Beiträge zu zitieren.

Venlig hilsen
Hendrik77


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BeitragVerfasst: 01.04.2020, 15:47 
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Spätestens mein Beitrag vom 29.03.2020, 14:36 zeigt, dass es sehrwohl politische Bestrebungen unterschiedlicher Parteien (S, V, DF bis hin zur Umweltweltministerin ) gibt, Wölfe einer Regulierung (Jagd) zu unterziehen, wobei der Venstre-Politiker und Folketingsmedlem Kristian Pihl Lorentzen bereits 2017 in einem frühen Stadium der Wolfsbesiedlung in DK sogar explizit von „ Skyd ulven en kugle for panden“ sprach.
Alles in allem ist die öffentliche Diskussion nach meinen Beobachtungen in DK (auch in den sozialen Medien) kaum eine andere als in D und anderen Ländern. Diesbezügliche politische Mehrheitsverhältnisse wurden von mir hier niemals in Frage gestellt. Ich kenne dazu nur die Umfragen, bei denen sich die Mehrheit als zumeist nicht betroffene urbanen Bevölkerung pro Wolf ausspricht. Also auch nicht anders als in Deutschland.

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BeitragVerfasst: 01.04.2020, 16:18 
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Seit dem der Wolf nach Dänemark zurück gekehrt ist gab es keine politische Mehrheit die Jagd auf diese Raubtiere zu erleichtern. Diese Mehrheit ist aber nötig um z.B. bestehende Gesetze zu ändern. Wo eine Mehrheit da auch eine Minderheit und genau die stellen die Gegner des Wolfes in Dänemark dar. Das wird sich auch nicht durch ständige Wiederholung deren Argumente u.a. hier im Thread ändern.
Für alle Interessierten hier ein Link der Befürworter des Wolfes in Dänemark. http://ulvetracking.dk/
Venlig hilsen
Hendrik77


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BeitragVerfasst: 02.04.2020, 19:06 
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Ja, es gibt auch eine Minderheit, wo es eine Mehrheit gibt... :roll:
Interessant allerdings wie u.a. auch zum Thema Mehr-/ Minderheiten am 25.02.2020 ein Leitartikel der „Jyllands Posten“ in der öffentlichen Diskussion um den Wolf eine ähnliche Situation reflektiert, wie man sie auch in Deutschland antrifft. Eine Situation in der der Großteil der Wolfsbefürworter (=>Mehrheit) in der städtischen Bevölkerung zu finden ist, bei jenen also, die dem Wolf möglichlicherweose nie in Realität nahe kommen werden im Gegensatz zu jenen (=> Minderheit), die mit ihm im ländlichen Raum ungewollt da beeinträchtigt leben müssen:
Zitat:
Übersetzung:
Die Debatte über den Wolf ist zu einem Wertekampf geworden, der nicht zuletzt Land und Stadt trennt.
Trotz jahrelanger, bisweilen angespannter Debatten ist noch keine grundsätzlich glaubwürdige Antwort auf die stille noch offene Frage gefunden worden:
Welchen Sinn (welche Bedeutung) hat es eigentlich, dass der Wolf wieder zurück in Dänemark ist.
Original:
(Debatten om ulven er blevet en værdikamp, der ikke mindst skiller land og by. Trods flere års til tider tilspidset debat er der endnu ikke fremkommet et grundlæggende troværdigt svar på det stilfærdige og helt åbne spørgsmål: Hvad er egentlig meningen med, at ulven er tilbage i Danmark?​)


Zitat:
Übersetzung:
Für viele ist es eine theoretische Diskussion, eine Art akademisches Gesellschaftsspiel.
Sie leben so weit von der Natur entfernt, dass sie nie in die Nähe eines Wolfes kommen werden. Aber für einige Dänen ist es eine so konkrete und gegenwärtige Debatte, dass tatsächlich Handbücher über das weitere Vorgehen erstellt wurden, wenn man einem Wolf begegnet. Wirklichkeitsfremder geht es wohl nicht mehr.

Den Universitätsforschern und Beamten, die nicht zuletzt den Weg für die Rückkehr des Wolfes geebnet haben, ist es nicht gelungen, die Debatte weiter zu vertiefen, als dass es ein Selbstzweck ist, die Natur in einen "wilderen" Zustand zurückzuführen.

Es steht über jeden Zweifel, dass die Anwesenheit der Wölfe Beklemmung und Unsicherheit bei vielen in den Gegenden hervorruft, wo Wölfe vorkommen. In diesem Zusammenhang ist es zweitrangig, dass der Wolf als solcher durch eine EU-Richtlinie geschützt wird. Wir müssen die Debatte selbst in die Hand nehmen können. Experten versichern, dass der Wolf scheu ist und sofort wegläuft, wenn er Menschen trifft. Andererseits hört er nicht auf, Schafe und andere Tierarten anzugreifen.

Wissenschaftler, aber auch gewöhnliche Befürworter der Vielfalt aller Art in der Natur, finden es wissenschaftlich bereichernd und fachlich interessant, dass der Wolf zurückgekehrt ist. In einigen Ihrer Argumente findet sich ein Echo des großen französischen Naturphilosophen Jean-Jacques Roulette und seinem romantischen Ruf " Zurück zur Natur“, und das wird natürlich für ganz richtig gehalten.

Dennoch muss es wundern, dass der Sicherheitsaspekt des Wolfes nicht schwerer wiegt. In allen anderen Kontexten unserer kontrollierten Gesellschaft wird selbst das theoretischste Risiko bis zur allerhöchsten Dezimalstelle beleuchtet , z.B.was Lebensmittel und Medikamente betrifft - genug, um strenge Verbote und düstere Warnungen von Experten und Regierungsräten auszulösen. Da wird um keinen Zentimeter ein Kompromiss eingegangen.

Ganz anders, wenn es um den Wolf geht. Trotz der Zusicherung dessen Scheu besteht eine restriktive Gefahr, die nicht weggesprochen werden kann und die offenbar deutlich unterbeleuchtet wird. Die Unsicherheit, die unter vielen, die täglich mit der Anwesenheit des Wolfes leben müssen, wird seltsam vernachlässigt oder gar verspottet und das muss nicht zuletzt in einer Gesellschaft verwundern , die sonst stolz darauf ist, allen Risiken zu begegnen und die Bedürfnisse von Minderheiten zu berücksichtigen.

Die Debatte um den Wolf ist ein Wertekampf geworden, der nicht zuletzt Land und Stadt trennt. Es zeigt - etwas quadratisch - die Entfernung zwischen Dänen, die selbst in und mit der Natur leben, und so vielen anderen, die aus der Entfernung der Natur leben, aber starke Einstellungen dazu haben. Den Universitätswissenschaftlern und Beamten, die nicht zuletzt den Weg für die Rückkehr des Wolfes geebnet haben, haben es nicht geschafft, die Debatte weiter auszuweiten, als dass es an sich ein Ziel ist, die Natur in einen 'wilden' Zustand zurückzubringen.

Daher: Warum muss der Wolf wirklich nach Dänemark zurückkehren?? Solange die Frage nicht glaubwürdig beantwortet wird, zeigt sich nur, wie weit der Abstand ist zwischen denen, die Entscheidungen treffen, und denen, die mit ihnen leben müssen. Komischerweise spielt diese Diskrepanz genau in der Debatte um den Wolf anscheinend keine Rolle.

Auszug aus Leitartikel In Jyllands Posten
—————————————————————————————————————-
Original:
"For mange er det en teoretisk diskussion; en slags akademisk selskabsleg. De bor så langt fra naturen, at de aldrig vil komme i nærheden af at møde en ulv. Men for nogle danskere er det en så konkret og nærværende debat, at der faktisk er udarbejdet manualer for, hvordan man skal forholde sig, hvis man møder en ulv. Mere verdensfjernt er det altså ikke.​

De universitetsforskere og embedsmænd, der ikke mindst har banet vejen for ulvens tilbagekomst, har ikke formået at brede debatten længere ud, end at det er et mål i sig selv at føre naturen tilbage til en »vildere« tilstand.

Det er hævet over enhver tvivl, at ulvens tilstedeværelse skaber utryghed og usikkerhed blandt mange i de egne, hvor ulvene holder til. I den sammenhæng er det underordnet, at ulven som sådan er beskyttet af et EU-direktiv. Vi skal være i stand til selv at tage debatten. Eksperter forsikrer, at ulven er sky og straks stikker af, hvis den møder mennesker. Til gengæld holder den sig notorisk ikke tilbage med at angribe får og andre slags husdyr.

Forskere, men også helt almindelige tilhængere af diversitet af alle slags i naturen, finder det videnskabeligt berigende og fagligt interessant, at ulven er vendt tilbage. I visse af deres argumenter anes et ekko af den store franske naturfilosof Jean-Jacques Rousseau og hans romantiske råb »Tilbage til naturen«, og det er naturligvis helt i orden.

Alligevel må det undre, at sikkerhedsaspektet omkring ulven ikke vejer tungere. I alle andre sammenhænge i vores gennemkontrollerede samfund er selv den mest teoretiske risiko på alleryderste decimal – f.eks. når det gælder madvarer og medicin – nok til at udløse strenge forbud og dystre formaninger fra eksperter og statslige styrelser. Der bliver ikke gået én centimeter på kompromis.

Det er helt anderledes, når det gælder ulven. Trods forsikringerne om dens skyhed er der en restrisiko, der ikke kan tales væk, og som vitterligt forekommer underbelyst. Den utryghed, der hersker blandt mange af dem, som må leve med ulvens tilstedeværelse til daglig, bliver underligt negligeret eller ligefrem latterliggjort, og det er ikke mindst dét, der må undre i et samfund, som ellers sætter en ære i at tage højde for alle tænkelige risici og imødekomme mindretal.

Debatten om ulven er blevet en værdikamp, der ikke mindst skiller land og by. Den viser – lidt firkantet – afstanden mellem danskere, der selv lever i og med naturen, og så mange andre, der lever på afstand af naturen, men har stærke holdninger til den. De universitetsforskere og embedsmænd, der ikke mindst har banet vejen for ulvens tilbagekomst, har ikke formået at brede debatten længere ud, end at det er et mål i sig selv at føre naturen tilbage til en »vildere« tilstand. ​

Derfor: Hvorfor skal ulven egentlig tilbage til Danmark? Så længe spørgsmålet ikke er besvaret troværdigt, udstiller det bare, hvor langt der kan være mellem dem, der træffer beslutningerne, og dem, der skal leve med dem. Mærkeligt nok spiller dette misforhold lige præcis i debatten om ulven tilsyneladende ingen rolle".

Uddrag af leder i Jyllands-Posten

Zitiert nach einem Post der öffentlichen FB-Gruppe „Her er ulven i Danmark“,
uUrsprüngliche Quelle „Jyllands Posten“ vom 25.02.2020 , s. unterstehender Link*** , leider mit Paywall)
*** https://jyllands-posten.dk/Debitiere/le ... 1n43FUO2Um

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BeitragVerfasst: 02.04.2020, 19:22 
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Tatsache ist das nicht alle die sich für den Wolf in Dänemark engagieren aus der Stadt kommen. Natürlich kann man auch eine Meinung zu einem Thema wie die Rückkehr des Wolfes haben, selbst wenn man nicht direkt in einem Revier lebt oder nicht direkt betroffen ist. In einer Demokratie zählt jede Meinungsäußerung, aber um politisch was zu verändern braucht es eben eine Mehrheit und bezüglich des Wolfes ist klar wer diese stellt,nämlich diejenigen die sich für den Wolf in Dänemark aussprechen.

Venlig hilsen
Hendrik77


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BeitragVerfasst: 02.04.2020, 22:26 
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Hendrik77 schrieb
Zitat:
Tatsache ist das nicht alle die sich für den Wolf in Dänemark engagieren aus der Stadt kommen.

Habe ich das bezweifelt ? :roll:
Es hieß von mir
Zitat:
...der „Jyllands Posten“... reflektiert in der öffentlichen Diskussion um den Wolf eine ähnliche Situation reflektiert, wie man sie auch in Deutschland antrifft. Eine Situation in der der Großteil der Wolfsbefürworter (=>Mehrheit) in der städtischen Bevölkerung zu finden ist...


Hendrik77 schrieb
Zitat:
Natürlich kann man auch eine Meinung zu einem Thema wie die Rückkehr des Wolfes haben, selbst wenn man nicht direkt in einem Revier lebt oder nicht direkt betroffen ist. In einer Demokratie zählt jede Meinungsäußerung, aber um politisch was zu verändern braucht es eben eine Mehrheit und bezüglich des Wolfes ist klar wer diese stellt,nämlich diejenigen die sich für den Wolf in Dänemark aussprechen.

Klar kann man eine Meinung haben, wenn man nicht in Wolfsgebieten lebt. Auch das habe ich nicht infrage gestellt.
Aber es ist eben ein leichtes/ ein leichteres eine positive Meinung zu etwas zu haben, wenn man von eben dieser Sache (hier Wolf) in keinsterweise beeinträchtigt wird.
Und es stellt sich die berechtigte Frage, ob eine nicht betroffene Mehrheit Vorrecht gegenüber einer betroffenen und beeinträchtigten Minderheit haben muß/darf.
Deshalb stellte die Jyllands Posten in ihrem Leitartikel ja auch fest
Zitat:
Die Unsicherheit, die unter vielen, die täglich mit der Anwesenheit des Wolfes leben müssen, wird seltsam vernachlässigt oder gar verspottet und das muss nicht zuletzt in einer Gesellschaft verwundern , die sonst stolz darauf ist, allen Risiken zu begegnen und die Bedürfnisse von Minderheiten zu berücksichtigen

Unter diesem Aspekt setzt sich in einer Demokratie auch nicht grundsätzlich alles durch, was in der Bevölkerung bei Umfragen eine Mehrheit findet. Das wird in DK im Einzelfall nicht anders sein als in D, wo z.B. entgegen meinungsmäßigen Mehrheitsverhältnissen in der Gesamtbevölkerung zum Schutz der Minderheit (Weidetierhalter) das Bundesnaturschutzgesetz dahingehend geändert wurde, dass es jetzt unter Einhaltung bestimmter Vorgaben erlaubt ist , „Wölfe zu jagen, wenn sie im Verdacht stehen, Schafe oder andere Nutztiere gerissen zu haben.“ https://www.bundesregierung.de/breg-de/ ... fe-1613622
Dementsprechend lauten ja auch politische Forderungen/ Bestrebungen, wenn Pia Kjærsgaard, Tierschutzberichterstatterin der dänischen Volkspartei fordert
Zitat:
Ich denke, es sind Problemwölfe, wenn sie Vieh angreifen und Innenhof betreten. Ich möchte sowohl in Bezug auf die EU-Gesetzgebung als auch in Bezug darauf drängen, dass sich der Umwelt-Minister jetzt verschärft
und es einem Zeitungartikel über Umweltministerin Lea Wermelin heißt
Zitat:
Minister will Wölfe regulieren: Ich wünschte, sie wären nie gekommen
Umweltministerin Lea Wermelin (S) wünscht sich bessere Möglichkeiten zur Regulierung von Wölfen in Dänemark.
und der Abgeordnete für Venstre Kristianer Pihl Lorentzen schon vor Jahren gefordert hat
Zitat:
dass es jetzt an der Zeit ist, ernsthaft über eine Regulierung der Anzahl der Wölfe in Dänemark nachzudenken.
- Es muss so sein, dass man zur Selbstverteidigung seiner Tiere immer eine Kugel auf die Stirn schießen muss,
(Quellen s. in meinen Beiträgen hier S.13)
Nun steht Dänemark im Vergleich zu Deutschland ja noch ganz am Anfang, was die mengenmäßige Bildung von Wolfsrevieren und die Zunahme von Schäden an Weide- und anderen Tieren anbelangt.
Man kann gespannt sein, wie sich die Situation in jegliche Hinsicht entwickelt, wenn die Wolfspopulation jedes Jahr auch ohne Zuwanderung um erfahrungsgemäß 30% zunimmt.

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BeitragVerfasst: 02.04.2020, 23:47 
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Hendrik77 hat geschrieben:
Seit dem der Wolf nach Dänemark zurück gekehrt ist gab es keine politische Mehrheit die Jagd auf diese Raubtiere zu erleichtern.

Die oben zitierte Aussage ist eine Tatsache die sich nicht geändert hat und das trotz gezahltem Schadensersatz für nachweisbar durch den Wolf entstandene Schäden.
Mehrheit ist Mehrheit, das ändert sich auch nicht wegen irgendwelche Ausführungen über Vorrecht hier im Thread.
Das was die Regierung in Deutschland bezüglich Jagd auf den Wolf beschließt ist nicht bindend für die dänische Regierung. Die dänische Volkspartei (DF) spricht nicht für die politische Mehrheit in Dänemark und das ist auch gut so.
Das die Wolfspopulation in Dänemark jedes Jahr (kontinuierlich) um 30% steigt ist hingegen eine nicht belegbare Vermutung. Die bis jetzt erhobene Zahlen spiegeln diese Vermutung jedenfalls nicht wieder.
Die Rückkehr des Wolfes nach Dänemark war vor über 7 Jahren, also ist Dänemark da sicher nicht am Anfang und es gibt auch kein Grund sich mit anderen Ländern zu vergleichen. Einzig und allein das Artenschutzabkommen ist bindend und das nicht nur für einzelne Länder.
https://mst.dk/natur-vand/natur/artslek ... i-danmark/

Venlig hilsen
Hendrik77


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BeitragVerfasst: 03.04.2020, 00:16 
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Hendrik77 schrieb:
Zitat:
Einzig und allein das Artenschutzabkommen ist bindend und das nicht nur für einzelne Länder.
Tatsächlich?
Eine Regulierung per Jagd inkl. wolfsfreier Zonen zum Schutz von u.a. Deich-, Marsch- , Alm- und anderen Kulturlandschaften Und anderer Güter ist rechtlich möglich:
Zitat:
->Die Artenschutz-Richtlinie der EU lässt die Schutzjagd schließlich ausdrücklich zu „zur Verhütung ernster Schäden insbesondere an Kulturen und in der Tierhaltung sowie an Wäldern […] sowie an sonstigen Formen von Eigentum“. Und „im Interesse der Volksgesundheit und der öffentlichen Sicherheit oder aus anderen zwingenden Gründen des überwiegenden öffentlichen Interesses. Einschließlich solcher sozialer oder wirtschaftlicher Art oder positiver Folgen für die Umwelt“.

->Die nördlichen Teile des [schwedischen]Staatsgebiets werden – mit dem Segen aus Brüssel – [...]wolfsfrei gehalten, um die Rentierweide als Kulturgut zu schützen....
->Nicht nur das [...] Baltikum, sondern auch die Mitgliedsländer Südosteuropas, lassen sich ihren Umgang mit Raubtieren nicht aus Brüssel vorschreiben....
->Alle bisherigen Rügen und Strafandrohungen aus Brüssel betreffen die sogenannte „Lizenzjagd“, aber nicht die Schutzjagd. Schweden und Finnland nützen Ausnahmen, die das EU-Artenschutzrecht ausdrücklich zulässt....
->Deutschland hat die Option der Schutzjagd*** bisher nicht in nationales Recht umgesetzt. Im Gegensatz zu anderen Mitgliedsländern, wie etwa alle baltischen Staaten, die bereits in den Beitrittsverhandlungen die Option der Bejagung großer Beutegreifer festgeschrieben haben....
https://www.outfox-world.de/news/die-schutzjagd-ist-kein-patentrezept.html
***Mit der Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes ist diese Option mittlerweile rechtlich manifestiert.

Hendrik77 schrieb:
Zitat:
Volkspartei (DF) spricht nicht für die politische Mehrheit in Dänemark
Unterschlage doch nicht einfach die Zitate und Bestrebungen von V und S.

Hendrik 77 schrieb
Zitat:
Das die Wolfspopulation in Dänemark jedes Jahr (kontinuierlich) um 30% steigt ist hingegen eine nicht belegbare Vermutung.
Wolfspopulationen wachsen im Schnitt jährlich um 30%. Das ist ein Erfahrungswert, keine Vermutung. Warum sollten Wölfe in DK sich anders verhalten als woanders? Siehe Vergleiche hier: http://www.wolfszone.de/000main/texte/P ... namik1.pdf

Hendrik77 schrieb
Zitat:
Die Rückkehr des Wolfes nach Dänemark war vor über 7 Jahren, also ist Dänemark da sicher nicht am Anfang
In Bezug auf „am Anfang“ stehen habe ich nicht die Jahre als Vergleich zu anderen Ländern herangezogen sondern
Zitat:
was die mengenmäßige Bildung von Wolfsrevieren und die Zunahme von Schäden an Weide- und anderen Tieren anbelangt.

Aber selbst an Jahren gemessen kann man für DK von „ am Anfang“ sprechen. Immerhin sind Wölfe in Deutschland seit 1991 dokumentiert, in Frankreich immerhin seit 1992.
Wir werden es ja hoffentlich noch miterleben, wie es sich in DK entwickelt :wink:

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