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 Betreff des Beitrags: Nanny-Staat Dänemark?
BeitragVerfasst: 20.07.2020, 13:09 
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Ein weiterer (nicht nur dänemarktypischer) Schritt zum Nanny- Staat:
Zitat:
Jeder zweite Däne ist fettleibig. Forscher wollen dem mit einem breiten Katalog an Maßnahmen entgegenwirken.
Eine Begrenzung des Inhalts von Fett, Salz und Zucker, Regulierung der Vermarktung von ungesunder Nahrung, niedrigere Preise für gesunde Nahrung. Dies sind laut „Kristeligt Dagblad“ einige der Maßnahmen, mit denen Experten der ungesunden Ernährung entgegenwirken wollen...
https://www.nordschleswiger.dk/de/daene ... ger-werden
Einige (?)/ viele(?) Werden das begrüßen, aber wie schrieb schon Immanuel Kant vor über 200 Jahren:
Zitat:
Es ist so bequem, unmündig zu sein. Habe ich ein Buch, das für mich Verstand hat, einen Seelsorger, der für mich Gewissen hat, einen Arzt, der für mich die Diät beurteilt, u.s.w., so brauche ich mich ja nicht selbst zu bemühen. Ich habe nicht nötig zu denken, [...] andere werden das verdrießliche Geschäft schon für mich übernehmen.
Zitat aus „Der Staat als Super Super Nanny“ (interessante Lektüre auch über das Zitat hinaus)
https://shop.freiheit.org/download/P2@2 ... ny_web.pdf

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 Betreff des Beitrags: Re: Nanny-Staat Dänemark?
BeitragVerfasst: 20.07.2020, 19:47 
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Dänen fettleibig ??

Also die einzigen etwas dickeren Dänen, die ich je sah, habe ich bei Burger King in Esbjerg (nein, definitiv keine Restaurantempfehlung meinerseits !) gesehen.
Ansonsten sind die meisten auffällig schlank und sportlich.

Ich hätte gedacht, dass das in DK kein Thema wäre.
Aber das liegt vielleicht auch an der Definition von „fettleibig“.
Irgendwie habe ich mal gehört, die Versicherungen hätten den BMI erfunden und den Grenzwert immer weiter runtergesetzt, damit sie höhere Beiträge kassieren können. Aber das kann ich nicht belegen...


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 Betreff des Beitrags: Re: Nanny-Staat Dänemark?
BeitragVerfasst: 21.07.2020, 09:49 
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Übergewicht oder in der ausgeprägten Form Adipositas genannt ist ja jetzt keine Problem was es nur in Dänemark gibt, sondern weltweit.
25örefan hat geschrieben:
Ein weiterer (nicht nur dänemarktypischer) Schritt zum Nanny- Staat:

Ich kann in den geplanten Maßnahmen wie z.B. das senken der Preise für gesunde Lebensmittel jetzt auch kein Nanny- Staat erkennen. Die Verantwortung sich gesund zu ernähren wird dadurch ja nicht vom Staat übernommen, sondern es werden lediglich finanzielle Anreize gesetzt.
Med venlig hilsen
Hendrik77

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 Betreff des Beitrags: Re: Nanny-Staat Dänemark?
BeitragVerfasst: 21.07.2020, 11:11 
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Hendrik77 hat geschrieben:
Übergewicht oder in der ausgeprägten Form Adipositas genannt ist ja jetzt keine Problem was es nur in Dänemark gibt, sondern weltweit.
25örefan hat geschrieben:
Ein weiterer (nicht nur dänemarktypischer) Schritt zum Nanny- Staat:

Ich kann in den geplanten Maßnahmen wie z.B. das senken der Preise für gesunde Lebensmittel jetzt auch kein Nanny- Staat erkennen. Die Verantwortung sich gesund zu ernähren wird dadurch ja nicht vom Staat übernommen, sondern es werden lediglich finanzielle Anreize gesetzt.
Med venlig hilsen
Hendrik77

Wenn Du nicht genau hinschaust, kannst Du auch nichts erkennen.
Wenn das nicht Bevormundung und Entlassung aus der freien Entscheidung und Eigenverantwortung ist:
Zitat:
Eine Begrenzung des Inhalts von Fett, Salz und Zucker, Regulierung der Vermarktung von ungesunder Nahrung,

PS
Wer hat geschrieben, dass Übergewichtigkeit/ Adipositas ein alleinig dänisches Problem ist?
Kaum wird etwas „Negatives„ in Zusammenhang mit DK auch nur entfernt angeschnitten, geht‘s bei Dir in den Verteidigungsmodus. :roll:

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 Betreff des Beitrags: Re: Nanny-Staat Dänemark?
BeitragVerfasst: 21.07.2020, 13:23 
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Zitat:
Eine Begrenzung des Inhalts von Fett, Salz und Zucker, Regulierung der Vermarktung von ungesunder Nahrung


Darin sehe ich allein eine berechtigte Bevormundung der Lebensmittelindustrie und daszu recht. Denn der ganze Fertigkram enthält oft Zucker als billigen Füllstoff, zu viel Salz, zu viel Fett. Zucker bpsw.wird als billiger Füllstoff eingesetzt. Das gehört begrenzt und bitte nicht mit Klöckner´scher Selbstverpflichtung und breitem Grinsen, wenn ein Konzern lächerliche 5%weniger verspricht und eine Zuckerquelle durch eine andere ersetzt.
Das Problem v.a. bei Zucker in industriellen Lebensmitteln ist leider auch dass er oft versteckt daher kommt. Auf der Packung steht ohne Zucker und drin sind zuckerhaltige Sirupe, Dattelpasten o.ä. Das durchschaut auf den ersten Blick wer drauf studiert hat oder extrem gut informiert ist.
Ja, was man isst, entschiedet jeder selbst, aber den Lebensmittelkonzernen darf gerne vorgeschrieben werden, dass vermeintliche gesunde Lebensmittel keine Zuckerfallen sein dürfen.

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Würde Hirnlosigkeit vor Kopfschmerzen schützen, könnten die Aspirin-Produzenten ihre Läden schließen.
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 Betreff des Beitrags: Re: Nanny-Staat Dänemark?
BeitragVerfasst: 21.07.2020, 13:47 
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Zitat:
Ja, was man isst, entschiedet jeder selbst, aber den Lebensmittelkonzernen darf gerne vorgeschrieben werden, dass vermeintliche gesunde Lebensmittel keine Zuckerfallen sein dürfen.

Vorgeschrieben sollte dann aber nur die eindeutige Deklaration. Der Rest ist meine Entscheidung als freier Bürger.
Das zählt für mich zu einer unzulässigen Einschränkung meiner Entscheidungsfreiheit, denn wo fängt das an und wo hört es auf :
Zitat:
Eine Begrenzung des Inhalts von Fett, Salz und Zucker, Regulierung der Vermarktung von ungesunder Nahrung

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Zuletzt geändert von 25örefan am 21.07.2020, 13:53, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Nanny-Staat Dänemark?
BeitragVerfasst: 21.07.2020, 13:50 
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Klitrose hat geschrieben:
Dänen fettleibig ??

Also die einzigen etwas dickeren Dänen, die ich je sah, habe ich bei Burger King in Esbjerg (nein, definitiv keine Restaurantempfehlung meinerseits !) gesehen.
Ansonsten sind die meisten auffällig schlank und sportlich.

Ich hätte gedacht, dass das in DK kein Thema wäre.
Aber das liegt vielleicht auch an der Definition von „fettleibig“.
Irgendwie habe ich mal gehört, die Versicherungen hätten den BMI erfunden und den Grenzwert immer weiter runtergesetzt, damit sie höhere Beiträge kassieren können. Aber das kann ich nicht belegen...

Nun ja, wer sich einzig im Urlaub in einer Urlauberregion = deutsche Enklave Dänemarks aufhält und mit den Kiddies Strandburgen baut oder Papi mit seinem Lenkdrachen andere Strandgäste nervt bekommt ja auch nicht so viel vom echten Leben in Dänemark mit. Wer aber über das Jahr regelmäßig in die dänischen "Metropole" fernab von Nord- und Ostsee zum Einkaufen geht oder dort Kultur geniest sieht das Übel: Auch Dänemark hat sein Fettproblem.
Ob da die Dänen nun eher aus den Nähten platzen als die Menschen anderer westeuropäischer Nationen kann ich nicht sagen. Tatsache aber ist, dass die Dänen Fett und Zucker mögen und man das recht häufig sieht. Die unzähligen Mayonnaisehaltigen Salate in den Supermärkten zeigen das auch. Und dann die vielen Kuchensorten wo man meinen könnte, dass der Konditor Zucker mit Mehl oder Marzipan (lecker) verwechselt hat... :mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: Re: Nanny-Staat Dänemark?
BeitragVerfasst: 21.07.2020, 14:05 
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25örefan hat geschrieben:
1. Wenn Du nicht genau hinschaust, kannst Du auch nichts erkennen.


2. Kaum wird etwas „Negatives„ in Zusammenhang mit DK auch nur entfernt angeschnitten, geht‘s bei Dir in den Verteidigungsmodus.


1. Das ist doch jetzt kein Argument, denn jeder kann bei der Zubereitung von Speisen ggf. das hinzufügen was er mag und das kann der Staat ja nicht verhindern.

2. Eine Unterstellung ohne jede Grundlage, denn ich selbst berichte auch hier nicht nur positiv über Dänemark. Wenn es nicht mehr sachlich geht ist das keine Rechtfertigung für solche Art der Unterstellung.

Med venlig hilsen
Hendrik7

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 Betreff des Beitrags: Re: Nanny-Staat Dänemark?
BeitragVerfasst: 21.07.2020, 14:44 
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Hendrik77 schrieb
Zitat:
Eine Unterstellung ohne jede Grundlage, denn ich selbst berichte auch hier nicht nur positiv über Dänemark.

Ohne jegliche Grundlage, werde ich mir merken für‘s nächste Mal. Kommt bestimmt :mrgreen:
Wenn es keine Grundlage in der Vergangenheit hätte, hätte ich es nicht geschrieben.
Zudem Frage ich mich, warum Du extra betonen musstest, das Übergewicht kein allein dänisches Problem sei, obwohl solches nicht behauptet wurde?
Und wenn Du selbst etwas kritisierst, ist das ja auch was gaaaanz anderes.
Die Diskrepanz mit dem zweierlei Maß messen hatten wir ja schon des öfteren.

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 Betreff des Beitrags: Re: Nanny-Staat Dänemark?
BeitragVerfasst: 21.07.2020, 18:10 
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25örefan hat geschrieben:
Ein weiterer (nicht nur dänemarktypischer) Schritt zum Nanny- Staat:
Zitat:
Jeder zweite Däne ist fettleibig. Forscher wollen dem mit einem breiten Katalog an Maßnahmen entgegenwirken.

Das ist doch ein alter Hut:
Zitat:
In Dänemark hat man im Jahr 2011 mit einer Fettsteuer versucht, das Konsumverhalten seiner Einwohner zu verändern. Umgerechnet 2,14 Euro pro Kilogramm mussten die Dänen mehr zahlen für Fleisch, Milchprodukte und Öl mit einem Anteil von mehr als 2,3 Prozent gesättigten Fettsäuren. Doch nach heftiger Kritik wurde die Steuer im Januar 2013 wieder abgeschafft. Die Universitäten von Oxford und Kopenhagen haben sich in einer Studie mit den Auswirkungen der Steuer auf das Konsumverhalten der Dänen beschäftigt. Und sie liefern gute Argumente, warum eine solche Steuer wieder eingeführt werden könnte.

Quelle: https://www.wiwo.de/technologie/green/d ... 54476.html
Wie nachzulesen ist führte die Einführung der Fettsteuer in Dänemark trotz der Abschaffung nach einem Jahr zu einem nicht unerheblichen Erfolg:
https://www.euractiv.de/section/gesundh ... alten-vor/

25örefan hat geschrieben:
Wenn das nicht Bevormundung und Entlassung aus der freien Entscheidung und Eigenverantwortung ist:
Zitat:
Eine Begrenzung des Inhalts von Fett, Salz und Zucker, Regulierung der Vermarktung von ungesunder Nahrung,

Und wenn schon. Manchmal erscheint es sinnvoll das Volk im Hinblick auf die Volksgesundheit auf die richtige Spur zu bringen. Fettleibigkeit mit all seinen schädigenden Auswirkungen belastet schließlich unser Gesundheitssystem und das Solidarsystem, auf welches unser Gesundheitssystem aufbaut stark. Und so muss eben das eine oder andere solidarische Handeln zum Wohle aller mit sanften Druck eingefordert werden. Es steht dann ja immer noch jedem Verbraucher frei, ungesund zu leben. Es kostet dann eben nur etwas mehr.

Andere Staaten sind da bereits viel weiter. In England beispielsweise hat man von Regierungsseite aus dem Zuckerkonsum den Kampf angesagt. Nach der Anhebung der Unternehmenssteuer auf zuckerhaltige Limonaden 2018 (gestaffelt nach Zuckergehalt des jeweiligen Getränks) haben die Getränkehersteller den Zuckergehalt ihrer Limonaden auf rund die Hälfte reduziert.
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ ... 13839.html
In Deutschland werden derartige Maßnahmen ja bereits seit langer Zeit diskutiert, von s.g. Gutmenschen die da gleich wieder das Selbstbestimmungsrecht wanken sehen aber heftig bombardiert.
Dabei kennen wir derartige staatlich vorgenommenen Regularien seit vielen Jahren: Die Alkohol- und Tabaksteuer beispielsweise ist so eine Konsumbremse. Und auch die Hundesteuer. Die wurde 1809 als seuchenpolizeiliche Maßnahme eingeführt und sollte die Hundeanzahl und dadurch die Tollwutgefahr verringern. Und dann die Masern-Impfplicht oder...
Bei all diesen staatlich verordneten Maßnahmen geht es nicht einzig um den Schutz und das Wohlergehen des Einzelnen sondern um das Wohlergehen aller, der Volksgesundheit.

Freie Entscheidung und Eigenverantwortung (Selbstbestimmung) sind zwar Dinge, die in unseren Grundrechten verankert sind. Sie haben jedoch da ihre Grenzen, wo das Ausleben dieser Grundrechte
1. das Leben oder die Gesundheit einen selbst gefährden und/oder
2. andere Menschen infolge benachteiligt oder gefährdet werden.

Mein Fazit: Ich hoffe, dass Dänemarks zweiter Anlauf nicht wieder zur Eintagsfliege mutiert zumal der erste Versuch vor zwei Jahren doch bereits einen spürbaren Erfolg verzeichnen konnte.
Es bleibt die Frage, wohin mit dem ganzen überschüssigen Fett der nicht verkonsumiert wird. Joseph Bouys kann es ja nicht mehr verwerten (Stichwort „Fettecke“). :mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: Re: Nanny-Staat Dänemark?
BeitragVerfasst: 21.07.2020, 18:39 
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Zitat:
Manchmal erscheint es sinnvoll das Volk im Hinblick auf die Volksgesundheit auf die richtige Spur zu bringen.

Wer bestimmt das. Aufklärung ist gut, aber solche Vorstellungen stehen gegen die Vorstellung vom mündigen Bürger in freiheitlich
-demokratischen Gesellschaften.
Was kommt als nächstes? Ein Gesetz welches im Interesse der „Volksgesundheit“ täglich Leibesübungen und das Trinken von 2L Wasser verordnet?
Zitat:
Freie Entscheidung und Eigenverantwortung (Selbstbestimmung) sind zwar Dinge, die in unseren Grundrechten verankert sind. Sie haben jedoch da ihre Grenzen, wo das Ausleben dieser Grundrechte
1. das Leben oder die Gesundheit einen selbst gefährden und/oder
2. andere Menschen infolge benachteiligt oder gefährdet werden.

Fallschirmspringen, 3000er erklimmen, Motorrad fahren, Auto fahren....?

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 Betreff des Beitrags: Re: Nanny-Staat Dänemark?
BeitragVerfasst: 21.07.2020, 18:47 
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...… UND? Es gibt auf jeden Fall nicht so viele fette und ungesunde Menschen in Dänemark wie in Deutschland! Fakt! Na ok, während der Urlaubssaison sind es hier EINIGE mehr :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: Nanny-Staat Dänemark?
BeitragVerfasst: 21.07.2020, 18:53 
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quote="Ny Hinnerk"]
25örefan hat geschrieben:
Ein weiterer (nicht nur dänemarktypischer) Schritt zum Nanny- Staat:
Zitat:
Jeder zweite Däne ist fettleibig. Forscher wollen dem mit einem breiten Katalog an Maßnahmen entgegenwirken.

Der zweite Satz ist kein Zitat von mir, bitte zukünftig darauf achten, Zitate nicht zu vermischen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Nanny-Staat Dänemark?
BeitragVerfasst: 21.07.2020, 19:03 
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Ny Hinnerk hat geschrieben:
Andere Staaten sind da bereits viel weiter. ...
Mein Fazit: Ich hoffe, dass Dänemarks zweiter Anlauf nicht wieder zur Eintagsfliege mutiert zumal der erste Versuch vor zwei Jahren doch bereits einen spürbaren Erfolg verzeichnen konnte.

Da gibt es andere Aussagen:
Zitat:
In Norwegen gibt es eine Zuckersteuer für Lebensmittel schon lange. 2018 wurde sie drastisch erhöht, um bis zu 83 Prozent. Zwölf Millionen Liter weniger süße Getränke wurden seitdem verkauft, fast elf Prozent weniger als im Vorjahr. In Dänemark und Finnland gab es trotz Steuer keinen Rückgang, sie wurde wieder abgeschafft.
https://www.stimme.de/heilbronn/nachric ... 97,4164095
Zitat:
Dänemark schafft Fettsteuer wieder ab
Aufgrund fehlender Erfolgsnachweise wurde die Fettsteuer auf Produkte mit einem hohen Anteil an gesättigten Fetten in Dänemark nach zwei Jahren 2013 wieder abgeschafft. Die Verwaltungskosten seien zu hoch und Arbeitsplätze in Gefahr, weil viele Dänen im benachbarten Deutschland einkaufen, erklärte der damalige Steuerminister. Erst später stellten Studien fest, dass die Menschen in Dänemark unter der Fettsteuer tatsächlich vier Prozent [ :mrgreen: ]weniger gesättigtes Fett gekauft hatten. Gleichzeitig ist allerdings auch der Konsum von Salz angestiegen.
https://science.orf.at/v2/stories/2826162/
PS
Zitat:
Gesundheitspolitik wird zunehmend illiberal. Der individuelle Lebensstil gerät immer mehr in die Mühlen eines sich gesundheitsbesorgt gebenden Paternalismus. Wir sollten endlich anfangen, uns gegen die modernen Puritaner zur Wehr zu setzen.

Ruhig mal hier weiterlesen : https://www.novo-argumente.com/artikel/ ... gesundheit

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 Betreff des Beitrags: Re: Nanny-Staat Dänemark?
BeitragVerfasst: 21.07.2020, 19:38 
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25örefan hat geschrieben:
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25örefan hat geschrieben:
Ein weiterer (nicht nur dänemarktypischer) Schritt zum Nanny- Staat:
Zitat:
Jeder zweite Däne ist fettleibig. Forscher wollen dem mit einem breiten Katalog an Maßnahmen entgegenwirken.

Der zweite Satz ist kein Zitat von mir, bitte zukünftig darauf achten, Zitate nicht zu vermischen.

Du hast recht. Entschuldigung, war keine Absicht. Es ging ja auch nicht gegen dich.

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