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BeitragVerfasst: 04.06.2019, 09:15 
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Bitte wieder zum Thema laut Überschrift zurück kehren oder ggf. ein neuen Thread mit passender Überschrift in der passenden Rubrik eröffnen.
Hendrik77


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BeitragVerfasst: 05.06.2019, 15:25 
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"Dänemark ist europäischer Spitzenreiter im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung: Innerhalb von fünf Jahren konnte das Land seine Essensabfälle um 25 Prozent senken. Der Grund hierfür ist allerdings kein Gesetz oder eine staatliche Initiative. Der Erfolg geht vor allem auf eine Einzelperson zurück: Selina Juul. Die 39-Jährige hat ihr Leben dem Kampf gegen die Verschwendung von Lebensmitteln gewidmet"

Frankreich hat eine Gesetz gegen Lebensmittelverschwendung, Tschechien ebenso, wer sich nicht daran hält zahlt Strafe. Auch Italien hat ein Gesetz und belohnt aber mit Steuererleichterung und Restaurantgäste werden animiert, ihr nicht gegessenes Essen mitzunehmen, eigentlich verpönt in Italien.
Und in Deutschland? Die Lebensmittelverschwendung soll bis 2030 zu halbiert werden, konkreten Maßnahmen, geschweige denn ein Gesetz sind nicht geplant. Man setzt auf Freiwilligkeit.

https://www.tagesschau.de/inland/contai ... g-101.html

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Würde Hirnlosigkeit vor Kopfschmerzen schützen, könnten die Aspirin-Produzenten ihre Läden schließen.
Gabriel Laub, poln.-dt. Schriftsteller 1928-1998

Der Verstand und die Fähigkeit ihn zu gebrauchen, sind zweierlei Fähigkeiten.
Franz Grillparzer, öster. Dramatiker 1791-1872


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BeitragVerfasst: 05.06.2019, 16:55 
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Der Grund für die Lebensmittelverschwendung in Deutschland (aber nicht nur da) liegt ganz klar in der Überproduktion, dem per Gesetz auf verpackten Lebensmitteln willkürlich aufgedruckem Mindesthaltbarkeitsdatum und einem idiotischen Verbraucherverhalten, welches ich ja bereits beschrieb.
Das MHD muss weg! Und wird es ja wohl auch bald.
Wenn Kunden im Supermarkt nicht jede Joghurtpalette und jeden Karton Mortadella nach einer Packung mit dem frischesten MHD durchwühlen würden bräuchte es keine 30 Prozent-Ecken zu geben.
Und dann die leidigen Subventionen in allen Bereichen. Muss es sein, dass z.B. im Aldi-Markt auf der holländischen Insel Texel ein Liter Frischmilch von Bremerland, die ohnehin viel zu billig ist, 10 Cent günstiger angeboten wird als bei uns? Auch andere deutsche Milchprodukte fanden wir dort preisgünstiger als bei uns, und das bei Insellage?
Auf Nachfrage erfuhr ich, dass dies nur aufgrund der Überproduktion in Deutschland und der EU-Subventionspolitik möglich ist. Und das zu Lasten der Milchbauern in den Niederlanden.

Appelle an Hersteller, Handel und Verbraucher helfen da nicht. Da ist (einmal wieder) der Gesetzgeber gefragt.

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BeitragVerfasst: 05.06.2019, 23:33 
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Hinnerk hat geschrieben:

Appelle an Hersteller, Handel und Verbraucher helfen da nicht. Da ist (einmal wieder) der Gesetzgeber gefragt.

Und was soll der machen? Noch mehr Planwirtschaft?


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BeitragVerfasst: 06.06.2019, 07:47 
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Es geht hier um Dänemark und da gab es die letzten Jahre keine Planwirtschaft. https://de.wikipedia.org/wiki/Zentralve ... wirtschaft
Solange es Verbraucher gibt die zu jeder Jahreszeit das "perfekte" Lebensmittel einkaufen möchten und der Handel dies gewillt ist an zu bieten wird die Überproduktion leider weiter bleiben, das ist zumindest meine Befürchtung.

Hendrik77


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BeitragVerfasst: 06.06.2019, 10:35 
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Kairos hat geschrieben:
Hinnerk hat geschrieben:

Appelle an Hersteller, Handel und Verbraucher helfen da nicht. Da ist (einmal wieder) der Gesetzgeber gefragt.

Und was soll der machen? Noch mehr Planwirtschaft?

Das Abschieben des verantwortlichen Umgangs mit Lebensmitteln auf den Gesetzgeber über die Abschaffung des Mindesthaltbarkeitsdatum halte ich für keine gute Idee.
Der Gesetzgeber schützt damit den Verbraucher. Wie soll der sich beim Einkauf von verpackter Wäre denn sonst der Frische vergewissern und die vermutliche Haltbarkeit/ Lagerfähigkeit abschätzen, was nötig ist, weil heute auch leichter verderbliche Ware wie insbesondere Fleisch- und Wurstwaren sowie Milchprodukte nicht mehr nahezu täglich eingekauft werden?
Das Problem am MHD ist wie schon zur Einführung des MHD 1981 erkannt wurde
Zitat:
dass viele Lebensmittel mit abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum, die jedoch eigentlich noch genießbar wären, von Verbrauchern weggeworfen würden, weil die Verbraucher das Mindesthaltbarkeitsdatum als ein Verfallsdatum missverstehen würden
.https://de.m.wikipedia.org/wiki/Mindest ... keitsdatum

Über das Mindesthaltbarkeitsdatum kann sich jeder, der es gelernt hat oder dem es wieder beigebracht wird/ werden sollte mit Auge, Nase und Zunge hinwegsetzen genauso wie die Verbraucher es gehandhabt haben, als es bis auf Konserven keine verpackte leicht verderbliche Frischwaren gab.
Wir übernehmen selbst die Verantwortung dafür, Lebensmittel nicht zu verschwenden und haben dies auch unseren Kindern so beigebracht, wie hier in einer Kolumne beschrieben: https://minime.life/mhd-irrsin/

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BeitragVerfasst: 06.06.2019, 14:45 
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25örefan hat geschrieben:
Das Abschieben des verantwortlichen Umgangs mit Lebensmitteln auf den Gesetzgeber über die Abschaffung des Mindesthaltbarkeitsdatum halte ich für keine gute Idee.

Im Grunde sind wir aber einer Meinung. Es ist eben so, dass das MHD von sehr vielen Verbrauchern mißverstanden wird trotz ständiger Aufklärung durch die Medien. Deshalb plädiere ich ja für den Aufdruck eines Verfalldatums welches dem Verbraucher sagt, bis zu welchem Tag die Ware bei sachgemäßer Lagerung ohne irgendwelche gesundheitliche Auswirkungen verzehrt werden kann. Da kann dann glatt der Joghurt 2 Wochen und die Leberwurst eine Woche länger im Kühlregal stehen. Selbst das in allen Kühltheken von Supermärkten und Discountern angebotene Frischfleisch in unter Schutzgas verpackter SB-verpackungen könnte so eine Woche länger verkauft werden. Aber das sind nur Beispiele.
Problem wird auch dann noch sein, dass viele Verbraucher auch weiterhin in den Kühlregalen herumwühlen und dann eben den Joghurt mit dem spätesten Verfalldatum herausfischen werden. Und auch der besagte Apfel mit dem (völlig unbedeutenden) Schorffleck bleibt liegen.
Trotzdem wäre das aber mal ein Anfang. Schlechtreden kann man alles. Wie wäre es denn mal mit konstruktiven Vorschlägen, wie man am besten der derzeitigen Lebensmittelverschwendung entgegen wirken kann?

Eines Vorweg: Die Tafeln und andere Initiativen wie Foodsharing können kaum noch mehr Lebensmittel einsammeln und verteilen. Die ersticken förmlich in den ihnen zur Verfügung gestellten Lebensmitteln. und dabei sind da noch lange nicht alle möglichkeiten ausgeschöpft. Wenn ich allein daran denke, was täglich auf den Großmärklten im Müll landet, also da wo die Händler, Marktbeschicker und Großküchen einkaufen... einfach unglaublich!

Aber gut, warten wir denn mal auf die tollen Vorschläge von den hier Diskutierenden, die auch die Meinung vertreten, dass etwas gegen die Lebensmittelverschwendung getan werden muss. Man darf gespannt sein.

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BeitragVerfasst: 06.06.2019, 15:42 
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Hinnerk schrieb
Zitat:
Deshalb plädiere ich ja für den Aufdruck eines Verfalldatums welches dem Verbraucher sagt, bis zu welchem Tag die Ware bei sachgemäßer Lagerung ohne irgendwelche gesundheitliche Auswirkungen verzehrt werden kann. Da kann dann glatt der Joghurt 2 Wochen und die Leberwurst eine Woche länger im Kühlregal stehen. Selbst das in allen Kühltheken von Supermärkten und Discountern angebotene Frischfleisch in unter Schutzgas verpackter SB-verpackungen könnte so eine Woche länger verkauft werden.

Meinetwegen, bleibt allerdings bei einem eventuellen Haftungsrisiko die Frage, ob die Hersteller/ Abfüller dann nicht aus Sicherheitsgründen doch ein Datum angeben, dass der Mindesthaltbarkeit entspricht. So wäre leider nichts gewonnen :(

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BeitragVerfasst: 06.06.2019, 15:52 
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Hinnerk schrieb
Zitat:
Trotzdem wäre das aber mal ein Anfang. Schlechtreden kann man alles. Wie wäre es denn mal mit konstruktiven Vorschlägen, wie man am besten der derzeitigen Lebensmittelverschwendung entgegen wirken kann?

Bei uns werden Lebensmittel nicht verschwendet. Gekauft wird nur was auch überschaubar verbraucht werden kann. Gern auch reduzierte Ware, die nahe dem Mindesthaltbarkeitsdatum liegt. Weggeworfen wird nur, was wider Erwarten doch verdirbt. Kleinere Reste werden verwertet, größer eingefroren. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist für uns lediglich ein Anhaltspunkt und gegessen wird auch was drüber liegt, aber augen-, nasen- und zungenscheinlich noch genießbar ist. :idea:

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BeitragVerfasst: 07.06.2019, 20:05 
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Nun habe ich die beiträge nur überflogen, bin aber über einiges gestolpert. Zb dass es in der provinz weniger verbreitet sei, lebensmittel zu verteilen. Ich lebe in nordjylland, vendsyssel, also absolut udkantsdanmark.in Hjørring gibt es drei stellen, wo man überschusslebensmittel abholen kann, eine stelle ist bedürftigen vorbehalten, bei den beiden anðren können vom flüchtling bis zum bankdirektor alle eine tüte voll abholen, und sie sind immer gut besucht, alle werden von freiwilligen betrieben und besponsort.

Was hier auch - inzwischen in allen klassen - recht aktiv praktiziert qird ist "skralle", auf deutsch glaube ich containern. Da gibt es facebookgruppen, wo man gemeinsame skralletirwn absprechen kann, oder wenn zb ne ganze aplle voller flødeboller bei aldi in hjørring liegen, kann man das da mitteilen - auch wenn viele skraller ähnlich den pilzesammlern die besten stellen nicht verraten.

Ich habe die erfahrung gemacht, dass wenn man mehr als eine stunde nach ladenschluss kommt, ist wirklich nur noch ungeniessbares in den containern. Viele läden tun auch oft zb alles bake off brot in einen müllsack für sich und vernoten ihn, damit das brot nicht mit container in kontakt kommt, das ist aber unterschiedlich.

Soweit ich weiss ist es in deutschland verboten zu containern - in dk ist es erlaubt, wenn der container öffentlich zugänglich ist und nicht angeschlossen. In Hjørring sind nur wenige container abgeschlossen, in Sindal glaub ich auch, sæby ist ein schlaraffenland für skrallere und frederikshavn ist super.

Das funktioniert ganz gut. Kommt es allerdings zu oft vor, dass die skraller rumsauen, dann verstehe ich die ladenbesitzer sehr gut, wenn sie irgendwann ein schloss anbringen.

Auch to good to go gibt es reichlich in der provinz und oft ist schon nach wenigen minutten ausverkauft.

Viele liebe und friedliche grüsse aus dem heute sonnigen vendsyssel von Evi, die nun einen containerten smoothie trinkt


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BeitragVerfasst: 07.06.2019, 23:35 
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evi jensen hat geschrieben:
Soweit ich weiss ist es in deutschland verboten zu containern - in dk ist es erlaubt, wenn der container öffentlich zugänglich ist und nicht angeschlossen.

Problem in Deutschland ist, dass der Unternehmer in Haftung genommen werden kann, wenn sich ein Lebensmittelsammler eine Lebensmittelvergiftung durch verdorbene Lebensmittel zuzieht, die er aus einem frei zugänglichen Müllcontainer eines Händlers gefischt hat. Aus diesem Grund werden die Container häufig abgeschlossen oder befinden sich auf einem abgeschlossenen Hof.

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BeitragVerfasst: 08.06.2019, 11:04 
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Hinnerk hat geschrieben:
Trotz ständiger Aufklärungskampagnen in den Medien sind die Vorbehalte gegen Lebensmittel deren MHD fast erreicht erreicht ist zu groß. Der Marktleiter unseres Aldi-Marktes beschreibt das verhalten der Kundschaft so: Viele Kunden durchwühlen die Kartons mit Lebensmitteln und picken sich die Waren mit dem längsten MHD heraus.


Zu den Kundinnen, die sich Artikel mit möglichst langen MHDs heraussuchen, gehöre ich auch, denn gerade bei Wurst, Fisch - und Fleischwaren steigt die Keimzahl kurz vorm Ende des MHD massiv an und für den Fall, dass beim Großhandel oder im Laden mal die Kühlkette unterbrochen wurde, ist man bei Waren mit möglichst langen MHD auf der sicheren Seite.

Dass gerade Leute, die gesundheitlich enorme Probleme haben, den Kauf von solchen Sachen praktizieren verstehe ich ehrlich gesagt nicht!

"Ob MHD oder Verbrauchsdatum – unsere Tests zeigen: Bei empfindlicher Ware aus dem Kühlregal wie Fleisch, Wurst, Fisch soll man die Frist nicht ausreizen, auch wenn alles so kühl lagert, wie es die Hersteller empfehlen. Wir prüfen am letzten Tag der Frist, das Produkt sollte dann noch in Ordnung sein. Tatsächlich kann die Keimbelastung aber schon recht hoch sein, wie etwa
Kochschinken zeigte. Bei 21 von 25 Produkten fanden wir erhöhte Keimzahlen, meist typische Verderbniskeime wie Milchsäurebakterien. Bei sieben Schinken hatten sie schon zu saurem Geruch oder Geschmack geführt. "
Quelle des Zitats: http://www.test.de/Mindesthaltbarkeit-N ... 6-2765646/

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LG
Andrea


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BeitragVerfasst: 08.06.2019, 11:17 
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Hellfried hat geschrieben:

Dies ist in DE aber nicht viel anders. Wenn man sich hier mit Leuten unterhält und erwähnt, dass man überwiegend solche Waren kauft, rümpfen viele die Nase und sondern entsprechende Bemerkungen ab. Genau wie hier vor Jahren im Forum geschehen, kommen dann abfällige Kommentare in der Form "Du bist, was du isst" usw.


Sorry Hellfried aber wenn ich heute den alten Thread von 2013 durchlese kann ich Ronalds damalige Warnung vor Lebensmitteln, die sich kurz vorm Ablaufen des MHD befinden, schon nachvollziehen.
Eine Abwertung deiner Person war mit dem Spruch "Du bist, was du isst" sicher nicht von ihm beabsichtigt.

Gerade bei den Fisch, Fleisch und Wurstwaren, die du ja so gerne aus der 30 und 50% Ecke kaufst, ist die Keimbelastung am Ende des MHD oft deutlich erhöht und das sage nicht ich sondern zum Beispiel die Stiftung Warentest.

Gerade wenn man gesundheitlichen Stress hat, sollte man genau überlegen ob die Ersparnis durch solche "Schnäpchen" das erhöhte Risiko wert sind.

Ich hoffe du kündigst mir wegen dieser Zeilen nicht die Freundschaft aber du kennst mich ja. Ich sage und schreibe immer was ich denke. :)

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BeitragVerfasst: 10.06.2019, 12:45 
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DK_Urlauber hat geschrieben:
"Ob MHD oder Verbrauchsdatum – unsere Tests zeigen: Bei empfindlicher Ware aus dem Kühlregal wie Fleisch, Wurst, Fisch soll man die Frist nicht ausreizen, auch wenn alles so kühl lagert, wie es die Hersteller empfehlen. Wir prüfen am letzten Tag der Frist, das Produkt sollte dann noch in Ordnung sein. Tatsächlich kann die Keimbelastung aber schon recht hoch sein, wie etwa
Kochschinken zeigte. Bei 21 von 25 Produkten fanden wir erhöhte Keimzahlen, meist typische Verderbniskeime wie Milchsäurebakterien. Bei sieben Schinken hatten sie schon zu saurem Geruch oder Geschmack geführt. "
Quelle des Zitats: http://www.test.de/Mindesthaltbarkeit-N ... 6-2765646/

Dann hoffe ich für dich, dass du niemals Fleisch oder Fisch als unverpackte Frischware beim Fleischer oder beim Fischwagen vor dem Supermarkt kaufst. Deren Ware ist in aller Regel mit mehr Keimen belastet als die verpackte SB-Ware im Supermarkt kurz vor dem MDH.
Das ist ganz natürlich. Die ersten Keime bilden sich bereits während oder kurz nach der Schlachtung. Das ist ja auch nichts Schlimmes und ein natürlicher Prozess. Je nach Keimart und Anzahl dürfen Keime in Lebensmitteln vorkommen. Und je länger z.B. Fleisch und Fisch auch vorschriftsmäßig gekühlt unverpackt unterwegs sind desto höher die Keimbelastung.

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BeitragVerfasst: 11.06.2019, 13:25 
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Bei uns wurden und werden niemals Lebensmittel weggeworfen.
Frisches wird nicht angebrochen, bevor das alte aufgebraucht ist. Z.B. liebe ich sehr den Geschmack von frischem Brot, bezahle auch ständig dafür, aber ich darf es meistens nicht essen, weil noch Reste existieren. (Gelegentlich "vergesse" ich den Brotkauf, mit etwas Glück ist dann keines mehr im Haus, und am nächsten Werktag genieße ich den Wohlgeschmack von frischem Brot.)

Wir sehen auch regelmäßig im Supermarkt die Stände mit abgelaufenen Milchprodukten durch und kaufen dort viel Leckeres für ganz wenig Geld. Ich bilde mir ein, verdorbenen Pudding erkennen zu können, aber manchmal (selten) habe ich doch Tage mit extrem unangenehmen Symptomen, die gut zu einer Lebensmittelvergiftung passen, und die ich nicht anders erklären kann.

In dieser Weltgegend werden wir älter als früher bei überwiegend durchaus lebenswerter Gesundheit. Das liegt nicht nur der hier üblichen Sauberkeit, gutem Trinkwasser usw., sondern auch an der Vermeidung verdorbener Lebensmittel. M.E. besteht kein Zweifel daran, dass eine Abschwächung diesbezüglicher Vorschriften und Warnungen zu einem Anstieg der Vergiftungen führen wird, z.T. auch mit stationärer Behandlung und Tod. Man muss eben einen Kompromiss finden, und der aktuelle Trend setzt neue Schwerpunkte.

Manche Lebensmittel halten sich auch erwiesenermaßen sehr viel länger in Plastikfolie. Deren Verteufelung wird nun wohl zu viel mehr Wegwerfen wegen tatsächlicher Unbrauchbarkeit führen - und zu geringfügig mehr Vergiftungen mit dann extrem hohen Plastikverbrauch im Krankenhaus.

Das Thema ist sehr viel komplexer als die meisten Laien offenbar wahr haben wollen.

sea u in denmark


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