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BeitragVerfasst: 02.06.2019, 13:34 
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Hinnerk hat geschrieben:
@ Kairos:
Ich muss gestehen: Bis vor fünf Minuten wusste ich nicht einmal, was die "Nuclear pride Coalition" überhaupt ist

Das ist doch herrlich. Dann musst du nicht dumm sterben :mrgreen:


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BeitragVerfasst: 02.06.2019, 14:23 
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Hier ein Vergleich über die Lebensmittelverschwendung in den EU-Mitgliedsstaaten. Allerdings sind die Zahlen sieben Jahre alt und von daher u.U. nicht mehr aktuell. Etwas Neueres habe ich noch nicht gefunden. Auch sollte es schwierig sein, hier verlässliche Zahlen zu bekommen. Deshalb sind auch die im Link genannten Zahlen Schätzungen.

http://www.europarl.europa.eu/news/de/h ... infografik

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BeitragVerfasst: 02.06.2019, 14:32 
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Hinnerk hat geschrieben:
Hier ein Vergleich über die Lebensmittelverschwendung in den EU-Mitgliedsstaaten. Allerdings sind die Zahlen sieben Jahre alt und von daher u.U. nicht mehr aktuell. Etwas Neueres habe ich noch nicht gefunden. Auch sollte es schwierig sein, hier verlässliche Zahlen zu bekommen. Deshalb sind auch die im Link genannten Zahlen Schätzungen.

http://www.europarl.europa.eu/news/de/h ... infografik


Ergo ist die Tabelle genau nix wert.
Veraltet und Schätzungen... und das bei einem Thema, bei dem sich durch Tafeln, Geschäfte für abgelaufene Lebensmittel etc seit 2012 sehr viel verändert hat.


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BeitragVerfasst: 02.06.2019, 16:02 
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Eines ist bei diesem Vergleich aber recht gut erkennbar: In den ärmeren EU-Staaten werden wesentlich weniger Lebensmittel vernichtet.
Ergo: Uns Deutschen, Dänen und anderen Menschen der wohlhabeneren Staaten geht es scheinbar zu gut.

Ja, es ändert sich etwas. Derzeit ist es aber immer noch so, dass viel zu viele vollkommen einwandfreie Lebensmittel vernichtet werden. Initiativen wie Foodsharing und sogar die Tafeln können sich anstrengen wie sie wollen. Nur ein Bruchteil der diesen Organisationen zur Verfügung gestellten Lebensmittel können an interessierte Bürger (nicht nur bedürftigen) abgegeben werden. Trotz ständiger Aufklärungskampagnen in den Medien sind die Vorbehalte gegen Lebensmittel deren MHD fast erreicht erreicht ist zu groß. Der Marktleiter unseres Aldi-Marktes beschreibt das verhalten der Kundschaft so: Viele Kunden durchwühlen die Kartons mit Lebensmitteln und picken sich die Waren mit dem längsten MHD heraus. Der Unterschied beträgt da aber in aller Regel nur ein bis vier Tage. Ständig müsse das Personal die Regale aufräumen, weil sich nicht wenige Kunden wie die Vandalen verhalten oder wie Wanderratten alles durchwühlen nach möglichst noch am selben Tag verpackten Lebensmitteln.

Wie soll man nun ein derartiges Verbraucherverhalten ändern wenn Aufklärung nicht so richtig ankommt? Ich denke, dass als erstes das Mindesthaltbarkeitsdatum auf Lebensmittel gestrichen werden und ggf. durch ein Verfallsdatum ersetzt werden muss. Daran arbeitet unsere Regierung ja derzeit.
Und wer sich gegen den Einsatz von viel Chemie in der Landwirtschaft, z.B. in den Obstplantagen im Alten Land ausspricht sollte ruhig mal den Apfel mit einem Schorffleck nicht wieder achtlos in die Obstkiste im Supermarkt zurücklegen.

Letztlich entscheiden wir Verbraucher, ob und wie viel Lebensmittel vernichtet werden. Schade, dass hier einmal wieder der Gesetzgeber tätig werden muss damit der Verbraucher zur Vernunft kommt.

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BeitragVerfasst: 02.06.2019, 16:08 
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Hinnerk hat geschrieben:
Letztlich entscheiden wir Verbraucher, ob und wie viel Lebensmittel vernichtet werden. Schade, dass hier einmal wieder der Gesetzgeber tätig werden muss damit der Verbraucher zur Vernunft kommt.


Der Verbraucher entscheidet mit u.a. durch seine Nachfrage, aber sicher nicht allein z.B. was die Überproduktion von Lebensmitteln angeht.

Hendrik77


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BeitragVerfasst: 02.06.2019, 21:07 
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Hendrik77 hat geschrieben:
Hinnerk hat geschrieben:
Letztlich entscheiden wir Verbraucher, ob und wie viel Lebensmittel vernichtet werden. Schade, dass hier einmal wieder der Gesetzgeber tätig werden muss damit der Verbraucher zur Vernunft kommt.


Der Verbraucher entscheidet mit u.a. durch seine Nachfrage, aber sicher nicht allein z.B. was die Überproduktion von Lebensmitteln angeht.

Hendrik77

Sicherlich ist auch die Überproduktion daran schuld. Es gibt eine schöne ARD-Reportage über die Überproduktion im deutschen Weinanbau aufgrund hoher EU-Subventionen. Da wurde gezeigt, wie Wein Lastzugweise frisch von den weinhängen direkt zur Müllkippe gefahren wurde. Dort wurde jedes anfahrende Fahrzeug gewogen um die angelieferte Weinmenge zu bestimmen. Dann das tollste: Ein Gutachter bestimmte dann noch die durchschnittliche Qualität jeder angelieferten Fuhre weil sich die Höhe der Subventionen nicht nur nach der Menge sondern auch der der Qualität des Weines richtet. Die Weinbauern wissen das und sind von daher stets bemüht Wein von guter Qualität auf die EU-Müllkippe zu fahren.
Wein ist da nur ein Beispiel für derartige Subventions-Perversionen. Im Lebensmittelbereich dürfte es keinerlei Subventionen geben weil diese die Überproduktion nur fördern.

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BeitragVerfasst: 02.06.2019, 21:28 
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Es ist wirklich schlimm, wieviel Lebensmittel vernichtet werden. Was auch schlimm ist, ist dass ganze Landstriche voll mit sogenannten Energiemais sind. Schön für die ASP-Überträger - aber ethisch betrachtet eine Katastrophe.


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BeitragVerfasst: 02.06.2019, 21:37 
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Wie fährt man Wein von den Weinbergen zum Müll?
Entweder fährt man Trauben von den Weinbergen zum Müll oder Wein von den Kellereien zum Müll, wobei der dann flüssig ist.



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BeitragVerfasst: 02.06.2019, 21:38 
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Kairos hat geschrieben:
Es ist wirklich schlimm, wieviel Lebensmittel vernichtet werden. Was auch schlimm ist, ist dass ganze Landstriche voll mit sogenannten Energiemais sind. Schön für die ASP-Überträger - aber ethisch betrachtet eine Katastrophe.


Tja, wenn wir Klimaschutz ernst nehmen, brauchen wir auch Biogasanlagen.


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BeitragVerfasst: 02.06.2019, 22:16 
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MPG hat geschrieben:
Wie fährt man Wein von den Weinbergen zum Müll?
Entweder fährt man Trauben von den Weinbergen zum Müll oder Wein von den Kellereien zum Müll, wobei der dann flüssig ist.

Der Weinbauer spricht auch bei Trauben von Wein. Aber um es zu verdeutlichen, damit es auch Cola-Liebhaber verstehen: Gemeint sind die Trauben die auf den Müll gefahren werden und für die Brüssel, letzten Endes aber wir bezahlen.

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BeitragVerfasst: 02.06.2019, 22:23 
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MPG hat geschrieben:
Kairos hat geschrieben:
Es ist wirklich schlimm, wieviel Lebensmittel vernichtet werden. Was auch schlimm ist, ist dass ganze Landstriche voll mit sogenannten Energiemais sind. Schön für die ASP-Überträger - aber ethisch betrachtet eine Katastrophe.


Tja, wenn wir Klimaschutz ernst nehmen, brauchen wir auch Biogasanlagen.

Tja und Mais für Biogasanlagen wird ja häufig auf Äckern angebaut, die teils Jahre oder sogar Jahrzehnte brach lagen und nun wieder "reaktiviert" wurden/werden. Warum auch nicht? Lieber "Energiemais" als noch mehr Lebensmittel die wir letztlich vernichten. Schlimm finde ich da eher, wenn riesige Wälder in der Dritten Welt für die Palmölgewinnung brandgerodet werden und die "Ernte" bei uns dann als Biokraftstoff verhökert wird.

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BeitragVerfasst: 02.06.2019, 22:57 
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MPG hat geschrieben:
Kairos hat geschrieben:
Es ist wirklich schlimm, wieviel Lebensmittel vernichtet werden. Was auch schlimm ist, ist dass ganze Landstriche voll mit sogenannten Energiemais sind. Schön für die ASP-Überträger - aber ethisch betrachtet eine Katastrophe.


Tja, wenn wir Klimaschutz ernst nehmen, brauchen wir auch Biogasanlagen.


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Genau das brauchen wir - genau wie das Bienensterben. In Russland lacht man sich derweil schlapp über deutsche Klimahysteriker.


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BeitragVerfasst: 02.06.2019, 23:01 
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Hinnerk hat geschrieben:
Schlimm finde ich da eher, wenn riesige Wälder in der Dritten Welt für die Palmölgewinnung brandgerodet werden und die "Ernte" bei uns dann als Biokraftstoff verhökert wird.

So haben die in der dritten Welt doch eine schöne Einnahmequelle. Was ist daran schlimm?


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BeitragVerfasst: 02.06.2019, 23:46 
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Hinnerk hat geschrieben:
Tja und Mais für Biogasanlagen wird ja häufig auf Äckern angebaut, die teils Jahre oder sogar Jahrzehnte brach lagen und nun wieder "reaktiviert" wurden/werden. Warum auch nicht? Lieber "Energiemais" als noch mehr Lebensmittel die wir letztlich vernichten. Schlimm finde ich da eher, wenn riesige Wälder in der Dritten Welt für die Palmölgewinnung brandgerodet werden und die "Ernte" bei uns dann als Biokraftstoff verhökert wird.


Sehe ich genau so.


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BeitragVerfasst: 04.06.2019, 00:05 
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MPG hat geschrieben:
Hinnerk hat geschrieben:
Tja und Mais für Biogasanlagen wird ja häufig auf Äckern angebaut, die teils Jahre oder sogar Jahrzehnte brach lagen und nun wieder "reaktiviert" wurden/werden. Warum auch nicht? Lieber "Energiemais" als noch mehr Lebensmittel die wir letztlich vernichten.


Sehe ich genau so.


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Ich sehe das gar nicht so, da Mais häufig auf nicht auf ehemaligen Brachflächen angebaut wird, sondern ganz im Gegenteil des lukrativeren Geschäftes wegen sogar vorher anders als zum Maisanbau genutzte landwirtschaftliche Flächen zur Produktion von „Energiemais“ umgewidmet werden und das mit deutlich negativen Nebenwirkungen.
https://www.br.de/themen/wissen/alterna ... e-100.html

Umweltverträglichere Alternativen zum Maisanbau (auch ohne einer Überproduktion von Lebensmitteln Vorschub zu leisten) gibt es durchaus:
https://www.deutschlandfunk.de/alternat ... _id=393715

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