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BeitragVerfasst: 08.05.2019, 15:45 
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Herr Kommissar der Koks ist da! :mrgreen:

Nachdem ein nicht von mir verlinkter Pressebeitrag über hohe Kokainkonzentrationen im Abwasser von Kopenhagen mitsamt den darauf folgenden Antworten wegen OT im Zigarettenthread gelöscht wurde greife ich das Thema an hoffentlich richtiger Stelle nochmals auf. Hier der zunächst verlinkte und dann gelöschte Link:
https://www.tv2lorry.dk/artikel/spildev ... e-kokainby

Und hier eine auszugsweise Google-Übersetzung:
“Laut Angaben der EU-Drogenbehörde, die am Dienstag ihren Jahresbericht veröffentlicht hat, sind Proben von über 50 Abwässern europäischer Städte zu finden.
Im Abwasser von Kopenhagen wurden pro Tag 337 Milligramm Kokain pro 1000 Einwohner gemessen.
Es ist mehr als doppelt so viel wie in Oslo, wo 151 Milligramm gemessen wurden, während in Helsinki nur zehn Milligramm gemessen wurden. (…) London führt die Kokainmessung an. 909 Milligramm pro 1000 Einwohner pro Tag wurden gefunden, während in Amsterdam, der Nummer zwei der Liste, 642 Milligramm gefunden wurden. (…) Von über 50 europäischen Städten belegt Kopenhagen nach London, Amsterdam, Zürich, Brüssel, Antwerpen, Barcelona, Genf und St. Gallen immerhin den neunten Platz in diesem Vergleich."

­-----------------------------------------------------------

Anfangs hatte ich nicht richtig gelesen und ging von hohen Kokainkonzentrationen im Trinkwasser aus. Aber es geht tatsächlich um das Abwasser. Das bedeutet aber lange nicht Entwarnung. Letztlich deuten die in Kopenhagen gemessenen Werte auf einen recht hohen Kokainkonsum in der Stadt hin. Aber warum ist das so? Wie kann es sein, dass einer der beliebtesten Hauptstädte Europas, wo alles Fahrrad fährt und die Welt noch für Touristen wie eine heile Märchenwelt vorkommt, ein anscheinend heftiges Drogenproblem hat?
Dass London und Amsterdam die Drogenhochburgen in Europa sind dürfte allgemein bekannt sein. Aber Kopenhagen? Ok, Platz 9 auf der Koks-Rangliste von 50 europäischen Städten ist nicht die Spitze, stimmt aber dennoch nachdenklich. Wie kann das sein?

Wer dann aber ein wenig nachdenkt kommt drauf. Die Stadtväter von Kopenhagen gönnen sich nämlich etwas ganz besonderes: Ein selbst verwaltetes Stadtviertel mit dem schönen Namen „Freistadt Christiania“, in der zwar eigene Strukturen herrschen aber letztlich nichts anderes als ein Ort behördlich geduldeter Anarchie ist. Die Häuser rings um die Pusher Street mit Cannabispflanzen auf den Fensterbänken und herumlungernden Gestalten denen nicht nur das Gras aus der Tasche wächst prägen das Bild.

Offiziell ist der Handel und Konsum von Cannabisprodukten in Dänemark verboten. Dennoch wird der jährliche Umsatz von Cannabis rings um die Pusherstreet auf 70 – 130 Mill. Euro geschätzt. Seitdem die Hells Angels und andere Verbrecherbanden zunehmend Einfluss auf Christiania und deren Bewohner ausüben ist der Drogenhandel dort ziemlich unüberschaubar geworden. Heute gilt Christiania als erste Adresse für harte Drogen in Dänemark. Und die Hells Angels und andere Gangs geben sich nicht mit Cannabis ab. Da ist eher Kokain und Heroin gefragt. Die Einnahmen von Cannabis füllt da nur die Portokasse.

Natürlich muss auch „normal“ Geld verdient werden. Irgendwie muss das Lotterleben der dort hausenden Alt- und Möchtegernhippies ja finanziert werden. Und so scheinbetätigen sich einige dieser schrägen Paradiesvögel dann als Modeschmuckdesigner, Verkäufer von (selbst genähten) Klamotten, die es in den 1970er Jahren bereits auf den Hippiemärkten von Ibiza gab oder gar als Töpfer.
Den gut gelaunten Touris, die auf Leihfahrrädern ihrem Fahrradguide durch diese skurrile Welt folgen fallen die in den Ecken liegenden Kartons mit der Aufschrift Made in China nicht auf.

Hin und wieder macht das Untervolk auch wegen einer Schießerei von sich reden. Ein Polizeibeamter wurde auch schon mal lebensgefährlich angeschossen. Nach solchen Vorkommnissen gibt es dann immer heiße Debatten. Die einen wollen den „Schandfleck“ Kopenhagens lieber heute als morgen auf der Stadtkarte ausradieren, die anderen schätzen Christiania als etwas erhaltenswertes, wofür und wen auch immer. Selbst die Polizei ist da hin- und hergerissen. Einerseits bereitet der das Stadtviertel Arbeit und Ärger mit teils gefährlichen Einsätzen andererseits hat sie da die Drogenszene gut im Blick. Bei Auflösung der Gemeinschaft würde sich diese in die Wohnviertel der ganzen Stadt verteilen. Für die Ermittlungsarbeit der Polizei wäre das gar nicht gut. Hmm…

Werden hin und wieder mal Stimmen laut was den Fortbestand Christianias betrifft wird deren Selbstverwaltung demonstrativ tätig. Öffentlichkeitswirksam werden Drogendealer aus der Gemeinschaft rausgeworfen. Unterm Strich ist das aber nur Show und es ändert sich nichts. Ganz im Gegenteil, Christiania zieht Drogentouristen aus ganz Europa an und einige bleiben gleich da, wenn nicht in Christiania selbst (wegen Raummangel) dann irgendwo im Umfeld. Und, ja ist klar, die rauchen nur Bio-Zigaretten mit Tabak aus kontrolliert biologischem Anbau und Fair-Trade Siegel, das Cannabis auf der Fensterbank ist in Wirklichkeit Spinat und evtl. erwirtschaftetes Geld wird der Drogenhilfe gespendet.

Um nun auf die hohe Kokainkonzentration in den Abwässern von Kopenhagen zurück zu kommen: Ich denke, die Ursache ist klar. Von nichts kommt nichts, von viel kommt viel. Und Kopenhagen hat nun Dank der Großzügigkeit und Freizügigkeit seiner Stadtväter ein weiteres Problem. Kokain im Abwasser ist das Eine. Wenn es dabei bliebe wäre das ja nun nicht weiter schlimm. Nur bleibt das Zeug genau so wenig im Abwasser und in den Flüssen und Meeren wie Plastik. So wurde jetzt auch schon Mikroplastik in unserem Trinkwasser nachgewiesen. Zwar noch in eher homöopathischen Dosen aber immerhin. Noch weiß kein Mensch, wie hoch der Mikroplastikanteil in unseren Lebensmitteln sein darf bzw. welche Dosis da gesundheitlich noch unbedenklich ist.
Bei Kokain weiß man das aber schon. Da bleibt die Frage, wann denn die ersten Babys mit einer Kokainembryopathie geboren werden.
Wie das sein kann? Wer in der Schule im Naturkundeunterricht beim Thema „Kreislauf des Wassers“ gut aufgepasst hat weiß da Bescheid.

Freizügigkeit und wegschauen hat eben ihren Preis. Um diese Erkenntnis kommen die Kopenhagener Stadtväter nicht herum. Es ist eben nicht alles Hygge.
Ich wäre ja für einen warmen Abriss dieses Kopenhagener Verbrecherviertel (natürlich bei vorheriger Evakuierung). Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

http://www.taz.de/!5507690/

http://www.emcdda.europa.eu/system/file ... 202018.pdf

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BeitragVerfasst: 08.05.2019, 18:53 
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Zitat:
Ich wäre ja für einen warmen Abriss dieses Kopenhagener Verbrecherviertel (natürlich bei vorheriger Evakuierung). Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Kann man machen aber das wäre nur eine Umlagerung des Problems ...der betroffenen Urheber.
Wir reden hier über hochgradig Abhängige. Da gibt es kein Ende mit Schrecken. :? Wir reden über wahrscheinlich zum Großteil (?) völlig nicht integrierte Sozialfälle. Und wir reden über Kriminalität...Wirtschaftskriminalität, Bandenkriminalität etc. .... das bedarf höchster Feinfühligkeit, guter Planung und einer Menge an Geldern und geschulten Personals um das irgendwie zu stemmen. Und selbst dann wäre es fast aussichtslos denn man ändert Menschen nicht mit einem Ende mit Schrecken. Erst recht nicht Süchtige oder/und Kriminelle.

NatürlicH wäre es erstrebenswert, nicht nur zuzusehen aber ich denke, dieser Prozess bedarf einiger Jahre Umsetzung.

Sind nur meine Gedanken. Das Thema ist sicher sehr komplex und alles andere als leicht händelbar als das wir darüber urteilen sollten.


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BeitragVerfasst: 09.05.2019, 07:57 
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Das mit den homöopathischen Dosen sehe ich anders: Ein Großteil der üblicherweise verkauften homöopathischen Mittel ist so stark verdünnt, dass wirklich gar keine Spuren der angegebenen Medizin mehr drin sind - in den Abwässern aber sind die teuren Gifte wirklich drin. Wenn die fraglichen Stoffe tatsächlich vorhanden sind, kann man m.E. nicht von homöopathischen Dosen sprechen.

Ansonsten sind erfolgreiche Schwerkriminelle nach meinem Informationsstand kaum heilbar. Mit (rechtlich schwieriger) Einschränkung der Freizügigkeit und sehr viel Personal könnte man allenfalls den Zugang von zahlenden Kunden und Verbrechernachwuchs behindern. Die z.T. schöne alte Bausubstanz zu verbrennen würde m.E. nichts nützen.

sea u in denmark


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BeitragVerfasst: 09.05.2019, 08:26 
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BeitragVerfasst: 09.05.2019, 09:13 
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Hinnerk schrieb
Zitat:
Offiziell ist der Handel und Konsum von Cannabisprodukten in Dänemark verboten.

Allerdings nicht für medizinische Zwecke:
viewtopic.php?f=12&t=31924&start=30&hilit=Cannabis+anbau
viewtopic.php?f=12&t=33504&p=405418&hilit=Cannabis+anbau#p405418

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"Es sieht der Mensch die Welt fast immer durch die Brille des Gefühls, und je nach der Farbe des Glases erscheint sie ihm finster oder purpurhell."
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BeitragVerfasst: 09.05.2019, 09:37 
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Im Vergleich zu anderen europäischen Metropolen steht Kopenhagen mit 337mg/ Einwohner gut da.

Die gemessen Mengen sind ein Marker für den Grad des Drogenkonsums, ob diese Kozentrationen überhaupt aber eine Gefahr für alle über das Trinkwasser bedeutet?
Zitat:
Die Mengen der Substanzen, die von Drogen herrühren, sind winzig. Nimmt man eine Probe, ist es ungefähr so, als müsste man einen Zuckerwürfel im Bodensee finden.


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https://www.sueddeutsche.de/wissen/drogenanalyse-koks-im-kanal-1.4088503

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BeitragVerfasst: 09.05.2019, 13:37 
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http://www.taz.de/Abwasser-und-Drogenanalyse/!5242782/

Zitat:
Diese Erfahrung teilt Ort mit seinem Kollegen Fritz Sörgel. Auch er forscht zu Drogen im Abwasser, am Nürnberger Institut für Biomedizinische und Pharmazeutische Forschung: „Von 100 Städten, die wir anfragen, lehnen etwa 50 ab.“


Da scheinen wohl einige Stadtväter, gewaltig Angst um ihren guten Ruf zu haben.

Zitat:
Eine Rolle spiele jedoch die Altersverteilung innerhalb einer Stadt und ob es eine Universität gebe. Der Konsum dieser Drogen ist auch deutlich höher in Großstädten als in Kleinstädten. Dagegen kann Vandam bei Cannabis, Amphetaminen und Methamphetaminen keine Unterschiede zwischen großen und kleinen Städten feststellen.

Die Abwasseranalyse macht es außerdem möglich, den Konsum im Zeitverlauf zu beobachten. Beispielsweise wird in Europa generell am Wochenende mehr Ecstasy (MDMA) und Kokain konsumiert, relativ gleichmäßig über die Woche verteilt Marihuana. Allerdings sinken die Kokainrückstände an Werktagen nicht dramatisch. Die stark aufputschenden Drogen Crystal Meth und Speed werden in vielen Städten sogar häufiger unter der Woche als am Wochenende konsumiert. In Oslo steigen die Werte werktags um 24 Prozent.


Bei vielen Studien die erstellt werden, sieht man aber auch das sie mitunter ein bisschen fragwürdig sind, wenn man ließt das Stadtväter solche Untersuchen nicht in ihrer Stadt haben wollen.

Die Statistik ist wie eine Laterne im Hafen. Sie dient dem betrunkenen Seemann mehr zum Halt als zur Erleuchtung. :wink:

Hermann Josef Abs

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BeitragVerfasst: 09.05.2019, 21:36 
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Polly hat geschrieben:
Zitat:
Ich wäre ja für einen warmen Abriss dieses Kopenhagener Verbrecherviertel (natürlich bei vorheriger Evakuierung). Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Kann man machen aber das wäre nur eine Umlagerung des Problems ...der betroffenen Urheber.
Wir reden hier über hochgradig Abhängige. Da gibt es kein Ende mit Schrecken. :? Wir reden über wahrscheinlich zum Großteil (?) völlig nicht integrierte Sozialfälle. Und wir reden über Kriminalität...Wirtschaftskriminalität, Bandenkriminalität etc. .... das bedarf höchster Feinfühligkeit, guter Planung und einer Menge an Geldern und geschulten Personals um das irgendwie zu stemmen. Und selbst dann wäre es fast aussichtslos denn man ändert Menschen nicht mit einem Ende mit Schrecken. Erst recht nicht Süchtige oder/und Kriminelle.

NatürlicH wäre es erstrebenswert, nicht nur zuzusehen aber ich denke, dieser Prozess bedarf einiger Jahre Umsetzung.

Sind nur meine Gedanken. Das Thema ist sicher sehr komplex und alles andere als leicht händelbar als das wir darüber urteilen sollten.

In allem was du da sagst gebe ich dir recht Polly. Mit der Vertreibung der Bewohner von Christiania ist das Drogenproblem in Kopenhagen natürlich nicht beseitigt. Ich sagte ja, dass da nur eine Verlagerung in die Wohnbereiche der ganzen Stadt erfolgt. Das ist ja auch der Grund, dass auch die Polizei in anderen Großstädten die dort gewachsenen Treffs der Junkies (zum Leidwesen der Anwohner) nicht auflöst, weil sie dort die Szene besser im Auge hat.
Bei Christiania kommt allerdings erschwerend hinzu, dass das Viertel zu einem regelrechten Wallfahrtsort für Drogenabhängige und "Kunden" aus ganz Europa geworden ist. Eine Auflösung des Viertels würde zumindest dazu führen, dass der Drogentourismus zu einem gewissen Grad nachlassen wird.

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BeitragVerfasst: 09.05.2019, 21:40 
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breutigams hat geschrieben:
Allein der Gedanke dort Alles zu verbrennen ist schon kriminell

Hilsen Peter

Ach Peter, nehme nicht jede Bemerkung bierernst. Vielleicht hätte ich hinter meiner nicht ernt gemeinten Bemerkung einen passenden Smilie setzen sollen. Natürlich kann man nicht mitten in einer Großstadt ein ganzes Wohnviertel einfach abfackeln.

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BeitragVerfasst: 09.05.2019, 21:48 
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25örefan hat geschrieben:
Im Vergleich zu anderen europäischen Metropolen steht Kopenhagen mit 337mg/ Einwohner gut da.

Die gemessen Mengen sind ein Marker für den Grad des Drogenkonsums, ob diese Kozentrationen überhaupt aber eine Gefahr für alle über das Trinkwasser bedeutet?
Zitat:
Die Mengen der Substanzen, die von Drogen herrühren, sind winzig. Nimmt man eine Probe, ist es ungefähr so, als müsste man einen Zuckerwürfel im Bodensee finden.


https://www.sueddeutsche.de/wissen/drogenanalyse-koks-im-kanal-1.4088503

Kopenhagen erlangte Rang 9 von 50 teilgenommenen Städten wobei Rang 1 das schlechteste Ergebnis ist. Das würde ich nicht gerade als gut bezeichnen.
Und ob die gemessenen Werte winzig sind weiß heute noch niemand. Der Vergleich mit dem Stück Zuckerwürfel im Bodensee hinkt übrigens. Kokain lässt sich immerhin im Abwasser zunehmend nachweisen. Ein Stück Würfelzucker im Bodensee aber wohl nicht. Aber da lasse ich mich gern eines Besseren belehren. :mrgreen:

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BeitragVerfasst: 09.05.2019, 22:05 
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Zitat:
Eine Auflösung des Viertels würde zumindest dazu führen, dass der Drogentourismus zu einem gewissen Grad nachlassen wird.

Ach, ich gebe es ja nur ungerne zu aber ich habe heute im Pausenraum einen Seitenblick auf die Titelseite der B*** geworfen und gelesen, dass Rentner wegen Blumentöpfen vor der Tür aus der Wohnung rausgeklagt werden während Drogendealer ganze Straßenzüge "genehmigt" bekommen für ihre Machenschaften.
Aber darüber nachgedacht - so ist es einfach kontrollierbarer. Ein "geordneter" Safe-Room für Dealer aber auch ihre Beobachter.
Leichter händelbar als unbekanntes Terrain.

Macht es nicht besser...ich weiß. Mir wäre eine Welt ohne das alles auch lieber. :roll:


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BeitragVerfasst: 10.05.2019, 07:06 
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Kokain in Kopenhagens Abwässern? Öffnet mal eure Geldbörsen und unterzieht die Geldscheine einem Drogentest! Ins Klo und ins Abwasser müssen nur berufsbedingt Menschen greifen. Geldscheine gehen von Hand zu Hand ; auch Kinderhände sind dabei! Darin sehe ich die größere Gefahr! Wenn bei überraschenden Razzien Koks im Klo runtergespült wird ist das wohl die effektivste Methode Beweismittel verschwinden zu lassen. Mehr Razzien mehr Koks im Klo! Besser im Klo als an oder in Kinderhänden!


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BeitragVerfasst: 10.05.2019, 09:02 
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Die Messbarkeit kleiner Mengen sehe ich als erfreulichen Fortschritt der Wissenschaft, und früher oder später wird man in jeder Materialprobe Spuren von jedem Gift finden können. Aber das Zeug (und schlimmeres) war schon da, bevor man es messen konnte, und fast immer dürfte es in diesen Mengen ungefährlich auch für Kinder sein (die Dosis macht das Gift).

Atome sind unsterblich: Alles, was wir durch essen oder atmen aufnehmen, wurde schon oftmals von Anderen aufgenommen und wieder ausgeschieden, und war schon oftmals mit extremen Scheußlichkeiten vermischt - ist eben so, und braucht uns nicht zu stören.

Interessant scheinen mir diese Messergebnisse vorwiegend als Hinweis darauf, an welchen Orten unsere hochbezahlten Machthaber sich mehr um das Einfangen und Wegsperren der Rauschgifthändler kümmern sollten.

sea u in denmark


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BeitragVerfasst: 10.05.2019, 10:19 
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In Europa sind die Strafen ein Witz! Das es Balkanländer gibt die sich um Mitgliedschaft in der EU bewerben und in deren Regierungen Leute sitzen die eine schützende Hand über Ihre Drogenimporteure, Produzenten und Exporteure halten und sogar nicht vor Mord & Morddrohungen gegen die eigenen ermittelnden Polizeiangehörigen und deren Familienmitgliedern zurückschrecken sollte uns zu denken geben. Einige in Europa wegfangen und einige Jahre auf Lehrgang schicken macht die restlichen Dealer nur um so reicher; eine Marktbereinigung! Wirklich abschreckend sind die Strafen nur in Asien. Dort spielt es keine Rolle wer du bist, was du hast und woher du kommst oder wen du kennst! Dort wird immer im Sinne der Devise geurteilt: Vorsätzlicher & gewerbsmäßiger Mordversuch zum Zwecke der Selbstbereicherung. So sollte die Anklage auch bei uns lauten. Die Strafe,, Rübe runter " wird sich hier nicht verwirklichen lassen aber 15 Jahre Zwangsarbeit zum Wohle der Allgemeinheit ohne jegliche Möglichkeit vorzeitiger Bewährung? Mit diesem Mindeststrafmaß sollte Jeder rechnen müssen. Die Opfer bekommen ja in der Regel lebenslang!


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BeitragVerfasst: 10.05.2019, 12:35 
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Zweifellos ist unsere Welt voller Missstände und man wünscht sich oftmals härteres Durchgreifen gegenüber den abscheulichsten Verbrechern.
Aber im Weltvergleich ist Dänemark, so wie es jetzt ist, tatsächlich eines der lebenswertesten und sichersten Länder, und fast alle anderen sind schlechter, bestenfalls einige wenige gleichwertig.

Deshalb sollte man m.E. extrem behutsam vorgehen bei Änderungswünschen. Tatsächlich existierende Beispiele von lebenswerten Ländern mit strengerer Strafverfolgung sind schwer zu finden.

sea u in denmark


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