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BeitragVerfasst: 21.03.2019, 16:22 
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Es ist ja nun nicht so, dass es hier noch nie besprochen wurde, aber es scheint dieses Mal nicht mehr recht zu klappen, solange sich unser Stammuser-Ballett aus renitenten Best Agern nicht darauf einigen kann, dass es hier größtenteils nur um subjektive Wahrnehmungen und persönliche Anekdoten gehen kann, die man zwar selber als anders empfinden kann, aber deren endgültiger Wahrheitsgehalt sich nicht, wie hier sonst üblich, im endlosen Linkgewitter klären lässt bis einer weint oder gar Recht bekommt. :wink:
Da wird es besonders putzig, wenn ihr euch gegenseitig den Quatsch als Schwachsinn bezeichnet, aber im Grunde beide Recht hattet, ohne euch zuzuhören oder zu reflektieren. Ich sehe es wie Kairos, wenn er auf Jante verweist und habe das Gefühl, dass es immer noch eine große Rolle spielt in den Köpfen. Das bestätigt Ronald dann ja aber. Da widersprecht ihr euch doch gar nicht. Denn sobald man zu sehr aus der Reihe tanzt, fällt man demnach auch wieder unangenehm auf. Was sicherlich der Hauptkritikpunkt davon ist. Die Frage ist doch eher, ob es sich dabei um Neid handelt. Ich glaube eher nicht. Denn der Wunsch nach dem Status des Anderen ist doch gar nicht die treibende Kraft, oder?

Es hilft in der Betrachtung auch nicht zu sagen: ach wir sind doch eh alle gleich. Zu weiten Teilen sind das direkte Nachbarn schon. Aber es geht doch um die feinen, kleinen Mentalitätsunterschiede. Und da gibt es eine Menge. Die gibt es ja schon innerhalb der beiden Länder.

Allerdings verstehe ich nicht ganz, was Toiletten und Rastplätze mit Mentalität und Handlungsweise von Menschen zu tun haben. In der Bedienung sind beide Gruppen sicherlich gleich. Und wie oft Betreiber oder Kommune etwas säubern hat doch mit diesem Thread nix zu tun. Dann könnte man auch sagen, der Unterschied zwischen Dänen und Deutschen ist, dass hier die Postkästen rot sind.


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BeitragVerfasst: 21.03.2019, 19:47 
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Kairos hat geschrieben:
Hinnerk hat geschrieben:
Ach, nicht repräsentativ? Aber deine unbelegte stumpfe Behauptung ist es? Zudem ist Vammen nicht "düstere dänische Provinz".


Vammen ist Jütland - merkst' selber, oder?

Also nicht Dänemark? Sag mal, merkst du noch was?

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BeitragVerfasst: 21.03.2019, 20:00 
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Krogen hat geschrieben:
Es ist ja nun nicht so, dass es hier noch nie besprochen wurde, aber es scheint dieses Mal nicht mehr recht zu klappen, solange sich unser Stammuser-Ballett aus renitenten Best Agern nicht darauf einigen kann, dass es hier größtenteils nur um subjektive Wahrnehmungen und persönliche Anekdoten gehen kann, die man zwar selber als anders empfinden kann, aber deren endgültiger Wahrheitsgehalt sich nicht, wie hier sonst üblich, im endlosen Linkgewitter klären lässt bis einer weint oder gar Recht bekommt. :wink:
Da wird es besonders putzig, wenn ihr euch gegenseitig den Quatsch als Schwachsinn bezeichnet, aber im Grunde beide Recht hattet, ohne euch zuzuhören oder zu reflektieren. Ich sehe es wie Kairos, wenn er auf Jante verweist und habe das Gefühl, dass es immer noch eine große Rolle spielt in den Köpfen. Das bestätigt Ronald dann ja aber. Da widersprecht ihr euch doch gar nicht. Denn sobald man zu sehr aus der Reihe tanzt, fällt man demnach auch wieder unangenehm auf. Was sicherlich der Hauptkritikpunkt davon ist. Die Frage ist doch eher, ob es sich dabei um Neid handelt. Ich glaube eher nicht. Denn der Wunsch nach dem Status des Anderen ist doch gar nicht die treibende Kraft, oder?

Es hilft in der Betrachtung auch nicht zu sagen: ach wir sind doch eh alle gleich. Zu weiten Teilen sind das direkte Nachbarn schon. Aber es geht doch um die feinen, kleinen Mentalitätsunterschiede. Und da gibt es eine Menge. Die gibt es ja schon innerhalb der beiden Länder.

Allerdings verstehe ich nicht ganz, was Toiletten und Rastplätze mit Mentalität und Handlungsweise von Menschen zu tun haben. In der Bedienung sind beide Gruppen sicherlich gleich. Und wie oft Betreiber oder Kommune etwas säubern hat doch mit diesem Thread nix zu tun. Dann könnte man auch sagen, der Unterschied zwischen Dänen und Deutschen ist, dass hier die Postkästen rot sind.

Krogen, in allem was du sagst hast du ja recht. Hier wird krampfhaft versucht, den Deutschen oder den Dänen irgendein Verhalten als Gottgegeben anzudichten, was natürlich ausgesprochener Blödsinn ist. Ich gebe zu, dass mein Beispiel mit den öffentlichen Toiletten auf den Rastplätzen der deutschen Autobahnen hinkt. Die dänischen Toiletten würden wahrsch. genau so aussehen wenn sie seltener gereinigt würden. Der dänische Bürger benimmt sich wahrsch. nicht anders auf dem Örtchen als der deutsche Bürger. Schweinigel gibt es sicherlich hüben wie drüben. Eine Statistik darüber habe ich nicht gefunden. :mrgreen: Der Unterschied besteht da eben im Verantwortungsbewusstsein der zuständigen Kommunen und Ämter, die für die Reinhaltung öffentlicher Toiletten verantwortlich sind. Und da gibt es nun mal Unterschiede.

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BeitragVerfasst: 24.03.2019, 13:13 
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Tatzelwurm hat geschrieben:
Hej,

anders als Barre sehen ich da keine deutsche Abzocke,
für mich ist das ein Service an (Dänemark)und Autofahrer,
was man oben reinstopft muss ja auch bezahlt werden.

Detlef


Deutschland zockt unter allen EU-Ländern die Autofahrer am meisten ab!

Pro Jahr sind dies hierzulande insgesamt satte 95 Milliarden Euro und mir kann keiner erzählen, dass von der Kohle keine kostenlosen und vor allem sauberen Autobahn-WCs unterhalten werden können!

Komisch, in DK ist dies machbar. Egal ob am Strand, in Lökken, oder auf jedem Wald - und Wiesenrastplatz, an der Autobahn, ÜBERALL gibt es kostenlose WCs, die überwiegend auch noch sauber sind.

Vor allem auf den unbewirtschafteten Autobahnparkplätzen in DE muss man sich als Deutscher ja für den erbärmlichen und ekelhaften Zustand der Toiletten fremdschämen. Da geht es vermutlich in jedem Drittwelt-Land sauberer und hygienischer zu!


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BeitragVerfasst: 24.03.2019, 14:00 
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T.Kill schrieb
Zitat:
Vor allem auf den unbewirtschafteten Autobahnparkplätzen in DE muss man sich als Deutscher ja für den erbärmlichen und ekelhaften Zustand der Toiletten fremdschämen.

Nee, fremdschämen muß sich keiner. Schämen muss sich einzig der Verursacher eines Mißstandes.

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BeitragVerfasst: 24.03.2019, 14:52 
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25örefan hat geschrieben:
T.Kill schrieb
Zitat:
Vor allem auf den unbewirtschafteten Autobahnparkplätzen in DE muss man sich als Deutscher ja für den erbärmlichen und ekelhaften Zustand der Toiletten fremdschämen.

Nee, fremdschämen muß sich keiner. Schämen muss sich einzig der Verursacher eines Mißstandes.


Vor Jahren trafen wir auf solch einen Ekel-Parkplatz mal eine Ami-Reisegruppe, die dort ihr Geschäft verrichten wollten und da haben wir uns als Deutsche für unser angeblich so reiches Land fremdgeschämt! :shock:

Was die Amis zu den Klos sagten, zitiere ich hier mal besser nicht.


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BeitragVerfasst: 24.03.2019, 14:57 
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Barre hat geschrieben:
Wodurch unterscheiden sich die Dänen von den Deutschen oder anders rum :?:

Klar , anders Land = auch andere Sprache und Kulturen :!:
Wo sind für euch die großen oder kleinen Unterschiede zwischen diesen Beiden Ländern :?:
Was findet ihr wo besser oder schlechter :?:
Oder , gibt es sogar Gemeinsamkeiten und wenn ja welche :?:


Den meisten Dänen sind Dünkeltum, Statusdenken und Arroganz völlig fremd.

Merken tut man dies auch daran, dass dort alle per Du sind.

In DE wäre sowas unvorstellbar, da würden sich die Herrn Doktoren, Ingenieure und sonstiges abgehobenes Volk, im Reallife, nie vom "gemeinen Pöbel" duzen lassen.


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BeitragVerfasst: 24.03.2019, 15:05 
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Rastplätze und öffentliche Toiletten scheinen doch die Gemüter heftig zu bewegen. :o
25örefan hat geschrieben:
T.Kill schrieb
Zitat:
Vor allem auf den unbewirtschafteten Autobahnparkplätzen in DE muss man sich als Deutscher ja für den erbärmlichen und ekelhaften Zustand der Toiletten fremdschämen.

Nee, fremdschämen muß sich keiner. Schämen muss sich einzig der Verursacher eines Mißstandes.

Nur schämt sich jemand erst dann für ein Fehlverhalten, wenn er/sie auf dieses hingewiesen bzw. entsprechend zurechtgewiesen wurde. Aber selbst dann ist noch lange nicht sicher, ob so ein WC-Ferkelchen (Beispiel) auch sein Fehlverhalten einsieht.
Wenngleich ich mich persönlich für die teils katastrophalen Zustände auf vielen BAB-Rastplätzen und deren Toiletten nicht schäme muss ich insofern T.Kill recht geben, als dass für ausländische Gäste bzw. Transitgäste kein gutes Bild für Deutschland abgibt.
Toiletten sind in vielen Bereichen, wie z.B. Gaststätten und Hotels ein Aushängeschild. Ich erwarte ganz einfach von den zuständigen Kommunen, dass zu Zeiten erhöhten Verkehrsaufkommen und der damit verbundenen stärkeren Frequentierung der Rastplätze und Toiletten diese entsprechend häufiger gereinigt werden.

Letzten Sommer habe ich mich über den erschreckenden Zustand des Toilettenhäuschen am Strand von Schillig (Nordsee) bei der Gemeinde Wangerland, dem Gesundheitsamt des Landkreis Friesland in Jever und der Wangerland-Touristik GmbH beschwert. Barfuß waren die Toiletten nicht betretbar. Man hätte mit den Füßen im Urin gestanden. Die Spülung funktionierte nicht und Toilettenpapier gab es auch nicht. Da wurde offensichtlich bereits saeit Tagen nicht mehr sauber gemacht.
Hei, was gab das für einen Aufstand. Ich erhielt gleich mehrere Mails mit Entschuldigungen und Ausflüchten (hoher Krankenstand beim Reinigungspersonal).
In diesem Fall war die Sache insofern besonders ärgerlich, weil die Gemeinde Wangerland in Schillig für die "Strandservice-Karte" bei einem Aufenthalt ab vier Stunden 7,50 Euro für alle PKW-Insassen kassiert. Kann man dafür nicht saubere Toiletten erwarten?

Anderes Beispiel, der öffentliche Badestrand bei Øster Hurup, Ostsee, etwas nördlich vom Mariager-Fjord: Ein großer kostenfreier Parkplatz, der auch während der Hochsaison nie überfüllt ist. Auf dem Weg zum Strand befindet sich ein Sanitärhäuschen mit Duschen, alles kostenfrei und sauber. Wie das möglich ist? Weil in der Saison und insbesondere an Wochenenden eine Putzkraft zugegen ist, die wie in einem öffentlichem Schwimmbad jedem Gast, sofern erforderlich, hinterher wischt.

Mein Fazit: Was die Reinlichkeit und Rücksicht speziell in öffentlichen Toiletten betrifft, da tun sich Deutsche und Dänen nichts. Ferkel gibt es überall. Da sind es die zuständigen Kommunen bzw. Behörden, die in beiden Ländern scheinbar unterschiedliche Vorstellungen davon haben, wie es auf dem "Örtchen" auszusehen hat.

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BeitragVerfasst: 24.03.2019, 15:14 
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Thorsten Kill hat geschrieben:
Den meisten Dänen sind Dünkeltum, Statusdenken und Arroganz völlig fremd.

Merken tut man dies auch daran, dass dort alle per Du sind.

In DE wäre sowas unvorstellbar, da würden sich die Herrn Doktoren, Ingenieure und sonstiges abgehobenes Volk, im Reallife, nie vom "gemeinen Pöbel" duzen lassen.

Aber Vorsicht:
Zitat:
Wie im übrigen Skandinavien hat sich auch in Dänemark das Du als gebräuchliche Ansprache durchgesetzt. Doch wer im deutsch geführten Gespräch mit einem Dänen oder einer Dänin gleich ins Du verfällt, wird nicht selten als unhöflich betrachtet. Denn die Dänen wissen, dass auf Deutsch offiziell das förmlichere Sie gilt. Spricht man Englisch - oder sogar Dänisch - mit seinem Gegenüber, ist dies natürlich etwas ganz anderes. Also: Unbedingt in den ersten Sätzen eines Dialogs schnell „fühlen“, wie vertraut und persönlich die Atmosphäre ist.

Quelle:
https://www.sueddeutsche.de/reisefuehre ... blossnicht

Das Dutzen in Dänemark oder auch England hat nichts mit fehlendem Dünkeltum, Statusdenken oder Arroganz zu tun (das gibts dort auch). Das "Sie" gibt es da ganz einfach nicht. Aber wenn es das gäbe wäre ich mir sicher, dass auch nicht wenige Dänen gegen ein "Sie" nichts einzuwenden hätten. :wink:

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BeitragVerfasst: 24.03.2019, 17:47 
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"Man spürt es gleich am Umgang der Kollegen: Dänemark ist das Land der flachen Hierarchien – und das liegt zum Teil schon darin begründet, dass sich jedermann duzt, auch Ärztin und Patient. Der Staatsminister heißt Lars. Die Sie-Anrede „de“ gibt es nur für die königliche Hoheit, für Richter – und für Menschen ab etwa 85."
Quelle: www.nordschleswiger.dk/de/nordschleswig ... h-wenn-man


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BeitragVerfasst: 24.03.2019, 18:07 
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Hinnerk hat geschrieben:

Das Dutzen in Dänemark oder auch England hat nichts mit fehlendem Dünkeltum, Statusdenken oder Arroganz zu tun (das gibts dort auch). Das "Sie" gibt es da ganz einfach nicht. Aber wenn es das gäbe wäre ich mir sicher, dass auch nicht wenige Dänen gegen ein "Sie" nichts einzuwenden hätten. :wink:


Hej Hinnerk,

also ich kenne mittlerweile ja nun auch einige sehr gut deutsch sprechende Dänen aber mit "Sie" hat mich von denen noch keiner angeredet. Selbst mir völlig fremde Leute, die der deutschen Sprache mächtig waren, haben mich freundlich geduzt.

......................................................................................................................................
In Dänemark sagt man normalerweise ‚du‘ zueinander. „Es gibt zwar auch noch eine förmliche Anrede, die wird aber praktisch nur für die Königsfamilie verwendet, so förmlich ist sie“, sagt Clemens Boldt, Berater für deutsch-dänische Geschäftskultur. Die meisten Dänen sprechen recht gut Deutsch und wissen, wie wir das ‚Sie‘ verwenden. „Meistens duzen sie aber trotzdem, weil es ihre Gewohnheit ist“, sagt Boldt. „Wer dann mit einem ‚Sie‘ reagiert, schafft eine unnötig große Distanz.“
......................................................................................................................................
www.impulse.de/management/selbstmanagem ... 19729.html

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BeitragVerfasst: 24.03.2019, 18:23 
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breutigams hat geschrieben:
Ein grosser Unterschied ist :

Die Ruhe und Gelassenheit in DK , gegen den Stress in DE.

Hilsen Peter


Hej Peter,

das kann ich nur bestätigen.

Sobald man bei Flensburg die deutsche Grenze hinter sich gelassen hat, wird das Autofahren angenehm und entspannend!

Auch in DK habe ich, während meiner Urlaube, von Seiten der Einheimischen her, nie irgend eine stressige oder negative Situation erlebt.

Auch als Deutscher wird man überall freundlich behandelt. Auf dem Weg zum Strand grüßen einen viele Einheimische mit einem freundlichen "Hej" und nicht selten kommt man dann locker und ungezwungen miteinander ins Gespräch.

Wäre ich jünger und gesünder würde ich nicht lange zögern und sofort nach DK auswandern.

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BeitragVerfasst: 24.03.2019, 19:26 
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Hellfried hat geschrieben:
Hinnerk hat geschrieben:

Das Dutzen in Dänemark oder auch England hat nichts mit fehlendem Dünkeltum, Statusdenken oder Arroganz zu tun (das gibts dort auch). Das "Sie" gibt es da ganz einfach nicht. Aber wenn es das gäbe wäre ich mir sicher, dass auch nicht wenige Dänen gegen ein "Sie" nichts einzuwenden hätten. :wink:


Hej Hinnerk,

also ich kenne mittlerweile ja nun auch einige sehr gut deutsch sprechende Dänen aber mit "Sie" hat mich von denen noch keiner angeredet. Selbst mir völlig fremde Leute, die der deutschen Sprache mächtig waren, haben mich freundlich geduzt.

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In Dänemark sagt man normalerweise ‚du‘ zueinander. „Es gibt zwar auch noch eine förmliche Anrede, die wird aber praktisch nur für die Königsfamilie verwendet, so förmlich ist sie“, sagt Clemens Boldt, Berater für deutsch-dänische Geschäftskultur. Die meisten Dänen sprechen recht gut Deutsch und wissen, wie wir das ‚Sie‘ verwenden. „Meistens duzen sie aber trotzdem, weil es ihre Gewohnheit ist“, sagt Boldt. „Wer dann mit einem ‚Sie‘ reagiert, schafft eine unnötig große Distanz.“
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Hallo Hellfried, Ich bin da jetzt wohl nicht richtig verstanden worden. Klar, mich hat in Dänemark auch noch kein Däne gesiezt. Das wäre ja auch angesichts des nicht oder nur für "erlauchte" Personen reservierten Sie komisch. Auch Dänen, die die deutsche Sprache beherrschen duzen mich. Das ist völlig normal. Mit meinem vielleicht mißverstandenen Satz meinte ich lediglich, dass es auch in Dänemark durchaus Menschen gibt die meinen etwas Besseres zu sein und von daher nichts gegen ein "Sie" einzuwenden hätten wenn es das im allgemeinen Sprachgebrauch gäbe.

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BeitragVerfasst: 24.03.2019, 21:24 
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Helfried schrieb
Zitat:
Sobald man bei Flensburg die deutsche Grenze hinter sich gelassen hat, wird das Autofahren angenehm und entspannend!
Grunde hast Du vollkommen Recht.
Aber es gibt auch Situationen, mit denen (Dänen :mrgreen: ) man nicht rechnet und die dann in Sekunden-“Stress“ ausarten könnnen. Dann nämlich, wenn in nicht seltenem Fall vor einem ein Däne fährt, der urplötzlich ohne den Blinker zu setzen in die Eisen geht, um nahezu rechtwinklig in seine Hofeinfahrt abzubiegen. Na ja, den ganzen Winter ist ja hinter ihm nie jemand gefahren :wink:
Gleiches gilt auch für eine ganze Reihe von Touristen, die plötzlich bemerken, dass sie an „ihrer“ Zufahrt zu „ihrem“ Frerienhausgebiet schon fast vorbei sind :mrgreen:

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BeitragVerfasst: 25.03.2019, 10:18 
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Kurzum: Bei Überschreitung nur einer Grenze habe ich es nicht mit einem völlig anderen Menschenschlag zu tun. Viele Dinge kommen uns nur anders vor. Beispielsweise der Straßenverkehr, der nicht nur in diesem Thread immer und immer wieder genannt wurde und in der Form "Ist erst einmal die deutsch-dänische Grenze überwunden beginnt der Urlaub. Da wird das Autofahren zum Vergnügen oder gar 'hyggelig'".
Diese Feststellung aber ist eine subjektive und hat nichts mit der Mentalität der Dänen zu tun. Dänemak ist im Vergleich zu Deutschland ein sehr dünn besiedeltes und vor allem kein Transitland, auch wenn der eine oder ander LKW vielleicht nach Schweden oder Norwegen will. Bereits kurz nach der Grenze teilt sich der Verkehr in die Richtungen Nord, Ost und West. Ja, das Fahren wird entspannter. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass ich bei 100 Km/h mit einem Wohnwagen am Haken immer noch von auch dänischen Lastzügen zügig überholt werde aber auch viele Dänen mit ihrem PKW keine Geschwindigkeitsbegrenzung zu kennen scheinen und sich da auch einige von denen merkwürdig bis gefährlich verhalten.

Es ist nur eben so, dass diese Dinge im Urlaub einfach weniger auffallen. Man will eine schöne Zeit erleben und sich diese nicht und von niemanden vermiesen lassen. Die Frustrationstoleranz wird dabei unbewußt auf ein gewisses Limit hochgesetzt. Dinge, die uns zuhause im Alltags- und Arbeitsstress auf den Zeiger gingen und auf die Palme brachten sind da plötzlich Pillepalle. Was, der Bäcker hat frühmorgens keine Lieblingsbrötchen mehr? In Deutschland wäre das bei erhöhtem Adrenalinspiegel am Arbeitsplatz erstes Gesprächsthema. Im Urlaub aber gibts stattdessen einfach Müsli und alles ist gut. Ein Hundehaufen am Strand? Der wird umgangen und gut isses. Allerdings wird der vom Unterbewußtsein schnell wieder in die Gegenwart zurückgeholt wenn sich z.B. hier im Forum jemand über Hunde, deren Hinterlassenschaften und Hundehalter aufregt. Da ist der vergessene Haufen vom Strand plötzlich wieder da. Vor allen Dingen sind es dann plötzlich viel mehr Haufen und jeder scheint von einem Elefanten zu stammen und vor allem ist dann plötzlich der ganze Strand zugeschi.... gewersen. :mrgreen:

Ja, das ist Dänemark. Und so sind die (deutschen) Urlauber... :wink:

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