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 Betreff des Beitrags: Wolfshysterie bekommt neue Nahrung ?
BeitragVerfasst: 25.05.2015, 19:14 
fejo.dk - Henrik hat geschrieben:

@Brummchen: Du fragst doch nicht im Ernst ob ein Wolf unerkannt 350 km zurücklegen kann?


Tja, darf ich diese Frage nicht stellen? Oder ist das hier etwa auch verboten?

Es geht um unerkannt
Und fressen müsste er auch, oder?
Wurden irgendwo etwa Tiere gerissen??

Sowas hätte doch bestimmt sofort in der Zeitung gestanden, oder?

In diesem Sinne


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BeitragVerfasst: 25.05.2015, 19:35 
Ach so, damit ich es nicht vergesse:
"Wolf" in Frederikshavn war nur ein Hund"

http://nordjyske.dk/nyheder/-ulven--i-frederikshavn-var-bare-en-hund/faad1265-f4d2-41b1-9aec-e9b3ccae1b15/112/1513

In diesem Sinne


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BeitragVerfasst: 25.05.2015, 21:20 
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Brummchen hat geschrieben:
fejo.dk - Henrik hat geschrieben:

@Brummchen: Du fragst doch nicht im Ernst ob ein Wolf unerkannt 350 km zurücklegen kann?


Tja, darf ich diese Frage nicht stellen? Oder ist das hier etwa auch verboten?

Es geht um unerkannt
Und fressen müsste er auch, oder?
Wurden irgendwo etwa Tiere gerissen??

Sowas hätte doch bestimmt sofort in der Zeitung gestanden, oder?

In diesem Sinne

Hier darf jeder jede Frage stellen und es gibt keine dummen Fragen, allerhöchstens dumme Antworten.
Die Wölfe gehen nicht alle "unerkannt" herum. Teilweise weiß man über ihre Wanderbewegungen und über die Schäden durch Nutztierrisse wird in allen Medien aus vielen Landesteilen nahezu täglich berichtet. Statistiken über die seit der Verbreitung und Vermehrung des Wolfes stetig an Zahl zunehmenden Nutztierrisse werden ebenfalls erhoben. Vorhersagen zur weiteren Entwicklung sind nur sehr schwer zu treffen, da Erfahrugen und wissenschaftlichen Erkenntnissen zum zum Thema Wolf in einer so dicht besiedelten Kulturlandschaft wie der unseren einfach fehlen. Selbst ein Wolfsbefürworter wie Eckhard Fuhr, Autor des Buches „Die Rückkehr der Wölfe“. spricht von einem „gigantischen Freiland-Experiment mit offenem Ausgang.“ Als hochintelligente Jäger taxierten die Wölfe gerade das Risiko neu ein, das vom Menschen für sie ausgehe. „Dabei machen sie die Erfahrung, dass sie im Gegensatz zu früher nicht mehr verfolgt werden.“
http://www.nordschleswiger.dk/news.4460 ... t-das-Land?

Wir leben in einer Informationsgesellschaft, und die damit verbundene Informationsflut läßt viele Themen untergehen, insbesondere wenn man nicht in ein bestimmtes Thema involviert ist. So sind Dir vielleicht auch die zahlreichen Artikel zu dem Thema entgangen.

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BeitragVerfasst: 26.05.2015, 07:30 
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Brummchen hat geschrieben:
Wurden irgendwo etwa Tiere gerissen??

Sowas hätte doch bestimmt sofort in der Zeitung gestanden, oder?


Nicht nur in der Zeitung, auch z.B. da:

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersa ... f1662.html

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BeitragVerfasst: 23.01.2019, 21:55 
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Dem Link folgend können die grössten Schädlinge für die dänische Natur betrachtet werden (der Wolf ist auch dabei):

https://www.dr.dk/nyheder/indland/spred ... rhadte-dyr


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BeitragVerfasst: 23.01.2019, 23:28 
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Kairos hat geschrieben:
Dem Link folgend können die grössten Schädlinge für die dänische Natur betrachtet werden (der Wolf ist auch dabei):

https://www.dr.dk/nyheder/indland/spred ... rhadte-dyr

Heftige Überschrift, die sich dr.dk da geleistet hat.
Zitat:
Danmarks mest forhadte dyr [Dänemarks meist gehasste Tiere]

Und da soll der Wolf auf Platz 3 stehen?
Die dann im Verlauf des Artikels zum Wolf geben erfolgenden Erläuterungen speigeln das allerdings nicht so wieder, bzw. ein Nachweis darüber bleibt der Artikel schuldig. Dass auch in DK die Rückkehr des Wolfes kontrovers diskutiert wird und dass es in Gesellschaft und Politik auch in DK Stimmen gibt, die den Wolf am liebsten wieder ganz verschwinden sehen würden , ist hinlänglich bekannt.
Aber ist diese Platzierung des Wolfes auf Platz 3 der meist gehassten Tier in DK nach 1. Seehund, 2. Biber und sogar vor 4.Wildschwein nur eine unbegründete Einschätzung des Autors?

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BeitragVerfasst: 24.01.2019, 00:34 
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Zitat:
... in der Hafenstadt Esbjerg, sorgt sich Steffen Troldtoft um die Freizügigkeit einer viel gefährlicheren EU-Spezies: den Wölfen.

„Ich hatte schon Wölfe vor dem Fenster meines Wohnzimmers. Ich habe sie zwar nicht gesehen, aber ihre Spuren gefunden. Ich arbeite oft bis in den späten Abend. Und ich will es in der Dunkelheit ehrlich gesagt nicht gern mit Wölfen zu tun haben.“

Dabei ist Troldtoft ein kräftig gebauter Landwirt Anfang dreißig, außerdem hat er eine Jagdlizenz. Aber er dürfe die Wölfe ja nicht schießen, das sei auch in Dänemark nur in Ausnahmefällen erlaubt. Bis das erste Kleinkind gerissen wird, sagt Troldtoft in spöttischem Tonfall. Damit es gar nicht erst so weit kommt, hat er die Bürgerinitiative „Wolfsfreies Dänemark“ gegründet:

„Die gehören in wilde Natur. Und die haben wir hier in Dänemark nicht. Wir sind zu dicht besiedelt. Der Staat sollte darum ihren Abschuss freigeben.“

Die Wolfspolitik als Symbol für Gängelung aus Brüssel

Vier Wölfe seien derzeit in Jütland unterwegs, sagt Troldtoft. Eingewandert aus dem Süden, aus Deutschland. Dort und anderswo in Europa seien die Raubtiere gesetzlich geschützt, aber das sollte die Regierung in Kopenhagen nicht davon abhalten, ihre Bürger zu schützen:

„Wenn wir wirklich wollen, könnten wir unsere eigene Politik in Sachen Wölfe durchsetzen. Die EU würde wahrscheinlich protestieren. Aber so ist sie nun mal, die EU. Beklagt sich ständig, wenn man als souveräner Staat etwas machen möchte.“

Immerhin plant die dänische Regierung einen Wildzaun entlang der deutsch-dänischen Grenze zu errichten. Doch Troldtoft winkt ab: Der solle bloß Wildschweine fernhalten, die mit der afrikanischen Schweinepest infiziert sind. Gegen die Wölfe aus der EU helfe der nicht.
https://www.deutschlandfunk.de/der-traum-vom-daxit-daenemarks-eu-feinde-lassen-nicht-locker.795.de.html?dram%3Aarticle_id=438075&fbclid=IwAR2K9G6nf2PGCxpFv1TD3_Fu2xdBEfMkTHspH1Tu80hC_Uzvk8ySxL7r4WY

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BeitragVerfasst: 24.02.2019, 22:33 
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http://nyheder.tv2.dk/samfund/2019-02-2 ... er-ankesag
Hendrik77


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BeitragVerfasst: 25.02.2019, 00:26 
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Hendrik77 hat geschrieben:
http://nyheder.tv2.dk/samfund/2019-02-20-tvivl-om-draebt-ulvs-genetiske-renhed-udsaetter-ankesag
Hendrik77

Zitat:
Die französische Landwirtschaftskammer präsentierte anlässlich einer Medienkonferenz vom 22. Nov. 2017 in Grenoble die Resultate der genetischen Untersuchungen der Wolfspopulation in Frankreich. Das Deutsche Institut für forensische Genetik und Rechtsmedizin ForGen führte in Frankreich eine unabhängige Untersuchung der Wolfspopulation durch. Von allen Proben, die entnommen wurden, konnten 60% ausgewertet werden. Bei den verwertbaren Resultaten wurden ausschließlich Wolfs-Hunde-Mischlinge festgestellt.


Im Original ist das hier*** nachzulesen.

https://samiraskritischerhundeblick.wordpress.com/2018/03/16/leben-mit-dem-wolf-ist-es-ein-echter-wolf-oder-doch-ein-mischling/
***https://samiraskritischerhundeblick.wordpress.com/2018/03/16/leben-mit-dem-wolf-ist-es-ein-echter-wolf-oder-doch-ein-mischling/

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BeitragVerfasst: 28.02.2019, 21:08 
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http://sh-ugeavisen.dk/index.php/2019/0 ... iten-nach/ Da haben sich die Gegner des Wolfes in Dänemark wohl nicht duchsetzen können.
Hendrik77


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BeitragVerfasst: 17.03.2019, 16:36 
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Wolfsfallen in Dänemark. Das Video zeigt dänische Wolfsfallen, mit denen bis zu 10 Wölfe gefangen und dann mit GPS-Halsband versehen werden sollen. Das Video stammt aus Ulfborg - Stråsoe/ West-Jütland
http://ulvetracking.dk/rare-wolf-trapping-in-denmark-ulvefaelderne-i-danmark/

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BeitragVerfasst: 18.03.2019, 14:48 
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http://sh-ugeavisen.dk/index.php/2019/0 ... ragen-auf/
Hendrik77


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BeitragVerfasst: 18.03.2019, 18:24 
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In Frankreich wurden ausschliesslich Wolfs-Hund-Mischlinge identifiziert? Sagt ein Labor?

Ist das rein zufällig dasselbe Labor wie dieses hier:

Zitat:
Als dann auch noch auf der Halbinsel Eiderstedt zwei Schafe gerissen wurden und die Untersuchung des Senckenberg-Instituts ebenfalls als Ergebnis Hund feststellte, beauftragten die Schäfer eine Gegenprobe (...) bei einem Institut in Hamburg. Von dort kam dann ein etwas anderes Ergebnis. Sowohl Wolfs- als auch Hunde-DNA wurden in der Probe gefunden.

„Seither“, sagt Wolfsbetreuer Jens-Uwe Matzen, verbreite sich von der Westküste ausgehend das Gerücht, dass Hybriden, Mischlinge zwischen Wolf und Hund, im Land ihr Unwesen treiben.“ (...) Mittlerweile aber, so unterstreicht Matzen, habe sich herausgestellt, dass die
Untersuchung des Labors in der Hansestadt zwar richtig, aber dennoch falsch gewesen sei. Denn da der Hund vom Wolf abstamme, finde sich bei jedem untersuchten Hundebiss auch Wolfs-DNA. Das Hamburger Labor, so Matzen, habe mittlerweile eingeräumt, dass es in der Bewertung vielleicht etwas unglücklich formuliert habe, so dass der Eindruck entstehen könne, ein Hybrid habe die Schafe gerissen.

shz, 31.10.2015: Wolfs-Hybriden in SH? Eine DNA-Analyse sorgt für Verwirrung https://www.shz.de/lokales/husumer-nach ... 86051.html


Im Januar 2019 hat die dänische Umweltbehörde eine Anfrage über das Vorkommen von Wolfshybriden in Dänemark und in Europa an das DCE gerichtet und von den Wissenschaftlern des Naturhistorischen Museums in Aarhus, dem Institut for Bioscience der Aarhus Universitet
und der Abteilung für GeoGenetik am Biologischen Institut der Universität Kopenhagen eine sehr ausführliche, differenzierte Antwort erhalten.

Die zentraleuropäische Flachlandpopulation, zu der die dänischen, deutschen und westpolnischen Wölfe zählen, gilt demnach als eine der genetisch intensivst untersuchten und bestdokumentierten Wolfspopulationen.
Die Entstehungsgeschichte des Hundes liegt 15.000 - 35.000 Jahre zurück, und in der Zeit der Domestikation hat es immer wieder auch Kreuzungen zwischen Hunden und Wölfen gegeben. Man muss dabei aber zwischen prähistorischen Hybridisierungen und aktuellen Kreuzungen unterscheiden. Das Genom von Wölfen in Europa und dem mittleren Osten stammt zu 7% - 25% von Hunden, so wie auch das menschliche Genom von bis zu 20% vom Neandertaler stammt. Diese vorgeschichtlichen Hybridisierungen gibt es auch bei der Wildkatze, dem Rentier oder dem Wildschwein. Durch die verschiedenen Selektionsprozesse (natürliche Selektion bei der Wildform, Zuchtauswahl bei der domestizierten Form) unterscheiden sich die genetischen Profile dennoch deutlich.

Zitat:
Selvom om hunde har blandet sig med ulve i forskellige dele af Eurasien, siden den oprindelige domesticering af hunde, har ulvebestande ikke desto mindre opretholdt en tydelig genetisk profil, der tydeligt adskiller dem fra hunde. Rent biologisk skyldes dette formentlig, at der i naturen er selektion mod de fleste af de egenskaber i hunde, som er et resultat af domesticeringsprocessen.

Kent Olsen, Peter Sunde, Michael Møller Hansen, Philip Francis Thomsen og Anders Johannes Hansen: DNA-analyser og beskrivelse af den Centraleuropæiske ulvebestand, herunder identifikation af ulve og ulvehybrider http://dce.au.dk/fileadmin/dce.au.dk/Ud ... estand.pdf


Es gibt in der gesamten europäischen Flachlandpopulation nur 5 bekannte Fälle aktueller Hybridisierungen, drei in Polen (2014, 2018) und zwei in Deutschland (Sachsen 2003, Thüringen 2017). Dänische Wölfe sind nicht betroffen. Mit den derzeitigen Monitoringverfahren aus Bildmaterial und genetischen Analysen gehen die dänischen Wissenschaftler davon aus, dass das Vorkommen von Hybriden grundsätzlich kurzfristig entdeckt werden würde.

Zitat:
Med den nuværende bestandsovervågningsindsats i Danmark og Tyskland, må det betragtes som sandsynligt, at fremtidige ulvehybrider vil blive opdaget forholdsvis hurtigt, og hvis ikke før, så hvis de måtte danne par.

Kent Olsen, Peter Sunde, Michael Møller Hansen, Philip Francis Thomsen og Anders Johannes Hansen: DNA-analyser og beskrivelse af den Centraleuropæiske ulvebestand, herunder identifikation af ulve og ulvehybrider http://dce.au.dk/fileadmin/dce.au.dk/Ud ... estand.pdf


Wir können uns an eine kürzliche Sendung auf arte erinnern, in der es um Wolfshybriden ging. Dort wurde ein Hund, bei dem die Besitzer einen Wolfsanteil vermutet haben, auch von dem Hamburger Labor getestet. Das Ergebnis ergab unserer Erinnerung nach eine mehr als abenteuerliche Kreuzung aus Hund, Wolf, Dingo und Schakal (!). Es ist schwer vorstellbar, dass sich innerhalb kürzester Zeit so verschiedene Arten miteinander gekreuzt haben, aber vor dem Hintergrund der Erklärungen der dänischen Wissenschaftler wird ein Schuh draus. In 35.000 Jahren kann eine Menge passieren, wovon kleinste genetische Spuren über Tausende von Jahren sichtbar bleiben.
Selbst bei uns Europäern (und Asiaten) nicht-afrikanischer Ethnie liegt der Neandertaler-Anteil am Genom immer noch bei 2% -3%, wie die dänischen Wissenschaftler aufgeführt haben.

Bei dem illegal erschossenen dänischen Wolf sind sich die Forscher sicher, dass es sich nicht um einen Wolfshybriden handelt, wie von dem Angeklagten und der Verteidigung behauptet wird. Man kann den Stammbaum deutlich zurückverfolgen. Und auch die Richter im Gericht von Herning hatten keinerlei Zweifel, dass es sich um einen "reinen" Wolf handelt.

Zitat:
Her fandt dommere og domsmænd, at der ikke var tvivl om, at ulven tilhørte ulveracen.

Landbrugsavisen, 11.10.2018: Forsker er sikker i ulvesag: Der er ikke tale om hybridulv https://landbrugsavisen.dk/forsker-er-s ... -hybridulv


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BeitragVerfasst: 18.03.2019, 21:39 
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OT
Aber wenn das Thema Umfang der Hybridisierung bei Wölfen schon s.o. angesprochen wird:
Ganz so einfach wie DjMs Aussagen zum Umfang der Hybridisierung von Wölfen von der Hand weisen und gleichzeitig das Institut ForGen (Institut für forensische Genetik und Rechtsmedizin am Institut für Hämatopathologie GmbH/ Hamburg) diskreditieren sollen, ist es nicht:
https://doc-00-14-docs.googleusercontent.com/docs/securesc/ha0ro937gcuc7l7deffksulhg5h7mbp1/ogpe2vjo6f7sbo6vol4ncl2n564303f9/1552939200000/12116356438786767816/*/15ljq7TtDJkiNBTAjCFK99YNShyme2E-E?e=download
Interessant dazu auch dies:
https://www.wietingsmoor.de/wp-content/uploads/2018/03/2018-Wolf-Hund-Mischlinge.pdf
https://www.jaegermagazin.de/jagd-aktuell/woelfe-in-deutschland/wolf-oder-wolfshybrid/

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BeitragVerfasst: 19.03.2019, 12:52 
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@25örefan: Du bist schon wieder im falschen Thread unterwegs. Die Threads wurden extra aufgeteilt in "Wolfshysterie bekommt neue Nahrung?" (= Dänemark) und "Der Wolf in Deutschland / Pro u. Contra" (= Deutschland).

Im Impressum von "Wietingsmoor.de" zeichnet sich zu erwartender Weise ein Jäger als Verantwortlicher, der als Wolfsberater eine klare Meinung gegen den Wolf vertritt:

Zitat:
Wolfsberater Gödecke positionierte sich klar: „Eigentlich dürfte kein Wolfsexemplar in Gebieten mit tierischen Landschaftspflegern leben.“

MK Kreiszeitung, 14.03.2017: Podiumsdiskussion zum Thema Wolf „Theorie und Praxis sind weit entfernt“ https://www.kreiszeitung.de/lokales/die ... 39455.html


Was für eine Überraschung. Und über das Jägermagazin brauchen wir nicht schon wieder sprechen.

Hinnerk hat geschrieben:
Du zitierst bzw. verlinkst zu dieser Thematik u.a. Artikel aus

„Outfox World – News aus Jagd und Natur“
“wolfszone.de“
„blog.natuerlich-jagd.de“
"jagderleben.landlive.de"
„wolf-nein-danke.de“
„jagdverband.de“
„jagdblog.blogspot.de“
„jaegermagazin.de“
„taunusreiter.de“
und aus anderen Quellen aus dem Dunstkreis der Jagd- und Agrarszene, die dem deutschen Jagdverband bzw. der gesamten Jägerschaft nahe stehen und mit dem Wolf absolut nichts am Hut haben. Zitierst du aus Zeitungen, Zeitschriften und Magazinen so sind dies in aller Regel einseitig recherchierte und für ein geiferndes Publikum aufbereitete Meldungen und effekthaschende Fotos auf Bild-Niveau. Warum?


Auch die dänischen Universitäten in Aarhus und Kopenhagen arbeiten mit Senckenberg zusammen, lassen dort DNA-Proben bestimmen und gleichen eigene Ergebnisse mit den dortigen Proben ab.

Zitat:
"Wir haben unsere Methoden jedoch mit denen von Laboren aus Nachbarländern abgeglichen und tauschen regelmäßig Proben und genetische Profile aus, um Wanderungsbewegungen über Staatsgrenzen hinweg zu verfolgen. Auch in Frankreich, Schweden, Österreich und der Schweiz werden die Proben zentral untersucht, eine dezentrale Bearbeitung, wie sie gelegentlich öffentlich gefordert wird, ist im Wolfsmonitoring unüblich. Es geht hier anscheinend um den versteckten Vorwurf der Befangenheit. Beim Thema Wolf erlebe ich zum ersten Mal, wie wissenschaftlich erhobene Daten in öffentlichen Debatten bewusst ignoriert und wissenschaftlich arbeitende Institutionen diffamiert werden. Das ist schon erschreckend."

Carsten Nowak, Koordinator des nationalen Referenzzentrums für genetische Analysen großer Beutegreifer und Leiter des Fachgebiets Naturschutzgenetik des Senckenberg-Forschungsinstituts, im Interview mit Spiegel-Autorin Julia Koch, Print-Ausgabe der SPIEGEL Nr. 5/26.01.2019, Seite 105


Zitat:
Siden juni 2016 er prøver indsamlet af NHMA, AU og Naturstyrelsen blevet analyseret på Senckenberg Instituttet. Alle C1-resultater baseret på DNAfund i denne rapport har været analyseret på Senckenberg-instituttets eget DNA-laboratorium eller er blevet valideret af Senckenberg Instituttet.

Peter Sunde, Aarhus Universitet, Institut for Bioscience und Kent Olsen, Naturhistorisk Museum Aarhus: ULVE (CANIS LUPUS) I DANMARK 2012-2017, Oversigt og analyse af tilgængelig bestandsinformation, Seite 15 https://www.tv2ostjylland.dk/files/medi ... 2-2017.pdf


Die Attacken auf das Senckenberg-Institut und die Verbreitung irgendwelcher abenteuerlichen Hybridenthesen kommen immer wieder vor allem aus Jagdkreisen.

Der CDU-Abgeordnete und Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen hat beispielsweise am 10.12.2018 in der Kreiszeitung Wochenblatt behauptet:

Zitat:
"Ich hab es schon fast erwartet, dass bei der Untersuchung durch das Senckenberg-Institut nichts herauskommt", sagt Dammann-Tamke. In der Vergangenheit sei immer wieder Kritik laut geworden, ob das Institut in Hinblick auf Wolfs-Nachweise die richtigen Analysemethoden anwende und veröffentlichte Ergebnisse nicht zuvor durch einen "politischen Filter" gingen. [...] Es sei mittlerweile bekannt, dass die Rote Armee Wolfs-Hybriden eingesetzt habe, weil diese eben schärfer als Hunde seien. Es könnte durchaus sein, dass einige diese Tiere beim Abzug der russischen Truppen aus dem ehemaligen Ostblock einfach ausgewildert wurden.

Kreiszeitung Wochenblatt, 10.12.2018: Thema Wolf: Mehr Transparenz nötig https://www.kreiszeitung-wochenblatt.de ... 29104.html


Selbst die niedersächsische Landesregierung, auch nicht unbdingt für eine wolfsfreundliche Politik bekannt, hat in einer Landtagsantwort den abenteuerlichen Mutmaßungen des Jägerpräsidenten klar und eindeutig widersprochen:

Zitat:
1. Liegen der Landesregierung Erkenntnisse vor, dass die Rote Armee beim Abzug aus dem ehemaligen Ostblock Wolf-Hund-Mischlinge „einfach ausgewildert“ hat?

Nein.

2. Wann war der Abzug der Roten Armee aus Deutschland und wann tauchten erstmals Wölfe in Niedersachsen auf?

Bis 1994 war die Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland stationiert. Im Jahr 2012 wurde nach langer Abwesenheit das erste Wolfsrudel in der Heide bei Munster bestätigt.

3. Teilt die Landesregierung die Aussagen des Präsidenten der Landesjägerschaft Dammann-Tamke zu Wolfshybriden in Niedersachsen?

In diesem Aspekt nicht.

4. Können mit den DNA-Tests, die die Landesregierung im Rahmen des Wolfsmonitorings durchführt, Wolfshybride identifiziert werden?

Ja.

5. Teilt die Landesregierung den Vorwurf von Herrn Dammann-Tamke zur „Geheimniskrämerei“ durch das Senckenberg-Institut?

Nein, dazu besteht kein Anlass.

6. Sind die Ergebnisse des Senckenberg-Instituts aus Sicht der Landesregierung eine „objektive“ Untersuchung? Wenn nein, warum nicht?

Ja. Das Senckenberg-Institut ist eine renommierte Forschungseinrichtung, und die Methoden der Untersuchungen werden angegeben. Als führendes Institut für Wildtiergenetik ist das Senckenberg Institut vom Bund und allen Ländern zum deutschen Referenzinstitut auserkoren geworden, das auch über die bundesdeutschen Grenzen hinaus zur Analyse von Genetikproben herangezogen wird.


7. Gibt es seit 2017 neue Hinweise auf Wolfshybride in Niedersachsen?

Nein, es gibt bislang keine Hinweise, die einer wissenschaftlichen Überprüfung stangehalten hätten.

Landtagsantwort 18/3132 der niedersächsischen Landesregierung vom 07.03.2019 https://www.nilas.niedersachsen.de


Die Hintergründe zu den Wolfs-Fakenews und den Versuchen der Diskreditierung des Senckenberg-Instituts sind in dem Fachmagazin "Der praktische Tierarzt" sehr gut dargestellt - eine lohnenswerte Lektüre:

Zitat:
Wie Populisten im Thema Wolf fette Wählerbeute wittern und versuchen, mit alternativen Fakten evidenzbasierte Wissenschaft zu verunglimpfen: ein Faktencheck.

Der praktische Tierarzt 100, Heft 01/2019, Karin E. Lason: Bangemachen gilt nicht https://forum-grossraubtiere.wildtiere- ... kpunkt.pdf


Das für Ende Februar angesetzte Berufungsverfahren gegen den illegalen Wolfsabschuss bei Ulfborg ist zunächst ausgesetzt, bis eine detailliertere DNA-Analyse vorliegt, die sowohl Staatsanwaltschaft als auch die Verteidigung befürworten.

Für Egon Østergaard vom Vildtforvaltningsrådet handelt es sich bei dem illegal getöteten Wolf aus dem Ulfborger Wolfsrudel eindeutig um einen Wolf und nicht um einen Hybriden. Und selbst wenn es ein Hybride wäre, hätte der Jäger das Tier nicht nach eigenem Gutdünken schießen dürfen, weil nach subjektiver eigener Meinung vielleicht "ein paar wenige Prozenter eine anderen Art" dringesteckt haben könnten.

Zitat:
Hvis en jæger skyder et fredet dyr, så kan man ikke bag efter komme og hævde, at det slet ikke var den art, men at der måske var nogle få procenter af en anden art blandet ind i den.

Danmarks Radio, 07.01.2019: Afviser teori om hybridulv: - Det er stadig ulovligt https://www.tvmidtvest.dk/artikel/afvis ... g-ulovligt


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