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 Betreff des Beitrags: Re: Nanny-Staat Dänemark?
BeitragVerfasst: 21.07.2020, 19:40 
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[quote="BLAVANDS HUK"]...… UND? Es gibt auf jeden Fall nicht so viele fette und ungesunde Menschen in Dänemark wie in Deutschland! Fakt! [quote]
Das ist hier nicht das Thema und erst recht kein Wettbewerb. :roll:
Zudem ist der Unterschied laut Statistik denkbar gering;
D 20,1% ca DK 19,3%
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Länder_nach_Anteil_an_adipösen_Personen

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 Betreff des Beitrags: Re: Nanny-Staat Dänemark?
BeitragVerfasst: 21.07.2020, 19:41 
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25örefan hat geschrieben:
Da gibt es andere Aussagen: ...

Ja, so ist das. Jeder findet für sein Glück seine Quelle der Wahrheit. Aber welche ist richtig? :wink:

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 Betreff des Beitrags: Re: Nanny-Staat Dänemark?
BeitragVerfasst: 21.07.2020, 19:45 
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25örefan hat geschrieben:
Was kommt als nächstes? Ein Gesetz welches im Interesse der „Volksgesundheit“ täglich Leibesübungen und das Trinken von 2L Wasser verordnet?

Dem Bürger wird doch gar nichts verordnet, weder in Dänemark noch in GB. Ganz im Gegenteil. Den Bürgern soll etwas geschenkt werden. Wer sich gesund ernährt und bei seinen Einkäufen auf fett- und zuckerarme Lebensmittel achtet soll mit günstigeren Preisen belohnt werden. Das ist doch lobenswert! Ok, in GB sieht es anders aus. Wer sich da ungesund ernährt und unbedingt den vollen Zuckergehat einer herkömmlichen Cola will bekommt den auch. Er zahlt nur mehr.

Zitat:
Fallschirmspringen, 3000er erklimmen, Motorrad fahren, Auto fahren....?

Fallschirmspringen gilt als einer der ungefährlichsten Sportarten.
3000er erklimmen? Wer es mag… Wer vom Berg zu Tode stürzt und sich das Genick bricht belastet unser Solidarsystem nicht mehr. Wer es überlebt darf auf die zahlende Solidargemeinschaft hoffen, ist dafür aber u.U. für sein Leben bestraft.
Motorrad- und Autofahren sind Notwendigkeiten, ohne denen die Welt nicht mehr funktionieren würde. Ist also ein Totschlagargument.
Die gefährlichste Sportart überhaupt mit den aufwendigsten Behandlungen, Operationen und Therapiemaßnahmen ist übrigens der Fußballsport.
Aber das ist jetzt wieder geschickt von dir am Thema vorbei. :wink:

Aber das war ja klar, dass du dich als berufener Vertreter bevormundeter Bürger zu Wort meldest. Sollte ich darauf noch weiter eingehen? Nee, macht keinen Sinn. Die Fronten stehen stabil, weitere Grabenkämpfe machen keinen Sinn. Wir haben einfach unterschiedliche Vorstellungen von Freiheit, Demokratie und Gemeinsinn. Das hat sich schon in früheren Diskussionen gezeigt. Ich freue mich darüber, wenn die Politik über unsere Volksgesundheit wacht und wenn nötig lenkend eingreift. Mit der Einsicht vieler Bürger ist es nämlich nicht weit her.
Aber vielleicht kommt ja noch etwas ganz Neues von dir: Mit Fett und Zucker gegen (setze irgendwelche Krankheiten ein).

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 Betreff des Beitrags: Re: Nanny-Staat Dänemark?
BeitragVerfasst: 21.07.2020, 20:25 
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Wenn der TO feststellt das Dänemark mit den geplanten Maßnahmen zum Nanny-Staat mutiert ist das ok und wenn ich aber feststelle das Adipositas nicht nur in Dänemark ein Problem ist bin ich im Modus der Verteidigung. :roll: Ich verbitte mir zukünftig irgendwelche Unterstellung zu meiner Person ohne das die Grundlage dazu online gestellt wird. Tatsache ist das u.a. hier im Forum es genug Beiträge von mir gibt die sich kritisch mit Dänemark auseinandersetzen. Bevor der TO hier anderen erzählt wie diese sich zu verhalten haben sollte dieser erstmal bei sich anfangen und solche unsachlichen Beiträge wie heute um 14:44 Uhr online gestellt unterlassen bzw. nicht andere kritisieren für Dinge die er selber praktiziert.

Die Liste der WHO bezüglich Personen mit Adipositas ist von 2014 und Tatsache ist eben das Deutschland da im pro Kopf Vergleich vor Dänemark liegt. Dies hat sich 2019 auch nicht geändert wie jeder erkennen kann der die Statistiken der beiden Länder vergleicht.

Trotz aller geplanten Maßnahmen wird es auch in Dänemark weiterhin möglich sein sich gesund oder ungesund zu ernähren und somit sehe ich keine Einschränkung der Entscheidungsfreiheit oder Übernahme der Verantwortung durch den Staat.

Med venlig hilsen
Hendrik77

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 Betreff des Beitrags: Re: Nanny-Staat Dänemark?
BeitragVerfasst: 21.07.2020, 23:03 
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Hendrik77 hat geschrieben:
Trotz aller geplanten Maßnahmen wird es auch in Dänemark weiterhin möglich sein sich gesund oder ungesund zu ernähren und somit sehe ich keine Einschränkung der Entscheidungsfreiheit oder Übernahme der Verantwortung durch den Staat.

Ja, das sagte ich ja auch bereits. Nur wer sich dann eben lieber ungesund ernähren will zahlt dann eben mehr. Ich finde das gut. Ich sehe da keinerlei Bevormundung oder ähnliches durch den Staat.

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 Betreff des Beitrags: Re: Nanny-Staat Dänemark?
BeitragVerfasst: 21.07.2020, 23:26 
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Da die dänische Regierung ja wohl noch am überlegen ist, wie sie das Problem mit dem Fett- und Zuckerkonsum konkret angehen will hätte ich da einen Vorschlag:
Könnt ihr euch noch an die Zeit erinnern, als Anfang der 1980er Jahre die ersten Vidiotheken aufmachten? Da kam doch gleich der Ruf nach dem Jugendschutz. Und so hatte denn fast jede Vidiothek so eine "Schmuddelecke" in der Art eines Séparées, der von einem Vorhang vom übrigen Bereich getrennt und nur Erwachsenen zugänglich war.

So etwas könnte man doch auch in den Supermärkten einrichten. Eine Schmuddelecke mit den besonders fettigen und überzuckerten Lebensmittel wie die Majonäselastigen Salate (Makrelsalat) oder den Zucker/Marzipan statt Mehl-Kuchen. Zugang zu dieser Schmuddelecke sollten dann nur Kunden im Alter von mindestens 18 Jahren haben. Ferner ist vor jedem Zutritt in diese Angebotszone eine Erklärung des Kunden zu unterschreiben, dass er/sie sich den möglichen Folgen seines/ihres Kaufverhaltens voll bewusst ist und diese selbst zu verantworten hat.

Herrlich, was sich dann wohl an Gesprächsstoff bei den Klatschtanten ergibt. "Du guck mal, die Emma sackt schon wieder kräftig in der Fettecke ein." "Ja, als ob die nicht schon fett genug ist. Die Kinder tun mir echt leid. Die platzen auch bereits aus allen Nähten". :mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: Re: Nanny-Staat Dänemark?
BeitragVerfasst: 21.07.2020, 23:56 
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Hendrik77 hat geschrieben:
1) Wenn der TO feststellt das Dänemark mit den geplanten Maßnahmen zum Nanny-Staat mutiert ist das ok und wenn ich aber feststelle das Adipositas nicht nur in Dänemark ein Problem ist bin ich im Modus der Verteidigung.
2)Die Liste der WHO bezüglich Personen mit Adipositas ist von 2014 und Tatsache ist eben das Deutschland da im pro Kopf Vergleich vor Dänemark liegt. Dies hat sich 2019 auch nicht geändert wie jeder erkennen kann der die Statistiken der beiden Länder vergleicht.

Zu 1) Ich habe nicht geschrieben „ zum Nanny-Staat mutiert ist“.(Unterstellung :mrgreen: )
Zudem:
Nicht Einzelheiten zu Erkrankung sind hier mein Thema als TO, sondern staatliche Maßnahmen dagegen. Maßnahmen, die ich als Gängelung/ Bevormundung à la Nanny empfinde.
Schon gar nicht Thema war die Frage, wo sie häufiger auftritt, deswegen war die Anmerkung, dass diese Erkrankung nicht dänemarktypisch sei auffällig verwunderlich, zumal dies hier niemand behauptet hat. Somit empfinde ich Deinen Kommentar als „Verteidigungsmodus“. Diese Meinungsäußerung kannst Du Dir gerne verbitten.
Eine Unterstellung im Sinne eines auch rechtlich relevanten und zu sanktionierenden Tatbestandes (Verleumdungj/ üble Nachrede)*** erfüllt sie wohl kaum. Auch die Forumsregeln geben nichts her, was mir diese Meinungsäußerung untersagt.
Zu 2) Habe ich diese erbsenzählerische Tatsache eines Unterschieds bestritten?
Ich habe lediglich als Antwort auf
BLAVANDS HUK hat geschrieben:
...… UND? Es gibt auf jeden Fall nicht so viele fette und ungesunde Menschen in Dänemark wie in Deutschland! Fakt!
hingewiesen, dass es anhand der Prozentzahlen nur einen unbestreitbar unerheblichen Unterschied zwischen D und DK gibt (D 20,1% ca DK 19,3%) gibt.


*** https://de.wikipedia.org/wiki/Unterstellung

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 Betreff des Beitrags: Re: Nanny-Staat Dänemark?
BeitragVerfasst: 22.07.2020, 00:43 
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Ny Hinnerk hat geschrieben:
Da die dänische Regierung ja wohl noch am überlegen ist, wie sie das Problem mit dem Fett- und Zuckerkonsum konkret angehen will hätte ich da einen Vorschlag:
Könnt ihr euch noch an die Zeit erinnern, als Anfang der 1980er Jahre die ersten Vidiotheken aufmachten? Da kam doch gleich der Ruf nach dem Jugendschutz. Und so hatte denn fast jede Vidiothek so eine "Schmuddelecke" in der Art eines Séparées, der von einem Vorhang vom übrigen Bereich getrennt und nur Erwachsenen zugänglich war.

So etwas könnte man doch auch in den Supermärkten einrichten. Eine Schmuddelecke mit den besonders fettigen und überzuckerten Lebensmittel wie die Majonäselastigen Salate (Makrelsalat) oder den Zucker/Marzipan statt Mehl-Kuchen. Zugang zu dieser Schmuddelecke sollten dann nur Kunden im Alter von mindestens 18 Jahren haben. Ferner ist vor jedem Zutritt in diese Angebotszone eine Erklärung des Kunden zu unterschreiben, dass er/sie sich den möglichen Folgen seines/ihres Kaufverhaltens voll bewusst ist und diese selbst zu verantworten hat.

Herrlich, was sich dann wohl an Gesprächsstoff bei den Klatschtanten ergibt. "Du guck mal, die Emma sackt schon wieder kräftig in der Fettecke ein." "Ja, als ob die nicht schon fett genug ist. Die Kinder tun mir echt leid. Die platzen auch bereits aus allen Nähten". :mrgreen:

Das gehört allenfalls hierhin: viewforum.php?f=34

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 Betreff des Beitrags: Re: Nanny-Staat Dänemark?
BeitragVerfasst: 22.07.2020, 13:55 
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Ich tendiere ganz klar zu der @25örefan-Argumentation.

Abgesehen davon, daß ich nicht glaube, daß die "gesunden" Lebensmittel billiger werden, sondern nur die "ungesunden" noch teurer, bin ich auch der Meinung, daß es einer staatlichen Bevormundung gleichkommt, wenn Lebensmittelproduzenten zu "Rezeptänderungen" gezwungen werden würden.

Klare Kennzeichnung der Inhaltsstoffe, von mir aus auch noch mit "Gesundheitsampel" oder sonstiger Klassifizierung hinsichtlich Fett-, Salz-, Zuckergehalt und anderer "Giftstoffe" sollten doch wohl für jeden mit einem IQ größer dem eines Backsteines ausreichend sein, um sich bewußt gesund bzw. ungesund zu ernähren.


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 Betreff des Beitrags: Re: Nanny-Staat Dänemark?
BeitragVerfasst: 22.07.2020, 13:59 
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25örefan hat geschrieben:
Das gehört allenfalls hierhin: viewforum.php?f=34

Da gehen unsere Meinungen eben auseinander. Mein letzter Beitrag war Satire aber streng beim Thema und auch nicht of topic. Ich denke, dass ein Diskussionsthema wohl auch mal einen nicht ganz ernst zu nehmenden Beitrag verträgt. Dir gefällt er nur nicht, weil du meine Grundeinstellung zum Thema kennst mit dem du nicht konform gehst.
Achtung Satire: Es spricht aber nichts dagegen, wenn du zum Lachen in den Keller gehst.

Aber jetzt einmal ganz im ernst: Wo siehst du bei den Plänen der dänischen Regierung eine Bevormundung der Bürger?
25örefan hat geschrieben:
Das zählt für mich zu einer unzulässigen Einschränkung meiner Entscheidungsfreiheit, denn wo fängt das an und wo hört es auf :
Zitat:
Eine Begrenzung des Inhalts von Fett, Salz und Zucker, Regulierung der Vermarktung von ungesunder Nahrung

und:
Zitat:
Wenn das nicht Bevormundung und Entlassung aus der freien Entscheidung und Eigenverantwortung ist

Da frage ich mich, wo du unzulässige Einschränkungen deiner Entscheidungsfreiheit siehst. Dir wird doch lediglich die Entscheidung darüber, gesunde Lebensmittel zu kaufen dadurch erleichtert, dass diese im Preis gesenkt werden sollen. Dir wird es mit Sicherheit weiterhin möglich sein dich ungesund zu ernähren. Der Zugang zu fett-und zuckerreichen Lebensmitteln und Getränken wird dir auch in Zukunft nicht verwehrt werden. Sie sollen ja nicht einmal teurer werden.

Was dir wahrscheinlich nicht gefällt ist ist der in dem von dir verlinkten Artikel im Nordschleswiger:
Zitat:
Der Lebensmittelsprecher der Einheitsliste, Søren Egge Rasmussen, zeigt sich dem Vorschlag gegenüber aufgeschlossen, doch reiche dies nicht aus.
„Wir haben alle diese schnellen Mahlzeiten. Daher müssen wir auch überlegen, Grenzen für den Gehalt von Zucker, Fett und Salz in Lebensmitteln festzulegen, damit man sie überhaupt Lebensmittel nennen darf“, meint er.

Recht hat er. Hast du dir mal das deutsche Lebensmittelrecht angeschaut? Es ist das strengste und umfassendste der Welt. Das es an der Einhaltung und Überwachung mangelt ist ein anderes Thema. Was ich nur sagen will: Der Lebensmittelindustrie und uns Verbrauchern wird im Rahmen des Lebensmittelrechts und des Verbraucherschutzes unendlich viele Dinge vorgeschrieben, was wir zu essen oder besser nicht zu essen haben. Und keiner regt sich darüber auf. Ganz im Gegenteil. Immer mehr Verbraucher fordern mehr Klarheit darüber, was sie kaufen (Deklaration) aber auch noch strengere gesetzliche Vorgaben darüber, was in den Verkaufsregalen der Supermärkte stehen darf.
Eine bessere Deklaration wie du sie forderst allein reicht da nicht. Viele Verbraucher können mit den Angaben auf den Lebensmittelverpackungen nichts anfangen. Selbst Angaben über Fett, Zucker, Kohlenhydrate und Kalorien sagen vielen Verbrauchern nichts. Zudem sind diese Angaben oftmals ohne Lupe im Geschäft kaum zu entziffern.
Letztlich ist das Vermögen, sich gesund zu ernähren auch von der Allgemeinbildung und der Vernunft des Einzelnen abhängig. Und da hapert es nur allzu häufig. Ansonsten würde ja das Problem des Übergewichts in der Bevölkerung nicht ständig zunehmen. Siehe dazu:
https://www.dge.de/presse/pm/so-dick-wa ... -noch-nie/
Da kann ich dich nicht verstehen, der eine staatliche Förderung gesunder Lebensmittel als Bevormundung sieht. Wie bereits gesagt ist ja kein Bürger verpflichtet sich bevormunden zu lassen.
Deine Einstellung zu dieser Thematik könnte von einem Vertreter der Lebensmittelindustrie kommen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Nanny-Staat Dänemark?
BeitragVerfasst: 22.07.2020, 14:10 
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Erik M. hat geschrieben:
Ich tendiere ganz klar zu der @25örefan-Argumentation.

Abgesehen davon, daß ich nicht glaube, daß die "gesunden" Lebensmittel billiger werden,...

Genau dahin gehen aber die Überlegungen:
Zitat:
„Man könnte zum Beispiel die Mehrwertsteuer auf Lebensmittel mit dem Schlüsselloch-Kennzeichen halbieren oder sie ganz entfernen“, meint Meldgaard Bruun.

Der Lebensmittelsprecher der Einheitsliste, Søren Egge Rasmussen, zeigt sich dem Vorschlag gegenüber aufgeschlossen, doch reiche dies nicht aus.

Quelle: https://www.nordschleswiger.dk/de/daene ... ger-werden
Zudem: Wem das dänische Lebensmittelrecht nicht gefällt muss da ja nicht hinfahren. Zudem kommen viele (die meisten?) Datschaurlauber ohnehin mit im Heimatland gefüllten Klappkisten mit Lebensmitteln am Urlaubsort an.
Also, so what?

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 Betreff des Beitrags: Re: Nanny-Staat Dänemark?
BeitragVerfasst: 22.07.2020, 16:27 
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Na Hinnerk schrieb:
Zitat:
Immer mehr Verbraucher fordern mehr Klarheit darüber, was sie kaufen (Deklaration) aber auch noch strengere gesetzliche Vorgaben darüber, was in den Verkaufsregalen der Supermärkte stehen darf.
Eine bessere Deklaration wie du sie forderst allein reicht da nicht. Viele Verbraucher können mit den Angaben auf den Lebensmittelverpackungen nichts anfangen.

Mehr Klarheit darüber, was man kauft darf gerne gefordert werden und dem darf gern nachgekommen werden. Ich brauche sie nicht (koche im übrigen täglich und mit Leidenschaft selbst) und brauche und möchte keine Vorgaben, was noch „in den Verkaufsregalen der Supermärkte stehen darf.“
Zudem glaube ich nicht, dass wirklich immer mehr Verbraucher von sich aus „noch strengere gesetzliche Vorgaben dazu fordern, „was in den Verkaufsregalen der Supermärkte stehen darf.“
Dafür sind ganz andere Mechanismen verantwortlich. Lies unter der Überschrift „ Eine Krankheit namens Volksgesundheit, Analyse von Christopher Snowdon“***, dort wird umfänglich deutlich was ich mit „Mechanismen“ meine.
*** https://www.novo-argumente.com/artikel/ ... gesundheit

Und wenn „viele [sind es wirklich so viele?] Verbraucher, die mit den Angaben auf den Lebensmittelverpackungen nichts anfangen können“ und wenn Du meinst, selbst „eine noch bessere Deklaration allein reicht da nicht“, ja dann ist das deren Problem und sie müssen ihre persönliche Nanny mit in den Supermarkt bringen, wenn sie meinen dazu Hilfe zu benötigen. Zur Not tut es auch das allgegenwärtige Smartphone mit Google als helfende Kraft. Dies bequem vom Staat mit einschränkenden Maßnahmen für alle zu fordern ist überzogen, da es genügend verständige und mündige Bürger gibt, die sehrwohl selbst dazu in der Lage sind und denen Zudem auch zugestanden werden darf, aus Lust und Leidenschaft gegen dass zu verstoßen, was was andere als „ungesund“ oder Laster deklarieren.
Zitat:
Der individuelle Lebensstil gerät immer mehr in die Mühlen eines sich gesundheitsbesorgt gebenden Paternalismus. Wir sollten endlich anfangen, uns gegen die modernen Puritaner zur Wehr zu setzen.
***Quelle s. obigen Link
PS
Eine eigenständige Wahl im Supermarkt treffen zu können ist nach Deinen Darlegungen „vielen“ nicht zuzutrauen. Den gleichen „Vielen“ wird aber dennoch im Zuge des allgemeinen Wahlrechts zugetraut und zugestanden als mündiger Bürger per politischer Stimmabgabe über die Geschicke einer Nation mitzubestimmen. Na welche Diskrepanz...

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 Betreff des Beitrags: Re: Nanny-Staat Dänemark?
BeitragVerfasst: 22.07.2020, 17:18 
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Na Hinnerk schrieb
Zitat:
Da frage ich mich, wo du unzulässige Einschränkungen deiner Entscheidungsfreiheit siehst. Dir wird doch lediglich die Entscheidung darüber, gesunde Lebensmittel zu kaufen dadurch erleichtert, dass diese im Preis gesenkt werden sollen.

Du mußt den Link im Eingangspost schon ganz lesen. Kein Wunder, dass Du Dich dann fragen mußt. :roll:
Es geht um mehr:
Zitat:
Forscher wollen dem mit einem breiten Katalog an Maßnahmen entgegenwirken.

Eine Begrenzung des Inhalts von Fett, Salz und Zucker, Regulierung der Vermarktung von ungesunder Nahrung, niedrigere Preise für gesunde Nahrung. Dies sind laut „Kristeligt Dagblad“ einige der Maßnahmen, mit denen Experten der ungesunden Ernährung entgegenwirken wollen.
...
Großeinkauf = großer Verzehr
... Außerdem schlägt sie (Ulla Toft, Ph.d. in Volksgesundheit und Vorsitzende der Gesellschaft für Volksgesundheit )vor, Mengenrabatte abzuschaffen... und ungesunde Lebensmittel zu verteuern....
(s. Link im Eingangspost)

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 Betreff des Beitrags: Re: Nanny-Staat Dänemark?
BeitragVerfasst: 22.07.2020, 17:24 
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Es sind keine Forscher die Maßnahmen beschließen, sondern die dänische Regierung. Laut dem zuständigen Ministerium geht es darum zu informieren wie Nahrung die Gesundheit beeinflussen kann und nicht darum zu bestimmen was in Dänemark gegessen wird. https://mfvm.dk/foedevarer/mad-maaltider-og-sundhed/
Der von der Regierung ausgearbeitete Handlungsplan enthält auch keine Verbote so das der Vorwurf der Einschränkung meiner Entscheidungsfreiheit für mich schlichtweg unhaltbar ist. https://raadetforsundmad.dk/wp-content/ ... nd-mad.pdf

Med venlig hilsen
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 Betreff des Beitrags: Re: Nanny-Staat Dänemark?
BeitragVerfasst: 22.07.2020, 17:40 
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Zitat:
Schlichtweg unhaltbar...
:?:
1! geht es um den Inhalt des Artikels im Nordschleswiger und 2. kommt dort such die Politik bezüglich Einschränkungen zu Wort:
Zitat:
Der Lebensmittelsprecher der Einheitsliste, Søren Egge Rasmussen, zeigt sich dem Vorschlag gegenüber aufgeschlossen, doch reiche dies nicht aus.

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