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BeitragVerfasst: 19.03.2019, 23:25 
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DjM schrieb
Zitat:
Und über das Jägermagazin brauchen wir nicht schon wieder sprechen.

Ihr nicht, aber ich. Welche Informationsquellen genehm oder nicht genehm sind, darf hier jeder für sich selbst entscheiden.

DjM schrieb
Zitat:
25örefan: Du bist schon wieder im falschen Thread unterwegs. Die Threads wurden extra aufgeteilt in "Wolfshysterie bekommt neue Nahrung?" (= Dänemark) und "Der Wolf in Deutschland / Pro u. Contra" (= Deutschland).

Wenn Ihr das so genau nehmt, solltet Ihr Euch daran selbst halten und nicht Frankreich, Deutschland, Senckenberg und ForGen wie hier ins Spiel bringen:
DjM schrieb:
Zitat:
In Frankreich wurden ausschliesslich Wolfs-Hund-Mischlinge identifiziert? Sagt ein Labor?
Ist das rein zufällig dasselbe Labor wie dieses hier:

Zitat:
Als dann auch noch auf der Halbinsel Eiderstedt zwei Schafe gerissen wurden und die Untersuchung des Senckenberg-Instituts ebenfalls als Ergebnis Hund feststellte, beauftragten die Schäfer eine Gegenprobe (...) bei einem Institut in Hamburg. Von dort kam dann ein etwas anderes Ergebnis. Sowohl Wolfs- als auch Hunde-DNA wurden in der Probe gefunden.

„Seither“, sagt Wolfsbetreuer Jens-Uwe Matzen, verbreite sich von der Westküste ausgehend das Gerücht, dass Hybriden, Mischlinge zwischen Wolf und Hund, im Land ihr Unwesen treiben.“ (...) Mittlerweile aber, so unterstreicht Matzen, habe sich herausgestellt, dass die
Untersuchung des Labors in der Hansestadt zwar richtig, aber dennoch falsch gewesen sei. Denn da der Hund vom Wolf abstamme, finde sich bei jedem untersuchten Hundebiss auch Wolfs-DNA. Das Hamburger Labor, so Matzen, habe mittlerweile eingeräumt, dass es in der Bewertung vielleicht etwas unglücklich formuliert habe, so dass der Eindruck entstehen könne, ein Hybrid habe die Schafe gerissen.

shz, 31.10.2015: Wolfs-Hybriden in SH? Eine DNA-Analyse sorgt für Verwirrung https://www.shz.de/lokales/husumer-nach ... 86051.html

Da Ihr so verfahren seid, wird ja wohl eine Erwiderung gestattet sein:
Zitat:
Das Mass der Hybridisierung?
Offizielle Umweltbehörden in Frankreich, der Schweiz und Deutschland haben immer behauptet, dass die Wolfspopulationen rein sind.
Seit November 2017 (Grenoble) mussten sie ihre früheren Erklärungen korrigieren und geben nun eine niedrige Hybridisierung zu, im Gegensatz zu anderen unabhängigen Studien, die eine hohe Hybridisierung in Europa zeigen.
Wie findet man die Wahrheit?
Das Hauptproblem ist nicht der Mangel an DNA, Proben-Kontamination oder unterschiedlicher Analysemethoden, wie vorgegeben wird.
Das Hauptproblem sind die zum Vergleich verfügbaren Referenzwölfe, da die verschiedene unabhängigen Labore Wolfsdatenbanken unterschiedlicher Herkunft haben.
Sollen DNA-Analysen verglichen werden, müssen Analysen und Vergleiche mit den gleichen identischen Referenzen durchgeführt werden.
Nur so können Methoden und Ergebnisse wissenschaftlich und objektiv verglichen werden.
Die offiziellen Umweltbehörden der Schweiz, Deutschlands und der ONCFS in Frankreich, sowie anderen involvierten Ländern müssen ihre Referenzdatenbanken transparent machen. DNA-Analysen müssen von einem unabhängigen Labor verglichen und verifiziert werden.
Luca Fumagalli, ein unabhängiger Wissenschaftler?
Luca Fumagalli vom Labor für Naturschutzbiologie, ist nicht unabhängig.
Er arbeitet eng mit dem LCIE zusammen und spielt eine wichtige Rolle bei den Sitzungen der WAG "Wolf Alpine Group", an denen aktiven Vertreter des LCIE aus den Alpenländern teilnehmen.
Siehe erste Seite des Berichts (siehe Link unten) unter "Autoren": https://drive.google.com/file/d/1VME16n ... t/view?usp =Teilen
F. Marucco, M. Wölfl, I. Reinhardt und G. Rauer sind direkt vom LCIE. R. Manz und F. Zimmermann kommen von der KORA. Ihr Programmdirektor Urs Breitenmoser und 2 weitere KORA-Mitglieder sind Mitglieder des LCIE. Luca Fumagalli war in den Vorjahren an anderen WAG-Treffen anwesend. Die Teilnehmerliste (Seite 14) zeigt, dass Luca Fumagalli mit dem Forschungsinstitut Senckenberg und dem Labor für Alpine Ökologie der CNRS/Universität Grenoble und Herrn Taberlet, der bisher DNA-Analysen für das ONCFS durchgeführt hat, zusammenarbeitet, ohne sie transparent zu machen (siehe "Teilnehmer" Seite 14).
Luca Fumagalli führt auch DNA-Analysen von Schweizer Wölfen für die Abteilung Wildtiere des Bundesamtes für Umwelt durch. Der Sektionschef Reinhard Schnidrig pflegt sehr enge Beziehungen zum LCIE und arbeitet seit mehreren Jahrzehnten am Aktionsplan von Professor Boitani (Präsident des LCIE) für die Wiederansiedlung des Wolfes in Europa mit.
Anekdotische Hybridisierung oder nicht? Anekdotische wissenschaftliche Ergebnisse oder nicht?
Die WAG mit Luca Fumagalli hat ein Projekt zur Standardisierung der genetischen Analyse zwischen beteiligten Labors gestartet.
Dabei verwenden sie eigene Proben aus den Datenbanken Italiens, Frankreichs, der Schweiz, Österreichs, Deutschlands und Sloweniens (Alpenbogenländer), sowie eigene Referenzdaten (siehe Bericht in ANHANG 1, Seiten 10 bis 14). Dies erklärt, warum die Schweiz und Frankreich in ihren Re-Analysen das gleiche Ergebnis erzielen.
Für unabhängige internationale Labors gibt es keine festen Standards für Kernanalysen. Die Datenbanken können unterschiedlich sein.
Andererseits kann die mitochondriale DNA-Analyse leicht standardisiert werden und bezieht sich auf eine internationale Datenbank, die von jedem eingesehen werden kann. Das Labor ForGen benutzt bereits diese internationale Datenbank.
https://docs.google.com/document/d/17gH ... QSXsFDVbT3
CC_YCy6w/edit?usp=sharing)

Sollen DNA-Analysen verglichen werden, müssen Analysen und Vergleiche mit identischen Referenzen durchgeführt werden. Nur so können Methoden und Ergebnisse wissenschaftlich und objektiv verglichen werden.
Was ist der Grund für diese strenge Vertraulichkeit der DNA- Analyse-Ergebnisse und warum gleichzeitig in verschiedenen europäischen Ländern?
Die drei Labore erhalten von den Behörden den Auftrag, Analysen durchzuführen. In der Schweiz ist es die Sektion Grossraubtiere des Bundesamtes für Umwelt, https://drive.google.com/file/d/1179Tuo ... sp=sharing
In Frankreich liegt dies in der Verantwortung der ONCFS. Eric Marboutin, langjähriger Leiter der Abteilung für große Raubtiere, war Mitglied des LCIE. Murielle Guinot-Ghestem, die von ihr übernommen hat, ist nun die neue ONCFS Mitarbeiterin bei der LCIE.
In Deutschland ist es nicht national geregelt, es sind die "Länder", die für dieses Thema verantwortlich sind und die Analysen veranlassen. Das Forschungsinstitut Senckenberg hat ein Monopol darauf.
Der Leiter dieses Instituts, Carsten Novak, steht über das "CEwolf Consortium" in direktem Kontakt mit Vertretern des LCIE und arbeitet mit Wolfs/LCIE-Lobbyisten und Genetikern aus mehreren nördlichen Ländern zusammen. Und auch in der WAG verkehrt er mit diesen Leuten. https://drive.google.com/file/d/1iP7SV_ ... view?usp=s haring
Wenn wir das Beispiel Bayern nehmen, dessen Auftrag vom Landesamt für Umwelt (LfU) kommt, finden wir hier auch Verbindungen zur LCIE und zur WAG.
Der Verantwortliche in diesem Amt für die Grossraubtiere, Manfred Wölfl, ist Mitglied von beiden Gruppierungen.
Der Grund für diese strenge Vertraulichkeit der DNA-Analyse-Ergebnisse in diesen Ländern ist die treibende Kraft der LCIE (Large Carnivore Initiative for Europe) in ganz Europa. Ziel ist es, die Verbreitung des Wolfes in Europa mit allen Mitteln zu fördern. Sie hat daher kein Interesse an der Erkennung von Hybriden. Hybride sind nicht geschützt und sollten daher aus der Wolfspopulation entfernt werden, um die Genetik der Art zu schützen.
Daher könnte man annehmen, dass das Senckenberg Institut seine Referenzwölfe (z. B. Lausitz/Polnische Wölfe, die als erste in Deutschland auftauchte) als rein erklärt hat, obwohl sie Hybride sind. Folgende Bilder zeigen solche Hybriden aus der Ostdeutschen „Lausitz“ an der polnischen Grenz im Jahr 2000, welche Ilka Reinhard und ihre Mitarbeiter versucht haben einzufangen. Das ist jedoch nur zum Teil gelungen. https://drive.google.com/open?id=1SS-kG ... 5Ih4f5kC0e
Dasselbe gilt für Frankreich, wenn es den italienischen Wolf als Referenz nimmt (auch wenn er hybridisiert ist) und für rein erklärt hat.

Gleiches gilt für die Schweiz, deren Wölfe bis jetzt aus Frankreich stammen.
Werden diese scheinbar reinen Wölfe als Vergleichs-Referenz-Grundlage herangezogen, zeigen DNA-Analysen, der aus dieser Population ausgewanderten Wölfe, ebenfalls reine Wölfe ohne Anzeichen einer Hybridisierung.
Aus Hybriden können so reine Wölfe werden.
Dies könnte erklären, warum sie keinen Überblick über ihre Analysen oder ihre Datenbank geben, weil ihnen dann Täuschung vorgeworfen werden könnte, wenn sie nicht das Gegenteil beweisen.
Wenn es nichts zu verbergen gäbe, gäbe es keinen Grund, Proben und Referenzdatenbanken nicht transparent zu machen.
Möglicherweise benutzen viele Involvierte die ihnen gegeben Referenzdaten ohne zu wissen, woher diese Daten stammen und wie sie entstanden sind.
Ein solches Monopol, das dies zulässt, ist eine Form der Manipulation der öffentlichen Meinung und ein Demokratiedefizit, wenn nicht eine Demokratieverweigerung.
Solange es so bleibt, sind die veröffentlichten Ergebnisse anekdotisch und nicht wissenschaftlich.

Ethique et Paturage L113
Januar 2019

Quelle:
https://drive.google.com/file/d/15ljq7T ... X41CjXhI6U

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BeitragVerfasst: 25.03.2019, 16:32 
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Über google.drive kann man die Quellen natürlich auch verschleiern, weil das ganze Jagdgedöns sowieso keiner mehr anklickt. Du bestätigst mit Deiner Anekdotensammlung um Bruno Lecomte und Laurent Garde genau das, was hier gesagt worden ist:

Zitat:
"Wir haben unsere Methoden jedoch mit denen von Laboren aus Nachbarländern abgeglichen und tauschen regelmäßig Proben und genetische Profile aus, um Wanderungsbewegungen über Staatsgrenzen hinweg zu verfolgen. Auch in Frankreich, Schweden, Österreich und der Schweiz werden die Proben zentral untersucht, eine dezentrale Bearbeitung, wie sie gelegentlich öffentlich gefordert wird, ist im Wolfsmonitoring unüblich. Es geht hier anscheinend um den versteckten Vorwurf der Befangenheit. Beim Thema Wolf erlebe ich zum ersten Mal, wie wissenschaftlich erhobene Daten in öffentlichen Debatten bewusst ignoriert und wissenschaftlich arbeitende Institutionen diffamiert werden. Das ist schon erschreckend."

Carsten Nowak, Koordinator des nationalen Referenzzentrums für genetische Analysen großer Beutegreifer und Leiter des Fachgebiets Naturschutzgenetik des Senckenberg-Forschungsinstituts, im Interview mit Spiegel-Autorin Julia Koch, Print-Ausgabe der SPIEGEL Nr. 5/26.01.2019, Seite 105 (Markierungen von mir hervorgehoben)


Irgendwie erinnert das eher an die Aktion einiger Lungenärzte zur Dieseldebatte.

Zitat:
„Nehmt Gewehre und erschießt die Wölfe!“ fordert Laurent Garde, Direktor im Forschungsinstitut für die praktische Weidewirtschaft in den französischen Seealpen. In einem zehnminütigen Monolog behauptet der promovierte Ökologe und Anthropologe, Europa erzwänge eine „Überpopulation“ des Wolfes, man sei „am Ende des Endes.“ Die Wölfe seien gar keine richtigen wilden Wölfe mehr, weil sie sich den „immer komplexeren“ Herdenschutzmaßnahmen anpassten und neue Wege für ihre Übergriffe auf Weidetiere fänden. Man habe ein „biologisches Monster“ geschaffen, das nichts mehr zu tun habe mit einem Wolf, der in der Wildnis lebt. [...]

Nicht nur die Interessengemeinschaft Sichere Weidewirtschaft (ISW) jubelt über die „Fakten,“ die da verkündet würden. Auch der Deutsche Jagdverband empfiehlt eine „weite Verbreitung“ des Videoclips. So tickt er also, der DJV. „Nehmt Gewehre …“

Ulrich Wotschikowsky, 06.10.2016: "Erschießt die Wölfe!" Eine Botschaft aus Frankreich - und eine aus Rumänien
http://woelfeindeutschland.de/erschiess ... rumaenien/


Zitat:
Video Dokumentation von Rissen an Nutztieren durch Wölfe von Bruno Lecomte und der Vereinigung Ethique paturage L113

Alpwirtschaftlicher Verein im Allgäu e. V. http://www.alpwirtschaft.de/themen/wölfe-großraubtiere/videomaterial/


Zitat:
Bruno Lecomte beweisst, dass die Wölf in Frankreich zum grössten Teil künstlich angesiedelt wurden.

Auch in Frankreich tauchten die Wölfe zuerst auf Waffenplätzen auf.....genau gleich wie in Deutschland.


VWL, Vereinigung zum Schutz der Weidetierhaltung und ländlichem Lebensraum der Kantone Glarus, St. Gallen und beider Appenzell
22.09.2016 FRANKREICH: HERDENSCHUTZ FUNKTIONIERT NICHT!
https://www.vwl-ost.ch/der-wolf/probleme-in-frankreich/


Noch so eine Weisheit von Bruno Lecomte:

Zitat:
3 sehr interessante Filme von Bruno Lecomte in französisch [...] Film 1: Gefährlichkeit für Menschen und Angriffe in Frankreich - Die Gebrüder Grimm wussten, dass Wölfe gefährlich sind und junge Mädchen (Rotkäppchen) oft zum Opfer wurden

VWL, Vereinigung zum Schutz der Weidetierhaltung und ländlichem Lebensraum der Kantone Glarus, St. Gallen und beider Appenzell
22.09.2016 FRANKREICH: HERDENSCHUTZ FUNKTIONIERT NICHT!
https://www.vwl-ost.ch/der-wolf/probleme-in-frankreich/


Rotkäppchen handelt genauso wenig von Canis Lupus wie der Froschkönig von echten Amphibien handelt oder der gestiefelte Kater eine Katzendoku ist - diese Tiere sind allesamt Metaphern für menschliche Eigenschaften.

Es geht doch genau darum:

Zitat:
„80 Prozent der Bevölkerung sind für den Schutz des Wolfes. Die müssen wir geistig umdrehen.“ Denn erst wenn Wölfe auch für Freizeitsportler, Touristen und Erholungssuchende eine Gefahr werden, könne ein Umdenken einsetzen. „Wir müssen der Bevölkerung ein Problem machen“, [...] Dafür sollten Viehhalter und Bauernstand eine PR-Maschinerie in Gang setzen.

Tiroler Tageszeitung, 01.06.2018: Diskussion in Lienz: Den Wolf mit PR-Maschinerie bekämpfen https://www.tt.com/panorama/gesellschaf ... bekaempfen (Markierungen von mir hervorgehoben)


Auch bei renommierten Wissenschaftlern wie der bekannten Canidenforscherin Dr. Dorit Feddersen-Petersen von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel wurde seitens der Jagdkreise versucht, sie gegen Bezahlung für das "geistige Umdrehen" der Bevölkerung zu gewinnen - mit falschen Statements!

Zitat:
Aus dem Freistaat Sachsen wurde ich in der Folgezeit mehrmals von einem Jäger und Bürgermeister besucht, der mich inständig bat, ihm doch nur ein Papierstück zu unterzeichnen, auf dem vermerkt war, dass ich die Wölfe in der Lausitz für "künstlich eingebracht" aus Polen hielte. Ich muss eigentlich nicht erwähnen, dass ich dieser Bitte nicht Folge leistete [...].

Dr. Dorit Urd Feddersen-Petersen, Vorwort zum Geleit des Buches "Der Wolf kehrt zurück - Mensch und Wolf in Koexistenz?", G. Bloch /E. Radinger, Franckh-Kosmos Verlag Stuttgart, 2017, Seite 6


Die Tierärztin Dr. med. vet. Karin E. Lason, Chefredakteurin des Fachmagazins "Der praktische Tierarzt" hat die abenteuerlichen Geschichten um den Wolf in einem Faktencheck beleuchtet:

Zitat:
Diese teils nachvollziehbare Angst vor dem bösen Unbekannten ist ein gefundenes Fressen für populistische Politiker und besorgte Bürger. Dafür nutzen sie wohlplatziert alle modernen Medien und halbseidene bis absurde Aussagen teils selbst ernannter „Wissenschaftsjournalisten“ und „Experten“. Mitunter spannen Sie auch tatsächliche Forscher vor ihren Karren. [...]

Dr. med. vet. Karin E. Lason, Der praktische Tierarzt 100/Heft 01/2019: Bangemachen gilt nicht - Wie Populisten im Thema Wolf fette Wählerbeute wittern und versuchen, mit alternativen Fakten evidenzbasierte Wissenschaft zu verunglimpfen: ein Faktencheck.
https://vetline.de/files/smfiledata/7/4 ... letter.pdf


Auch hier wieder: Ein Jäger und ein Verein, in dem ein Jäger Vereinschef ist, und ein "Wissenschaftsjournalist" haben sich im Senckenberg-Museum Wolfsschädel angeschaut und wollen dabei festgestellt haben, dass es sich um Hybridenschädel gehandelt haben muss.

Zitat:
Was war passiert? Eine Gruppe selbst ernannter Sachverständiger, bestehend aus einem Vertreter des Vereins „Sicherheit und Artenschutz“, einem Jäger sowie dem angeblichen Wissenschaftsjournalisten Wernher Gerhards, war an Einsichtnahme in die Wolfsforschung des Senckenberg Museums in Görlitz interessiert. [...] Das aus dem Besuch von Ende April 2018 entstandene „Primäre kraniologische Gutachten“, bei dem sechs Schädel „untersucht“ wurden, wird von den Blauen immer wieder als Grundlage für den Beweis des „hohen Anteils gefährlicher Wolfshybriden“ in monatlich wiederkehrenden öffentlichen Veranstaltungen herangezogen. Es beruht auf dem von Gerhards im Eigenverlag erschienenen „Kraniometrischen Vergleichskatalog von Canidenschädel“ – einer Publikation, die
nirgends erhältlich ist und deren im „Gutachten“ abgebildter Einband aussieht, wie per Photoshop zusammengestückelt.
[...]
Gerhards angebliches Institut „bionic behaviorbiology research“ ist nirgendwo real existent.

Dr. med. vet. Karin E. Lason, Der praktische Tierarzt 100/Heft 01/2019: Bangemachen gilt nicht - Wie Populisten im Thema Wolf fette Wählerbeute wittern und versuchen, mit alternativen Fakten evidenzbasierte Wissenschaft zu verunglimpfen: ein Faktencheck.
https://vetline.de/files/smfiledata/7/4 ... letter.pdf


In einem anderen Fall, in dem Werher Gerhards ein Gutachten verfasst hatte, schrieb die Sächsische Zeitung:

Zitat:
Der Sächsischen Zeitung verweigerte Wernher Gerhards die Auskunft darüber, woher sein Fachwissen stammt. Der Kreisjagdverband indes verteidigt das Gutachten vehement. „Nach aktueller Faktenlage“ bestehe „keinerlei Anlass, die Seriosität anzuzweifeln“, heißt es in einem Statement.

Sächsische.de, 07.01.2014: Zweifel am Wolfsgutachten https://www.saechsische.de/zweifel-am-w ... 45768.html


Hinnerk hat geschrieben:
Du zitierst bzw. verlinkst zu dieser Thematik u.a. Artikel aus

„Outfox World – News aus Jagd und Natur“
“wolfszone.de“
„blog.natuerlich-jagd.de“
"jagderleben.landlive.de"
„wolf-nein-danke.de“
„jagdverband.de“
„jagdblog.blogspot.de“
„jaegermagazin.de“
„taunusreiter.de“
und aus anderen Quellen aus dem Dunstkreis der Jagd- und Agrarszene, die dem deutschen Jagdverband bzw. der gesamten Jägerschaft nahe stehen und mit dem Wolf absolut nichts am Hut haben. Zitierst du aus Zeitungen, Zeitschriften und Magazinen so sind dies in aller Regel einseitig recherchierte und für ein geiferndes Publikum aufbereitete Meldungen und effekthaschende Fotos auf Bild-Niveau. Warum?


Die einschlägigen Kreise und ihre Methoden, wie die Bevölkerung "geistig umgedreht" werden soll, sollten demnach prinzipiell verstanden worden sein - oder gibt es da noch Fragen?


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BeitragVerfasst: 25.03.2019, 16:50 
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https://www.ulveatlas.dk/fakta-om-ulve/ Welchen Informationen die verantwortlichen Personen wie einschätzen kann ich nicht sagen, aber Hysterie kann ich da nicht erkennen. Folgender Link ist zum Ministerium was für Wölfe in Dänemark zuständig ist. https://mst.dk/natur-vand/natur/artslek ... en-farlig/ Wenn ich mich richtig erinnere werden DNA Analysen an folgender Universität durchgeführt. http://dce.au.dk/aktuelt/nyheder/nyhed/ ... i-danmark/ Ob das Märchen von Rotkäppchen in Dänemark / Skandinavien so bekannt ist vermag ich nicht ein zu schätzen.
Hendrik77


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BeitragVerfasst: 25.03.2019, 17:40 
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Hendrik77 hat geschrieben:
Ob das Märchen von Rotkäppchen in Dänemark / Skandinavien so bekannt ist vermag ich nicht ein zu schätzen.


Rotkäppchen ist auch in Skandinavien bekannt:

Zitat:
Den lille Rødhætte (...) er et europæisk folkeeventyr med usikker oprindelse. I Tyskland, Sverige og Danmark er brødrene Grimms version mest kendt; (...). Folkeeventyret (...) Fortællingens indslag af kannibalisme tyder på, at den er meget gammel, og har fungeret som et pubertetsrituale. For selv at blive voksen, må den lille pige tage noget af den voksne kvinde op i sig. Varulven repræsenterer hendes møde med seksualiteten, hvor hun ved at vogte sig.

Wikipedia: Den lille Rødhætte https://da.wikipedia.org/wiki/Den_lille_Rødhætte


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BeitragVerfasst: 25.03.2019, 19:39 
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Die jungen Mitteleuropäer hat geschrieben:
Rotkäppchen ist auch in Skandinavien bekannt:

Und auch in Finnland (nur der nordwestliche Teil wird Skandinavien zugerechnet):

https://www.youtube.com/watch?v=YBS__wNFx3g

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Besserwisser leben den absurden Versuch durch
die Abwertung anderer ihren eigenen Wert zu steigern.


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BeitragVerfasst: 04.04.2019, 15:55 
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In der Nähe von Holstebro:
Zitat:
25 får døde: Muligt ulveangreb rammer Storålam
Det hidtil største angreb af får har onsdag ramt Storålam. 25 får er døde, og der er blevet klippet et stort hul i hegnet.
...
Efter angrebet har en vildkonsulent kigget på fårene og taget DNA-prøver.

- Han mener, at det er et ulveangreb. Det er lige præcis sådan, det plejer at se ud. De er bidt i struben og bidt i bagbenene, siger Peter Helén.

Området er beskyttet med ulvesikkert hegn, men at det alligevel er lykkedes at trænge ind til fårene, skyldes formentligt et hul i hegnet.
Der var klippet et hul i hegnet på 90 gange 90 centimeter. Vi ved ikke, hvordan det er kommet, forklarer han.
https://www.tvmidtvest.dk/artikel/muligt-ulveangreb-rammer-storaalam?fbclid=IwAR1VRNioMNnZ-FsW7Rf0j8lfyIhrVG6qV8JVjVp0iN_PuKfwSEHxH5io_R8

Laut Google Übersetzer:
25 Schafe getötet
Möglicher Wolfsangriff trifft Storålam
Der bisher größte Angriff von Schafen hat Storålam am Mittwoch getroffen. 25 Schafe sind gestorben und ein großes Loch wurde in den Zaun geschnitten.
Nach dem Angriff hat ein WildBerater die Schafe untersucht und DNA-Proben entnommen.

- Er hält es für einen Wolfsangriff. So sieht es normalerweise aus. Sie werden in den Hals gebissen und in die Hinterbeine gebissen, sagt Peter Helén.

Das Gebiet ist durch wolfsichere Zäune geschützt, aber es ist dennoch gelungen, Schafe zu durchdringen, wahrscheinlich aufgrund eines Lochs im Zaun.
In den Zaun wurde 90 mal 90 Zentimeter ein Loch geschnitten. Wir wissen nicht, wie es dazu gekommen ist, erklärt er.

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BeitragVerfasst: 04.04.2019, 16:02 
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Auch in Skagen soll von der Vogelstation ein Wolf gesichtet worden sein:
Zitat:
Ulv i Skagen! Skagen fuglestations observatører har i morges sammen med Knud Pedersen set og fotografet den ulv, som i det sidste stykke tid er set omkring Skagen. Ulven sås i morges ved Nordstrand kl.07:20. Sikke et fantastisk syn!
Foto: Joakim Matthiesen
facebook
Laut Übersetzer Facebook:
Wolf in Skagen! Die Beobachter von Skagen Fuglestations haben den Wolf gesehen, der heute morgen mit Knud Pedersen um Skagen gesehen wurde. Der Wolf hat heute morgen im Nordstrand um 07:20. Uhr gesehen. Was für ein toller Anblick!
Foto: Joakim Matthiesen

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BeitragVerfasst: 04.04.2019, 17:47 
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So so, ein unerklärliches 90 X 90 cm großes Loch im Zaun...sieht so nach den typischen Merkmalen eines Wolfsangriffs aus. Was sind das für ,,Naturbeobachter" die eine Wolfssichtung an die große Glocke hängen? Ist es eigentlich noch ein Geheimnis das es ,,Hundebesitzer" gibt die ihre Hunde nicht unter Kontrolle haben oder Die noch schlimmer Hunde zu Beißern drillen. Als ich 1958 meine Jägerprüfung abgelegt habe gab es noch einige ,,Jäger" die Katzen gefangen haben und dann auf freier Flur im Beisein ihrer Jagdhunde freigelassen haben nur um zu beobachten wie scharf ihr Hund hinter ,,Raubzeug" her ist. Katze , freies Feld und keine Chance einem Hund zu entkommen. Das nenne ich ein gelenktes Massaker. Das es heutzutage so etwas nicht mehr gibt bezweifele ich! Werter Gerald hat einmal ein Bild eingestellt auf dem stand: Der Deister ist Wolfsgebiet. Der Deister war auch bis in die 1970er mein Jagdrevier in dem ich Schilder mit der Aufschrift : AUCH DEIN HUND WILDERT WENN DU IHN LÄSST angebracht habe. In diesem Zusammenhang erinnere ich noch einmal daran das auch hier in DK seit dem 1ten April Hunde an der Leine zu führen sind! Wer sich über das Wolfsvorkommen/ den Wolf allgemein in DK informieren will einfach mal in der Textsuche Ulve i Danmark eingeben!

Allen ein schönes Wochende!


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BeitragVerfasst: 04.04.2019, 21:20 
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Nun sind es ja keine „Naturbeobachter“, die dies an die „ große Glocke“ gehängt haben, sondern der Halter der Schafe hat möglicherweise die Behörden informiert, um eine Entschädigung zu bekommen, die es soweit ich weiß auch in DK bei Schäden durch den Wolf gibt, wenn sich ein Wolfsangriff aus Nutztiere bestätigen läßt. Bisher hat nach dem Angriff ja deshalb auch hat ein WildBerater die Schafe untersucht und DNA-Proben entnommen, hält allerdings nach Augenschein einen Wolfsangriff für wahrscheinlich. Ob es nun Wolf/ Wölfe oder Hund/ Hunde waren, kann möglicherweise die DNA- Probe entscheiden.
Das in den Zaun geschnittene (?) 90x90 Loch ist allerdings schon ominös, wobei weder Wolf noch Hund eine Wchere oder ähnliches Werkzeug benutzen :wink:

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BeitragVerfasst: 04.04.2019, 22:33 
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BLAVANDS HUK hat geschrieben:
Der Deister war auch bis in die 1970er mein Jagdrevier


So, so,

dann warst du das, als ich 1970 mit meiner Truppe nachts durch den Deister wandern(marschieren)
musste, immer erschreckt hat. Oder gehörtest du etwa zu den berühmten Bückeburger Jägern?????
die die Schaumburg-Lippischen Wälder unsicher gemacht haben.

Detlef

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vorne lecken, hinten kratzen.

Wenn jeder Scheinheilige wie eine 60-Watt-Birne leuchten würde, könnte man nachts nicht mehr ohne Augenbinde schlafen.


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BeitragVerfasst: 04.04.2019, 23:02 
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Nein Tatzelwurm, ich war dort beruflich in der Forstaufsicht & ja ich habe dort manch andere ,,Grüne Männchen" der Bundeswehr gesehen & erschreckt, die sich ihren Weg im Rahmen eines Orientierungsmarsches von Nienburg nach Hildesheim durch den Deister geschlagen haben. Die Jungs haben so einen Lärm veranstaltet das man glauben konnte sie würden versuchen irgendwelche ,,Untiere" zu verscheuchen. Einen Spürhund, um wieder aus dem Wald zu finden hatten die nicht dabei aber ich bin fest davon überzeugt das sie spätestens bei der Sichtung von Schildern mit der Aufschrift : SIE BEFINDEN SICH IM GRENZBEREICH DER DDR kehrt gemacht hätten. Wenn sie nicht schon vorher von 2beinigen ,, Kettenhunden" aufgegriffen worden wären! So Schluss mit lustig zurück zum Ernst des Themas!


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BeitragVerfasst: 07.04.2019, 20:47 
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25örefan hat geschrieben:
Auch in Skagen soll von der Vogelstation ein Wolf gesichtet worden sein:

http://sh-ugeavisen.dk/index.php/2019/0 ... gesichtet/
Hendrik77


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BeitragVerfasst: 08.04.2019, 21:04 
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https://www.nordschleswiger.dk/de/daene ... fschuetzer Wenn die Idee erfolgreich umgesetzt werden kann wieso eigentlich nicht?
Hendrik77


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BeitragVerfasst: 08.04.2019, 22:19 
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Esel als Herdenschutz. Immer wieder gern propagiert, aber wohl doch keine so gute Idee:
Zitat:
Eine Auffassung, zu der Uta Over, Wolfsbeauftragte der Noteselhilfe e. V., klar Stellung bezieht:

Es ist ein Irrglaube, ein Esel würde die Schafe beschützen oder vor dem Wolf warnen.
Eine ungewohnte Umgebung

Esel sind nämlich soziale Tiere, die in Herden leben. Ob sie überhaupt in der Lage sind, sich in andere Gattungen zu integrieren, halten Eselhalterinnen wie Uta Over für fragwürdig.

Ursprünglich kommen Esel aus den afrikanischen Hochwüsten. Dieser Lebensraum unterscheidet sich deutlich von der mitteleuropäischen Weide. Die klimatischen Bedingungen Mitteleuropas entsprechen laut Meinung vieler Tierschützer nicht einer artgerechten Haltung.
https://detektor.fm/wissen/der-esel-als-herdenschutztier

Zitat:
Dagmar Rössel und Hanno Pilartz
Noteselhilfe - NEH e.V.

Die von einigen Wolfsbeauftragten vorgetragene Idee, Esel als Herdenschutztiere in Deutschland - z.B. in Niedersachsen - einzusetzen, halten wir aber in keiner Weise für sinnvoll und zielführend.
Warum?
...
Untersuchungen zur Möglichkeit, Esel zum Schutz von Schafen und Ziegen vor Wölfen ein-zusetzen, wurden in hoch gelegenen Regionen der Schweiz durchgeführt.
Keine der von uns gesichteten Arbeiten kommt zu einer eindeutigen Empfehlung, dass der Einsatz von Eseln zum Herdenschutz vor Wolfsangriffen wirklich im größeren Umfang sinnvoll und praktikabel ist....
In Deutschland ist es [...] in sehr vielen Fällen nicht möglich, Esel 24 Stunden lang und 7 Tage pro Woche auf der Weide zu halten. Die in Deutschland übliche hohe Energiedichte von Gras macht die allermeisten Esel in kurzer Zeit sterbenskrank (Hufrehe, metabolisches Syndrom).
Der Nachweis, dass Esel wirklich Wölfe vertreiben, konnte bisher in keiner der Untersuchungen erbracht werden.
Soll ein Esel andere Tierarten wie Schafe und Ziegen vor Wölfen schützen, muss er sich die-sen sehr eng anschließen. Dieser Effekt tritt nicht im gewünschten Maß auf, wenn zwei Esel mit Schafen oder Ziegen zusammen gehalten werden. Die Einzelhaltung von Eseln ist aber tierschutzwidrig, es müssen immer wenigstens zwei Esel gehalten werden.
https://agrarheute.landlive.de/boards/thread/67972/page/1/#forumBlock-1769320

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BeitragVerfasst: 09.04.2019, 10:25 
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Laut dem Artikel ist klar das es diese Art des Versuchs in Dänemark noch nicht gegeben hat und dieser erstmalig durchgeführt werden soll zusätzlich zu dem bestehenden Herdenschutz. Was spricht dagegen im eigenen Land ein Versuch dieser Art durch zu führen um eigene Erfahrungen zu machen?

Hendrik77


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