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BeitragVerfasst: 03.04.2020, 00:41 
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Es gibt in Dänemark keine politische Mehrheit die Jagd auf Wölfe zu erleichtern, also ist die Aussage das ich was unterschlagen würde schlichtweg falsch.
Wie schnell in Dänemark die Population wächst ist auch ein Erfahrungswert. Tatsache ist das die Population in Dänemark seit der Rückkehr des Wolfes nicht jährlich um 30% gestiegen ist.
Den vom Wolf benötigten Platz gibt es in Dänemark nicht in dem Ausmaß wie z.B. in Deutschland oder Schweden. Dies spiegelt sich u.a. in der Population wieder und somit ist es einfach unsachlich mit Erfahrungswerten anderer Länder zu argumentieren die hier nachweislich nicht zutreffen. https://www.ulveatlas.dk/fakta-om-ulve/

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Hendrik77


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BeitragVerfasst: 06.04.2020, 22:24 
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Ich schrieb Wolfspopulationen wachsen im Schnitt jährlich um 30%. Das ist ein Erfahrungswert, keine Vermutung. Warum sollten Wölfe in DK sich anders verhalten als woanders? Siehe Vergleiche hier: http://www.wolfszone.de/000main/texte/P ... namik1.pdf


Hendrik77 schrieb
Zitat:
Wie schnell in Dänemark die Population wächst ist auch ein Erfahrungswert. Tatsache ist das die Population in Dänemark seit der Rückkehr des Wolfes nicht jährlich um 30% gestiegen ist.
Dies spiegelt sich u.a. in der Population wieder und somit ist es einfach unsachlich mit Erfahrungswerten anderer Länder zu argumentieren ....

Bezüglich des Zuwachsrate/ jährliche Zunahme der Population um +/- 30% gehen wir beide wohl von unterschiedlichen Definitionen dieses Begriffes aus.

Wenn von einer 30%igen Zuwachsrate/ Zunahme der Population gesprochen wird, handelt sich um den Zuwachs einer Population durch geschlechtliche Vermehrung/ (Reproduktion) und nicht allein durch Zuwanderung. Ersichtlich hier aus dem Link mit dem ich diesen Wert belegt hatte: : http://www.wolfszone.de/000main/texte/P ... namik1.pdf

Das war aber in Dänemark nicht möglich, da bis 2017 über den 67 km schmalen Korridor über die Grenze nur wenige Wölfe und dass auch vorwiegend nur männliche Tiere aus Deutschland eingewandert waren. Den ersten Nachwuchs in DK gab es so erst Mitte 2017.

Dein o.g. „Erfahrungswert“, mit dem Du bezweifelst, dass eine jährliche 30%ige Zuwachsrate=Vermehrungsrate wie sie aus anderen Ländern bekannt auch für Dänemark anzunehmen ist, ergibt sich aus der Entwicklung einer Population, die sich bis 2017 lediglich aus dem Zuwachs durch aus Deutschland eingewanderte (und teils wieder abgewanderte ) und zudem vorwiegend männliche Wölfe ergeben hat und nicht auf einen Erfahrungswert als Zuwachs durch Reproduktion, auf die sich dieser Wert ( 30%) als Zuwachsrate bezieht.:
Zitat:
Zum ersten Mal seit 200 Jahren haben Wölfe in Dänemark Nachwuchs gezeugt..., Inzwischen geht man davon aus, dass sich einige wenige in Jütland und auf Fünen aufhalten. Dabei handelt es überwiegend um männliche Tiere, weshalb es bisher keinen Nachwuchs gab.
Im Mai diesen Jahres [2017] wurde erstmals DNA eines Weibchens gefunden. Die Sichtung der Welpen wird nun als ein großer Wendepunkt angesehen. "Die weiblichen Wölfe in dem neuen Wurf werden sich, sobald sie groß genug sind, auf den Weg machen und sich mit eingewanderten Wölfen paaren", sagte Peter Sunde vom Institut für Biowissenschaften an der Universität Aarhus ....
Auf der Basis deutscher Erfahrungen könne man erwarten, dass der Bestand jährlich um 25 bis 30 Prozent wachse.
https://www.rbb-online.de/woelfe/uebern ... emark.html
Die im obigen Zitat erwähnten ersten Welpen Dänemarks brauchten mindestens 22 Monate um geschlechtsreif zu werden und um nach zwei bis drei Jahren sie das Rudel zur Partnersuche zu verlassen und selbstvfür Nachwuchs zu sorgen.
( Vgl. https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/ ... brief.html )
D.h. sie hätten somit erst 2019 zur für Wölfe üblichen Paarungszeit im Februar/ März zu potentiellen Reproduzenten werden können und zudem einen geeigneten Partner finden müssen.
Zusammengefasst heißt das:
- In den Jahre von dem ersten Wolfsaufkommen bis 2017 kein Nachwuchs bilden, weil es an weiblichen Zuwanderern fehlte.
- In den Folgejahren (2017 bis Ende der Zählung 2019) konnten sich die in DK geborenen Wölfe altersbedingt noch gar nicht fortpflanzen.
-Die Erhebungszahlen/ „Erfahrungswerte“ mit geringerer Zunahme als 30% , auf die Du verweist, beruhen einzig auf Zuwanderung aus Deutschland und können somit kein Nachweis sein, dass die Annahme, die Wolfpopulation werde zukünftig wie in Deutschland und anderen Ländern auch in DK um ca. 30% zunehmen..
Nun hat sich nach dem von ersten Wolfspaar von 2017 auch erst 2019 laut ulveatlas.dk ein zweites Wolfspaar gebildet, das mit Welpennachwuchs (belegt durch Wildkamera 23.06.2019) zu dieser Entwicklung beiträgt. https://www.ulveatlas.dk/nyheder/nye-ul ... YwwgUrWUyQ

So ist es auch nicht zutreffend, meinen Hinweis für DK zukünftig ebenfalls den Erfahrungswert einer jährlich ca. 30%igen Zunahme/ Vermehrungsrate anzunehmen, als „unsachliche Argumentation“ zu bezeichnen, zumal Peter Sunde vom Institut für Biowissenschaften an der Universität Aarhus als einer der Hauptverantwortlichen für die Identifizierung und Dokumention von Wölfen in Dänemark von einem vergleichbaren Wert ausgeht.
Gerne kannst Du ihn statt an mich mit dem Vorwurf der “Unsachlichkeit“ konfrontieren:

Institut for Bioscience - Faunaøkologi

Peter Sunde
Grenåvej 14
bygning 8411, H.104
8410 Rønde
Danmark
psu@bios.au.dk
Fastnet: +4587158884
Mobil: +4520630704

PS
Wie schwierig es überdies ist, belastbare Aussagen zu
Anzahl und Identität von Wölfen in Dänemark zu machen zeigt dieser Bericht:
https://danarige.dk/hvor-mange-ulve-er-der-i-danmark/

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BeitragVerfasst: 06.04.2020, 22:27 
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Hendrik77 schrieb
Zitat:
Es gibt in Dänemark keine politische Mehrheit die Jagd auf Wölfe zu erleichtern, also ist die Aussage das ich was unterschlagen würde schlichtweg falsch.

Ist das wirklich so?
Immerhin gehören die von mir zitierten und ein härteres Vorgehen ( Regulierung/ Jagd) fordernden dänischen Parteien/ Politiker*** (S=25,9% , V=23,4% und DF=8,7% der Wählerstimmen 2019) zusammen der,gewählten Mehrheit an. Lea Wermelin (S), die sich in als Umweltministerin „bessere Möglichkeiten zur Regulierung von Wölfen in Dänemark“ wünscht, hat zudem auch nicht gezögert, zugunsten der Fischer den Abschuss von Kegelrobben zu erlauben, die nach der Berner Konvention des Europarates,Appendix III geschützt sind.
http://sh-ugeavisen.dk/index.php/2019/1 ... gelrobben/
***siehe meine Zitate S.13

Ein Jahr vor der Wahl 2019 heißt es von fünf weiteren politischen Parteien Dänemarks zum Wolf laut eines Artikels von dr.dk :
„Verschaffen Sie sich einen Überblick darüber, was [...] Parteien des Parlaments gegen den Wolf tun [werden]...
Eine Reihe von Parteien wollen den Wolf regulieren. Entweder durch Einsperren, Schießen oder durch vollständiges Aufheben des Schutzes.“:
Zitat:
Dänische Volkspartei: Zäune die Wölfe ein oder erschieße sie
Die dänische Volkspartei unterstützt die Idee, Wölfe hinter Zäune zu stellen:
"Ich weiß, dass Sie in Frankreich mehr Wölfe wollen, und wir haben einige, die sie bekommen können", sagte die Tierschutzsprecherin Karina Due (DF) am 19. April gegenüber der dänischen Zeitung.
Parteimitglied Søren Espersen hat sich auch dafür ausgesprochen, dänischen Jägern zu erlauben, die Wölfe zu erschießen und zu töten.

Linke :
Es sollte einfacher sein, die Wölfe zu regulieren.
- Ich denke, es ist wichtig, dass wir Dänen sein können, wenn wir uns in freier Wildbahn bewegen, und Schafe und Rinder halten können. Wir müssen dafür sorgen - und das bedeutet auch, dass wir einen stärkeren Regulierungsmechanismus für den Wolf haben müssen, sagte Esben Lunde Larsen am 19. April gegenüber DR News.

Liberale Allianz
Erlaube das Schießen von Problemwölfen
LA hat bereits vor 1,5 Jahren einen Vorschlag gemacht, wie die Wölfe reguliert werden können, die den Menschen zu nahe kommen.
- Hier und jetzt besteht die Lösung darin, dass wir definieren können, was ein Problemwolf ist, weil wir tatsächlich Problemwölfe erschießen müssen. Und die Liberale Allianz hat vor 1,5 Jahren einige einfache und einfache Entfernungsanforderungen vorgeschlagen, damit jeder sehen und verstehen kann, was ein Problem Wolf ist, sagte Umweltsprecherin Carsten Bach am 18. April gegenüber DR News.
Die Regierungspartei wird es legal machen, Wölfe innerhalb von 50 Metern Entfernung von Vieh, 200 Metern Wirtschaftsgebäuden und 300 Metern Wohnfläche zu erschießen.

Die Alternative :
Die Radikalen: Wir müssen die Entwicklung einschränken
Landwirtschaftsbürgermeister Andreas Steenberg erklärte sich zum "skeptischen Unterstützer", als BT am 18. April fragte, ob Dänemark daran arbeiten sollte, den Schutz des Wolfes aufzuheben.
- Der Wolf ist hier und es ist ein gefährdetes Tier, aber wir dürfen die Angst nicht zugeben und dass es gelegentlich Schafe und andere Tiere nimmt. Deshalb müssen wir die Entwicklung im Auge behalten, sagte er der Zeitung.

SF :
Der Wolf muss erhalten bleiben, aber nicht auf Kosten von Schafen
Unter der Überschrift "Der Debatte über Wölfe mangelt es an Professionalität und Respekt" argumentierte die Umweltsprecherin Trine Torp in einer Debatte über das Alting am 1. März, kein Bild des Wolfes als böse oder ausgestopfte Tiere zu zeichnen.
- Der Wolf muss erhalten bleiben, jedoch nicht auf Kosten von Schafen und Nutztieren.
- In Ländern um uns herum entfernen Sie die Wölfe, die aufhören, Menschen gegenüber schüchtern zu sein. Dies geschah kürzlich in Deutschland und Schweden, wo ein nicht schüchterner Wolf entfernt wurde. Ich unterstütze diese Gelegenheit.
Übersetzt aus: https://www.dr.dk/nyheder/politik/goer- ... partier-om

Von der Konservativen Volkspartei hieß es dazu in einem anderen Artikel:

Zitat:
Die dänische Volkspartei und die konservative Volkspartei gehen noch einen Schritt weiter und wollen, dass die Wölfe erschossen werden.

https://www.fla.de/wp/dailys/slesvig-ho ... ulven-paa/

Lediglich zwei Parteien (Einheitsliste und Alternative) sprachen sich kompromißlos pro Wolf aus.
Nach „ Es gibt in Dänemark keine politische Mehrheit die Jagd auf Wölfe zu erleichtern,“ sieht das nicht aus.
Oder haben sich die Positionen der o.g. politischen Mehrheit inzwischen geändert?

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BeitragVerfasst: 06.04.2020, 22:31 
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Hendrik77 schrieb
Zitat:
Den vom Wolf benötigten Platz gibt es in Dänemark nicht in dem Ausmaß wie z.B. in Deutschland oder Schweden.

Bezüglich einer Gesamtzahl hat D für mehr Wölfe Platz, relativ gesehen hat DK allerdings mehr “Platzangebot“ als D, da Dänemark mit nur 130 Einw./qkm wesentlich weniger dicht besiedelt ist als D mit 232 Einw./ qkm.
Wesentlich weniger Angebot besteht in Dänemark allerdings beim Wildbestand an großen Beutetieren. Die Gefahr, dass Wölfe auf Weidetiere als Nahrungsquelle ausweichen ist daher größer als in D.

In der Auffassung, dass in DK weniger Platz für Wölfe sei, wirst Du Dich doch nicht etwa jetzt der Aussage von Pia Kjærsgaard, Tierschutzberichterstatterin der dänischen Volkspartei
Zitat:
Min holdning er stadig klar: Danmark er et for lille land til at have ulve!“
[Meine Haltung ist immer noch klar: Dänemark ist ein zu kleines Land, um Wölfe zu haben!]
annähern :wink:, oder?
PS
Nach Deiner Kenntnis der Literaturlage:
Hvor mange ulve er der i Danmark?
(Einzeltiere/ Paare/ Welpen, Jungtiere/ evtl.Aufteilung nach Geschlecht )
Ich konnte bisher auch aufgrund meiner nur rudimentären Dänischkenntnisse nichts Konkretes finden.
Vielleicht hast Du (Hendrik77) ja nützliche Hinweise dieser Frage.

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BeitragVerfasst: 06.04.2020, 22:49 
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Hendrik77 hat geschrieben:
Was die Beobachtung der Wölfe angeht wurde die Zuständigkeit Anfang dieses Jahres um 2 Jahre verlängert, siehe Link online gestellt am 28.3. um 00:27 Uhr.


Die Zuständigkeit wäre nicht verlängert worden wenn es eine politische Mehrheit gegeben hätte die die Jagd auf Wölfe gerne erleichtern würde.

In dem Link aus meinem letzten Beitrag ist klar ersichtlich das die Population der Wölfe seit der Rückkehr in Dänemark nicht jährlich um 30% gestiegen ist. Dies kann man u.a. den Berichten der einzelnen Quartale entnehmen.

Somit gibt es für mich hier nichts zu diskutieren und Ausführungen über Kegelrobben oder Links bezüglich Deutschland sind für mich schlichtweg OT. Schon deswegen werde ich nicht weiter darauf eingehen.

Solange sich die Tatsachen nicht ändern sehe ich kein Anlass hier weitere Beiträge online zu stellen.

Venlig hilsen
Hendrik77


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BeitragVerfasst: 06.04.2020, 23:04 
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Hendrik77 schrieb
Zitat:
Die Zuständigkeit wäre nicht verlängert worden wenn es eine politische Mehrheit gegeben hätte die die Jagd auf Wölfe gerne erleichtern würde.

Haltlose Vermutung, wenn doch die Mehrheit der ParlamentsParteien den Wolf regulieren wollen und zwar „Entweder durch Einsperren, Schießen oder durch vollständiges Aufheben des Schutzes.“
Nachweis siehe hier : 06.04.2020, 22:27

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BeitragVerfasst: 06.04.2020, 23:39 
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Hendrik77 schrieb
Zitat:
In dem Link aus meinem letzten Beitrag ist klar ersichtlich das die Population der Wölfe seit der Rückkehr in Dänemark nicht jährlich um 30% gestiegen ist. Dies kann man u.a. den Berichten der einzelnen Quartale entnehmen.

Wer hat das bestritten?
Geh doch mal auf die Frage/ Aussage ein, die getroffen wurden und die Du bezweifelst, nämlich diese:
Deshalb nochmal:
Ich schrieb
Zitat:
Wolfspopulationen wachsen im Schnitt jährlich um 30%. Das ist ein Erfahrungswert, keine Vermutung. Warum sollten Wölfe in DK sich anders verhalten als woanders? Siehe Vergleiche hier: http://www.wolfszone.de/000main/texte/P ... namik1.pdf


Wenn von einer 30%igen Zuwachsrate/ Zunahme der Population gesprochen wird, handelt sich um den Zuwachs einer Population durch geschlechtliche Vermehrung/ (Reproduktion) und nicht allein durch Zuwanderung. Ersichtlich hier aus dem Link mit dem ich diesen Wert belegt hatte: : http://www.wolfszone.de/000main/texte/P ... namik1.pdf

Dein o.g. „Erfahrungswert“, mit dem Du bezweifelst, dass eine jährliche 30%ige Zuwachsrate=Vermehrungsrate wie sie aus anderen Ländern bekannt auch für Dänemark anzunehmen ist, ergibt sich aus der Entwicklung einer Population, die sich bis 2017 lediglich aus dem Zuwachs durch aus Deutschland eingewanderte (und teils wieder abgewanderte ) und zudem vorwiegend männliche Wölfe ergeben hat und nicht auf einen Erfahrungswert als Zuwachs durch Reproduktion, auf die sich dieser Wert ( 30%) als Zuwachsrate bezieht.

Das war aber in Dänemark nicht möglich, da bis 2017 über den 67 km schmalen Korridor über die Grenze nur wenige Wölfe und dass auch vorwiegend nur männliche Tiere aus Deutschland eingewandert waren. Den ersten Nachwuchs in DK gab es so erst Mitte 2017. Zusätzlich zur Zuwanderung gesellt sich Zuwachs durch Reproduktion (jährlich erfahrungsgemäß um ca.30%)
Somit ändert sich die Situation für die Zukunft, sobald die 2017 geborenen Welpen 2 Jahren also frühestens 2019 geschlechtsreif geworden sind.
Daher bestätigt auch Peter Sunde vom Institut für Biowissenschaften an der Universität Aarhus .:
Zitat:
Im Mai diesen Jahres [2017] wurde erstmals DNA eines Weibchens gefunden. Die Sichtung der Welpen wird nun als ein großer Wendepunkt angesehen. "Die weiblichen Wölfe in dem neuen Wurf werden sich, sobald sie groß genug sind, auf den Weg machen und sich mit eingewanderten Wölfen paaren",
Auf der Basis deutscher Erfahrungen könne man erwarten, dass der Bestand jährlich um 25 bis 30 Prozent wachse.

Wir werden sehen.ob der/die Experte(n) recht behalten werden oder Du :wink:

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BeitragVerfasst: 07.04.2020, 15:34 
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Tatsache ist das die Zuständigkeit was die Observation von Wölfen in Dänemark angeht Anfang dieses Jahres um zwei Jahre verlängert wurde, da hilft es auch nicht mir vor zu werfen ich würde hier eine haltlose Vermutung äußern.

Hendrik77 hat geschrieben:
Tatsache ist das die Population in Dänemark seit der Rückkehr des Wolfes nicht jährlich um 30% gestiegen ist.

Dies ändert sich nicht durch gestellte Fragen und darum sehe ich kein Grund auf diese ein zu gehen.

Weder durch ständiges wiederholen eigener Beiträge oder zitieren meiner Beiträge kommt man an den oben genannten Tatsachen vorbei.
Die Haltung der dänischen Regierung ist klar das Wölfe weiter observiert werden sollen und es gibt kein konkretes Verfahren gibt Gesetze zu ändern um die Jagd auf diese Raubtiere zu erleichtern.

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Hendrik77


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BeitragVerfasst: 07.04.2020, 20:44 
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Hendrik77 hat geschrieben:
Tatsache ist das die Zuständigkeit was die Observation von Wölfen in Dänemark angeht Anfang dieses Jahres um zwei Jahre verlängert wurde, da hilft es auch nicht mir vor zu werfen ich würde hier eine haltlose Vermutung äußern.

1)
Hendrik77 hat geschrieben:
Tatsache ist das die Population in Dänemark seit der Rückkehr des Wolfes nicht jährlich um 30% gestiegen ist.

2)Dies ändert sich nicht durch gestellte Fragen und darum sehe ich kein Grund auf diese ein zu gehen.

Weder durch ständiges wiederholen eigener Beiträge oder zitieren meiner Beiträge kommt man an den oben genannten Tatsachen vorbei.
3)Die Haltung der dänischen Regierung ist klar das Wölfe weiter observiert werden sollen und es gibt kein konkretes Verfahren gibt Gesetze zu ändern um die Jagd auf diese Raubtiere zu erleichtern.

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Hendrik77

Zu1 ) ...hatten wir schon: 06.04.2020, 22:24, deutlicher und ausführlicher was den auch von offizieller dänischer Stelle erwarteten 30%igen Zuwachs anbelangt, geht es nicht.
Zu 2)... tja, wenn Du nicht kannst/ willst, dann eben nicht
Zu 3) ...genau, die Haltung ist klar und so wie am 06.04.2020, 22:27 nachgewiesen steht bis auf 2 kleine Parteien die überwiegende Mehrheit der Parlamentsparteien inklusive Umweltministerin Lea Wermelin hinter einer zukünftigen Regulierung der Wölfe, wobei teilweise explizit Schießen und Jagd genannt werden. Was soll „Regulierung“ auch anderes bedeuten? Kontrazeption, Sterilisation etwa :roll:
Deine Gegenrede hast Du bisher noch nicht mit gegenteiligen Zitaten seitens der Parlamentsparteien belegt. Schade, denn das Thema interessiert mich wirklich.

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BeitragVerfasst: 07.04.2020, 21:19 
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@25örefan
1. Was erwartet wird ist eine Sache, aber Tatsache ist das seit dem der Wolf nach Dänemark zurück gekehrt ist die Population nicht um 30 % jährlich gestiegen ist. Den Beweis dafür findet man in den Berichten die jedes Quartal erhoben wurden.
2. Ich sehe kein Mehrwert für dieses Forum auf solche Fragen ein zu gehen.
3. Ich bestreite nicht das es Politiker gibt die sich für eine Entnahme ausgesprochen haben bzw. heute noch dafür plädieren, aber es ist eben Tatsache das mit Zustimmung des Folketings Anfang dieses Jahres die Zuständigkeit für die Observation der Wölfe um 2 Jahre verlängert wurde. Dieser Vorgang war nur möglich weil es keine politische Mehrheit gibt die sich aktiv für eine erleichterte Jagd auf Wölfe ausgesprochen haben. Mir ist kein aktueller Vorgang bekannt die Gesetze so zu ändern das die Jagd auf Wölfe erleichtert wird. Auch da kann niemand beurteilen ob und ggf. wann dies sich ändert.

Wir werden beim Thema Wolf nicht zu einer Meinung kommen, aber um des Friedens Willen wäre es ein Anfang wenn Du auf die xxx Wiederholung deiner Argumente und das ständige zitieren meiner Beiträge verzichten würdest. Es führt zu nichts konstruktivem und ändert nichts an den von mir erwähnten Tatsachen. Wir sind und bleiben unterschiedlicher Meinung und diese Feststellung ist gar nicht provokativ gemeint.

Hendrik77


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BeitragVerfasst: 15.04.2020, 20:47 
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Hejsa !
Fotografieren und filmen erlaubt, aber trotz eines wohl gebrochenen Beines soll der Wolf nicht erschossen werden. https://nyheder.tv2.dk/lokalt/2020-04-1 ... d-den-ikke

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Hendrik77


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BeitragVerfasst: 15.04.2020, 23:10 
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Wenn der Wolf die mindestens 6- wöchige Ausheilung einer Fraktur des Laufes ohne Verhungern überlebt, hat er wirklich Glück, wenn nicht wäre ein gezielter Schuss wohl gnädiger als der Hungertod.
Aber immerhin „darf“ man ja statt gnädig zu sein diese fragwürdigen Auslegung des Artenschutzes per Foto und Film dokumentieren :roll:

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BeitragVerfasst: 15.04.2020, 23:19 
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Für mich hat das nichts mit fragwürdigem Artenschutz zu tun, denn die Natur hat sowas auch schon vor dem Eingriff durch Menschen eben durch eine natürliche Selektion geregelt.

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Hendrik77


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BeitragVerfasst: 15.04.2020, 23:41 
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Erneuter Wolfsangriff auf Schafe in DK.
Diesmal traf es am Vest Stadil Fjord zwischen Ringkøbing und Ulfborg außerhalb der offiziellen Wolfszone ein trächtiges Mutterschaf und ein weiteres Schaf, welche an den Folgen des Angriffs starben. Der vor Ort hinzugezogene Wolfsberater (Vildtkonsulent) muß noch die DNA- Untersuchung abwarten, geht aber den Bißmarken nach zu urteilen von einem Wolf aus, der die Schafe hinter einem Zaun nur 30 Meter von einem bewohnten Grundstück tötete.
Seit Jahreswende gab es laut der FB Seite „Her er Ulmen i Danmark“ mindestens 18 dokumentierte oder mutmaßliche Wolfsangriffe in Jütland. Die große Mehrheit in oder - wie hier - in der Nähe der Wolfszone Westjütland.***
Es werden wohl nicht die letzten gewesen sein, insbesondere wenn man wie Peter Sunde vom Institut für Biowissenschaften an der Universität Aarhus davon ausgeht, dass „auf der Basis deutscher Erfahrungen, der ( Wolfs-) Bestand jährlich um 25 bis 30 Prozent wachse.“

*** https://landbrugsavisen.dk/får-bidt-ihjel-ved-formodet-ulveangreb

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Hendrik77 hat geschrieben:
Was erwartet wird ist eine Sache, aber Tatsache ist das seit dem der Wolf nach Dänemark zurück gekehrt ist die Population nicht um 30 % jährlich gestiegen ist. Den Beweis dafür findet man in den Berichten die jedes Quartal erhoben wurden.


Für mich gibt es kein ersichtlichen Grund an zu nehmen das jetzt die Population jährlich um bis zu 30% steigt wenn es bisher nachweislich in Dänemark nicht der Fall war.

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Hendrik77


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